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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
4
Angular Perceptions
Format: Audio CD|Ändern
Preis:18,79 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 21. Mai 2007
Wow! Nach Einlegen dieser CD - die mit einem interessantem Cover daherkommt - drückt man ohne Bedenken den Startknopf des Players und schon wird einem durch chaotische Klänge suggeriert: „Vergiss alles was Du bisher über Prog-Metal gehört hast und hör mir mal gut zu!“, ein kurzes Stück, dass einem alle Voreingenommenheiten nimmt, alle Schubladen durcheinander wirft und jedem, der auch nur ein wenig offen für Neues ist sagt: “Nicht ausschalten!“. Dann geht diese fantastische Erfahrung los bzw. weiter. Clever instrumentalisiert mit facettenreichen Soli, die einem manchmal nur wie eine Bridge vorkommen, wird man von der Musik und der gut positionierten Stimme zwischen die Lautsprecher manövriert. Die Stimme gehört „Ted Leonard“ (Enchant), der auf das fertig produzierte Material aufsang, was allerdings an keiner Stelle des Werkes auffällt und zeigt was für Profis hier am Werk waren. Für das Weiterhören dieser Platte wird man fortwährend mit intelligenten, abwechslungsreichen, kräftigen Rhythmen und Liedpassagen belohnt. Dieses Album strotzt vor guter handwerklicher Leistung, Dynamik, Melodie, genialen Breaks und man kann sogar ein progressives Klavier hören („A Legends Avalon“ und „A Mind Beyond“). Die insgesamt drei Instrumentalnummern sind es alleine schon wert mal ein Ohr in diese CD zu halten, zwei dieser Titel („Mr. Qwinkle's Therapy“ und „Accidently On Purpose“) schrieb Bandgründer „Michael Harris“ mit dem Schlagzeuger „Rob Stankiewicz“ und dem Bassisten „Derek Blakley“ von denen man sicher noch mehr hören wird. Alles in allem ein wirklich kreatives Produkt lohnenswerter Studioarbeit. O.K., es wird hier keine neue Musikrichtung erfunden, aber das ist auch gar nicht nötig denn hier gibt es eine abwechslungsreiche und knackige CD für jede Prog- oder Metal-Sammlung.
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am 8. April 2007
"Pro-gres-'siv" (Musik/Heavy Metal):
1. Unkonventionelle Songstrukturen, bei denen oft verschiedene Musikstile miteinander verschmelzen
2. Hang zu komplexer Rhythmik und hohem technischen Anspruch der Instrumentalisten
3. Thought Chamber

Das Prädikat "Progressiv" wird seitens Plattenfirmen und Musikmagazinen fastjeder Band verliehen, die mal ein Break einstreut oder einen Song im 3/4-Takt schreibt. "Thought Chamber" dagegen zeigen anno 2007 der Prog-Szene, wo der Hammer hängt und definieren den Begriff praktisch neu. Schwermetallische Riffs in komplexen Rhythmen, dynamische Drives, die in keinen zwei Strophen gleich bleiben, unverbrauchte Melodien in vielen Variationen, wilde Parallelläufe, halsbrecherische Metal-Frickeleien, die plötzlich in verspielte 70er-Jahre Progrock-Passagen übergehen, spektakuläre Breaks mit virtuosen Slap-Bass-Solospots... "Angular Perceptions" lässt einen nach dem ersten Durchgang erst einmal ungläubig über das Gehörte reflektieren. Einordnen lassen sich Thought Chamber höchstens häppchenweise. Technisch hochklassige Dream-Theater-Portionen, verspielte Yes-/Flower Kings-/Spock's Beard-Referenzen, bedrohliche Threshold-Atmosphären, avantgardistischer Magellan-Bombast, Ausflüge in orientalische Skalen, Frickeleien in neoklassischen Malmsteen-Harmonien, dazwischen "jazzige" Einschübe, die man im Metal-Genre allenfalls von frühen Sieges Even her kennt, ein Genre-Puzzle, das auch Mal an Ayreon erinnert und jedes Klischee höchstens sehr bewusst aufgreift.

Die Grenze vom Flickenteppich zu epischen Glanztaten ist ja bekanntlich fließend. Fast vier Jahre lang hat Bandgründer Michael Harris an den Arrangements gefeilt und sichergestellt, dass kohärente Kompositionen aus ihnen wurden. Der US-Gitarrist, u.a. Gründer der Metaller Arch Rival und mit vielen Soloprojekten aktiv, hat Instrumentalisten um sich geschart, die allein als begnadete Solisten und formidable Teamplayer "Angular Perceptions" zum Pflichtkauf gemacht hätten: Rob Stankiewicz (dr), Derek Blakley (b) und Bobby Williamson (keys). Zur spielerischen Weltklasse kommt dann auch noch Enchant-Sänger Ted Leonard mit der Performance seines Lebens. Auch sein Zutun ist hochgradig unkonventionell. Die Gesangslinien sind mutig "anders" und von einer vom instrumentalen Unterbau losgelösten Eigenständigkeit geprägt, wie man sie von Geoff Tate, Ray Alder oder Russel Allen her kennt. Das ist ganz große Dramatik, das ist Kunst, das ist Kreativität in allen Bereichen.

Die Höhepunkte des Albums sind die beiden episch komplexen Sieben-Minüter SACRED TREASURE und A MIND BEYOND mit düster groovenden Strophen, schwebend anmutenden Refrains und beinahe rhapsodischen Instrumentalstrecken, denen aber nie der rote Faden abhanden kommt. Etwas eingängiger sind BALANCE OF ONE und GOD OF OBLIQUE, bei denen Ted Leonard mit 80er-Jahre-Metalpower screamt, während er bei SILENT SHORE beweist, wie graziös er in ruhigem Fahrwasser singen kann. Die dynamischen Metaldrives des orientalisch angehauchten TRANSMIGRATION OF SOULS erinnern mit ihrer mysteriösen Power-Atmosphäre an Symphony X. Gleiches gilt für A LEGEND'S AVALON, dessen hymnischer Chorus mit einem astreinen Heavy- und Akustikgitarren-Mix sich zudem als überraschend eingängiger Ohrwurm entpuppt.

In drei Instrumentalstücken brennen Thought Chamber dann noch ein Feuerwerk ihrer Spielkunst ab. MR.QWINKLE'S THERAPY, ACCIDENTLY ON PURPOSE und das Intro PREMONITION, das schon Mal ein paar spätere Melodien des Albums vorstellt, sind hochgradig vertrackte virtuose Meisterstücke, bei denen kaum ein Instrument sich mal mehr als einen Takt lang auf Hintergründiges beschränkt. Die sensationell melodiösen Basslines und die ziemlich abgedrehten Gitarreneinlagen erinnern des öfteren an Rush-Instrumentals wie "YYZ", "Leave That Thing Alone" oder "Limbo".

Abgerundet wird außergewöhnlich lebendiges und innovatives Prog-Album durch ein sehenswertes Booklet mit surrealistischem Artwork, das zu den mythologisch, philosophisch, metaphysischen Gedankenspielen in den Lyrics passt. Dazu gehören mathematische Formeln in Notensystemen und ein schwebendes Gehirn zwischen Himmel und Meer, umgeben von einer endlosen Klaviertastatur. Ungefähr so klingt auch die Musik: nicht aus diesem Universum, kaum zu beschreiben und in dieser Form sicherlich noch niemandem untergekommen.
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am 29. Dezember 2014
Kategorie: "Progressive" Rock mit deutlichen Metalanleihen. Sehr komplex. Sehr aufwändig.Sehr druckvoll.

Vier Sterne muß ich einfach geben, da die Mischung dermaßen explosiv rüberkommt, dass man einfach zuhört, auch wenn bei anderen Bands vielleicht mehr Musik gemacht wird. Der Technikfaktor ist sehr hoch und die Ideenvielfalt enorm. Sich hier durchzuhören gleicht dem Besteigen eines Berges: Ist man erstmal oben angekommen, ist man froh es geschafft zu haben. Idealer Weise genießt man auch den Weg zur Spitze und das ist bei " Angular Perceptions" durchaus möglich.
Das liegt einerseits an den häufig ansprechenden und schönen Gesangslinien von Ted Leonard, andererseits an der sehr knackig agierenden Rhythmusgruppe so dass man meinen könnte Enchant goes Metal......

Schwierig zu konsumieren ist dieses Gebräu dennoch, da eben sehr viel Durcheinander durch die Ideenvielfalt und die komplexen Songstrukturen entsteht. Viel weniger poppig als Dreamtheater, aber deutlich weniger sperrig als z.B. Spiral Architect.

Eine Entdeckung für tapfere Hörer.

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am 4. April 2007
Die Band, die momentan in meiner Anlage rotiert, wurde 2001 unter dem Namen Thought Chamber aus der Taufe gehoben - ein bedeutungsschwangerer Name, der, inspiziert man den Inhalt etwas genauer, aber vielleicht besser in Sound oder Melody Chamber hätte geändert werden sollen. Nicht, dass die textlichen Inhalte auf Angular Perceptions" ernsthaft zu bemängeln wären, sind sie dennoch leider auch nicht herauszuheben, da sie, wie in der progressiven Rockszene leider viel zu üblich, im musikalischen Rest des Gesamtprodukts untergehen. Einerseits, weil sie einen kleineren Zeitrahmen zugeteilt bekommen, was in diesem Genre nun nicht verwundert. Andererseits, weil Ted Leonard, der Mann, der sie gesanglich darbietet, trotz gut ausgebildeter Stimme schlicht nichtssagend umsetzt und wie etwa jeder zweite Vokalist des Genres klingt. Langgezogene Strophenenden, tonal in eher höheren Gefilden, keine ernsthaften Ausbrüche, eher die gelegentliche Tendenz zum Sprechen und das in jedem der sieben Tracks mit Gesang. Alles sauber umgesetzt, aber sofort wieder vergessen. Insgesamt enthält Angular Perceptions" zehn Tracks, was demnach drei Instrumentalstücke zur Folge hat, von denen eines lediglich als Intro dient. Und, auch, wenn ich mit kritischer Stimme beginne, heißt das noch lange nicht, dass das was Thought Chamber hier auf ihrem Debütalbum verzapfen, Schrott ist. Ein Titel wie 'Mr Qwinkle's Therapy' dürfte so ziemlich jedes Proggerherz höher schlagen lassen. Da der Sänger hier außen vor bleibt, kann die Instrumentenfraktion mal so richtig zeigen, was sie drauf hat. In diesem Beispiel glänzt ganz besonders Gitarrist Michael Harris, aber auch die Rhythmuspartei wartet mit netten und unerwarteten kleinen Vertracktheiten und Kunstkniffen auf. Seien wir wieder einmal ehrlich: Progalben sind musikalische Selbstbeweihräucherung, in manchen Fällen aber dennoch auf äußerst beeindruckende Art und Weise. Ein Song, der mir sowohl von der Stimmung als auch von der Darbietung sehr gut gefällt, da er bei aller Fingerfertigkeit locker aus den Boxen kommt, ist 'Transmigration Of Souls'. Klingt ein wenig wie frühere Helloween auf Progdrogen und sei an dieser Stelle meine Empfehlung für künftige Käufer des Albums. 'Silent Shore', eine ruhige Nummer mit leicht barockem Anklang und starken orchestralen Elementen weiß auch äußerst gut zu gefallen und erinnert in Teilen etwas an 'Mystery' vom Ayreon-Silberling The Human Equation". Insgesamt ist die zweite Hälfte auf Angular Perceptions" in meinen Ohren deutlich stärker als der Anfang und so gebe ich einer im Prinzip guten Platte mit einem leider dennoch nicht zu versteckendem Hinkebein.
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