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am 20. Mai 2007
Es macht große Freude, die Alben nach mehr als 20 Jahren wieder neu zu entdecken. Der 5.1-Mix birgt große Überraschungen, vor allem für jemanden, der noch das Material auf Vinyl in lebhafter Erinnerung hat. Zugegeben: mit den Abmischungen einiger Songs werde ich mich wohl nicht so recht anfreunden können (z.B. mit dem Gesangspart auf "Pigeons"), aber alles in allem ist die Box ihren Preis wert. Ein kleiner Wermutstropfen gibt es allerdings doch. Der Plattenfirma ist anzumerken, dass sie bisher wenig Erfahrung mit SACDs hat. Das Extra-Track-Album wurde in einem hübschen Buch verpackt, das zwar ansprechend gestaltet, aber zur Aufbewahrung der empfindlichen SACD nicht zu gebrauchen ist. Nachdem man die Disk einige Male aus der undurchdachten Pappvorrichtung herausgefummelt und wieder eingelegt hat, weist das empfindliche Material der SACD gravierende Kratzspuren auf, die zu Abspielfehlern führen. In meinem Fall ist es so schlimm, dass schon nach dem vierten oder fünften Abspielen die Fehlerkorrektur meines SACD-Spielers nicht mehr in der Lage ist, die Fehler auszugleichen. Das ist besonders ärgerlich, weil man gerade diese Disk in der Box nicht mehr einzeln kaufen kann. Daher mein Tipp: bewahren Sie das Extra-Track-Album in handelsüblichen CD-Hüllen auf, damit ersparen Sie sich Ärger und bewahren sich die Freude an den Datenträgern. Dem Label sei gesagt, nicht alles was schön ist, ist auch zweckmäßig (eine Nachbesserung sei Ihnen dringend ans Herz gelegt).
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am 23. April 2007
Über die Musik der Genesis-Alben der post-Gabriel Ära ist viel geschrieben worden, daher hier nur einige Eindrücke zum 5.1-Mix der SACDs: Nachdem im Vorfeld der Veröffentlichung einige Äußerungen von Produzent/Engineer Nick Davis nach außen gedrungen waren, die auf einen extrem konservativen 5.1-Mix unter starker Konzentration auf die Front-Speaker schließen ließen, habe ich die (optisch sehr schöne) SACD-Box mit einiger Skepsis geöffnet und die SACDs chronologisch durchgehört: Siehe da, schon bei Trick of the Tail wich die Skepsis einer zunehmenden Begeisterung, die von Wind and Wuthering, And then there were Three und Duke noch weiter gesteigert wurde. Der Grundsound ist schlicht fantastisch. Davis ist es beim Überspielen der ursprünglichen Mehrspurbänder in ein digitales ProTools-System und beim anschließenden Mix gelungen, den ursprünglichen Charakter des ganz eigenen Genesis-Sounds zu erhalten, gleichzeitig aber sowohl Wärme als auch Transparenz deutlich zu steigern. Kein Vergleich mit den ursprünglichen (schlechten) CD-Pressungen, und auch die Final Edition Remasters werden um Längen geschlagen. Hinzu kommt aber eben der 5.1-Mix und hier wird Erstaunliches geleistet: Ohne den Gesamtsound der ursprünglichen Vinyl-Platten zu kompromittieren wird eine Klanglandschaft errichtet, die in ihrer Durchhörbarkeit ihres Gleichen sucht. Davis macht von den Rear-Boxen entgegen allen Befürchtungen starken, nicht aber übermäßigen, und zugleich sehr geschmackvollen Gebrauch. Jenseits ermüdender Surroundspielereien werden die Rears ideal genutzt, um die Atmosphäre des Gesamtsounds weiter zu steigern. Wenn - um nur zwei Beispiele zu nennen - Tony Bank's Mellotron-Choir-Sound oder die atmosphärischen 12-String-Gitarren-Arpeggien von Mike Rutherford, Steve Hackett (und wiederum) Tony Banks aus den Rears "schweben", geht schlicht und ergreifend "die Sonne auf". So sollten Surround-Mischungen sein, und hätte ich nicht bereits eine 5.1-Anlage, diese Box würde - jedenfalls für den geneigten Genesis-Fan - definitiv die Anschaffung einer guten 5.1-Anlage rechtfertigen.
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am 17. April 2007
Eigentlich wollte ich mir die Einzel-CD's Stück für Stück zulegen. Jeden Monat eine.

Bis ich dann auf Soundbeispiele aller in der Box enthaltenen CD's im Internet stieß, und ausserdem erfuhr, dass es in der Box eine Bonus-CD mit allen B-Seiten aus der Zeit (76-82) geben sollte. "You Might Recall" war auch darunter. Eines meiner Lieblingsstücke aus dieser Ära.

Die Soundbeispiele klangen überzeugend und der Preis der Box war mittlerweile auf 111 Euro gesunken und so griff ich zu.

Ich habe es keine Sekunde bereut. Das ist mit Abstand die beste Remaster-Edition einer Band die ich je zu Gehör bekommen habe.

Der Clou ist, dass es sich nicht um ein reines Remastern der Alben handelt, sondern dass alle Songs auf Basis der Original-Multitrack-Aufnahmen vorher neu remixt wurden. Das eröffnete völlig neue Möglichkeiten, den Sound zu verbessern, da nun alle Instrumenten- und Gesangsspuren einzeln bearbeitet werden konnten.

Das Schlagzeug von Phi Collins klingt nun viel druckvoller. Der Bass von Mike Rutherford ist viel präziser und voluminöser im Mix vertreten. Der Gesang klingt jetzt klar und verständlich in jeder Phase eines Songs.

Das ergibt ein völlig neues Hörgefühl, sowohl beim Stereo-Mix als auch und besonders in der 5.1 Version. Man entdeckt die Musik noch einmal neu und das ist bei dieser tollen Band wahrlich ein Geschenk.

Ich bin rundum glücklich mit diesem Paket und kann es jedem Fan nur wärmstens empfehlen.
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am 2. April 2007
Tja, da hat einer meiner Vor-Rezensenten entweder ein Problem mit seiner Anlage, oder ein merkwürdiges Hörvermögen.
Die SACDs klingen besser als die dts-Soundtracks auf den Bonus-DVDs. Der SACD-Soundtrack hat ja eben den Vorteil, dass er nicht (wie DD 5.1 und dts) komprimiert werden muss.
Es gibt kaum noch Superlative, um diese Veröffentlichung zu beschreiben. Als eingefleischter Genesis Fan war ich immens überrascht, wie groß der Unterschied zu früheren CD-Versionen ist. Ich habe nun alle Alben im SACD 5.1 gehört und habe nichts vergleichbares auf SACD im Bereich der Rockmusik bisher gehört. And Then There Were Three und die B-Seiten / Non-Album Tracks haben am meisten gewonnen, Songs wie Dance On A Volcano, Blood On The Rooftops oder Down And Out kommen einem viel jünger vor, als sie tatsächlich sind. Selbst Abacab, von allen Alben dieser Reihe noch das mit dem besten Klang auf den alten Remaster CDs, versprüht eine ganz neue Frische und einen satten, mit Verlaub fetten Drumsound.
Insgesamt hört man deutlich mehr Gitarren, das Klangbild ist luftiger, detailreicher, Collins Stimme klingt wie neu.
Selbst Non-Album Tracks wie Pigeons oder Vancouver oder You Might Recall erreichen durch die verbesserten Klang eine andere Qualität.
Das Bonus Material ist ebenfalls sehenswert - übrigens ist hier kein Seconds Out Material aus London zu sehen, sondern Konzertmitschnitte von 1976 (der In Concert Film mit albernen Videoeinspielungen, früher nur als Laser-Disc zu haben) sowie der Konzertflm Live At The Lyceum 1980, zumindest Ausschnitte davon, einst zu sehen beim Old Grey Whistle Test.
Interessant ist die 78er Doku THREE DATES WITH GENESIS, die zum Teil in Deutschland gedreht wurde.
Die alten Mixe / Versionen werden komplett verschwinden. Das ist aber nicht schlimm, denn diese Veröffentlichung setzt neue Maßstäbe. Man sollte natürlich auf das Medium zurückgreifen (CD, SACD Stereo, SACD Surround, Dolby Digital 5.1, dts), das für die heimische Hi-Fi Anlage geeignet ist.
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Als Fan der alten Genesis hielt ich immer den Ausstieg von Peter Gabriel für den Untergang der alten, der guten Genesis. Erst mit zunehmenden Alter habe ich verstanden wie wichtig Steve Hackett immer für die Band war.

Als Genesis nach dem Weggang von Peter Gabriel "Trick of the Tail" (im Box-Set enthalten) herausbrachten, war ich total perplex davon, wie gut sie auch ohne ihn klangen.

Das Nachfolgealbum "Wind and Wuthering" (im Box-Set enthalten) gehört für mich zu den ganz großen Albem dieser Band und ich war hoffnungsfroh, dass der Weg der Band weitergehen würde, aber dann ...

Dann ging auch Steve Hackett und "Then there were three" kam heraus (im Box-Set enthalten). Das war für mich der Untergang. Kurze Stücke, schlichte Gitarrenarbeit. Das waren nicht mehr meine Genesis und ich stieg aus.

Heute ist mir klar, wie wichtig das Wechselspiel von Gitarre (Hackett und Rutherford) mit Orgel etc. (Banks) war.

Später habe ich alle Alben noch gehört, war aber nie wieder so ein Fan wie früher einmal.

Inzwischen sind die die oben erwähnten Albem "Trick.." und "Wind.." für mich Klassiker und sie gewinnen durch den neuen Klang dieses Sets zusätzlich. Der Sound ist einfach klasse!!!

Dazu kommt die wirklich liebevolle Ausstattung und Gestaltung der Box. Da bleibt kein Wunsch offen.

Ich werde den drei anderen Alben eine neue Chance geben, mir die Interviews auf allen DVDs (von 200 und 2007) genaustens ansehen und anhören.

Natürlich warte ich gespannt auf die Box mit den klassischen ersten Alben, wie wird die Soundverbesserung dort wirksam sein. Insbesondere Trespass, Foxtrott und Nursury Crime können nur gewinnen.
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am 5. April 2007
Gänsehaut pur!

Daß Erinnerung außer am Geruchssinn auch an Musik gekoppelt ist, ist hinreichend bekannt. Daß man beim Hören von Musik aber Gerüche wahrzunehmen glaubt, war mir neu.

So geschehen bei Squonk (A Trick of the Tail), DEM Genesis Live-Opener vergangener Tage. Sehr vergangener Tage. Da sieht man sich 30 Jahre in die Vergangenheit versetzt als Teenager in der Arena der Münchener Olympiahalle auf dem Boden sitzen (ja, damals saß man noch gemütlich und cool auf einer Decke und...) dicht eingehüllt von Mariuhana-Wolken... Der kostenlose Frohsinn für DM 15 Eintritt...

Ist jetzt zwar nicht mehr kostenlos aber gleichwohl berauschend.

Die Box ist eine Offenbarung im Hinblick auf Aussehen, Ausstattung und Qualität. Die Abmischungen sind dermaßen grenzgenial, daß man (eine halbwegs anständige Anlage vorausgesetzt) sich mittendrin statt nur dabei fühlt. Die Instrumentierung ist so filigran herausgearbeitet, daß man jede der CDs total neu entdecken kann. Feinheiten, die bisher in analogem Genuschel untergingen, kommen kristall klar. Der Baß ist ein Baß und jede einzelne Schelle an Phil's Tamburin findet ihren Weg in das Gehör des Hörers. Das gilt für alle Formate. Sogar die neue Stereo-Abmischung zeigt, was ehedem im Hinblick auf Dynamik nur live möglich war. Auch ich kann der vorhergehenden Kritik in diesem Falle nicht folgen. Um den Unterschied zwischen laut und Genuß erleben zu können, sollte jedoch auch hier eine Anlage benutzt werden, die mit der neuen Abmischung klarkommt. Eine alte HiFi-Anlage stößt hier klar an ihre Grenzen.

Die Videos sind sicherlich nicht ausschließlich an den Audiophilen gerichtet, obwohl bei den Konzertmittschnitten der Sound durchaus mit Aktuellem mithalten kann. Hey boys: Das Material ist teilweise 30+ Jahre alt! Da sollte man nicht das Film-Korn zählen.

Außerdem ist das alles wohl mehr an das Endokrine als an das Audiophile/Videophile im Menschen gerichtet. Wer damals selber bei diesen Konzerten dabei war, weiß, wovon ich rede.

Fazit:

Das ist kein Pickel-Popper-Plastik, in 3 Stunden Studio auf Band gerotzt. Das ist richtig gute Musik.

Die Abmischungen sind ausgezeichnet, brilliant und detailgetreu. Gerade die Surround-Mischungen überzeugen, da man hier glücklicherweise darauf verzichtet hat, "ES" zu tun, nur weil "ES" möglich ist.

Das begleitende Material zeigt, warum Genesis nicht nur mit seinen alten Fans altgeworden ist, sondern auch, warum auf dem Weg immer neue Fans dazukamen.

Empfehlung: Einen Nachmittag frei nehmen, die 7.1-Anlage mit einen zweiten Subwoofer aufrüsten, in die Vergangenheit von Genesis reisen und die Gegenwart von super Music-Engineering genießen!

Wenn man dabei noch zwei Eintrittskarten für das Genesis-Konzert im Juli in München auf dem Schoß hat...
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am 26. März 2008
Mit hohen Erwartungen, die von Werbung und lobenden Kundenrezensionen geschürt wurden, habe auch ich mir das Boxset für viel Geld gekauft. Fazit: Musik genial, Mix gut, Mastering EINE FRECHHEIT!!!

Auf den SACDs hat man ALLE Genesis-Alben dynamisch so kaputtkomprimiert, dass alles nur noch laut und schrill ist? Wie kann man das dieser Musik antun? Gerade diese Musik lebt von Dynamik!! Gerade dieses Format (SACD) zielt doch eigentlich auf eine audiophile Hörerschaft ab, die eine hochwertige Anlage zu Hause hat und nicht Mp3s im Auto hören will. Aber was macht die Plattenfirma? Alles ist nur noch eine einzige nervige laute Grütze! So zum Beispiel das im Mix schön herausgearbeitete Schlagzeugspiel von Phil Collins. Das geht in der Summenkompression total unter!

Wermutstropfen: Die DVD-Video hat zum Glück einen deutlich besseren Ton, leider sind die Tonformate wie MP3s datenreduziert, zwar immer noch besser als die SACD, aber kein idealer Kompromiss, schon gar nicht für audiophile, die doch hier angesprochen werden sollen.

Muss denn heutzutage alles platt- und lautgemacht werden? LAUT IST NICHT GLEICH GEILER SOUND! Fürs Lautmachen ist der Volume-Regler zuständig, denn eine CD und erst recht eine SACD klingen auch bei 10 dBFS weniger noch hervorragend. Dieser Trend zur größtmöglichen Lautheit zerstört Natürlichkeit und Lebendigkeit von Musik. Hört man die so laugemachten Alben leise, klingen die Impulse (z.B. Schlagzeug) total matschig, hört man sie laut hat man nach zehn Minuten Kopfschmerzen. Oder nach zwei Wochen täglichen Hörens einen Gehörschaden.

Mir kommt das Heulen, wenn man bedenkt, das diese Edition nun die alten Remasters von 1994 ersetzt, die nun nicht mehr erhältlich sind. Jeder, der hier in seiner Rezension die 2-Kanal-Version lobt, soll sich doch bitte mal zum Vergleich den alten Mix anhören und auf die Lautstärkeverhältnisse achten. Wem das noch nicht reicht, der kann sich ja mal die Wellenform der Songs auf seinem Computer ansehen. Wer sowas toll findet, der hat entweder keine Ahnung von Musik oder sein Gehör schon so an diesen Einheitsbrei gewöhnt, dass er den Klang eines Presslufthammers besser findet als Beethoven.

Scheint ja zu funktionieren, wenn hier kaum jemanden aufgefallen ist, was er sich mit diesem Boxset (pegeldynamisch gesehen) für einen Dreck anhört... Was für eine vertane Chance, die Genesis-Alben aufzuwerten, HOFFENTLICH tun sie das Gleiche nicht den Alben 1970-1974 an, ich bin wirklich schon sauer genug...
55 Kommentare| 39 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. April 2008
Inhalt und Qualität sind sicher über jeden Zweifel erhaben. Hier gibt es nichts zu schreiben, was nicht schon in anderen Bewertungen geschrieben wurde.
Ein wichtiger Aspekt ist jedoch zu beachten: Die DVDs dieser Import-Version sind mit Ländercode 1 versehen. Das heißt, sie lassen sich auf "normalen" europäischen DVD-Playern (Region 2) nicht abspielen. Dies wird in der Produktbeschreibung nicht erwähnt und selbst auf der Verpackung und den DVDs selbst ist keinerlei Hinweis darauf enthalten.
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am 25. Februar 2009
Zu den Alben oder Songs möchte ich hier nur eingehen, wenn es etwas Spezielles zu den Mischungen zu sagen gibt. Meine Äußerungen beziehen sich weitgehend auf die 5.1-Mixe. Mein Abhörraum wurde akustisch optimiert und die Anlage eingemessen.

Angefangen mit dem Hören der vorliegenden Box habe ich chronologisch mit "A Trick of the Tail", da mir das Album sehr gut gefällt. Das war nicht immer so. Vor allem zu den ruhigen Stücken hatte ich früher keinen Zugang. Das änderte sich mit der Platinum Edition aus dem Jahr 2004. Dort fand ich die Remixe von Nick Davis vor allem von der Selling und Trick derart tansparent und hörte Dinge, die vorher im Verborgenen geblieben waren.

Die SACDs dieser Box sind extrem laut, viel zu laut. Das betrifft auch die Surroundmischungen. Man wählt also ein Format mit hohen Dynamikmöglichkeiten und entfernt dann die mögliche Dynamik durch Überkomprimierung und fährt das Ganze dann gnadenlos mit einem Kompressor und Limiter gegen die Wand. Und warum das Ganze? Weil man anscheinend im Musikgeschäft nicht mehr nach massenkompatiblem Soundmüll und audiophiler Hörerschaft unterscheiden kann oder will. SACDs kaufen nunmal Liebhaber mit guten bis sehr guten Anlagen. Hat sich aber anscheinend noch nicht rumgesprochen.

Der nächste Kritikpunkt. Und der wiegt sogar noch viel schwerer. Sämtliche Aufnahmen wurden per EQ derart in den Höhen angehoben, dass bei jeder Hi-hat, Crash oder gesungenem "S" 1000 Nadelstiche in den Ohren ein Abhören in größeren Lautstärken unmöglich machen. Für mich grenzt das an Körperverletzung.

Weiterhin klingen alle 5.1-Mixe phasenverschoben. Man merkt das vor allem, wenn man leicht den Kopf bewegt. Dann zischeln und wabern vor allem die Hihats. Ursache dafür ist eine zu hohe Kompression entweder auf dem Drum-Bus oder beim finalen Mastering. Das ist ein absoluter Anfängerfehler und sollte bei grösseren Label nicht vorkommen.

Die Surroundmischungen finde ich nicht überragend aber okay. Da hätte man meiner Meinung nach mehr draus machen können. Es fehlen einfach die magic moments. Einige dieser Momente der alten Stereoversionen wurden einfach weggebügelt. So kann z.B. der Bass-Synth im 2.Teil von Entangled überhaupt keine Emotionen erwecken. Der Übergang zu Squonk, dem Höhepunkt des Albums, verpufft durch das Plattbügeln. Was für eine Schande. Am Besten hören sich noch die ruhigen Passagen ohne Drum-Overheads an.

Dann folgt "Wind & Wuthering". Eigentlich seit dem ersten Hören mein Lieblingsalbum. Zunächst musste ich feststellen, dass in der Hülle 2 SACDs drinstecken und die DVD fehlt. Oooh, da hat die Plattenfirma gleich ein Backup des Meisterwerks mitgeliefert, weil man ja SACDs nicht kopieren kann ;-). Sie hätten gerne beide behalten können, denn die Aussagen zur Trick gelten hier auch vorbehaltlos. Es klingt zwar etwas besser aber auch nicht wirklich gut. Ein Lob an den Kundenservice von Amazon. Der nette Mitarbeiter hat mir das Set sofort wieder zugeschickt, ohne dass das fehlerhafte bei Amazon eingegangen ist. Das nenne ich mal Service.

Zurück zum Thema: das Desaster setzt sich dann auf der "and then there were three" fort. "Duke" klingt dann schon wieder etwas offener und dynamischer. Das liegt sicher an den etwas besseren Aufnahmen. Da konnte man dann nicht soviel kaputt machen. Die klangtechnisch beste Darstellung liefert die "Abacab". Hätte wohl vorher auch niemand gedacht. Ich habe mir dann auch nochmal die W&W in der Stereoversion im Auto angetan, weil ich dachte, das ich dann eher zur Zielgruppe passe. Aber weit gefehlt. Das laute Hören tut nur weh.

Zur Entspannung habe ich mir dann mal die SACD "Dark Side Of The Moon" angehört und plötzlich war ich wieder glücklich. Es gibt auch genug andere Beispiele für guten Surroundsound. "A Night at the Opera" von Queen, Peter Gabriels "Up", alle DVDA von Porcupine Tree, die "Machine Head" ...

Woran liegt nun dieser Betriebsunfall der vorliegenden Box? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Nick Davis den Mist verbockt hat. Immerhin haben sich vor dem Mastering Banks alles, Rutherford fast alles und Gabriel/Hackett ihre beteiligten Alben angehört. Die können ja nicht alle gleichzeitig einen Hörschaden bekommen haben. Das kann man also rein medizinisch ausschliessen. Der Mastering-Engineer Tony Cousins ist ein sehr erfahrener und renomierter Mastering-Engineer. Waren die Vorgaben an ihn falsch? Hat sich überhaupt mal einer der Beteiligten das Endergebnis angehört oder sich jeder nur auf den anderen verlassen?

Fakt ist, dass der zahlende Kunde nicht zu knapp abgegriffen wurde und ein absolut unbefriedigendes Ergebnis vorliegt.
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am 10. April 2007
Ich will mich nicht weiter über die Musik auslassen (bis auf eins: Sie ist überirdisch genial), sondern über das Box-Set als solches Schreiben.

Die Remixes sind wirklich sehr gut gelungen, Nick Davis hat hier ganze Arbeit geleistet.

Die Alben klingen endlich so, wie sie schon immer hätten klingen sollen.

Der Sound ist deutlich klarer und differenzierter und man erkennt Instrumente, die man vorher überhaupt nicht wahrgenommen hat (z.B die Drums bei Snowbound von der ...And Then There Were Three).

Habe die Musik über SACD mit Dolby gehört und das ist einfach der Hammer, wie der Sound, z.B. bei "Eleventh Earl of Mar", aus allen Ecken auf einen zu kommt.

Aber auch in Stereo ist die neue Abmischung extra-Klasse.

Besonders interessant sind die Extras: Zum Ersten die Konzertausschnitte von '76 und '80 in angemessener Klang- und Bildqualität).

Dann die Musikvideos und vor allem noch die Dokumentation "3 dates with Genesis" von 1978.

Mein persönliches Highlight sind jedoch die jeweils ca. 15minütigen Interviews mit der Band zu jedem Album.

Hier lernt man viel über die Hintergrüde der Entstehung der Alben und bekommt auch als "Genesis-Experte" noch neue Infos.

Meine Empfehlung unbedingt die Box und nicht die Einzelalben kaufen, da es hier eine Bonus-CD mit allen B-Sides von '76-92 gibt und als Sahnehäubchen eine sehr schön gestaltete Box mit ebenso schönem Booklet.

Ich freue mich schon auf Box Nummer 2 (Juni '07) und Box Nummer 3 ('08?)
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