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Hin und wieder kommt es vor, dass man einen Film empfohlen bekommt, von dem man zuvor noch niemals etwas gehört hat.

Mir geht es in solchen Fällen dann zumeist so, dass die Skepsis die Oberhand gewinnt; schließlich - so der Eindruck - wird es ja schon triftige Gründe haben, dass ein Streifen sang- und klanglos an einem vorübergegangen und in irgendeiner Versenkung verschwunden ist.

Als mich ein Bekannter auf "Lucky # Slevin" ansprach, erntete er denn auch zunächst nur ablehnende Irritation: Lucky wer? Was soll das sein?
Worum genau es in dem Film ging, konnte - oder wollte - er mir nicht näher erläutern; ich erfuhr lediglich, dass ein scheinbar x-beliebiger junger Typ aufgrund einer Verwechslung in allerlei mafiöse Verwicklungen und Schwierigkeiten gerät, die ihm zunehmend über den Kopf wachsen und ihn ebendiesen gar zu kosten drohen.
Nun ja, immerhin schien - mit Bruce Willis, Morgan Freeman, Ben Kingsley, Lucy Liu und Josh Hartnett - ein ganzes Ensemble bekannter Kinogrößen mitzuspielen, also ließ ich mich, Skepsis hin oder her, letztlich breitschlagen und willigte in einen entsprechenden DVD-Abend ein.

Seit besagtem Abend habe ich, und das schreibe ich aus voller Überzeugung, einen neuen absoluten Lieblingsfilm.

Damit kein falscher Eindruck entsteht:
Es fällt mir alles andere als leicht, einem Streifen volle fünf Sterne zuzugestehen. Für einen notorischen Nörgler und Quengler aus Passion, wie ich zugegebenermaßen einer bin, findet sich nahezu immer eine willkommene Angriffsfläche für mehr oder minder umfangreiche Negativkritik; es gibt ständig etwas anzumerken, einzuschränken oder tadelnd zu kommentieren.

In all diesen Punkten jedoch hat "Lucky # Slevin" mir einen derart rigorosen Strich durch die Rechnung gemacht, wie es binnen vieler Jahre kaum einem anderen Film gelungen ist; der Streifen hat mir in solch furioser Weise jede Motivation für Schmähungen und Relativierungen ausgetrieben, dass es mir nach dem ersten Anschauen regelrecht die Sprache verschlagen hat.

Ebendiese ist im Übrigen, apropos, ein essentieller Bestandteil des Films.
Das Drehbuch dieses mitreißenden Thrillers ist nicht nur in dramaturgischer Hinsicht fulminant ausgearbeitet und die Handlung bis hin zum buchstäblich atemberaubenden Finale grandios komponiert - vor allem die Dialoge sind es vielmehr, die den Zuschauer packen, fesseln und nicht mehr aus ihren Fängen entlassen. Sprachwitz und rhetorische Kapriolen, intelligente Gesprächswendungen und vielschichtiger Humor lassen bei jedem Filmliebhaber, der Wert auf halbwegs passable Dialoge legt, das Herz höher und höher schlagen:

"Das war mein Sohn. Verstehen Sie, ich habe gesagt 'war'."
"Ja."
"...Weil mein Sohn tot ist. Ermordet. In die Vergangenheitsform geschickt. Vom einem Ist zu einem War. Noch vor dem Frühstück."

Zugleich jedoch driftet das Drehbuch nicht in bemüht intellektuelles Dozieren ab; stattdessen ist es oftmals die beispiellose Liebe zum Detail, welche selbst scheinbar belanglose Unterhaltungen zu kleinen Sternstunden filmischer Unterhaltung werden lässt. Auf diese Weise gelingt es dem Streifen, seinen Figuren eine ganz besondere Form von Charme zu verleihen, nämlich eine smarte Coolness, die sich jedoch nicht - wie in anderen Thrillern häufig anzutreffen - aus testosteron-strotzenden Machoplatitüden, sondern aus feinsinnigem Esprit speist:

"Also, machen wir es kurz."
"Den Zeitpunkt haben wir längst verpasst!"

Und wenn der Protagonist des Streifens, Slevin, mit seiner Freundin Lindsey unbeschwert über den mutmaßlich besten James Bond-Bösewicht und den seiner Meinung nach überzeugendsten Agenten-Darsteller aller Zeiten philosophiert, dann mag das dem ein oder anderen unspektakulär erscheinen - doch gerade diese Art herrlich komponierter Dialoge hat etwas so unaffektiert Natürliches, dass sie sich ohne Frage genau so auch im realen Leben finden könnte, was den Zuschauer den Charakteren erstaunlich nahe bringt.

Auffällig generell: Während im Zuge der deutschsprachigen Synchronisation von Filmen zumeist viele sprachliche Bonbons der Originalfassung verlorengehen, gelingt "Lucky # Slevin" mit dem genauen Gegenteil dessen ein ausgesprochen seltenes Meisterstück, nämlich die nochmalige Aufwertung der Texte. Nachdem ich den Streifen sowohl in Originalsprache als auch auf Deutsch gesehen habe, ziehe ich den Hut vor dem Team, welches ihn derart fabelhaft synchronisiert und damit nochmals enorm bereichert hat.

Auch ansonsten macht der Film es mir ausgesprochen schwer, Ecken und Kanten auszumachen, die ich bemängeln könnte.
Stattdessen nötigen mir sowohl der charakteristische Soundtrack, der das Geschehen wundervoll unaufdringlich untermalt und umspielt, als auch die schauspielerische Darbietung sämtlicher Mitwirkenden ein Höchstmaß an Respekt ab. Alle Darsteller legen eine derartige Verve an den Tag und funktionieren so vortrefflich als durch und durch harmonisches Team, dass man die Begeisterung, mit der sie bei der Sache waren, förmlich mit Händen greifen kann.

Es bleibt mir also gar nichts weiter übrig, als mich dem Streifen in vollem Umfang - und ohne jede noch so geringe Einschränkung - geschlagen zu geben und ihm die Maximalzahl von Sternen zu gönnen.

Denn diese hat er nach meinem Empfinden mehr als verdient.
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am 30. Mai 2015
Der Rezension von Lux Aeterna ist auch nach 6 Jahren nichts hinzuzufügen. (Hut ab) Ich habe lediglich zu bemängeln, dass der Film zu kurz ist. Es ist ein Film der Sorte.. ich will mehr davon..

Wie fast alle hier, habe ich auch nie etwas von dem Film gehört, ihn dann im Fernsehen gesehen und über Jahre im Filmgedächtnis als sehenswert abgespeichert. Tatsächlich wurde der Film nie besonders beworben oder angeboten. Er ging in der Videothek genauso unter, wie in den Regalen der der großen Technikmärkte.

Egal, denn nun habe ich ihn als Blu-ray und auch gleich wieder verschlungen. Eine spannende und ich möchte sagen "neue" Story, die man noch nicht in Dutzenden anderen Filmen schon einmal gesehen hat. Perfekt besetzt mit hochkarätigen Schauspielern in bester Spiellaune.
Dazu kommen noch Dialoge für die Ewigkeit.

Machen wir es also kurz. Ein Film, der in keiner Sammlung fehlen sollte und der viel zu schade ist um nur ein Geheimtipp zu sein.
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am 17. September 2008
"Ich bin in der Stadt wegen eines Kansas City Shuffle."
"Was zum Teufel ist ein Kansas City Shuffle?!"
"Ein Kansas City Shuffle ist, wenn alle nach rechts gucken, während du links rum gehst. Ist nichts für Anfänger, so'n Kansas City Shuffle. Erfordert viel Vorbereitung... Und mit einem Pferd fängt alles an."
Dies u.a. sind die ersten Sätze in Lucky Number Slevin.
Klingt verwirrend, nicht wahr? Richtig.
Die erste Viertelstunde des Films sind eigentlich nur vermeintlich zusammenhanglose Szenen, bei denen das eine nicht wichtig für das andere zu sein scheint.
Dann erst kommt die Story besser in die Gänge, hier eine Erläuterung:

Der junge Slevin (großartig gespielt von Teenie-Star Josh Hartnett) zieht vorübergehend in die Wohnung seines "Freundes" Nick Fisher. Kaum angekommen, geht auch schon der Ärger los; zwei typen stehen vor Slevins Tür und bringen ihn zu deren Boss (Morgan Freeman). Der verwechselt Slevin mit Nick Fisher und eröffnet ihm, dass Slevin ihm 96000$ schuldet. Slevin gelingt es nicht, den Boss davon zu überzeugen, dass er nicht Nick Fisher ist und der Boss stellt ihn vor die Wahl: entweder Slevin erschießt den Sohn des Rivalen vom Boss oder Slevin wandert unter die Erde.
Kaum zurück zuhause, stehen abermals zwei typen vor Slevins Tür: zwei Leibwächter des Rivalen vom Boss, genannt, der Rabbi.
Slevin wird wiederum mit Nick Fisher verwechselt, der auch beim Rabbi enorme Schulden hat. Es gilt: Geld wiederbeschaffen oder sterben.
Eine ganz schöne Zwickmühle für unseren Slevin, stimmts?
Während des ganzen Films taucht auch immer wieder der mysteriöse und brutale Killer Mr. Goodkat (unvergleich gut gespielt vom Master of Acting himself: Bruce Willis) auf, der irgendwie auf beiden Seiten (vom Boss und vom Rabbi) steht, aber irgendwie auch auf keiner.
Slevin steht gewaltig im Zwiespalt und entscheidet sich dazu, beide Aufträge anzunehmen. Nicht wirklich einfach für ihn, denn auch die Polizei wird langsam neugierig...

Wer bei diesem Film eine Hetzjagd nach der anderen mit Action pur erwartet, der wird sicher enttäuscht. Lucky Number Slevin hat eigentlich viele ruhige Stellen.
Der Film dreht sich streng genommen nur um das banale Thema Rache.
Aber gegen Ende stellt sich heraus, wie intelligent der Film eigentlich ist. Ein gutes drei-viertel im Film sitzt man auf der Couch und denkt sich: "Aha, so ist das also." Aber erst am Schluss stellt sich heraus, dass noch ein anderer, viel größerer, Plan dahintersteckt und man sieht auch, welche Rolle Goodkat eigentlich spielt...

Noch einiges nebensächliches zum Schluss: Der Film ist beim ersten mal anschauen ganz schön kompliziert (ich selbst musste ihn zweimal sehen, um wirklich alles von A bis Z lückenlos zu kapieren). Es gibt auch viele komplexe Wortspiele (besonders von der endlos plappernden kleinkarierten Lindsey [Lucy Liu], was mich anfangs sehr gestört hat), da muss man erstmal richtig hinterblicken können.
Ich für meinen Teil sage jetzt: Es ist eine Schande, dass der Film nie den Weg in die Kinos gefunden hat. Hätte mir ein Freund die DVD nicht empfohlen, wäre ich vielleicht nie drauf gestoßen.

Also: Kaufempfehlung!!!
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am 25. Juli 2016
"Wissen Sie warum Sie hergebracht worden sind?" - "Weil ich im Augenblick kein Glück habe?"

Job, Wohnung und Freundin verloren - es ist wirklich nicht Slevins Tag. Aber als er dann auch noch von zwei Geldeintreibern mit seinem hoch verschuldeten Freund Nick Fisher verwechselt wird...
"Okay, ich habe den Eindruck, dass Sie den Eindruck haben, dass ich Ihnen 96.000 $ schulde."
...brechen für Slevin wirklich harte Zeiten an. Um seine angeblichen Schulden erlassen zu bekommen...
"Wir können auch die ganzen Schulden streichen - als Gegenleistung für einen winzigen Gefallen."
...soll Slevin nun den Sohn eines der beiden größten Gangsterbosse New Yorks eliminieren.
Ohne eine Chance seine wahre Identität zu beweisen (Ausweis geklaut), muss Slevin sich auf den mörderischen Deal einlassen. Doch ihm bleibt nicht viel Zeit, denn auch der knallharte Cop Brikowski und der skrupellose Killer Goodkat haben Slevin bereits im Visier...

"Wir haben es hier mit einem klassischen Verwechslungsfall zu tun. Solltest du nicht vielleicht ein bisschen beunruhigt sein?" - "Ich hab Ataraxie."
"Ataraxie?" - "Ein Zustand, dessen Kennzeichen das Fehlen von Sorge und sonstiger Befangenheit ist."
"Wenn ich heute nach Hause komme und du solltest noch am Leben sein, wollen wir, keine Ahnung, vielleicht Essen gehen oder sowas?"

Mit Josh Hartnett (Pearl Harbor, Black Hawk Down, The Faculty, Halloween H20, 30 Days of Night, Penny Dreadful, 40 Tage und 40 Nächte) als Loser der Woche Slevin Kelevra
und Lucy Liu (Elementary, 3 Engel für Charlie, Kill Bill, Ally McBeal) als Girl Next Door (und Hobbydetektivin) Lindsey:
"Ich dachte, du wärst Nick." - "Und ich dachte, du wärst viel größer." - "Ich bin eben klein für meine Größe." - "Ja, das muss wohl so sein. Weil ich sonst am Klopfen erkenne, wie groß einer ist. Du hast ein täuschend großes Klopfen. Glückwunsch."

Außerdem Morgan Freeman (Miss Daisy und ihr Chauffeur, Die Verurteilten, Sieben, The Dark Knight-Trilogie, Oscar-Gewinner 2005 für Million Dollar Baby und noch 4 weitere Nominierungen) als Gangsterboss Der Boss:
"Ein Pakt ist gebrochen worden. Mein Sohn wurde ermordet! Also wird der Sohn des Rabbis dasselbe Schicksal erleiden müssen." - "Wessen Sohn?" - "Der des Rabbis." - "Warum nennt man ihn den Rabbi?" - "Na, weil er... weil er ein Rabbi ist!"
Ben Kingsley (Schindlers Liste, Species, Prince of Persia, Der Medicus, Oscar-Gewinner 1983 für Gandhi und noch 3 weitere Nominierungen) als Gangsterboss Der Rabbi:
"Sie müssen Mr. Fisher sein." - "Muss ich? Weil sich das für mich nicht so bewährt hat." - "Aber ich fürchte, Sie müssen."
und Bruce Willis (Die Hard, Sin City, R.E.D., Armageddon, Das fünfte Element, 12 Monkeys, Pulp Fiction, Last Boy Scout, Das Model und der Schnüffler) als Killer Mr. Goodkat:
"Der Junge, was wollen Sie mit dem?" - "Ich hab mit ihm noch eine Rechnung zu begleichen."

In weiteren Rollen Stanley Tucci (Die Tribute von Panem, Der Teufel trägt Prada, Manhattan Love Story, Darf ich bitten?, Terminal, Transformers 4, The Core und Oscar-Nominierung 2009 für In meinem Himmel) als Cop Brikowski:
"Ich will verflucht nochmal wissen, was der Typ in meiner verfluchten Stadt treibt?"
Dorian Missick (Ein Chef zum Verlieben, Erlöse uns von dem Bösen) als Elvis
und Mykelti Williamson (Limehouse in Justified, 24: Season 8, Ali, Forrest Gump) als Sloe:
"Der Boss will dich sehen!" - "Wer?" - "Der Boss." - "Wer ist der Boss?" - "Der für den wir arbeiten." - "Ich bin nicht der, den ihr sucht. Ich wohne nicht hier." - "Ja, aber du siehst aus wie der, der hier wohnt." - "Ihr wisst doch gar nicht, wie der, der hier wohnt, aussieht." - "Er will damit sagen, dass du so aussiehst, als ob du hier wohnst!"
Corey Stoll (The Strain, Ant-Man) und Howard Jerome als Saul und Abe
und Robert Forster (Oscar-Nominierung 1998 für Jackie Brown, Das schwarze Loch, Olympus & London has fallen) als Murphy.

"Du weißt, was Aufträge sind, oder? Aufträge sind Aufträge." - "Ihnen ist wohl nie beigebracht worden, dass man Wörter nicht mit sich selbst erklärt."

Regie führte im Jahr 2006 der 43-jährige Schotte Paul McGuigan (Sherlock: 1.1 Ein Fall von Pink, 1.3 Das große Spiel, 2.1 Ein Skandal in Belgravia, 2.2 Die Hunde von Baskerville; Push, Victor Frankenstein - Genie und Wahnsinn).

"Und da haben Sie noch gedacht, ich wäre er." - "Ich dachte nicht, dass Sie er wären, ich dachte, er wär Sie."

110 Minuten sympathischer Gangster-Ganoven-Film. Schräg. (Fast schon) Tragisch (wenn es nicht so lustig wäre). GENIAL. Für mich definitiv Note 1

"Du kennst den?" - "Ja. Ich bin ihm begegnet. Er war tot." - "Du begegnest Toten?" - Lindsey & Slevin, absolut herrlich die beiden

EXTRAS:
Making Of 13:20, 3 deleted Scenes: Elvis und Sloe 7:14, Die Geschichte des Bodyguards 4:26, Alternatives Ende 0:51, 8 Interviews: Josh Hartnett 6:09, Bruce Willis 2:34, Ben Kingsley 5:42, Morgan Freeman 3:53, Lucy Liu 5:05, Jason Smilovic (Drehbuch) 3:33, Tyler Mitchell (Produzent) 3:11, Don Carmody (ausführender Produzent) 3:06, Blick hinter die Kulissen 11:29 (nur in Englisch, ohne Untertitel), 6 Darstellerinfos (nur Text): Josh Hartnett, Bruce Willis, Lucy Liu, Ben Kingsley, Stanley Tucci, Morgan Freeman, 2 Trailer (deutsch) 2:26, (englisch) 2:17

"Was ist ein Kansas City Shuffle?" - "Ein Kansas City Shuffle ist, wenn alle Welt nach rechts guckt, während du - linksrum gehst!"
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am 30. August 2007
Wenn ein Film mit dieser Besetzung nicht in die Kinos kommt, fragt man sich ernsthaft, was daran wohl nicht stimmt. Bruce Willis, Josh Hartnett. Morgen Freeman, Lucy Liu, Ben Kingsley, Stanley Tucci... eine Besetzungsliste vom Feinsten. Dies muss nicht unbedingt auf einen guten Film hindeuten, hier ist dies aber definitiv der Fall.

"Lucky#Slevin" ist ein ungeheuer intelligenter, überraschender und unterhaltsamer Film mit hervorragenden Darstellern. Das überzeugende Drehbuch kann man wohl am ehesten mit dem legendären "Die üblichen Verdächtigen" vergleichen. "Lucky#Slevin" macht es dem Zuschauer nicht wirklich leicht und es erfordert eine Menge an Aufmerksamkeit, um die anfangs angerissenen Erzählstränge, die im Nachhinein entwirrt werden, aufzunehmen und später richtig einzuordnen. Der Film wird dabei mit diversen Zeitsprüngen vorwärts wie rückwärts erzählt, was die Sache natürlich nicht leichter macht. Die verschiedenen Handlungsstränge werden nach und nach verknüpft und die einzelnen Dialoge sind so einfach wie genial. Der Streifen bietet einen ungeheuren Wort - und Dialogwitz. Und wenn das Puzzle am Ende zusammengefügt wird ist der "Aha-Effekt" garantiert.
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am 1. Mai 2009
Viele Filme schaffen es nie in ein deutsches Kino. Oft liegt das an der erbämlichen Qualität, manchmal findet sich einfach nur kein Verleiher, weil die Einspielergebnisse im Ausland nicht besonders hoch waren. Und das obwohl der Film aussergewöhnlich gute Qualität und eine Menge Starpower bietet. "Lucky Number Slevin" ist so ein Fall!

Slevin Kelevra lebt in der Wohnung seines Freundes Nick. Er wollte sich dort mit ihm treffen, da dieser aber bisher nie erschienen ist, "übernimmt" er einfach bis dahin seine Räumlichkeiten. Dort lernt er auch die süsse Lindsey kennen, eine Nachbarin von Nick, die ebenfalls auf Nick wartet. Kurze Zeit später wird Slevin gewaltsam entführt und zu einem Mafiaboss -dem Boss- gebracht. Dieser hält Slevin für Nick und fordert ausstehende Wettschulden über 96.000 Dollar von ihm ein..

Eingangs habe ich von aussergewöhnlich guter Qualität geschrieben. Das stimmt so nicht ganz. Es ist schamlos untertrieben. Diese Action-Komödie ist mehr als das! Es ist wie ein aufgemotzter Tarantino , wie ein Ritchie auf Speed. Hier gibt es soviel zu erleben und zu entdecken, dass man unmöglich alles beim ersten Mal erfassen kann. Mehrmaliges Ansehen ist meiner Meinung nach Pflicht. Allein die Dialoge sind so urkomisch, voller doppelter Böden und intelligent, dass es eine einzige Freude ist und ich auch nach Jahren immer wieder lachen muss. Ganz groß ist auch die erstklassige, spannende Story, die den Zuschauer mit den Zeitebenen und Wendungen ständig hin und her wirft und bis zum Finale im Dunkeln tappen lässt. Das Glanzstück von "Lucky Slevin" sind aber eindeutig die Darsteller: Josh Hartnett, Morgan Freeman, Bruce Willis, Lucy Lu, Ben Kingsley usw...Muss man da noch viel sagen? Nein. Höchstens, dass man hier allen den unglaublichen Spass bei der Arbeit ansieht.
So, das muss jetzt aber reichen! ;-)
Meine klare Aufforderung nun an alle Filmfans: Ansehen, ansehen, ansehen, Spass haben und dann weiterempfehlen! Hier erlebt man keine Enttäuschung!

Vergleichbar mit: Snatch - Schweine und Diamanten
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am 13. Februar 2015
Lucky#Selvin – ein Film, der in Deutschland nicht im Kino lief, sondern eine „Direct-To-DVD“ Produktion war. Derartiges kann doch nur vollkommene Zeitverschwendung sein, oder?!

=> Falsch gedacht!

Lucky#Slevin gehört zu den besten Filmen, die jemals produziert wurden. Ein Film, bei dem noch so jedes kleinste Detail stimmt, sieht man nur allzu selten! Doch was macht dieses Werk so meisterhaft?

Es beginnt alleine schon mit dem Cast:
Neben den bekannten Darstellern Josh Hartnett, Lucy Liu und Bruce Willis haben wir den Oscar-nominierten Stanley Tucci und die Oscar-Preisträger Sir Ben Kingsley und Morgan Freeman.
Die Besetzung ist Grund genug, sich diesen Film anzusehen!

Dazu kommt eine zu Anfang simpel gestrickte Story, die jedoch im Laufe des Film eine Wendung einschlägt und überrascht, wie ich es nur selten bei einem Film erleben durfte!

Doch kommen wir nun zu der ganz großen Stärke des Films: die Dialoge!
Es ist einmalig, mit welch einer Raffinesse hier mit Worten gespielt wird.

„Ich bin nicht der, den ihr sucht! Ich wohne nicht hier“
„Ja, aber du siehst aus wie der, der hier wohnt“
„Ihr wisst doch gar nicht, wie der der hier wohnt aussieht“
„Er will damit sagen, dass du so aussiehst, als ob du hier wohnst!“

Und wer Bedenken hat, die geniale Rhetorik des Films könnte aufgrund der deutschen Synchronisation flöten gehen, kann diese einfach fallen lassen! Ich habe großen Respekt davor, was das Synchronisations-Team bei diesem Film geleistet hat!

Insgesamt kommt der Film mit einer unverwechselbaren Coolness daher, welche sich im Song der letzten Szene widerspiegelt – sie gehört zu den wohl lässigsten Schlussszenen, die es in der Filmwelt gibt.

Ich wünschte, ich könnte mehr als 5 Sterne vergeben... Lucky#Slevin ist ein Juwel!
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am 13. März 2013
Also zum Film muss man nicht viel sagen. Entweder er gefällt einem oder eben nicht; Geschmäcker sind ja verschieden. Ich denke, diejenigen, welche sich hier umschauen, die werden ihn wohl kennen und eher mögen.

Für die, die hier einkaufen, ohne den Film zu kennen, eine kurze Einleitung/Zusammenfassung (keine Angst, OHNE Spoiler!):

Der junger Slevin hat gerade seinen Job verloren, seine Freundin hat ihn betrogen, er wurde auch noch aus seiner Wohnung geschmissen und als er zu seinem Freund fliegt wird er auch noch ausgeraubt. Sein Freund ist nicht zu Hause, dafür klopfen sogleich zwei Gangster an der Tür, die ihn für seinen Freund halten, der anscheinend jede Menge Schulden beim hiesigen Gangster-Boss "The Boss" hat. Um seine Schulden zu tilgen, soll er den Sohn eines konkurrierenden Gangster-Bosses "Der Rabbi" töten. Doch auch beim "Rabbi" hat der Freund von Slevin Schulden und schon stehen auch dessen Handlanger vor Slevins Tür, halten ihn wieder für dessen Freund. Slevin versucht irgendwie aus der Sache raus zu kommen. Unterstützt wird er von der Nachbarin seines Freundes, Lindsey. Nur dumm, dass da auch noch der Profikiller "Mr. Goodkat" seine Finger im Spiel hat und versucht sein Spielchen mit Slevin zu treiben. Zu allem Übel ist auch noch die Polizei hinter Slevin her, die ihn für "einen neuen Mann in der Stadt" hält.
Wenn man den Film zum ersten Mal sieht versteht man erstmal nur Bahnhof. Wer will wen warum umbringen. Oder wer schuldet wem was? Und wer hat was geau vor und warum? Allerdings wird der Film wirklich ausführlich aufgelöst, sodass zum Schluss egtl. keine Fragen offen bleiben. Und es wartet ein überraschendes Ende.
Der Film bietet neben den Retro-Tapeten die sich durch den ganzen Film ziehen wirklich super Dialoge und Wortwitz. Einige Beispiele:

- "Was ist mit deiner Nase geschehen?" - "Die hab ich benutzt, um einem die Faust zu brechen."
- "Das war mein Sohn. Verstehen Sie, ich hab gesagt war." - "Ja." - "Weil mein Sohn tot ist. Ermordet. In die Vergangenheitsform geschickt. Vom ist zum war. Noch vor dem Frühstück."
- "Was wirst du sagen?" - "Das was ein Mann mit zwei Penissen sagen würden, wenn sein ihn Schneider fragen würde, ob er Rechts oder Linksträger wär." - "Das wäre?" - "Ja."
- "Ich bin nicht der, den ihr sucht. Ich wohn nicht hier." - "Ja, aber du siehst aus wie der, der hier wohnt." - "Ihr wisst doch gar nicht, wie der, der hier wohnt aussieht." - "Er will damit sagen, dass du aussiehst, als wenn du hier wohnst."

So gut, wie diese bisweile sind, könnte man meinen man schaut einen Film von Quentin Tarantino. (Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung.)

Zur BluRay selbst:
- Es liegt eine Disc bei. Darauf ist der Film und einige wenige Bonusmaterialien (Nicht verwendete Szenen, Audiokommentar etc.).
- Auch ein kleines Booklet liegt bei, in dem die Hauptdarsteller vorgestellt werden mit einer Auswahl deren Filmographie, sowie eine Kapitelübersicht der BluRay-Disc. Ganz nett.
- Für Sammler möglicherweise interessant: das FSK16-Logo ist fest auf dem Cover aufgedruckt (KEIN Sticker zum abziehen). Außerdem gibt es KEIN Wendecover! Da es bei Amazon keine mir bekannte Steelbook-Edition des Films gibt, wird dieser Film wohl aller Wahrscheinlichkeit nach in den Regalen aller Sammler landen. Da hielt ich es für angebracht, das zu erwähnen.

Fazit:
Wer auf Action abfährt, die Darsteller (die wirklich hochkarätig sind) mag und außerdem auf Filme mit guten Dialogen und Wendungen am Schluss steht, der sollte sich den Film auf jeden Fall zulegen. Für den Preis und einen so guten Film, kann man auch mal über das FSK-Logo hinwegsehen.

Meine persönliche Meinung:
Volle 5 Sterne! (da ich kien Sammler bin ziehe ich hier keinen Stern für das FSK-Logo ab) Kaufen!
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am 26. August 2012
Ich bin an Hand der zahlreichen guten Bewertungen sowohl hier bei Amazon, als auch bei diversen Datenbanken (OFDB, IMDB) auf den Film aufmerksam geworden, die im Titel erwähnte und hier auch von vielen Rezensionen angesprochene Mischung hat mich wahnsinnig neugierig gemacht, da "Die üblichen Verdächtigen" mein absoluter Lieblingsfilm ist, während Pulp Fiction auch ein Dasein in den Top-5 bis Top-10 fristet. Fügt man den beiden vorgenannten Zutaten noch einen hervorragenden Cast hinzu, kann nicht viel schief gehen.

Das Ergebnis lässt sich (auch in der DVD-Version in hervorragender Bildqualität) wirklich sehen. Der erste Teil des Films sprüht vor knackigen und der Szenerie derart absurd unangemessenen Dialogen, dass es eine wahre Pracht ist. Gleichzeitig gelingt es dem Film rechtzeitig das zuvor beschriebene Gleis zu verlassen, irgendwann kommt ein Cut und Tempo und Machart des Films verschieben sich auf angenehme Weise, bevor man von dem zuvor genannten "zu viel" hat. Die Auflösung ist einigermaßen überraschend (auch wenn zu den grandiosen Usual Suspects ein erheblicher Respektsabstand besteht ;)) und für mich zumindest bis auf eine kleine Ausnahme vollkommen stimmig. Bei immer mehr Filmen stehe ich am Ende da und stelle mir 1000 Fragen, auf die der jeweilige Film (bewusst oder unbewusst? eine weitere Frage! :)) keine ANtwort liefert. Ich persönlich habe genug davon und kann mit einem Runden Ende mehr anfangen. Ein solches wird hier geboten.

Für mich einer der besten Filme, die ich in den letzten 5 Jahren gesehen habe und ich freue mich schon, ihn noch das ein oder andere mal einzuwerfen und zu genießen.

****Achtung, SPOILER-ALERT**** (wer den Film noch nicht gesehen hat, möge ab hier nicht weiterlesen):

- Etwas bedauernswert finde am Ende das Überleben von Lucy Liu, ich hätte es für stimmiger empfunden, wenn Mr.Goodkat hier getreu seinem Ruf saubere und sichere Arbeit abgeliefert hätte.

- Zu dem kleinen angesprochenen logischen Bruch: Mir ist nicht ganz klar, warum Lucy Liu so betroffen wirkt, als sie die Uhr an der Leiche entdeckt (kurz bevor sie Besuch von Mr.Goodkat erhält). Wie man am Ende erfährt, wurde sie von Slevin aufgeklärt und gewarnt, hierbei scheint es unlogisch, dass dieser nur vor Mr.Goodkat warnt, ohne die ganze Geschichte Preis zu geben. Wäre sie aber über die ganze Sache in Kenntnis gesetzt, wüsste sie, warum sich die Uhr von Slevin am Handgelenk der verbrannten Leiche befindet und dass es sich nicht um ihn handelt...
11 Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. September 2014
So meine Gedanken am Ende dieses größtenteils unterhaltsamen Films, der mit einer hohen Dichte an großen Schauspielpersönlichkeiten aufwartet. Warum, das erfahrt ihr, wenn ihr den Film selbst schaut ;-)

Es ist ein langer Weg, bis der Zuschauer komplett aufgeklärt wird. Mehr kann ich eigentlich nicht schreiben, ohne die tollen Wendungen dieses Films zu verraten. Und das wäre schade, denn diese sind derart unterhaltsam, dass ich im Nachhinein zurecht sauer auf mich wärt. Insofern lobe ich an dieser Stelle nur die Schauspieler (ausdrücklich auch die Nebendarsteller) dafür, wie sie ihre Rollen ausfüllen sowie den Plot an sich.

Kaufempfehlung an alle Thriller-, Mafioso- und Kriminalfilmfans. Oder auch einfach an die, die einen unterhaltsamen Fernsehabend schätzen.
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