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am 3. August 2011
Die Verwunderung war einigermaßen groß, als die auf speziell auf die Wiener Klassik und Zweite Wiener Schule spezialisierte Japanerin Mitsuko Uchida sich 1995 Robert Schumann zuwandte und zwei der Eckpfeiler im Schaffen des vielschichtigsten aller romantischen Komponisten aufnahm.

Schumanns "Weltbühne in As-Dur" (Joachim Kaiser), der Carnaval, gerät unter ihren Händen zu einer schillernden und funkensprühenden Darbietung, die indes Extreme meidet und damit sehr gut fährt. Uchida versteht es, den Charakter des jeweiligen Satzes genau auszuloten und dennoch das Ganze nicht zu Stückwerk verkommen zu lassen - ein Eindruck, zu dem die straffen Tempi, die kurzen Pausen und das spannungsgeladene Spiel erheblich beitragen. Das Finale ist ein wenig geschwinder geraten als man das von den meisten anderen Einspielungen kennt, aber im Zusammenhang mit den vorherigen Sätzen wirkt diese Marschparodie genauso homogen wie die restliche Interpretation.

Die Kreisleriana schneidet nicht ganz so gut ab, kann sich im Endergebnis aber allemal hören lassen: Uchidas Vorzüge kommen bei den ruhigen, lyrischen Sätzen am besten zum Tragen. Versteckte Mittelstimmen fließen hier sorgsam herausgearbeitet wie schwerelos durch die harmonischen Geflechte und projizieren Schumanns emotionale Bandbreite in vortrefflicher Weise wieder. Auch der einleitende Satz erfährt das nötige Temperament und behält dennoch eine wohltuende Balance zwischen dem stürmischen Hauptteil und dem lyrischeren Mittelteil, der von den leichten Rubati und der fein abgestuften Dynamik ungemein profitiert. Die rascheren Sätze (insbesondere Nr. 5 und Nr. 8) sind für meine Begriffe hingegen teils etwas überstürzt: das leicht groteske rhythmische Element in Nr. 5 wird durch das flotte Tempo zu sehr verwischt und verliert dadurch viel an Wirkung. Da Uchida den Mittelteil zudem deutlich und nicht nur ein wenig langsamer nimmt, hätte der Beginn durchaus ein etwas gemäßigteres Tempo verkraftet. Auch die in Nr. 8 angedeutete Gigue mit ihren markanten Sechzehntel-Betonungen erweckt aufgrund des zu raschen Tempos manchmal den Eindruck, der Satz stünde im 2/4-Takt und nicht im 6/8-Takt. Der Hauptteil des Satzes wirkt dadurch eher etwas behäbig als geisterhaft, selbst wenn die bei Uchida deutlich betonte Baßlinie den Eindruck etwas abzumildern vermag. Die beiden eingeschobenen Passagen dagegen überzeugen voll und ganz, wenn man einmal von einer falsch gespielten Oktave in der linken Hand absieht.

Die interessanten Facetten, die die Japanerin diesen strapazierten Werken entlockt, sowie die makellose Tonqualität lohnen das Zuhören sicherlich, auch wenn nicht jede Idee völlig zu überzeugen vermag. Wer bei der Kreisleriana dennoch nach klassischen Alternativen sucht, sei auf Argerich, Anda (beide DGG), Kissin und Horowitz (beide RCA) verwiesen. Beim Carnaval sei aufgrund der Fülle völlig unterschiedlicher Interpretationen nur auf meinen Geheimtipp Solomon (Label: Testament) verwiesen.
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