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Kundenrezensionen

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am 19. Januar 2007
Lange musste man auf das neue Album von Helge warten - nun ist es endlich da! Einen ersten Vorgeschmack auf "I Brake Together" wollte ich mir holen, indem ich ein Konzert seiner neuen gleichnamigen Tournee besucht habe. Und es war gut - sehr gut!

Helge ist musikalisch wie immer ausgezeichnet und so spielt er jeden Song des Albums selbst - egal ob mit Trompete, Klavier oder Mundharmonika - er kann es einfach! Dazu hat er noch brilliante Unterstützung an der Gitarre aus Italien, am Kontrabass aus Australien oder am Schlagzeug aus England! Die Songs sind allezu eingängig und besonders "Käsebrot" oder das Duett mit Udo L. "Pinguine können nicht fliegen" sind einen Kauf wert! Wer sich dieses Ablum kauft, muss unbedingt eines seiner Konzerte der neuen Deutschland-Tournee besuchen, ihr werdet nicht enttäuscht werden und könnt jeden Song mitsingen - TIPP!
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am 21. Januar 2007
Nach dem eher durchwachsenen Album "Out of Kaktus" (2003) legt Helge nun wieder ein wahres Meisterwerk mit einem Mix aus skurrilem Humor und eingängiger Jazz-Musik vor. Neben neuen Songs gibt es auch ein paar Neuaufnahmen alter Klassiker und ein gut 14minütiges "Interview" zu hören, bei dem ich sofort an Beckmann & Co. denken musste ;-).

Im Gegensatz zum Vorgänger, wo fast nur Keyboards und Drumcomputer zum Einsatz kamen, spielt Helge hier wieder mit Band. Es ist gleichzeitig auch die Live-Band auf seiner aktuellen Tournee: am Schlagzeug der weltberühmte Pete York, an der Gitarre Sandro Giampietro und an Kontrabass und Tuba Rudi Olbrich. Das Album erinnert stark an alte Klassiker wie "Es rappelt im Karton" (1995) und ist musikalisch vielleicht sogar noch einen Tick besser. (Vielleicht aber auch deshalb, weil offenbar weniger "absichtlich falsch" gespielt wurde, als sonst.)

Fazit: Helge bleibt sich treu! Wer ihn nicht mag, wird auch mit dieser CD nichts anfangen können. Wer ihn aber mag, für den ist diese Scheibe ein absolutes MUST TO HAVE! 100%ige Kaufempfehlung!!!
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am 6. April 2015
I brake together, ist mal wieder eine sehr lustige Liedercd von Helge!Klasse Tracks wie Käsebrot oder eine Neuauflage von Texas,lassen den Hörer schmunzeln.Wenn Helge dann noch lindenberg imitiert und Elvis Klassiker Jailhouse Rock mit einer Chipmunks Stimme singt,gibt es kein halten mehr.Für alle Helgefans ein Muss!!!Genial!
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am 22. Januar 2007
Helge "bremst zusammen" - und zwar mit seinem vielleicht besten Album überhaupt! Die Gags sind wieder echte Kracher, und musikalisch ist "I Brake Together" brillante Handarbeit. Vergessen sind die elektronischen Möchtegern-Modern-Experimente und seichten Blödeleien des schwächelnden Vorgängers "Out of Kaktus" (2003). Hier präsentiert Helge auf einem ausgesprochen Musik-betonten Werk zehn Eigenkompositionen am Stück, eingespielt mit seiner Tourband bestehend aus Kult-Drummer Pete York, Gitarrist Sandro Giampietro und Rudi Olbrich an Kontrabass und Tuba. Die Bandbreite umfasst Swing, Jazz, Rock'n'Roll, Rock, Blues und Lateinamerikanisches - der Titelsong könnte gar ein echter Beatles-Rocker sein. Die Qualität ist die einer 1A-Jazz-Combo samt virtuoser Saxofon- und Klaviersoli, die Helge mitunter auch mal mitten im Song selbst ankündigt. Die schiefen Töne dazwischen sind Programm! Sie gehören zum genialsten Soundtrack, der je zu Blödelei geschrieben wurde. Denn die Texte sind ausnahmslos echte Schenkelklopfer im Helge-Style. Wer sonst kann sich minutenlang über das Abnehmen des Telefonhörers auslassen? Oder die sexuelle Anziehungskraft des "Käsebrots" beschwören? Es sind vor allem die alltäglichen Fragen, die auf "I Brake Together" beantwortet werden. Was tut ein Mann alles für eine Frau? Er legt die Set-Deckchen hin und kocht Mus. Warum ist die Welt so erbärmlich? Weil im Fernsehen Fettabsaugen läuft und auf der Verkehrsinsel geparkt wird. Und "Mädchen wollen küssen. - Günter Netzer aber auch".

Schon fast drollig unpassend wirkt die Tuba als stampfender Taktgeber bei "Bitte geh nicht vorbei", Helges Hommage an das Wunder der Liebe, die er mit inbrünstiger Stimmkraft darbietet und dabei unnachahmlich die Töne verfehlt - eine mit zunehmender Spielzeit immer unverschämtere Parodie auf Schlager-Schnulzen. Die Steigerung dessen bieten "Die Trompeten von Mexico", die derart schief spielen, dass das Traumschiff zur Titanic wird und man sich den Sombrero am liebsten bis zu den Füßen runterziehen möchte ("Die Trompeeeeeeee-heeheeeeeten von Mexiko, sie laden Dich ein, zu Kaffee und Kuchen, und glasiertem Schwein,...."). So viel zur Schlager-Abteilung.

Unglaublich, wie unterschiedlich dieser Mann klingen kann! Eben noch Jodel-Versuche unter der Sonne Mexikos, dann singt er bei der bluesigen Slow-Rock-Nummer "Lady Suppenhuhn" mit Elvis-Presley-Einschlag, bei "Texas", einer Hommage an den Wilden Westen gibt er den verruchten Cowboy; und "Pinguine können nicht fliegen" ist ein sensationelles Duett mit dem zumindest gedanklich anwesenden Udo Lindenberg und ohne jeden roten Faden.

Unter den zehn Songs ist kein einziger Lückenfüller - alle glänzen mit typischem, unvorhersehbarem Helge-Witz. Wenn der Reim nicht passt, wird er passend gemacht, und wo er passen würde, da findet er nicht statt. Helge korrigiert sich zwischendurch und vergisst schon mal den. So gut war er seit "Es rappelt im Karton!" nicht mehr.

Nach zehn Songs folgt schön abgetrennt die Cover-Abteilung mit Helges ganz privaten Versionen der Jazz-Klassiker "Fly Me To The Moon" und "Georgia On My Mind". Ein echter Höhepunkt ist dann noch mal der "Jailhouse Rock" zusammen mit Mickey Mouse: Ein High-Speed-Helge auf Helium - einfach der Hammer!

Aber wo bleiben die Blödeleien jenseits der Musik? Die werden in geballter Form nachgeliefert, mit einem 14-minütigen Interview: Helge Schneider interviewt sich selber! Seitenhiebe an die Kritiker inklusive. Warum hat er die neue Platte aufgenommen? Woher hat er seinen gestählten Körper? Wird mit dem Titel nicht die englische Sprache verhohnepiepelt? Welche politischen Themen kommen in "Käsebrot" vor? Was frisst der Schlagzeuger so auf 100 Kilometer?

Der klare Aufbau des Albums - zehn Songs, drei Coversongs plus ein Klaviersolo mit "Käsebrot"-Variationen und dann eine viertel Stunde Blödelei par excellence - ist super gelungen und macht das Album öfter hörbar als wenn sich Songs und Sprech-Tracks abwechseln würden. Für Helge-Fans, besonders jene mit "Out of Kaktus"-Skepsis ein MUSS!

"So jetzt ruf ich... ach, ach ich ruf einfach keinen an. Bin zwar Telefonmann, aber ist egal." ("Meine Supermaus")
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am 31. Januar 2007
Als Fan der zweiten Stunde (für die erste ab ca. Mitte der 80er Jahre war ich seinerzeit noch deutlich zu jung) bin ich seit über 15 Jahren, und noch bevor er einem größeren Publikum bekannt wurde, ein großer Bewunderer von Helge Schneider. Ich besitze den allergrößten Teil seiner Alben, habe mit Ausnahme von JAZZCLUB seine Filme gesehen (JOHNNY FLASH zu einer Zeit, als man dafür noch für grenzdebil gehalten wurde), seine Autobiographie gelesen, verfolge seine Fernsehauftritte, wo immer es nur geht und fand seine Darstellung Hitlers in "Mein Führer" schlichtweg gigantisch (einzig und allein einen Live-Auftritt habe ich mir bisher nicht gegönnt: Ich könnte es nicht ertragen, neben einer Gruppe angetrunkener Zwölftklässler zu stehen, die grölend jeden Gag mit ihrer ganz eigenen Interpretation von "Helge Schneider" quittieren). Im allgemeinen Helge-Fieber, das gerade ob des Film, des neuen Buches, einer Single und jetzt des Albums ausgebrochen scheint, war ich gespannt, mit I BRAKE TOGETHER wieder einmal etwas Neues von meinem Helden zu hören.

Vom ersten Track (SUPERMAUS) an, der zwar recht amüsant ist, in seiner Art aber deutlich an einen alten Klassiker ("Es gibt Reis, Baby") erinnert, beschleicht einen die Ahnung, dass das nur sehr bedingt gelingen könnte. KÄSEBROT wirkt trotz seiner munteren Natur irgendwie "verbraucht" (u. a. der BUTTERSONG sowie das MÖRCHEN-LIED haben da ihr übriges getan), ähnliches gilt für "Suppenhuhn". Denn wenn er nicht mit seiner zum Markenzeichen gewordenen "Kinderstimme" singt, dann imitiert er: Elvis (wieder einmal), Udo Lindenberg (wieder einmal) oder gleich sich selbst. Er kann das ganz hervorragend, und tatsächlich lassen einen Schneiders Stimmimitationskünste immer wieder staunen und schmunzeln; Wirklich neu ist das aber nicht. Auch sein Umgang mit der englischen Sprache kommt einem bekannt vor ("My name is Peter"), obwohl mir I BRAKE TOGETHER immer noch als der stärkste Track des Albums erscheint. DIE TROMPETEN VON MEXICO ist eine herrlich angekitschte Latin-Nummer erinnert aber ebenfalls deutlich an bereits Dagewesenes aus der Ecke "Schlager-Parodie".

Nach sechs von insgesamt 14 Tracks ist man durch mit dem, was Helge Schneider seinem zuhörenden Publikum im Jahre 2007 Neues zu bieten hat (wenn man die Lindenberg-Nummer überhaupt noch dazu zählt). Die vier Neuaufnahmen eigener Songs (TEXAS, BITTE GEH NICHT VORBEI, TELEFONMANN, MÄDCHEN WOLLEN KÜSSEN) reichen, was ihren Charme betrifft, nur in Ansätzen an die Originale heran. Wenn Helge in TELEFONMANN die Stelle "la la la, der Text vergessen, scheißegal ..." bringt, dann wirkt das - irgendwie peinlich. Das Original war von der Helge Schneider eigenen Spontaintät und Improvisationskunst geprägt - wenn man ihm nun zuhört, wie er sich selbst imitiert, verliert die einst geniale Nummer TELEFONMANN beinahe zur Gänze ihren Reiz.

Die Klassiker FLY ME TO THE MOON und GEORGIA ON MY MIND, beide im Orignal von zwei der größten Musiker des 20. Jahrhunderts, einer davon, Frank Sinatra, neben Elvis eine DER Stimmen dieses Jahrhunderts, kann Helge nicht wirklich transportieren. Sehr wahrscheinlich könnte er es sogar, wenn er nur ein einziges Mal richtig singen würde, denn er kann es. Aber möglicherweise hat er aber Angst, sich so seine Klamauk-Anhängerschaft zu vergraulen, wobei man sich fragen muss, ob es nicht vielleicht doch einmal langsam an der Zeit dafür sein könnte? Sich stilistisch nicht festlegen lassen zu wollen, ist eine Sache, für die man ihn durchaus bewundern kann. Sich nicht entscheiden zu können, eine andere. Die Musik stimmt, aber der Gesang fegt all das wieder weg. JAILHOUSE ROCK gefällt mir von den sieben Cover-Versionen auf diesem Album immer noch am besten. Die Mickey Mouse-Stimme ist zwar ebenfalls nichts, was nun seine eigene Musik revolutionieren würde, aber es ist ganz lustig. Vor allem trägt er den Song mit einer gehörigen Portion Ernsthaftigkeit, Respekt und Können vor - wenn auch das nicht zum ersten Mal. Das Klaviersolo zeigt einmal mehr den zweifelsohne genialen Musiker hinter der Maske, das Interview ist ein weiterer Aufguss alter Erfolge, Stichwort "Hörspiele".

Helge Schneider ist kein Underground-Künstler mehr. Insofern erwartet man von ihm u. a. inzwischen auch, dass seine Veröffentlichungen einen gewissen qualitativen Anspruch erfüllen. Klanglich ist die CD über Strecken fragwürdig geworden (man beachte beispielsweise das äußerst unangnehme Rauschen in "Pinguine", das immer wieder auftaucht). Hinzu kommt, dass man auch mit dieser Produktion einmal mehr dem Credo der Plattenindustrie ("LAUTER ist besser!") gefolgt ist, das vor einigen Jahren Einzug gehalten hat in das Mastering von Musik. Im Falle dieser Scheibe eine echte Fehlentscheidung. Das sinn- und verstandlose Plattmachen in Gestalt einer exzessiven Komprimierung (hier ist nicht die Kompirmierung im Sinne von beispielsweise einem Format wie MP3 gemeint, sondern eine Komprimierung des eigentlichen Audiosignals) zugunsten der Lautstärke, nimmt der Musik die Dynamik. Im Falle von Chart-Musik ist das nicht weiter schlimm, im Falle von Jazz schon.

Zwar ist Schneider inzwischen nicht mehr mit Hardcore zugange, sondern hat eine neue, zweifelsohne ausgezeichnete Band, und musikalisch ist das Ganze durchweg hervorragend gemacht. Aber es fehlen doch ganz deutlich die Einfälle, um diese Voraussetzungen mit Leben zu füllen. Keine Überraschungen, kaum Neues, wenig Einfallsreiches, dafür viel Imitation und eine CD, die auch klanglich über weite Strecken nicht überzeugt, obwohl sie es, bei dem Anspruch, den Helge selbst an seine Musik zu haben vorgibt, eigentlich müsste. I BRAKE TOGETHER, das jüngste Werk eines genialen Künstlers, der unlängst mit einer schauspielerischen Glanzleistung bewiesen hat, was an Potential in ihm steckt und wo der Weg in Zukunft möglicherweise hingehen könnte, schafft es mit Ach und Krach und mit einer gehörigen Portion an Bonuspunkten auf gerade einmal drei Sterne.

Was ist geschehen? Der "alte" Helge scheint an einer Weggabelung angekommen zu sein. Der ältere Helge muss einen neuen Weg einschlagen, will er auch zukünftig noch überzeugen. Vielleicht wird dieses Album von den Helge-o-logen in fünf, zehn oder fünfzehn Jahren einmal als genau das angesehen werden: Als Wegweiser auf einem künstlerischen Weg, der von hier an in eine andere Richtung ging ...
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am 12. Februar 2007
Diese CD versprüht wahre Unmengen an Frohsinn - und natürlich auch frohe Mengen an Unsinn, und deshalb lieben wir schließlich unsren Helge.

Zunächst gibts klassischen Nonsens - 'Supermaus', ein Loblied an eine Frau, für die er sogar wäscht, backt, den Müll rausbringt und sich auszieht ('Ich geh sogar zur Reinigung, seit unserer Vereinigung'). 'Käsebrot' ist hinlänglich bekannt, und für mich als Hit wesentlich erträglicher als Katzeklo - Unterhaltungsmusik vom feinsten. Der Titelsong gibt sich gesellschaftskritisch, 'Lady Suppenhuhn' (was für ein Titel!) ist eine Art Country-Song, 'Trompeten von Mexiko' könnte eigentlich im Original von Andy Borg stammen und ist eine ausgezeichnete Parodie auf den neuen deutschen Schlager ('Die Trompeten von Mexico, sie laden dich ein - zu Kaffee und Kuchen ,und passiertem Schwein').

Soviel zum Neuen, es folgen Neueinspielungen / -interpretationen alter Hüte in überaus schönem Gewand, vor allem 'Texas', 'Mädchen wollen küssen' wissen zu überzeugen.
Zu guter Vorletzt gibts noch ein paar gecoverte Klassiker, darunter den überraschend gut dargebrachten 'Jailhouse Rock'.
Und für den Freund der kabarettistischen Unterhaltung gibts noch ein Interview - Schneider (der intellektuelle von der Zeitung) interviewt Schneider (der mir ein wenig wie Nihil Baxter vorkommt) - zwar nicht weltbewegend, aber dennoch schön dargestellt, wie der einfache Künstler vom präpotenten Feuilletonisten behandelt wird.

Eine sehr schöne Platte, die über weite Strecken echt überzeugt, aber leider nicht an meinen Liebling 'DaHumm' heranreicht. Vielleicht wäre ein wenig Mut nicht verkehrt gewesen, dass man ein paar echt jazzige Nummern wie im Film 'Jazzclub' mit aufgenommen hätte, etwa anstelle der albernen Udo Lindenberg 'Pinguine können nicht fliegen' Nummer. Is ja eh Geschmackssache.
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am 1. September 2007
ich muss vorausschicken, dass ich im Helge Fanclub bin, extrem Helgekonzertgänger, Helge Alleskaufer und so weiter. Aber die CD ist wirklich nicht so doll. Nachdem sie, aus Prinzip, einige Tag in meinem CD Player routiert ist, wurde sie dann weggelegt und war nie wieder zu sehen.
Weil sie einen eben einfach nicht animiert, da sie weder eine Hit noch eine besonders lustige Sache enthält.
Die Lieder sind qualitativ gut und mit Topmusikern eingespielt, aber irgendwie trotzdem nichts dolles.
Das Cover von Georgia on my mind ist wirklich übel...
Was einige hochloben, der lange Interviewtrack am Ende, empfinde ich als liebloses Bedienen der Sketcheschublade und am bestens einmal kurz und schmerzlos, damit dann auch keiner sagen kann da wäre nichts Gesprochenes draufgewesen.
Lieber die guten Helge CDs kaufen, vorallem alles mit Helge live.
Für Leute, die durch Käsebrot animiert die CD gekauft haben wird es so ausgehen, dass sie sicher keine Helgefans werden sondern eher enttäuscht sind und mehr erwartet hätten....
Schade!
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am 5. Oktober 2009
Die jüngste CD-Veröffentlichung Helge Schneiders ist ein Album im gewohnten Stil des Mülheimer Universalgenies, der mit seinem kauzigen Gesang und seinen genialen Trash-Texten seit Anfang der 90er für Furore und für die weitesgehend einzigen Lichtblicke in der deutschen Comedy-Landschaft sorgt. Mit einer wie immer stark besetzten Jazz-Kombo live zu hause eingespielte Songs entführen im bewährten Stil in Helges wunderbar skurrile Welt. Zwei Hauptunterschiede zu früheren Veröffentlichungen ähnlicher Natur wie "Es gibt Reis, Baby" oder "Es rappelt im Karton" lassen sich jedoch ausmachen: Zunächst erklingt der Sound der Scheibe um ein vielfaches professioneller, kraftvoller und aufgeräumter als einstmals. Drums und Bass sind nun richtig präsent und wabern nicht mehr im Hintergrund herum, die Platte erscheint richtig abgemischt und macht auch für Hörer, die Rock-Scheiben mit moderner Aufnahmetechnik gewohnt sind, richtig etwas her. Auch die größere Bandbestzung trägt sein übriges zu diesem insgesamt gewollter und durchdachter wirkendem Gesamteindruck bei, ohne dass jedoch der Aufnahmesession die Spontaneität samt irrwitzigen Zwischenrufen des Meisters abgehen würde. Die zweite, zunächst etwas befremdlich anmutende Neuerung auf dieser Scheibe besteht in der Tatsache, dass Helge zunächst nur 6 gänzlich neue Tracks liefert, um daraufhin nicht nur einige Rock'n'Roll-, Jazz- und Swingstandards zu covern, sondern auch eigene Stücke neu aufzulegen. Da fragt man sich zunächst, ob das sein muss...aber es muss sein! Denn die Neuauflagen von "Texas", "Telefonmann", "Mädchen wollen küssen" oder "Bitte geh nicht vorbei" profitieren allesamt nicht nur von der gesteigerten Soundqualität und den großartigen Fähigkeiten der Musiker in Helges aktueller Band, sondern sie glänzen durch unglaublich skurrile neue textliche und gesangstechnische Einfälle des Meisters. Vor allem der Klassiker "Telefonmann" hat irre neue Strophen abbekommen, und "Bitte geh nicht vorbei" zeigt Helge in einer nochmal ins unwahrscheinliche gesteigerten Exzentrik à la Nihil Baxter (bekannt aus dem 00-Schneider-Film). Doch auch und vor allem die neuen Songs wissen zu überzeugen. So ist die "Supermaus" nicht nur ein schwungvolles Stück zum Mitwippen, sondern auch Zeugnis des ureigenen Helgeschen Humors, wenn er mitten drin das Singen einstellt, um lautstark einen Schmetterling zu beobachten, der sich ins Aufnahmestudio verirrt hat. Weiterhin hervorzuheben sind der Titelsong "I brake together" mit seiner durchaus ernstzunehmenden und überaus berechtigten Kritik am heutigen Fernsehprogramm, die bewusst in die Unermesslichkeit des Klischees abdriftende Schlagerparodie "Die Trompeten von Mexiko" und das Helge Schneider/Udo Lindenberg-Duett "Pinguine können nicht fliegen" mit seiner verschrobenen Gedankenlyrik". Insgesamt liefert Helge also wieder mal massiv Stoff zum Lachen und Mitsingen, diesmal sogar mit einem richtig guten Sounderlebnis und einer kleinen Portion Nachdenklichkeit. Mein Tipp zum Abschluss: Zieht euch den "Jailhouse Rock" rein - ihr werdet vor Lachen nicht mehr können. Ich sage nur soviel, wie auch auf der Titelliste vermerkt ist: Helge singt zusammen mit der Micky-Maus, die verspätet zum Benefiz eintrifft. :-D
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am 2. Februar 2007
I brake together!

Helge Schneider ist zurück bei seinem alten Plattenlabel und veröffentlicht mit "I brake together" ein Comeback der Superlative. Hatte er sich doch bei "Out of Kaktus" versucht dem jüngeren Publikum zu witmen, kehrt er nun zurück mit hausgemachter Musik von großartigen Musikern.

Und zum ersten mal ist das Motto von allem ganz klar: I brake together!

Bis jetzt hatte der Künstler eher zurückgehalten und wurde somit oft als "Nonsense Komödiant" abgestempelt. Das scheint Herr Schneider aber auch nicht unbedingt schlimm zu finden... Wer seine Lieder aufmerksam hört, wird merken, dass sie eins ganz sicher nicht sind: unsinng!

Die Idee des ersten Liedes scheint zu sein "Es gibt Reis" und "Dein ewiges Nein geht mir auf den Sack du Sau" einmal umzukehren, denn es ist genausoschlimm ein unterdrückter, selbstloser Ehemann zu sein wie ein dekadenter, fauler Mistkerl.

Darauf folgt dann "Käsebrot", welches ja bereits sehr bekannt ist und das Brot auch denen mal wieder ein bisschen näher bringen soll, die sich derweil nur noch auf die Jauche von MC Donalds beschränken.

Dann folgt ein wahres Feuerwerk von Genialität. Mit "I brake together" stellt Schneider fast alles vorig gewesene in den Schatten. Ganz direkt wird nun unsere Gesellschaft angegriffen und das, was sie zu unseren Zeiten wohl am meisten prägt: Das Fernsehen. Schneider kann nicht mehr... er bricht zusammen -kann es nicht fassen, in was für einer "erbärmlichen" Welt er lebt. Alle bisherigen Werke unterstreichen dieses Empfinden natürlich, aber jetzt wird er ganz direkt und nennt seine neuste Schallplatte eben so. Ein großartiges Lied, welchen vielleicht einige Menschen zum Nachdenken bringen sollte. Das schönste an Helge Schneiders Kunst ist es, dass er niemals depressiv wird... die Welt ist ganz sicher schlecht und die Menschen, die in ihr Leben sind oft ziemlich dämlich aber hier wird es alles noch mit ein bisschen Humor verpackt und das ist es, was mich beeindruckt. So mancher große deutsche Kopf, wurde depressiv, weil er so umsichtig war, und es nicht verstehen konnte, was Menschen sich antun und wie sie sind und denken -Helge nicht. Er macht es sich zur Lebensaufgabe, den Menschen zu zeigen, was das Leben ist. Es ist nämlich eben nicht RTL II und Mc Donalds. Wer sein Angebot annimmt wird auf eine Reise geschickt, die Humor, Philosophie, Gesellschaft und eben das ganze Leben zeigt. Da ist nichts gestellt, da wird einem nichts vorgemacht. Wir denken nach und wir amüsieren uns, wir können fast umfallen vor lachen und wir könnten weinen, wenn wir über die ganze Bandbreite seines Programmes sehen.

Die "Trompeten von Mexico" parodiert Lieder die im Mutantenstadel in der ARD jeden Tag rauf und runter laufen.

Hiernach folgt eine Ballade -ein Duett mit dem imaginären Udo Lindenberg. Das Stück spielt Helge auf dem Piano. Dies ist ein Lied, was wirklich sehr nachdenklich ist. Es handelt von Menschen und wie sie miteinander umgehen und wie es vielleicht wäre, wenn man einfach fliegen könnte. Könnte man nicht einfach dem ganzen Alltagstrott und dieser verrückten Welt entfliehen? Nein, das geht nicht. Pinguine können nicht fliegen.

"Texas" ist das nächste Stück. Allgemein bekannt, Helge hat es im Alter von 4 Jahren komponiert... nett anzuhören.

Danach eine weitere Neuaufnahme. Helge setzt seine Liebesbrille auf und zeigt und, wie man denn denkt, wenn man eben diese Brille aufgesetzt hat. Bitte geh nicht vorbei...

"Telefonmann" & "Mädchen wollen küssen" sind auch hinreichend bekannt. Schöne neue Versionen. Besonders "Mädchen wollen küssen" ist musikalisch her sehr gelungen!

"Der Telefonmann" kehrt mit "Text vergessen, scheißegal" zurück. Die Kritik kann ich nicht annehmen. Damals war die Textstelle vielleicht improvisiert, aber darauf kommt es doch überhaupt nicht an, diesmal sind eben neue Textstellen improvisiert. Tolle neue, alte Lieder! Let's swing!

Es folgen 2 Lieder, die Helge nur in rauchigen amerikanischen Kneipen spielen würde. Eine schöne Auswahl. "Fly me to the Moon" ist wohl eines der schönsten Liebeslieder, die es gibt und "Georgia on my Mind" hat es auch wirklich in sich. Gar nicht schlecht, auch wenn Helge vielleicht hier seine reguläre Stimme hätte wählen sollen -zumindest nach meinem Ermessen.

"Jailhouse Rock" ist um es mal ganz salopp zu sagen: geil! Die Band spielt wahnsinnig gut und es rockt einfach unglaublich. Ich habe es auf meiner Geburtstagsparty rauf und runtergehört. Besonders Rudi sticht hier raus, der hervorragend spielt. Die Idee, die Stimme zu verzerren ist auch ganz in Ordnung.

Abschließen tut Helge sein neustes Werk mit einem Pianosolo. Hier einmal nur instrumental wird das Vergangene abgerundet und wir haben einen Moment um uns zu entspannen und des Künstlers Talent am Klavier zu lauschen.

Nun ist der musikalische Teil zuende. Doch findet der glückliche Käufer der CD noch ein 15 Minütiges Interview, welches eines pseudointelligenten Interviewer darstellt und Helge Schneider aus dessen sicht. Großartig gemacht!

Alles in allem sage ich Danke Helge! Danke für die vielen schönen Stunden in denen ich mich halb tot gelacht habe und danke für die Stunden als ich mit dir und Udo vom Mond aus gesehen habe, dass hier irgendwas nicht so stimmen kann auf der Welt und ganz besonders in Angela Merkels Kleiderschrank;)

"Mensch gedeih..." Und zwar mit Hilfe dieser Platte.
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am 10. Dezember 2008
Die meisten Lieder auf der CD sind einfach dermaßen herrlich sinnlos, dass es eben einfach nur noch zum Together-Braken ist - aber genau das macht Helge Schneider eben aus. Für einen Helge-Fan ein absoluter Pflicht-Kauf!
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