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am 5. August 2007
Funkenschlag von Friedemann Friese hat den unschlagbaren Vorteil, dass es auch beim wiederholten Spielen nicht langweilig wird, sondern die sich ständig ändernden Spielfaktoren laufend für Spannung sorgen.

Die vielfältigen Mechanismen, die zum Sieg führen können, ändern sich im Laufe des Spieles so häufig, dass meist erst in der letzten Runde ein Sieger feststeht. Bis dahin heißt es: Immer den gegenwärtigen Zug perfekt planen und beobachten, wie die Mitspieler reagieren.

Das Spiel läuft Zug für Zug wie folgt ab: Zunächst können alle Spieler Kraftwerke ersteigern, die über eine bestimmte Leistungskapazität verfügen und nur bestimmte Rohstoffe (Kohle, Öl, Müll, Uran oder Wind) nutzten können. Die Auswahl des Kraftwerkes bestimmt meist die Spielreihenfolge, d.h. Besitzer der leistungsstärksten Kraftwerke haben mit gewissen Handicaps zu kämpfen.

In der nächsten Stufe kaufen alle Spieler Rohstoffe vom begrenzten Rohstoffmarkt. Der jeweils schwächste Spieler beginnt und kann so seinen Rückstand aufholen. Haben zu viele Spieler auf die selbe Kraftwerksart gesetzt, kann es hier zu bedrohlicher Rohstoffknappheit kommen.

Anschließend werden Niederlassungen in Städten gebaut, die mit den Kraftwerken versorgt werden sollen. Zum Grundspiel, das die Karten von Deutschland und den USA enthält, gibt es Erweiterungen mit Karten von Italien/Frankreich (jeweils Vorder- und Rückseite) und Belgien-Niederlande und Zentraleuropa (Österreich, Ungarn, Tschechien, Polen, Slovakei), bei denen jeweils leicht variierende Regeln gelten.

In der letzten Stufe eines Zuges werden die gekauften Rohstoffe in den eigenen Kraftwerken verbrannt und dadurch Geld für die nächsten Runden eingenommen. Ziel des Spieles ist, am Ende des letzten Zuges (das Spiel endet, wenn der erste Spieler eine bestimmte Anzahl von Städten angeschlossen hat) mit seinen Kraftwerken am meisten eigene Städte zu versorgen.

Interessant ist, dass sich der Charakter und die Probleme des Spieles mit der Anzahl der Mitspieler erheblich ändert. Bei zwei Mitspielern ist eine andere Taktik gefragt als bei vier. Mir persönlich gefällt das Spiel mit vier Mitspielern am besten.

Für mich wäre für "Funkenschlag" das Prädikat "Spiel des Jahres" angemessen gewesen. In Polen ist es in diesem Jahr dazu gewählt worden.
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Funkenschlag gehört zu meinen absoluten Lieblingsspielen. Das Spiel ist relativ einfach, aber trotzdem schwer zu meistern. Sehr schön daran ist das es auch mit sechs Personen wunderbar spielbar ist. In Funkenschlag schlüpfen die Spieler in die Rolle von Energieunternehmen und müssen versuchen in einem Land zum erfolgreichsten Energieversorger aufzusteigen. Was relativ trocken und dröge klingt, spielt sich sehr locker flockig, obwohl man relativ viel rechnen muss, wobei es weniger auf das Rechnen an sich ankommt, als auf das korrekte Einschätzen der aktuellen Lage und etwas Voraussicht.

Das normale Spiel kommt mit den Karten USA und Deutschland daher- Auf der Deutschlandkarte sind einzelne Gebiete farblich markiert, die nicht ganz mit den Bundesländern korrelieren, es sind sechs Stück an der Zahl. Es gibt über den ganzen Spielplan verteilt Städte, die mit Leitungen verbunden sind. Diese Leitungen sind mit Zahlen gekennzeichnet die angeben, wie teuer es ist, eine Stadt mit der benachbarten zu verbinden.
Oben auf dem Spielplan gibt es ein Feld das die Spielerreihenfolge markiert, daneben eine Übersicht, wieviele Städte die einzelnen Spieler derzeit angeschlossen haben.
Unten auf dem Spielplan ist der Rohstoffmarkt. Hier werden die Rohstoffe mittels Holzmarkern ausgelegt. Preislich sind die die ganz links liegen am besten, nach rechts hin werden sie immer teurer, d..h. wenn der Markt gerade knapp ist weil ein Rohstoff besonders nachgefragt wird, ist er ziemlich teuer

Wie läuft Funkenschlag ab?
Eine Spielrunde gliedert sich in fünf Phasen, die hier nur grob umschrieben werden, wobei zunächst auf eine Besonderheit des Spiels eingegangen werden soll, die Spielerreihenfolge und deren Auswirkungen. Das Spiel verläuft nicht einfach reihum sondern nach jeder Runde wird festgestellt, wer gerade die meisten Städte angeschlossen hat. Dieser Spieler ist dann der führende, die anderen folgen entsprechend der Zahl ihrer angeschlossenen Städte. Bei Gleichstand liegt der Spieler mit dem teureren Kraftwerk vorn. Von nun an gilt folgendes: Bei der Kraftwerksversteigerung beginnt der führende Spieler, bei allen anderen Phasen gilt die umgekehrte Reihenfolge, der am weitestens hinten liegende Spieler fängt an, er kann also zuerst Rohstoffe kaufen und darf zuerst Städte anschließen. Dies ist sehr wichtig und für die Planungen relativ entscheidend. Generell soll dieser Mechanismus den führende Spieler ausbremsen und er macht auch definitiv Sinn, es ist aber definitiv kein Riesennachteil der führende zu sein, in unseren Partien hat oft derjenige Spieler gewonnen, der nach der zweiten Runde vorne lag.

Zunächst beginnt die Kraftwerksphase wo jeder Spieler die Möglichkeit hat ein Kraftwerk zu ersteigern. Diese Kraftwerke haben immer einen aufgedruckten Mindestpreis und benötigen gewisse Ressourcen um eine bestimmte Anzahl an Städten zu versorgen. Generell gilt je teurer ein Kraftwerk ist, desto günstiger ist ihr Verhältnis von Rohstoffkosten zu Städten die sie versorgen können. Man bietet einfach reihum solang bis nur noch ein Spieler übrig ist, welcher dann das Kraftwerk bekommt. Man darf nur ein Kraftwerk pro Runde ersteigern und maximal drei Kraftwerke auf einmal haben. Bekommt man ein viertes, muss man ein altes Kraftwerk abreißen, was im Spielverlauf relativ oft passiert, in der Regel erneuert man mindestens einmal seine kompletten Kraftwerke.

Als nächstes kommt die Rohstoffphase. Beginnend mit dem letzten Spieler kann jeder Spieler die Rohrstoffe kaufen, die seine Kraftwerke benötigen, wobei jedes Kraftwerk maximal doppelt so viel Rohstoffe aufnehmen kann, wie es zum Versorgen benötigt.

Danach kann man neue Städte anschließen. Das Spiel gliedert sich in drei Phasen. In Phase 1 kostet es 10€ wenn man sich in einer Stadt niederlassen will, in Phase 2 15€ und in Phase 3 20€. Zusätzlich darf in Phase 1 nur ein Spieler eine Stadt anschließen, in Phase 2 darf dann noch in weiterer Spieler eine bereits besetzte Stadt anschließen und in Phase 3 darf schließlich noch ein dritter Spieler hinzustoßen. Zusätzlich muss man noch die Verbindungskosten zahlen, die auf der Leitung die zu der Stadt führt aufgedruckt ist Man darf auch Städte überspringen wenn sie schon besetz ist und die dahinter liegende Stadt noch frei ist , man muss dann aber die Summe der Verbindungskosten zahlen. Auch in dieser Phase beginnt wieder der letzte Spieler

Anschließend kommt die Versorgungsphase. Hier schaut man nun wieviele Städte der Spieler angeschlossen hat und seine Kraftwerke ausreichen um sie alle zu versorgen. Hat man z.B. sieben Städte angeschlossen, so müssen die Kraftwerke auch mindestens auf die Summe von 7 kommen und sie müsse natürlich mit den benötigten Rohstoffen bestückt sein, die dann verbraucht werden. Hat man z.B. ein Dreier- und ein Viererkraftwerk aber nur Ressourcen für das Viererkraftwerk versorgt man in dieser Phase auch nur vier Städte und bekommt entsprechend Geld. Kann man alle Städte die man angeschlossen hat auch versorgen, bekommt man auch Geld für alle Städte. Wieviel Geld man bekommt ist aus einer Tabelle zu erschließen. Dabei gilt generell je mehr Städte man versorgt, desto mehr Geld es gibt, wobei der Grenzertrag abnimmt, spricht mehr Städte bringen mehr Geld, aber verhältnismäßig steigt der Gewinnzuwachs nur minimal.

Letztlich wird der Rohrstoffmarkt wieder aufgefüllt. Er wird nicht komplett gefüllt, sondern je nach Spieleranzahl und Spielphase kommt nur eine bestimmte Anzahl an Rohstoffen hinzu.

Anschließend wird die neue Spielerreihenfolge festgelegt und die Runde beginnt wieder mit der Kraftwerksversteigerunsphase.

Worum gehts nun wirklich?
Wie schon gesagt, der generelle Abluaf des Spiels ist nicht kompliziert: Kraftwerk ersteigern, Rohstoffe kaufen, Städte anschließen, Versorgen und Geld kassieren, fertig. Aber man muss dabei schon sehr genau rechnen, angefangen in der Kraftwerksphase: Welches Kraftwerk will ich, wieviel bin ich bereit dafür auszugeben. Dabei muss man auch den Rohstoffmarkt in Betracht ziehen. Benutzt das Kraftwerk einen Rohstoff den viele Spieler benötigen wird er sehr schnell sehr teuer, vlt. sogar schon teurer als ein sonst eigentlich teurer, aber seltener nachgefragt Rohstoffe. In der Rohstoffphase dann muss man überlegen ob man nur Rohstoffe für die aktuelle Runde kauft oder auch vorsichtshalber für die nächste Runde gleich miteinkauft, um sich dann den Rohstoffeinkauf zu sparen. Allerdings muss man dabei auch in Betracht ziehen, dass man vlt. ein Kraftwerk in der nächsten Runde einstampft.
Im Prinzip muss man von Anfang an durchplanen wieviel Geld man benötigt um neue Städte anzuschließen, berechnen wieviel Geld man benötigt um die benötigten Rohstoffe zu kaufen um daraus abzuleiten, wieviel Geld man für ein Kraftwerk ausgeben kann und will, oder man lieber in dieser Runde auf ein neues Kraftwerk verzichtet, sich dafür mehr Städte holt solang sie noch relativ billig sind, und dann in der nächsten Runde bei den Kraftwerken zuzuschlagen.
Es sind also viele wichtige Entscheidungen die man ständig treffen muss. Und das ist es was den großen Reiz bei Funkenschlag ausmacht. Man muss auch ständig abwägen, wie sich das Spiel wahrscheinlich entwickeln wird. Funkenschlag ist definitiv ein Optimierungsspiel, bei dem es auf jeden Euro ankommt. Es ist in fast jeder Runde so, dass einem genau ein einziger Euro fehlt, um noch eine Stadt mehr anschließen zu können. Das ist dann ärgerlich, aber es geht jedem Mitspieler so.

Negative Aspekte
Der Glücksfaktor kann leider zu Anfang des Spiels eine recht große Rolle spielen. Die Spielmechanismen erlauben es in seltenen Ausnahmefällen, dass ein Spieler ein sehr mächtiges Kraftwerk zu einem Spottpreis bekommt und sich dann lange nicht mehr um neue Kraftwerke oder teure Rohstoffe oder im schlimmsten Fall beides nicht mehr kümmern muss, wieder eingeholt werden kann. Zwar kann auch dieser Spieler im Spielverlauf eingeholt werden, was sich allerdings recht schwierig gestaltet. Doch zum Glück passiert so etwas nicht in jeder Partie. Ansonsten glänzt das Spiel mit sehr guten, sehr eleganten Mechanismen und eigentlich hat jeder Spieler die gleichen Siegchancen. Es kann jedoch vorkommen, das man sich in der Mitte des Spiels vollkommen verplant und man dann ins Hintertreffen gerät. Hier ist ein Rückstand nur sehr schwer und eigenltich auch nur durch Fehler seiner Mitspieler wieder aufzuholen

Die Erweiterungen
Es gibt zu dem Spiel zahlreiche Erweiterungen, meist in Form neuer Länder. Es gibt bereits Braslien, Spanien, Italien, Frankreich, Südkorea, China, Japan, Russland, Benelux usw. usf. Jede dieser Karten hat leicht modifizierte Regeln, so dass man immer etwas Abwechslung hat. In Spanien z.B. werden Uran-Rohstoffe erst in der zweiten Phase des Spiels aufgefüllt. Die anderen Erweiterungen sind Kraftwerke, welche oftmals nur als Promokarten auf Spielemessen zu erhalten sind. Wer das Spiel häufiger spielt, sollte auf jeden Fall mal darüber nachdenken sich weitere Karten zu holen, sie stellen definitiv eine nette Abwechslung da

Fazit
Funkenschlag ist ein Wirtschaftsoptimierungsspiel. Das klingt zunächst erschreckend dröge und langweilig, spielt sich aber sehr flüssig, sehr eingängig und trotz der vielen Berechnungen die man anstellen muss sogar sehr spaßig. Das Regelwerk ist so übersichtlich, dass man es auch mit Wenigspielern problemlos spielen kann. Schön ist dass es ein hervorragendes Spiel für sechs Spieler ist, von denen es leider viel zu wenig gibt, mit einer Sonderregel kann man es sogar zu siebt spielen. Da der Auktionstpart einen großen Teil des Spiels ausmacht würde ich es nur mit mindestens vier Spielern, besser fünf spielen, zu dritt oder gar zu zweit stelle ich es mir nur wenig spaßig vor. Schön ist, dass das Spiel für jede Spielerzahl leicht modifiziert wird, und somit in jeder Konstellation ein tolles, stimmiges Spielgefühl aufkommt.
Funkenschlag gehört definitiv zu den Highlights einer jeden Sammlung und kommt bei nahezu allen Spielern sehr gut an. Für mich ist es Friedemann Frieses absolutes Meisterwerk und Platz 5 in der Boardgamegeekrangliste spricht eindeutig für die hohe Qualität dieses Spiels.
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am 7. März 2016
Funkenschlag ist zu einem meiner Lieblingsspiele geworden, obwohl ich -schon in Führung liegend- im letzten Abschnitt noch verloren habe (Ein Fehlkauf eines Kraftwerkes ohne Chance auf Rohstoffe zum Betreiben). Es ist schnell aufgebaut und die Regeln sind vergleichsweise einfach. Nach 2 bis 3 Spielen ist man drin. Wichtig für mich ist, dass Funkenschlag kein glücksabhängiges Spiel ist, sondern man alles in einem Abschnitt Planen und Ausrechnen kann. Außerdem hat mir gefallen, dass es gleich zwei Spielbretter mitbringt, mit vielen Spielern spielbar und erweiterbar ist. Wer eine Kombination von Siedler von Catan und Monopoly (aber ohne Würfeln) mag, wird Funkenschlag lieben.
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am 28. Oktober 2015
Funkenschlag ist ein 2001 erstmals erschienenes Spiel, dass unter Kennern als Brettspiel-Klassiker gehandelt wird. Es geht darum, auf einer Landkarte (im Grundspiel gibt es Deutschland und die USA) ein Stromnetz aufzubauen, in das man mit am Markt zu erwerbenden Kraftwerken Strom einspeist. Hierfür sind für die verschiedenen Kraftwerke verschiedene Rohstoffe notwendig, die ebenfalls am Markt gekauft werden müssen.

Spielmaterial / Thema
Das Thema ist natürlich nicht jedermanns Sache, verspricht die Schachtel doch eine recht trockene Wirtschaftssimulation. Selbst wenn die Mechanismen (siehe unten) das Spiel trotz seiner Länge recht kurzweilig gestalten zündet die Thematik "Kraftwerksbau" nicht bei jedem - Gerade eingefleischte Fans von fiktiven Szenarien (SciFi, Fantasy, Zombies) sind bei der Vorstellung bisweilen gelangweilt.
Wenn man wie ich Interesse an Spielen mit Wirtschaftsthemen hat kommt man voll auf seine Kosten. Der große Spielplan ist toll gestaltet, die Zeichnungen auf den Karten stimmig und die Holzmarker hochwertig. Ein typisches "German Game" eben.
Insgesamt ist das Thema durch die Mechaniken gut umgesetzt, man kommt schnell in eine "Spielsprache" und der Tisch wird zu einem Kongress konkurrierender Energieunternehmer, die um Kraftwerke und Rohstoffe buhlen. Die Strategien fühlen sich auch realistisch an, wenn ein Spieler z.B. zum "Müll-Baron" avanciert und den Müllmarkt leerkauft kommt ein echtes Monopol-Gefühl auf und andere Spieler beginnen, Gegenstrategien zu entwickeln. Toll gemacht.

Mechanismen
Funkenschlag ist sehr sequenziell aufgebaut, d.h. es verläuft in streng getrennten Phasen, in denen die Spielen in festgelegter Reihenfolge handeln:
Phase 1: Reihenfolge festlegen
Die Spieler werden nach Unternehmensgröße sortiert. Der aktuell schwächste Spieler sitzt an der besten Position.
Phase 2: Kraftwerke kaufen
Die Kraftwerke werden nach einem bestimmten Prinzip ersteigert. Hier interagieren die Spieler am direktesten miteinander und es wird oft spannend, vor allem, wenn ein sehr attraktives Kraftwerk im Angebot ist.
Phase 3: Rohstoffe kaufen
Hier kaufen die Spieler Rohstoffe am Markt, um ihre Kraftwerke zu befeuern, wobei immer nur maximal das Doppelte einer Rundenproduktion gelagert werden kann. Die Rohstoffe liegen nach Sorten geordnet in Reihen, in denen der Preis alle 3 Rohstoffe teurer wird. Der erste Spieler, der kaufen darf bekommt also die günstigsten Rohstoffe, der letzten die teuersten. Im Extremfall kann es auch vorkommen, dass Rohstoffe komplett ausverkauft werden - Der ein oder andere konnte deswegen schon mal sein Kraftwerk nicht benutzen.
Auch "taktische" Käufe sind möglich: Auch wenn mein eigenes Müllkraftwerk vielleicht völlig überholt ist und ich es garnicht mehr zur Stromproduktion brauche, kann ich dort ggf. Müll lagern, den ein Gegner in dieser Runde gern gekauft hätte.
Phase 4: Stromnetz ausbauen
Es werden Häuschen auf den Plan gesetzt, die das eigene Stromnetz darstellen. Man kann im Folgenden immer nur so viele Städte "versorgen" (d.h. Geld mit ihnen erwirtschaften), wie auch real an das Netz angeschlossen sind. Für jede Stadt werden "Anschlussgebühren" fällig (immer gleiche Pauschalen), aber auch "Verbindungskosten" zwischen den Städten. Diese orientieren sich vielfach an den Entfernungen zwischen den realen Vorbildern und können ganz erheblich schwanken, so dass sich natürliche Ausbreitungsgrenzen ergeben. So ist eine Verbindung innerhalb des Ruhrgebietes deutlich günstiger als eine, die zwei Bundesländer miteinander verbindet, etc.. Andererseits kommt es in den besonders attraktiven Gegenden natürlich zu einem erbitterten Konkurrenzkampf...
Zu Beginn darf in jeder Stadt nur ein Spieler bauen, in den späteren Phasen des Spiels können sich auch die Konkurrenten einkaufen und die Netze beginnen, sich zu überlappen.
Phase 5: Bürokratie
Hier wird einfach kassiert, es werden Rohstoffe investiert um durch das Versorgen von Städten Geld zu erwirtschaften. Am Anfang gibt es hier große Sprünge, aber je größer mein Netz wird, umso weniger lohnt sich jede neue Stadt.

Die spannenden beiden Fragen bei Funkenschlag sind eigentlich immer die gleichen:
1. Wofür gebe ich mein Geld aus?
und 2. Wie passen meine Pläne zu denen der anderen

Man muss immer versuchen, sich nicht zu "überstrecken", also so viel Geld für Infrastruktur auszugeben, dass man nicht mehr genug für Rohstoffe hat. Auch sparen ist häufig sinnvoll, um z.B. andere Spieler bei Auktionen ausstechen zu können oder in allen Phasen Geld investieren zu können. Rohstoffe in großen Mengen zu kaufen, wenn sie gerade billig sind ist auch häufig eine gute Strategie, allerdings muss man aufpassen, sich nicht zu sehr auf einen Typen festzulegen - Kommt ein Konkurrent mit einem "besseren" Müllkraftwerk in den Markt, kann mein Monopol ganz schnell den Bach runter gehen.

Es gibt viel zu bedenken, der Komplexitätsgrad ist aber noch relativ entspannt, so dass nicht nur Hardcore-Strategen zum Zug kommen. In den letzten Phasen des Spiels sitzen wir schon mal gern mit sechs Taschenrechnern grübelnd am Tisch und optimieren die letzten Leitungen, bis dahin geht es aber flüssig von der Hand.

Fazit
Als Spätkäufer habe ich Funkenschlag erst 2015 erstmals gespielt. Als absoluten Klassiker und Alltime-Favoriten kann ich es jetzt nicht bezeichnen, weniger als 5 Sterne würden dem Spiel aber dennoch Unrecht tun. Funkenschlag ist ein toll gemachtes Kompromiss-Wirtschaftsspiel, welches für Gelegenheitsspieler erheblichen Umfang und hohe Spieltiefe bietet, für Hardcore-Optimierer eher entspannt (aber nicht anspruchslos!) daher kommt, durch die cleveren Vorteile für den Unterlegenen aber von beiden Gruppen miteinander spielbar ist. Die Spieldauer ist etwas lang (Die 6 Spieler Version kratzt bei uns gern mal an den 4 Stunden) , dafür ist der Erkläraufwand gering, nach 20 Minuten kann man eigentlich starten.
Die Erweiterbarkeit durch zahlreiche zusätzliche Spielpläne möchte ich nochmal unterstreichen, dadurch kommen viele unterschiedliche Spiele zustande!
Insgesamt klare Kaufempfehlung.
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am 28. Oktober 2015
Wundervolles, originelles Spiel, und es bleibt für mich bei dieser Originalversion. Die Deluxe-Version hat schöne Karten zu bieten, tauscht aber leider den unfassbar genialen Neo Rauch-Charme des Original-Artworks gegen Kinderbuch-Grafik. Zudem ist das Original, glaube ich, billiger geworden, als Deluxe rauskam. Mann, ist dieses Spiel schön.
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TOP 1000 REZENSENTam 17. September 2008
Zum Spielablauf gibt es für mich eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, dank der guten obigen Rezension. Daran können sich Neueinsteiger wirklich gut orientieren.
Ich kann zudem denjenigen die neuen Kraftwerkskarten empfehlen, die das Spiel schon kennen und Abwechslung und neue Herausforderungen suchen. Dadurch wird das Bauen von Kraftwerken wieder etwas schwieriger und die Versorgung muss anders und neu organisiert werden. Dadurch wird die Routine unterbrochen, die man durchaus aufgrund der bekannten Kraftwerke aus dem Grundspiel in der Anfangsphase entwickeln konnte.
Auch die anderen Erweiterungen, die es inzwischen gibt, schaffen neue Herausforderungen. Es handelt sich hierbei um komplett neue Spielpläne, die
Korea/China
Frankreich/Italien (habe ich selber jedoch bisher nicht gespielt)
oder
Benelux/Zentraleuropa darstellen.
Besonders interessant ist, dass es in Polen keine Atomkraftwerke gibt ;-) und dadurch keine der bis dahin am Grundspiel entwickelten Strategien mehr passen.

Besonders positiv an dem Spiel:
Es ist kaum möglich Routine in diesem Spiel zu entwickeln, jedes Spiel ist anders, variiert und bietet unerwartete WEndungen. Ausnahmsweise könnte man von "Routine" in der Anfangsphase des Spieles sprechen, da man die Kraftwerkkarten mit ihren WErten aus dem Grundspiel irgendwann einfach verinnerlicht hat (gilt für Vielspieler). Aber auch die Anfangsphase fällt je nach Spieleranzahl wiederum sehr unterschiedlich aus.
Es ist eines der wenigen Spiele das so sehr unterschiedlich sein kann. Je nach Spielerzahl variieren die HErausforderungen, die interaktiven Elemente und die KOnkurrenz. Taktisch muss immer auch aus dem Moment heraus reagiert werden, so dass langfristige Überlegungen zwar notwendig sind, aber flexibel genug gespielt werden müssen, um unerwarteten WEndungen klug und nachhaltig begegnet werden zu können.

Dies macht für mich auch den besonderen REiz von Funkenschlag aus.

Es verschmilzt interaktive Elemente und Konkurrenz zu einem abwechlungsreichen und intelligenten Spiel.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. April 2016
Funkenschlag ist eine schöne Wirtschaftssimulation, die sowohl für Gelegenheits- als auch für Vielspieler sehr gut geeignet ist. Die Spieler übernehmen dabei die Rolle von Energiekonzernen, die auf dem Strommarkt um die Vorherrschaft wetteifern. Durch den geschickten Erwerb von Kraftwerken, den Kauf von Rohstoffen zur Energiegewinnung sowie den Anschluss von Städten an das Stromnetz wächst das Imperium der Energieversorger dabei zusehens.

Funkenschlag hat einen ausgleichenden Mechanismus, der die schwächeren Spieler unterstützt und so für ein ausgeglichenes Ergebnis sorgt und jedem zu jeder Zeit noch entsprechende Siegchancen offen lässt. Das Spiel verläuft dabei im Wesentlichen in drei Phasen. In der ersten Phase ersteigern die Spieler neue Kraftwerke, um die Kunden mit Energie zu versorgen, kaufen Rohstoffe auf einem immer knapper werdenden Markt ' mit entsprechend steigenden Preise ' um anschließend in der dritten Phase neue Städte an das Stromnetz anzuschließen. Der schwächste Spieler ist dabei immer in der günstigsten Position und kann so beispielsweise als erster Städte an das eigene Stromnetz anschließen.

Während am Anfang pro Stadt nur ein Energieversorger zugelassen ist, können im weiteren Spiel auch ein zweiter und später dritter Anbieter die Stadt an das Stromnetz anschließen. Ziel ist es dabei, die angeschlossenen Städte möglichst vollständig mit Energie zu versorgen und gleichzeitig auch keinen unnötigen Strom zu produzieren. Wer am Spielende die meisten Städte mit Energie versorgt, gewinnt das Spiel. Dem Spielende fehlt dabei ein wenig das Finale, das man aus verschiedenen anderen Spielen gewohnt ist; sobald die i.d.R. 17. Stadt angeschlossen wurde, endet das Spiel am Ende der Runde, selbst wenn durch die Kraftwerke nur weniger Städte versorgt werden können. Das Spielende kann dabei durchaus überraschend auftreten.

Insgesamt bietet das Spiel sehr viel Spannung und Einflussmöglichkeiten. Durch die Ersteigerung der Kraftwerke gibt es beispielsweise ein interaktives und sehr taktisches Element, während man in anderen Partien beispielsweise die Möglichkeit hat, am Spielende den anderen Spielern die Rohstoffe vor der Nase wegzukaufen und diesen so keine Chance auf den Sieg lässt. Durch den gelungenen ausgleichenden Mechanismus im Spiel, kann man sehr gut auch in gemischten Partien aus Viel- und Gelegenheitsspielern spielen und wird auch Gefallen an Funkenschlag als Familienspiel finden, sobald die Kinder dazu in der Lage sind, den wirtschaftlichen Zusammenhang zu verstehen.
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am 3. November 2011
Wer Spiele mag, die zwei Stunden und mehr dauern können.....
wer Spiele mag, die den schwächeren Spielern Vorteile und den Besseren Nachteile verschafft.....
wer Spiele mag, die günstig erweiterbar sind.....
wer Spiele mag, die langfristiges Planen und Vorausdenken belohnen.....
wer Spiele mag, deren Glücksfaktor eher klein ist.....
ja wer solche Spiele mag.....der kommt an Funkenschlag nicht vorbei.

Funkenschlag, dass ist Energieversorgung pur und der sprichwörtliche Funke ist bei mir nach der ersten Partie übergesprungen.

Worum geht es:

Jeder Spieler ist der Chef eines Energieversorgungsunternehmens, welches versucht, möglichst viele Städte (Im Grundspiel in Deutschland oder den USA) mit Energie zu versorgen. Dazu bedarf es den Einkauf von Ressourcen und natürlich auch von entsprechenden Kraftwerken. Darüberhinaus muss man auch ein entsprechendes Stromnetz ausbauen.

Es gibt verschiedenste Kraftwerke, die alle ihre eigene Form der Ressource benötigen. Wenige Ausnahmen benötigen gar keine Ressourcen (Windräder z.B.). An Ressourcen gibt es: - Kohle, Öl, Müll, Uran. Diese haben unterschiedlichste Preise am Rohstoffmarkt und je nach Strategie der einzelnen Mitspieler, kann es schon mal eng oder auch sehr teuer werden, bestimmte Rohstoffe zu kaufen.

Das Schöne: Durch eine simple Reelmechanik hat der derzeit vermeintlich führende Spieler im Laufe eines Zuges Nachteile, der vermeintlich Schwächste Vorteile (Zum Beispiel darf der Schwächste zuerst Rohstoffe kaufen und bekommt diese günstiger als der Beste) Somit steht fast immer der Sieger des SPieles erst in der letzten Runde fest, was den Frustfaktor während des Spieles enorm niedrig hält. Selbst schlechte Entscheidungen oder Pech beim Kraftwerkskauf werden so etwas kompensiert und verhindern, dass ein Spieler haushoch gewinnt und somit den Spielspaß der anderen trübt.

Pro:
- Tolle Spielidee
- Ausgleich der Stärken/Schwächen in den einzelnen Runden
- Interessantes Thema
- mit 2 Mitspielern spielt es sich völlig anders, als mit 5 oder 6, da man andere Überlegungen anstellen muß was die Taktik betrifft.
- hohe Spieltiefe
- trotz aller Spieltiefe dennoch leicht zu verstehende Regeln

Contra:
- man kommt zu selten dazu, es zu spielen. Aber das ist eher mein Problem :)

Alles in allem ein tolles Spiel, dass einen hohen Wiederspielwert besitzt und durch günstige neue Kartensehr gut erweiterbar ist.
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am 13. Oktober 2010
Spannendes Strategiespiel welches bis zum Schluss offen bleibt. Dies ist allerdings auch der Kritikpunkt am Spiel. Bei den 4 Mal bei denen wir es gespielt haben kam der Sieg nur auf die letzten 2 Spielrunden an. Frühe Fehler im Spiel werden ausgeglichen und dafür ist der letzte Zug enorm wichtig.

Trotzdem macht es Spass :)
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am 2. September 2009
Guten Tag werter Leser,
Funkenschlag ist wie der Titel schon sagt ein Spiel Rund um die Energieversorgung.
Nun geht es dabei allerdings weniger um das pro und kontra von Atomenergie oder
die Herstellung von erneuerbaren Energien im allgemeinen,sondern lediglich um die
Profitorientierte Versorgung möglichst vieler Haushalte in Deutschland oder den U.S.A.
Dazu erwirbt man mit der Zeit immer mehr Kraftwerke und Rohstoffe.Die Rohstoffe werden
dann von den Kraftwerken verfeuert um gewinnbringend Energie für die angeschlossenen
Haushalte bereitzustellen.Um Haushalte an das eigene Stromnetz anzuschliessen muss
man wiederum Geld investieren.
Pro und Kontra des Spiels:

Pro:
-Es geht mal nicht um Siegpunkte!
-Taktisch und doch muss man nicht lange überlegen
-für 2-6 Spieler sehr flexibel und macht auch in jeder Anzahl Spaß
-viele Erweiterungsmöglichkeiten ,aber auch ohne wird es nicht langweilig
-Läuft je nach Spieleranzahl anders ab (vielseitig)
-Mal eine ganz andere Idee !
-Schöne Illustrationen und ordentliches Spielmaterial.

Contra:
-setzt ein wenig mitdenken voraus,also nichts für Leute die sonst nur Mensch-Ärger-
dich-nicht spielen.

Fazit: Sehr empfehlenswert für fast jedermann!
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