Am höchsten bewertete kritische Rezension
3,0 von 5 SternenSolide Langeweile
Rezension aus Deutschland vom 15. April 2007
Eine der Besonderheiten der Harry Potter Bücher besteht darin, dass ihre Leserschaft mit ihnen wächst. Wer also 1998 zwölf Jahre alt war und in die Serie einstieg, ist heute einundzwanzig und hat, sofern er oder sie Harry die Treue gehalten hat, mit den Hauptfiguren bereits einige Schicksalsschläge erlebt.
Für die offiziellen Computerspiele von EA gilt das nicht. Wie schon im ersten Spiel von 2001 besteht der Alltag der Zauberschüler darin, durch den riesigen Hindernisparcours namens Hogwarts zu hüpfen, Zaubergeschosse auf speziell gekennzeichnete Stellen zu schleudern, allerlei Süßigkeiten einzusammeln und in Zwischensequenzen Storyfetzen serviert zu bekommen, die ohne Kenntnis der Bücher oder zumindest der Filme so gut wie keinen Sinn ergeben.
Sechs- bis Zwölfjährigen mag das gleichbleibende Spielprinzip damals zwar gefallen haben. Wer jedoch mit Harry groß geworden ist und weiß, wieviel Potenzial und auch Drama in J. K. Rowlings Welt steckt, wünscht sich vielleicht, dass EA einmal ein Spiel herausbringt, dass die Harry-Potter-Fans nicht durch die Bank wie Grundschüler behandelt. Was auch immer die Verkaufsstatistiken EA sagen mögen, es gibt sehr viele Serienfans jenseits der Zwanzig, die sogar einen PC besitzen ...