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Kundenrezensionen

3,0 von 5 Sternen
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3,0 von 5 Sternen
Ein Fall für Harper
Format: DVD|Ändern
Preis:27,99 €+ 3,00 € Versandkosten

am 20. Oktober 2017
Das ganze ein bisschen lahm, habe schon einen besseren Paul Newman gesehen . Es wird alles ein bisschen tranig und lustlos
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TOP 500 REZENSENTam 24. März 2014
Paul Newman hat eine Tendenz zum "H" in seinen Filmen - über "The Hustler", "Hombre", "Hud", "Hudsucker" ... All dies sind äußerst erfolgreiche Filme. So bestand der Mime darauf, aus Ross Macdonalds Romanfigur Lou Archer einen Lou HARPER für den Film zu kreieren. Zwangsweise musste der Film nun entsprechend HARPER heißen.

Wir befinden uns an der Westküste der USA im schönen Kalifornien. Lou Harper, ein lakonischer, gestrandeter und nicht immer recht durchschaubarer Typ erhält den Fall seines Lebens. Der reiche Industrielle Ralph Sampson ist verschwunden. Seine Frau (Lauren Bacall) beauftragt Harper, ihn ausfindig zu machen. Schnell fühlt sich der coole, gewitzte Harper in ein Wespennest aus Lug und Trug, Eitelkeiten und etlicher kaputt-skurriler Typen verfrachtet. Den Fall verdankt der seinem alten Kumpel, Rechtsanwalt Albert Graves (Arthur Hill). Der hat sein Auge auf die Tochter des Hauses, Miranda Sampson (Pamela Tiffin) geworfen, ein laszives, verwöhntes Früchtchen, das am liebsten am Pool rumhängt und dem Privatpiloten Alan Taggert (Robert Wagner) schöne Augen macht. Harper versucht Licht ins Dunkel zu bringen und ist mitten lichtdurchfluteten Kalifornien mit einer verkommenen und kaputten Gesellschaft konfrontiert. Auch privat läuft es für ihn alles andere als rosig, zieht seine Frau (Janet Leigh)) doch mit voller Kraft die Scheidung durch.

Paul Newman, die aufrechte Lichtgestalt, die sich in einer verkommenen und fremden Welt mit Lakonie und Humanität behauptet? So scheint es zu sein, und doch kann man sich nie vollkommen sicher sein, wie Harper wirklich tickt. Man denke nur an die Szene beim Frühstück mit Janet Leigh - liebender Mann oder schlichtweg ein Widerling? Erfolgreich und smart oder heruntergekommener Zweitligaschnüffler? Man denke an die Szenerie zu Beginn in Harpers vier Wänden! Gerade das macht den großen Reiz dieser Figur aus. Newman, der die Rolle des klassischen 40er Jahre hardboiled private eyes von Frank Sinatra übernahm, ist sicherlich die ideale Besetzung. Auch Lauren Bacall als kalt-zynisch-sinistres Stiefmuttermonster weiß durch jahrelange Bogart-Noir-Erfahrung wo der Hammer hängt. Daneben glänzt der Cast durch eine gescheiterte drogenabhängige Nachtclubsängerin (Julie Harris). Newman braust durch das farbenprächtige, teils verworren undurchschaubare Geschehen mit einem schnittigen Sportwägelchen, gleich dem jungen (wenn auch selbst in die Jahre gekommen) James Dean. Neben all dem Licht, den skurril-schrägen, kaputten Gestalten (u.a. Shelley Winters) fasziniert vor allem die sozialkritische Sicht: Wir begegnen der gelangweilten upper class am Swimmingpool, einem obskuren Sektenkult mitten im Nirgendwo Kaliforniens, und illegalem Menschenschmuggel. Ein ausdrucksstarkes Bild der kalifornischen Gesellschaft wird so sehr eingängig und präzise dargestellt.

Zur DVD: Ich beziehe mich auf die US-DVD, die als Teil einer 4er-DVD-Collection (Harper, Somebody Up There Likes Me, The Mackintosh Man und Cool Hand Luke) erhältlich ist. Die DVD enthält neben einer Einführung George Osbornes einen Audiokommentar. Bild und Ton sind exzellent.

Sicherlich ein Film, der einem gefällt oder den man verabscheut. Ich neige zu ersterem. Aufgrund gewisser Verworrenheiten in Verbindung mit leichter Vorhersehbarkeit erhält der Film von mir 4 Sterne; Newman aber glatte 5, für eine hervorragende Verkörperung eines undurchschaubar coolen und witzigen Harper, der neun Jahre später in "Unter Wasser stirbt man nicht" ein Revival erleben durfte!
11 Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Juli 2012
"Harper" (1966) ist die erste Verfilmung eines Ross Macdonald - Romans ("The Moving Target" , 1949).

Daß Lew Archer, gespielt von Paul Newman, hier "Harper" heißt, hat mit Rechten und Marketingstrategien zu tun (beschrieben und
erläutert in Tom Nolans lesenswerter, wenn-
gleich etwas lang geratener Macdonald - Biographie) und spricht nicht gegen die Verfilmung, die aber beim besten Willen nicht durchweg zu überzeugen vermag.

Das erste Problem des Films ist Newmans Interpretation von Lew Archer - eine ewig kaugummikauende dauergrinsende Comic -Version des scharf beobachtenden und kommentierenden, desillusionierten und an sich und seinen Mitmenschen verzweifelnden
Ich - Erzählers der Vorlage.

Das zweite Problem ist der gescheiterte Versuch, die düstere Geschichte als hippe
"Swinging Sixties" - Geschichte zu erzählen:

"Goldman's script, and Newman's performance, took a 1949 story and coated it with smart - alecky sixties veneer" (1).

Das dritte Problem des Filmm ist, daß er seine Charaktere verachtet und lächerlich macht - den einsamen Ex - Showstar, den in die Sampson - Tochter verliebten Anwalt (die Tochter ihrerseits ist eine Altherren -Parodie auf Teenager) -, um Harper in ein besonders positives Licht zu rücken und ihn als Identifikationsfigur zu präsentieren. Lew Archer - und sein Schöpfer - haben bei allem Sarkasmus und Witz stets Verständnis und Mitgefühlfür ihre sich selbst entfremdeten, verlorenen Träumen hinterhertrauernden oder - jagenden Figuren. Diese Empathie wird für ein paar billige Lacher geopfert.

Eine Ausnahme ist die heroinabhängige Sängerin, wunderbar zurückhaltend gespielt von Julie Harris - hier wird für ein paar Minuten deutlich, was dieser Film hätte werden können.

So ist diese erste Kinoversion eines Romans von Macdonald doch eine ziemliche Enttäuschung - trotz der Auftritte von Lauren Bacall als Mrs. Sampson und Shelly Winters.

Wesentlich gelungener sind für mich die Verfilmung von "The Drowning Pool" und "Knight Moves" mit Gene Hackmann, James Woods und Melanie Griffith. Gene Hackmann kommt dem Archer der Romane viel näher als der Sonnyboy Newman.

Übrigens basiert "Night Moves" nicht auf einem Roman von Macdonald - und ist trotzdem die beste Verfilmung des Macdonald - Kosmos.

"Harper" jedoch ist trotz guter Besetzung und teilweise beeindruckend in Szene gesetzter Locations und wunderbarer Settings ein letztendlich durchschnittlicher Sixties - Krimi.

(1) Nolan, Tom: Ross Macdonald, New York 1999
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