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am 18. November 2006
Ich bin noch ganz weg, aber trotzdem:

Das was George Martin und sein Sohn Giles da aus den alten Bänder herausgezaubert haben ist nahezu unbeschreiblich.

Manche Lieder wie z.B. "Something" oder "While my guitar gently weeps" erfahren durch Instrumentenreduktion eine noch emotionalere Tiefe. Auf den aufgefrischten "Get back" und "Revolution" kommt zum Tragen, welch eine fantastische Rock `n' Roll Combo The Beatles auch noch in den späteren Jahren waren.

Aber die Geniestreiche erster Güte sind die Verschmelzungen verschiedener Songs.

Das an sich tragende "Within you Without you" mit dem treibenden Groove von "Tomorrow never knows", "Octopus's garden" auf den Streichern von "Good night", hier einmal 4 Takte des Basses von "Hey Bulldog", dort ein Solo von "The end" in "Drive my car".

Soviel Kleinigkeiten die im 5.1 DTS Sound zum Vorschein kommen - ich weiß nicht wie oft ich diese Scheibe hören muß (darf) um alles zu entdecken.

Eine Reise in vergangene Zeiten - holt euch ein Ticket!

Alles im allem: Ich wüßte nicht was besser gemacht hätte werden können.

Soviel Liebe zum Detail; die Platte trägt den richtigen Namen: LOVE!
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Ich bin immer skeptisch, wenn "neue" Beatles-Aufnahmen angekündigt werden; aber die beiden Mittneunziger-Singles Free as a Bird und Real Love haben den Mythos nicht, wie von mir zuerst befürchtet, zerstören können, und vom Remix der '99 veröffentlichten "Yellow Submarine"-CD bin ich sehr angetan.

Fakt ist: bei Giles und seinem Vater George Martin sind die vorliegenden Remixes in genau den richtigen Händen, und die beiden Ex-Beatles sowie die Witwen der beiden anderen haben das Projekt ja auch abgesegnet und unterstützt. Die (mindestens!) 26 Songs lassen sich (mit fließenden Übergängen) in zwei Kategorien einteilen: die einen wurden "nur" neu abgemischt, und mit den anderen wurde bei der Gelegenheit experimentiert und herumgespielt unter der Prämisse, ausschließlich von den Beatles selbst aufgenommene Sounds und Bänder zu verwenden.

Habe ich seit über 30 Jahren Beatles-Hören IMMER NOCH Aha-Erlebnisse, so ist "LOVE" eine wahre Fundgrube beim Stöbern, so als hätte ein Maler mit breiter Farbpalette unzählige kleine Farbtupfer in seinem Gemälde untergebracht, die sich nur bei intensiver Betrachtung offenbaren: War das nicht der Anfangsakkord von A hard Day's Night, und da der Schlussakkord von A Day in the Life, nur rückwärts...? Und war das nicht das Schlagzeug-Break aus The End, und da das Gitarrenlick aus While my Guitar...? War der Bläsersatz aus Got to get you into my Life oder der aus Savoy Truffle...? Und das die Piccolo-Trompete aus Penny Lane...? Und so geht das endlos weiter; ich bin sicher, ich habe noch nicht 10% dessen entdeckt, was Giles Martin auf diesem Album alles untergebracht hat, wie allein schon der Amazon-Trailer vermuten lässt!

Zur ersten Kategorie: einige Songs wurden, ganz im Sinne der o.g. "Yellow Submarine"-Remixes, auf dem neuesten digitalen Stand abgemischt und klingen nun einfach besser oder arbeiten vorher im Original-Mix vergrabene Details deutlicher heraus: bei Revolution z.B. kann man Georges und Johns Gitarren jetzt zum ersten Mal getrennt in Stereo genießen! Origineller Einfall, ein paar Takte von Blackbird mit Yesterday zu verknüpfen. Bei Help! wurde lediglich Georges Gitarrenlauf gedoppelt und übers Stereopanorama gelegt. I want to hold your Hand wird gekürzt und von einer Ansage aus (vermutlich) einem der Hollywood Bowl-Konzerte eingeleitet, und Songs wie Lucy in the Sky, All you need is Love, A Day in the Life und Something klingen jetzt deutlich transparenter. Besonders beeindruckend, was (dank der digitalen Möglichkeiten, frühe Takes mit späteren "Reduction Mixdowns" zu synchronisieren) für ein vielschichtiger und phantastischer Stereo-Mix aus I am the Walrus geworden ist - Welten entfernt vom '67er Original, vor allem wenn man bedenkt, dass die zweite Songhälfte fast 40 Jahre lang nur als Monomix vorlag!

Zur zweiten Kategorie: Genial die Idee, den Gesang und ein paar Streicher von Within you without you über den Rhythmus von Tomorrow never knows zu legen; den Schlussteil von I want you an Mr. Kite dranzuhängen; das Medley aus Drive my Car, What you're doing und The Word; oder Musik und Gesang von Good Night und Octopus's Garden zu kombinieren... Richtig ausgetobt hat sich Giles Martin bei Strawberry Fields forever, das nicht nur aus unzähligen Zwischentakes zusammen gesetzt ist, sondern in der Ausblende eine Vielzahl weiterer kleiner Songzitate unterbringt.

Für die spätestens seit "Anthology 2" bekannte Demo-Version von While my Guitar gently weeps schrieb George Martin (wie schon 41 Jahre zuvor für Yesterday) ein Streicherarrangement, sein letztes für einen Beatles-Song. Der Acapella-Mix von Because (hier mit leisem Vogelgezwitscher untermalt) war schon von Bootlegs und spätestens seit "Anthology 3" bekannt. Ein paar Takte aus Sun King werden (ganz im Sinne der Ausblende von Rain) rückwärts als Gnik Nus präsentiert; beim Hören habe ich jedesmal das Gefühl: wenn die Beatles damals schon die heutigen technischen Möglichkeiten gehabt hätten oder aber heute alle noch leben würden - sie wären beim Experimentieren zu ähnlichen Ergebnissen gekommen!

Was beim Hören befriedigt, ist neben der Fülle an Details, die es zu entdecken gibt, Giles Martins Respekt gegenüber den Original-Bändern; er hat es geschafft, sein Ego dem Geist der Beatles-Aufnahmen unterzuordnen und bei allen Spielereien sein Können immer in den Dienst der Sache zu stellen; in anderen Händen hätte das leicht schief gehen können. Mich persönlich hat das Experiment voll überzeugt, und ich hätte nichts gegen mehr davon (natürlich wurde hier nur ein Teil veröffentlicht)!

P.S. Über den 5.1-Mix auf der Audio-DVD-Ausgabe kann ich keine Angaben machen, da ich die entsprechende Anlage nicht besitze, nur so viel: Revolution und Back in the U.S.S.R., vermutlich aus Platzgründen auf der CD gekürzt, erscheinen hier in voller Länge.
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am 21. November 2006
Dass die Beatles keineswegs zu den längst vergangenen Tagen zählen, beweist nun eindringlichst die neue CD LOVE. Die Songs, verknüpft in einem gewaltigen Potpourri, klingen frischer und dynamischer als ihre Originale in der digitalisierten Fassung. Niemals zuvor war der Sound so kraftvoll direkt. Fast kommt es einem vor, als säße man selbst im Kontrollraum der Abbey Road Studios. Der ursprüngliche Sound der Beatles ändert sich jedoch kaum. An bestimmten Stellen wird lediglich die Unzulänglichkeit damaliger Technik kaschiert. Das Ergebnis ist grandios, eine technische Meisterleistung.

Neu und kreativ ist allerdings der Mix bzw. Remix der Songs auf Beatles LOVE. Beinahe nahtlos läuft diese tolle CD vom ersten Titel "Because", eingebettet in die Musik der Natur, bis hin zu "All You need is Love", dem krönenden letzten Stück. Teilweise verwoben ineinander entsteht aus genialen Songs ein experimentelles Klangbild ohne den Wert eines Rockalbum zu verlieren. Fragmente, Soundfetzen, Loops, Drumfills, Gitarrensolis etc. werden verwendet, damit den bekannten Klängen der Charakter einer ungewöhnlichen Livedarbietung zuteil wird. LOVE ist ein in sich geschlossenes Gesamtwerk, eine Soundcollage entstanden durch George Martin (& Giles Martin) aus der schöpferischen Kraft der Beatles. LOVE ist ein Kunstwerk!

Die eigenartige Kreation der Musik auf LOVE kann und wird das Original natürlich nicht ersetzen. Diesen Anspruch will LOVE ganz sicher nicht erheben. LOVE ist als eigenständiges Werk zu betrachten. Es ist der Soundtrack einer einzigartigen und unerreichten Karriere. LOVE ist ein unglaublich tolles Album mit den BEATLES. Viel Spaß beim Hören.... :-)
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am 18. November 2006
Braucht die Welt ein "neues" Beatles-Album?

Die Zahl der seit der Trennung der Fab Four veröffentlichten "neuen" Beatles-Alben nimmt ja nun leider schon inflatorische Ausmaße an. Und diese Veröffentlichungspolitik trägt dazu bei, dass man bei "Neuerscheinungen" als großer (aber auch kritischer) Beatles-Fan seit geraumer Zeit neben der Freude auch ein gerütteltes Maß an Zweifeln, Mißtrauen und eben auch Enttäuschung empfindet. (Ich diskutiere an dieser Stelle bewußt nicht das Totschlags-Argument, dass es immer (auch) um das "Große Geld" geht.)

Neben einigen gelungenen Kopplungen (Rotes Album, Blaues Album, One) gibt es die unzähligen schlechten Themen-Alben. Neben fragwürdigen oder aufnahmetechnisch miesen Halb-Bootlegs steht der Versuch, Substanzielles zu heben - etwa mit der Anthology-Reihe.

Und nun also - ganz "zeitgemäß" - der mit einem großen Medien-Hype angekündigte Remix "Love".

Mit der eingangs beschriebenen Mischung aus Neugier/Freude und Zweifel/Misstrauen habe ich mir am Veröffentlichungstag nun "Love" angehört und daraufhin gleich gekauft. Warum?

Zunächst einmal hat der "große alte Mann", der 5. Beatle George Martin, die Fäden des Projektes in der Hand gehalten. Er schuf dieses Album in seinem 80. Lebensjahr als Reminiszenz an sein Alter Ego und gleichzeitigen Abschluß seiner Laufbahn als Ausnahme-Produzent. Also der darf das!

Außerdem ist "Love" der erste (umfassende) von den Beatles bzw. Ihren Erben legitimierte Versuch, einen Teil des Gesamtwerkes den klanglichen und audiophilen Erfordernissen des 21. Jahrhunderts anzupassen (zunächst im Rahmen eines künstlerischen Musicals des "Cirque du Soleil").

Und das ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen (ich beziehe mich hier ausdrücklich auf die DVD-Audio DTS 5.1 der Special Edition).

Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Ich bin Purist, was die Originalversionen angeht. Aber ich habe beim Hören der Audio-DVD "Love" schon wahnsinnig viele neue, bisher unbekannte Facetten der (bekannten) Beatles-Songs gehört und "gespürt". So unwahrscheinlich das auch klingt: Einige Visionen und Intentionen der Beatles werden (für mich) im neuen Kontext des Remixes "Love" erstmals transparent oder treten zumindest deutlicher hervor (herausragende Beispiele: "Because", "Strawberry Fields Forever", "Lady Madonna"). Erstaunlich, dass alle (!) Tonspuren Originale sind (bis auf die Orchestrierung bei "While My Guitar Gently Wheeps" - so jedenfalls nachzulesen in der offiziellen Presse-Erklärung von George Martin). Und dieser Fakt spricht für den formulierten Anspruch des Projektes "Love" wirklich etwas "Neues" zu bieten.

Einige Song-Zusammenmischungen bzw. -übergänge sind zudem genial (Being For The Benefit Of Mr. Kite!/I Want You/Helter Skelter; Hey Jude - Sgt. Peppers Lonley Hearts Club Band).

Zusammengefaßt: Das Album ist eine positive Überraschung und vorrangig für den Beatles-Fan eine "Entdeckung" wert. Vier von fünf Sternen deshalb, weil Otto Normalverbaucher das Album wahrscheinlich vor allem klanglich bewertet und einige (wenige) Effekte arg an der Grenze des Verspielten sind (Polizeisirenen u.ä.).

Tipp: Augen schließen und im DTS 5.1-Sound "A Day In The Life" hören!

Braucht die Welt ein "neues" Beatles-Album?

"Die Welt braucht gar nichts außer Liebe", antwortet Sir George Martin auf diese Frage. Eben "Love".
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am 22. November 2006
Erste Vorbemerkung: Die Beatles stehen jenseits von Gut und Böse. Ihr musikalisches Lebenswerk ist von epochaler Bedeutung. Zweite Vorbemerkung: Wenn überhaupt jemand die Bänder aus der Abbey Road antasten darf, dann ist das sicherlich George Martin. Er hat beträchtlich zu dem beigetragen, was auf ihnen verewigt ist. Dritte Vorbemerkung: Das Material der Beatles verdient es allemal, erneut "durch den Schrank" im Studio geschickt zu werden. Es schreit geradezu danach. Der Sound auf der Anthology-DVD-Box hat mächtig Appetit gemacht.

"LOVE" ist der Soundtrack für ein Beatles-Musical. Und diese Aussage klingt irgendwie schon wie eine Rechtfertigung. Als müsste man sich ein weiteres Mal exkulpieren, wird eiligst hinzugefügt, dass so gut wie alles auf "LOVE" von den ursprünglichen Studiobändern stammt. Völlig unabhängig nämlich von der jeweiligen Schaffensphase der Band wurden hier Teile von Songs, Soundschnipsel, einzelne Mischpult-Kanäle oder Grooves collagenartig zusammen geführt. Ein neues "Stars-On-45" mit Dauer-Dancefloor-Beat ist daraus zum Glück nicht geworden, obwohl bei den Tempi hier und da leicht nachgeholfen wurde, damit`s passt. Das Durchhören der CD ist dennoch bisweilen unerquicklich.

Gerade hat sich der Hörer an den phantastischen Klang eines überarbeiteten Titels gewöhnt, wird ein anderer `drunter oder drüber` gelegt. Zunächst ist das noch ein halbwegs originelles Suchspiel. Später eigentlich eher störend.

Wer brauchte "Within You Without You" auf dem Groove von "Tomorrow Never Knows"? Wer wollte je wissen, wie "Drive My Car" mit dem Solo von "Taxman" klingt? Wer musste dringend "Sun King" rückwärts hören? Die Auswahl aus dem musikalischen Fundus erscheint obendrein recht beliebig. Ebenso gut hätte man zum Beispiel "I Feel Fine" und "Paperback Writer" vermendeln können. Nur so zum Spaß. Tonart und Tempo hätten gestimmt. Hat man aber nicht. Es wurde halt geschaut, was so zusammen funktionieren könnte. Beliebig eben.

Schlüssig und sinnhaft ist das oft nicht. Kaum etwas kommt vollständig daher. War ja auch nicht die Absicht. Zitate und Partikel aus ehemals grandiosen Kompositionen werden mehr oder weniger sensibel aneinander gereiht oder übereinander gelegt. Die Songs können nicht atmen und sind aus jedwedem Kontext gerissen.

Ist das nun genial, witzig, experimentell, musikalische Geschichtsklitterung oder gar akustische Ikonenschändung? Ich weiß es nicht. Wer das Ausgangsmaterial von A bis Z kennt, kommt da zumindest ein wenig ins Grübeln. Eine ambivalente Sache.

Vielleicht sollte man das Ganze nicht zu hoch hängen. Genau das dürfte aber vielen Beatles-Zeitgenossen schwer fallen. George Martin, Paul, Ringo und (die unvermeidliche) Yoko Ono stehen erklärtermaßen zu diesem Werk. Es wird dennoch polarisieren.
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am 6. Juli 2011
Grad bei dieser Special-Edition liegt der Focus auf der beiliegenden DVD. Diese enthält alle guten Klangformate und stellt auch eine kleine Besonderheit dar, denn sie kann sowohl als DVD-Video als auch DVD-Audio abgespielt werden.
Spielt man sie als DVD-Video ab, erscheinen folgende Abspielformate:
Dolby Stereo
Dolby Digital 5.1
DTS 5.1 (mit hoher Bitrate 1,5MB/s)
-> hier hört man schon deutlich einen Unterschied zwischen DD und DTS!

Als DVD-Audio abgespielt, erhöht sich die Bitrate drastisch, da hier 96khz / 24bit vorliegt.
Wer mit seiner Anlage diese Tonspur abgreifen kann (macht leider nicht jeder Player, geht bei mir nur über HDMI), bekommt eine excellente Klangqualität geboten, die sich nochmal deutlich von der DTS-Spur abhebt. Wie viele Fehlabmischungen habe ich hier schon leider zu hören bekommen? Bei dieser wurde zum Glück wirklich alles richtig gemacht!
Dieses Album lege ich immer wieder mal ein, man muß es auf einer guten Anlage einmal 'erlebt'haben - am besten genau so wie es der Stern geschildert hat, in einem abgedunkelten raum bei guter Lautstärke geniessen.
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am 18. November 2006
Für ein Showprjekt des Cirque de Soleil in Las Vegas sollte George Martin aus den Original-Beatlesaufnahmen einen 90minütigen Soundtrack gestalten. Als Hilfe holte sich der legendäre Produzent, der eigentlich schon in den Ruhestand gegangen war, seinen Sohn Giles dazu, und gemeinsam duchstöberten sie nochmals die alten Aufnahmen.

Giles zeigte sich hierbei, wie er im Vorwort äußert, überwältigt sowohl von der musikalischen als auch technischen Qualität der Aufnahmen, die auch nach über 30 Jahren noch klar und frisch klangen.

Er machte sich einen Spaß daraus, einzelne Sounds und Teile von Liedern der Beatles über andere zu legen und zu mischen.

(Tipp: Wer sich überraschen lassen und die Schnipssel selbst zuordnen möchte, sollte nicht mehr weiterlesen!)

So setzte er das Drumsolo von "The End" an den Anfang von "Get Back", oder er spielte den Gesang von "Within you without you" über den genialen Rhythmustrack von "Tomorrow never knows".

Wie zu den besten Beatleszeiten wird verfremdet, rückwärts gespielt ("Gnik Nus"!!) und nach Herzenslust experimentiert.

Dabei gibt es vor allem für eingefleischte Beatlesfans, die die vielen Zitate erkennen, oft witzige und wirklich neue Hörerlebnisse.

Meine Highlights sind das neue Intro von "Lady Madonna" (die gesungenen "Bläser" über einen neu gemischten Percussiontrack), der Schluss von "Strawberry fields" (kombiniert mit dem Cembalo aus "Piggies" und dem Gesang aus der Coda von "Hello goodbye"), Ringo's Gesang von "Octopus's garden" über die Streicher von "Goodbye", der rückwärts gespielte "Sun King" sowie das akustische "While my guitar gently weeps", das als die einzige Neuaufnahme ein neues Streicherarrangement von George Martin enthält.

Wie immer enttäuschen mich die Beatles nicht. George und Giles Martin sei Dank für diese kurzweilige und hervorragend klingende Sammlung toller Beatlessongs "Reloaded"!
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am 5. Januar 2007
Von einer überrumpelnden, unangemessenen "Radikaltour" kann hier niemand reden, auch wenn manche Beatles-Puristen sich entrüsten und dieser Meinung sind (...oder nur glauben, sich einer solchen Einstellung schuldig sein zu müssen). Als ich mir LOVE" diese neu bearbeitete Kollektion von Beatles-Klassikern während einer Zugfahrt über Kopfhörer komplett anhörte, war ich ziemlich begeistert. Einerseits ist diese Begeisterung sicher darauf zurückzuführen, dass ich länger schon meine Beatles CDs, bzw. LPs nicht gehört hatte,..... und hier wieder wahrnahm, wie großartig ihre Songs sind, andererseits war ich aber sofort eingenommen von dem neuen, kristallklaren, frischen Soundgewand.

Ich habe die Beatles von je her immer sehr gemocht, habe fast komplett ihre Musik auf CDs oder LPs, aber jetzt stellte ich mir doch die Frage ob ich ein wirklicher "Fan" wäre, und wie ich als solcher diese neue Bearbeitung von George Martin & Sohn einschätzen würde. Ein "Fan" steht diesem Album sehr viel kritischer gegenüber, kann aber auch wegen seines Wissens um diese Musik und seiner Liebe und emotionalen Bindung weniger neutral eingestellt sein. Ich kam zu dem Ergebnis, dass ich nur die Vorstufe eines Fans, also ein großer Liebhaber der Beatles bin, und dass LOVE eine echte, gelungene Huldigung an die großen Meister ist.

Die neue Bearbeitung ist weder technisch großkotzig, ( was sie bei den heutigen Möglichkeiten leicht sein könnte), noch aufgesetzt spektakulär oder befremdlich. Hier wird die Musik der Beatles nicht "vergewaltigt!" Auf LOVE hören wir auch keine neuen Beatles, sondern nur puren, unwiderstehlichen Beatlessound. Denn Martin & Sohn haben ihre Überarbeitung sound- und ideenmäßig mit viel Wissen und Einfühlungsvermögen den musikalischen Vorstellungen, Vorlieben und der Experimentierfreude der Beatles von damals angepasst!

Das Ergebnis kann sich hören lassen: Die unvergänglichen Songs wurden kreativ und stilgerecht aufpoliert, ohne sie zu entfremden oder ihnen die Seele zu nehmen. Kritisieren könnte man sicher die Kürzungen einzelner Songs, die aber weit davon entfernt sind, bloße Kurzfassungen der Lieder zu sein. Darüber war ich zunächst nicht erfreut. Aber diese CD zu Ende gehört, erlebt man volle 78 + Minuten einen fesselnden Beatles-Querschnitt, der sich in seiner niveauvollen Machart deutlich von seichten, willkürlich zusammen gestellten sogenannten "Potpourris" bzw. Medleys, abhebt. Auf LOVE gehen beinahe alle 26 Songs der relativ kurzen Beatles-Epoche akustisch ohne Pause ineinander, und bilden in dieser Weise ein abgeschlossenes, faszinierendes Werk.

Hervorzuheben ist hier die wunderbare Version von Harrisons genialem "While my guitar gently weeps". Überhaupt bekam der Gesang der Solostimmen auf vielen Songs in Martins Bearbeitung eine neue, beeindruckend klare Präsenz. Und wenn dann kurz vor Ende, als Titel Nr. 24 Hey Jude" ertönt, ist man wieder vollkommen verzaubert vom unfassbaren Melodienreichtum der Beatlessongs! Das macht ihre Musik aus:
Jeder Song steht für sich, ist ein eigenes kleines ( oder großes ! ) Kunstwerk. Immer erkennt man die Komponisten, ohne dass ihre Songs austauschbar wären, oder sich wiederholen. Eigenplagiat war den Beatles immer fremd; sie bemühten sich immer, eine Geschichte mit originellen Worten und Noten zu versehen. LOVE ist eine gute Möglichkeit, noch einmal zu hören, wie viel Musisches und Schöpferisches in der Musik der Beatles steckt!
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am 6. Dezember 2006
ist ein fantastisches Album. Besonders die 5.1. Abmischung ist eine Offenbarung, und ich hoffe, dass alle Beatles Alben bald ebenso gut abgemischt für uns Fans zu kaufen sein werden.

Aber ich bin doch sehr irrietiert über einige Rezensionen hier.

Jeder soll ja ruhig seine Meinung kundtun, aber bitte informiert Euch vorher richtig, oder lest das Beiheft.

Denn da steht, dass die ganze Produktion für eine Show des Cirque de Soleil gemacht wurde, und dass die Mixe auf die Auftritte der Artisten abgestimmt wurden.

Love kann man daher als eine Art Soundtrack betrachten.

Und was soll dabei nicht im Geiste der Beatles sein?

Gerade die Fab Four waren und sind für ihren einzigartigen Humor, vor allem in ihren Songs, bekannt.

Und die Musik auf Love ist einfach ein unglaublicher Spass.

Deshalb bitte nicht alles so bierernst nehmen.

Ich bin sicher, dass John und George begeistert wären, genauso wie Paul und Ringo, denen die Aufnahmen wohl sehr gefallen.
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am 21. November 2006
Was George Martin und sein Sohn hier abgemischt haben, ist ein Meisterwerk. Wenn auch einige der Tracks ihre Wirkung nur in der 5.1-Surround-Version auf der DVD entfalten, so ist doch durchweg Erstaunliches herausgekommen:

Wie hier die einzelnen Spuren auseinandergenommen und neu gemixt wurden, zum Teil (Hey Jude, Lady Madonna) in Daft Punk-Remix-Manier die Spuren ineinander- und voneinader weg laufen, führt diese (unglaublicherweise) ja schon fast 40 Jahre alten Songs direkt ins neue Jahrtausend - man kann es kaum anders sagen, und ich versuche wirklich, nicht pathetisch zu klingen.

Nicht nur ein Ratespiel ("woher stammt denn das jetzt noch? ...ach ja!") - denn bei Weitem nicht alle Referenzen und Schnipsel sind auf dem Cover angegeben- sondern eine Mischung aus höchst respektvoller Collage und höchst musikalisch umgesetzter Anwendung moderner Remix- und Studiotechnik.

Wenn man noch keine Surround-Anlage hat: Diese Platte allein lohnt die Anschaffung!
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