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am 30. Juni 2007
Ich habe mir hier mal die bisherigen Rezensionen durchgelesen und finde einfach dass dieses Album viel zu schlecht wegkommt.

Ich muss gleich dazusagen, dass ich ein sehr großer Blumentopf-Fan bin (seit "Kein Zufall"), die Jungs stammen ja aus Freising und dieses schöne Städtchen ist nur ein paar Kilometer von meinem Wohnort entfernt. Ich fand ihre spassig-positive Herangehensweise an HipHop schon immer sehr erfrischend. Seitdem deutscher Rap ja nur noch von irgendwelchen überharten Gangstern regiert zu werden scheint, sind mir die fünf Jungs aber noch viel mehr ans Herz gewachsen.

Aber nun zum Album: Ich muss einem meiner Vorredner zustimmen, "Musikmaschine" ist das bisher wahrscheinlich experimentelste Album vom Blumentopf. Es gibt typische Topf-Songs wie "Mehr" oder "AEIOU", aber auch fast schon bluesartige Einflüsse sind festzustellen ("Du sagst mir"). Songs wie "Horst" oder auch "Profis" ergeben vielleicht nicht direkt Sinn, aber mal ehrlich, ich bin 25 Jahre und bin auch mit Videospielen aufgewachsen und finde daher schon einen Zugang zu dem Song.

Mit zwei Songs, die ich aber wirklich herausstellen möchte, werden aber viele Skeptiker entschädigt werden: Zum einen mit "Die City schläft", dieser Song handelt vom Nachtleben und geht Blumentopf-typisch ein wenig anders an die Sache ran, es geht nämlich nicht um Clubs oder Discos, sondern um das etwas andere Nachtleben, das aber mindestens genauso faszinierend sein kann. Der Beat ist sehr treibend und der Refrain blieb mir richtig im Ohr hängen. Die 3. Strophe von Kung Schu ist für mich persönlich ganz, ganz groß. Muss sich aber jeder selbst eine Meinung bilden.

Über den zweiten Song den ich etwas genauer vorstellen möchte, darf es aber eigentlich keine zwei Meinungen geben (ich betone eigentlich *g*): "Die Bretter, die die Welt bedeuten" beginnt schon ganz stilecht mit Skateboard-Fahrgeräuschen. Dieser Song ist ein Solostück von Holunder und eine einzige Liebeserklärung an das Skateboard-Fahren, ich gehe sogar noch eins weiter, es ist eine wahre Skater-Hymne. Er erzählt ein wenig von der "Entstehung" des Blumentopfs und seiner Jugendzeit mit den Jungs und den Brettern die die Welt bedeuten. Der Beat ist wunderbar zurückgenommen, HolunderŽs Aussagen zum Ende hin sind einfach wunderbar ("Keep it real heißt ja nicht, man dürfe nicht mal Kurs korrigieren, stur bleiben und ignorieren ändert ja nichts") und im Refrain ein Vocal-Sampel von den Stieber Twins. Rap-Herz, was willst du mehr.

Zwei Sachen muss ich noch sagen:

1.

Über den Sinn mancher Texte kann man vielleicht streiten, aber wer sich deutschen Rap heute mal anschaut, der wird eins feststellen müssen, es geht fast ausschließlich um Drogen, Gewalt und solche Dinge. Sicherlich, Rap ist die Musik der Straße, ja, aber der HipHop-Ansatz war ein anderer, nämlich ein positiver. Diesen Ansatz bringt der Topf einfach wunderbar rüber. Solche ehemalige Mittelstands-Kids wie ich (und davon gibt es sehr sehr viele in Deutschland, auch wenn manche es nicht zugeben wollen) können sich in so Texten wie bei "Profis" (Videospiele) und eben "Die Bretter, die die Welt bedeuten" (Skaten, Freizeit, Jugend) einfach sehr viel besser wiederfinden als in irgendwelchen Gangster-Storys, denn diese Erlebnisse die vom Topf geschildert werden, spiegeln unseren früheren jugendlichen Alltag sehr schön wieder.

2.

Noch ein Wort zum Sound: Wir in Deutschland sprechen doch immer von Weiterentwicklung, wir wollen doch neue Ansätze für den Rap. Es gibt nun Leutchen die immer härtere Texte bringen, lächerliche Gangster-Images aufbauen um dadurch ihre Plattenverkäufe anzukurbeln und ihr Gesicht häufiger in die Teenie-Presse-Kamera halten, als viele Boy-Bands. Ein ganz harter Gangster hat auch vor einiger Zeit eine Girlband gegründet (gell, Bushido). Über sowas kann man nur lachen, solche Aktionen und die immer dümmer werdenden Texte sind der Grund dafür das Rap und der HipHop im allgemeinen nur noch als rohe, negative Musik und Kultur wahrgenommen werden. Wir sind uns aber auch alle einig, dass der Rap sich entwickeln muss und mit ihm die gesamte HipHop-Kultur. Dies kann meines Erachtens nur dadurch geschehen, dass Genre-Grenzen überwunden werden und neue Sounds ausprobiert werden (Funk, Soul, Blues,...). Künstler dann hinterher für diesen Mut zu kritisieren finde ich ein wenig einfach.

Ich möchte jetzt aber auch endlich zum Ende kommen, ich persönliche finde "Musikmaschine" für ein sehr gutes Topf-Album. Ich sehe eine positive Weiterentwicklung und freue mich sehr, dass München mit Main Concept und Blumentopf zwei Bands hat, die immer noch für die richtigen "HipHop-Werte" stehen.
33 Kommentare| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Dezember 2006
Blumentopf beschreitet neue Wege auf ihrem nunmehr fünften Studioalbum, und dafür kann man ihnen dankbar sein. Wenigstens eine Gruppe, die nicht unmotiviert und auf Sicherheit bedacht Alben aneinanderreiht, die sich in ihrer Machart und ihrem Stil kaum unterscheiden und keine Entwicklung erkenntlich machen.

Aber "Musikmaschine" ist nicht aus Selbstzweck innovativ gestaltet worden, sondern weil es sinnvoll erscheint - so sieht es zumindest der Hörer, der sich aufgrund der neuartigen, vielschichtigen und für sich stehenden Musik, die weit über den Begriff "Beat" hinausgeht, begeistert zeigt. Ob "Du sagst mir", dessen Text durch die kraftvolle, antreibende musikalische Begleitung in seiner lebensbejahenden Wirkung perfekt unterstützt wird oder "Die City schläft", das mit seinem unruhigen, energiegeladenen Beat das hektische Treiben einer nächtlichen Großstadt auch melodisch fühlbar macht - selten waren Text und Musik so einheitlich, homogen und intelligent aufeinander abgestimmt. Es mag abgegriffen klingen, aber wie sollte es auch funktionieren, wenn der eine Beat aus den USA stammt und der nächste aus Kroatien von einem Prdouzenten, den man nur vom Namen her kennt? Mit dem Resultat "Musikmaschine" vor Augen kann man Blumentopf nur dazu gratulieren, sich dieser gängigen Praxis einmal mehr versagt zu haben.

"Gern Geschehen" war ein gutes Album, zweifelsohne. Doch auch wenn die Reime saßen, die Beats für sich genommen überzeugten und so manche Textidee ("Manfred Mustermann") unbestreitbar originell ausfiel - hin und wieder machte sich der Eindruck breit, dass das Album etwas höhepunktlos dahinplätscherte, gerade musikalisch fehlte die Energie und den Songs beattechnisch die Eigenschaft, etwas einzigartiges zu sein. Auch waren die Beats nicht derart explizit auf die jeweilige Textidee angepasst.

Genau diesen Mangel hat Blumentopf nun erfolgreich kompensiert - und auch wenn die Texte diesmal inhaltlich und reimtechnisch nicht ganz so umwerfend wie auf "Gern Geschehen" ausfallen, die musikalische Vielfalt steigert die Hörbarkeit des Albums drastisch.

Anspieltipps: Du sagst mir, Lass die Show, Die City schläft, Du und ich
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am 29. September 2006
"Rap braucht heutzutage doch n bisschen mehr Text" so rappte Blumentopf auf ihrem Album 1A vor einigen Jahren. Das haben sich die Münchner auch weiterhin zu Herzen genommen und greifen vielfältige und interessante Themen auf, um sie musikalisch zu verarbeiten. Sei es Computerspielen, Menschen die sich verstellen, Beziehungskrisen, Skateboarding, Nachtschwärmer...auf dem neuen Album von Blumentopf werden viele Themen angesprochen, doch Kenner sind das von den Jungs auch gewohnt...

Ungewohnt aber mutig ist allerdings der weiterentwickelte Stil der Band, der sich einerseits aus dem ewig gleichen Mainstream-Rap deutlich hervorhebt, der aber auch im Vergleich zu älteren Alben der Band deutliche neue Akzente setzt denn: Direkt überschlagen vor Kreativität hat sich auf diesem Album ohne Zweifel DJ Sepalot...wo andere aufhören fängt er erstmal an. Er baut Akzente von Funk, Rock, Soul oder eingängig melodischer Popmusik in seine Beats, spielt mit Sounds von Computern, scratcht auf das Geräusch eines Skateboards und produziert mit seinen teilweise sehr melodischen Elementen richtige Ohrwürmer.

Dafür ein besonders großes Lob! Ohne Zweifel wird das aber grade bei alteingesessenen Hiphop-Fans zunächst für Verwirrung sorgen...ist es zu poppig? Ist es noch Hip-Hop?

"Rap ist nur ein Teich, es gibt soviel mehr" stellt die Band auf dem Album fest und baut hier und da auch mal die eine oder andere Gesangseinlage ein...

Kurzum: Das Album mag zwar anders klingen als beispielsweise das grandiose "Gern geschehen" dennoch machen die Münchner genau das Richtige: Sie treten nicht auf der Stelle, sie bleiben nicht gleich sondern sie entwickeln sich weiter und definieren sich neu und sorgen musikalisch für eine Überraschung.

Blumentopf - das war noch nie Mainstream-Rap, das war auch noch nie harter, schockender Underground-Rap...Blumentopf war immer schon ehrliche und leidenschaftliche Rap-Musik nahe am Leben. Und das ist Blumentopf immer noch. Was will man mehr?
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am 20. August 2006
Der Titel des neuen Topf Albums – Musikmaschine - trägt dem Inhalt kaum Rechnung.

Denn dabei herausgekommen ist eine musikalische Offenbarung, die vor Kreativität aus allen Nähten platzt. Man hört bei jedem Track den Bock auf das, was da passiert ist, was man da gemacht hat, ohne beschwerende Kopflastigkeit, ohne nach Charts schielendem Kalkül, ohne Breittreten von Klischees - und das ist die pure Wohltat. Insofern müßte das Album, wenn es denn nicht so uncool klänge, eher ‚Musikbombe’ heißen oder ‚Musikfeuerwerk’ oder so; es ist die zusammengefasste Schokoladenseite der Töpfe, sowohl in musikalischer als auch textlicher Hinsicht. Sie klingen so angekommen und rund wie man das nach zehn Jahren gemeinsamen Musikmachens nur kann und unterstreichen damit einmal mehr ihre Einzigartigkeit im deutschen Hip Hop-Getümmel.

Beim Hinhören vernimmt man hier vertontes Skateboardschreddern, da eine Komposition aus Spielkonsolengeräuschen, dann wieder Gitarrengeschrammel, das sich mit einer ordentlichen Portion Funk an synthetische Sounds schmiegt. Es würde auch nicht weiter Wunder nehmen, wenn sie bei der Produktion auch noch ihren Haushalt verwurstet hätten, auf der Suche nach Input und Ideen. Der genreübergreifende Einfallreichtum von DJ Sepalot und seinen Mitstreitern scheint grenzenlos zu sein.

Nach dem Intro wird man direkt von ‚Mehr’ abgewatscht, das einem sowas von in die Glieder fährt, dass man nach dem Hören sofort hinausstürzen und die Weltherrschaft an sich reißen will, vor lauter Positiv-gestimmt-Sein. Man freut sich schon auf die kommende Liveperformance und auf totales Ausflippen; das ganze Album ist mehrheitlich eine deutliche Einladung dazu.

Zwischendrin werden auch mal ruhigere Töne angeschlagen, z. B. mit dem balladesken ‚Du und ich’. Man muß seinen Hut vor Schu und Johanna ziehen, die es geschafft haben, das Ende einer Beziehung mit derartiger Grandeur, fast schon schmerzhaft, weil so wahr, durchseziert zu haben. Auf Gästeseite findet sich außerdem die bereits bestens bewährte Kombi Esther/Topf sowie Clueso und Amos, Kennern von DJ Sepalots ‚Fraud!’ Solo-Album vielleicht ein Begriff.

Wer dem Charme und der Ironie der Jungs bereits erlegen ist, sollte ‚Platz 80’ besondere Aufmerksamkeit schenken, ein sehr Blumentopf-typisches Liedchen, welches den geneigten Hörer mit einem dicken Grinsen beschenken wird.

Fazit: Da geht nicht nur einiges, sondern noch MEHR und man kann nur hoffen, dass einem die Töpfe in dieser Form noch lange erhalten bleiben.
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am 22. Oktober 2006
musikmaschiene ist mal ne ganz andere rap platte! aber das im positiven sinne! denn deutscher rap brauch mal abwechslung und das haben blumentopf perfekt gemeistert. sehr gute instrumentals und themen die ansprechen

besondere gänsehaut gibts bei "die city schläft" und "was du brauchst"

aber im grunde ist jeder track gut! auch wenn mich von ihren alben bis jetzt "eins a" immer noch am meisten flasht ist musikmaschiene ein meisterwerk! aber mehr gedacht für die reifen hiphop hörer und nicht für den kleinen gangster von nebenan p.e.a.c.e.
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am 28. Dezember 2006
...auch sicherlich nicht das beste Topf-Album(meiner Meinung nach immer noch Großes Kino).

Ich muss zugeben,dass ich das Album auch einige male durchhören musste bevor es richtig "klick" gemacht hat aber wenn man sich damit länger beschäftigt fällt einem auf, dass in Teilbereichen eine musikalische Weiterentwicklung nicht zu übersehen ist.

Die Beats passen meistens sehr gut zu den Raps(geben die Stimmung gut wieder) und sind sehr ausgefeilt. Es sind halt jetzt teilweise keine klassischen Hip-Hop Beats mehr(wegen der Bläser u.a.)gefallen aber großteils trotzdem.

Anspieltipps:

Du sagst mir, AEIOU, Du und ich, Dreamteam, Die Bretter die die Welt bedeuten und Ruhetag.

Trotz einiger Lieder die mir persönlich nicht so gut gefallen ein sehr geiles Album(auch für nicht HIP HOp Hörer)!

KAUFEN
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am 20. Oktober 2006
Ach, wie lange habe ich auf das neue topf-album gewartet. Zuerst war ich geflasht, da die neuen beats doch recht gut ins ohr gehen. dann, nach etwa einer woche voller musikmaschine, dachte ich: verdammt, ich will das nicht mehr hören! ich will "ihr kriegt uns nicht still", ich will "tag 1", ich will "da läuft was schief"! kurz: das viele gesinge, die modernen beats und der fehlende wortwitz gingen mir auf den keks. ich wollte die weiterentwicklung nicht akzeptieren und den "alten" topf. dazu muss man sagen: ich bin erst seit einem dreiviertel jahr topf-fan. man möge mir trotzdem nicht jegliche qualifikation absprechen, diese rezension zu schreiben, da ich immerhin alle topfalben intensiv gehört habe.

Vor kurzem die Erkenntnis: will ich wirklich, dass sich der topf nicht weiterentwickelt? so wie all die bushidos, flers, aggrodingsbumsens dieser welt? es wäre tödlich langweilig, zehnmal einen "danke"-track zu hören! also ab in mein zimmer und die musikmaschine wieder rein. und siehe da: es rockt! der fehlende wortwitz, das gesinge von specht und die beats bleiben, aber es ist ja auch musikmaschine, und nicht "eins a" oder "kein zufall". außerdem gibt es durchaus auch tracks im alten style: "schweiß", "die bretter, die die welt bedeuten", "aeiou" oder "ruhetag" sind topf-flow pur.

Jetzt auch noch was zu holunder: ich kann meinem vorredner nur voll zustimmen! alles, was ich auch gesagt hätte, hat er schon geschrieben und mich somit auch zum verfassen dieser rezension animiert, da ich gemerkt habe, dass ich nicht der einzige bin, der so denkt. holunder nimmt einen auf dem einzig wirklich langen track mit auf eine reise durch die skater-welt, von der ich zwar nichts verstehe, die aber dennoch mit schönen wortspielen und holunders ruhiger, unaufdringlicher stimme sowie mit tollen cuts von sepalot begeistert. danke hierfür!

danke auch dem gesamten topf, der sich nie verstellt hat und seinem motto treu bleibt: "vielleicht werd ich nich reich damit, doch ich werd high davon, mir reicht das schon, wers nicht checkt, der sollte schleunigst weiterkommn." in diesem sinne an alle negativ-rezensenten...

möge auch diese platte ihre verdienten 4 einhalb sterne erhalten, wie alle topfalben zuvor auch.
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am 6. Oktober 2006
Der Topf ist zurück und sich insofern treu geblieben, dass er seinen grundsätzlichen Stil - wie immer - beibehalten hat, aber auch - wie immer - in eine Richtung gelenkt hat, in der er vorher noch nicht war.

Das ist vor allem an zwei Aspekten zu merken:

Musikmaschine ist das musikalischste Album des Topfes und

die Texte sind etwas ernster geworden

Allgemein:

Flow: Auch wenn manch einer vielleicht dachte, besser ginge es nicht, hat der Topf noch einmal einen drauf gesetzt damit, dass er auch bei schwer zu handhabenden Beats wie z.B. Lass die Show permanent souverän flowt.

Reime: Die Reime sind wie gewohnt gut, allerdings auch nicht besser geworden. Das Level von der Zeit zwischen Großes Kino und Eins A haben sie reimtechnisch nicht wieder erreicht.

Inhalte: Blumentopf hat es auf `s neue geschafft, Ideenreichtum zu beweisen und einige Tracks sind auch dabei, die zwar keine neue Idee aufweisen, aber eine alte unter einem bestimmten neuen Aspekt beleuchten (z.B. "Du und Ich", "Die Bretter, die die Welt bedeuten"). Insgesamt sind die Texte weniger witzig als bisher.

Beats: Die Beats gehören nach allen Regeln der Musik zu dem besten, was man im deutschen Hip Hop findet. Das sollte jeder einsehen.

Fazit: Das Album ist anders, aber keineswegs schlechter als die anderen von Blumentopf. Das einzige Manko sind die fast gänzlich fehlenden Wortspiele, für die der Topf in Zeiten von Großes Kino so berühmt war.

Dieses Album ist gefundenes Fressen für jeden Fan von allgemein guter Musik. Wer allerdings auf eine bestimmte Disziplin (Battle, Storrytelling, Wortspiele, Vergleiche etc.) Wert legt, der wird vielleicht nicht fündig, weil Musikmaschine hierfür zu vielfältig ist.
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am 3. Dezember 2006
Nun also das 5. Album der Münchner Rapper. Von mir persönlich hatte es sicher mit einer immens hohen Erwartungshaltung zu kämpfen, die vielleicht nicht unmaßgeblich dazu geführt hat, dass es "nur" 4 Sterne werden.

Der Sound ist anders als der der vorigen Alben. Man spürt eine Entwicklung, die man so wohl auch zwischen den bisherigen Alben konstatieren kann.

Mit dem Sound der früheren Werke hat dies nur noch wenig gemein. Die Untermalung der Texte, die auch etwas gereift sind und nicht mehr ganz so viel Humor aufweisen, wirkt alles in allem musikalischer, was auch damit zu tun haben könnte, dass die Instrumentals größtenteils mit "echten" Instrumenten eingespielt wurden. Einflüsse aus Jazz, Funk, etc. (jene Musik, die die Band-Mitglieder auch teilweise privat hören) sind durchaus vernehmbar und machen das Album für mich zu einem echten Leckerbissen.

Die Bandbreite von Liedern dieses Albums reicht von Party bis Storytelling, wie man das auch vom Topf gewohnt ist. Liebhabern des Topf-Sounds sei an dieser Stelle auch die live-Performance der 5 zu empfehlen. Einige Lieder des Albums wirken besonders und in erster Linie live überragend.

Fazit: Eine Hörprobe ist Muss, wenn man den Topf mag oder ihn nicht kennt. Wenn man ihn aber liebt, kann man sicher einen Blindkauf empfehlen.
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am 24. Februar 2007
Dass es dem TOpf wirklich nur um gute Musik geht, ist mit diesem Album wieder einmal einwandfrei bewiesen. Jeder Song für sich ist ein Highlight: die Texte genial, und doch so direkt; die Musik und Beats von Sepalot passen wieder einmal perfekt dazu, und außerdem hört man wieder mal den ganz eigenen, unbeschreiblichen Charakter vom Topf heraus.

Als ich mir das Album das erste Mal angehört habe, war ich nicht sooo begeistert, doch ich musste mich erst mal "reinhören", um ihre Songs so richtig zu entdecken und zu "begreifen". Und dann haben sie mir umso besser gefallen.

Sie dann noch live zu sehen, war einfach der Hammer. Live bekommt alles noch mal seine ganz besondere Note. Ich kann wirklich allen (nicht nur Fans) wärmstens empfehlen, auf ein Konzert zu gehen und so richtig abzugehen! UNBESCHREIBLICH UND UNVERGESSLICH!

Also, kauft euch das Album und HÖRT es euch an! OFT! ich kann es mir die ganze Zeit anhören, und bekomm trotzdem noch nicht genug davon!
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