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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
6
4,5 von 5 Sternen
Beethoven, Ludwig van - Fidelio
Format: DVD|Ändern
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am 17. Juli 2013
Das ist halt was für uns "alte" Opernfans. Eine Inszenierung a la Original, tolle Stimmen, tolle Schauspieler. Und das beste ist der Dirigent: Bernstein wie er leibt und lebt! Ich hatte manchmal wirklich Angst, er könnte vom Dirigenten-Podium fallen, wie er sich in die Musik "hineingeworfen" hat! Wirklich sehr zu empfehlen!
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am 8. Mai 2012
Der große Ludwig van Beethoven hinterließ der Nachwelt nur eine einzige Oper, "Fidelio". Der Meister selbst soll von diesem Opus gesagt haben, dass es ihm "die größten Geburtsschmerzen gemacht habe". Und in der Tat oblag es zahlreichen Umarbeitungen, es existieren durchaus auch andere Versionen, die unter dem Titel "Leonore" laufen. Die insgesamt vier Ouvertüren, die Beethoven schrieb, legen noch heute darüber Zeugnis ab. Überhaupt dürfte es den Komponisten verdrossen haben, dass nur wenige seiner Vokalwerke größeren Anklang fanden, indes ihm das gesungene Wort immer sehr am Herzen lag.
Freilich schuf Beethoven mit "Fidelio" keinen radikal neuen Beitrag zum Operngenre, doch ist das Werk allein wegen seiner brillanten musikalischen Darstellung mehr als hörenswert. Und wenn am Ende die Idee der Brüderlichkeit unter allen Menschen - gleich welchen Standes - hervorschimmert, wird der Hörer in denselben Rausch versetzt, wie ihn etwa die sogenannte "Chorfantasie" oder die Neunte evozieren.
Die Handlung nach dem Libretto von Joseph von Sonnleithner ist schnell erzählt. Leonore, als Mann verkleidet und auf den Namen "Fidelio" hörend, gelangt mit Hilfe des Kerkermeisters Rocco zu ihrem vor Jahren verschwundenen Gatten Florestan, der der Willkür Don Pizarros anheim gefallen ist. Der Coup gelingt, wenn auch nicht für alle gleich zufrieden stellend...

Die vorliegende Inszenierung durch Otto Schenk und Günther Schneider-Siemßen entstand Anfang 1978 und kann folglich über einige Mängel, was Ton- und Bildqualität betrifft, nicht hinwegtäuschen. Das angenehme Bühnenbild, die Kostüme sowie die Requisiten sind klassisch-schlicht gehalten.
Die musikalische Umsetzung durch Leonard Bernstein zusammen mit dem Orchester der Wiener Staatsoper ist allererste Sahne. Bernsteins Ausflüge in den Bereich der Oper lassen sich ja an zwei Händen abzählen; doch was er hier leistet, ist aller Ehren wert. Er stachelt die Wiener zu Höchstformen an, lässt das Plenum frisch und transparent erklingen. Perlende Nuancen reihen sich an farbig-schattige Facetten. Es nimmt nicht wunder, dass Bernstein mehrmals von tosendem Beifall empfangen wurde.
Hinzu kommt die brillante gesangliche Leistung des Chors der Wiener Staatsoper. Glasklare Akzente setzen auch die Solisten, namentlich die wunderbar inbrünstige Gundula Janowitz als Fidelio/ Leonore, der authentisch-frische René Kollo als Florestan, der berührend-natürliche Manfred Jungwirth als Rocco sowie die liebreizend-zierliche Lucia Popp als Marzelline. Die anderen Solisten zeigen in eben dieser Perfektion ihr musikalisches wie schauspielerisches Talent in entzückendem Maße und lieferen damit ein Gesamtpaket, das nicht nur technisch, sondern auch menschlich überwältigt...
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am 21. Februar 2012
Der Vorkritiker hat etwas gegen die Inszenierung geschrieben. Mag sein, dass man in der Personenführung mehr herausholen kann, aber insgesamt ist es ein Fidelio und kein anderes Stück, dass gleichzeitig mit der Oper Fidelio läuft. Und das ist gut so.
Die Aufnahmetechnik ist altersbedingt nicht so wie sie heute wäre. Das ist klar.
Bernstein: Ich bin kein Fan von ihm. Abgesehen von einem etwas langsamen Finale ist es aber eine wirklich gute Aufführung. Keinerlei weitere Einschränkung.
Janowitz gefällt mir gut bis zum Quartett im zweiten Akt (gemeint Pizzaros Auftritt); dann kämpft sie und ihre Töne tönen nicht immer so gut. Sotin und Jungwirth hatten nicht ihren besten Abend, wobei der Pizarro sehr schwer zu besetzen ist (auch bei Studioaufnahmen sind die Sänger selten so, wie ich es gerne hätte; der Rocco ist hingegen eher einfach überzeugend zu besetzen). Der Rest ist aber sehr sehr fein. Und für mich als Wiener und Staatsopernbesucher Alfred Sramek (2. Gefangener) so jung zu sehen, war berührend.
Insgesamt: Eine sehr gute Aufführung, sehr zu empfehlen.
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am 11. November 2006
Hier muss man mit Kms. Gundula Janowitz anfangen, sie singt und spielt eine traumhafte Leonore und Kms. Lucia Popp als Marcellina ist da endlich keine Soubrette sondern ein sicherer Sopran, und alles was diese beiden Damen machten war immer von einer Stimmsicherheit und kam von tiefer Seele. Bei den Herren muss man sagen, dass alle gut und herrlich sind René Kollo als Florestan berauschend gut, Der Pizzarro eine etwas unsympatische Rolle wird aber durch die Austrahlung von Hans Sotin wieder eigentlich sympatisch. Adolf Dallapozza als Jaquino, unheimlich jung und gut, Manfred Jungwirth als Rocco väterlich und Hans Helm als Don Fernando wie ein gütiger Herrscher. Auch beim Gefangenchor ist Karl Terkal immer gut gewesen und Alfred Sramek sehr gut bei Stimme. Und die Wiener Philharmoniker unter Leonard Bernstein, so präzise und klangvoll mit den Staatsopernchor. Die Inszenierung stimmt vorne und hinten, was bei Prof. Otto Schenk ja kein Wunder ist, und das Bühnenbild von Günther Schneider-Siemssen ist weder drückend eng und das Schlußbild mit der Zugbrücke enorm wirksam. Das war noch in der Glanzzeit der Wiener Staatsoper, wo noch Oper richtig inszeniert wurde, im Jahr 1978.
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am 25. Januar 2013
Daß dieses Werk Beethovens Sorgenkind war mußte am Unvermögen, diese Oper auf die Bühne „zu zaubern“, gelegen haben. Mir ist das unverständlich, denn beim Anhören der Musik sieht man ja klar vor sich, was da im Sinne Beethovens geschieht. Die Musik drückt unmißverständlich aus, was die Personen fühlen und denken. Hätte Gundula Janowitz das schauspielern ihrer Gefühle unterlassen, wäre das besser gewesen. Das „Oh namenlose Freude“ ging dabei jedenfalls kaputt. Davon abgesehen würde ich diese Vorführung zu den guten zählen, glaube aber nicht, daß sie die Bezeichnung „Sorgenkind“ hätte auslöschen können.
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am 14. Februar 2008
Um mal mit einem Punkt anzufangen, der sonst nie erwähnt wird: der Abschlussapplaus. 1978 in Wien, Bernstein mit einer seiner wenigen Opernproduktionen.
Die Sänger kommen heraus und werden freudig gefeiert. Vor allem Gundula Janowitz lächelt überhaupt nicht. Auch nicht beim zweiten Mal. Erst als nach einigen Vorhängen Bernstein selbst mit auf die Bühne kommt, zieht ein Lächeln über ihr Gesicht.

War sie so ergriffen von der Aufführung, mit einem Kollegen oder ihrer eigenen Leistung unzufrieden ? Man weiss es nicht. Kann nur feststellen, sie lächelt nicht, eigentlich ist im ganzen Team viel Ernst.

Als Bernstein dann auf die Bühne kam, toste der Saal.

Zur Aufführung : klassisches Theater mit viel "Realismus", aber weniger Psychologie. Beispiel: Marzelline. Wie Flimm es in seinen Inscenierungen zutreffend erkennt, ist sie Verliererin, kann also nicht in den Jubel einstimmen. Anders Schenk. Er lässt sie mitjubeln, nachdem sie gerade den Schock verarbeiten muss, dass der Mensch,den sie eben noch zu heiraten gedachte, eine Frau ist. Nicht überzeugend.

Interessant die Rolle der Leonore. Stimmlich ist Frau Janowitz dieser Partie kaum gewachsen. Auch schauspielerisch fällt ihr das Auftreten als starke Frau schwer. Sie muss in der dramatischen Scene von ihrem so geschwächten Gemahl Florestan gestützt werden, der eigentlich dem (Hunger)Tod nahe hier viele Aktivitäten entwickelt. Nicht überzeugend.

Grossartig vor allem die Wiener Philharmoniker und Leonard Bernstein.Fidelio- das war ein Stück nach seinem Gusto. Dieses Pathos war seines. Der Jubel seiner. Wegen seiner Leistung lohnt sich diese Aufführung zu sehen und zu hören.
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