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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
4
Die Walküre
Format: Audio CD|Ändern
Preis:18,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

TOP 1000 REZENSENTam 12. Juli 2012
Es sollte der Auftakt zu einer Studioaufnahme von Richard Wagners 'Der Ring des Nibelungen' werden, doch es blieb bei der Walküre. Bedauerlicherweise verließ Wilhelm Furtwängler der Lebenswille, und er starb nur zwei Monate nach dieser Produktion (28. September bis 6. Oktober 1954) an einer Lungenentzündung. Es ist die letzte Studioaufnahme eines Ausnahmekünstlers, der solchen lange skeptisch begegnete, da er der Technik nicht traute.

Die Oper fesselt von Anbeginn. Furtwängler läßt das Vorspiel stürmen, so daß man Siegmunds Hast und Erschöpfung förmlich spürt, wenn er eintritt und nach Ruhe sucht. Dieser Einstieg in das Drama zeigt, wie Furtwängler die Oper sieht. Man merkt nichts von der Lebensmüdigkeit, die den 68jährigen Meister bereits erfaßt hatte.

Furtwängler schafft eine 'wahrhaftige' Walküre - kein unnötiger Pathos, kein überflüssiges Feuerwerk, stattdessen ein reines Drama. Nichts Künstliches ist an diesem Werk. Vielmehr habe ich stets das Gefühl, nie eine solche authentische Walküre gehört zu haben. Alles paßt hier zusammen, und es wirkt, als habe Furtwängler einen zutiefst menschlichen Zugang zum Drama gefunden.

Neben dem herausragenden Dirigat des Meisters zeigen sich die Wiener Philharmoniker von ihrer besten Seite. Es gibt nur wenige Orchester, die das Zeug haben, so zu spielen. Gleichzeitig komplettieren die Sänger die Perfektion der Aufnahme. Mit Leonie Rysanek und Ludwig Suthaus standen eine großartige Sieglinde und ein großartiger Siegmund bereit. Martha Mödl als Brünnhilde und Ferdinand Frantz als Wotan bilden das zweite kongeniale Paar dieser Einspielung.

Bereits seine hochgelobte und noch heute unübertroffene Studioaufnahme von 'Tristan und Isolde' mit dem Philharmonia Orchestra (1952) hatte Furtwängler eines Besseren belehrt: Die Technik ließ schon gute Aufzeichnungen zu. Das ist auch bei dieser ursprünglich für die EMI gemachten Aufnahme der Fall. Die Qualität ist für 1954 sehr gut. Es gibt ein kleines Hintergrundrauschen, aber das ist in Anbetracht der Klarheit der instrumentalen und gesanglichen Stimmen absolut nachrangig.

An dieser Walküre ist nur eines bedauerlich: Es folgten ihr nicht die drei anderen Teile des Rings. Auf drei CDs gebannt, legt Naxos hier ein Meisterwerk ohne Abstriche vor!

(Das Begleitheft ist komplett in englischer Sprache.)

+++ ERGÄNZUNG vom 1. November 2013:

Als klangliche Alternative liegt die Membran-Veröffentlichung der Walküre aus dem Jahr 2008 vor.
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am 24. Mai 2013
keine frage, furtwänglers einzige emi-studio-produktionen von wagners >tristan< und >walküre<
haben noch heute, zum 200er-wagner-jubiläum, einen referenz-status, der durch keine neuaufnahme
ernsthaft infrage gestellt resp. übertroffen wird - jenseits aller mono-klang-erwägungen.
durchaus erstaunlich, bei all dem technischen und musikantischen fortschritt - und allenfalls,
bezüglich >walküre<, durch andre emi-oldies wie walter und karajan z.t. relativiert.

durchaus bedenklich, in zeiten der multi-media-hightec seligkeit und zunehmender verarmung von
differenziert-sensibilisierter wahrnehmung der qualität tradierter klang-valeurs.
als eigner der originalen, alten schallplatten-pressungen und durchaus klangverwöhnt, kann ich
den klangexperten der naxos-comp. nur danksagen, wie sie die alten emi-aufnahmen so vorzüglich
transferriert haben -
auch ev. als ansporn für die alte >emi<, furtwänglers >walküre< und >tristan< endlich und nur
ein mal als sacd-master zu veröffentlichen, wie so wie manch andres zuvor -
ein marketing-rätsel, unverständlich-!
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am 8. Juli 2007
Nach zwei Mitschnitten des gesamten Rings des Nibelungen aus Italien legte Wilhelm Furtwängler mit dieser Aufnahme 1954 erstmals eine Studioaufnahme der Walküre vor - die dann kurz darauf zu seinem musikalischen Vermächtnis wurde und bis heute ihren Platz in der Reihe der besten Aufnahmen der Oper bewahrt hat.

Trotz seiner wie immer eher langsamen, detailverliebten Tempi schafft Furtwängler am Pult der aufmerksamen Wiener Philharmoniker eine sehr persönliche Interpretation von größter Spannung und Intensität.

Bei der Besetzung griff Furtwängler weitgehend auf vertraute Künstler zurück:

Ferdinand Frantz war schon in beiden italienischen Aufnahmen sein Wotan gewesen. Der heute fast vergessene, früh verstorbene Sänger war ein sehr musikalischer, intelligenter, auch stimmlich souveräner Heldenbariton - in der Rückschau der vielleicht rundum überzeugendste Wotan aller Gesamtaufnahmen.

Auch Martha Mödls Brünnhilde kannte Furtwängler schon aus seiner römischen Radio-Aufnahme. Die ehemalige Altistin hatte nicht die strahlenden Trompetentöne einer Birgit Nilsson zur Verfügung. Dafür gibt sie der Rolle eine Intensität, eine Verletzlichkeit, eine Ausdruckskraft, die bis heute von keiner anderen Darstellerin erreicht, geschweige denn übertroffen worden sind - eine Singschauspielerin im besten Sinne des Wortes.

Ludwig Suthaus hatte sich zwei Jahre früher als überragender Tristan in Furtwänglers legendärer Einspielung von Tristan und Isolde für den Siegmund empfohlen. Er ist mit seiner etwas gaumigen Stimme kein vordergründig strahlender Held, sondern ein verzweifelter, getriebener Charakter - auch er ist ein Interpret, der genau weiß, was er singt.

Gottlob Frick, der majestätisch-düstere Hunding dieser Einspielung, ist ebenfalls ein alter Bekannter (nicht nur) in dieser Rolle und gestaltet sie gewohnt souverän.

Besonders wertvoll ist die Aufnahme schließlich auch wegen der Fricka von Margarethe Klose, der vielleicht bedeutendsten Wagner-Altistin der 30er und 40er Jahre, die aber leider nur wenige Studioaufnahmen hinterlassen hat.

Die einzige "Neue" in diesem eingespielten Ensemble ist Leonie Rysanek als Sieglinde - in dieser Rolle hatte sie bei den Bayreuther Festspielen 1951 ihren internationalen Durchbruch gefeiert und galt seitdem als weltweit führende Interpretin der Rolle. Auch sie passt mit ihrer dunkel glühenden Stimme, ihrer immer mehr auf Ausdruck als Schönklang zielenden Interpretation perfekt zu den übrigen Sängern.

Insgesamt also kann man hier eine einmalig geschlossene Interpretation ohne einen einzigen Ausfall erleben - für mich nach wie vor die beste Aufnahme der Walküre überhaupt, trotz Monoklang.
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am 22. Dezember 2009
Das Sängerpaar Brünnhilde - Wotan (Martha Mödl - Ferdinand Frantz) bietet überragenden Wagnergesang. Wieder und wieder habe ich mir die "dritte" CD angehört beginnend mit "... hier bin ich Vater, gebiete die Strafe..." um zu verstehen, warum die Aufnahme so anrührt. Verbal erklären kann ich es letztlich nicht. Ich bin jedenfalls begeistert... und sehr zufrieden, dass ich durch Empfehlung auf die Aufnahme gestoßen bin...
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