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am 12. Februar 2007
In gewohnter Manier präsentiert uns Herreweghe auch Bach`s h-moll Messe als himmlische Engelsmusik, die Leben und Tod verklärend, hoch über den irdischen Mühsälen zur Erlösung des Menschen erklingt. Ein immerwährender Fluss durchwebt die Sätze, welche scheinbar von dem wogenden Generalbass als Fundament getragen werden. Wo sich manche Dirigenten beim "Kyrie" oder "Credo" in einem unendlichen Sumpf der Längen verlieren, kitzelt Herreweghe mit geschickten Dynamikwechseln einen Spannungsbogen nach dem anderen aus dem Notentext. Der Chor intoniert sehr sauber und dessen lupenreine Stimmen verweben sich sanft ineinander. Besonders ausdrucksstark ist wieder der Männerchoralt.

Auch die Vokalsolisten fügen sich in das Konzept: Andreas Scholl brilliert in einem spärischen "Agnus Dei", Christoph Pregardien und Johanette Zomer gestalten das "Domine Deus" leichtfüßig, Hanno Müller- Brachmann bewegt sich mühelos durch das "Quoniam". Was könnte man also bemängeln?

Der Text der H-moll Messe verlangt ähnlich den Passionen nach einer sinnhaften musikalischen Deutung. Leid und Freude stehen eng beieinander und dies soll auch durch die Musik rüberkommen. Herreweghe schafft(will?) es jedoch nicht, aus dem Schönklang wirkliche Affekte herauszuholen. Zu zaghaft gerät der Jubel im "Et resurexit" und "Osanna", zu oberflächlich das "Crucifixus". Dennoch bewegt sich diese Aufnahme rein Musikalisch in der obersten Liga.

Leider sind Abstriche bei der Klangqualität zu verzeichnen, die den Hörgenuss erheblich einschränken: Insgesamt sehr breiig, die Pauken dröhnen dumpf und laute Stellen sind übersteuert, was mit einer Klangverzerrung einhergeht.
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am 19. September 2009
Von vielen Musikhistorikern wird dieses Werk für "das beste aller Zeiten und Völker" gehalten, allerdings auch für einen "kaum auszulotenden Kosmos", also nur schwer richtig und tiefgründig genug zu interpretieren.
Jedenfalls ist mir der Zugang beim Hören als junger Mann nicht leicht gefallen, schon weil der Messtext ja keine dramaturgischen Ansätze bietet wie etwa die Ostergeschichte für die Matthäuspassion. Live-Interpretationen von Laienchören erschweren ihn noch mehr, weil sie den Anforderungen des Werkes in der Regel nicht gewachsen sind. Und schließlich konnte ich früher die Konzentration über die fast zweistündige Dauer der Messe nicht halten, weil ich nicht gut genug verstehen konnte, was musikalisch vor sich geht. Nach unzähligen Hördurchgängen über viele Jahre kommt sie mir nun kurzweilig und musikalisch ungeheuer spannend vor. Bei einem Berufsmusiker dürfte das zwar schneller gehen, aber drei der vier Aufnahmen, die ich auf CD besitze, erwecken den Eindruck, daß die Chöre/Orchester nicht entspannt musizieren, da möglicherweise nicht lange genug geprobt worden ist und/oder, daß der gewählte Interpretationsansatz nicht so plausibel ist wie bei Herreweghe und daher ein Rest von Nervosität und Spannung verbleiben mußte. Er allein findet perfekte Lösungen für Agogik und Rubato. Der historischen Aufführugspraxis entsprechend läßt er zwar auch staccato spielen, aber es wirkt nicht gehackt, gestampft oder trivial wie stellenweise bei den Kollegen sondern ist in einen faszinierenden rythmischen Fluß eingebunden, der kontinuierlich alle Teile des Werkes durchströmt und verbindet. Dies trifft auf den Chor wie das Orchester gleichermaßen zu. Beide sind außerdem perfekt zusammen, intonieren makellos und erleichtern so ungemein das Durchhören der Stimmen und der vertikalen harmonischen Bezüge.
Bezeichnenderweise kommt der Eindruck von Virtuosität" nicht auf. Technische Schwierigkeiten muß dieses Ensemble schon so lange hinter sich gelassen haben, daß Muskelspiele abwegig wirken würden und nur noch das wunderbar interpretierte Werk selbst auffällt.

Daß Gefühle hier so eruptiv ausgedrückt werden müßten, wie in den Passionen halte ich für falsch. Die Texte der Messteile stehen nun einmal einer distanzierter zurückschauenden Gebetsformel und ihrer Heilsgewißheit näher als der szenische biblische Bericht der Leidensgeschichte Jesu, deren Ausgang lange offen bleibt und von Pilatus ja anders gewollt war. Trotzdem hat Herreweghes Gloria den Ausdruck strahlender Freude, das Kyrie den einer verzweifelten Bitte usw., die adäquaten Gefühle sind also alle vorhanden.

Die Solisten sind großartig, Zomer und Gens, wobei letztere von innen zu leuchten scheint, Scholl, Pregardien, Müller-Brachmann. Kooy, den ich auf anderen Aufnahmen wunderbar finde, könnte ganz leicht indisponiert gewesen sein oder der junge Kollege hat ihn verunsichert.

Die Aufnahmetechnik bietet leider ein zwiespältiges Bild. Akustik des Aufnahmeraums und Mikrofonierung sind exzellent, selbst mit Kopfhörer sind die einzelnen Stimmgruppen symmetrisch und sauber getrennt in der Tiefe des Raumes zu hören, auch die Orchesterstimmen weiter vorne. Jedoch gibt es leider leichte Übersteuerungserscheinungen bei lauten Stellen des Chorsoprans und auch einen leichten Kammfiltereffekt beim Solistenmikrofon während eines Solos von Scholl. Beides habe ich zunächst zurechtgehört", da ich von der musikalischen Leistung sosehr beeindruckt war. Dann habe ich es auf meinen Kopfhörer geschoben aber auf meiner großen Anlage war es deutlicher zu identifizieren.
Dem ungeübten Hörer wird beides wahrscheinlich nicht auffallen. Es kann mich keinesfalls dazu bringen für diese Aufnahme weniger als fünf Sterne zu vergeben. Wenn ich sie selbst gemacht und mit diesen Fehlern abgeliefert hätte, würde ich mir allerdings Vorwürfe machen, obwohl ich nur Amateurtonmeister bin.
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am 12. Juni 2002
Wieder einmal beweist Philippe Herreweghe mit seiner Neueinspielung der h-Moll Messe, daß er mitsamt seinem herausragenden Chor und Orchester ganz vorn an der Spitze der Bach Interpreten steht. Chor und Orchester spielen unerreicht homogen und durchhörbar, allerdings nie auf Kosten eines warmen und durchdringenden Klanges. Besonders die Holzbläser im belgischen Ensemble sind die unersetzbaren Grössen für das Klangbild dieser Aufnahme. Die Solisten singen allesamt auf hohem Niveau, besonders Johanette Zomer und Christoph Prégradien sind hier hervorzuheben. Die Tempi wählt Herreweghe wie immer mit Feinsinn und der richtigen Empfindung für den Gestus der Sätze - nie vergreift er sich, wie manchesmal seine holländischen oder englischen Kollegen. Insgesamt eine Aufnahme die in jeden Plattenschrank gehört!!!
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am 28. Januar 2007
In gewohnter Manier präsentiert uns Herreweghe auch Bach`s h-moll Messe als himmlische Engelsmusik, die Leben und Tod verklärend, hoch über den irdischen Mühsälen zur Erlösung des Menschen erklingt. Ein immerwährender Fluss durchwebt die Sätze, welche scheinbar von dem wogenden Generalbass als Fundament getragen werden. Der Chor intoniert sehr sauber und dessen lupenreine Stimmen verweben sich sanft ineinander. Besonders ausdrucksstark tritt der Männer- Choralt manchmal hervor.

Auch die Vokalsolisten fügen sich in das Konzept: Andreas Scholl brilliert in einem spärischen "Agnus Dei", Christoph Pregardien und Johanette Zomer gestalten das "Domine Deus" leichtfüßig, Hanno Müller- Brachmann bewegt sich mühelos durch das "Quoniam". Was könnte man also bemängeln?

Der Text der H-moll Messe verlangt ähnlich den Passionen nach einer sinnhaften musikalischen Deutung. Leid und Freude stehen eng beieinander und dies soll auch durch die Musik rüberkommen. Herreweghe schafft(will?) es jedoch nicht, aus dem Schönklang wirkliche Affekte herauszuholen. Zu zaghaft gerät der Jubel im "Et resurexit" und "Osanna", zu oberflächlich das "Crucifixus". Dennoch bewegt sich diese Aufnahme rein Musikalisch in der oberen Liga.

Leider sind Abstriche bei der Klangqualität zu verzeichnen, die den Hörgenuss erheblich einschränken: Insgesamt sehr breiig, die Pauken dröhnen dumpf und laute Stellen sind übersteuert, was mit einer Klangverzerrung einhergeht.
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