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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
4
Deadly Nam
Format: DVD|Ändern
Preis:29,99 €+ 3,00 € Versandkosten

1-2 von 2 Rezensionen werden angezeigt(5 Sterne). Alle 4 Rezensionen anzeigen
am 25. August 2006
Inhalt: Eine Gruppe junger GIs wird mit einem Helikopter tief im vietnamesischen Dschungel abgesetzt. Ihr Ziel: einen sicheren Weg für die nachrückenden Truppen auskundschaften und einen strategisch wichtigen Flussübergang sichern. Ihr Problem: Booby traps, unsichtbare und zahlenmäßig überlegene Gegner, Hitze. Willkommen in Nam, Deadly Nam.

Bewertung: Na, kommt die Geschichte bekannt vor? Schon mal gesehen? Gut, denn in erster Linie ist DEADLY NAM eine Parodie auf all die Celluloid-Verbrechen im südostasiatischen Dschungel der letzten 30 Jahre. Quasi ein Arschtritt für Chuck Norris (Missing in action), Sylvester Stallone (Rambo) und Michael Dudikoff (Soldier Boyz), aber so witzig inszeniert, dass wahrscheinlich sogar die drei lachen müssten, wenn sie den Film bei einer Dose Bohnen am Lagerfeuer sehen und sich selbst ihre Wunden ausbrennen...

Was als reines Spaßprojekt einiger Freunde aus Bremen und Umgebung begann, erlangte während der Dreharbeiten mehr und mehr Aufmerksamkeit, auch über die Grenzen der Hansestadt hinaus. Bild-Zeitung, Playboy, taz, N3, auf einmal interessierten sich eine Menge Leute für den "ersten norddeutschen Vietnamfilm". Was ist so faszinierend daran, wenn ein paar Mit-Zwanziger in Army Klamotten durch den Wald rennen? Nun, da gibt es so Einiges...

Die Anzahl der eingebauten Klischees beispielsweise ist höher als der Testosteronspiegel von Dolph Lundgren. Es gibt den väterlichen Seargent Frank Castle (Hendrik Thiele), die stumpfe Kampfmaschine Dave Machowski (Hauke Hirsinger), den "Feigling" James Oddman (Lars Krolik), den kiffenden Surfer Shane Powell (Christoph Müller), den lautlosen Scout Dexter Mulland (Urs Peter Hagedorn), den nicht zu beneidenden Funker Eric McGreen (Florian Gillwald), den etwas zu neugierigen Medic Sam Parker (Philip Brandt), die ständig Zigarre rauchende menschliche Abrissbirne James Rockwell (André Fuhrmann) und den Sidekick des Seargents, das erfahrene Frontschwein Dick Brewbacker (Samuel Müller). Die Figuren sind alle sehr unterschiedlich, haben einen hohen Wiedererkennungswert und sind deshalb schon von ihrer Anlage her für ein paar Lacher gut. Hinzu kommen Gastauftritte von Sven Schönmann (Sänger der Band Just Went Black) als Afro-Amerikaner Ramses und Philip Steinke (ehemaliger Bassist von Force Of Change) als durchgeknalltes Mitglied einer aufgeriebenen Tiger-Forces-Einheit, sowie ein unvergesslicher Cameo von Regisseur Markus Hagen als Helikopter-Pilot mit Bud-Spencer-Optik und ein vietnamesischer Kommandant, der akkustisch frapide an Hitler erinnert. Da außerdem fast alle Darsteller mit mehr oder weniger starkem norddeutschen Akzent agieren, stellt sich eigentlich von Beginn an ein Dauergrinsen beim Betrachter ein.

DEADLY NAM driftet aber nie ins Alberne und Sinnlose ab. Im Vordergrund steht der Versuch der Soldaten aus der "grünen Hölle" zu entkommen. Außerdem sind die Ausstattung (Uniformen, M16, Kalaschnikov, sogar DIE Rambo-Knarre M60 ist mit von der Partie), die Effekte (Mündungsfeuer, Sprengfallen, Raketeneinschlag) und der Sound (genial pathetischer Score von Jan Glembotzki und 2 brachial Songs der Metal-Kombo Minion) aller Ehren wert. Selbst der deutsche Wald macht sich Dank üppigem Farn, Sümpfen und Hochsommer überraschend gut als Dschungel-Ersatz. Das 'Setting' des Films ist wirklich gelungen, und gerade deshalb wirken die Szenen und Sprüche so tierisch witzig.

Da erzählt der Super-Killer Mulland in einem grandiosen Flashback todernst, wie sein Vater von einem "riesigen Grizzzzly" dahingerafft wurde und er mangels Kraft und Körpergröße nur sein Herz mitnehmen konnte. Logisch, dass dann auch einer der gefallenen Kameraden dieser unkonventionellen Transportprozedur überstellt wird... Schön auch, wenn darauf hingewiesen wird, dass McGreen nur deshalb ein so herausragender Funker geworden ist, weil er dieses "Handwerk" schon als 6 Jähriger von seinem Fernfahrer-Vater erlernt hat. Diese und andere Informationen aus dem Off werden dem Zuschauer übrigens von Ex-Mister-Universum Ron Matz mitgeteilt - ein weiteres Highlight des Films. Unschlagbar sind die häufig eingestreuten Phrasen. McGreen etwa zischt mit zusammen gekniffenen Augen mitten im Feuergefecht "So leicht fegen die mich nicht vom Parkett" und Brewbacker beantwortet - von einer Kugel getroffen und an einem Baum lehnend - die Frage nach seiner Befindlichkeit so:"Oah, der Ofen is aus". Dabei wollte er dem Feind zuvor noch zeigen, "wo Bartel den Most holt".

Was den Film auszeichnet ist, dass er nie langweilig wird. DEADLY NAM ist ein 67 minütiger und sehr kurzweiliger Abgesang auf das Pathos und die Propaganda der schlimmsten Vietnamfilme (Bye, bye Vietnam, Apocalypse Vietnam etc.) und nach Aussage der Filmmacher auch eine kleine Hommage an Genreperlen wie Full Metal Jacket oder Platoon. Dieses Vorhaben ist gelungen, der selbsternannte "D-Böller unter den B-Movies" knallt ganz gewaltig. Chuck Norris und Michael Dudikoff haben endlich ihren ersten guten Film zu verantworten.

Extras: Die Extras sind mit einer Gesamtlänge von 74 Minuten durchaus üppig ausgefallen. Dazu gehören die Deadly Nam Kriegstagebücher (Making-Of-Featurette, die einige interessante Einblicke in den notwendigen Einfallsreichtum bei knappem Budget enthält, sowie Interviews mit Darstellern und Machern), Original Deadly Nam Trailer, Crew Motivationstrailer, Musikvideo Minion "America", diverse Trailer des Labels Kurtsfilme und eine Featurette über den Deadly Nam Score.
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am 21. April 2007
als ich den film sah ist mir das lachen NIE vergangen denn gerade das trashige an deadly nam macht diesen film so wertvoll für jeden der auf trashhumor steht pflicht! in diesem sinne "Allright" NAPALM!!!!!
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