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am 9. Juni 2014
Story (4)
Der Spion, der mich liebte, ist meiner Meinung nach einer der besten Bond-Filme mit Roger Moore. Moore brachte ja einen ganz neuen Stil und vor allem auch seinen eigenen Humor in die Bond-Reihe. Man kann das mögen oder nicht, es ist aber auf jeden Fall sehr gut auf Moore zugeschnitten und wird so zur runden Sache.
Der Streifen wirkt stellenweise fast schon wie eine Karikatur der Bond-Filme, vieles wird arg überspitzt, ins lächerliche gezogen oder gar derart plump vorgetragen, dass es schon wieder witzig rüber kommt. Eines ist sicher, man merkt kaum einem anderen Bond-Streifen den Zeitgeist besser an als diesem.
Etwas schwach dagegen kommt der Bösewicht (Curt Jürgens) daher, er wirkt beinah gelangweilt und reicht zu keiner Zeit an seinen grossen Vorgänger Gerd Fröbe heran.
Alles in Allem einer sehr vergnüglicher Bond, der mit viel Ironie, politisch unkorrekten Statements, eindeutig zweideutigen Sprüchen und vielen technischen Spielereien zu punkten vermag. Mit Logik sollte man dem Streifen aber nicht zu nahe kommen, das verträgt sich nicht...

Bild (4)
Das Bildseitenverhältnis liegt in 2.35:1 ( 21:9 CinemaScope ) vor.
Wie schon die anderen Bond-Filme so wurde auch der hier vorliegende aufwändig restauriert und neu gemastert und das sieht man auch, jedenfalls meistens.
Die Grundschärfe ist recht gut, es gibt aber ein konstantes Rauschen, was vermutlich auf den Einsatz von Filtern zurückzuführen ist. Die Schärfewerte bei Close-Ups lassen das Alter des Filmes völlig vergessen, bei Totalen wird das Bild dann aber merklich weicher. Zwei Szenen (zum Glück nur kurze) fallen völlig ab und haben lediglich DVD-Niveau.
Die Farben wirken sehr kräftig und unterstützen das 70er-Jahre Gefühl merklich. Der Schwarzwert ist ordentlich wenn auch nicht perfekt und die Kontraste sind ebenfalls im grünen Bereich.
Übers Ganze gesehen eine sehr gute Blu-ray-Umsetzung, die jeder früheren DVD-Version vorzuziehen ist.

Ton (3)
Das Tonformat liegt in DTS 5.1 vor.
Beim Ton wurde leider kaum etwas gemacht. Der grösste Schwachpunkt sind eindeutig die Dialoge, der extrem dumpf und ohne jede Dynamik daherkommen. Es kling beinah als würden die Schauspieler durch eine Holzwand reden.
Bei den Action-Szenen und der Filmmusik werden dann auch die Surroundlautsprecher etwas ins Geschehen eingebunden und heben die Tonqualität etwas an. Auch die Dynamik wird merklich besser in solchen Szenen.
Die Tonbalance ist mässig; Die Dialoge sind im Verhältnis zu den Geräuschen oder der Musik zu leise abgemischt worden.
Alles in Allem eine mässige Tonumsetzung, die mit HD eigentlich nicht viel zu tun hat.

Extras (2)
Interessieren mich nicht. Es gibt leider KEIN Wende-Cover!

Fazit: Wer Bond mag wird auch an diesem Streifengefallen finden. Er hat alle Elemente, die diese Reihe in den 70ern auszeichneten. Nicht zuletzt ist es ja auch der Humor und nicht selten die Selbstironie, die man als klassischer Bond-Fan in den modernen Produktionen zuweilen etwas vermisst. Sehenswert!
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am 28. März 2017
Sir Roger Moore wieder einmal in Hochform. Bild und Ton sind sehr gut. Genau das richtige, um sich entspannt unterhalten zu lassen. Fuer die 60er-Jahrgaenge ein "Must Have".
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am 31. März 2016
"Diese Mikrofilmvergrößerung bedeutet also, dass die Russen unsere Atom-U-Boote unter Wasser orten und versenken können."

Allerdings sind es nicht die Russen. Deren U-Boote sind ebenfalls in Gefahr! Grund genug für eine für unmöglich gehaltene Partnerschaft (oder wohl eher Zweckgemeinschaft)...

"Es gab eine kleine Programmänderung. Sie kennen vermutlich meinen Gegenspieler vom KGB, General Gogol, und Major Amasova haben Sie ja inzwischen auch kennengelernt, glaube ich. Unsere beiden Regierungen haben sich darauf geeinigt, GEMEINSAM nach den verschwundenen Booten zu suchen."

DER SPION DER MICH LIEBTE (Originaltitel: The Spy who loved me) ist der 10. Film der James-Bond-Reihe, die auf der Grundlage von Ian Flemings Romanen entstand (hier ist der Titel zwar der 11. Teil, hat aber NICHTS mit der Handlung des Films zu tun). Fleming (1908-1964) war im Zweiten Weltkrieg beim Marine-Nachrichtendienst und Verbindungsoffizier zum US-Marinegeheimdienst.

"Ich bin nicht an Geld interessiert. Ich werde das Gesicht der Welt verändern." - "Indem Sie sie vernichten?" - "Indem ich sie neu erschaffe. Eine neue wundervolle Welt im Schoß der Ozeane. Unsere Zivilisation, unsere Lebensweise ist korrupt und dekadent, unaufhaltsam zerstört sie sich selbst. Ich beschleunige lediglich diesen Prozess." - Der Bösewicht

Mit Roger Moore (Simon Templar, Die Zwei) als 007 ("Sie sind etwas misstrauisch, Mr. Bond." - "Lieber etwas misstrauisch, als etwas tot."),
der Amerikanerin Barbara Bach (Der wilde Haufen von Navarone, Caveman 1981 - seit dem Film auch mit Ringo Starr, Schlagzeuger der Beatles, verheiratet) als Major Anya Amasova aka Triple X (zu Bond: "Hör zu, wenn dieses Unternehmen beendet ist, werde ich dich töten!")
und Curd Jürgens (Des Teufels General, Keine Rosen für OSS 117, Mörder GmbH) als Stromberg ("Commander, Sie haben genau zwei Minuten Zeit, um die Luken zu öffnen und Ihr Boot zu übergeben. Andernfalls droht Ihnen Exterminierung durch Zyanidgas.").

In weiteren Rollen Walter Gotell (African Queen, in Bonn geboren) als Genosse General Gogol (spielte die Rolle insgesamt sechsmal, außerdem einen weiteren Russen in Liebesgrüße aus Moskau),
Caroline Munro (Sindbads gefährliche Abenteuer, Maniac, Victoria Phibes in Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes und Die Rückkehr des Dr. Phibes) als heiße Helikopterpilotin Naomie (Bond: "Ungeheuer schnittig. Das Boot natürlich."),
wie "immer" Bernard Lee (spielte in elf Bond-Filmen mit) als M (wird hier von Gogol "Miles" genannt!), Lois Maxwell (vierzehnmal dabei) als Miss Moneypenny und Desmond Llewelyn (siebzehn Auftritte) als Q (hier wieder mal als Major Boothroyd bezeichnet)
und der 2,17 m große Richard Kiel (Die Kampfmaschine - The Longest Yard, Trans-Amerika-Express) als Beißer (Jaws - wie der Originaltitel von Der weiße Hai 1975): "Was ist denn passiert?" - "Ach nichts. Er kam bloß auf einen kleinen Happen vorbei."

Regie führte im Jahr 1977 (mit einem Budget von 14 Mio. $) wie schon bei Man lebt nur zweimal der Brite Lewis Gilbert (Alfie 1966 - für fünf Oscars nominiert, drehte auch noch Moonraker 1979).

Fazit: 126 Minuten Ost-West-Beziehungen (und ständiger Wettstreit) - mit vielen U-Booten, einem tauchenden Auto, einer herrlichen Skiverfolgungsjagd (inklusive absolut spektakulärem Wahnsinnssprung ins Nichts vom Mount Asgard), den Pyramiden von Gizeh und natürlich dem legendären übermächtigen Beißer. In der zweiten Hälfte mit einigen Längen, für mich trotzdem Note 2

Der Titelsong "Nobody does it better" wird von der Amerikanerin Carly Simon ("You're so vain", Oscar 1989 für "Let the River run") gesungen und wurde 1978 für einen Oscar nominiert (Bester Filmsong).

Außerdem wurde der Film in zwei weiteren Kategorien (Bestes Szenenbild, Beste Filmmusik) für den Oscar nominiert (gewann aber keinen, Abräumer waren hier vor allem Star Wars und Der Stadtneurotiker).

Das Bond-Auto ist diesmal ein weißer Lotus Esprit (flach wie eine Flunder, als Kind hatte ich es als Spielzeugauto mit für mich sensationellen Gadgets - ach ja, Nostalgie pur... allerdings hatte ich AUCH einen Aston Martin DB5 :).

Q: "Was ich noch sagen wollte, 007, ich habe in dieses Wägelchen ein paar nette kleine Extras eingebaut. Gehen Sie vorsichtig damit um." - "Sie kennen doch meine Fahrweise." - "Na eben deswegen."

EXTRAS: Audiokommentar von Regisseur Lewis Gilbert, Produktionsdesigner Ken Adam, Co-Autor Christopher Wood und Michael G. Wilson, Aus dem Geheimarchiv des MI6 (007 in Ägypten 6:12, Roger Moore über die Bond-Reihe 4:31, Ken Adam über die Drehortsuche 5:55, Filmstudio-Einweihung mit 007 1:10, Storyboard-Sequenz: Flucht von Atlantis 2:20), Missions-Dossier (Die Entstehung von Der Spion, der mich liebte 40:41, Ken Adam: Der Bond-Designer 21:42, Exotische Drehorte 4:49), Propagandaministerium (Kinoarchiv 7:18, Bond im Fernsehen 4:02, Bond im Radio 7:29), Bilder-Datenbank (glamouröse Fotogalerie)

Sie: "James... Ich brauche dich!" - Er: "England auch."

James Bond will return in Moonraker! (Ursprünglich sollte In tödlicher Mission folgen, was im Abspann auch so angekündigt wird: "James Bond will return in For your Eyes only." Angesichts des Erfolgs von Star Wars wurden diese Pläne jedoch geändert und mit Moonraker ein ähnlich thematischer Bezug zum Weltraum hergestellt.)
99 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Januar 2002
Hinter den Kulissen von "DSDML" ging es drunter und drüber. Albert Broccoli trennte sich von Harry Saltzman, es gab Streit um Filmrechte usw.
Doch trotz allem, oder vielleicht sogar gerade deswegen, wurde "Der Spion der mich liebte" zu einem hervorragenden Abenteuer.
Im Gegensatz zum rückschrittlichen "Der Mann mit dem goldenen Colt" ist dieser Film wie aus einem Guss, die Action ist gut ausbalanciert, die Stunts atemberaubend, die Kulisse weltspitze, die Gimmicks, allen voran der geniale Lotus Esprit, eine Augenweide.
Roger Moore hat nun endgültig zu seinem Stil gefunden und hat mit Barbara Bach, alias Triple X, eine ebenbürtige Partnerin bekommen.
Curd Jürgens liefert einen guten Bösewicht, wenngleich er leider ein wenig zu selten zu sehen ist. Dafür gibt es aber einen anderen legendären Killer. Jaws. Zu deutsch Beisser.
Ein toller Einfall, und der gute Beisser war genauso unverwüstlich wie die Bond-Filme selbst.
Die Eröffnungssequenz ist übrigens wie die aus "Octopussy" schon Kult geworden.
Ein Novum ist übrigens auch der von Carly Simon gesungene Titelsong. Nachdem vorher nur die Bösewichte oder die Mission besungen wurden, ist "Nobody does it better" der erste Song der für James Bond selber gesungen wurde.
Insgesamt also ein absoluter Genuss.
Keiner kann es besser.
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am 27. Mai 2017
Ich will die Rezension jetzt einfach mal kurz halten. Irgendwie hatte ich diesen Film von damals noch in Erinnerung und bestellte ihn auf DVD. Jetzt nachdem ich ihn gesehen hab, kann ich nur sagen, dass der Lotus Esprit mit seinen " Q - Extras " extrem cool rüber kam, doch das war es dann auch schon. Die Story ist dermaßen dünn und absurd das es weh tut. Angenommen der Bösewicht ( Curd Jürgens ) hätte mit seiner Unterwasser Welt Erfolg gehabt und der Rest der Erde wäre mit Atomwaffen in Schutt und Asche gelegt worden,wie hätte man sich dann ernährt ?? Mit Pflanzen und Unterwasser Gärten ?!?! :-) Wären die Meere nach einem Atom - Schlag nicht auch verseucht gewesen ?!?! Am schlimmsten waren jedoch die " Prügel Szenen ". Kampf Szenen kann man die beim besten Willen nicht nennen. Da hüpfen irgendwelche Personen durch's Bild und James Bond verteilt von vorne ausgeführte " tödliche " Handkanten Schläge gegen den Bauch seiner Gegner :-) Ich fühlte mich unfreiwillig an die Veralberung von Austin Powers erinnert :-) Ging gar nicht. Sorry.............
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am 13. April 2017
Wie Roger so schön sagte als er den Elektromagneten einschaltete und auf einmal der Beisser dran klebte.
Dieser Pop-Art Bond ist visuell einzigartig in der Bond Reihe. Und dann noch Barbara Bach als russische Agentin und ein Auto
dass auch als U-Boot funktioniert. Von der spektakulären Ski-Anfangsszene will ich hier jetzt gar nicht erst anfangen.
Solche Filme werden heute nicht mehr gemacht.Leider!
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am 3. August 2009
Der Spion, der mich liebte gehöhrt zu den besten Bond Filmen und ist mein Lieblings Bondfilm.
Dieser Bondfilm besticht durch exotische Schauplätze, tolle überzeugende Schauspieler, einem mächtigen Bösewicht, excellenter Action, tolle Stunts, schöne Frauen, Humor, irrwitzige Gadgets, und einem Roger Moore mit coolen Bond Sprüchen.

Die Anfangssequenz ist eine der besten der Reihe. Für die damalige Zeit eine tolle Skiaction mit einem atemraubenden und echt gefährlichen Stunt In The World is not enough empfinde ich die Anfangssequenz noch gelungener.

Curd Jürgens als Bösewicht Stromberg überzeugt. Besonders den Reichtum, der ein Herr Stromberg haben muss, sieht man Curd Jürgens an. Sein Firmenimperium, der Supertanker und Atlantis wäre vielleicht auch für einen gewissen Herrn Abrahmowitz etwas viel. Passent dazu stirbt der Bösewicht in seinen Delikatessen, die auf der langen Tafel prunkvoll hergerichtet sind.

Coole Bond Sprüche kommen in diesen Bond besonders häufig vor.
Caroline Munro als Naomi holt Bond und Triple X mit einem Schnellboot von einem Hotel in Sardinien ab. Das hoch attraktive, blutjunge Topmodel Caroline Munro kommt im Bikini mit laziven, leichten Bewegungen auf Bond zu und Bond leise zu Triple X:
"Ungeheuer schnittig - das Boot natürlich"

Richard Kiel als Beißer spielt einen Profikiller, für den das Töten normalerweise so einfach ist wie Brötchen backen.

Nicht zu vergessen ist in diesen Film die Arbeit des Produktionsdesigners Ken Adam. Mit der Kulisse des Tankers Liparus hat er Unvorstehlbares vollbracht.

Die Filmcrew für der Spion der mich liebte kam in den Genuss in Sardinien in luxuriösen Hotels zu übernachten. Sicherlich ein Motivationsfaktor für die Filmcrew.
Aus nachvollziehbaren Gründen wie den starken Science Fiction Elementen und da viele Bond Fans einen Sean Connery in Goldfinger authentischer als James Bond finden, mögen viele andere Golfinger mehr als The Spy who loved me, aber unter den TOP 3 ist dieser grandiose Bond bei den meisten zu finden.

Fazit: Ein absoluter Höhepunkt der Bond Reihe
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am 7. November 2001
Einfach ausgezeichnet ist dieser Bond: Der unübertroffene Bösewicht Stromberg (Klasse: Curd Jürgens), der legendäre Beisser, die wundervolle russische Agentin Amasova. Das alles trägt dazu bei, dass diesmal auch Roger Moore richtig glänzen kann. Auch sonst stimmt alles: Nicht zuviel, nicht zuwenig Action und der typische Moore-Humor. Die Sonderausstattung der DVD ist gewohnt sehr gut. Diese Scheibe ist ein Muss für Bond Fans und überhaupt für alle Freunde guter Unterhaltung.
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am 14. Januar 2009
Dieser Film hat alles, was das Herz von einem Moore-Bond begehren kann:
* Action satt. Beginnt bereits im Vorspann mit flott geschnittener Ski-Verfolgungsjagd, führt über intensive Nahkampfhandlungen bis zur finalen Action auf hoher See. Gut choreografiert, Stunts plausibel.
* Energetische Umsetzung. Keine Längen, vielmehr anhaltende Spannung.
* Moore-typischer Humor, gerade well-done, (noch) nicht überdreht. "Sager" en masse, immer auf den Punkt.
* "Gadgets", und zwar geradezu legendäre: So ist vor allem der unterwassertaugliche Lotus in Erinnerung geblieben.
* Einprägsame Locations. Jeden in den Film investierten Cent "sieht" man auch. Jedenfalls eine gute Investition.
* Curd Jürgens, einer der besten Kontraparts. Mit reduzierter Mimik und Gestik (aber umso stärkerer Intensität!) gibt er den serienüblichen Misanthropen.
* Richard Kiel als "Beißer" sorgt für etliche vergnügliche Momente. Mit einem Stahlgebiss ausgestattet, das mühelos Stahlseile (!) zermalmen kann, bewegt man sich jedoch haarscharf am Limit: ein paar "Spins" mehr, und er Film würde ins Lächerliche abrutschen. Glücklicherweise: hier keine Gefahr.
* Der Score begeistert. Zwar nicht von John Barry; Marvin Hamlisch jedoch, Soulproduzent von Weltruhm, schuf ein unsterbliches Sittenbild der späten Siebziger Jahre im Tonformat. Macht einfach Spaß - und passt.
* Kleiner Wermutstropfen: Barbara Bach als "Triple-X" überzeugt nicht vollends, was mE an eher unzureichenden darstellerischen Fähigkeiten liegen dürfte. Ist jedoch insgesamt nicht tragisch.

Resümee daher: Ein äußerst vergnüglicher, actionreicher und handlungsgeladener Seventies-Hit der Reihe mit Moore am Zenit seiner Agenteninterpretation.
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am 19. August 2010
Im Jahr 1977 kam mit "Der Spion, der mich liebte" der dritte James Bond Film mit Roger Moore in der Hauptrolle in die Kinos. Er zählt bis zum heutigen Zeitpunkt als einer der gelungensten der ganzen Serie. Von der Story, über die Darsteller, bis hin zu den Schauplätzen stimmt hier einfach alles.

Zum Ende der 70er veränderte sich die Rolle der Frau nicht nur in den Bondfilmen, sondern auch auf der ganzen Welt. Mit diesem Film wurde zum ersten Mal eine weibliche Rolle die des Bonds nahezu gleichgestellt. Denn mit Major Amasova bekommt 007 eine russische Geheimagentin bei seinem neuesten Auftrag zu Hilfe. Die Idee, den Westen und den Osten zusammenarbeiten zu lassen, war etwas gänzlich neues, da es vorher zwischen diesen beiden damaligen "Supermächten" ja nicht nur auf der Kinoleinwand eine riesige Rivalität gab. Doch funktionierte das Ganze perfekt. Und natürlich war Barbara Bach, welche in die Rolle der russischen Agentin schlüpfte nicht nur Bonds Kollegin, sondern erlag selbstredend auch im Laufe der Geschichte dessen Charme. Vor Allem die Dialoge und das Umgehen der beiden miteinander finde ich fantastisch umgesetzt. Zuerst ist da, eine gewisse Abneigung aber auch Respekt, welcher später in Bewunderung, neckischen Anspielungen und einer Romanze endet.

Neben Roger Moore und Barbara Bach sind Curd Jürgens als Bösewicht Stromberg und Richard Kiel als dessen Handlanger "Beißer" vorrangig im Gedächtnis der Fans geblieben. Jürgens spielt seine Rolle kühl und irgendwie realitätsfern, genauso wie man sich einen übergeschnappten Fießling mit Hang zu Weltherrschaftsvorstellungen ausmalt. Doch selbst er konnte nicht die Beliebtheit eines Richard Kiel erreichen, dessen Figur ja auch im Nachfolger "Moonraker" noch einmal zu sehen war.

Lewis Gilbert hat hier wirklich einen top Film abgeliefert, welcher auch durch Bonds Gadgets, wie z.B. den tauchenden Lotus, und den wunderschönen Schauplätzen (Ägypten, Italien, Schottland, Bahamas) zu einem Meisterwerk wird. Auch die Filmmusik, diesmal von Marvin Hamlisch, und der Titelsong "Nobody Does It Better" von Carly Simon tragen zum Andenken des Filmes bei.
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