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am 10. Mai 2007
Endlich mal eine UE Auflage von einem James Bond Klassiker bei dem wirklich alles passt. Mittlerweile bekommt man, gerade die alten Bondfilme, sogar teilweise neu, für knapp 7-10 € nachgeschmissen.

Aber, diesmal (ähnlich wie bei Feuerball) haben sich die Macher wirklich ins Zeug gelegt. Die Extras der Extras (also der Zusatz der auf der SE nicht zu sehen ist) ist wirklich ok. Ein Einblick (ca. 10 Minuten) in die Vorarbeiten zu YOLT Ken Adamas Produktionsfilme, sowie Welcome to Japan Mr Bond in denen Lois Maxwell gemeinsam mit Q Darsteller eine Art Bond Reunion auf die ersten 5 Bondfilme gibt. Witzigeweise geht es um Bonds Scheinhochzeit und dabei werden natürlich seine früheren Affären genauer unter die Lupe genommen.

Auch anmerken möchte man, dass die Originalfassung hier und da ein bisschen nachsynchroniert hat. Sean Connery hatte bei diesem 5. Einsatz wirklich keine Lust mehr auf den Agenten ihrer Majestät und das zeigt er deutlich in den Szenen in der er M Bericht erstatten soll gepflegte Langeweile. Nur beinharte Bondfreaks erkennen aber, das man bei einigen Szenen Bond's "Yes, Sir!" zu M geändert hat. Naja, Pendanten werden sagen, wen störts? Aber man hat hier einfach Bond's energisches Yes Sir aus dem Anfangsgespräch mit M übernommen und schlicht und einfach kurz zusammengestückelt wiederverwendet. Im englischen Original sagt Bond zwar auch Yes Sir, aber doch wirklich sehr gelangweilt, fast genervt.
Connery hat hier bei seinem vorletzten Bondfilm echt keine Böcke mehr, aber kann man es ihm verübeln??

Super Transfer, Super Sound, Super Picture, sehr gute Extras. Ausserdem, der Pistolenlauf klang im originalen Monosound immer sehr flach; jetzt in 5.1. werden einem Bondfreak die Ohren übergehen, vorrausgesetzt eine gute Surroundanlage hängt am DVD-Player...

Alles Tip Top!

jw
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am 4. Dezember 2006
ES GEHT DOCH!: Alte deutsche Synchro + alle Vorzüge der Tonüberarbeitung! (Man muss eben nicht immer alles neu synchronisieren wie bei "Der weiße Hai" z.B.!). Kaum zu glauben: Das Bild ist noch klarer als bei den eigentlich schon sehr guten Ausstrahlungen im Fernsehen und der Ton auch in der deutschen Fassung im klaren Stereo - Klang und nicht mehr Mono! Eine beachtliche Verjüngungskur für einen der allerbesten Bondfilme! Hut ab!

Auch die Extras sind der Wahnsinn!: Vom Kinotrailer bis zum Radiotrailer (kein Scherz!), vom umfangreichen Audiokommentar bis hin zu 2 - 3 sehr detaillierten längeren Dokus über die Entstehung dieses Filmes, eine umfassende Doko über den Mann der fast alle Titelvorspänne (bis auf 2-3) bis 1989 optisch gestaltet hat und als Gag einzeln anwählbare Szenen zu einzelnen Figuren, sowie ein Beitrag über die Drehorte. Der fantastische Inhalt wird obendrein noch von aufwendigen Menus umrahmt, dessen Menu - Betitelungen origineller Weise dem Agentenmilieu angepasst sind.

Das ist auf dem Markt endlich wirklich mal eine überzeugende 100% perfekte ultimative Veröffentlichung. Da kann z.B. Paramount mit Star Trek und die Fox mit George Lucas und seinem Star Wars eine Menge lernen!

Für jeden, der keine VHS oder DVD-Ausgabe zu diesem Bond hat, kann ich guten Gewissens eine klare Kaufempfehlung aussprechen, es sei denn, dass einem neu hinzugemixte Soundeffekte bei Explosionen (Vulkan am Schluss) stören, welche die originalen Soundeffekte überlagern. Ansonsten spricht nichts gegen diese super Veröffentlichung!
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am 26. März 2016
"Gestatten Sie, dass ich mich Ihnen vorstelle. Ernst Stavro Blofeld. Sie sehen, ich bin gerade dabei einen kleinen Weltkrieg zu inszenieren. In wenigen Stunden werden Amerika und Russland sich gegenseitig ausradiert haben. Dann wird eine andere Macht die Welt beherrschen!"

"Ein schöner Tod. So mitten im Dienst. Ich beneide ihn." - sagt der Polizist nachdem Bond in Hongkong im Bett erschossen wurde. Nach der Seebestattung wird er von zwei Tauchern in ein U-Boot gebracht, in dem schon Moneypenny ("Du verspätest dich sogar, wenn du von deiner eigenen Beerdigung kommst.") und M auf ihn warten: "Nehmen Sie Platz, 007." - "Danke, Sir." - "Hatten Sie einen schweren Tod?" - "Nein, sehr angenehm." - "Bond, jetzt wo Sie tot sind, werden sich Ihre lieben Freunde kaum noch für Sie interessieren. Tote vergisst man schnell und damit haben Sie Bewegungsfreiheit. Die brauchen Sie jetzt auch."

Kann 007 das Schicksal der Erde am Rande des Dritten Weltkrieges noch abwenden? Russische und amerikanische Raumkapseln verschwinden auf geheimnisvolle Weise und schon bedrohen sich die beiden Supermächte gegenseitig. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn es gilt die Raketenbasis der radikalen Verbrecherorganisation S.P.E.C.T.R.E. unschädlich zu machen bevor ein weitere Kapsel startet. Mit seinem Hightech-Helikopter Little Nellie muss sich der Top-Agent durch die Reihen der fanatischen Syndikat-Krieger kämpfen, um den Wahnsinn zu stoppen...

"Erst machen wir einen Japaner aus Ihnen. Dann kommen Sie in das Trainingslager und werden ein Ninja. Außerdem verpassen wir Ihnen eine ganz besondere Tarnung: Sie werden verheiratet." - "Ist sie wenigstens hübsch?" - "Sie hat ein hübsches Pfannkuchengesicht." - "Ein Scheißplan."

MAN LEBT NUR ZWEIMAL (Originaltitel: You only live twice) ist der fünfte Film der James-Bond-Reihe, die auf der Grundlage von Ian Flemings Romanen entstand (hier ist es der zwölfte Teil). Fleming (1908-1964) war im Zweiten Weltkrieg beim Marine-Nachrichtendienst und Verbindungsoffizier zum US-Marinegeheimdienst. Er zitierte in seiner Einleitung den japanischen Poeten Basho: "Man lebt nur zweimal - Einmal wenn man geboren wird - und einmal, wenn man dem Tod ins Auge blickt." Kurz darauf starb er.

Mit Sean Connery (Oscar 1987 für The Untouchables und 1999 Sexiest Man of the Century) als 007,
Tetsuro Tamba (Der Untergang Japans) als Tiger Tanaka (zu Bond: "Eins hat mir meine liebe Mutter schon vor langer Zeit beigebracht: Niemals in den Wagen eines fremden Mädchens einzusteigen. Aber Sie, fürchte ich, steigen in alles ein - mit allen Mädchen."),
Akiko Wakabayashi (Frankensteins Monster im Kampf gegen Ghidorah, What's up Tiger Lily?) als Aki,
Mie Hama (King Kong - Frankensteins Sohn, What's up Tiger Lily?) als Bonds "Frau" Kissy Suzuki,
Karin Dor (Edgar Wallace: Der grüne Bogenschütze, Der Fälscher von London, Der Schatz im Silbersee, Winnetou 2) als Helga Brandt (Nr. 11)
und Donald Pleasence (Dr. Loomis in den Halloween-Filmen) als Ernst Stavro Blofeld (allerdings erst nach 98 Minuten!), dem Katzenkrauler Nr.1 ("Erpressen ist mein Geschäft!").
Außerdem wie "immer" mit Bernard Lee (spielte in elf Bond-Filmen mit) als M, Lois Maxwell (vierzehnmal dabei) als Miss Moneypenny und Desmond Llewelyn (siebzehn Auftritte) als Q. [Kurios: Obwohl Charles Gray (The Rocky Horror Picture Show) hier einen Kurzauftritt als Henderson hat, spielte er nur vier Jahre später Blofeld in Diamantenfieber.]

Regie führte im Jahr 1967 (mit einem Budget von 9,5 Mio. $) Lewis Gilbert (Alfie 1966 - für fünf Oscars nominiert, drehte später noch Der Spion, der mich liebte und Moonraker).

Fazit: 117 Minuten Schlacht um den Vulkan (mit über 100 Stuntmen), mit Raumkapseln verschluckenden Raumkapseln, Ninjas, Sumo-Ringern und 'nem Piranha-Becken. Zwar (für mich) der schwächste Bond mit Connery, aber immer noch gut und Note 2-

Der Titelsong "You only live twice" wird von Nancy Sinatra (der Tochter von Frank Sinatra) gesungen (These Boots are made for walkin', Bang Bang (My Baby shot me down), Summer Wine mit Lee Hazlewood, Somethin' stupid mit Vater Frank, spielte in Speedway mit Elvis Presley zusammen).

Q über Little Nellie: "Also nun passen Sie mal auf. Wir haben zwei Maschinengewehre eingebaut." - Bond: "Für welche Entfernung?" - "Bis zu 100 Yards. Sie können Brand- und Sprenggeschosse verwenden. Abschussvorrichtungen für Raketen auf beiden Seiten." - "Hm, sehr ordentlich." - "Das hier sind Luft-Luft-Raketen mit Wärmeleitsteuerung." - "Sehr gut." - "Flammenwerfer. Auf jeder Seite zwei, die nach hinten feuern." - "Reichweite?" - "80 Yards. Außerdem haben wir noch zwei Nebelwerfer eingebaut. - Der Knopf für die Luftminen. Aber passen Sie auf! Lösen Sie die Minen nur direkt über dem Ziel aus. Ich glaub das wäre alles. Den Rest kennen Sie ja schon."

Kurze Zeit später. Bond: "Hallo, ich bin wieder da. Nellie wurde von vier ausgewachsenen Luftlümmeln belästigt, aber wir haben uns wacker gehalten. Sie hat ihre Ehre mit großem Erfolg verteidigt. - Ich komm jetzt zum Tee."

EXTRAS: Audiokommentar von Regisseur Lewis Gilbert und Mitgliedern der Besetzung und der Crew, Aus dem Geheimarchiv des MI6 (Willkommen in Japan, Mr. Bond 52:23 (grandios mit Moneypenny bei Q), Ausschnitte aus der BBC-Dokumentation Whickers Welt 5:22, Ken Adam über die Drehortsuche 13:59), Missions-Dossier (Die Entstehung von Man lebt nur zweimal 30:24, Silhouetten: Die Titelsequenzen der Bond-Reihe 23:24, Animierte Storyboard-Sequenz: Der Flugzeugabsturz 1:35, Exotische Drehorte 4:06), Propagandaministerium (Kinoarchiv 9:04, Bond im Fernsehen 0:59, Bond im Radio 5:55), Bilder-Datenbank (Fotogalerie)

"Regel Nr. 1: Tue niemals etwas selber, wenn jemand anderes es für dich tun kann." - "Na dann mal los." - "Nr. 2: In Japan kommen die Männer immer zuerst. Die Frauen als Zweite." - "Na hier werde ich mich später mal zur Ruhe setzen." - Tanaka und Bond

James Bond will return in Im Geheimdienst Ihrer Majestät!
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am 17. März 2008
FILM
"Man lebt nur zweimal" war 1967 der fünfte und (vorerst) letze Bond mit Sean Connery. Die Handlung spielt grossteils in Japan, was dem ganzen einen speziellen Touch verleiht, vergleichbar am ehesten mit "Der Mann mit dem goldenen Colt". Gleich zu Beginn wird Bond (vermeintlich) erschossen, bezeichnenderweise im Bett...um kurze Zeit später aufzuerstehen und verdeckt weiter arbeiten zu können. Gegner ist mal wieder
die Organisation SPECTRE, u.a. vertreten durch deren Katzenliebhaber und Boss Ernst Stavro Bloefeld. Dazu gibt es gleich mehrere Bond-Girls, grossteils attraktive Japanerinnen, von denen eine Bond schein-ehelicht, dazu als Gegenspielerin und Bettgespielin die deutsche Karin Dor. Handlungstechnisch geht es darum, dass SPECTRE vom unterirdischen Hauptquartier im ausgebauten Vulkankrater aus versucht, einen Krieg zwischen den Supermächten anzuzetteln, indem es Raumschiffe der USA und UdSSR entführt. Highlights des Films sind u.a. der minutenlange
Luftkampf von Bond im Mini-Hubschrauber gegen mehrere ausgewachsene Hubschrauber sowie der Endkampf im Vulkankrater, dem Versteck von SPECTRE.

DVD
Die DVD (Ultimate Edition Doppel-DVD) ist meines Erachtens sehr gut gelungen. Bild und Ton sind hübsch aufpoliert. Vergleicht mal den Hauptfilm mit der Qualität der Trailer. Herrlich, wie farbenfroh und frei von altersbedingten Verschmutzungen etc. das Material rüberkommt.
Retro-Charme und Zeitgeist flackern dadurch so richtig auf und verleihen dem ganzen erst den richtigen Touch.
Vorausgesetzt, man ist so richtig angefressen von Bond, dann ist das Bonusmaterial ebenfalls sehr sehenswert, was man ja bei weitem nicht über jede DVD sagen kann. Auch hier kann man den Zeitgeist so richtig tief einatmen. Es ist einfach herrlich zu sehen, wie damals ein solcher Film entstand, was da so alles an Technik rumstand, wer am Set rumsass, wie die Leute gekleidet und frisiert waren. Besonders die Entstehung des SPECTRE-Headquarters, des Vulkans, ist extrem imposant. Auch die Doku zur Entstehung des einzigartigen Bond-Vorspanns in seinen vielen Varianten, ist ebenfalls unterhaltsam, genauso wie die Klatsch-und-Tratsch-Doku mit Miss Moneypenny rund um die Spekulation, wer Bonds Ehefrau wird.
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am 9. Juli 2017
Bewerte NUR die Qualität von Bild und Ton der Blu-ray, Filme sind sowieso Geschmacksache!
Bild: 4 von 5 Sternen (Teilweise 1 bis 3)
Ton: 4 von 5 Sternen
____(4+4)/2 = 4,0 Sterne____
Gesamt: 4 von 5 Sternen gewählt. Bild des Films hat Priorität _1_, Ton hat Priorität _2_
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am 18. April 2007
Man lebt nur zweimal ist definitiv einer der besten Bond-Filme der älteren Generation und insgesamt. Bereits als Kind gesehen blieben doch von diesem Agenten Abenteuer die meisten Details der Ausstattung und Handlung im Gedächtnis. Nach längerer Zeit nun als Ultimate Edition betrachtet, mit auffallend brilliant reataurierter Bildqualität, welche durchaus mit aktuellen Produktionen mithalten kann, springen die Details ins Auge. Das wundervolle Vulkan/Rakenten-Stations-Set, das noch heute beeindruckt, die wunderbare Musik, welche z.B. Robby Williams in seinem Song Millenníum recycelte und die wie ich finde beste Dastellung von Blofeld durch Donald Pleasance.. Auch witzig zu erkennen wie viele der Einfälle aus diesem Film für Austin Powers übernommen bzw parodiert wurden.

Der Ton in DD5.1 und dts überrascht auch angenehm mit klar verständlichen Dialogen (in Original Syncho) und immer wieder nett platzierten Surround-Effekten. Der Sound wirkt nie überfrachtet oder wie ein Einheits-Brei und das ganze Ambiente klingt trotz Überarbeitung nach einem alten Klassiker, was auch den Charme ausmacht.

Die DVD Verpackung ist hübsch anzusehen mit dem Prägedruck und den Silber-Folien-Bild. Nur wurde für die Papphülle die das Digipack umgibt zu dünn gehalten dass Sie sich nach aussen bauchig aufbläht.. Es sei denn man hat die DVDs wie ich nebeneinander im Regal stehen. Wundernd vermisse ich auch auf dem Cover wichtige Angaben wie Lauflänge, Bildformat und Herstellungsjahr des Films. Sehr angenehm fällt hingegen das wunderschöne Booklet auf, welches sehr informativ ist und für jeden Bondfilm eine nette Einleitung bzw. Lektüre danach darstellt. Die Bonus-DVD glänzt mit vielen alten und neuen Doku-Beiträgen. Ein ausführliches Making-Of fehlt genausowenig wie Audiokommentare, Trailer und Bildergalerien. Es bleiben wohl keine Fragen unbeantwortet. Klare Kaufempfehlung.
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am 20. Mai 2007
Die Ultimate Edition wird ihrem Namen wirklich gerecht: Eine sehr sorgfältige Restauration von Bild und Ton lassen die Herzen jedes Bond-Fans höher schlagen.

Auf Disc 1 gibt's den Hauptfilm, natürlich in deutscher Synchro und englischem Original, aber zusätzlich auch noch mit einer Kommentarspur, die einzelne Aussagen verschiedener Personen aus Crew und Cast zu einer interessanten Erzählung verwebt. Mit dabei unter anderem Nancy Sinatra (Sängerin des Titelsongs) und Karin Dor ("die Böse").

Auf der zweiten Disc findet man nicht nur klassisches "Behind The Scenes"-Material, Trailer etc. sondern auch einen speziell gedrehten, kurzen Film zum Thema "Wen heiratet James Bond?"

Überkomplette Ausstattung und einen der besten 007-Filme zum unschlagbaren Preis/Leistungsverhältnis - wer sich "Man lebt nur zweimal" auf DVD anschaffen will, sollte bei dieser Fassung zuschlagen, nirgends sonst.
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am 5. Juli 2011
Obwohl James Bonds fernöstliches Abenteuer aus dem Jahr 1967 nie zu meinen persönlichen Favoriten der 007-Reihe gehört hat, bin ich von der vor einiger Zeit erschienenen Ultimate Edition" sehr angetan. Die punktet mit blitzsauberem Bild, beeindruckend gutem Klang und mit einer Zusatzausstattung, die ebenfalls vom Feinsten ist.

Um die Abenteuer des Herrn mit der Doppelnull auch der Gemeinde der DVD-Käufer schmackhaft zu machen, müssen sich die Verantwortlichen schon etwas Besonderes ausdenken. Eines der jüngeren Ergebnisse dieser Anstrengungen um die Käufergunst ist die Wiederveröffentlichung der Filme als "Ultimate Editions". "Ultimate" - dem eigentlichen Wortsinne nach müsste das soviel heißen wie: Nach dieser Ausgabe kommt jetzt nix mehr. Ganz so wörtlich sollte man das aber wohl nicht nehmen, denn natürlich haben wir's hier mit Werbesprech zu tun, und in dem ist "Ultimate" ein Synonym für "Special", "Gold" oder was auch immer man an Begrifflichkeiten nutzt, um die simple Aufforderung "Kauf mich, du Sau!" mit einem mehr oder minder griffigen Wörtchen zu verbrämen.

Ich habe mal wieder pariert und habe gekauft. Das Kauferlebnis war auch durchaus lustvoll, denn der örtliche Einzelhändler hatte sämtliche Ultimate Editions" der 007-Reihe mit dem schier unwiderstehlichen Zusatz Einen bezahlen, zwei mitnehmen" ausgelobt. Wer kann dazu schon Nein sagen? Ich kann schon, wollte im nämlichen Fall aber nicht. Bereut habe ich meine Kaufregung auch nicht, denn auch die "Ultimate Edition" von "Man lebt nur zweimal" hat mich, wie zuvor schon die von "Feuerball", sehr angesprochen.

Ich staune immer wieder, welche Möglichkeiten die heutige Technik offensichtlich bietet, in die Jahre gekommenes Filmmaterial aufzupolieren. Ich habe angesichts der tollen Bildqualität von "Feuerball" gestaunt, und jetzt habe ich erneut gestaunt, als ich mir Man lebt nur zweimal" angesehen habe. Eine einzige verräterische Einstellung zeugt jetzt noch davon, dass Man lebt nur zweimal" nicht der taufrische Film ist, als der er sich jetzt auf der Ultimate Edition" präsentiert: Das Ende der so genannten "Pre Title Sequence", in der japanische Polizeibeamte den vermeintlich leblosen Bond finden, wirkt so gelblich-falschfarben, wie ich den ganzen Film ursprünglich kennen gelernt habe.

Ob das kleine filmische memento mori wohl Absicht der Restauratoren ist? Ich für meinen Teil bin durchaus dankbar für den kleinen visuellen Verweis - man vergisst ja heute gern, dass der Glanz, in dem so mancher Film inzwischen wieder erstrahlt, wirklich neu ist. Insofern: Hut ab vor dem handwerklichen Geschick der Damen und Herren, die für die Restauration von Filmmaterial verantwortlich sind und die mir mit ihrer Arbeit schon viele schöne Heimkinostunden und auch so manches Aha-Erlebnis beschert haben. Auch Maurice Binders Vorspanntiteln bekommt die neue Schärfe und Farbigkeit natürlich gut: Die Lavaströme und vulkanischen Eruptionen, vor denen die Titel von "Man lebt nur zweimal" ablaufen, sind wirklich atemberaubend farbig, und ich glaube, das ist ganz im Sinne des Designers.

Auch dem eigentlichen Film ist die Auffrischung gut bekommen - wären da nicht die für die 60er Jahre typischen Anzugschnitte und Autokarosserien, es fiele wirklich schwer, den Film zu datieren. Von der neuen Schärfe und Farbigkeit profitiert, so empfinde ich das jedenfalls, selbst mancher leicht antiquiert wirkende Spezialeffekt. Jedenfalls hat mir "Man lebt nur zweimal" bei der zurückliegenden Inaugenscheinnahme wieder sehr viel besser gefallen als bei mancher TV-Ausstrahlung. Connery als Möchtegern-Japaner sieht zwar so wenig überzeugend aus wie eh und je, aber daran kann natürlich auch die akribischste Verbesserung der Bildqualität nichts ändern.

In das Bonusmaterial habe ich bisher nur hineingeschnuppert, aber was ich gesehen habe, hat mir gefallen. Dazu gehört insbesondere ein den Titelvorspännen der Bond-Filme gewidmeter Filmbeitrag, der natürlich vor allem Maurice Binder die Ehre erweist, dessen Stil die Vorspänne der Reihe geprägt hat. Den Titelvorspann zu "Man lebt nur zweimal" gibt's übrigens auch ohne Texteinblendungen zu bewundern - wer wissen möchte, wie Binders Arbeit ohne typographische Elemente aussieht, kann sich dank eines eigenen Kurzfilmchens auch eine "ohne Text"-Version ansehen. Als bekennender Fan der Bond'schen Titelvorspänne frage ich mich, warum eigentlich nicht alle DVDs der Serie dieses nette Merkmal bieten.

Inwieweit die neu aufgelegte Ultimate Edition" von Man lebt nur zweimal" für Bonusmaterial-Fans ein unentbehrlicher Kauf ist, kann ich allerdings nicht beurteilen - dazu fehlt mir der direkte Vergleich mit der Special Edition", die glücklicherweise noch nicht in meinem heimischen Regal stand. Der Vollständigkeit halber liste ich die Zugaben an dieser Stelle einfach mal auf:

DVD-Zugaben

* Audio commentary from director Lewis Gilbert and members of the cast and crew
* 'Inside You Only Live Twice' featurette
* 'Silhouettes: The James Bond Titles' featurette
* Plane Crash: animated storyboard sequence
* 'Welcome To Japan, Mr Bond' featurette
* Whicker's World: highlights from the 1967 BBC documentary
* On location with award-winning production designer Ken Adam
* Interactive guide to the world of 'You Only Live Twice'
* '007 - Licence To Restore': a featurette detailing the Bond Ultimate Edition restoration process
* Original trailers
* Photo gallery
* TV spots
* Radio communications

Mittlerweile gibt's die in Ton und Bild aufpolierte Filmversion der Ultimate Edition" übrigens auch als Plain Vanilla Disc", sprich: Wer keinen gesteigerten Wert auf die Gags und Gimmicks der Bonusmaterial-Disc legt, der darf auch zur Einzel-DVD greifen.

R e s ü m e e

Die Bild- und Tonqualität der Ultimate Edition" von Man lebt nur zweimal" ist wirklich erstaunlich gut, und auch das Bonusmaterial kann sich sehen lassen. Fans der Reihe, die noch nicht zur Special Edition" gegriffen haben, dürfen zugreifen (wahlweise auch zur abgespeckten deutschen Ultimate Edition"-Einzel-Disc, die nur den eigentlichen Film bietet).
review image
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am 5. September 2014
...ist meines Erachtens dieser James-Bond-007-Film, für viele Fans und Freunde der Filmreihe leider kein Meilenstein, für mich persönlich zu unrealistisch, aber andererseits traumhaft schön.

Wenn wir hier nach Argumenten des Realismusgrades vorgingen, so bestätigt sich infolgedessen nur, dass You Only Live Twice mit zum phantasievollsten gehört, was bisher so zu erscheinen vermochte. Sci-Fi-Elemente wurden in diesem 1967er Bondfilm fleißig untergebracht, der Bösewicht ist ein gänzlich dem Phänomen des Wahnsinns verfallender Fall für sich und King Connery strahlt keineswegs mehr die Spielfreude von Filmen wie Liebesgrüße aus Moskau aus, zweifellos ist 1967 im Bonduniversum ein etwas schwieriger Jahrgang. Trotz der leicht albern angehauchten Regie - Lewis Gilbert liebte das weit hergeholte - entdeckte ich in diesem Film neben seinen Schwächen auch einen kulturellen Wert, nämlich die Tatsache, dass sehr gekonnt auf das asiatische Leben Bezug genommen wird und die Schauplätze geradezu angenehm präsentiert werden, untermalt von wahrlich wundersamen Klängen...
Nicht dass die Darstellung nicht klischeehaft wäre, aber das Grundgefühl einer asiatischen Atmosphäre, wurde wahrlich erzeugt.

Die DVD bietet keineswegs "nur Übliches", sondern enthält einiges an Hintergrundinformation im Rahmen der Audiokommentare.
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TOP 1000 REZENSENTam 31. Oktober 2007
Abgesehen von Ton- und Bildqualität, und abgesehen von den vielen Extras, ist es eine nicht überragende Bond-Story!
Sean Connery, meiner Meinung nach der beste Bond-Darsteller aller Zeiten, hatte, wenn man ehrlich ist, doch schon bessere Auftritte als 007. Freilich mag das auch an der nicht restlos überzeugenden Story von "Man lebt nur zweimal" liegen. Diesmal sind die Japaner die "Bösen" (endlich einmal was Neues!). Als "unsichtbare Dritte" möchten sie (wie könnte es anders sein) Ost (also die Sowjetunion) und West (also die USA + GB) gegeneinander ausspielen. Die Grundlage für eine atemberaubende, actionreiche Geschichte ist also gegeben...
Insgesamt ist es aber spürbar zu wenig, was dabei herausgekommen ist.
Dabei hat man sich diesmal sogar einen sonderbar-ungewöhnlichen Vorspann einfallen lassen. Mr. Bond wird (scheinbar) erschossen. Natürlich weiß der Zuseher sofort, dass er wiederauferstehen wird und das alles gründlich geplant war, um den Tod des Superagenten vorzutäuschen.
Auch das Titellied von "You only live twice" ist toll (meine persönliche Bond-Lieblings-Titelmelodie).
Nach so viel Lob, erscheint meine 3-Sterne-Bewertung wohl sonderbar. Und TROTZDEM: "Man lebt nur zweimal" ist zuwenig für einen Bond-Fan, ist zu "sensationell" ausgeschmückt worden (wahrscheinlich um das Publikum bei der Stange zu halten), um tatsächlich als ultimativer Bond-Klassiker in die Geschichte eingehen zu können.
Sean Connery war nur in "Sag niemals nie", der ja nicht als offizieller Bond-Streifen gilt, noch schlechter, wobei ich unmissverständlich darauf hinweisen möchte, dass er dabei noch weit besser ist, als Moore, Lazenby, Dalton, Brosnan oder Surfer-Boy Craig in vielen ihrer Einsätze!
Fazit: Nüchtern betrachtet (ohne Bonusschnickschnack) 3 Sterne, die allerdings verdient!!
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