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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
31
Das geheime Leben der Worte
Format: DVD|Ändern
Preis:7,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 1. Dezember 2016
Sie schweben darnieder, diese Worte wie wir sie sehen, doch noch durch die Lüfte fliegend, werden sie verwesen bevor sie Grund und Boden berühren, sie werden uns nicht erreichen, sie werden sich nicht hörbar machen, sind unheilbar (es sei denn das Heilmittel heißt Liebe und fühlet sich auch ebenso wie diese an) erkrankt, erschaffen ein eigenes "geheimes Leben der Worte" und ertrinken darin, wenngleich das Schiff nur sehr langsam untergeht.

Um den Inhalt des Films kurz zusammenzufassen:
Die kriegsbedingt traumatisierte Hanna aus Bosnien, kongenial gespielt von der brillanten Sängerin und Schauspielerin Sarah Polley, welcher WIRKLICH die Ehre zuteil wird, BEIDES betörend zu beherrschen, flieht gewissermaßen vor sich selbst flüchtend in Richtung einer Ölplattform, jawohl, Sie haben richtig gehört, einer Ölplattform, die ergriffne Flucht geleitet uns somit in die Abgeschiedenheit.
Ihr Arbeitgeber ihre Leistung gelobt habend, hervorhebend aber auch, sie müsse nun Urlaub machen, eines bestimmten Geschehnisses wegen verschlägt es sie in ihrer Rolle als Krankenschwester direkt auf's Meer, sie MUSS sich mithilfe von Arbeit weiterhin ablenken können, um der eigentlichen Qual zwar nicht direkt entflohen zu sein, ihr aber neue Lebensansätze angedeihen lassen zu können.
Sie wirkt zunächst schüchtern und äußerst ernst sowie nüchtern und gefasst, was sie auf dem Herzen trüge, Josef, ihr Patient, wirkt dagegen recht redselig, spricht so viele Themen sehr direkt an, auch im Bezug auf Hanna selbst, die sie sich mit ihm in Verbund versetzet.
Der philosophische Titel bezieht sich auch auf Worte IN UNS, wie wir sie nicht nach außen tragen können, nicht jeder der in uns blühenden Einfälle kann auch - in in Worte gefasster Form - in die Außenwelt finden und fortdringen.
Als Krankenschwester findet die betroffene Hanna Zugang zur Person, eine Bindung baut sich gefühlvoll anmutig auf, wenn auch gemächlich langsam - worin jawohl eigentlich kein Widerspruch läge.
Eine explosive Katastrophe, im wahrsten Sinne des Wortes, trug dafür Sorge, dass Josef nun für recht lange Zeit ihr Patient sein wird, sein Gesicht ist entstellt, sein Augenlicht hat er vorübergehend/vorerst verloren, isoliert von der Welt, finden sie alle ihren Weg zum Kerne ihrer selbst, durch die Einsamkeit des Ortes können sie sich perfekt auf die wesentlichen und zentralen Dinge des Lebens konzentrieren, so viel erst einmal grob zum Inhalt, nun die Details, diese tragen diesen Film schließlich und erheben ihn zu dem, was er ist.

Hannas anderen Sinne sind sozusagen erweitert worden des Schicksals und/oder ihrer Natur wegen, ausgeprägter als bei Unbetroffenen, d.h. dass die junge Frau weitestgehend taub ist, nur mithilfe eines Hörgerätes kann sie die Geräuschkulisse wahrnehmen und am aktiven Leben teilhaben, gleichwohl das aufgrund der Traumata ohnehin sehr schwierig ist, sich als etwas unrealistisch erweist ob der unverschämt hohen Anforderungen unserer Gesellschaft.
In vier Jahren nahm sie nie Urlaub, sehr ernst und nachdenklich ihre Mimik der Trauer..., sie wie bereits zum Ausdruck gebracht zu Urlaubswochen "überredend", drängt sie ihr Vorgesetzter aus dem Hause.
Den "Urlaub" wird sie - wie ebenfalls beschrieben - pflegebedingt auf einer Bohrinsel verbringen, verlassen von Gott und der Welt, andererseits kann man dem Spirituellen wiederum näher stehen denn je, wenn man einem solch abgelegenen Ort beiwohnt, eine Umgebung von meditativer Schönheit stellt nun die Kulisse dar und will genossen werden, wenngleich die Umstände zu schmerzen vermögen.
Auch ein sehr aufgeweckter und lebensfroher Koch heitert sie nur in geringstmöglichem Maße auf, alleine die Trauer in ihr, scheint sie zu beherrschen.
Besagter Koch trägt ein Venezuela-Shirt, sehr offen für andere Länder scheint er zu sein, er bietet ihr mehr oder weniger an, er könne täglich Gerichte aus einem anderen Lande herbeizaubern, um Abwechslungsreichtum für jeden Geschmack zu kreieren.
Zwischenzeitlich immer diese Aufnahmen vom Wasser, der im Ernstfalle keine Gnade walten lassenden Natur so nahe, es fühlt sich an als erzähle jede einzelne Welle ihre eigene Geschichte und als sei jede dieser Geschichten einen Film für sich wert - dieser Eindruck dürfte gar der Wahrheit entsprechen, denn die See kennt keine Gnade, ist aber ein Garant für Liebe.
Langsam könnte ich beinahe beschwören, es käme in nicht allzu ferner Zukunft wirklich jener Moment zustande, in welchem unserer lieben Hanna ein Lächeln entlockt wird, welches ihre Lippen ziert.
Von der spanischen Regisseurin dieses Films, ist auch "Elegy oder die Kunst zu lieben" gedreht/inszeniert worden, ebenfalls hervorragend, die Dame scheint sich auf spezielle Werke eingelassen zu haben und arbeitete hier in "Das geheime Leben der Worte" nicht zum ersten Male mit der abermals zu brillieren vermögenden Sarah Polley, "Mein Leben ohne mich" kam diesem Film zuvor und überzeugt nahezu auf ganzer Linie.
Hanna sucht berechtigtermaßen Schutz vor unserer Welt, "ich bin taub, ich habe ein Hörgerät, wenn ich etwas nicht hören möchte, schalte ich es ab", sagt sie, so als wäre es tatsächlich eine im Bereich des Möglichen liegende Variante, auf diese Weise das Leid so sehr zu lindern, dass es auf ein erträgliches Maß herabsinkt.
Die sich langsam, aber angenehm entwickelnde Beziehungsverbindung zwischen Hanna und Josef offenbart ein grandioses Schauspiel von beiden Seiten.
Der Koch dagegen könnte in seinem Inneren unter unschönen Umständen darunter leiden, dass Hanna in Josef zunehmend einen zu liebenden Gefährten sieht, solch eine Gefährtin könnte der Koch schließlich in ihr sehen, was ich ihm mitnichten verdenken kann....
Der heimliche "Star" dieses geheimnisvoll-mysteriösen Films bleibt trotz der hervorragenden Darbietungen meiner Meinung nach der atlantische Ozean, wie er uns immer wieder verdeutlicht, dass sich das gesamte Geschehen an einem Ort abspielt, welchen man keineswegs mal eben so zu verlassen imstande wäre, vielmehr verweilen wir hier praktisch bis zum Tode, so dächte es aus mir.
Die Einsamkeit sehr gut zu unterstreichen vermögend:
Der fast vollkommene Verzicht auf Musik, meist hören wir nur den Atem der See, das Rauschen des Meeres, oder aber erste endlich entstehende Dialoge zwischen Hanna und Josef.
Sie bedauert es zutiefst, nie fröhlich gewesen zu sein, sie äußert sich diesbezüglich sehr deutlich, eine ehemalige Freundin von ihr stand für Frohsinn und Hanna konnte dergleichen nie übernehmen.
Nach all der Zurückhaltung dann dieser Moment, Hanna bricht in Tränen aus und erzählt ihrem angeschlagenen Seelenverwandten ihre Geschichte in ihrer Gänze und zwar gnadenlos von A bis Z, unerträglich grausame Details bezüglich ihrer Vergangenheit und hinsichtlich dessen, was man ihr und ihrem Umfelde antat, werden so eindringlich vorgetragen, dass es geradezu schmerzt, diesen Szenen auch nur im Entferntesten zu folgen.
"Die Tränen würden den Raum füllen", so sagt sie, sei eine Beziehung für sie unmöglich, bis sie letzten Endes nachzugeben beginnt und gänzlich aufgeht gar so lieblich wie die Sonn'.

"Vielleicht komme ich nie mehr wieder", sind die letzten Worte, die in diesem Film gesprochen werden, sie stünden damit sinnbildlich für die anfängliche Reise des Films, Sehnsucht nach der Ferne habend, nicht wissend wohin uns dieser Weg führt, es ist der Pfad der Psyche, wie er uns an Orte führet, bei welchen uns tatsächlich nicht bewusst sein kann, ob wir jemals wieder zurückkehren, oder ob die Rückkunft schon im Grabe läge.
Weswegen diese Lobeshymne von einer Rezension nur vier Sterne als Bewertung beinhaltet?
Ich weiß es nicht, ich weiß eine ganze Menge nicht..., womöglich ist es einer dieser Filme, die ich in meinem Leben noch einige Male sehen muss, um sie endgültig gebührend anerkennen zu können, in jedem Falle ein Meisterwerk fürwahr!
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am 5. Februar 2016
Sehr guter, ruhiger Film (was scheinbar manchen Rezensenten hier stört, aber ich weiß auch nicht, mit welchen Erwartungen manche Leute an ein Drama herangehen...) mit bitterernstem Hintergrund. Und ich bin ganz bestimmt niemand, der bei jeder Kleinigkeit nach einer höheren Altersfreigabe schreit, aber diesen thematisch doch ziemlich heftigen Film ab 6 Jahren freizugeben, ist ein schlechter Witz!
In einem muss ich den Verrissen hier jedoch recht geben, das Ende ist tatsächlich Kitsch pur und vollkommen unrealistisch. Deshalb auch ein Stern Abzug.
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am 14. Juni 2016
Super Zustand, sehr schnelle Lieferung. Ein sehr sehr guter Film, der besonders den "Jugoslawien-Krieg" beleuchtet, und sehr viel Einblick gibt.
Absolut sehenswert!!! Großes Kino!
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am 1. Oktober 2015
Meine Mutter hatte den Film mal im Tv gesehen und wünschte sich die Dvd. Ergreifend. Hart. Seltsam romantisch. Beschert einem schlaflose Nächte. Absolut empfehlenswert!!
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am 30. November 2011
Einer meiner absoluten Lieblingsfilme, psychologisch korrekt und subtil, fantastisch realisiert, großartige Darsteller.

Nicht nur für Menschen, die sich dafür interessieren, was Traumata, auch Kriegstraumata, in Menschen anrichten, auch für Menschen, die eine Liebesgeschichte mit Tiefgang zu schätzen wissen. Sehr gut geführtes Ende.
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am 18. Oktober 2015
Er packt einen von der ersten Minute an und lässt nicht mehr los. Grandios gespielt, großartig erzählt! Vielleicht einer der besten Anti-Kriegsfilme überhaupt - ohne dass auch nur ein Bild des Krieges gezeigt werden muss.
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am 11. Januar 2014
ein super film, mit Inhalt und Tiefgang, kann ich nur weiter empfehlen. habe auch ander filme mit sarah polly gesehen empfelendswert versandt war auch sehr zügig. alles in allem super
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am 9. November 2014
Diese Worte kann man fühlen! Worte die Vertrauen schaffen, gleichzeitig Gefühle wecken und das Verlangen, den Mund zu küssen, den man noch nie gesehen hat. Eine Liebe, die ohne optische Beeinflussung entstehen kann.
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am 13. August 2007
Ein Kriegsfilm ohne Krieg. Hanna hat im Balkankrieg auf grausamste Weise durch Folter und unvorstellbare Grausamkeiten die Niederungen der menschlichen Psyche erfahren müssen. Seitdem lebt sie verschlossen, ohne Grund zu leben oder zu sterben in einem ritualisierten Tagesablauf. Sie trifft auf einen Mann der bei einem Rettungsversuch schwer verletzt wurde. Er versuchte einen Selbstmord zu verhindern, für den er sich selbst die Schuld gibt. Sie pflegt ihn und sie kommen sich erst durch sanfte Berührungen, dann durch zaghafte Erzählungen näher. Zug um Zug treten die verletzten Seelen zu Tage.
Der Film vermittelt einen beklemmenden Eindruck von den Traumatisierungen die Menschen im Zuge von Kriegen erleiden und mit welchen Verletzungen an Seele und Körper sie ihr Leben, ohne Beachtung durch die Mitmenschen weiter führen müssen. Absolut sehenswert.
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am 12. September 2010
Spoiler ein -
eine junge Frau nimmt während ihres Urlaubes einen Job als Krankenschwester auf einer Bohrinsel an. Dort hat es einen Unfall gegeben, und ein Verletzter mit schweren Verbrennungen muss gepflegt werden.
In der Abgeschiedenheit lernt die junge Frau - selbst von anderen als sonderbar bezeichnet - noch andere Menschen kennen, die man gut und gerne als Sonderlinge bezeichnen kann.
Ihr Patient ist eigentlich kein Sonderling, eher ein normaler, netter Kerl, der seine ziemlich maulfaule Pflegerin aus der Reserve locken möchte. Was ihm dann schließlich auch gelingt, wobei er Dinge erfährt, die eigentlich niemand wissen möchte, und die er noch auf seinen eigenen großen Berg an Schuldgefühlen und Kummer draufpackt.
Spoiler aus -
Dieser Film ist wirklich brilliant und furchtbar. Er erzählt eine haarsträubende Geschichte ohne einen Tropfen Filmblut zu vergießen und läßt dabei an Spannung viele, viele Möchtegern-Thriller hinter sich. Und das alles auf ganz leise Art. Standing Ovations an Tim Robbins und seine Partnerin Sarah Polley, die mir gänzlich unbekannt war.
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