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HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 27. November 2013
"I vitelloni" (wörtlich: die Kälber), das sind Fausto (Franco Fabrizi), Moraldo (Franco Interlenghi), Leopoldo (Leopoldo Triesto), Alberto (Alberto Sordi) und Riccardo (Riccardo Fellini). Die Helden sind fünf junge Männer, die in puncto Charakter äußerst unterschiedlich und doch beste Freunde sind, denn es eint sie der Hang zum Nichtstun, zum Rumhängen, zur gepflegten Langeweile -ja, eben zum Müßiggang.
In einem verschlafenen Küstenort an der Adria beginnt der Winter. Die Feier zum Saisonabschluss, bei der auch die schönste Frau der Gegend, die "Miss Sirene" gekürt wird, fällt ins Wasser und die frisch gekürte "Miss Sirene" Sandra in Ohnmacht. Bald stellt sich heraus, dass sie schwanger ist und zwar vom Kleinstadtcasanova Fausto, dessen Name ebenso sprechend ist wie Moraldos (Moraldo ist der Bruder von Sandra). Fausto möchte zunächst Reißaus nehmen und sich vor der dräuenden Verantwortung drücken, aber sein Vater liest ihm ordentlich die Leviten und drängt ihn zur Heirat. Die Beziehung ist natürlich alles andere als glücklich, da die Katze das Mausen nunmal ungern lässt und Fausto hinter den Röcken her ist wie eh und je. Zu allem Überfluss wird er auch noch von seinem wohlsituierten Schwiegervater genötigt eine Arbeit aufzunehmen - als Hilfskraft in einem Devotionalien- und Krimskramsladen. Als er den Job schließlich aus gutem Grund verliert, beschließt er sich zu rächen und zieht auch noch seinen Schwager Moraldo in die Sache mit rein. Als Sandra es mit Fausto überhaupt nicht mehr aushält, verlässt sie eines Morgens das Haus mit dem gemeinsamen Baby und verschwindet zunächst spurlos und Fausto stürzt dadurch in eine tiefe und läuternde Verzweiflung. Währenddessen quält sich der Intellektuelle und Möchtegern-Autor Leopoldo mit der Produktion von Texten fragwürdiger Qualität ab und scheint auch bei einem abgehalfterten Mimen auf Interesse zu stoßen. Doch dann kommt alles anders...
In der französisch-italienischen Produktion "I vitelloni" greift Fellini eigene Jugenderinnerungen auf und verarbeitet sie in diesem neorealistischen Meisterwerk äußerst pointiert. Oft muss man laut auflachen, sei es, weil die Charaktere so originell gezeichnet sind, oder weil einzelne Szenen einfach so "echt" sind und sicher vielen bekannt vorkommen. Jeder hat "vitelloni", Menschen bzw. Männer, die sich vor Verantwortung drücken und am liebsten in den Tag hineinleben, in seinem Umfeld. Und irgendwie ist es komisch zu sehen, dass sich diese keineswegs unsympathischen Zeitgenossen schon vor 60 Jahren schon so verhalten haben wie heute :)
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am 24. Oktober 2011
"Die Müßiggänger" ist ein überragend tolles Porträt einer kleinbürgerlichen Gesellschaft. Es widmet sich der ewig-menschlichen Themen Hoffnung und Liebe und stellt eine lethargische Männergruppe in den Vordergrund, dessen Mitglieder gegen die Wertvorstellungen ihrer Eltern rebellieren. Fellini gelingt mit Bravour eine bedrückende Stimmung zu erzeugen, die durch satirische Einlagen immer wieder aufgebrochen wird. Überhaupt ist der ständige Wechsel zwischen Heiterkeit und Pessimismus, diese manchmal ungreifbare Atmosphäre, ein Charakterzug des Films. Emotionale Momente vermischen sich mit sachlicher Distanz; Poesie trifft auf Ironie - das ergibt alles zusammen ein amüsantes filmisches Dokument, welches gerade durch diese sonderbare, nicht selten witzige Darstellung autobiografische Züge erkennen lässt. Denn ein Außenstehender hätte das kleinstädtische Alltagsleben einer müßiggängerischen Generation meines Erachtens nach nie in dieser Form darstellen können.
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