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am 14. Juli 2014
"MARIA WALEWSKA" ist ein Film mit Greta Garbo und Charles Boyer über die Romanze zwischen der polnischen Gräfin Maria Walewska und Napoleon Bonaparte.

Die Handlung erzählt eine romantisierte Version der Geschichte der polnischen Gräfin Maria Walewska(Greta Garbo), die zum Wohle des Landes eine Beziehung mit dem Feldherrn und Kaiser von Frankreich Napoleon Bonaparte(Charles Boyer) eingeht.
Zu Beginn des Films ist die Gräfin mit einem um viele Jahre älteren Mann verheiratet, den sie achtet, aber nicht liebt.
Napoleon wird auf sie aufmerksam, als sich die Gräfin dem Kaiser in schwärmerischer Verehrung im Wald, welcher sich unter einer Schneelandschaft befand, nähert. Später, bei einem Ball kommt es zu einem unerwarteten Wiedersehen.Napoleons Zuneigung zu der schönen Frau verstärkt sich immer mehr und er verlangt, dass sie ihn in seinem Hauptquartier besuchen soll. Ihr Ehemann ist entsetzt und will unter keinen Umständen einwilligen. Patrioten versuchen ihn zu überzeugen, der Einfluss der Gräfin könne helfen, das durch die Polnischen Teilungen unter den Nachbarstaaten aufgeteilte Land wieder zu einen und erneut zu einem souveränen Staat zu machen...
Graf Walewski willigt dennoch nicht ein und Maria beginnt gegen seinen Willen eine Beziehung mit Napoleon, der bald darauf das Großherzogtum Warschau errichtet. Nach dem Friedensschluss mit Zar Alexander von Russland im Frieden von Tilsit folgt die Gräfin dem Kaiser nach Paris, später nach Wien, wo der Sieg über die Österreicher im Krieg von 1809 festlich begangen wird. In Wien eröffnet Napoleon der Gräfin, dass er die Tochter des Kaisers von Österreich, Marie Louise, heiraten werde, um eine eigene Dynastie zu gründen. Tief verletzt, und ohne ihm mitzuteilen, dass sie ein Kind von ihm erwartet, verlässt die Gräfin Walewska daraufhin den Kaiser...
Einige Jahre später besucht die Gräfin Napoleon auf Elba und stellt ihm den gemeinsamen Sohn Alexander vor. Die Niederlage bei Waterloo führt die beiden im Hafen von Rochefort ein letztes Mal zusammen. Die Gräfin versucht, ihn zur Flucht nach Amerika zu bewegen, aber Napoleon lehnt ab. Er verabschiedet sich von ihr und ihrem gemeinsamen Sohn und tritt seine Reise ins endgültige Exil allein an...

Ein wunderschönes Melodrama im HOLLYWOOD-STIEL von Clarence Brown nach dem Roman "Pani Walewska" von Waclaw Gasiorowski. Der Regisseur Brown und die Garbo drehten insgesamt sieben Filme, u. a. "ES WAR","DIE SCHAMLOSE FRAU", "ANNA CHRISTIE", "ANNA KARENINA" miteinander und dieser Film "CONQUEST" war ihre letzte gemeinsame Arbeit.

Wohl zum ersten Mal in ihrer Karriere musste Greta Garbo sich teilweise herbe Kritik gefallen lassen. Die meisten Rezensenten fanden ihre Darstellung anämisch, hohl und langweilig. Die wenigen guten zeitgenössischen Kritiken fielen auf Charles Boyer.
Die Göttliche stand danach nur noch für "NINOTSCHKA" und "DIE FRAU MIT DEN ZWEI GESICHTERN" vor der Kamera - nach dem sie für ihren letzten Film ebenfalls fast nur schlechte Kritiken erntete, zog sich Greta Garbo danach für immer vom Filmgeschäft zurück.

Die DVD hat eine gute Bild- und Tonqualiät.
Leider gibt es kein Extra auf dieser DVD - nicht einmal der Filmtrailer ist mit drauf, was für Greta-Garbo-DVD-Veröffentlichungen sonst üblich ist.
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Dieser eher selten zu sehende Film mit Greta Garbo bietet eine traumhaft schöne Hauptdarstellerin (fast noch schöner, als in der Kameliendame!) und wirklich sehr viel Kunstschnee. Polen im Winter, und alle sind mit dem Schlitten unterwegs. Ein perfekter Herbst- und Winterfilm, alles im Studio in Hollywood gedreht. Dass gegen Ende des Film das Drehbuch und die Liebe zwischen Maria und Napoleon zu wünschen übrig lassen, stört nicht ernstlich. Was mich jedoch gestört hat: es gibt keinen Zugriff auf einzelne Filmszenen. Das ist in der Tat dürftig!
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TOP 500 REZENSENTam 31. Mai 2011
... so die letzten Worte der Titelheldin zu ihrem Sohn, während die beiden dem ehemaligen Geliebten und Vater Napoleon Bonaparte auf dem Weg nach St Helena ein letztes Mal nachsehen.

Nahezu metaphorisch könnte man diese Worte auch auf den Film, seinen Star und seine Entstehungsgeschichte übertragen.
Nach "Königin Christine", "Anna Karenina" und "Camille" sollte Greta Garbo auf Wunsch von MGM und auf Anraten zahlreicher Berater, Freunde und Bekannten eigentlich eine zeitgemäßere Rolle übernehmen, beharrte aber erneut auf einem historischen Stoff, nämlich der Liebesgeschichte zwischen Napoleon und seiner "Polnischen Gemahlin" Marie Walewska.
Das Projekt soll über ein Dutzend verschiedener Drehbuchautoren verschlissen haben, die einen Wust einzelner, zum Teil wenig einheitlicher Szenen verfassten, Greta Garbos bevorzugter Kameramann William Daniels stand nicht zur Verfügung und die Dreharbeiten und mit ihnen die Kosten eskalierten in einem Maße, daß "Marie Walewska" letztlich der teuerste Film MGM's seit "Ben Hur" wurde - was ja nicht weiter schlimm gewesen wäre, wenn der Film die Kosten zumindest eingespielt oder besser übertroffen hätte.
Leider hatte das damalige amerikanische Publikum aber kein allzu großes Interesse an der dort zu wenig bekannten Geschichte, und so wurde der Film zu dem bis dahin größten finanziellen Desaster in der Firmengeschichte MGM's.
Greta Garbos Stern begann zu sinken, sie wurde als "Kassengift" verschrien und sollte nur noch zwei Filme drehen, nämlich Lubitsch's noch einmal sehr erfolgreichen "Ninotschka" und die scharf kritisierte "Frau mit den zwei Gesichtern", nach deren Misserfolg sich die "Göttliche" endgültig ins Privatleben zurückzog.

Wenn man sich den Film "Marie Walewska", der im Original den eher nichtssagenden Titel "Conquest" - "Eroberung" trägt, ansieht, kann man auch durchaus einige mögliche Kritikpunkte ausmachen.
Im Gegensatz zu der historischen Gräfin Walewska, die erst 20 Jahre alt war, als sie Napoleon kennenlernte, war Greta Garbo bei den Dreharbeiten immerhin 32 Jahre alt, was man aufgrund der recht realistischen Kameraarbeit Karl Freunds, der weniger mit Weichzeichner und mehr mit akzentuierten Licht- und Schatteneffekten arbeitete als Greta Garbos bevorzugter Kameramann William Daniels, auch recht deutlich sieht.
Auch wurden die tatsächlichen historischen Gegebenheiten teilweise abgeändert, so wurde Marie Walewska tatsächlich auch von ihrem Ehemann zu einer Affäre mit Napoleon gedrängt und er erkannte auf persönlichen Wunsch Napoleons auch das Kind Maries und Napoleons als sein eigenes an, obwohl er und Marie zu der Zeit bereits seit langem getrennt waren.
Allerdings sind ja nicht immer unbedingt die Filme die besten, welche die historischen Gegebenheiten am akribischsten nachzeichnen, genausowenig wie die Literaturverfilmungen die besten sind, welche sich am sklavischsten an die Vorlage halten.

Die wahren Gründe für das Scheitern des Filmes dürften also eher woanders liegen, möglicherweise in einer gewissen Überdrüssigkeit des damaligen Publikums an historischen Greta-Garbo-Filmen.

Wenn man sich den Film aus heutiger Sicht ansieht, lässt sich dessen grandioses Scheitern jedenfalls absolut nicht nachvollziehen:
Greta Garbo ist -wenn auch etwas gereift und nicht wie eine 20jährige wirkend- wunderbar in der Rolle, Ausstattung, Kostüme und Kameraarbeit stehen "Anna Karenina" und "Camille" in nichts nach -im Gegenteil!- und was die anderen Darsteller betrifft, hat "Marie Walewska" diesen gegenüber sogar einen deutlichen Vorteil aufzuweisen:
Während "Anna Karenina" ganz und gar Greta Garbos Film war und der sonst von mir sehr geschätzte Fredric March ("Die besten Jahre unseres Lebens") neben ihr etwas unterging und Robert Taylor in "Camille" neben ihr ohnehin recht blass blieb, hat sie in "Marie Walewska" mit Charles Boyer als Napoleon einen wunderbaren Gegenpart zur Seite.
Auch die Nebenrollen sind mit May Whitty, Maria Ouspenskaya und Reginald Owen hervorragend besetzt.
Vielleicht lag ja sogar gerade hier das Problem:
Während man zuvor gewohnt war, Greta Garbo in einzig und allein auf sie zugeschnittenen Starfilmen zu sehen, die sie wunderschön, ewig jung und perfekt ausgeleuchtet in weichzeichnender Kameraarbeit zeigten und in denen alle anderen Darsteller, die Ausstattung und die Kostüme lediglich den Rahmen für sie bildeten, ist "Marie Walewska" ein ausbalanciertes Gesamtkunstwerk, in welchem sie zwar immer noch der Star, aber nicht mehr das allein funkelnde Juwel ist.
Nicht ganz zu Unrecht wurden in den zeitgenössischen Kritiken denn auch eher die Leistungen Charles Boyers und Marie Ouspenskayas gewürdigt.
Charles Boyer wurde für seine Darstellung Napoleon Bonapartes wie auch im darauffolgenden Jahr für "Algiers" für den Oscar nominiert, unterlag aber leider beide Male Spencer Tracy (in "Manuel" und "Teufelskerle").

Auch der enorme Aufwand, der in dem Film steckt und dessen Kosten man ihm auch ansieht, dürfte damals seinesgleichen gesucht haben.
Neben der verschwenderisch ausgestatteten Ballszene bleibt vor allem die Szene im Gedächtnis, in der berittene Kosaken zu Pferde in das Schloss eindringen.

Aus heutiger Sicht ist "Marie Walewska" für mich neben "Königin Christine" einer der besten aller Garbo-Filme, den ich somit nur empfehlen kann und außerdem ein Denkmal für eine Frau, die in den Geschichtsbüchern nur eine Fußnote ist.
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