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  • Django
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
57
3,9 von 5 Sternen
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Preis:4,99 €+ 5,00 € Versandkosten


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am 23. März 2014
Über die dvd qualitätkann ich leider nichts sagen da ich kein fachmann bin. die italienische syncro hat mir gereicht. die qualität des filmes steht freilich außer frage. An und für sich bin ich voll und ganz zufrieden.
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am 16. Februar 2016
ACHTUNG: Da Amazon meine Rezension offenbar auch mit seinem "Prime"-Streaming-Angebot des originalen "Django" mit Franco Nero verknüpft hat, erscheint sie ohne meine Einflussmöglichkeit ebendort. Zweifellos hat auch "Django" als einer der großen Klassiker der Filmgeschichte fünf Sterne und eine Lobeshymne verdient, also unbedingt anschauen!
- nur hat meine nachfolgende Rezension von "Django - Unbarmherzig wie die Sonne" nichts damit zu tun (wie auch die beiden Filme inhaltlich in keinerlei Zusammenhang stehen: der Name "Django" wurde allein aufgrund seiner Werbewirksamkeit für eine Vielzahl von mehr oder weniger guten Italo-Western verwendet, da der Name nie unter Markenschutz stand).

Im informativen und launig erzählten "Making of" erwähnt Regisseur und Drehbuchautor Mario Lanfranchi in der Rückschau seine Herangehensweise: "Ich wollte keinen spektakulären Film drehen." Das ist ihm im allerbesten Sinne gelungen, denn nicht ein Spektakel, sondern eine einfache, aber sorgfältig ausgearbeitete Geschichte sowie ausgefeilte Charaktere und stimmungsvolle Schauplätze stehen im Mittelpunkt.
Ungewöhnlich für das Western-Genre, erzählt Lanfranchi seinen Film in vier Episoden, die durch eine Rahmenhandlung miteinander verwoben sind.

Der deutsche Titel, der anders als das italienische Original den Namen "Django" trägt, ist eher ungelenk. Aber schon die erste Szene in der Wüste vermittelt dann doch seine Sinnhaftigkeit: der Held ist "Unbarmherzig wie die Sonne". Der Originaltitel ist trotzdem klangvoller: "Sentenza di morte" (zu Deutsch: "Todesurteil").

Überhaupt ist die erste Episode ein überaus starker Einstieg. Nach und nach erschließt sich dem Zuschauer durch knackig-knappe Rückblenden und aus Andeutungen in den Dialogen, warum sich die beiden Männer in Sichtweite voneinander durch die Wüste schleppen. Es mag zwar nicht übermäßig glaubwürdig sein, dass Diaz ohne Wasser ausgerechnet in die Wüste flieht. Hat man das jedoch akzeptiert, ist das folgende Geschehen in sich stimmig und sehr spannend ausgestaltet. Wie auch im weiteren Filmverlauf sind die Schießereien in der Hacienda hervorragend choreografiert. Auch der Kameramann Antonio Secchi hat ganze Arbeitet geleistet und fängt die abweisende Stimmung der Wüste und die sonnenverätzen Gesichter der beiden Männer meisterhaft ein.
Robin Clarke, der sicher nicht zufällig in seiner Erscheinung an Clint Eastwood erinnert und doch einen eigenständigen Darstellungsstil zeigt, spielt die Hauptrolle des Django (im Original Cash genannt). Schon bei seinem ersten Auftritt nimmt er den Zuschauer für den gebrochenen, wahrlich unbarmherzigen Helden ein. Er unterspielt seine Rolle gekonnt (und erinnert auch darin an Eastwood, ohne ihn nachzuahmen). Umso mehr wirken die wenigen Momente, in denen er seinen Django aus seiner lässig-kühlen Grundhaltung ausbrechen lässt. Es verwundert mich sehr, dass Clarke trotz seines Talents und seiner bemerkenswerten Ausstrahlung keine nennenswerte Karriere vergönnt war. Richard Conte, ein Schauspieler mit einer respektablen Hollywood-Karriere, spielt Djangos ersten Gegner glaubwürdig. Von allen vier Gegenspielern ist sein Diaz sicher der unscheinbarste. Und er ist der einzige, der sich reuig-einsichtig zeigt, was seine Verfolgung durch Django noch unerbittlicher wirken lässt.

Die zweite Episode wechselt die Szenerie radikal und ist fast ein Kammerspiel. Größtenteils spielt sich das Geschehen in einem einzigen Raum, einer Bar, ab. Django fordert Montero zum Pokerspiel heraus. Auch hier ist die Kameraarbeit hervorragend, besonders beeindruckend etwa der Wechsel in die Vogelperspektive mit Blick über den Pokertisch oder der elegante Kameraschwenk um den Hinterkopf von Montero während der Partie. Enrico Maria Salerno, ein ungemein wandlungsfähiger Schauspieler, zeigt seinen Montero als intellektuell-gewiefte Spielernatur, der der Sieg mehr bedeutet als der tatsächliche Gewinn. Salerno kann seine große Schauspielkunst insbesondere in den zahlreichen Nahaufnahmen zeigen, in denen sein Blick und seine Gestik Bände sprechen. Montero begegnet Clarkes' Django absolut auf Augenhöhe in diesem intensiven Psycho-Duell, der Ausgang scheint bis zuletzt offen. Nicht nur deshalb ist die Spannung groß. Auch der hinterhältige Angriff von Monteros Scherge ist klasse inszeniert. Er deutet sich für den Bruchteil einer Sekunde in Monteros Blick an, so dass Djangos schnelle Reaktion durchaus realistisch erscheint. Auch die Sterbeszene ist ungewohnt realistisch dargestellt, geht der Scherge nach dem Treffer doch noch ein paar Schritte, bevor er tot zusammenbricht. Tragisch, gerade weil nicht theatralisch inszeniert, ist der Tod der Bardame. Er lässt selbst Django für einen kurzen Moment die Beherrschung verlieren. Schließlich wird auch Djangos Markenzeichen eingeführt. Seine Vorliebe für Milch wirkt interessanterweise nicht aufgesetzt, erklärt sie sich doch schlüssig aus seinem zuvor im Film bereits erwähnten Alkoholismus.

Mit der dritten Episode findet die Religion Eingang in den Film. Das Gebaren des selbsternannten (?) "Padre" Baldwin und seiner Begleiter darf als satirische Kritik an der wohlbekannten Doppelmoral vieler Würdenträger der (hier katholischen) Kirche verstanden werden. Scheinheilig und mit großen Worten bezichtigt er drei einfache Bauern unchristlicher Verfehlungen, um sie anschließend erbarmungslos zu exekutieren. Charmanterweise verzockt sich Django in der Auseinandersetzung mit "Bruder" Baldwin. Er ist damit spätestens jetzt nicht mehr ein Über-Held, der das Geschehen dominiert.
Ein neuer, rätselhafter Aspekt ergänzt die Rahmenhandlung, denn Baldwin glaubt, dass Django um einen Goldschatz weiß. Baldwin begnügt sich daher vorerst damit, Django ins Bein zu schießen und in der Wildnis auszusetzen, um ihn später zum Reden zu bringen. Hier zeigt sich erneut die Klasse von Mario Lanfranchi, der den Film nicht nur inszenierte sondern auch das Drehbuch schrieb: Django erkennt seine scheinbar ausweglose Situation und ist sichtlich verzweifelt. Und die Auflösung, dass Django unter größten Schmerzen das Projektil, das in seinem verletzten Bein steckt, wiederverwendet, mag technisch unsinnig sein (ich bin kein Arzt und kein Munitionsexperte), ist in sich aber sehr schlüssig ausgestaltet. Adolfo Celi verkörpert "Bruder" Baldwin angemessen diabolisch, ohne ins theatralische abzugleiten. Dadurch bleibt seine Figur bei aller satirischen Überhöhung durchaus glaubwürdig. Robert Clarke zeigt seinen Django in dieser Episode als - buchstäblich - verletzlichen Helden. Das Szenenbild und die Fotografie sind ein weiteres Mal erstklassig, insbesondere die Nachtszene mit den Fackel-Reitern und Baldwin als "schwarzer Dämon" im Hintergrund beeindruckt.

Zum Abschluss folgt die vierte Episode, die wohl in erster Linie zur parteiweisen Ablehnung des Films bei Kritik und auch Publikum führte. Der Literatur ist jedenfalls zu entnehmen, dass "Sentenza di morte" bei der zeitgenössischen Kritik heftig umstritten war und dabei insbesondere Djangos Auseinandersetzung mit O'Hara im Fokus der Filmrichter stand. Zweifellos ist die Figur des Albinos sehr theatralisch angelegt. In meinen Augen ist sie jedoch dank Tomás Miliáns Schauspielkunst ein eindrucksvoller Bösewicht, denn Milián füllt die Rolle hervorragend aus: sein O'Hara ist ein hysterischer, psychopatischer Killer, dessen übermäßige Zuneigung einzig Gold und blonden Frauen gilt. Schon sein erste Auftritt verdeutlicht das: liebevoll und zugleich irre spielt O'Hara mit dem als Köder ausgelegten Goldstück und vergleicht es mit der Haut einer blonden Frau (!). Auch in kleinen Details, etwa die stark lichtempfindlichen und ohne Brille permanent zusammengekniffenen Augen, ist Miliáns Darstellung stimmig. Sicher überspielt er seine Figur. Doch gerade dadurch wirkt das Zusammentreffen mit Robin Clarkes unterspieltem Django faszinierend: zwei krasse Gegensätze treffen aufeinander.
Zuvor schon brennt sich ein Dialog für die Ewigkeit ins Gedächtnis ein:
Django: "Ich erwarte morgen eine Wagenladung Gold."
Barkeeper (lacht): "Werd' erstmal wieder nüchtern."
Django (schwenkt sein Milchglas und tippt darauf): "Ich trinke nur Milch."
So geht lässig-trockener Humor.
Eine weitere Szene entfaltet nur im italienischen Original Ihre Klasse. Django vergleicht hier die erwartete Ankunft von O'Hara mit dem Leeren einer Milchflasche: "Un'ora. Due ore. Tre ore. Arrivo O'Hara...". Ein schönes Wortspiel, das weder auf Deutsch noch auf Englisch funktioniert.
Das Szenenbild mit der verlassenen Klosterruine im Finale ist atmosphärisch düster und damit ein perfekter Schauplatz für die letzte Pointe des Films: O'Hara glaubt Django endgültig ausgetrickst zu haben und lässt Django spöttisch dessen eigenes Grab schaufeln. Tatsächlich aber wird es sein eigenes werden.

Für den deutschen Markt wurde der Film zwar textlich durchaus gelungen übersetzt, aber die deutschen Sprecher wirken fast durchgehend lustlos und ihr Tonfall ist größtenteils eintönig. Eine echte Fehlbesetzung ist Harald Juhnke (!) als Stimme von O'Hara. Er wird der exaltierten Figur überhaupt nicht gerecht. Leider geht dadurch viel Atmosphäre verloren. Ich empfehle daher dringend die originale italienische Sprachfassung mit deutschen Untertiteln zu wählen (auf der DVD enthalten). Die italienischen Sprecher (der Brite Robin Clarke wurde beispielsweise synchronisiert) verstehen ihr Handwerk deutlich besser.

Der Soundtrack von Gianni Ferrio mag vielleicht nicht ganz so eingängig sein wie (einige) der Western-Scores des berühmteren Ennio Morricone. Im Grunde lassen sich die Arbeiten aber auch schlecht vergleichen, pflegt Ferrio doch anders als Morricone einen mehr am Jazz als an klassischer Musik orientierten Stil. Jedenfalls unterstützt seine Musik die Stimmung des Films ausgezeichnet. Auch der Titelsong "The last game" ist gelungen.

Das Bild und der Ton der DVD sind - eingedenk eines über 40 Jahre alten Ausgangsmaterials - technisch gut aufbereitet. Leider gibt es derzeit (2016) noch keine Aussicht auf eine HD-Veröffentlichung. Das Filmmaterial hat sicher noch Potenzial, so meine Hoffnung angesichts einiger starker HD-Veröffentlichungen von anderen Italo-Western aus dieser Zeit.

Insgesamt ein großer, einzigartig gebliebener Klassiker, der auf einer Stufe mit den besten Werken von Sergio Leone, Sergio Corbucci oder Sergio Sollima steht. Umso bedauerlicher ist es, dass Mario Lanfranchi nur diesen einen Western drehte.
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am 22. April 2014
Eine DVD zun ansehen und Franco Nero in einer Paraderolle. Deswegen holt man sich solche Filme ins Haus.Gehört in jede DVD - Sammlung.
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am 7. November 2009
DER Italo-Kultwestern schlechthin, der das gesamte Genre revolutionierte und auf dessen Entwicklung einen stärkeren
Einfluss hatte als sämtliche Leone-Filme zusammen. Neben Franco Nero brilliert als Fascho-Major Jackson Eduardo
Fajardo, der neben Fernando Sancho und Jose Bodalo in den Bösewicht-Olymp des Italowestern gehört.
Sergio Corbucci schuf sich mit diesem dreckigen, knallharten Schlamm-Western sein eigenes Monument und einen Meilen-
stein der Filmgeschichte. Wer diesen Film nicht kennt, gehört von Major Jackson persönlich erschossen!
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am 4. Dezember 2008
... läßt dann aber stark nach - spätestens ab der Saloon-Frequenz in der er seinen Waffengurt ablegt und sich freiwillig in die Gewalt des Verbrechers begibt wird der Film absolut unglaubwürdig ! Die BQ meiner DVD war i.O.
>>> gehört zu Django - Unbarmherzig wie die Sonne
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am 22. Februar 2010
Diese DVD ist allein wegen des Interviews mit Regisseur Mario Lanfranchi zu empfehlen. Selten hat ein Regisseur einen Film theatralischer, komischer und vor allem unterhaltsamer-informativer vorgestellt. Leider ist dieses Interview aber nicht vollständig (vgl. französische DVD Ausgabe des Films, die noch eine lustige Anektdote von den Dreharbeiten bringt, die angeblich gleicheitig zu Lawrence von Arabien in demselben Canyon in Spanien stattgefunden haben). Ausserdem fehlt das Interview mit Milian, dass sich auch auf der franz. DVD befindet.

Zum Inhalt des Filmes sage ich hier nichts, schleppt sich ein bisschen, ist aber unterhaltsam. Cash (Django) rächt sich an den Mördern seines Bruders. Es gibt 4 Episoden, von denen die erste und die letzte am besten sind.

Visuell ist alles sehr schön und die Schauspieler recht überzeugend, nur das kann die vielen Logiklöcher des Rachefeldzuges nicht tilgen.

1. Cash verfolgt sein erstes Opfer (Richard Conte) in der Wüste, hat allerdings keinen Revolver, dafür aber Wasser. Angeblich wurde ihm der Revolver zuvor von seinem zukünftgen Opfer aus dem Hafter geschossen. Warum diese Szene dann nicht in der Rückblende des langen Schuss-Kampfes vorkommt, ist unverständlich. Im übrigen könnte der Verfolgte warten und Cash einfach abknallen und nach Hause zurückkehren, denn sein Verfolger ist ja unbewaffnet. Schon merkwürdig.

2. Vor dem Duell mit Poker-Gangster deuten sich zarte Liebesbande zwischen Cash und Mexikanerin an. Er weist sie aber an seiner Tür ab. Also nichts mit Liebe. Am nächsten Tag liegt sie tot vor dem Saloon. Absolut unnötig dieser Einfall des Regisseurs. Laut Audiokommentar dachten die Gangster, sie könnten Cash persönlich treffen, wenn sie das hübsche Mädchen, das zudem noch Eigentum der Gangster war (!), töten. Zuvor hat Cash den Gangster schon beim Pokern komplett ausgenommen und dieser verlässt den Salon mit den Worten, er hätte nichts mehr, was er einsetzen könnte. Aber er hatte kurz zuvor das Mädchen gewonnen, dass ein anderer Pokerpspieler an ihn für 10 Dollar verspielt hatte. Also hätte er Cash das Angebot machen müssen, sie als Gewinn einzusetzen, zumal der Regisseur das Mädchen die ganze Zeit im Hintergrund hervorhebt. Bizarr.

3. Gangster, der sich als verückter Priester (Adolfo Celli) gibt, schleift Cash in eine Schlucht, schießt ihm ins Bein und leert den Revolver. Cash gelingt es aber eine Patrone zu "bauen" und tötet den Gangster mit dieser einzigen Kugel. Allerdings hat dieser noch rund 20-30 Leute dabei. Dann erfolgt ein Schnitt und Cash sitzt im Salon und schlürft Milch. Maestro Lanfranchi war es wohl zu trivial, zu erklären, wie Cash auch die restlichen Bandenmitglieder ohne Pistole umlegt und mit zerschossenem Bein aus der Wüste ohne Pferd entkommen kann.

3. Schleimiger Cowboy dient sich Cash als Gehilfe an. Kriegt dafür Goldstück. Cash legt dann dicken Mexikaner um, dem er zuvor zahlreiche Goldstücke hingeworfen hat und beauftragt seinen Gehilfen, den Toten wegzutragen. Daraufhin der: "Ja, aber das ist ja wohl ein bisserl viel Arbeit für nur ein Goldstück". Daraufhin wirft Cash ihm ein weiteres Goldtück hin, obwohl doch der Boden mit Münzen übersät ist. Komisch!

4. O'Hara kehrt in sein Hauptquartier zurück. Seine Gehilfin dort hat schware Haare! Obwohl er doch seit jeher auf Blondchen steht. Unstimmig.

5. Tomas Milian grandios als Albino-Killer O'Hara, der auf Gold und blonde Frauen steht. Allerdings hat die Frau,die Django dann als Köder für O'Hara dient sichtbar gefärbte blonde Haare. Es war wohl zu schwierig eine echte Blondine aufzutreiben. Unüberzeugend.

Insgesamt aber ein netter Western; von einem Meisterwerk, wie es Meister Lanfranchi im Making Of Interview in seiner Villa zelebriert, kann aber keine Rede sein. Herausragend Tomas Milian, der mit seiner Darbietung Kinski Konkurrenz macht. Insgesamt 3 Sterne, insbesondere wegen der guten Extras (3 Sprachfassungen) und Audiokommentar, verschied. Trailer und Vorspänne). Fans müssten aber zur Komplementierung der Interviews noch die französische DVD anschaffen.
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am 27. Oktober 2014
Ein Mann, ganz in Schwarz gekleidet wie Zorro, nicht so sauber, elegant und berühmt wie einst der Rächer der Armen und Schwachen, sondern staubbedeckt, stoppelbärtig und bedrohlich, einen Sarg hinter sich herschleifend, taucht während eines unglaublich guten Titelsongs bereits in der Anfangssequenz des Films, irgendwo im Schmutz der Einöde des Grenzgebiets zwischen den Staaten und Mexico auf.

Der Mann heißt, wie man bereits im Song erfährt, "Django". Django ist ein finsterer Typ. Im Lauf der Handlung spricht er wenig und reagiert schnell. Damit unterscheidet ihn aber noch wenig von den "alten" Western-Helden. Neu ist sein fehlender Idealismus, seine Cleverness, gepaart mit Zynismus und auch Brutalität. Er ist ein Mann mit Vergangenheit und er überlebt nicht, weil er mutiger, sondern schlauer ist als seine Gegner. Der Beobachter fragt sich zuerst, nach der Bedeutung des Sarghintersichherschleifens. Man erfährt es im Verlauf der Geschehnisse irgendwann. Django wird seinen Sarg öffnen, ein Maschinengewehr der alten, nichtsdestoweniger totbringenden Art herausholen und seine Gegner gleich reihenweise umpusten.

Verkörpert wird Django von dem unverbrauchten jugendlich-frischen Franco Nero und - um es vorwegzunehmen - dieser erste Django-Film wurde zum nie mehr erreichten Vorbild für alle folgenden "Django-Western" !

Vor "Django" hatte im Italo-Western nur Sergio Leone mit seinem Streifen "Für eine Handvoll Dollar" in den USA erstmals aufhorchen lassen und einen ungewöhnlichen finanziellen Erfolg, obwohl dieser erste "Dollar-Film" sich immer noch in etwa nach amerikanischem Vorbild richtete und erst später zum Kult-Western wurde. Mit Sergio Corbuccis "Django" schließlich, berfreite sich der "Italo" endgültig von seinem amerikanischen Vorbild.

Der schweigsame Held ist nicht länger ein asketischer Einzelgänger, sondern ein sinnlicher Typ. Erotik und Frauen gehören selbstverständlich zu seinem Leben. Die Braut blickt nicht mehr sehnsüchtig aus dem Fenster der Ranch ihrem Helden nach wie er davonreitet, träumend, dass er einst wiederkehrt - sie reitet im Italo-Western an seiner Seite, kämpft mit ihm oder gegen ihn, im Bett, in der Prärie oder wo auch immer.

Corbuccis bahnbrechendes Westernspektakel wurde zu einem der einflußreichsten Westernfilme seiner Zeit, zu einem Kultfilm für immer und prägte viele Filmemacher - nicht zuletzt Quentin Tarantino mit seiner verneigenden Hommage "Django Unchained".

Fazit: Egal ob man Anhänger des "klassischen Westerns", des "Italo-Westerns" oder "nur" "Sergio Leone-Fan" ist (übrigens, am besten man ist alles auf einmal), Corbuccis "Django" sollte man einfach gesehen haben...

Diese FSK 18 Veröffentlichung in ausgezeichnetem Bluray, brandneu und sorgfältig abgetastet vom komplett wiederhergestellten Filmnegativ, ungeschnitten und im Original-Look von Corbucci, ist die einzig wahre Version von Django - nie erreicht und unnachahmlich. Die "Extras" auf der Scheibe, Dokumentationen über den Film und Franco Nero mit Interviews von ihm, sind eine wunderbare Zugabe dieses außergewöhnlichen Westerns.
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am 26. Februar 2017
Dies ist sicher ein Film, der die Geschmäcker nicht immer trifft. Ich kannte ihn zwar, hatte ihn aber ewig nicht mehr gesehen. Ein typischer Italo-Western aus der Schmiede von Sergio Corbucci. Vom Bild her bin sehr angetan in Anbetracht des Alters. Diverse Male saust zwar der Filter dazwischen und es grieselt schon ordentlich. Für die Verhältnisse aber in Ordnung, denn manche Nahaufnahmen sind topp. Ob dieses Werk nochmals ein Mastering bekommt ist jedoch fraglich. Die größte Freude machte mir die Ausstattung der Sets und der Schauspieler - keine gestriegelten Schauspieler und Wege, die nach Regen auch matschig und dreckig sind - wie in Deadwood eben. Der Ton ist in Mono mit Gerd-Günter Hoffmann als Synchronsprecher für Franco Nero und ist sehr klar und present. Ich glaube nicht, dass mit einer Neuvertonung etwas Besseres rumkommt. Man ist höchstens wieder irritiert über abweichende Stimmen der bekannten Synchronisationen. Wie bei einem Rezensenten erwähnt kam der Film gar nicht gut weg. So war der Italo-Western damals eben und nicht unbedingt immer Spitze. Kleinere Dokumentationen runden den Film ab. Wenn man Trailer und Blu-Ray vergleicht, dann ist das Bild doch klasse geworden. Django mit dem hintersichherziehenden Sarg ist und bleibt ein Westernkult!
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TOP 500 REZENSENTam 25. Mai 2013
,...da ist es also nun und sieht mit dem schwarzen Case und dem roten Cover richtig schick aus.

Es gab eine Zeit, da kamen aus Italien stilbildende Filme, das waren nicht nur die Italo-Western, sondern auch Horrorfilme, die sogenannaten "Giallos", dann waren da noch Bud Spencer & Terence Hill und auch Adriano Celentano gehörte dazu.

Das war eine schöne Zeit.
Was kommt heutzutage noch aus Italien außer schlechten Nachrichten über Berlusconi & Co.?
Leider nichts.

Für mich war Tarantinos großartiger "Django Unchained" Grund, sich mal mit seiner Inspiration "Django", der im Übrigen bis auf den Namen mit "Django Unchained" nichts zu tun hat, auseinanderzusetzen.
Die ebenfalls jetzt erhältliche "Django Trilogie" enthält ja bekanntermaßen einen Film, der vor "Django" gedreht und dann umbenannt wurde und einen Nachfolger, der von einem anderen Regisseur gedreht wurde, somit ist eigentlich nur das hier vorliegende Original von Interesse.
Der Film, eigenartigerweise ab 18 freigegeben, Tarantinos wesentlich blutigerer "Django Unchaied" ist ab 16 freigegeben, das verstehe, wer will.
Auch ein Kuriosum: In England war der Film 25 Jahre lang verboten.
Der Film ist in der 18er-Fassung ungeschnitten.

Zunächst aber einmal zur Bild- und Tonqualität der Blu-Ray:

Der Film ist aus dem Jahr 1966, somit fast 50 Jahre alt und wurde mit kleinem Budget realisiert.
Daher kann hier auch auf Blu-Ray natürlich nichts herauskommen, was von der Bild- und Tonqualität an aktuelle Filme heranreicht.
Man hat allerdings auch schon noch ältere Filme in besserer, aufpolierter Qualität als "Django" gesehen, das wird vermutlich am Ausgangsbildmaterial liegen.
Man muss aber davon ausgehen, dass der Verleih hier das bestmögliche herausgeholt hat, mehr wird einfach nicht drin sein.
Die Farben sind knackig, dafür rauscht es ordentlich, der Bildstand ist bisweilen unruhig und der Ton ist natürlich nur in Mono.
Das muss man vorher wissen, um nicht enttäuscht zu sein.
Damit muss man leben, besser hat man den Film noch nicht gesehen und das wird auch sicher in Zukunft nicht der Fall sein.
Dadurch hat das Ganze aber auch ein gewisses Retro-Flair.

Nun zum Film selbst:
Franco Nero, ein Künstlername für Francesco Sparanero, war damals gerade 23 (geboren 1941), als er für diesen Klassiker ausgewählt wurde.
Django (F. Nero) ist im Morast mit seinem Sarg im Gepäck unterwegs durch die Prärie, als er auf Maria (Loredana Nusciak) trifft, die gerade von ein paar Halunken mishandelt wird.
Django fackelt nicht lange und mit Maria und dem Sarg im Gepäck macht er sich auf den Weg in das nächste Kaff.
Dort ist nicht viel los, auch hier herrscht die gleiche Horde an Halunken.
Django macht es sich nun "gemütlich" im "Luxus"hotel vor Ort und es dauert nicht lange, bis sich sein Sarg öffnet und neue Särge klargemacht werden müssen...

Das Ganze hat Witz, eine ordentliche Portion Grundhärte, der Sarg macht das Ganze einzigartig und der Film ist nicht zu Unrecht Kult.

Wer ihn noch nicht kannte, kann also in Form dieser günstigen und hübschen Blu-Ray sein Versäumnis nachholen.
Wer ihn schon kennt, hat jetzt ebenfalls die Chance, ihn sich noch einmal als Blu-Ray in's Regal zu stellen.
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am 27. Mai 2011
Der Film ist absolut Spitze, hier stimmt einfach Alles, Spannung, gute Dialoge, passende Musik und natürlich viel Schießerei. Franco Nero der Rächer, spielt seine Rolle sehr gut, mit Sarg im Schlepptau darin sein Maschinengewehr, seinen langen Mantel und den tief sitzenden Hut, unrasiert, kantiges Gesicht und stechend blauen Augen, der Rächer am Major. Die brutalen Szenen sollen satirisch die Geschichte untermalen. Die Atmosphäre und die erzählte Geschichte, genau dass machte den Italowestern berühmt. Dieser Film ist einer der Besten und hat eine ganze Reihe von Nachahmerfilmen hervorgebracht. Ich würde allen nur empfehlen die ungeschnittene Version sich anzusehen, weil die gekürzten Filme nur Stückwerk sind. Zu den Italowestern gehört die ungeschliffenen, rauen und brutalen Typen dazu, im Gegensatz zu den guten Helden aus den US-Western.
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