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am 18. April 2011
Nur wenige Monate nach ihrem Debut Adolescent Sex, erschien mit Obscure Alternatives bereits das zweite Album der New Wave-Band Japan und um es gleich vorweg zu nehmen, zwischen diesen beiden Alben liegen Welten.

Die Funkeinflüsse des Vorgängers sind fast völlig verschwunden, eigenständiger und experimentierfreudiger klingt die Band auf ihrem Zweitling und sorgt damit für mächtig viel Abwechslung.

Auch stimmlich macht David Sylvian einen reiferen Eindruck; war er auf dem Vorgänger noch in vergleichsweise hoher Tonlage zu hören, gibt er jetzt auch mal einen Bariton zum Besten.

Das Cover des Albums gibt indes nicht sehr viel über dessen Inhalt preis, durchgestylt präsentiert sich die Band noch etwas unbeholfen im Scheinwerferlicht, während David Sylvian recht grüblerisch im Vordergrund verweilt.

Schon das Eröffnungsstück "Automatic Gun" weiß durch seine ausgeklügelten Arrangements zu gefallen, Richard Barbiere setzt mit seinen zahlreichen Synthie-Effekten besondere Akzente, der Bass kommt hier richtig zum Brodeln und Streicherelemente verleihen diesem Stück etwas Himmlisches, dazu die schneidigen Gitarrenriffs und fertig ist der perfekte New Wave Song.

Den nächsten Song "...Rhodesia" kann man am besten mit dem Begriff Cosmic Reggae beschreiben, ein solider Reggae Groove trifft auf schwebende Synthieklänge, so wird beim Hören ein ganz besonderer Effekt erzielt, man hat nämlich das Gefühl, als würde sich der Song wie Licht den gesamten Raum ausfüllen.

"Love Is Infectious" ist ein richtiger Rockkracher, vom Stil her, hätte der Song auch vom Vorgänger Adolescent Album stammen können, doch geht man hier noch eine Spur härter zu Gange, die Band putscht sich hier regelrecht zur Höchstleistung, ein extrem cooles Gitarrenriff, toller Bass und eine kurze Pianopassage sorgen für mächtig viel Spaß.

Auch Sometimes "I Feel So Low" erinnert wieder an den Vorgänger, hier werden noch einmal alte Glam Rock-Tage zelebriert, ein stampfender Bass, ein schmissiges Piano und tolle Gitarre, wecken noch einmal nostalgische 70ies Gefühle.

Der Titelsong des Albums "Obscure Alternatives" hebt sich von allen bisherigen Japantiteln ab, ganz langsam baut sich dieser Song auf, besonders David Sylvians tiefer Gesang schafft eine bedrohliche Grundstimmung, es ist schon fast erschaudernd mit welch intensiver Stimme David Sylvian hier seinen Weltschmerz von der Seele schreit.

Nachdem recht schwermütigen Titelsong wird beim nächsten Track "Deviation" ein wahres Feuerwerk an guten Ideen abgeschossen, Kraftwerk-Rhythmen treffen hier auf schneidige Gitarrenriffs, Bläsereinsätze sorgen für die gewisse Beschwingtheit, man kann gar nicht anders als zu diesem Song zu tanzen. Gegen Ende des Songs beweist Richard Barbiere noch einmal sein Gespür für effektvoll eingesetzte Klänge - sehr elektrifizierend das ganze.

"Surburban Berlin" versprüht sehr viel Charm, von der Atmosphäre her, fühlt man sich mitten in das Berlin der 20er Jahre versetzt, verruchte Bars, und kunterbuntes Varieté zieren das Szenario, der Klang Sylvians Stimme bei "Welcome To Suburban Berlin" hat schon etwas sehr wehmütiges als wollte er gleichzeitig Abschied von dieser Stadt nehmen.

"The Tenant", der letzte Song des Albums, ist eine Hommage an Brian Eno, von einer sehr melancholischen Grundstimmung getragen, entfaltet das Stück im Verlauf seiner 7 Minuten seine ganze Schönheit. Ein schwermütiges Piano, schmerzverzerrteGitarren, und ein sehnsuchtvolles Saxophonsolo gegen Ende des Stückes verleihen ihm diesen verzweifelten Unterton.

Was Japan mit Obscure Alternatives abgeliefert haben, grenzt schon an ein kleines Wunder, die Band hat mich mit ihrer Vielseitigkeit und ihrem Gespür für tolle Arrangements wirklich überrascht.

Es gibt auf dem Album nicht einen schwachen Song, mir persönlich sagt lediglich das überlange "...Rhodesia" nicht so zu, weil mir sein Reaggae-Groove ein wenig zu eintönig erscheint.

Japan haben mit Obscure Alternatives ein kleines Meisterwerk des New Wave geschaffen, dass ich uneingeschränkt jedem empfehle, der etwas auf gute Musik hält.
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Innerhalb kürzester Zeit legten, die zunächst als Quintet operiende Band, "Japan" zwei Alben vor. Mit fast beängstigendem Energie- und Ideenfluß und unter dem pragmatischen Titel präsentierten sie ihr zweites Album nach "Adolescent Sex". "Japan" waren hier nicht der intelektuellen Überfrachtung von Text und Musik erlegen, im Gegenteil im Vergleich zum Debütalbum klingen die "Obskuren Alternativen" wesentlich klarer, gestraffter und konsequenter. Im Vordergrung steht "David Sylvian" als Sänger und Songschreiber, einer aus der Schule der ewig leidenden, extrovertierter Gesangsreptilien, die jedes ihrer verfassten Worte geqüält und ungern und gleichzeitig doch überzeugt herauspressen. Die Band hat sich hier der subtilen Brutalität, der schwarzen Romantik seiner Lieder gebeugt, jedoch immer auf dem Sprung ins Unerwartete,. Als eine der wenigen damals neuen Bands war es Japan gelungen alle wesentlichen Musikströmungen Ende der 70ziger zu einem eigenständigen Sound zu verarbeiten. Neben den Einflüssen von "New York Dolls" und "Velvet Underground", welche sie auf dem nächsten Album "Quiet Life"mit "All Tomorrow`s Parties" gecovert haben. Es geistern Punk, New Wave und Elektronik durch die kompakteren Arrnagemnets, selbst der "Funk" fehlt nicht, dessen Spuren auf den späteren Alben noch deutlicher an Mick Karns (RIP) bundlosem Bassspiel erkennbar werden sollten, hier jedoch nochin einer "Japan-Musik" adäquaten schweren Form. "Rhodesia" böse, verformt und unheimlcih, wenn zum Schluß abgestorbene, zerstückelete "Reggae" oder "Ska" Fetzen an die Zerstörung der Kulturen mahnen. Beklemmend in seiner nihlistischen Aussage auch das Titelstück.
Nur an der Oberfläche die erstarkte Wiederholung ihres Vorgängers stellte "Obscure Alternatives" nichts weniger dar als Japans Emanzipation als Band, die, befreit von innerem und äußerem Druck, die musikalischen Kräfte spielen ließ und eine textliche Themenwahl anbot, die ausreichend brisant war, und die die eilig aufgesprungene "Teenie Presse" ,ich erinnere mich an "Bravo" Poster, in eine Zwickmühle brachte. "Automatic Gun" beschäftigt sich mit den Opfern politischer Machtverschiebung zwischen Wahl und Revolution. "Rhodesia", damals ein heißes Eisen, im Zusammenhang mit der "Apartheit" und "Suburban Berlin" versucht einen Vergleich zwischen Berlin der Zeit unmittlebar vor dem zweiten Weltkrieg und den rechts radikalen Bewegungen in Großbritanien der End-70ziger Gegenwart. "The Tenant" im musiklaischen Stil von David Bowie/ Brian Enos "Low" und "Heroes" beeinflußt, ist eine beinahe sachliche, beklemmnede Ballade über Entfremdung und Einsamkeit eines Individuums in der urbanen Welt am Ende des 20.Jahrhunderts- in seiner kargen Brüchigkeit ein musiklaischen Novum für "Japan" und Polanski ließ grüßen. Was "Japan" von den geistigen Paten wie "Magazine"unterscheidet, ist das sie keine Ästhetik der Künstlichkeit sondern eine elementare Kälte austrahlen. Wie "Kraftwerk in Pastelanzügen" so standen wie wenig später zum dritten Album "Quiet Life" auf der Bühne und dem Cover des Albums. Es gibt natürlich auch eine remasterte Version des Albums mit Bouns Tracks "Live in Tokyo" : "Deviation", "Sometimes I Feel So Low", "Obscure Alternatives" und "In Vogue" (vom nächsten Album "Quiet Life") und einem Bonus Video zu "Sometimes I Feel So Low".
Ich vergebe hier nur vier Sterne im Vergleich zu den nächsten drei Alben, die mir persönlich alle besser gefallen.
(Q : "Sounds" 1979 Ingeborg Schober und "Intro" März 1999 "Japan Retrospektive" Teil 1 von Rolf Jäger)
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am 31. Mai 2005
Fast noch besser als das erste Album, der Titelsong und "Rhodesia" beispielsweise. Micks Bass dominiert zeitweise auf hypnotische Weise; jede Menge schöner Funk mit Synthesizer, Ecken und Kanten und Texten, die sich teilweise mal als "politische Aussage" verstanden. Den Look vergessen und sich mitreißen lassen!
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