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Black Holes & Revelations
Format: Audio CD|Ändern
Preis:7,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 19. Dezember 2016
Richtig tolle Songs, ausgesprochen tolle Arrangements, beindruckend tolle Stimme. Hier stimmt einfach alles, für mich eines der besten Alben seit langem.
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am 28. März 2014
Ich schob die CD in meinen CD-Schacht im Auto und fuhr los - und dann passierte etwas, was mir selten passiert:
Ich war schon beim ersten Song "Take a bow" sowas von elektrisiert, dass ich den Lautstärke-Regler mehr und mehr aufdrehte.
Dieser Song beamt einen laut gehört erst einmal völlig weg und mein erster Gedanke war: "...die sind nicht von dieser Welt...!!".
Eine immer stärker anschwellende intergalaktische Soundwolke haute mich völlig um! Es folgten das geniale "Starlight", das hämmernde "Supermassive Black Hole" und dann das nächste Highlight "Map of the Problematique". Weitere Tops sind zweifelsfrei "City of Delusion" und "Knights of Cydonia". Meisterhaft ausgefeilte, abwechslungsreiche, perfekt intonierte Meisterwerke. Jeder Song ein Genuß!! Nur eines muss ich sagen: zwei Alben "Muse" hintereinander hören ist zuviel! Erstens haben sie einen Hang zu Bombastismus (habe ich grade erfunden) und zweitens nervt die Hohe Stimme von Matthew Bellamy dann doch irgendwann.
Trotzdem: diese Band ist nicht von dieser Welt!!
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am 1. September 2006
Wieso muss man erst investigativ tätig werden, oder um Uhr MTV glotzen, um auf so eine Band aufmerksam werden zu können? Bisschen weniger Silbermond und Juli, dafür Künstler wie Muse ins Programm - aber dann würde vermutlich keiner mehr Silbermond und Juli hören!

Die Stilrichtung des Albums kann ich leider nicht adäquat beschreiben, dafür ist es zu variantenreich. Wer gerne anspruchsvolle Musik genießt, anstatt gefälliges Hintergrundgesäusel oder plattes Lalala, ist bei Muse in jedem Fall goldrichtig.
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am 3. Juli 2006
Was für ein Album! Oft habe ich mich gefragt, was nach den gelungenen Vorgänger-Alben noch kommen mag bzw. wie man diese noch steigern könnte, jedoch keine Vorstellung gehabt.. nun halte ich den Beweis in den Händen: Muse haben sich wieder einmal selbst übertroffen.

"Black Holes & Revelations" scheint dazu geschrieben worden zu sein, den Kritikern jeglichen Wind aus den Segeln zu nehmen - wobei sich die bissigesten unter ihnen natürlich niemals belehren lassen werden - aber was gibt es an dieser Scheibe denn schon zu kritisieren? Dieses Album ist einfach unheimlich vielseitig und originell, man wird beim Durchhören von einer Welt in eine andere geworfen und das z. T. auch während eines einzigen Songs! Als Beispiel wäre hier Hoodoo zu nennen - Dramatik pur, das Zusammenspiel von Matt Bellamys einzigartiger Stimme, seinem ausgezeichneten Klavierspiel und dem hervorragenden Riecher, wie man einen Song mit Spannung, Leben und Gefühl versieht, ist ein Markenzeichen des Frontmanns der nur 3(!)-köpfigen Band, die sich für mich nicht zuletzt mit diesem Album in den Olymp der Rockmusik katapultiert hat! Langeweile ist ein Attribut, dass hier einfach keine Platz findet, das Album ist sehr spielerisch, elektronische, orientalische und sogar Western-artige Elemente vermischen sich mit wohltuender Rockmusik, härtere Stücke gibt es eigentlich nur eines (Assassin) und auch dieses ist durch und durch melodisch und gelungen.

Belammy hat bei einigen Songs seine Stimme in 3 unterschiedlich hohen Spuren übereinandergelegt (Exo-Politics, Knights of Cydonia), was - wie schon häufiger erkannt und auch zurecht - sehr an Queen erinnert. Trompeten sind auf diesem Album erstmals zu hören und in Supermassive Black Hole kommt Matts geliebte Kopfstimme durchgehend zum Einsatz wie zuletzt in Microcuts!

Was einen zunächst etwas ratlos zurücklässt ist das seltsame Albumcover: 4 futuristischen Herren im Grand Canyon, die mit griesgrämigen Blicken auf Holzstühlen um einen Tisch mit Miniaturpferden sitzen, während hoch oben am Himmel die verblassende Erde mitsamt Mond zu sehen ist. Dieses Szenario ist wohl auf den letzten Song Knights of Cydonia bezogen (Cydonia = das legendäre Marsgesicht). Der Song beginnt mit Pferdegetrappel, es wird mit Laser-Waffen geschossen, im Hintergrund der Sound eines.. Ufos? Passt auf jeden Fall zum Bild, der Grand Canyon als Mars, Pferde sind zu sehen, und die 4 Herren - etwa die Knights of Cydonia persönlich? Würden man diesen Titel auf die 3 ebenso futuristischen Herren anwenden, die dieses Album erschaffen haben, so würde es wohl auch passen.

"You and i must fight for our rights, you and i must fight to survive" singt Matt in besagtem Titel, und die Band kämpft durchaus, nämlich den Kampf gegen die Unbekanntheit. 3 Leute habe ich in letzter Zeit gefragt, ob sie die Band Muse kennen, aber leider scheinen sie hier in Deutschland so sehr in der Alternative-Ecke festzusitzen, dass keiner etwas mit diesem Namen anzufangen wusste. Ich wünsche der Band jedenfalls, dass es ihr gelingt, über den Marskrater Großbritannien hinaus international bekannter und mehr als ein Geheimtipp zu werden. Viel Erfolg, Ritter vom Mars..
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am 27. Juni 2006
Ich hatte, noch bevor ich die Studioaufnahmen unter die Lupe nehmen konnte, bereits am letzten Samstag das große Vergnügen, Muse auf dem Southside Festival live erleben zu dürfen. Einer der Headliner, lief die neue Single samt Video schon vorher eines ums andere Mal über die Leinwände; zunächst standen die meisten Besucher, wie ich auch, ziemlich irritiert davor, denn DAMIT hatte man nun wirklich nicht gerechnet.

Ein zunächst für Muse eher ungewöhnlicher Sound fließt einem da entgegen, in dem man die Lieblingsband aber dann doch schnell wiederfinden kann; und da Muse nun mal eine geborene Liveband sind, gaben sie denn auch (mit Untermalung durch eine großartige Lightshow) einige der Stücke ihres neuen Albums zum Besten. War man nicht schon von den bereits bekannten Songs überwältigt, so blieb spätestens zu diesem Zeitpunkt keine Wahl mehr; ein Gewitter bombastischer Klangvielfalt, nicht überladen und doch überwältigend, wie immer in feinen, aber schneidend festen Fäden zusammengehalten von der überirdischen Stimme Matt Bellamys. Kein Lied ist wie das Andere, und so wird man sich eines ums andere Mal wieder im unnachahmlichen Muse-Sound verlieren können.

Ein wirklich wundervolles Werk, live noch eindringlicher als ohnehin schon. Definitiv mehr als empfehlenswert.
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am 20. März 2008
Black Holes and Revelations von MUSE: ein Wort: KLASSE!
Sehr anders als alles Vorherige von den dreien und überraschend vielseitig - wie MUSE eben! Durchweg ist es ein "positiveres" Album als die drei Vorgänger, schon allein, weil die meisten Songs nicht in Moll geschrieben sind, aber auch wegen der ungewöhnlichen Rhythmen und elektronischen Verzerrungen - ein "tanzgeeignetes" Album ("Supermassive black hole"), das dann aber auch wieder viel zum Nachdenken bietet: Schon der Opener "Take a bow" (der, wie auf der HAARP-CD/DVD zu hören, ebenso gut als Closer funktioniert), legt die Messlatte hoch an und stimmt nachdenklich; wie auch "Soldier's poem", oder die drei großen hochpolitisch-brisanten Songs "Assassin", "Exo-politics" und "City of delusion" (die leider auf HAARP fehlen: waren die Texte etwa zu "gefährlich"??). Für "Invincible" braucht man Zeit - aber wer sich die nimmt und den Song in seiner vollen Länge auf sich wirken lässt, entdeckt den vielleicht opernhaftesten Song von Muse, der sich langsam aufbaut bis zum Höhepunkt des letzten Refrains... Ja, und dann "Knights of Cydonia": ein herrlich ironisch-komischer Hammer und eine Hommage voller Augenzwinkern auf die Italo-Western mit Morricone-Musik (siehe das Video dazu...). Bei all der mitgröhlfähigen (siehe HAARP) Musik übersieht man dabei aber fast, dass die Texte - wie immer bei Muse, und eine Seltenheit heutzutage! - durchweg alles andere als oberflächlich sind.
Black Holes and Revelations ist ein mehr als gelungenes Album, dem man anmerkt, dass es mit viel Zeit und Bedacht entstanden ist, und das für Muse-Fans der Beweis dafür ist, dass die Weiterentwicklung der Band auch in Zukunft noch Ungeahntes zu bieten haben wird... Wandelbarkeit auf sehr hohem Niveau eben!
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am 17. September 2009
Es ist anzunehmen, dass dank dem "Twilight"-Film und dem darin exzellent eingesetzten "Supermassive black hole" vermutlich etliche Exemplare dieses Albums neue Besitzer gefunden haben. Das ist gut und wünschenswert für Muse, gar keine Frage.
Zu hoffen bleibt allerdings, dass alle Zuhörer auch weiter als bis zu Track 3 kommen, stellt doch "Supermassive black hole" meiner Meinung nach lediglich die Spitze des Eisberges von "Black Holes & Revelations" dar - betrachtet man nämlich den Rest, so bleibt es eher etwas abgeschlagen und eintönig zurück. Und wer bereits "Micro cuts" (vom Album "Origin of Symmetry") kennt, wird davon ohnehin nicht allzu überrascht sein.

Abgesehen davon handelt es sich bei "Black Holes & Revelations" allerdings um ein typisches Werk von Muse: schlichtweg hervorragend. Wieder einmal balanciert die Band gekonnt zwischen Aggression und Melancholie, lässt Matthew Bellamy mit seinem Gesang sowohl klagen als auch augenzwinkern (selbst wenn es unmöglich klingen mag, er beherrscht es mühelos), und bietet Musik, die so vielschichtig wie unerwartet ist - wie anders wäre ein schräges, Western-angehauchtes Meisterwerk wie "Knights of Cydonia" sonst möglich?
Bereits "Take a bow" zu Beginn lässt einen beinahe augenblicklich den Titel befolgen, und spätestens beim Höhepunkt des ergreifenden "Hoodoo" rührt einen Bellamy ohnehin fast zu (zornigen) Tränen. Wieder einmal lebt er jedes einzelne, gesungene Wort, als wäre die Musik sein einzig wahres Ausdrucksmittel. Und wieder einmal bleibt sich Muse selbst treu, obwohl hörbar keine Scheu vor neuen Wegen und Richtungen besteht.
Die Muse scheint wohl während Entstehung des Albums in bester Laune gewesen zu sein - und das nicht zum ersten Mal.
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am 2. Dezember 2012
Wer hätte je gedacht, dass diese Band, die einst das Vorprogramm von "Bush" bestritt und damals noch etwas unreif wirkte, einmal zu einer globalen Attraktion im internationalen Rockzirkus avancieren würde? Die ewigen Vergleiche mit Radiohead dürften spätestens mit diesem Album verstummt sein. Denn so vielseitig wie hier klang die englische Band aus der Grafschaft Devon zuvor noch nie.

Es scheint als hätten die Musiker die 70er Jahre in all ihren musikalischen Facetten, vom groovigen Disco-Sound über melodiösen Abba-Pop bis hin zu sattem Bluesrock und feinsten Chören im Stile von Queen verinnerlicht, um etwas Eigenes daraus zu machen.

Vielschichtigkeit ist das Leitmotiv, das sich an dem Stück KNIGHTS OF CYNDONIA am besten festmachen lässt. Es klingt, als galoppierten drei Easy Rider auf dem Progressive-Rock-Trip an der Ponderosa vorbei gen Mexiko, wo sie Mariachi-Bläser begrüßen, ehe die Band Freddy Mercury und seinen Mannen von Queen ihre Referenz erweist. Drama, Pathos, Leidenschaft und Dynamik charakterisieren eine Musik, die den Zuhörer vom ersten Ton an in seinen Bann zieht. Doch damit nicht genug: Der neue Silberling ist auch ein Labsaal für alle Freidenker, Revoluzzer und Freunde düsterer Visionen.

Matt Bellamy und seine Jungs gehen mit wachem Auge durch eine globalisierte Weltordnung, die von Terrorangst, Kriegen und der Diskussion um den gläsernen Menschen geprägt ist. Da lässt George Orwells großer Bruder grüßen (TAKE A BOW), wird der Mangel an Gerechtigkeit in dieser Welt beklagt (SOLDIER'S POEM), wird dazu aufgerufen, den Regierenden in dieser Welt Paroli zu bieten (ASSASSIN). Denn für Matt Bellamy, der sich so kämpferisch wie noch nie gab, ist die Zeit für eine Veränderung hin zum Guten längst reif.

Wie heißt es doch so schön in dem famosen Schlussstück KNIGHTS OF CYNDONIA? "The time has come to make things right. You and i must fight for our rights." Matt Bellamy spricht damit vielen "Muse"-Fans - und sicherlich nicht nur ihnen - aus dem Herzen.
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am 7. November 2006
Rock ist tot ... es lebe ... ja was denn eigentlich?

Seien wir mal ehrlich: Die klassische "Gitarrenmucke" hat ihren kreativen Zenit überschritten. Das Klangspektrum ist nun mal begrenzt (vom Variantenreichtum der menschlichen Stimme, falls vorhanden" mal abgesehen). Irgendwann reissen es die Gitarren-Effektgeräte dann auch nicht mehr raus. Und von abstrusen Versuchen die Klampfe mit der Bohrmaschine zu bearbeiten wollen wir mal gar nicht reden.
Ich bitte, das nicht falsch zu verstehen ... Ich mag den rauhen Sound gequälter Saiten und freue mich über jeden Ausbruch aus straighter Eintönigkeit. Es gibt großartige Bands die sicher noch nie versucht haben auch nur einen Ton aus einem Computer oder Sythie zu quetschen ... und das ist auch gut so ... aber innovativ ist das nicht (mehr)!

Also ... Qou Vadis, Rock?
Ganz einfach ... Muse zeigt uns den Weg! Da gehts in die Zukunft, Leute! Fernab von allen Konventionen und bei allen Brücken zu anderen (großartigen!) Künstlern doch ein eigener Weg. Beim Aufzählen der Bands, Sänger und Stilrichtungen die Muse angeblich auf diesem Album vereinen kommt man leicht ins Schwitzen ... also lassen wir das einfach! Irgendwann hat irgendwer bestimmt schon mal ein ähnliches Riff, einen ähnlichen Klang, eine ähnliche Stimmlage gehabt. Na und?
Meiner Meinung nach sollte man jedes neue Album, jedes neue Stück völlig unvoreingenommen anhören und erstmal mit nichts vergleichen. Nicht mit vorherigen Alben, nicht mit anderen Künstlern. Es gefällt, oder eben nicht.

Ich halte Muse für eine der innovativsten und unkonventionellsten Bands dieses Planeten und mit Black Holes and Revelations haben sie einen Meilenstein gesetzt! So!

Danke für euer Ohr;-)
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am 17. Juni 2006
Wie habe ich auf das neue 'Muse'-Album gewartet und immer wieder hin und herüberlegt, was die drei verrückten Bombast-Rocker aus England auf ihrem neusten Werk mal wieder alles ausgeheckt haben könnten.

Nun hatte ich die glückliche Gelegenheit, das Album die letzten Tage exzessiv unter die Lupe zu nehmen und was soll ich sagen, 'Muse' haben sich tatsächlich mal wieder verändert, allerdings stärker verändert, als ich es je erwartet hätte. Eine Veränderung, die auf sehr zwiespältige Ohren treffen wird...

Sänger Matthew Bellamy gab dazu in den Interviews oft genug an, dass die Band sich bei den nicht gerade geliebten Album-Aufnahmen bewusst weiterentwickeln bzw. wirklich etwas Neues ausprobieren wollte; Wir wissen ja alle, dass 'Muse' in erster Linie eine Live-Band ist.

Die gleichzeitig dezenten Hinweise an den Club-Sound von 'Franz Ferdinand' waren dabei nicht nur eben das, ein dezenter Hinweis (was ich mir eigentlich so dachte), sondern beschreiben tatsächlich gut den "neuen" Sound der Band; Er ist in der Tat viel clubtauglicher!

Schon der Opener 'Take a bow' stellt dies ziemlich unmissverständlich klar, denn das, was man da hört, muss man mit besten Willen als "Techno" bezeichnen. Aber keine Angst, es ist und bleibt trotzdem typisch 'Muse', das merkt man vor allem an dem SEHR dramatischen Songaufbau. Ich würde sogar sagen, dass dieser Song der dramatischste ist, den ich je von ihnen gehört habe. Diese Dramaturgie von sich immer weiter steigernden Gesangs-Oktaven und Synthie-Wellen bis zum explodierenden Schluss hat etwas sehr Orgasmisches...

Jedenfalls ist es die perfekte Überleitung zu der wohl größten Pop-Hymne auf dem Album, 'Starlight'. Das die Band fantastische Hymnen fabrizieren kann ist schon lange klar, aber hier haben sie sich wirklich selbst übertroffen! Sie erinnert von ihrer Songstruktur an 'Bliss' vom famosen 'Origin of Symmetry' Album. Fantastische Strophen, noch fantastischerer Refrain...der Song heftet sich sofort im Kopf fest und bleibt da!

Etwas rockiger wird es dann bei dem wohl schon allseits bekannten 'Supermassive black hole', aber nur ein wenig, denn auch hier wird durch den stoischen Drum-Beat im Hintergrund und dem ziemlich 'Prince'-mäßigen Gesang Bellamys etwas wirklich Tanzbares abgeliefert.

Bei mir persönlich dauerte es bei dem Song etwas; nach mehreren Hörgängen kann ich sagen, dass ich ihn mag, aber nicht sicher bin, ob das lange andauern wird...

Dafür folgt mit 'Map of the proplematiqué' einer der besten Songs des Albums. Ich muss allerdings zugeben, dass er mir bei den ersten Hördurchgängen nicht sonderlich gefiel, da er sehr stark an 'Coldplay' erinnert, eher unpassend für 'Muse'.

Mit der Zeit aber entwickelt er sich zu einer perfekten Mischung aus typischen 'Muse'-Rock und Brit-Pop Elementen, sehr ungewöhnlich aber grandios!

Ruhiger wird's dann zum ersten Mal bei 'A Soldier's Poem', eine sehr jazzig(!) vorgetragene Geschichte über die Gedanken eines Soldaten auf dem Schlachtfeld (Irak-Krieg lässt grüßen).

Die ausgestrahlte "Coolness" weiß zu gefallen, ist allerdings auch nur sehr kurz und nicht mehr als ein Zwischengeplänkel.

Das lässt sich damit erklären, dass er eigentlich als Intro für den folgenden Song 'Invincible' gedacht war, einer wieder einmal dramatisch aufgebauten Hymne mit militärischem Rhythmus, der sich famos zu einem bombastischen Höhepunkt hochschaukelt; Starker Song!

Für alle heftigen Rocker dürfte dagegen 'Assassin' die Erlösung sein. Besonders das Intro erinnert dabei stark an 'System of a Down', nur eben bombastischer. Hier sind dann auch zum ersten Mal so richtig knackige (und äußerst brutale!) Drum- und Gitarrenparts zu hören, trotzdem ist er gleichzeitig sehr tanzbar produziert, besonders im Refrain, eine kuriose Mischung zum Abgehen.

Ab diesem Zeitpunkt erhält das Album dann auch bis zum Ende einen etwas rockigeren Anstrich, was auch gleich das gnadenlos vor sich hin stampfende 'Exo-Politics' beweist ohne dabei die neuen Tanz-Schuhe abzulegen. Vor allem der Gesang Bellamys weiß hier sehr zu gefallen.

Weiterer Höhepunkt ist allerdings das superbe 'City of delusion', das mit einer Akustik-Gitarre beginnt und sich kongenial zu einer mannigfaltigen Rockoper aus mexikanischen Gitarren, Geigen und Trompeten hochschwingt, während Bass und Drums alles zusammenhalten; 'Butterflies & Hurricanes' lässt grüßen.

'Hoodoo' hingegen lässt einen glücklicherweise wieder etwas durchatmen; Sehr ruhige Instrumentierung und geschmeidiger Gesang treffen ab der Mitte auf ein letztes, großes, dramatisches Aufbäumen, bis es am Ende wieder melancholisch abebbt und so hervorragend zum finalen Song und absoluten Höhepunkt hinführt.

'Knights of Cydonia' bietet nämlich den perfekten, epischen Abschluss. Hier findet man einfach alle Elemente wieder, alt wie neu, die 'Muse' ausmachen.

Die erste Hälfte könnte dabei tatsächlich als Titelmusik für einen zeitgenössischen Spaghetti-Western laufen, die zweite Hälfte wandelt sich hingegen zu einem 70-er Bombast-Rock Epos der Marke 'Queen'; Eine äußerst irre Mischung, die einen komplett mitreißt, wow! Hier wandeln 'Muse' auf dem Höhepunkt ihres Schaffens.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das neue Album wohl die größte bisherige Entwicklung bei 'Muse' darstellt und sehr ungewohnt daherkommt ohne komplett anders zu klingen.

Wichtigster Punkt ist hierbei, dass die neuen Songs sehr Dance-lastig bzw. elektrifizierter sind und so ohne Probleme in Clubs gespielt werden könnten; Der typische Bombast ist allerdings geblieben.

Dafür wurde die Rock-Schraube zum größten Teil etwas heruntergedreht; Die einzelnen Gitarren-, Piano- Drum- und Bass-Parts stehen nicht mehr so im Vordergrund wie früher, wirken manchmal bewusst verzerrt und fügen sich eher dem Gesamtkontext. Also weniger ein Album zum Abrocken, als zum Abtanzen.

Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass Live ein rockigerer Sound gespielt wird und dem gegenüber das Album neue Schichten im Clubbereich ansprechen wird, sehr geschickt!

Wer also auf dem neuesten Album den unbedingten Rock-Sound von 'Muse' sucht, wird wohl ziemlich enttäuscht sein, das muss ich so klar sagen! Dafür dürfen sich hier Clubgänger und Dance-Liebhaber, auch die, die vorher nicht unbedingte Fans von 'Muse' waren, freudig an dem Album probieren.

Ich persönlich, als 'Muse'-Fan und gleichzeitiger Dance-Liebhaber, bin natürlich begeistert und kann kaum die Live-Aufmachung der neuen Songs abwarten!
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