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Kundenrezensionen

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Dieses Album bildet gemeinsam mit seinen drei Vorgängern Prologue, Ashes Are Burning sowie Turn Of The Card den Grundstock für den legendären Ruf, den Renaissance zu recht im Kreise seiner Liebhaber genießt.
Nur vier Stücke enthält das 45 Minuten lange Album.
Der schmissige Opener Trip To The Fair (11min) vertont eine traumhafte Szenerie auf einem Rummelplatz und wird vom Piano John Touts und - natürlich - Annie Haslams Ausnahmestimme dominiert. Es ist sehr bedauerlich, daß es hiervon keine wirklich guten Liveaufnahmen gibt.
The Vultures Fly High (3min) ist ein ebenfalls recht schmissiges Popstückchen, dem man nichts vorwerfen kann. Im Rahmen des Gesamtalbums wirkt es etwas nichtssagend - ist aber unter den singlefähigen Tracks der Band einer der besten.
Ocean Gypsy (7min) war niemals eine Single, zählt jedoch durch diverse Coverversionen zum heute noch Bekanntesten. Die getragene, tragische Ballade wurde u.a. von Blackmore's Night neu vertont, was aber nur darauf hinweisen konnte, daß das Original unüberbietbar ist.
Der fast 25minütige Song of Scheherazade vertont die Rahmengeschichte aus 1001 Nacht und ist NICHT die Renaissance-Nachspielung des gleichnamigen Werkes von Rimsky-Korsakov. Das Stück ist aufwendig arrangiert (inkl. Orchester & Chor) und ist sehr schwungvoll und poetisch, wenngleich in den Ohren mancher Renaissance-Liebhaber stellenweise etwas pompös geraten. Mit The Young Prince And Princess enthält es eine der schönsten Liebesliedpassagen, die jemals von einer Rockgruppe aufgenommen wurden.
Scheherazade & Other Stories ist zweifellos das thematisch entrückteste der Alben von Renaissance. Das mag diejenigen, die eher die Rockelemente der Musik der Band schätzen, etwas stören - zumal das Album völlig ohne E-Gitarre auskommt, ohne deswegen Gefahr zu laufen, kein Rockalbum mehr zu sein. Aber ebenso zweifellos ist das Album ein Meilenstein des Classic Rocks - und in der dynamischen Zusammenarbeit von Rockband und Orchester wesentlich gelungener als bekanntere Alben aus der gleichen Zeit (z.B. Wakemans Journey To The Centre Of The Earth). Es ist kompromißlos märchenhaft und insgesamt qualitativ allen anderen mir bekannten Versuchen, Märchen- und Traumthemen mit Mitteln der Rockmusik zu vertonen, weit überlegen.
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am 12. November 2002
Warum hat den noch keiner ein paar Zeilen zu diesem Klassiker geschrieben? Renaissance haben in den 70ern div. herausragende Werke im Bereich Rockmusik mit klassischen Einflüssen geschaffen, die aus mir nicht bekannten Gründen leider nicht den Erfolg gehabt haben, der verdient war. Grundsätzlich der progressiven Rockmusik zugehörend, haben Renaissance aber auch viele Elemente aus der klassischen Musik bzw. aus dem Folklorebereich übernommen. Bei vielen Veröffentlichungen war ein ganzes Orchester anwesend, daß diesen Stücken einen passenden Rahmen verpasste. Herausragend auch der Gesang von Annie Haslam, mit ihrer 5-Oktaven-Stimme, die bei mir immer noch Gänsehaut erzeugt. Auf diesem Album findet man u.a. das balladeske Ocean`s Gypsy, welches später auch von Blackmore`s Night gecovert wurde und das über 20 minütige, sehr abwechslungsreiche Titelstück über Scheherazade, die Märchenerzählerin aus 1001 Nacht, deshalb sind auch einige orientalisch klingende Töne in diesem Epos unvermeidbar. Diese CD/LP gehört zu meinen Alltime-Faves, ebenso wie andere Werke von Renaissance wie z.B. Turn of the cards. Als Einstieg ist auch die Doppel-Best-Of Da Capo zu empfehlen, auf der aber noch Lieder einer früheren Besetzung (die fast komplett anders war) und spätere Stücke einer kommerzielleren Kurskorrektur drauf. Die Höhepunkt bleiben aber die CD`s ab Prologue bis Song for all seasons.
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TOP 1000 REZENSENTam 20. Februar 2010
PROLOGUE
1975 muss es gewesen sein, als ich die LP SCHEHERAZADE der britischen Band RENAISSANCE allein & einzig aufgrund des ungewöhnlich schönen (& schon ungewöhnlichen) Originalcovers kaufte – keine Probehörung (soweit ich mich erinnern kann)! Auf der Außenseite des komplett in Pastelltönen gehaltenen Umschlags befanden sich zusammen mit dem Untertitel „AND OTHERS STORIES“ naive Darstellungen der im Titelstück auftauchenden Charaktere: der Sultan von Bagdad, die ihn bezirzende SCHEHERAZADE, die Erdolchung einer anderen seiner nächtlich wechselnden Bettgespielinnen, kriechende Untertanen und sogar ein Kamel – soso, ein Rockmärchen also! Wenn man das Teil aufklappte, konnte man innen eine wunderschöne Frau umringt von vier nicht minder nett anzuschauenden Typen erblicken. NEIN, das hatte schon rein optisch nicht das Geringste mit ordinärem Rock 'n Roll zu. Und JA, ich gestehe: der Anblick dieser wirklich hinreißenden Annie HASLAM inmitten ihrer vier musikalischen Mitstreiter zusammen mit DER Stimme, DER Musik, DEM Konzept haben mich auf der Stelle gekillt. Da hatte ich mich wohl spontan verliebt – hallo, ich war gerade mal 14, da verliebt man sich schon mal spontan! Also ab nach Hause, Scheibe auf Teller, Kopfhörer auf Schädel, Spieler auf Play, und dann...

Da ich weder über RENAISSANCE als Gruppe noch über HASLAM als Frau/Sängerin dieser Gruppe auch nur das Geringste wusste, war ich vollkommen platt von dem, was da aus den Boxen an meine Ohren drang. Sowas Schönes, Romantisches, Melodisches, Kunstvolles, Harmonisches hatte ich vorher noch nie gehört. Merke: WIKI & Co. gab's noch nicht, dementsprechend beschwerlich/langsam/unvollständig war die Informationsbeschaffung damals. Unabhängig davon dauerte es vielleicht zwei Wochen & ich war der Band/der Frau/dem Klang verfallen. Selbstverständlich kaufte ich daraufhin alles, was bis dahin von RENAISSANCE erhältlich war: PROLOGUE, ASHES ARE BURNING, TURN OF THE CARDS - RENAISSANCE (die Platte) & ILLUSION waren nicht nur ein anderer Schnack, sondern auch eine andere Band (siehe hierzu auch den letzten Absatz). Aber wie z.B. bei DEEP PURPLE (mein Einstieg MACHINE HEAD), GENESIS (mein Einstieg THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY), PINK FLOYD (mein Einstieg ATOM HEART MOTHER), THE WHO (mein Einstieg QUADROPHENIA) oder YES (mein Einstieg CLOSE TO THE EDGE) konnten mich die Scheiben VOR dem/meinem jeweiligen Einstieg nie 100%ig überzeugen. Das heißt NICHT, dass sie mir weniger gefielen oder ich sie gar als „schlechter“ empfand, aber im Vergleich hielt ich damals schon/halte ich auch heute noch SCHEHERAZADE für das beste RENAISSANCE-Album.
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DIE MUSIKER
Jon CAMP (electric „lead“ bass, backing & lead vocals), Michael DUNFORD (acoustic guitars, backing vocals), Annie HASLAM (lead & backing vocals, tambourine), Terence SULLIVAN (drums, backing vocals) und John TOUT (grand piano, organ, string ensemble, backing vocals) waren auf PROLOGUE ('72/electric guitar: Rob HENDRY), ASHES ARE BURNING ('73), TURN OF THE CARDS ('74), SCHEHERAZADE ('75), LIVE AT CARNEGIE HALL ('75), NOVELLA ('77), A SONG FOR ALL SEASONS ('78) und AZURE D'OR ('79) die RENAISSANCE-Besetzung. Interessanterweise gab es VOR dieser Bandinkarnation bereits eine frühere/komplett anders besetzte, die sich genauso nannte, sogar ähnliche Musik machte & letztendlich zu DER Gruppe mutierte, die wir alle kennen/lieben/verehren.
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DIE MUSIK
Ganze vier Stücke umfasste die damalige LP, wobei sich der Titel-Song über die gesamte zweite Plattenseite erstreckte:

1. A TRIP TO THE FAIR
Nach einem „ausgeborgten“ Klavierintro (des französischen Komponisten Jehan ALAIN, der „sein“ Stück ursprünglich für Kirchenorgel schrieb) paart sich TOUTs Piano mit CAMPs Bass, beide steigern sich nach und nach, nehmen auf ihrem Weg auch noch SULLIVANs Hihat mit und gipfeln in einem 5/4tel-Motiv, welches dann in eine 3/4tel-Spieluhrmelodie crossfaded. Diese spielt & spielt & spielt bis dann plötzlich HASLAM zu singen anfängt – sowas hatte ich bis dahin noch NIE gehört, ich war fix & fertig! Es beginnt ein traumhafter Trip über einen imaginären Jahrmarkt inklusive Drehorgel, Farben, Lichter, Leierkasten, Karussels, Riesenrad, Zuckerwatte etc. (alles eingebildet, versteht sich). Ganz seltsam diese Stimmung hier, irgendwie indirekt/leicht/schwebend/träumend/unwirklich. Nach einem instrumentalen Mittelteil mit unaufdringlicher Glockenspiel-/Klavierimprovisation kehren zuerst das 5/4tel-Thema, dann auch die 3/4tel-Annie zurück. Letzte Strophe, letzter Refrain, mehrfache Wiederholung des letzten Satzes „and nobody was there...“ (inklusive Echo), vermengt sich mit Chor, Drehorgel & einem zweiten Schlagzeug, bis dann alles zusammen ins diffuse Nichts ausfaded. Ach Leute, was hab ich dieses Zeug damals geliebt, ich war verrückt danach!

2. THE VULTURES FLY HIGH
Bis vor ein paar Jahren wusste ich gar nicht, was „Vultures“ sind – naja, hätte ich ja mal nachgucken können, aber Texte waren mir zumindest damals eher unwichtig. Lustig, jetzt im politischen Chaos Deutschlands 40 Jahre später weiß ich's. Das Stück ist mit seinen ca. drei Minuten Spieldauer nicht nur das kürzeste auf dieser Platte, sondern auch einer der kürzesten RENAISSANCE-Titel überhaupt - hat allein schon deswegen damals keinen großen Eindruck auf mich gemacht. Das sollte sich ändern! Für RENAISSANCE-Verhältnisse sehr direkt, sehr kompakt, sehr offensiv & trotz seiner Kürze - sehr schön.

3. OCEAN GYPSY
ist wohl einer der schönsten Songs, die DUNFORD/THATCHER* jemals komponiert bzw. RENAISSANCE aufgenommen haben. Der Song hat einfach alles, was das emotionale/romantische/sentimentale Herz begehrt: großes Arrangement, große Dramaturgie, große Melodie, großer Text, große Performance aller Beteiligten & eine große Produktion ohnehin. Speziell Annies Leadgesang und Bassist John Camps zweite Stimmen stechen hier besonders hervor (was macht CAMP heute, wo steckt dieser Vogel jetzt gerade?). Tja, was soll man zu diesem Siebenminüter noch großartig sagen – eine der schönsten/romantischten/melodiösesten/kunstvollsten/harmonischten Balladen ever written. Ist Euch aufgefallen, dass ich gerade zum wiederholten Male das Wort „schön“ benutzt habe? Ja, diese Band war/ist/bleibt schlicht & ergreifend SCHÖN!

4. SCHEHERAZADE
Diesen Song bzw. diese Ansammlung von Einzelteilen könnte man ähnlich aufwendig analysieren/diskutieren/sezieren wie z.B. ATOM HEART MOTHER & ECHOES (PINK FLOYD), CLOSE TO THE EDGE & GATES OF DELIRIUM (YES), SUPPER'S READY (GENESIS), TARKUS (ELP), THICK AS A BRICK & PASSION PLAY (JETHRO TULL), TUBULAR BELLS, HERGEST RIDGE & OMMADAWN (OLDFIELD) oder oder oder - könnte man, muss man aber nicht, schon gar nicht hier & jetzt. ABER: alle genannten Songs erstrecken sich über jeweils eine ganze LP-Seite (oder sogar mehr) und existierten zum Zeitpunkt von SCHEHERAZADEs Veröffentlichung bereits, stehen also quasi als Prototypen des epischen Longtracks zum Vergleich bereit. Das hier vorliegende, fast 25-minütige Werk unterscheidet sich allerdings von allen genannten durch 1. WEIBLICHEN Lead-Gesang, 2. KEINE E-Gitarren, 3. ECHTEN Chor/ECHTES Orchester (ja, ATOM featured diese auch, ich weiß)!

Es nennt sich zwar SCHEHERAZADE, hat aber mit dem klassischen Original von RIMSKY-KORSAKOV wenig bis gar nichts zu tun. Vielmehr besteht es wie alle wirklich „großen“ Werke aus mehreren musikalischen Themen, die hauptsächlich auf CAMPs, DUNFORDs & TOUTs Konto gehen & im Laufe des Stücks immer mal wieder mehr oder weniger virtuos aufgegriffen/eingearbeitet/variiert werden, wobei sich Gesangs-, Instrumental- und Orchesterparts ungefähr die Waage halten. Das Ganze folgt einer emotional nachvollziehbaren Dramaturgie mit Auf- & Abbau diverser Höhen & Tiefen, verschiedenen Spannungsbögen & einem überwältigenden Finale. Dieser Song „funktioniert“ tatsächlich über seine gesamte Länge (was man von manchen anderen bemühten Beispielen zusammengestückelter Pseudoepen nicht unbedingt behaupten kann). Was hier an Arrangement, Komposition, Musikalität, Performance, Produktion geboten wird, war & ist immer noch absolute Weltklasse, nicht zuletzt durch die Arbeit von Arrangeur Tony COX, der es tatsächlich geschafft hat, Gruppe & Orchester wie eine musikalische Einheit, NICHT wie zwei gegeneinander kämpfende oder voneinander isolierte Parteien klingen zu lassen – so zumindest meine bescheidene Meinung...
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DIE TEXTE
Zu diesem Thema muss auf jeden Fall eine gewisse, irgendwo in Cornwall lebende *Betty THATCHER erwähnt werden. Sie führte mit DUNFORD eine Art künstlerische Fernbeziehung: er (als RENAISSANCEs Hauptkomponist) schickte ihr akustische Demos seiner Ideen/Kompositionen/Melodien auf Musikkassette (anybody remember the MC?), sie verinnerlichte die gehörten Klänge, schrieb daraufhin potentielle Texte & returnierte das Ganze zurück nach London, damals alles noch per Post: eintüten, frankieren, zum Briefkasten schleppen bzw. bei der nächstgelegenen Postdienststelle abholen & vor allem: WARTEN! Heutzutage in Zeiten der kostenlosen/permanenten/sekundenschnellen Onlinekommunikation überhaupt nicht mehr vorstellbar (& scheinbar auch gar nicht erwünscht), aber so war das vor noch gar nicht SOOO langer Zeit. Naja, zumindest die gute alte Langspielplatte erlebte entgegen der Prophezeiung einer selbstsüchtigen Plattenindustrie ihre eigene „Renaissance“ – die Musikkassette eher weniger & die Post schon mal gar nicht...
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EPILOGUE
Was soll man noch Großartiges/Neues/Wissenswertes über diesen Meilenstein des romantischen Rocks erzählen? Wer das Teil (in welcher Version auch immer) bereits im Schrank stehen hat, kann hierzu uneingeschränkt beglückwünscht werden, wer es (das Teil) noch nicht zu Hause hat (oder schlimmer noch: es noch nicht mal kennt), sollte dies schleunigst nachholen, DENN: für richtige Musik, komponiert von richtigen Menschen & gespielt auf richtigen Instrumenten, richtige Gefühle erzeugend, ist es NIE zu spät - dringenste Kaufempfehlung für alle alten & neuen harmoniesüchtigen Romantiker!
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HX
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...UND NOCH 'NE GESCHICHTE
Irgendwann mal (so vor 25 Jahren) legte ich zum Abendessen mit meiner damaligen Freundin genau diese CD ohne großartige Ankündigung (wer/wie/was) auf. Nach ca 5 Minuten (genauer gesagt nach dem Intro von A TRIP TO THE FAIR) fragte sie: „Sach ma, is' das HEINTJE?“, woraufhin ich antwortete: „Ne, das sind RENAISSANCE und da singt 'ne Frau“. Ihre Reaktion auf meine Antwort: „...klingt aber wie HEINTJE...“, meine Reaktion auf ihre Reaktion: „...is' aber RENAISSANCE und da singt 'ne Frau“. Wir einigten uns dann darauf, dass HEINTJE HEINTJE war & RENAISSANCEs Sängerin Annie HASLAM, die meine damalige Freundin aber an eben DEN erinnerte. „Na, dann is' ja gut...“ war das Motto unseres restlichen Abends.

In den darauf folgenden Jahren hatte ich reichlich Gelegenheit, mich ausgiebig mit der Aufarbeitung jenes „HEINTJE-Traumas“ zu beschäftigten – jedesmal, wenn ich RENAISSANCE hörte, sah ich vor meinem inneren Auge den erträumten Lieblingssohn jeder Mama der Republik & NICHT diese wunderschöne/sanftmütige/hocherotische Mrs. HASLAM. Ja, das waren harte Zeiten damals, doch nach & nach gelang mir die Wiederherstellung meines einstigen Bildes: Frau HASLAM im romantischen Rauschekleid, entweder „centrestage“ mit ausgebreiteten Armen oder nach links außen (vor Johns Konzertflügel) versetzt, ihre Hände lasziv auf ihre Hüften gestützt & ihre Mitmusikanten auffordernd musternd, wie sich diese an ihren Instrumenten einen abschafften. Ja genau, in den z.T. doch reichlich langen Instrumentalpassagen verschwand sie nämlich NICHT irgendwo hinter der Bühne, sondern blieb einfach & durchaus publikumswirksam vorne stehen – DAS sah schon toll aus, damals...
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RENAISSANCE
war mal eine komplett andere Band mit komplett anderer Besetzung. DIE bestand aus: Louis CENNAMO (bass), John HAWKEN (keyboards), Jim MCCARTY (drums), Jane RELF (lead vocals) & ihrem Bruder Keith RELF (guitars). Sie formierten sich '69 aus den Überresten der damaligen YARDBIRDS, nannten sich aus musikalischen Gründen RENAISSANCE & veröffentlichten zwei LPs: RENAISSANCE ('69) & ILLUSION ('71), wobei letztere merkwürdigerweise nur in Deutschland veröffentlicht wurde. Stilistisch kann man die ersten RENAISSANCE zwar durchaus mit den zweiten vergleichen, aber aus oben genannten Gründen war die CAMP/DUNFORD/HASLAM/SULLIVAN/TOUT-Variante für mich immer attraktiver/ergreifender/musikalischer/sympathischer/überzeugender.
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am 29. November 2007
Mit dieser LP versuchte sich die Classic Rock Formation mit einer symphonischen Erzählung. Wunderschön, wie sie die Stimmung der einzelnen Erzählungen aus "1000 und eine Nacht" in "Scherherazade" voneinander absetzen ohne dabei die Harmonie des Rahmens zu zerstören.

Zu "A Trip to The Fair" könnten sich die Musiker von einer Erzählung Ray Bradburies (Das Böse kommt auf leisen Sohlen) über einen magischen Jahrmarkt haben inspirieren lassen. In keinem anderen, mir bekannten Musikstück wurde der Zauber eines Jahrmarkts mit seinen Karussellen, Spiegelkabinetten, Wahrsagern so mitreissend, so verträumt und so dramatisch umgesetzt wie hier.

Trotz des schillernden Titels "The Vultures Fly High" und des ziemlich harten Textes (es lohnt sich, genau hinzuhören) prägt sich vor allem der Jubel in Annie Haslams Stimme dauerhaft ein: "I'll take your hand if you fall".

Für mich ist "Scherherazade" die beste LP von Renaissance und hat in meiner Musiksammlung eine Favoritenstellung behalten, seit ich sie mir Ende der 70er erstmals gekauft habe.
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am 1. Oktober 2013
Ashes Are Burning ist sicher das bekannteste Album der Band, aber gerade hier wird deutlich, warum die Gruppe zum klassischen Prog zählt.
Man höre nur mal das 25 minütige Titelstück an. Voll orchestriert.
Was mir allerdings manchmal, aber wirklich nur manchmal fehlt, ist eine schöne Gitarre.
Aber so ist Dunfords Renaissance halt, nur im Titelstück der Ashes gibt es eine, selbst Dunfords (zu 99%) akustische Gitarre ist sehr selten wirklich zu hören.

Jedenfalls wieder/noch eine Klasse Platte einer Klasse (klassischen) Progband.
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am 2. Dezember 2012
Der Orient war schon immer geheimnisvoll und mystisch. Das trifft auf diese Musik nicht ganz zu, auch wenn hier die geschichte der Scheherazade "erzählt" wird und mit sehr schöner, klangvoller Musik "untermalt" wird. Die Stimme der Sängerin macht alles noch geheimnisvoller und spannender. Eine insgesamt wunderschöne Klangmalerei.
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am 2. Januar 2013
Auch nach fast 40 Jahren klingt diese Musik einfach wunderbar. Eine moderne klassische Musik, die mit der Gesangsstimme von Annie Haslam vollendet wird. Schade, dass einer der Köpfe der Musikgruppe, Michael Dunford, kürzlich verstorben ist.
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am 25. Juli 2016
If there is only one album by Renaissance you would like to buy, it ought to be his one. Excellent keyboard work and vocals are among the qualities that lifts this album far above the average.
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am 11. Juni 2010
Oh ja - ich wünschte, dieses Wort würde direkt an diverse Musiker der Szene gehen, die versucht haben, ihre Musik mit Orchester zu verbinden, schöne Musik zu machen - worauf die ganze Sache im totalen Kitschchaos ersoffen ist und eigentlich garnicht mehr schön ist. Nicht im leisesten Ansatz. Hier möchte ich hinzufügen: Scheherazade gehört NICHT zu den Machwerken dieser Musiker.

Das Album ist wirklich durchweg schön; es gibt nicht ein störendes Geräusch, nicht eine zu experimentelle Dissonanz, die irgendeiner Art von Hörer missfallen könnte. Das ist auf der einen Seite sehr schön - Auf der anderen sorgt die Tatsache aber auch dafür, dass man dieses Album längst nicht so oft im Player findet, wie beispielsweise Foxtrot, dessen Höhepunkt Supper's Ready den von Scheherazade natürlich weit übersteigt. Scheherazade ist einfach extrem glatt poliert, ohne Dinge, die angekreidet werden könnten. Und das ist gleichzeitig der einzige wirkliche Ankreidepunkt (ob man nun Frauen als Sänger im Prog mag oder nicht, ist vielleicht etwas zu subjektiv, um es als solchen zu bezeichnen). Über den zugegebenermaßen wirklich schlanken Sound kann man vielleicht auch streiten.

Bitte nicht falsch verstehen, ich mag dieses Album sehr! Ich lege es gern mal wieder auf, wenn ich Bedürfnis nach schöner, sinfonischer, angeklassikter und folkiger Mucke habe. Desweiteren habe ich die Macke, dass ich Klassik sehr mag, allzu mit klassischem Trief überzogene Musik à la massig Sachen vom guten Bach allerdings nicht garzu viel abgewinnen kann. Auf Deutsch gesagt geht mir das irgendwann auf die Eier. Renaissance (der Name sagt natürlich gaaarnix..) finden hier aber ein gelungenes Maß, wie viel Klassik sie hier einbringen müssen. Dabei beziehen sie sich aber ganz gekonnt NICHT auf die üblichen Verdächtigen wie Mozart oder genanntem Bach, sondern beispielsweise eher auf Brahms' Vierte. Und das find ich klasse, weil das der Musik einfach so verflucht gut steht.

Und um nochmal auf das Thema meiner Einleitung zurückzukommen:
Herr Wakeman? So wird's gemacht!

Friedricht Stenzel, 17
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am 3. Dezember 2012
alles i. O. Das sollte in keinem Haushalt fehlen. Was soll ich sonst noch für einen Blödsinn schreiben. Die Cd ist in Ordnung
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