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Kundenrezensionen

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am 8. November 2007
Nun dieser Film ist einfach atemberaubend. Als eingefleischter Austen-Fan war ich gespannt auf diesen Film und muß sagen er hat mich überrascht. Ich kenne das Buch nicht und hatte somit nur Vertrauen in die BBC-Verfilmung, die bei so vielen Austenfilmen schon toll war. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Kameraführung (mit Liebe bis ins kleinste Detail), die Kostüme, die Musik und ganz besonders die Darsteller passen bestens. Der Inhalt hat mich dann doch überrascht. Man merkt Gaskell ist keine Austen. Nein dieses Thema hat mehr Inhalt, mehr Gewicht und ist tiefgründiger in seinem ganzen Umfeld. Es ist eben nicht nur heile Welt, ganz im Gegenteil, es ist schon der Anfang der Arbeiterkämpfe und somit eher duster, trotzdem spannend und fesselnd und wohl mit einer der schönsten Liebesszenen die die Filmgeschichte je gedreht und gesehen hat. Der Zuschauer wird wunderbar mit in die Charaktere hineingenommen und schwankt, von Szene zu Szene, zwischen den Ansichten der Hauptdarsteller hin und her.
Also meines Erachtens kann die Frage - Darcy oder Thornton - nicht stehen. Sie sind beide hervorragend gespielt und es sind zwei völlig unterschiedliche Geschichten. Wer Austen mag, kann auch Gaskell mögen und umgekehrt. So müssen wir uns nicht zwischen Darcy und Thornton entscheiden, sondern können beiden 5 Sterne geben und je nach Tageslaune beide Filme lieben und sehen.

Einziges Manko: 'North and South' - den Roman gibt es nicht in Deutsch, so dass er der nicht englischsprechenden Bevölkerung verschlossen bleibt. Ich hab schon sämtliche Verlage angesschrieben, doch die einhellige Meinung: 'Mangelndes Interesse an Lesern und zu hohe Kosten bei zu kleinen Auflagen.' Also bleibt Weltliteratur wieder an der Geldfrage hängen oder wir rennen den Verlagen die Bude ein!
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am 22. Oktober 2006
"North & South" wird häufig – und nicht zu Unrecht – mit der Verfilmung von "Stolz und Vorurteil" verglichen. Qualität und Machart der Verfilmung stehen "Stolz und Vorurteil" tatsächlich in nichts nach, und untermalt wird das Ganze zudem von einer wunderbaren Filmmusik. Wer britische Literaturverfilmungen und bewegende Liebesgeschichten mag, ist hier auf jeden Fall goldrichtig!

Und doch ist der Vergleich nicht ganz zutreffend. Die Heiterkeit, den Wortwitz und die sprachlichen Spitzen Jane Austens wird man bei Elizabeth Gaskell nicht finden. Dennoch gefällt mir "North & South" noch besser als "Stolz und Vorurteil".

Die bewegende Liebesgeschichte vor dem teilweise tragischen Hintergrund der industriellen Revolution ist an Dramatik kaum zu überbieten. Die Charaktere werden alle von den hervorragenden Schauspielern glaubhaft dargestellt, insbesondere die Hauptpersonen Margaret und John. Ich habe selten ein Film-Liebespaar gesehen, das so gut miteinander harmonierte und spielte wie Daniela Denby-Ashe und Richard Armitage. Besonders Richard Armitage als John Thornton muss man einfach gesehen haben! Wer Mr. Darcy mag, wird Mr. Thornton lieben! Hier sollte man sich unbedingt auch die englische Tonspur anhören, denn die Originalstimme von Richard Armitage ist schon etwas besonderes.

Durch seinen dramatischen Hintergrund hat der Film eine große Dynamik, was ihn noch fesselnder macht. Mir ist es jedenfalls nicht gelungen, ihn vor der Schlussszene abzuschalten, die zudem die schönste ist, die ich je in einem Film gesehen habe. Vorsicht: der Film hat ein hohes Suchtpotential! Mit einem einmaligen Anschauen ist es in der Regel nicht getan!

Der große Wermutstropfen: Die deutsche DVD wurde im Vergleich zur englischen Originalausgabe unverständlicherweise um 25 min gekürzt. Viele Szenen wurden teilweise geschnitten oder fehlen ganz. Wer einigermaßen gut Englisch spricht, sollte sich daher lieber die englische Original-DVD kaufen, die dank englischer Untertitel auch gut verständlich ist. Die deutsche DVD ist eigentlich nur zu empfehlen, wenn man wirklich auf die deutsche Tonspur angewiesen ist! In diesem Fall lohnt es sich aber trotzdem, sich den Film anzuschauen. Dann doch lieber die gekürzte Version, als ihn gar nicht gesehen zu haben!
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am 19. Oktober 2006
Etwas seltsam ist es ja schon, daß 90% der in Deutschland gezeigten Verfilmungen englischer Literatur aus Rosamunde Pilcher-Verfilmungen und die weiteren 10% aus Krimis zu bestehen scheint, die in der Regel dann auch noch mit mittelmäßigen deutschen Schauspielern besetzt werden. Denn die Literatur der Insel besteht aus so viel mehr als aus cornwalisischen Schnulzen, in denen die Dienstmagd am Ende den Grafen heiratet...

Daß die Briten ihre Klassiker brillant zu verfilmen verstehen (warum starten die öffentlich-rechtlichen Programme im Rahmen ihres Bildungsauftrags nicht eine ähnliche Reihe, anstatt sich weiter degetoisieren zu lassen???), dürfte dem interessierten Zuschauer spätestens seit der wunderbaren "Pride&Prejudice"-Verfilmung mit Colin Firth und Jennifer Ehle, die in Deutschland auch nur gekürzt zu sehen ist, sofern man die DVD nicht als UK- oder NL-Import besitzt, bekannt sein.

"North&South", basierend auf den gleichnamigen Roman von Elizabeth Gaskell und nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Roman von John Jakes, auf den das amerikanische "North&South" (bei uns unter dem Titel "Fackeln im Sturm" bekannt) basiert, reiht sich hier aufs beste ein.

Tatsächlich habe ich hier mehrere Rezensionen gelesen, die "North&South" mit der bereits oben erwähnten "Pride&Prejudice"-Verfilmung vergleichen. Dem kann ich allerdings nicht ganz zustimmen. "Pride&Prejudice" ist zwar genauso wie "North&South" ein Sittengemälde der Zeit, in der es spielt, "Pride&Prejudice" ist jedoch eher als Komödie anzusehen, während "North&South" ein Drama ist, in dem es primär nicht um die möglichst wohlhabende Verheiratung von fünf Töchtern geht, sondern um die dramatischen Klassenunterschiede im England Mitte des 19.Jahrhunderts, den Unterschied zwischen Arbeitern und Fabrikbesitzern, Kapital und Proletariat. Mag sein, daß Richard Armitage seinen John Thornton an Colin Firths Mr Darcy angelehnt hat, gemeinsam haben diese beiden Charaktere jedoch außer ihrem scheinbaren Stolz wenig bis gar nichts. Gleiches gilt für die Rolle der Margaret Hale, brillant dargestellt von der süßen Daniela Denby-Ashe, die außer dem Selbstbewußtsein und Intellekt doch eher ungeeignet als Elizabeth-Bennet-Verschnitt ist. Zumal man nicht vergessen sollte, daß die oben aufgezeigten Charaktereigenschaften Margarets und Thorntons typische Charaktereigenschaften englischer Romanhelden des 19.Jahrhunderts sind, siehe hier zum Beispiel in "Jane Eyre" von Charlotte Bronte Jane und Mr Rochester.

Der Vergleich "North&South" / "Pride&Prejudice" hinkt auch schon alleine aus dem Grund, daß in beiden Filmen vollkommen unterschiedliche Familienkonstellationen und Schicksale präsentiert werden. Wer also eine Quasi-Fortsetzung von "Pride&Prejudice" erwartet, dürfte enttäuscht werden. Wer jedoch eine mitreißende Mini-Serie mit wunderschönen Bildern, großartigen Schauspielern und einem grandiosen Soundtrack sehen will, dem sei diese DVD wärmstens ans Herz gelegt.

Die Darsteller spielen durch die Bank weg mit Herzblut und überspielen somit auch einige Schwächen im Drehbuch (mitunter wird doch ein wenig aufs Kitschknöpfchen gedrückt) mit Bravour. Besonders hervorzuheben sind hier die bereits erwähnte Daniela Denby-Ashe und Richard Armitage in den Hauptrollen der Margaret und des Thornton, aber auch Tim Pigott-Smith als Margarets Vater und Brendan Coyle als Arbeiterführer Higgins, auch wenn Coyles Akzent für den Nicht-Muttersprachler in den ersten Momenten vielleicht etwas ungewohnt ist. (Man "hört" sich aber rein, versprochen!)

"North&South" geizt nicht mit schönen Bildern, während im industriellen Norden Englands Margarets Kleider scheinbar der einzige Farbtupfer im Fabrik-Grau sind, leuchtet der ländliche Süden in beinahe grell-strahlenden Farben, daß man sich ein wenig an Jeunets Paris in "Die fabelhafte Welt der Amélie" erinnert fühlt.

Martin Phipps' Soundtrack bleibt einem noch lange im Ohr hängen, selten habe ich einen so schön orchestrierten Soundtrack für eine Fernsehproduktion gehört. Leider gibt es keine Pläne seitens der BBC, diesen Soundtrack auf CD zu veröffentlichen. Schade, ich würde ihn kaufen...

Fazit: "North&South" ist eine weitere äußerst sehenswerte BBC-Literaturverfilmung, die zwar vom inhaltlichen in keinster Weise mit "Pride&Prejudice" zu vergleichen ist, vom Niveau her aber ebenso wie die berühmte Austen-Verfilmung keinerlei Wünsche offen lässt. Ein Meisterwerk, an dem sich einige deutsche Programmmacher ein Beispiel nehmen sollten, anstatt uns weiterhin mit der alten Dame aus Cornwall zu quälen.

Kaufen, kaufen, kaufen!
55 Kommentare| 129 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. März 2007
....lange habe ich gezögert.

Lange stand North & South auf meiner Merkliste. Irgendwann würde ich mir diesen Film mal gönnen.

Vor einigen Wochen war es soweit, eigentlich fehlten mir zu einer portofreien Bestellung noch wenige Euros und ich überlegte, was nehme ich noch...?

Da fand ich auf meiner Merkliste North & South und spontan bestellte ich diesen Film.

Seither lässt mich dieses Meisterwerk der BBC nicht mehr los! Seit langem hat mich kein Film mehr so emotional gefesselt und mitgenommen.

Inzwischen habe ich North & South mind. 5mal gesehen und könnte sofort wieder von vorne beginnen. Besonders die Schlussszene am Bahnhof könnte ich in eine Art Dauerschleife legen. Eigentlich ist sie viel zu kurz, aber umso eindringlicher.

Auch ich bin ein großer Fan der Jane Austen Bücher, auch ich liebe Pride & Prejudice.

Aber beide Filme sind nicht miteinander vergleichbar.

Jane Austen hat trotz einiger Parallelen ihre Bücher als Komödien angelegt. North & South ist aber eher als Drama zu verstehen. Aber wenn man diese Art von Geschichten mag, dann macht man nichts falsch mit einem Kauf.

Viele Kommentar habe ich vor den Kauf gelesen, da ich DVD's nur kaufe, wenn ich den Film schon kenne. Aber noch nie war das Geld für einen DVD-Kauf so gut angelegt.

Fans des viktorianischen Englands zur Zeit der Industralisierung werden begeistert sein. Die Darsteller sind von allerhöchster Güte, besonders die beiden Hauptdarsteller Daniela Denby-Ashe (Margaret Hale) und Richard Armitage (John Thornton), aber auch Sinead Cusack (Hannah Thornton) und Brendan Coyle (Nicholas Higgins) glänzen.

Natürlich brauchen die beiden Protagonisten des Films bis zum großen Finale, um sich endlich zu finden. Dazwischen sind diverse Schicksalsschläge zu verkraften und die beiden Liebenden wollen einfach nicht zusammenfinden (wenn der eine anfängt zu schnurren", dann meint der andere ein Knurren" des Ersteren zu erkennen und fängt an zu fauchen. Frei nach dem Motto: Wenn zwei sich lieben....", braucht es eben seine Zeit).

In einer Rezension las ich, dass die Hauptdarstellerin nur einen Gesichtsausdruck kenne. Dies kann ich nicht bestätigen.

Denn dies ist ein Film der kleinen, kaum sichtbaren Gesten.

Aber dies mach den Film umso wertvoller! Ein leichtes Zucken um die Mund- oder Augenwinkel, mehr Gefühl in der Öffentlichkeit war damals nicht gestattet. In jener Zeit war der gute Ruf alles was einer mittellosen Frau die gesellschaftliche Achtung erhielt. Und doch setzt Margaret Hale diesen Ruf wiederholt auf's Spiel, um anderen zu helfen. Oder die Szene, in der John Thornton leise sagt schau zurück, schau zurück zu mir", man sieht die ganze Zeit nur ihn und nur daran, dass der Glanz aus seinen Augen weicht, erkennt der Zuschauer, dass sie ihm den Gefallen nicht tut.

Es ist, wie schon gesagt, ein Film der kleinen und leisen Gesten. Man muss genau hinschauen!!! Vieles habe ich erste beim zweiten oder dritten sehen erkannt. Zunächst hielt ich John Thornton's Mutter für eine gefühlskalte und verbitterte alte Frau, aber auch hier habe ich erkannt, dass sie sehr viel mehr ist....vor allem eine Frau, die viel im Leben mitgemacht hat und sich nach außen nichts anmerken lässt, aber auch hier sind es die kleinen Gesten, wenn sie bei ihrer Stickerei kaum bemerkbar zittert, um gleich wieder ihre Fassung zu finden.

Fazit:

Der BBC ist ein außergewöhnliches Meisterwerk mit grandiosen Schauspielern gelungen. Glücklicherweise wurde dieses Juwel synchronisiert und auf DVD herausgebracht. Dies ist ein Film, der es durchaus verdient hätte zur besten Sendezeit im TV gezeigt zu werden.
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Ich bin, wie einige Rezensenten vor mir, auch nur zufällig auf North & South gestoßen. Was für ein glücklicher Zufall.
Als ich die DVD bekam, hatte ich eigentlich keine Zeit, und wollte nur mal reinschauen. Aber dann konnte ich nicht mehr aufhören und habe den ganzen Film an einem Stück gesehen. Ich war sofort gefesselt.
Hier stimmt wirklich alles. Leid und Elend der Arbeiter in der damaligen Zeit eingefangen in düsteren Bildern, Liebe und Leidenschaft, verhalten unter der Oberfläche, typisch für das viktorianische Zeitalter. Die Darsteller sind hervorragend besetzt bis in die Nebenrollen. Natürlich war auch ich sofort verliebt in Richard Armitage. Seine Darstellung von John Thornton ist einfach exellent. Wie er mit verhärmtem Gesicht und böse dreinblickend doch noch Mitgefühl und Sympathie weckte und dann am Ende mit einem der phänomänalsten Lächeln der Filmgeschichte mich völlig vom Stuhl warf, ist unübertroffen. Und endlich war dann auch die steife Krawatte weg und das hochgeschlossene Hemd offen. Bezeichnend für die Erlösung des John Thornton. Dieser Mann ist wirklich sexy....
Leider wirkt Daniela Denby-Ashe daneben manchmal etwas blaß. Trotzdem ist auch Ihre Darstellung der Margret Hale anrührend.
Einziges Manko für mich sind die etwas raren Szenen zwischen den beiden Hauptprotagonisten. Aber gut, es handelt sich hier nicht ausschließlich um einen Liebesfilm.
North & South ist schon jetzt einer meiner Alt-Time-Favourites.
Ich kann nur sagen: kaufen (lohnt sich wirklich für den Preis), alle Verabredungen absagen, Telefon abschalten und dann genießen.
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am 21. Oktober 2008
von dem kann man eigentlich nur begeistert sein. Und ich bin begeistert. Und bin auch immer noch begeistert, nachdem ich die selbstauferlegte "Hausaufgabe" erledigt und das Buch gelesen habe.
Sonderlich nah an der Handlung des Buches ist dieser Film nämlich nicht, aber das hatte ich schon bei der ein oder anderen Szene gedacht. Da ich aber bis dahin nichts von Mrs Gaskell gelesen hatte, konnte ich die Sache nicht so richtig einschätzen. Langer Rede kurzer Sinn: die Handlung ist teilweise stark abgewandelt, aber die Intention bleibt erhalten.
Und so kann ich mich bald in die Wiederholung eines wundervollen Sehvergnügens stürzen. Tolle Darsteller, toller Set, tolle Musik. Und wer will schon um der literarischen Korrektheit Willen auf solch hochdramatische Szenen (die Bahnhofsszene!!) verzichten? Ich nicht. Auf gar keinen Fall. Nevah!

Unbedingt Empfehlenswert!

Den Punktabzug gibts, wie ja leider immer bei KSM, für die Kürzung und die Synchronisation. Hallo KSM, wir Fans wären sicher bereit, für eine vollständige und bessere Synchro etwas tiefer in die Tasche zu greifen!
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am 30. Januar 2007
... nachdem ich die DVD letztes Jahr Weihnachten geschenkt bekommen habe, saß ich bis Silvester, wenn alle im Bett lagen immer wieder vor dem Fernseher und stellte fest... das ist das beste Period Drama das ich kenne (na gut Pride and Prejudice ist genauso gut).

Inzwischen ist meine DVD von meinem Söhnchen beschädigt worden, d.h. ich muß mir eine neue zulegen, denn diese DVD muß ich im Schrank haben. Es ist verglichen mit Pride and Prjudice nicht so leicht lebig, denn in Gaskells Roman geht es auch um das Elend der sich herausbildenden Arbeiterschicht. Margret - die Heldin - steht für die leichte romantische Lebensweise, der gutsituierten Mittelschicht im Süden Englands. Thornten, der Fabrikbesitzter, für die sich herausbildende Oberschicht, die ihr Geld nicht wie der Geburtsadel aus dem Erbe bzw der Abstammung hat, sondern durch Arbeit. Weil das aber auch bedeutet, dass man die Ausbeutung der Arbeiter in Kauf nimmt, ist Thornton für Margret ein rotes Tuch. Sie, die durch eine Versetzung ihres Vaters zwangsläufig in den Norden kommt, verurteilt ihn für das was er tut und was er darstellt. Erst allmählich beginnt sie ihn und seine Welt zu verstehen. Aber auch die Arbeiter, die sie bis dahin mitleidig betrachtet hat, entwickeln sich für sie zu ernst zunehmenden Mitmenschen. Und als sie endlich offen für ihre Gefühle für Thornton ist, verdächtig er sie eine Affäre zu haben.....Mehr wird jetzt nicht verraten.

Kaufen, reinlegen, genießen....Tolle Story, wunderbare Landschaftsaufnahmen, geniale Schauspieler. Bei den BBC Verfilmungen ist einfach jede kleinste Rolle super besetzt! Bei Richard Armitage kriegt man Kribbeln im Bauch und als er auf der Treppe seiner Fabrik steht und Margret wegfährt und er zu sich selber sagt "Look back" "Look back to me"....da bin ich einfach nur dahingeschmolzen. Habe mir daraufhin Sparkhouse gekauft, wo er auch mitspielt (Wuthering Hights in Modern)- ganz andrs aber auch toll, aber davon in einer anderen Rezension.....
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am 9. Oktober 2006
Dass die BBC ein untrügliches Gespür für Literaturverfilmungen hat, weiß man nicht erst seit den genialen Adaptionen der Klassiker von Charles Dickens, Jane Austen oder den Bronte-Schwestern. Und ich gebe zu, ich liebe sie alle! Allerdings hatte auch ich nicht erwartet, dass nach solch grandiosen Verfilmungen wie "Jane Eyre" oder "Pride and Prejudice" noch eine Steigerung möglich sei. Und doch ist sie es! Mit der Verfilmung des Klassikers "North and South" von Elizabeth Gaskell ist der BBC wieder einmal ein wunderbarer, faszinierender Mehrteiler gelungen, der den Betrachter mitnimmt in das England der industriellen Revolution in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die Welt der jungen Pfarrerstochter Margaret Hale ändert sich grundlegend, als ihr Vater sein Amt niederlegt und beschließt, im Norden Englands als Lehrer zu arbeiten. So verlässt die Familie den beschaulichen Süden, um dem Vater in die freudlose Industriestadt Milton zu folgen. Für Margaret ist der Neuanfang in der durch die Baumwollindustrie geprägten Stadt nicht leicht. Besonders die so überdeutlich zutage tretenden sozialen Unterschiede zwischen den Arbeiterfamilien und den Fabrikbesitzern lassen der selbstbewussten und gebildeten jungen Frau keine Ruhe. Schnell findet sie in der Familie des Gewerkschaftsführers Higgins neue Freunde, während sie mit dem Fabrikbesitzer John Thornton, einem Schüler ihres Vaters, eine Hassliebe verbindet.

Bereits das Buch von Elizabeth Gaskell ist viel mehr als nur eine Liebegeschichte eingepackt in etwas Zeitkolorit. Die Beschreibung der sozialen Verhältnisse, die detaillierten Milieustudien, die grundlegende Auseinandersetzung mit dem industriellen Aufschwung, all das macht das Buch so einzigartig. Und genau das hat die BBC bei deren Adaption des Stoffes verstanden, visuell umzusetzen! Selten habe ich eine solche Kulisse und eine solche Ausstattung gesehen! Einfach großartig. Und dazu kommt die überragende Schauspielerriege, allen voran Daniela Denby-Ashe als Margaret Hale und Richard Armitage als John Thornton. Und auch wenn der Mehrteiler jetzt auf deutsch erscheint, sollte man unbedingt wenigstens einmal in das Original "reinhören". Man verpasst sonst die unglaubliche Stimme von Richard Armitage, von der ich jedes Mal wieder eine Gänsehaut bekomme. Alles in allem: Vorsicht, Suchtgefahr!!!
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am 4. November 2007
Auch ich bin ein eingefleischter Austen-Fan. Kein Vergleich mit "Stolz und Vorurteil". Hier bekommt man einen realistischen und beklemmenden Eindruck vom Elend das die Industriealisierung mit sich brachte. Die damaligen Arbeitsbedingungen, die Allmacht der Industriellen über ihre Arbeitnehmer... keine heile Welt!!! Hier sterben Menschen. Niemand wird in letzter Sekunde durch ein Wunder gerettet. Daher kein Vergleich und meiner Meinung nach zurecht düster und grau verfilmt. Aber die Liebesgeschichte... einfach nur wunderschön. Man muss diesen Film (und vor allem bestimmte Szenen) immer und immer wieder ansehn. Thornton leidet sooo schön. Und auch ich schließe mich meine Vorrednerinnen an und finde die englische Version um einiges intensiver als die zum Teil enttäuschende deutsche Synchonisation. Für alle romantischen Mädels ein absolutes Muss!!!
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am 18. Februar 2008
Vorab möchte ich sagen, dass ich sehr selten eine Rezension zu einem Artikel schreibe, und das auch wirklich nur, wenn der Film oder das Buch bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen haben, und ich total begeistert war!:o)

Ich kann mich den vorangegangenen positiven Rezensionen also nur anschließen, dass es sich hier um eine ganz besondere, tief greifende und gefühlvolle Verfilmung von Elizabeth Gaskells Roman "North & South" handelt.

Die schauspielerische Leistung (allen voran Richard Armitage als Mr. Thornton) ist unglaublich, schaffen sie es doch, Gefühle ohne Worte, einzig und allein durch ihre Mimik greifbar zu machen.

Neben der sich langsam entwickelnden und tragischen Liebesgeschichte der beiden Hauptpersonen, welche nicht allein die Haupthandlung ausmacht, erfährt man sehr viel über das Leben in einer Industriestadt Englands im 19. Jahrhundert, die schlechten Lebensbedingungen der Arbeitergesellschaft und über die Klassenunterschiede in der viktorianischen Zeit. Der Film vermittelt meiner Meinung nach sehr wichtige moralische Wertvorstellungen. Er zeigt die Arbeitgeber nicht nur als böse herzlose Menschen, sondern versucht beide Seiten (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) gleichrangig darzustellen und ihre Probleme zu beleuchten. (Kritik wird eher an dem Gesellschaftssystem geübt)

Zum Schluss möchte ich noch betonen, dass es für mich bisher wenige Filmszenen gegeben hat, die mich so berührt haben wie die Schlussszene in N&S :o*

Viel Spaß beim Ansehen, es lohnt sich auf jeden Fall!!!
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