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am 16. Juli 2006
Ein kühler, bedrückender Film, angesiedelt in einer wahrhaft gespenstischen Kulisse, nämlich dem Berlin der ersten Dekade des neuen Jahrtausends aus der Sicht und in der Wahrnehmung der verlorenen Seelen, die wir 24 Stunden lang auf ihrem Weg begleiten. Nina und Toni scheinen nirgendwoher zu kommen und nirgendwohin zu gehen, beiden haftet etwas Unwirkliches an, sie sind gleichzeitig anwesend und abwesend - Gespenster oder, wie Oliver Baumgarten im "Schnitt" (Nr. 39, S. 37)so treffend bemerkt: "Sozialzombies (...) Gesellschaftlich exekutiert und sich selbst entfremdet, bleibt bloßes Funktionieren, gesteuert von Konvention und Gewohnheit." Sie scheinen keine Geschichte zu haben, keine Vergangenheit, keine Zukunft: gefangen in der Geisterbahn des Hier und Heute. Sie treiben ziellos durch ein seltsam entvölkertes Berlin: Potsdamer Platz und Tiergarten, Heim, Hotel und H&M - Filiale - dort sieht man sie durch die Überwachungskamera. Bei einem Casting für eine Soap mit dem hintersinnigen Titel "Freundinnen" erfindet Toni die Geschichte des Beginns ihrer Freundschaft, ebenso unwirklich wie banal, Nina erzählt einen Albtraum: "Ich habe schon von Toni geträumt, bevor ich sie kannte..." - es folgt die Geschichte einer beobachteten Vergewaltigung, von Hilflosigkeit und lähmendem Entsetzen.

Gespenster treffen auf ein Gespenst, auf die Mutter, die in Berlin ihre vor vielen Jahren entführte Tochter sucht (die übrigens durchaus Nina sein könnte), eine Tochter, der gleichfalls etwas Unwirkliches anhaftet - der einzige sichtbare Beweis, daß sie nicht nur im verwirrten Geist der Mutter existiert, ist ebenfalls eine Aufnahme einer Überwachungskamera. In Nina glaubt die Mutter ihre verlorene Tochter zu erkennen....

Die egoistische, oberflächliche, völlig desillusionierte und zynische Toni, die erstarrte und resignierte Heimleiterin, die frustrierte, arrogante und kaltherzige Ehefrau des Regisseurs, der sich selbst entfremdete Regisseur, die ihre längst verlorene Tochter suchende Mutter, die mit Nina, die auf sie zugeht und um ihre Zuneigung wirbt, gar nichts anfangen kann und sie nach einem gemeinsamen Frühstück zurückläßt wie ein Spielzeug, das einem langweilig geworden ist, oder wie ein lästig gewordenes Haustier..... zwischen all diesen Gespenstern bewegt sich Nina, das kleine Gespenst, dem man wider besseres Wissen soviel Gutes wünscht: Thomas Warnecke im "Schnitt" (Nr. 39, S. 37): "Was aus Nina wird,wenn man sie mit dem Abspann des Filmes verläßt, bleibt eine bedrückende Vorstellung." Und Oliver Baumgarten (ebd.) faßt zusammen: "Die Gespenster, so konstatiert der Film, sind unter uns. Und es werden täglich mehr."
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am 5. September 2006
Das junge Mädchen Nina lebt im Heim und hat einen Job bei der Stadtreinigung. Im Park bei der Arbeit lernt sie das Mädchen Toni kennen. Sie scheint in Schwierigkeiten zu stecken und auf der Suche nach neuen Schwierigkeiten zu sein. Nina ist angetan von Toni und sie verbringen den Tag damit zu stehlen und bei einem Regisseur vorzusprechen.

Parallel dazu sieht der Zuschauer in einem zweiten Handlungsstrang wie ein Mann eine Frau aus einer Art Krankenhaus abholt. Beide sprechen französisch. Es gibt keinen erklärenden Untertitel. Im Auto und im Hotelzimmer diskutieren die beide eifrig.

Der Regisseur hat Interesse an Nina und Toni und lädt sie zu einer Party ein. Als die französisch sprechende Frau Nina und Toni um die Häuser schleichen sieht, verfolgt sie die beiden. Sie stellt Nina nach einiger Zeit und erklärt ihr im gebrochenen französisch, das ihre Tochter Marie mit drei Jahren entführt wurde und das sie glaube, das Nina ihre Tochter sei. Sie zählt eine Fußverletzung und ein Muttermal auf. Verwirrt von den Erzählungen bestehlen Toni und Nina die Frau und machen sich vom Acker.

Sie gehen Abends auf die Party und Toni verschwindet mit dem Regisseur. Nina geht die Geschichte der Französin nicht aus dem Kopf. Am nächsten Tag findet die Französin Nina erneut und erzählt ihr viel von ihrer kleinen Marie. Im Hotel klärt der Mann der Französin Nina auf. Marie ist schon lange tot.

Der Film ist asketisch in seiner Ausstattung, seinen Handlungen und auch die Charakteren der Personen scheinen reduziert. Nina’s Körper wird zur Hülle für die Idee Marie zu sein, was ihr auch irgendwie gefällt. Tino lebt wie der Pinball eines Flippers und die Französin durchlebt die Zeit wie einen Trip, der sie aus der Grausamkeit der Wirklichkeit reißt.
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am 25. November 2009
In Christan Petzolds Film Gespenster von 2005 spielen Sabine Timoteo und Julia Hummer zwei Freundinnen. Halt- und obdachlos streunen sie durch die Stadt, lassen sich treiben. Ein düsterer und perspektivenloser Film, nach dem man erst einmal erschlagen ist. Was bleibt Nina am Ende noch? (Für Toni besteht von Beginn an keine Hoffnung. Sie besitzt keinerlei moralisch Empfindung.) Der Weg in die Kriminalität ist nun schon eingeschlagen, der nächste Tabubruch wird Prostitution sein. Die Freundschaft mit Toni hat ihr persönlich vielleicht etwas gebracht, doch aus Sicht der Gesamtheit ihres Lebens wird es der Beginn des Abstiegs sein. Die kurze Hoffnung, von ihrer Mutter (Marianne Basler) gefunden worden zu sein, erweist sich als grausame Täuschung, die die Hoffnungslosigkeit ihrer Situation nur noch verstärkt. Auch wenn Petzold vielleicht sagen mag, der Schluss sei offen für einen Neuanfang, muss man konsequenter Weise sagen, dass es den für diese Mädchen nicht geben kann. Wer einmal dort ist, kommt nicht mehr heraus.
Im Film gibt es eine Vielzahl Überwachungsvideoszenen. Sie vermitteln eine bedrohliche Atmosphäre. Diese Szenen sind typisch für Petzolds Filme. Ebenso typisch sind die Szenen im öffentlichen Raum (hier: H&M, Auto, Hotel, Park, Wald, Platz, Treppenhaus, Krankenhaus). Petzolds Vorleibe für Märchen und Mythen, kommt hier ebenso zum Tragen. Der Film basiert auf dem Märchen Das Totenhemdchen der Gebrüder Grimm.
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Mal wieder ein Film, bei dem es mir schwer fällt, überhaupt Sterne zu verteilen. Künstlerisch ist er sicherlich anspruchsvoll und vielleicht sogar ein kleines Meisterwerk, aber tut mir leid, begeistern konnte er mich auf der Handlungsebene leider nicht.

Zwei Handlungsstränge: Eine französische Frau, die es mit ihrem Mann immer wieder nach Berlin zieht, wo vor vielen Jahren ihre dreijährige Tochter Marie in einem Supermarkt entführt wurde.
Auf der anderen Seite Nina, die beim Parksaubermachen Toni kennen lernt, als diese gerade von zwei Männern bedrängt wird. Die etwa naiv wirkende und in einem betreuten Wohnheim lebende Nina hängt sich sofort an die resolute Toni und lässt sich von ihr mitziehen. Nun kommt die lesbische Komponente mit ins Spiel, es wird auch geschmust. Beide sprechen bei einem Casting zum Thema "Freundinnen" vor und haben jeweils eine ganz eigene erfundene Geschichte ihres Kennenlernens parat. Der Regisseur lädt sie anschließend auf eine Party bei sich zu Hause ein, hat aber nicht gerade lautere Absichten.
Doch schon zuvor kreuzen sich die Wege mit der Französin und diese scheint in Nina ihre verschwundene Tochter Marie wieder zu erkennen......

Es geht bei dem Film um im Leben gestrandete Menschen, die mehr durchs Leben schlurfen, als dass sie gehen. Mit viel klassischer Musikuntermalung, kommt der Film stellenweise mit wenigen Worten aus. Mit Nina kann man richtig Mitleid bekommen, wie sie so hin- und hergeschupst wird. Doch der Zuschauer bleibt irgendwie fast wie ein Voyeur immer am Rande der Handlung. Mich hat der Film insgesamt nicht berührt sondern tendenziell gelangweilt.
Ich mag außergewöhnliche Filme ab des Mainstream. Diesem Film gelang es jedoch nicht an meine Rezeptoren anzuknüpfen.
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am 5. September 2006
Leider fehlen beim Making Of die Untertitel. Das nervt extrem, da die langen Passagen in denen die französischen SchauspielerInnen interviewt werden, somit nur schwer verständlich sind.
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