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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
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4,8 von 5 Sternen
Impeach My Bush
Format: Audio CD|Ändern
Preis:16,47 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 7. Juli 2006
Endlich ist es da! PEACHES YOU ARE SEX ROCK !!! WOW! Was für ein Album! Die Scheibe geht voll ab! Schon das Booklet ist vielversprechend - außen Peaches als grünäugige Raubkatze, innen mit Feist in Bikinis am Mischpult. Dazu gibt's Lyrics (yeah!) und ein Poster auf der Rückseite. Das erste Stück "Fuck Or Kill" ist nicht nur eine klare Absage an den US- amerikanischen Präsidenten (natürlich peacheslike), sondern musikalisch - dominiert von fetten Drums - das perfekte Intro für das, was folgt. Während "Tent In Your Pants" eines der gerappten, ironischen, schmutzigen Peaches-Stücke ist, das sich zu einem guten Vorspiel steigert, kommt Peaches mit "Hit it hard" gleich zur Sache. Hier ist mindestens tanzen angesagt. Es ist dreckig, es ist heiß und es ist hart. Wie angekündigt ist die dritte Peaches-Scheibe viel rockiger, more hardcore als die Vorgänger - wie das vierte Stück "Boys Wanna Be Her" beweist: rotzige Gitarrenriffs und fette Beats, dazu intelligente, dreckige Lyrics, die ein sehr breites Grinsen erzeugen. Auf "Impeach My Bush" hat Peaches ihren MC505 gegen einen MC909 und - viel wichtiger: eine Band ("The Herms") ausgetauscht. Die Instrumente werden bekanntlich von einer Besetzung gespielt wird, die sich sehen lassen kann. Die Schlagzeugerin Samantha Maloney (Ex Hole/Mötley Crüe/Eagles of Death Metal) gehört nun offensichtlich zum festen Bestandteil der Band, genau so wie JD Samson von Le Tigre und Radio Sloan (Ex Courtney Love-Band/The Need). Multitalent Peaches hat ihren MC 909 fest im Griff und greift hier und da zur Gitarre oder zum Bass. Mit der Singleauskopplung "Downtown" wirds merkwürdig elektrosphärisch. Bei dem etwas entrückt klingenden Song, den Peaches eigentlich für Kelis geschrieben hat, war die Synthiemucke der 80er Vorbild. "Two Guys (For Every Girl)" macht richtig Spass und zwingt zu move-your-ass: "slapping your dicks all over the place, rubbin that shit all up in your face". Dabei wird man etwas an den Yellow-Formel-Eins-Sound erinnert. Wieder anders klingt "Rock The Shocker": Trockener Elektrosound, wie man ihn von Peaches kennt, die diesmal den Jungs, die immer noch nicht wissen wie man Frauen dazu bringt sich "supersonic" zu fühlen eine Lektion erteilt. Hier entschlüsselt sich auch die Bedeutung der Gestik auf der Rückseite des Booklets: Ringfinger runter, Rest hoch - oder, mit Peaches ausgedrückt: zwei vorne, einer hinten und der Daumen, um den Knopf zu drücken "for the girls, right?". Schluss mit Metalhörnern- wer Peaches liebt, sollte ihr diese Geste im Konzert zeigen. Bis dahin ist man schon überzeugt, sein Geld sehr gut investiert zu haben. Aber DER HAMMER kommt bei "You Love It"!!! Ich konnte meinen Finger nicht mehr von der Repeattaste lösen! Peaches und Joan Jett. Freak out now! Das beste Stück, was ich seit langem gehört habe! WOW! Seit Stunden läuft es bei mir hoch und runter, und zwar sehr laut! Sehr rockig, sehr fett. Erinnert an Metal-Stücke der 80er (AC/DC), die richtig abgehen. Allein deswegen lohnen sich die 15 Euro. Was folgt, ist typisch Peaches, sehr gekonnt, originell und mitreißend. Den Sound von "Slippery Dick" (den Fisch gibt's tatsächlich, einfach mal googlen - verrät Peaches in ihrer Show) hat man morgens beim Aufstehen noch im Ohr und muss es sofort wieder hören. Dann kommt "Give'er", gefolgt von "Get it" (auf dem Cover ist es umgekehrt). "Give'er", bekanntlich mit Josh Homme an der Leadgitarre ist sehr rockig, sehr schnell, sehr gut. Das sollte man mehrmals hören, besonders wenn man nach dem absoluten Burner "You love it" schon völlig befriedigt ist. "Get It" erinnert an die Vorgängeralben, kühler Minimalismus, aber sexy und gut tanzbar. Mit "Do Ya" wird's wieder rockig und das letzte Stück "Stick It To The Pimp" ist noch mal ein besonderes Highlight, da macht sich die Göttin des Electro-Clash alle Ehre. Auch hier sind die Lyrics, wie auf der ganzen Scheibe, sehr kräftig und vulgär: "Pissed in your pimp cup, drink up" oder "kiss my ring or ring my bell or ding a ling just go to hell". Peaches entkrampft auf Impeach My Bush ausgediente Klischees mit tiefgründigigem Humor und liefert auch musikalisch eine enorm hohe Qualität ab. Insgesamt eins der wenigen Alben, das sich schon beim 1. Hören sehr geil anhört und mit jedem Hören immer besser und interessanter wird. Dazu einige wirkliche Highlights, die in den Olymp des Rock'n'Roll gehören. Das Warten hat sich gelohnt und ich kann allen nur empfehlen, auf eins ihrer Konzerte zu gehen: Peaches, I love it, love it, love it (when you're hard to have)!!! Das bisher beste Album von Peaches und ein absoluter Meilenstein. Kaufen!
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am 5. Februar 2013
Schöner, kreativer Mix aus verschiedenen Styles von schrill, obszön bis ruhig, von schräg bis poppig aber garantiert nichts für die langweilige Klientel der Tophits Radiomucke ;-)
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am 22. Mai 2007
Ich muss mich dem Vorgänger anschließen: Nicht jeder mag Peaches....

Aber wenn man diese irgendwie wahnsinnige Musik mag, sollte man sich diese Platte zulegen. Mir gehts immer gleich: Sobald diese CD läuft muss ich tanzen und wegen den Texten dann auch noch lachen.

Two guys for every girl sag ich da nur ;-)

Kaufen!!!
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am 18. Juli 2006
Glückwunsch! Es gibt heutzutage nicht viele Alben, die auf Anhieb so offensiv ansprechen und einen unmittelbar durch die 13 auf Platte gepressten, frechen Tracks pausenlos mitwippen lassen... Die Rede ist von Peaches' drittem Album "Impeach My Bush", das mit aufreizend-schlüpfrigen Texten, altbekanntem Glamour und elektronischen, punkigen Beats rotzfrech und berückend um die Ecke kommt.

Man mag den Titel des Albums und den ersten, von Drums dominierten Track "Fuck Or Kill" als politisch-kritischen, auf amerikanische Zustände weisenden Stinkefinger verstehen, aber die sexuelle Anspielung nimmt dann doch Überhand. Ich verbinde mit der 1968 geborenen Kanadierin genau zwei Dinge: überlange Achselhaarbehaarung (hoffentlich Toupets!) und ihre aggressiv-exzentrisch-provokative Ein-Mann-Show. Nein, sie ist in ihrem Umkleide- und Ausziehwahn weder erotisch noch sexy. Aber der "Krach", den sie als einzig auf der Bühen anwesende Person hervorbringt, ist immens.

Also, was macht diese Dame in den unvermeindlichen pinkfarbenen Hot Pants und - wenn überhaupt - schwarzen BH aus? Sie produzierte die zwei Vorgängeralben - das 2000 veröffentlichte "The Teaches Of Peaches" und das 2003er "Fatherfucker" - allein. Und spielte all Instrumente von MC 505 über Drum-Maschine bis Synthesizer selbst. Wir erinnern uns an das vom Debüt stammende Stück "Fuck The Pain Away", welches mit wehenden Fahnen in den "Lost In Translation"-Soundtrack ein- und weiteren Ruhm nach sich zog. Und an das reißerische "Kick It"-Duett mit Kumpel Iggy Pop.

Für "Impeach my Bush" hat sich Merrill Beth "Peaches" Nisker zur Abwechslung eine Menge Freunde und Bekannte ins Studio nach Los Angeles geholt. Namentlich Joan Jett ("You Love It"), Gossip's Beth Ditto ("Two Guys (For Every Girl)"), ihre ehemalige Mitbewohnerin Feist sowie Queens Of The Stone Age's Josh Homme ("Give 'Er") und Ex-Hole's Samantha Malone (Schlagzeug in verschiedenen Tracks). Produziert hat sie die Scheibe diesmal nicht allein, sondern mit Mickey Petralia (Beck, John Cale, Dandy Warhols, Eels) und Greg Kurstin. Letzterer ist primär für die Beherrschung der elektronischen Instrumentalmedien bekannt.

Für die in Berlin lebende Sängerin ist Exzentrik ein gutes Charakteristikum, welches sich auch sehr treffend auf ihre Musik applizieren lässt. Schwere, fast schwerfällige Beats und ein monoton-rhythmischer Sprechgesang hauchen "Tent In Your Pants" langsam Leben ein. Schlagzeug und elektronische Geräuschkulisse treiben sehr spannend gesteigert und hart die dreckige Textzeilen von sich gebende Sprechstimme durch "Hit It Hard", um im Folgetrack "Boys Wanna Be Her" zu kulminieren. Unterlegt mit Stöhn- und Hechelgeräuschen mag hier die selten eingesetzte E-Gitarre in einem sonst minimalistischen Szenario zum Höhepunkt kommen. "Two Guys (For Every Girl)" setzt dem ein schmutziges Sahnehäubchen auf, denn hier wird endlich mal ausgesprochen, was sich jede Frau insgeheim wünscht... Mit passendem, dringlichem Elektosound, der, um überschüssige Energie abzubauen, Tanzen erzwingt.

Nette Abwechslung bringt "You Love It", in dem Peaches tatsächlich mal singt, ja, singt! Und leicht zu merkende, laszive Drei-Wort-Zeiler in gekonnter Kombination mit führender Rock-Gitarre und drängelnden Elektro-Beats herausschreit. Der eingängige Metal-Track vermittelt wohl einen guten Eindruck von den Aggressionen und Ekstasen ihrer Live-Shows. Dankbar lässt man sich in den ruhigeren, wenn auch nicht beruhigenden, synthie-dominierten, letzten Track "Stick It To The Pimps" fallen. Die Notwendigkeit wiederzugeben, wovon dieser handelt, besteht nicht mehr. Die Frau kennt kein anderes Thema als harten Sex. Also wer auf der Suche nach harmonischem Liebesgeplänkel sein sollte, ist bei Peaches definitiv an der falschen Adresse.

Ihr kompositorischer Mix aus elektronischen Elementen, Rock, Hip Hop, Punk und Hardcore erinnert entfernt an die Elektro-Clash-Mischungen von Gonzales, Chicks On Speed oder Pink Grease. Noch mehr schafft sie eher etwas wunderbar Eigenständiges, nicht Vergleichbares. Und das nicht nur mit diesem Album. Ach so, großes Thema, das im Zusammenhang mit Peaches immer wieder gern diskutiert wird (nur hier nicht): die viel gepriesenen und konferierten Geschlechteridentitäten. Ihre Lyrics werden, falls dies wirklich wissenswert sein sollte, in den Queer Studies an der Universität Toronto ausgiebigst erörtert.
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