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am 16. August 2006
häusliche gewalt ist (leider immer noch) weit verbreitet.. und unter dem deckmantel der familiären privatsphäre weiterhin ein tabuthema - und problem jeder gesellschaft.

in spanien ist seit einigen jahren ein lauter öffentlicher diskurs im gange, um mit dieser patriarchalen "kultur" endgültig zu brechen.. das thema öffentlich zu machen.. und für die problematik zu sensibilisieren.

iciar bollains film "te doy mis ojos" (öffne meine augen) ist ein sensibler und überzeugender beitrag zu diesem thema.. der vielschichtig gewalt & angst spürbar macht, ohne sich visuel explizit an ihr zu ergötzen. er zeigt die mechanismen auf in denen beide seiten (opfer und täter) gefangen sind.. und erzählt feinfühlig die geschichte von pilar & antonio, einem "normalen" span. paar aus toledo. er ist verkäufer.. und möchte "doch nur eine ganz normale ehe führen". doch sein agressionspotenial & seine eifersucht verunmöglichen diese...... und lassen die zerbrechliche pilar in einer kalten winternacht mit ihrem kleinen sohn zu ihrer schwester flüchten....... er ist gewillt sich zu ändern, macht eine therapie.. in der er die muster männlicher gewalt erkennen und zu kontrollieren "lernt"... sie beginnt sich zu suchen.. und findet sich in einem neuen job und den schönen künsten..

"te doy mis ojos" ist ein aufwühlendes und nachdenklich stimmendes beziehungsdrama. der film erhielt 2003 nicht weniger als sieben goyas (spanischer "oscar").. und wird getragen von seinen überragenden schauspielern.. (laia marull und luis toscar)!! .. sie geben dem film seine authentizität und emotionale dichte.. lassen den betrachter schöne und beklemmende momente hautnah miterleben... und so den film (auch) zum cineastischen erlebnis werden..

"te doy mis ojos" (wörtlich übersetzt: ich gebe dir meine augen).. ist eine aufforderung eine andere perspektive einzunehmen.. und selbstreflexion zu betreiben. nicht zuletzt für "moderne" männlichkeiten.. (selbst wenn diese sich vielleicht nicht in antonio wiederzuerkennen glauben).. denn leider ist es ein fact, dass auch jede 4. deutsche (& westeuropäische) frau körperliche oder sexuelle gewalt in ihrer beziehung erlebt hat..

.... absolut empfehlenswert.. sowohl für das weibliche & männliche publikum!
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am 7. Juni 2016
.... und nicht nur in Spanien. Auch in Deutschland ist sexuelle Gewalt und Misshandlung keine Rarität. In Rezensionen zu dem Film aus dem Jahre 2003 wird jede vierte Frau als Opfer bei uns angegeben, neuere Schätzungen liegen nach meinem Wissen noch höher!
Hier zeigt die Regisseurin Iciar Bollain die Beziehung zwischen Antonio (Luis Tosar) und Pilar (Maia Marull), die ihrem gewalttätigen und jähzornigen Gatten nicht nur einen Sohn, sondern zahlreiche Vorstellungen in Klinikambulanzen verdankt. Sehfehler, Muskelfaserrisse, Nierenblutung, es handelt sich nicht nur um (ebenfalls nicht harmlose) Backpfeifen, sondern auch um Faustschläge und Verletzungen durch Möbel und Treppensturz.
Nach 10 Jahren, viel zu spät, was aber kein Vorwurf an Pilar ist, verlässt sie heimlich mit dem Sohne, nur das Notwendigste eingepackt, den Ehemann und findet zunächst Unterschlupf bei ihrer Schwester Ana (Candela Pena, die vor der Hochzeit mit einem Schotten steht.

Sie findet einen zunächst zeitlich begrenzten Job an einer Museumskasse im Wohnort Toledo, und nach Ablauf ihrer Zeit hat sie soviel Interesse an der Kunst, hier besonders Werke von Goya, entwickelt, sodass sie sich mit anderen Frauen zur ehrenamtlichen Museumsführerin ausbilden lässt und diese Tätigkeit mit Freude und wirklich gut ausübt.
Nachdem Betteln und Schimpfen und Maltraitieren von Anas Haustür nicht gefruchtet haben, begibt sich Antonio in Behandlung, er besucht eine Gruppe mit gleichartigen Männern und hat auch Einzelgespräche mit dem Psychologen, der die Gruppe leitet. Hier sieht man schon die Machos, die in Rollenspielen eines Gespräches Mann und Frau, in dem Interesse am Tagesablauf des Partners und Wertschätzung gespielt werden soll, zu "männlich" sind, die Rolle der Frau zu übernehmen und allesamt völlig überfordert erscheinen.
Antonio kann Pilar zurückgewinnen durch Hinweis auf die Therapie und die Beteuerung, dass er seine Probleme im Griff habe, er zeigt auch Ansätze wie ein Geschenk an Pilar, einen Bildband über Malerei.
Bald fällt er jedoch wieder in alte Fehler zurück.

Sicher ist Pilar zu bemitleiden, wahrscheinlich ist man aber auch zunächst wütend über eine Frau, die sich diese Misshandlung so lange gefallen .lässt. "Das würde mir nie passieren, nach der ersten Tätlichkeit würde ich den Kerl zum Teufel jagen." Hierbei wird, und das zeigt die Regisseurin auch mit Pilars Mutter Aurora (Rosa Maria Sarda) übersehen, dass dass Frauenbild in einer Gesellschaft und die Erziehung dazu, dass es für eine Frau das wichtigste sei, den Schein zu wahren und die Familie intakt zu halten, eine erhebliche Rolle spielen. Und wieviele Frauen bleiben in einer gewalttätigen Beziehung aus Angst um ihre materielle Versorgung, sind gar nicht in der Lage oder trauen es sich nicht zu, die Widrigkeiten einer Trennung durchzustehen. Und nicht alle haben das Glück, bei einem Verwandten unterkommen zu können, von ihrer Mutter erhält Pilar ja noch nicht einmal moralische Unterstützung.
Der Film malt aber nicht billig Schwarzweiß, selten gelingt es Antonio, die cognitive Verhaltenstherapie umzusetzen, er entschärft eine Suítuation, indem er die Wohnung verlässt. Überwiegend schafft er es jedoch nicht, sinnvoll mit Situationen, die ihm missfallen , umzugehen.Anstatt seine Gedanken zu hinterfragen und sich zu sagen, dass das Zurechtmachen seiner Frau nicht ein Hinweis auf bevorstehende Untreue, sondern einen guten Grund wie Aussehen bei der Arbeit haben werde, schimpft er eifersüchtig los. Lange Zeit hat er sich geweigert, ein Tagebuch mit Situationen und auf roten Seiten seinen schlechten Gedanken zu führen. Und bei einer Auseinandersetzung hält ihm Pilar das Tagebuch vor und erklärt überzeugend, das seine Emotionen und körperlichen Empfindungen Ausdruck nackter Angst seien. Angst vor Verlassenwerden, mangelndes Selbstbewußtsein, die Frau durch seine Qualitäten von sich zu überzeugen zu können, alles was ihm nicht sofort gefalle,sei gegen ihn gerichtet, solle ihn wütend machen.
"DER SCHWACHE MANN" hat ein Mitrezensent seine Ausführungen betitelt. Dies ist richtig in zweierlei Hinsicht: Antonio hält nicht durch, schafft es nicht, die Rtaschläge umzusetzen, fällt schnell wieder in alte Verhaltensmuster zurück Und - er hat Angst, er ist schwach, weil er sich nicht zutraut, seiner Frau durch seine Qualitäten ein geliebter Partner zu sein, sondern immer und überall Angst hat, fast alles sei gegen ihn gerichtet, seine Frau sei permanent auf der Suche nach einem besseren Mann und auf dem Absprung von dieser Ehe.

Ein weiterer Grund für dass Scheitern der Therapie ist aber auch, dass die Ehefrau nicht eingebunden wird, und selbst wenn das geschehen wäre, Pilar ist nach 10jährigem Leiden, Schlucken und Wegducken viel zu sehr gewohnt, immer nachzugeben, um Schlimmeres zu verhüten.

Mit zwei hervorragenden Hauptdarstellern ist der spanischen Regisseurin ein beeindruckender und wertvoller Film über Gewalt in der Ehe bzw. Beziehung zwischen Mann und Frau gelungen. Antonios Verhalten wird nicht beschönigt oder im Geringsten gerechtfertigt, aber zum Teil erklärt, der brutale Macho ist eigentlich schwach, und Pilar ist keine dumme Gans, sie hat (zu) lange den Mann ertragen, aber das hat auch ökonomische Gründe und Gründe der Erziehung und des Rollenbildes, weches auch Folge einer Erziehung ist. Beide Darsteller und der Film haben 7 Goyas, den höchsten spanischen Filmpreis erhalten, eine Entscheidung, die ich unbedingt nachvollziehen und diesen Film besten Gewissens empfehlen kann.

Doc Halliday
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am 3. Januar 2013
Pilar (Laia Marull) ist verheiratet und hat einen Sohn Juan (Nicolás Fernández Luna). Ihr Mann Antonio (Luis Tosar) ist gewalttätig und verprügelt sie. In einer Nacht und Nebel Aktion entschließt sich Pilar mit ihrem Juan nach Toledo zu ihrer Schwester Ana (Candela Peña) zu flüchten. Ana mochte Antonio noch nie. Ihre Meinung wird bestärkt, als sie zufällig die Krankenakte Pilars in die Finger bekommt. Die Mutter Aurora (Rosa Maria Sardà) wünscht sich hingegen, dass Pilar zu ihrem Mann zurückkehrt.

Um die Ehe zu retten begibt sich Antonio in Therapie. Der Therapeut (Sergi Calleja) zeigt ihm Wege aus dem Dilemma. Pilar baut sich zwischenzeitlich eine eigene Karriere im Museum auf. Im Inneren liebt sie Antonio noch. Und Antonio kämpft um seine Frau. Gibt es eine Rettung für die zerrüttete Ehe? Kann sich Antonio ändern?

Ein emotionsgeladener Film rund um das Thema häusliche Gewalt. Die Schauspieler überzeugen in einem Spiel zwischen Liebe und Gewalt. Dem Regisseur Icíar Bollaín ist ein Film gelungen, der zum Nachdenken anregt. Ein absolut empfehlenswerter Film.
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am 3. März 2016
Der spanische Regisseur Iciar Bollain verfilmte hier ein eindringliches Ehedrama,daß unter die Haut geht und tief in die Seele vordringt.
Das Ehepaar Antonio und Pilar wird durch den gewalttätigen Ehemann entzweit ... Pilar beschließt die Gemeinschaft zu verlassen und flieht mit dem gemeinsamen Sohn zur Schwester Ana.
Antonio der in die Familie integriert ist hofft Pilar mit dem Versprechen,sich einer Therapie zu unterziehen und zur Rückkehr zu bewegen.Pilars Verwandschaft jedoch rät davon ab,denn von außen betrachtet findet diese Beziehung kein gutes Ende.
Und so soll es sein ... denn obwohl Antonio Stärkung durch die Selbsthilfegruppe erfährt,schafft Er es nicht stabil zu bleiben ...
Ein von Anfang bis zum Ende intensives Spiel ( beider Hauptdarsteller gleichermaßen ) machen den Film auf eine schmerzliche Weise besonders.
Einfach und unkompliziert gedreht fesselt "Öffne meine Augen" den Zuschauer und zeigt Verhaltensweisen die in den besten Liebesbeziehungen vorkommen können.
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am 18. Februar 2016
Der spanische Regieseur Iciar Bollain verfilmte hier ein eindringliches Ehedrama,das unter die Haut geht und bis in die Seele vordringt.
Das Ehepaar Antonio und Pilar wird durch den gewalttätigen Ehemann entzweit ...
Pilar beschließt die Gemeinschaft zu verlassen und flieht mit dem gemeinsamen Sohn zu Ihrer Schwester Ana.
Antonio der in die Familie integriert ist hofft Pilar mit dem Versprechen,sich einer Therapie zu unterziehen,zur Rückkehr zu bewegen.Pilars Verwandschaft jedoch rät davon ab,denn von außen betrachtet findet diese Beziehung kein gutes Ende.
Und so soll es auch sein ... denn obwohl Antonio Stärkung durch eine Selbsthilfegruppe erfährt,schafft Er es nicht stabil zu bleiben ...
Ein von Anfang bis zum Ende intensives Spiel (beider Hautdarsteller gleichermaßen) machen den Film auf eine schmerzliche Weise besonders.
Einfach und unkompliziert gedreht fesselt "Öffne meine Augen" den Zuschauer und zeigt Verhaltensweisendie in den besten Beziehungen vorkommen können.
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am 22. März 2010
ein packender realistischer film über die gewalt in der familie, der zum nachdenken und diskutieren anregt. er ist gut gespielt, mit sehr schönen einstellungen und dramaturgie. am ende bleibt man erschüttert zurück, denn was kommt als nächstes? der erzählfluß ist etwas ruhig aber birgt dafür auch sehr brilliante dialoge (zb zwischen der mutter und den beiden schwestern) und sogar humorvolle szenen, der dem ganzen trotz der tragik ein bißchen leichtigkeit verleiht. fazit: 4 sterne empfehlenswert!
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Der Film ist sehr gut gemacht. Das Thema ist schwierig und trotzdem gefällt mir sehr gut wie die Schauspieler arbeiten.
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am 11. Juni 2012
Hervorragend ist der Film in Drehbuch, Umsetzung des Themas und schauspielerischen Leistungen sowieso,
daneben hat mich aber auch überrascht wie attraktiv der Ort der Handlung Toledo in diesem Film vorkommt.
Außerdem weckt der Film das Bedürfnis, möglichst viel über El Greco und seine Werke zu erfahren und gibt
anschaulich wieder, wieviel Erfüllung die Beschäftung mit der bildenden Kunst geben kann.
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am 13. August 2013
Es ist ein Film über einen sehr interessantes Thema.
Dieser Film erzählt von einem Paar, gefangen in der Gewaltsituation.
Er zeigt in einer sehr realistischen, einfühlsamen Form wie die
Gewaltspirale in einer Beziehung entsteht, das Wechselbad der Gefühle
zwischen den Beziehungspartnern, wie die Einwirkungen von externen
Akteuren und die eigenen Gefühle die Betroffene immer wieder in die
Gewaltsituation zurück drängen.
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