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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
22
4,5 von 5 Sternen
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am 20. Mai 2006
Zu lange waren sie weg, die Schweizer: ganze 14 Jahre sind ins Land gezogen, die Vorproduktionsphase von Monotheist" dauerte noch einmal fünf, aber spätestens beim bewusst gewählten Opener Progeny", der mit den unvergleichlichen, verzerrten Gitarren und Tom's schon legendärem Uhhhhhhhhhhh" startet, hat sich all das Warten, das Spekulieren, das Hoffen und Bangen definitiv ausgezahlt.

CF sind back und ich nehm's gleich mal vorweg, diese CD ist jetzt schon meine Platte des Jahres (ja fallt nur her über mich, aber ich werd's aushalten und daher bleib ich dabei!), obwohl ich anmerken möchte, dass Morbid Tales" Fanatiker wahrscheinlich höchstens mit dem Opener und vielleicht noch mit "Ain Elohim" ins Reine kommen werden. Im neuen Jahrtausend bieten uns die beiden Hauptprotagonisten Thomas Gabriel Fischer und Martin Eric Aim die kongeniale Adaptierung des CF-Sounds, portiert in eine modernere, eine neue Welt, zudem hat bei den Herren der richtig zähe, dicke und unbarmherzig fette Doom zu Hauf Einzug gehalten, der obendrein durch die schon von früheren Veröffentlichungen sattsam bekannten avantgardistischen Einflüsse verfeinert wird.

Das psychedelische Obscured" (mit Sabine Vollenweider on Backing Vocals) passt hier ebenso in das Gesamtkonzept, wie die beiden anderen Female Voice unterstützten Beiträge - Drown In Ashes" mit der engelsgleichen, markanten Darbietung von Lisa Middelhauve (Xandria), sowie der durch die Schweizer Opernsängerin (Cornelia) verfeinerte Übersong Os Abysmi Vel Daath" (bedrohlich, düster, trocken und zäh, aber mit einem Refrain, der sich ohne Umwege festfrisst!!). Generell kann man sagen, dass Monotheist" als eine akribisch entwickelte Einheit betrachtet werden muss, hier passt quasi jede Kleinigkeit, hier fügt sich der old-school gehaltene, mit reichlich Uhhhhhhhhs" versehen, Arschtreter Domain Of Decay" ebenso nahtlos ein, wie das eher flott beginnende (Doublebassdrum olé!) Ain Elohim". Und dann ist da noch das majestätische, das massiv intensive, dabei aber auch minimalistisch gehaltene Epos namens Synagoga Satanae", sicher das aufregendste Stück Musikgut, welches die Frostler je veröffentlicht haben. Umsponnen ist diese, als Triptych" betitelte, Trilogie von Totengott" einem Psychoausflug par excellence und dem abschließenden dritten Teil des Requiems, Winter" genannt. Kernstück ist und bleibt aber das von Martin liebevoll Synagoga" genannte Mammutstück, was hier in über 14 Minuten an Psychodoom vom Stapel gelassen wird, ist bedrohlich und beängstigend dabei aber irgendwie einzigartig und darüber hinaus schlichtweg atemberaubend. Allein die Adaptierung des Vater Unsers" (..Denn mein ist das Leid und die Wut und das Streben bis zum Tode .. Amen), mit verzerrter Stimme, von Dissonanzen unterlegt, erzeugt mehr Gänsehaut als jeder Horrorshocker. Bei aller Slowness, der die "Synagoga" von Anfang bis Ende so auszeichnet, selten hab ich einen Song gehört, der den Begriff Härte derart auffallend definiert hat wie dieser!

Was bleibt ist ein hellauf begeisterter Rezensent, der diese CD seit Wochen nicht mehr aus dem Player bekommt, ein Comeback, welches ich in dieser Form nie und nimmer erwartet hätte.

UUUUUUUUUUUHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!
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am 27. Mai 2006
Lang lang hat's gedauert und ich gebe zu, ich hatte auch ein bisschen angst... Aber was mir da um die Ohren flog, habe ich in mir nie und nimmer erträumt... Nach der langen Zeit von Parallelen zu diversen Klassikern zu sprechen, macht sicherlich keinen Sinn - obwohl eindeutig CELTIC FROST aus dem Boxen kommt, und dies ist die wichtigste Erkenntnis: ES IST CELTIC FROST !!! Nicht irgendwelche Musik von den Musikern die früher mal CF waren, sondern Musik, die teilweise wie früher und teilweise wie eine logische Weiterentwicklung klingt.

Also: jeder, der CF schon immer mochte, kommt an diesem Album nicht vorbei (viel Spass beim Trocknen der Tränen der Rührung) - und allen anderen ist eh'nicht zu helfen !
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am 14. Juni 2015
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von Monotheist kannte ich von Celtic Frost nur das Album „Vanity/Nemesis“, das viel zu wenig der verdienten Anerkennung gefunden hat. Fans und Kritiker waren von der Vorgängerscheibe „Cold Lake“ zu sehr enttäuscht, als dass sie „Vanity/Nemesis“ eine Chance gegeben hätten.

Jedenfalls bin ich einige Zeit nach Erscheinen von „Monotheist“ auf dieses Meisterwerk gestoßen und es gibt auf musikalischer Ebene nichts, das mich so mitgerissen hat.
Niemals zuvor habe ich Vergleichbares gehört. Und niemals zuvor hat mich Musik auf so zerstörerische Art und Weise erreicht. „Monotheist“ ist ein Abgrund, vor dem man steht und sich entscheiden muss, ob man springt oder nicht. Egal, wie man sich entscheidet, keine der Alternativen wird helfen. Düster, apokalyptisch und unumkehrbar zieht mich dieses Album in seinen unheilvollen Bann.
Diese Platte entwickelt einen Sog, dem ich mich nicht entziehen kann. Natürlich gibt es immer mal wieder Musik, die einen runterzieht, aber so etwas habe ich weder vorher noch nachher jemals wieder gehört.
Wie ein schwerer Unfall auf der Autobahn. Schrecklich, aber man muss hinsehen.
Genau so geht es mir mit „Monotheist“. Treibend, bösartig, dunkel, deprimierend. Meiner Stimmung tut ein Durchlauf dieses Albums niemals gut. Anschließend fühle ich mich am Boden zerstört, aber ich mag es. Ich kann es nicht lassen. Selbst nachdem ich diese Scheibe nun mittlerweile vermutlich 50- bis 60-mal gehört habe, entfaltet sie immer die gleiche, zerstörerische Wirkung.
Es gibt nur wenige Alben, die gleich ab der ersten Note eine so unheilvolle Atmosphäre erschaffen und sie bis zum letzten Ton halten. Eine „Downward-Spiral“ par excellence.
Ich muss mir Mut machen, einen weiteren Durchlauf zu starten, weil ich weiß, dass es mir anschließend schlechter geht als vorher, aber ich genieße jede Sekunde dieses phänomenalen Tonträgers.

Ich kann hier nur meine Stimmung beim Hören beschreiben, alles andere über „Monotheist“ ist bereits gesagt.

Depressiven und Suizidgefährdeten kann ich vom intensiven Hören dieses Albums nur abraten, denn Ihr werdet anschließend springen!
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am 19. Dezember 2006
düstre Musik, Texte ohne einen Funken Hoffnung, schleppendes Tempo: das klingt verheerend kann aber in der Trostlosigkeit ein Trost sein. Die Platte erschliesst sich nicht sofort, wird aber mit jedem Mal hören besser. Es geht noch verhältnismäßig krachig los, um dann immer ruhiger zu werden: eine Mischung aus Doom und Gothic. Das ganze endet mit mit wunderschön traurigen klassichen Requiem Winter. Dann ist man wie erschlagen und schwankt zwischen Freude und Hoffnungslosigkeit. Keine Platte für alle Tage oder für nebenbei, sondern ein extrem intensives und nachhaltiges Hörerlebnis.
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am 4. Juni 2007
Erst war ich erfreut, als ich hörte das CELTIC FROST wieder ein Album rausbringen. Dann war ich sehr gespannt, was es diesmal von den Avangardisten zu hören gibt. Sind doch in der Bandhistorie ein bis zwei Entgleisungen zu verzeichnen. Was aber mit "Monotheist" der geneigten Zuhörerschaft geboten wird, versöhnt wieder über die Maßen! Hier haben wir ENDLICH wieder den alten Sound, natürlich mit neuen Ideen im neuen Gewande, von dem wir uns mit INTO THE PANDEMONIUM leider verabschieden mußten.

Auf MONOTHEIST regiert wieder die Keule. Die ersten 5 Sekunden des Albums stellen sofort klar: CELTIC FROST sind wieder da!! Und sie sind unangefochten die "state of the art-dark-death-metal-Band".

Wer sie vorher/1985 nicht mochte, wird sie auch 2006/heute nicht mögen. Wer sie liebte, wird erstmal ne` Flasche vom Besten lüpfen und diese Platte abfeiern.

12 Stücke gibt`s zu hören. Die ersten beiden lassen den Hörer keine Sekunde aus der Umklammerung. Und auch weiter: die folgenden "anscheinend" langsameren Stücke fordern vom Zuhörer trotz Widerstand die höchste Konzentration, bevor wieder dieser typische dunkle fette Sound die Ohren erfaßt.
Wer einmal in diesem Soundkäfig gefangen ist, der wird bis zum Ende nicht wieder herausfinden. Intensität pur; Hass und Verzweiflung geben sich wechselseitig die blutigen Klingen in die Hand. Etwas Vergleichbares ist in dieser Musikform wohl bisher nicht erschaffen worden.

Musikalische Neuerung: auch Bassist und Kult-Ikone Martin Ain singt! Und das macht er verdammt gut.
ABER: CELTIC FROST liegen schwer im Magen; machen wir uns nichts vor. Keine leichte Kost! Aber wer`s verdaut, dem bekommt`s wohl!
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am 28. Mai 2006
Wo sind sie 15 Jahre gewesen? Auch wenn ich nicht unbedingt ein Celtic Frost Fan bin (mir gefallen einfach zu wenig Veröffentlichungen von der Gruppe), aber dieses Album rockt!!

"Monotheist" hat die Härte und Kompromisslosigkeit von "To Mega Therion" und könnte eigentlich das Folgewerk des Black Metal Klassikers sein!

Harte Kracher, wie der Opener "Progeny" und Folgesong "Ground" wechseln sich mit verstörenden Endzeitsounds wie "Os Abysmi vel Daath", oder das düstere "Totengott" ab und verleihen dem Album einen antichristlichen Touch dem Gruppen wie "Dimmu Borgir", oder "Cradle of Filth" nicht annährend erreichen.

In den aktuellen Musikmagazinen hatte man geschrieben, dass das aktuelle Werk von "Tool" einen niederschmettert. Wenn man die Auswirkungen auf die Psyche vergleicht ist Tool im Gegensatz zu Celtic Frost eine gute Laune Band von Mallorcas Oberbayern!

"Monotheist" ist druckvoll produziert und ist ein unverdaulicher Granitbrocken in der heutigen Musikszene! Für alle Black, Dark und Gothic Fans empfehlenswert! Volle Punktzahl!
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am 23. Juni 2006
Mit "Monotheist" ist den Schweizern, nach 16 Jahren, ein absolut geniales Werk gelungen, dass sich sicherlich nicht gleich beim ersten Hören erschließt. Vor allem sollte man vorher aufpassen in welcher Stimmung man ist.

Musikalisch irgendwo zwischen Doom, Gothicmetal, industriellen Soundexperimenten angelegt, ist "Monotheist" eines der düstersten Werke der letzen Jahre. Schleppend, brachial, soundgewaltig, verstörend, faszinierend, anstrengend und sehr abwechslungreich. (Vor allem die verschiedenen Stimmlagen von Tom, der vom growlen bis hin zu Peter Murphy Ähnlichkeiten, seiner Stimme hier ungewohnte Fassetten abgewinnt.)

Ich mag Musik die es schafft Emotionen und Zustände auszulösen. "Monotheist" macht Angst, erzeugt Paranoia, Gänsehaut und Beklemmung. Definitiv die Überraschung des Jahres 2006 und für jeden der in irgendeiner Form auf düstere Klänge steht, ein absolutes Muss!
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am 21. Mai 2006
Auf ihrem Comebackalbum lassen die Frosties keineswegs die 80er wiederaufleben, sind dabei aber so eigenständig wie eh und je. Das hier ist dunkler, sonderbarer Metal, der natürlich gewisse Ähnlichkeiten mit Thrash und Doom sowie Death- und Black Metal aufweist, sich aber keiner dieser Kategorien zuordnen läßt. Das Grundgerüst bilden die unheimlich sägenden Gitarren und die meist stampfenden bis schleppenden Rhythmen (z.B. „My Domain of Decay“), wobei auch Ausflüge ins Uptempo unternommen werden („Ain Elohim“). Dazu gesellt sich gelegentlich eine verhaltene Melodik („Obscured“), verbunden mit stellenweise fast klarem Gesang. Überhaupt sind die Vocals recht variabel, vom Thrash-Shouting über einen leidenden Sprechgesang bis zum Beinaheduett mit Sängerin ist alles dabei. Wer die alten Werke kennt, wird sich natürlich an „Into the Pandemonium“ erinnert fühlen, wirkliche Selbstzitate finden sich aber nirgends auf diesem Album. Gleiches gilt von den Riffs, die zwar simpel und effektiv sind, wie man das erwarten darf, aber keine Spur von 80er-Gedusel aufweisen. Die Anzahl der verarbeiteten Einflüsse wiederum ist Legion und reicht von Gothic über neurosislastiges Gedröhne („Synagoga Satanae“) bis zu Dead-Can-Dance-artigen Passagen („Incantation Against“). Kurzum: eine wirkliche Zielgruppe hat dieses Album nicht, angesprochen sollten sich alle diejenigen fühlen, die ein Faible für unkonventionelle Musik jenseits des Party-Rock/Metal-Mainstreams haben.
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am 8. April 2010
Auf "Monotheist" verbannen die wiederauferstandenen Celtic Frost jeden Gedanken an Licht und Hoffnung aus ihren schwarzen Seelen und zelebrieren pechschwarzen Doom mit leichten Gothic- und psychedelischen Einflüssen. Das Resultat zermalmt den Hörer, wirft ihn in Abgründe voller Dunkelheit-und fasziniert ihn trotzdem immer wieder. Klingen die Opener "Progeny" und "Ground" noch reichlich rockig, bricht mit "A Dying God Coming Into Human Flesh" der erste Todesbote über den Hörer herein-einzigartig, diese gequälten Vocals!
"Drown in Ashes" lebt vom Gegensatz zwischen einer engelhaften Frauenstimme und heiser-gequältem Sprechgesang, der so klingt, als würde ein lebensmüder Andrew Eldritch seine letzte Reise antreten..."Os Abysmi vel Daath" wartet mit geschickt eingestreuten Ambient-Effekten auf, die eine einzigartige Atmosphäre des Todes und des Zerfalls erzeugen.
Gegen Ende des Albums werden die Kontraste noch deutlicher: während "Totengott" der mit Abstand schnellste Titel dieser finsteren Komposition ist, wartet mit "Synagoga Sathanae" eine Spoken-Words Komposition von beängstigender Intensität auf den bereits arg gebeutelten Hörer. Das melodiöse, halbsymphonische Finale von "Winter" wirkt in diesem Kontext wie purer Hohn.
Nihlistischer geht`s kaum noch, kein Wunder, daß T.G. Warrior nach "Monotheist" die Band wieder verließ..was gibt es nach einem solchen Album noch viel zu sagen?
Frohnaturen sollten die Finger von diesem Album lassen, wem aber der unverfälschte, kompromißlose Underground am Herzen liegt, ist mit diesem Grabgesang von Celtic Frost bestens bedient.
Und wer von der morbid-faszinierenden Atmsophäre nicht genug krigen kann, dem rate ich, T.G. Warriors neuestes Soloprojekt Triptykon mit Eparistera Daimones (Ltd.) anzutesten-da wird die Symphonie des Verfalls nämlich qualitativ fortgesetzt...
Unterm Strich: fünf pechschwarze Punkte und eine Kaufempfehlung für alle Freunde des Undergrounds!
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am 25. Januar 2011
Celtic Frost meldeten sich 2006 nach 14 Jahren zurück. Das vier Jahre in Arbeit gewesene Album Monotheist erschien endlich.
Die Stimmen waren sehr gemischt. Die Presse feierte die Platte evtl etwas voreilig ab, die alten Fans waren geteilter Meinung. Von extrem schlecht bis hin zu Meisterwerksklassifizierungen war alles vertreten.
Ich war irgendwo mittendrin, zumal ich Freund der Hellhammer Releases war und bin, mich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht sehr ausgiebig mit der Band Celtic Frost beschäftigt hatte und kein klares Statement im Vergleich zu den alten Werken abgeben konnte.

Die Band Celtic Frost kombinierte Black, Dark und Death Metal, gepaart mit rotzigeren Elementen und auch Abstechern in den Doom- und Ambientbereich.
Mit Monotheist meldeten sich Celtic Frost nicht nur einfach zurück, sondern sind auch als Menschen und Musiker gereift. Die Variation ist größer geworden.

Man kann beim ersten Durchlauf erst nach dem dritten oder vierten Song annähernd erahnen, was hier auf einen losgelassen wird.
Man wird am Beginn zu einem sehr nach Celtic Frost klingenden Song namens Progeny geführt.
Man stellt fest: Die Produktion klingt überraschend wenig nach dem Abyss Studio, in dem das Material aufgenommen worden ist.
Im Gesamten sehr laut, drückend, minimalistisch und sehr knarzig.
Die Riffs sind supersimpel, fast schon wieder Hellhammer Niveau. Dazu Breaks.

Ground schleicht da schon für manche zu sehr im Doom-Bereich, weißt aber die Trademarks des ersten Tracks auf.

A Dying God Coming Into Human Flesh lässt den alten Freund wohl erst einmal ratlos dastehen. Das hat n icht mehr viel mit den zwei Songs davor zu tun, bis die Riffs wieder einsetzen und der Gesang wieder extremer wird.
Eines jedoch fällt auf: die Trostlose Stimmung wird beibehalten und ab diesem Song erlebt das Album eine extreme Spannungskurve nach oben, die sich bis Ende nahezu durchzieht.

So stoßen Celtic Frost dem alten Fan mit Drown In Ashes, Os Abysmi Vel Daath und Obscured mit Frauengesängen, einigen Dark Ambient Elementen und drückendem Doom vor den Kopf.
Domain Of Decay wird wieder knarziger und mündet in Ain Elohim, das nahezu nach dem Opener klingt. Ein Neuanfang? Anscheinend, denn nun folgen die letzten drei Songs Totengott, Synagoga Satanae und Winter (Requiem, Chapter Three: Finale); diese bilden eine Einheit und sind nochmal richtig runterziehend, die Kurve steigt ins unermessliche.
So ist Totengott sehr im Ambient verwurzelt und aufladend, Synagoga Satanae die 14 minütige Entladung im Doombereich und Winter das ausklingen lassen.

Diese CD ist schwer zu beschreiben, einige ach so alte "Fans" von Celtic Frost scheinen aber leider vergessen zu haben, wie Into The Pandaemonium geklungen hat. So ist Monotheist nicht nur der logische Nachfolger, sondern auch noch viel besser als das alte Material.

Dieses Material ist streckenweise durchs einfach Riffing monoton anmutend, aber die feinen Details machen das Album interessant. Sobald sich einem das Ganze erschlossen hat, lässt einen diese Platte nie wieder los.

Für mich ist dieses Album zu einem echten Meisterwerk im Metalbereich gewachsen und kann nichts anderes als die Höchstnote zücken. Eine trostlosere und deprimierendere Stimmung wie hier bekommt man sehr selten geboten.

10/10
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