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am 2. Juli 2008
Händel , der caro sassone, war in Italien bereits ein Meister-Lehrjahre sehen anders aus und glänzte mit verschiedenen Stücken hoher Virtuosität.
Dazu gehört die erste Fassung dieses Trionfo .

"Georg Friedrich Händels erstes Oratorium Il trionfo del tempo e del disinganno (Der Triumph von Zeit und Wahrheit) entstand im Frühjahr 1707 während seines Aufenthaltes in Rom. Benedetto Pamphili, der unter dem Schäfernamen 'Fenizio' in der römischen Accademia degli Arcadi bekannte Kardinal, schrieb das Libretto. Vermutlich erfolgte die Erstaufführung Ende Mai/Juni in dessen Palast. Opernaufführungen waren zu dieser Zeit in Rom durch einen Papsterlass verboten. So fanden aufwendige Inszenierungen von Oratorien oder Kantaten unter Beteiligung der besten Sänger und Instrumentalisten in den Fürstenhäusern statt.
Arcangelo Corelli selbst dirigierte das Orchester bei der Aufführung. Mainwring berichtet über die Auseinandersetzung zwischen Händel und Corelli über die Interpretationsunterschiede von italienischer und französischer Musik. Die Ouvertüre im französischen Stil änderte der junge Komponist, da die Musiker unter Corelli mehr mit dem italienischen Stil vertraut waren. 'Corelli selbst beklagte sich darüber, daß er in den händelschen Ouvertüren sehr viel Schweres antreffen müsste. In allen Zügen seiner Erfindung, absonderlich im Eintritt, war ein solcher Grad von Feuer und Kraft, der sich nimmer mit der sanften Anmut und gefälligen Zierlichkeit eines so ungleichen Geistes vereinigen konnte, den Corelli besaß. Händel hatte einmal auf verschiedene, doch fruchtlose Vorstellungen an Corelli versucht, denselben zu unterrichten wie man seine erhabene Gedanken am besten herausbringen könne; allein da ihn die Kaltsinnigkeit und das gelinde Wesen, womit Corelli immer zu spielen fortfuhr, heftig verdroß, riß er ihm einstens die Violine aus der Hand und spielte die berührten Stellen selbst her, um zu zeigen, wie wenig jener ihrem Nachdruck ein Genüge täte. Corelli aber, als ein sehr bescheidener und sanftmütiger Mann, bedurfte keiner solchen Überzeugung, denn er gestund offenherzig, daß er keinen Verstand davon hätte, d. i. er wisse die Sachen nicht eigentlich herauszubringen und ihnen die gehörige Stärke des Ausdrucks zu geben. Wie nun Händel darüber seine Ungeduld spüren ließ, sagte Corelli: 'Ma, caro Sassone, questa Musica è nel Stylo Francese, di ch'io non m'intendo' , mein lieber Sachse, diese eure Musik ist nach dem französischen Stil eingerichtet, darauf ich mich gar nicht verstehe'. ' Die Ouvertüre vor der Opera 'Il Trionfo del Tempo' war es, welche dem Corelli die meiste Schwierigkeit verursachte. Auf sein Verlangen machte also Händel an deren Statt eine Sinfonie, die mehr nach dem italienischen Stil schmeckte.'Entstanden war eine musikalisch und inhaltlich packende Geschichte zwischen den vier Personen Bellezza ' die Schönheit, Piacere ' das Vergnügen, Disinganno ' Erkenntnis, und Tempo ' die Zeit. Die Allegorien in Händels Partitur haben sprachlich und musikalisch ausgesprochen menschliche Züge und stecken voller Emotionen, opernhafter Dramatik und Klangfarben.
Im sinnenfrohen Rom begeisterte den 22-jährigen Händel wohl weniger die allegorische Handlung. Ihm stand ein perfektes Orchester zur Verfügung mit den besten Solisten, die allen Anforderungen gerecht wurden. So konnte er kompositorisch experimentieren. Als bestes Beispiel der wunderbaren Musik kann wohl die Arie der Piacere gelten: Lascia la spina. Bereits 1704 als Sarabande in der Hamburger Oper Almira taucht diese einzigartige Musik später auch in seiner Oper Rinaldo als Arie,"' Lascia ch'io piangia'" auf und eroberte London als erster Händel-Hit im Sturm."

Das Werk wurde nur einmal aufgeführt und deshalb für Händel zur Fundgrube weiterer Bearbeitungen. Unwahrscheinlich, dass dies vom Publikum entdeckt wurde, weil es ja nur mit geringer Wahrscheinlichkeit in London zB Zeugen der Aufführung von Rom gab.

Für ein derartiges Werk ist concert d'' 'astrée unter Emamuelle Haim höchst geeignet. Sie fordert den Sängern grosse Virtuosität ab.Die Arie e ben folle singt Tempo ( die Zeit), aber dies in einem Tempo!

Haim stehen formidable Sänger zur Verfügung. Wer sich an der italienischen Zeit von Händel erfreut kommt an dieser Aufnahme nicht vorbei.
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am 2. Mai 2007
Emmanuelle Haïm ließ das Stück, das Händel mit 22 Jahren in Rom komponierte, ganz im Sinne ihrer bisherigen Erfolge auferstehen", bei denen sie immer wieder bewies, dass Barockmusik so frisch und mitreißend klingen kann, als sei sie erst gestern komponiert worden. Nun folgt Händels Frühwerk als Einspielung mit einer höchst kompe-tenten Sängerriege: Allen voran Natalie Dessay und die bereits aus Haïms Orfeo-Produktion bekannte Sonia Prina. Zum ersten Mal bei Virgin Classics dabei: die schwedische Mezzosopranistin Ann Hallenberg und der slowakische Tenor Pavol Breslik.
11 Kommentar| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Oktober 2014
Ich kann die hymnischen Kritiken meiner Vorrezensenten nicht nachvollziehen. Emmanuelle Haim wählt für viele der Arien so extreme Tempi, dass Händels Musik manchmal regelgerecht hingerichtet wird. Am krassesten z.B. in dem herrlichen Quartett oder der virtuosen Abgangsarie "Come nembo" (Piacere) im 2. Akt, die in ihrer atemlosen Turbogeschwindigkeit zur Karikatur gerät. Andere Nummern wie die erste Tempo-Arie oder die Schlummerarie des Disinganno werden quälend langsam exekutiert. Die an und für sich sehr guten Sänger werden zu teils albernen, völlig überdrehten Verzierungen verleitet und eine Laute, die wie eine Schlaggitarre Akkorde drischt, versucht oft krampfhaft Händels Partitur "rocken" zu lassen, ohne dass es hierfür (genauso wie für die anderen Unarten einer vermeintlich historisch informierten Aufführungspraxis, die aber nur eine merkwürdige Blüte der beschleunigten Gesellschaft des frühen 21. Jahrhunderts ist) die geringsten Belege in den musikhistorischen Quellen gäbe. Gottseidank hat sich in den letzten Jahren die Erkenntnis durchgesetzt, dass dieser für den modernen Hörer anscheinend sehr attraktive, aber auf Dauer in seinen Extremen nervtötende Interpretationsansatz nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Händel jedenfalls würde bei so viel "hipper" Überdrehtheit im Grabe rotieren, allerdings käme er dabei im Tempo Frau Haim und ihrer munteren Truppe wohl kaum hinterher.
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am 11. April 2014
Nachdem ich die Oper in der Oper gesehen und gehört hatte, musste die CD gekauft werden. Schön Aufnahme. Sie wird häufig gehört!
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