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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
23
The Drift
Format: Audio CD|Ändern
Preis:19,41 €+ 3,00 € Versandkosten


am 14. Juni 2013
Wenn es mir besonders gut geht, lege ich zur Unterstützung gerne mal die Schlager der Walker Brothers aus den 60er Jahren ein. »The Lights of Cincinatti«: wunderbar. Die erhaben-schöne Stimme von Herrn Engel finde ich dann immer besonders belebend. Die 60er Jahre sind lange vorbei und Herr Engel unterstützt nun mit seiner Engelsstimme offensichtlich lieber schwere Albträume.
Mit einem hervorragenden Kopfhörer (Hifiman HE-500), einer Tafel Vollmilchschokolade und einem Glas feinsten Whiskys konnte ich mir das eine gute Dreiviertelstunde gespannt anhören. Scott Walker produziert beeindruckende Industrial-Sounds (gerne inkl. Schweinehälftendrums, Eselsschreien und Donald Duck) und singt mit seiner mir wohlbekannten wohltuenden Stimme. Das heißt, eigentlich klagt/jammert er ununterbrochen in ähnlichem Tonfall. Da in meiner CD kein Booklet und damit auch keine Texte sind, kann ich die garantiert düsteren Lyrics nur marginal identifizieren. Auch deshalb wurde es mir dann trotz Scotts Kunstfertigkeit langweilig.
Die Walker Brothers waren damals gewiss dem Kitsch nicht fern, Scott Walker kann man nun Kitsch sicher nicht mehr vorwerfen (oder ist das jetzt Depressionskitsch??) Mein lieber Schwan, was hat der gute Mann erlebt, dass er inzwischen solche Musik kreiert! Mit noch mehr Schokolade und Whisky schaffe ich in den nächsten Tagen sicher auch noch »Tilt« und «Bish Bosch«. Aber dann kehre ich für alle Zeiten zurück zu »Joanna« und »Make it easy for yourself«, wo der Himmel noch voller Geigen hängt. Trotzdem: meine Verneigung vor Scott Engel und seinem grandiosen musikalischen Spagat innerhalb von kurzen drei Jahrzehnten.
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am 11. August 2014
Scott macht es einem wirklich nicht leicht. Manche sprechen gar von unhörbar. So weit möchte ich nicht gehen aber die Gelegenheiten zu denen ich dies Werk hören kann sind selten. Man darf keine Angst haben, dann dringt man vorzugsweise mit Kopfhörern in eine unglaubliche Klangwelt ein. Danach darf es dann ruhig wieder leichte Kost sein. Kann man nicht beschreiben und muss man (nicht) unbedingt gehört haben.
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am 18. April 2013
everything perfect!
Meine Bewertung und der Titel enthält an sich bereits alles was ich zu dieser Bestellung zu sagen habe
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VINE-PRODUKTTESTERam 1. Dezember 2006
Elf Jahre hat es gedauert. Elf Jahre war Scott Walker weg. Kein Lebenszeichen seit 1995 und der Veröffentlichung von "Tilt". Und dann kommt er mit "The Drift" zurück. Zu fassen ist dieses beinahe 70-minütige Musikmonster eigentlich nicht. 70 Minuten, in denen der Hörer gefordert wird. Geräusche hört, die von Schweinehälften stammen, die in "Clara" als percussives Instrument genutzt werden. Eine Donald-Duck-Stimme, die im ansonsten recht ruhigen "The Escape" schockt. Ein Esel, der schreit, weil er geschlagen wird (zumindest, wenn man dem Text in "Jolson and Jones" glauben schenken darf"). Oder einfach nur Spiele mit der Lautstärke, wie in "Cue", wo nach fünf ruhigen Minuten die Hölle losbricht, nur um zwei Minuten später mit dem Klang eines Flügelhorns so etwas wie Schönheit darzustellen. Auch textlich mag's Walker ganz schon dick: Es geht um die "Twin Towers", die in eine Geschichte um Elvis Presleys nie existierenden, toten Zwillingsbruder verpackt wird. Es geht um Claretta Petacci, die Geliebte von Benito Mussollini. Es geht um Scott Walkers Frau.

Die große Frage, die nach den 70 Minuten bleibt: Ist das überhaupt Pop-Musik? Und wenn es kein Pop ist, ist es überhaupt Musik? Oder ist das nur eine Aneinanderreihung von Klängen, Rhythmen, Geräuschen, um Geschichten zu erzählen? Die Antwort ist so klar nicht. Als einziger richtiger Song ist "A lover loves" zu erkennen. Walker klingt wie ein Opernsänger und beherrscht auch mit seiner Stimme das Spiel mit Laut und Leise. So bricht auch hier und da mal sein Gesang über die Stille herein. Ein bedrohliches Werk. Meisterlich? Ich habe keine Ahnung...
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am 14. Februar 2007
wenn wir ehrlich sind .... eine wunderbare Stimme, aber nicht sehr wandlungs-

fähig, zu früh langweilt man sich doch und das Album ist sehr lange. Nur

hätte Bowie das Album besser hingekriegt? Was hätte Peter Murphy daraus ge-

macht? Oder noch besser, wenn so was Morrissey eingefallen wäre? Interessante

Aspekte. Jetzt haben wir eben Scott Walker und der macht seine Sache gut, sehr gut sogar, nur eben die Langeweile kommt schnell auf. Schade, aber kauft

den Teil trotzdem, Scott Walker hat es verdient.
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am 9. Mai 2006
Endlich wieder ein Lebenszeichen von Scott Walker. Die Platte zieht vollkommen in Ihren Bann und läßt einen nicht kalt.

Für alle, die sich am ständig wiederkäuenden Mainstream dermaßen sattgehört haben gibt es hier "Erlösung".

Schwere und düstere Klang- und Stimmungswelten tun sich hier auf. Die Hörgewohnheiten werden (zum Glück) an keiner Stelle geschont. Es ist dermaßen erstaunlich und genial, wie extrem hier dekonstruiert und zugleich eine fantastische und zeitlose Musik erschaffen wird, die ohne Vergleich dasteht. Für mich ist das keine Avantgarde oder Kunstmusik. Das ist Soul aus den Abgründen des menschlichen Seins.

Wenn man sich völlig dafür öffnet, offenbart sich eine exotische, sinnliche und auch brutale Schönheit, die sehr eigenwillig daherkomt. Ein emotionales und künstlerisches Meisterwerk um seiner Selbst willen. Hut ab bis zum Boden!

PS:Wenn Sie eher zu den Walker Fans der alten Schule gehören blättern Sie bitte umgehend weiter - sie werden hier nicht glücklich! ;-)
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am 28. Februar 2007
War Tilt schon eine Landkarte in unentdecktes psychisches Terrain, legt Drift nochmal nach. Und das alles andere als knapp. Letztlich hat man gar keine andere Wahl als 5 Sterne zu geben, sonst wäre das Blasphemie oder Unverständnis. Ich sags mal so: Das hier klingt wie Musik zu einem Dokumentarfilm, den sich Ausserirdische nach dem Untergang über den Untergang von Homo Sap ansehn. Soviel zu Drift. Nur: Tilt kauft selbst David Bowie's Outside und Mark Hollis den schneid ab. Absolut etwas vom besten und interessantesten, das ich je gehört habe. Drift ist mir zu totelig und zu langweilig. Aber Scott ist halt einfach nicht beizukommen, selbst bei der Langeweile nicht. Keine Chance. Folglich werde ich nachhören müssen. Nur werde ich bei vollständigem Verstädnis wohl selber fast schon tot sein. Na dann, ahoi. Seht euch mal das Cover von Alan Vega's Deuce Avenue von anno 1990 an. Da sind die Türme schon im Visier. Von einem Amerikaner. Drift ist natürlich Klasse... nur will man nicht gerade in der ersten schon Bela Lugosi bei seinem Entzug beiwohnen. Anschnallen und Wahrnehmungsdämpfer einnehmen. Oder weglegen für später. Ab und zu Cossacks. Damit hat sichs erstmal. Zum Glück auch.
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am 21. März 2012
Bei Scott Walkers Meisterwerk "Tilt" herrscht interessanterweise unter den Rezensenten große Einigkeit, dort gibt es nur 5-Sterner.

Hier gibt es sogar zwei 1-Sterner wobei einer davon wohl die "The sun ain't gonna shine anymore"-Erwartungshaltung hatte und dafür klarerweise enttäuscht wurde.

Kaum ein anderer Künstler hat sich von hittauglicher Radioprogrammmusik soweit entfernt wie dieser nun bald 70-jährige Musiker aus Ohio.

Seine Werke sind vielschichtig, sie sind geheimnisvoll, spröde und störrisch, es sind Reisen durch bizarre Räume und Welten. Wer hier schmeichelnden Schönklang erwartet, wird verstört, möglicherweise sogar entsetzt den Windungen dieses Albums folgen. Dabei ist es viel ruhiger und friedlicher als "Tilt", welches ich in Summe doch besser und abwechslungsreicher finde.

Dessen ungeachtet: Ein derart eigenartiges Werk entzieht sich grundsätzlich einer nachvollziehbaren Bewertung und es hängt sehr davon ab, aus welcher Richtung sich ein geneigter Hörer herantastet. Diese Musik ist fremdartig, mit nichts vergleichbar (ausser mit anderen Scott-Walker-Scheiben) und sie ist das auf natürliche und organische Weise, ungekünstelt und selbstbewußt und das keinesfalls um des "Anders-sein-wollens" wegen.

Ich persönlich finde das Album genial und es verdient im Vergleich zu dem vielen Schrott der uns Allerorten um die Ohren gehauen wird, eine uneingeschränkte Höchstnote. Nur im Vergleich zu "Tilt" - in der internen Hierarchie sozusagen - gibt's einen Stern weniger.

Und Allen, die das nicht nachvollziehbar finden, sei gesagt: Es hängt viel davon ab, wie weit sich jemand auf unbekanntes Terrain hinauswagen möchte und wie rasch Berührungsängste mit fremdartigen Formen abgelegt werden können. Wer sich das zutraut, der wage das Abenteuer, es könnte eine spannende Erfahrung werden!
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am 26. April 2006
Despite - or perhaps because of - his glacial work rate, Scott Walker remains one of the most influential figures in rock music. He is an icon, a man who turned his back on superficial pop stardom to create some the most resonant and compelling music ever made. Any new album from him would be a genuine event, but 'The Drift' is a truly astonishing achievement.

Although Scott started writing 'The Drift' in the late 1990s, he didn't start recording until late 2004. Working with longtime studio collaborator Peter Walsh (who also co-produced 'Climate Of Hunter' and 'Tilt') he brought an astonishing array of sounds and textures into the studio - tubax, shawm, flugelhorn, a 36 piece string orchestra, a huge wooden box, and much more besides. The result is a record of immense power and range and almost unfathomable emotional depth. Tracks like 'Cossacks' and 'Hand Me Ups' rock with a dark, insistent force that's quite unlike anything else in the Walker catalogue - while the vast open spaces of 'Clara', 'Jesse' and 'Cue' open up to admit beauty and horror in equal measure. In short, 'The Drift' is a record unlike any other - a late masterpiece from a completely unique artist.
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VINE-PRODUKTTESTERam 21. Mai 2006
"The sun ain`t gonna shine anymore" war einer der wohlig-schmusigen 60er-Jahre Hits der "falschen" Walker-Brüder. Scott Engel, John Maus und Gary Leeds - so ihre bürgerlichen Namen - waren damals megaberühmt. Als sie sich 1967 trennten, begann Scott eine Solokarriere. Er schwelgte darauf in epischen Jacques Brel-Interpretationen und breitwandigen Eigenkompositionen. Scott Walker machte eine schrittweise Metamorphose vom konformen Chart-Topper zum eigenbrödlerischen Pop-Künstler durch, dem Qualität und Entdeckerfreuden wichtiger als Starruhm waren. 1975 reformierten sich die Walker Brothers und brachten ihr Opus Magnum "Nite Flight" raus. Kein Verkaufsschlager mehr, aber eine Songkollektion mit atemberaubenden Songs zwischen Eleganz und Improvisation, die bis heute ihresgleichen sucht. Erst 1983 hörte man wieder eine Scott Walker-Solo-Aufnahme. "Climate of Hunter" übertraf alle Erwartungen. Scott sang mit hellerer Stimme als sonst, wie ein Todes-Engel über weit ausufernden Sound-Landschaften. Erst 12 Jahre später kam das nächste Lebenszeichen in Gestalt von "Tilt". Die Platte war noch ungewöhnlicher geraten, sie verließ weiter die gewohnten Pfade des Liedaufbaus. Der neue Output "The Drift" reißt weiter Konventionen ein, ist Avantgarde, polarisiert, belohnt aber den neugierigen, geduldigen Hörer mit bislang unentdeckten Klangwelten. Eigen- und einzigartige albtraumhafte Gebilde mit großer Sogwirkung. Eine konsequente, mutige Entwicklung, wie sie nur wenige Künstler vorweisen können. The sun ain`t gonna shine anymore....(Veröffentlicht in ROADTRACKS #21).
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