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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
30
4,4 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
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am 22. November 2006
1985 schrieben fünf junge Männer, die sich der lyrisch-progressiven Rock-Musik im Stil der frühen GENESIS verschrieben hatten ein Werk, das auch nach all den Jahren immer noch als Meisterwerk gilt. Die Band war MARILLION. Das Album trug den Titel MISPLACED CHILDHOOD.

Schon kurz darauf machte sich der Sänger auf den Weg, eine mal mehr Mal weniger erfolgreiche Solo-Karriere zu beginnen. Aber den Schatten seiner alten Band (die mit einem neuen Sänger weitermachten, aber auch nie wieder wirklich an den Erfolg des Werks anknüpfen konnten) und dem des Überwerks konnte FISH (bürgerlich: Derek William Dick) nie entkommen. Nach zahlreichen Solo-Platten (von denen an dieser Stelle vor allem VIGIL IN A WILDERNESS OF MIRRORS und FIELD OF CROWS empfohlen sind) spielte FISH das komplette MISPLACED CHILDHOOD-Album im Jahr 2002 auf einer Fan-Convention und die Reaktionen hätten nicht positiver sein können. Aber es sollte noch vier Jahre dauern, bis sich FISH dazu entschloss eine Tournee mit dem Material zu unternehmen.

Die vorliegende Doppel-CD und DVD entstanden während dieser höchst erfolgreichen RETURN TO CHILDHOOD-Tour. Dabei setzt sich CD 1 aus Stücken der Solo-Karriere zusammen, während Disk 2 das gesamte MISPLACED CHILDHOOD-Album und drei weitere MARILLION-Klassiker enthält.

Das Konzert beginnt mit BIG WEDGE (von VIGIL IN A WILDERNESS OF MIRRORS), einem fantastischen Opener und zeigt einen repräsentativen Querschnitt durch das Solo-Schaffen des Herrn FISH. Dabei zeigt sich sofort, dass FISH eine Reihe hervorragender Musiker dabei hat. FRANK USHER (Gitarre), TONY TURRELL (Keyboards), STEVE VANTSIS (Bass), JOHN TONKS (Schlagzeug), ANDY TRILL (Gitarre) und DEBORAH FFRENCH (Vocals) spielen von der ersten Minute sehr gut und mit großer Spielfreude zusammen. Auch sehr positiv hervorzuheben ist der exzellente Sound der Aufnahmen, für den Steve Rispin und Chris Archer verantwortlich sind. Auch wenn man das Publikum eigentlich nur zwischen den Songs zu hören bekommt, so ist doch der Vibe des Live-Konzerts immer deutlich zu spüren.

Diese positiv entspannte Atmosphäre überträgt sich sofort auf den Zuhörer. Aber irgendwie merkt man auf der ersten CD dem Publikum an, dass es 'obwohl die Stücke sehr gut sind- auf etwas anderes wartet.

Das bekommen sie dann auch geliefert. Die zweite CD beginnt mit PSEUDO SILK KIMONO, dem langen Keyboard-unterlegten Intro zu MISPLACED CHILDHOOD, dem sich dann nahtlos der größte Hit aus MARILLION-Zeiten anschließt. KAYLEIGH (einer ehemaligen Freundin von FISH gewidmet) und das darauf folgende LAVENDER waren die größten MARILLION-Hits der damaligen Phase.

Die Band hat das MC-Material fast ebenso traumwandlerisch sicher drauf wie MARILLION damals und erlaubt sich nur einige kleinere Ausschmückungen. Zudem bringt die DEBORAH FFRENCH mit ihrem Background Gesang eine neue emotionale Färbung in die Songs, die auch heute nichts von ihrer Magie verloren haben. Auch die Fans sind zwischen Euphorie und Verzaubertsein hin- und hergerissen. Und auch FISH verliert sich anscheinend in seinen Erinnerungen und Emotionen aus der damaligen Zeit, so eindringlich intoniert er die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens und des Leben im Allgemeinen. Vielleicht liegt darin auch das Geheimnis, warum MISPLACED CHILDHOOD auch heute noch nichts von seiner Bedeutung verloren hat. Es sind Erfahrungen, die in seinem Leben ein jeder mal gemacht hat, perfekt in Musik und Text umgesetzt.

Und diese CD bietet den perfekten Anlass, sich dieses Meisterwerk noch einmal sehr genau anzuhören, denn im Prinzip ist dies eine akustisch leicht aktualisierte Version, die an einigen Ecken aber an einiger Härte gewinnt so zum Beispiel bei WATERHOLE (ESPRESSO BONGO). Auf jeden Fall ist es FISH und seinen Mitstreitern sehr gut gelungen, den Zauber des Originals einzufangen und zu aktualisieren.

Jede der beiden CDs rechtfertigt eigentlich schon den Kauf, aber zusammen sind sie schon was wieder so was wie ein neues Meisterwerk.
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am 21. Juli 2006
Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Fish-Liveveröffentlichungen. Aber keine ist wohl so offiziell wie "Return to childhood". Ein kurzes Statement zum Cover: Mark Wilkinson zeichnet sich, wie so oft bei den alten Marillion oder eben Fish, verantwortlich für das Cover. Und ebenfalls wie gehabt, ist es absolute spitzenklasse. Überall gibt es Hinweise zu Fish's Vergangenheit. Hier der Jester, da die Elster und dort ein paar kleine Hinweise zu Marillions Erstling "Script for a Jester's Tear". Man entdeckt ständig Neues.........

Nun aber zur Musik: Auf CD 1 gibt es eine Auswahl von Fish's Solowirken. Es sind ganz sicher nicht seine besten Songs, allerdings sind es die Songs, die Live hervorragend funktionieren und gesangstechnisch auch für Fish noch machbar sind. Fish wird unterstützt von einer klasse Band, die 'ne Menge Spielfreude an den Tag legt. Hervorzuheben ist, wie so oft, Frank Usher an der Gitarre. Er spielt die Marillion-Sachen wesentlich rotziger als Steve Rothery dies getan hat. Das gibt dem ganzen eine frische Note.

Auf der ersten CD funktioniert Fish's Stimme auch noch hier und da. Solide Sache.

CD 2: Herzstück ist natürlich das gesamte "Misplaced Childhood" Album. Und jetzt wird es schwer. Rein instrumental wird "MC" klasse umgesetzt. ABER, Fish's Stimme ist einfach nicht mehr in der Lage solch anspruchvolles Material zu bewältigen. Es gibt wirklich Momente (Lavender......) da wünscht man sich, Fish würde sich in die Ecke setzen, einen Whiskey trinken und das ganze der überragenden Backgroundsängerin Deborah Ffrench zu Ende singen lassen. Einen ganz grossen Moment hat er dann allerdings beim Sprechgesang von "Blind Curve". Er wirkt bedrohlich, angsteinflössend und unglaublich düster. Klasse!!

Nach "MC" gibt es dann noch mit "Incommunicado", "Market Square Heroes" und "Fugazi" (live aus Köln) drei Marillion Stücke, bei denen Fish überdeutlich an seine physischen Grenzen zu stossen scheint.

Nun ja, ich selbst durfte die "Return to Childhood"-Tour in Hannover erleben. Den Abend war ich ähnlich beseelt wie die ca. 1500 übrigen Gäste.

Von Konserve wirkt das dann eben nicht mehr so souverän.

Fazit: Fish wagt sich an ein grosses Unterfangen. Er ist der Held meiner musikalischen Vergangenheit und man hat ihn live schon durchaus schlechter erleben müssen. Von daher ein Muss für alle Marillion und Fish Fans, die die Zeit nicht unbedingt zurückdrehen wollen.

Tolles Artwork, klasse Band, super Backgroundsängerin, solide Setlist ....... und natürlich ein Fish der seit "MC" 20 Jahre älter geworden ist. Trotzdem (oder gerade deswegen) kaufen!
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am 17. Mai 2006
Endlich hat Fish es mal wieder fertig gebracht, eine Live-CD mit akzeptablem Sound zu produzieren, jedenfalls dann, wenn man seine letzten Live-Scheiben als Maßstab nimmt. Hinsichtlich der Zusammenstellung der Setlist ist Fish kein Risiko eingegangen: alte Klassiker gepaart mit einigen neueren Stücken. Dreh- und Angelpunkt ist natürlich die Aufführung des Marillion Mega-Sellers "Misplaced Childhood". Und die ist auch wirklich gelungen. Hörer, die hier eine überraschende Neuinterpretation erwarten, werden aber enttäuscht sein: Fish hält sich ans bewährte Original, die Gitarren kommen nur etwas "rockiger" daher. Musikalisch gibt es an der ganzen CD nichts auszusetzen. Fish ist bei sehr guter Stimme und auch die Band mit Spielfreude bei der Sache. Besonders hervorzuheben ist die gute Backgroundsängerin. Fazit: gute Scheibe, aber nichts wirklich Neues!
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am 12. Mai 2006
Wer kennt sie nicht, die Klassiker Kayleigh und Lavender. Es waren Welthits - und sie entstammen einem Album (Misplaced Childhood) aus dem Jahre 1985, welches man durchaus als Meilenstein der Musikgeschichte beschreiben kann. Einem Konzeptalbum, welches immer wieder als Wegbereiter einer Neo-Prog-Rock-Aera bezeichnet wird. Die Band, die für dieses Werk verantwortlich zeichnet heißt Marilion und existieren noch heute. Allerdings hat sich der Sänger mit dem Namen Fish Ende der 80er von der Band getrennt und ist seitdem solo unterwegs. Zum 20. Jahrestags des Erscheines des Meisterwerks hat Fish sich im letzten Jahr auf Welttournee begeben um u.a. dieses Album in Gänze erstmals seit der Trennung live auf die Bühne zu bringen. Und zum Entzücken der Fans kann man das Ergebnis nun auf einer Doppel-CD käuflich erwerben. Aufgezeichnet wurde dieser Live-Mitschnitt in Tilburg.

Auf der 1. CD begeistert Fish mit einem Querschnitt seiner bisherigen Solokarriere. Über die Setlist kann man, wie bei jedem Konzert, natürlich streiten. Dies ist aber auch nicht wirklich wichtig, weil der geneigte Fish-Fan (fast) alle Tracks sowieso schon in einer Live-Version sein Eigen nennt.

Entscheident ist daher eher die 2. CD, auf der die schon beschriebene "Return to Childhood" vollzogen wird. Und diese Rückkehr ist absolut gelungen. Die Band sprüht vor Spielfreude und der Frontmann läuft nach den auf anderen Alben zu vernehmenden stimmlichen Problemen zur Höchstform auf.

Abgerundet wird die 2. CD durch drei Marillion-Klassiker.

Ich kann diese Doppel-CD nur empfehlen - entweder (wie bei mir)als Erinnerung an ein unvergessliches Konzerterlebnis oder als ein Ersatz für ein solches.
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am 3. März 2008
Zugegebenermaßen ist für mich die CD 2 deutlich interessanter als die CD 1, auf der Werke aus FISHs mehr oder weniger erfolgreichen Solo-Karriere enthalten sind. Bereits der Opener der 2. CD, Pseudo Silk Kimono erinnert an die guten alten Marillion-Zeiten. Einige meiner Vorredner möchte ich an dieser Stelle gerne korrigieren. Nicht nur Kayleigh wird hier einige Töne tiefer gespielt, sondern jeder Song. Ist es denn ein Wunder, dass FISHs Stimme nicht mehr die Höhen von vor 20 Jahren erreicht. Ich meine, was erwartet mancher Hörer denn? Meiner Meinung nach ist es ungerecht, diesem hervorragenden Live-Album nur 2 Sterne zu geben, weil FISHs Stimme aufgrund der tieferen Tonlage das Alter anzumerken ist. Hallo? 20 Jahre sind vergangen, da verändert sich eben die Stimme. Für mich persönlich stellt dies mit Nichten einen Störfaktor dar. Die Power hat FISH noch immer und er trägt die Songs sehr emotional und kraftvoll vor. Die Band hat die Songs von MC einfach drauf, interpretiert und spielt diese allerdings etwas abgewandelter als die Herren Moseley, Kelly, Rothery und Trewavas. Aber alle Achtung! Man spürt, die Fans sind mitgerissen von der Atmosphäre und das völlig zurecht. Kurzum: FISH hat es geschafft, ein Live-Album herauszubringen, an welchem sowohl Marillion-Fans der FISH-Ära, als auch der Hogarth-Ära ihren Spaß haben werden. Absolutes MUSS!
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am 21. September 2015
Im Jahr 2006 erschien das Livealbum "Return To Childhood" vom schottischen Rocksänger Derek W. Dick (Fish). Es wurde in den Niederlanden, im Paraiso in Amsterdam, aufgenommen. Eingespielt haben es: Fish (Lead Vocals), Frank Usher (Lead Guitar), Andy Trill (Guitar), Tony Turrell (Keyboards), Steve Vantsis (Bass), John Tonks (Drums) und Deborah French (Backing Vocals).

Die damalige Tour stand unter dem Motto "25 Jahre Misplaced Childhood". 1985 war nämlich das Erscheinungsjahr von "Misplaced Childhood" von der damaligen Band von Fish und zwar Marillion. Im Zuge dessen, spielte Fish auf seiner Tour u.a. das gesamte damalige "MC"-Album.
Auf CD 1 findet man nur Songs aus dem Soloschaffen von Fish. Es finden sich hier Titel fast aller seiner Alben von `Big wedge` vom Album "Vigil In A Wilderness Of Mirrors" von 1990 bis hin zum damals aktuellen Album "Field Of Crows" mit den Titeln `Moving targets` und `Innocent party`. Alle 9 Tracks können voll überzeugen, besonders die gesamte Band macht einen guten job.
Auf CD 2 hören wir dann das gesamte "Misplaced Childhood"-Album, sowie 3 weitere Klassiker von Marillion, die da wären `Incommunicado`, `Market square heroes` und `Fugazi`. Alle diese Titel werden hervorragend von der Band performed. Die Zuschauer sind begeistert, was die Aufnahmen gut vermitteln. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es aber doch. Fish ist nicht gut bei Stimme. Er hört sich irgendwie etwas heiser oder erkältet an. Man weiß aber auch, dass er zu der Zeit grundsätzliche Probleme mit seiner Stimme hatte. Er macht aber das Beste aus der Gegebenheit und wird von der Sängerin Deborah French sehr gut unterstützt.

Fazit: Trotz kleiner Einschränkungen (Fishs Stimme) ist "Return To Childhood" ein hervorragendes Konzert und macht viel Spaß. Auf CD 1 hören wir Titel vom Solokünstler Fish, auf der 2. CD dann die Marillion-Klassiker. Gerade die alten Marillion-Songs machen Sinn, da Marillion selber diese Stücke kaum noch spielen. Unter dem Strich komme ich auf 4,5 Sterne, die dann auf knappe 5* aufgerundet werden.
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am 30. Januar 2007
Auch wenn es mit der Stimme nicht mehr ganz so klappt: dieses Konzert ist ein echtes Erlebnis! Ich selbst habe die Show in Hannover gesehen.

Das Bestechende ist die Freude und Inbrunst von Fish, mit der er sich selbst aber auch seine Fans glücklich zu machen scheint. Im Gegensatz zu großen abgezockten Künstlern, die nur ihr Pflichtprogramm runterdudeln, ist bei Fish jede Emotion ernst. Er ist authentisch pur! Ich kann nur hoffen: Fish, mach weiter.... SO wollen wir Dich weiterhin erleben dürfen!
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am 14. Mai 2006
Tolle Live - CD des noch immer charismatischen Ex - Sängers von Marillion. Immer noch (oder eher: wieder) hervorragend bei Stimme spielt er auf CD 1 die Highlights seiner Solo - Karriere bevor es dann zum 20 jährigen Jubiläum die komplette Misplaced Childhood CD gibt.

Als Zugabe an alle Marillos das megageile Market Square Heroes - immer noch einer der Abräumer aus den 80ern.

Unbedingt kaufen !
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am 7. Dezember 2006
Nun, Uncle Fish ist nicht jünger geworden. Seine Stimme ist nicht mehr so hoch wie frueher (aber wieder besser im Vergleich zur Fellini Tour) und die finanziellen Mittel für so eine Tour sind nicht die von U2 oder von anderen Giganten. Die Backgroundsängerin wurde nur für die DVD geholt, auch die Show mit einem Beamer Bild gab es nicht auf der gesamten Tour zu sehen. Der Ton ist nur Stereo und das Bild ok., aber Massstäbe ala Peter Gabriel sind hier nicht zu erwarten. Aber dafür gibt es fast 3 Stunden lang einen Klassiker nach dem anderen, mit einer Band, die Lust auf Live Musik hat und einem Frontman, der geradezu in seinen eigenen Songs schwelgt. Das allein reicht aus, um 5 Sterne zu vergeben, auch wenn Nicht-Fans vielleicht zu weniger tendieren wuerden wegen der nicht perfekten technischen B-Note. Dafuer spielt er zum Schluss mit den Worten "you get what you earn" noch Incommunicado, Market Square Heros und Fugazi. Vielleicht hoeren wir das nie wieder live...
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am 8. April 2013
Im Jahr 2006 hat der gute Derek W. Dick besser bekannt als Fish den Fluxkompensator geladen und ist mit seinem DeLorean 20 Jahre in die Vergangenheit gerast. Tausende begeisterte Fans hat er auf diese Reise mitgenommen.
Im November 1985 war das Konzert zur Mispalced Childhood-Tour mein erstes Marillion-Konzert. 2006 habe ich das Fish-Konzert erlebt, das wegen der unerwarteten Nachfrage sogar in eine größere Halle als ursprünglich geplant, verlegt wurde. Viel ist dazwischen passiert, aber Misplaced Childhood hat sich noch immer einen gewissen nostalgischen Charme bewahrt (obwohl es nie mein Lieblingsalbum von Marillion war oder sein wird). Kayleigh, der erfolgreichste Song der Band- und Fish-Karriere, ist so untypisch für das Schaffen dieser Band, daß man kaum glauben kann, daß er wirklich aus deren Feder stammt, aber es ist das einzige Marillion-Lied, das gelegentlich sogar mal im Radio zu hören ist.
CD 1 eröffnet mit Big Wedge" einem alten Kracher, vom noch sehr stark aus den Marilliontagen beeinflußten Vigil-Album. Was folgt ist eine Mischung aus neueren und ältern Songs von Fish Solo-Platten. Beim Konzert war dann erstmal Pause und der zweite Teil wurde mit den Klängen von La Gazza Laddra", die man hier weggelassen hat, eröffnet. Fishs Stimme hat in den zwanzig Jahren, die zwischen dem Original und dieser Aufnahme liegen, gelitten, ohne Frage, aber er bietet immer noch die bessere Performance des alten Marillion-Materials. Marillion selbst haben sich zuletzt auf ihrem Live-Album Size Matters" mit der Misplaced Childhood Vergangenheit auseinandergesetzt, aber von Steve H gesungen (so gern ich ihn ansonsten hören mag) fehlt den Stücken ein Teil ihrer Glaubwürdigkeit - wohingegen man Fish bis heute abnimmt, wie sehr er seine Kayleigh vermißt. Als Zugabe gibt es zum Abschluß mit Incommunicado, Market Square Heroes und Fugazi noch drei weitere Marillion-Klassiker, die die Setlist abrunden. Insgesamt ein gelungener Ausflug in die 80er Jahre (auch wenn nicht alles Gold ist, was hier so glänzend präsentiert wird), der seine Höhepunkte vor allem da hat, wo Fishs Stimme keine hohen Töne abverlangt werden, z.B. im Anfangsteil von Bitter Suite und beim Sprechgesang in Blind Curve.
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