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am 1. April 2007
Die Verfilmung von Raymond Chandlers Roman "The Big Sleep" von 1946 mit Humphrey Bogart und Lauren Bacall (Deutscher Titel: "Tote schlafen fest") wird allgemein als die beste eines Romans von Chandler angesehen. Dabei nimmt er es vor allem gegen Ende mit der Vorlage nicht zu genau. Diesem Film vergebe ich ebenfalls fünf Sterne, aber DIE Verfilmung eines Chandler-Romans ist diese hier.

1975 verfilmte Dick Richards den Roman "Farewell My Lovely". Der Gangster Moose Malloy beauftragt den Privatdetektiv Philip Marlowe nach einem Aufenthalt im Knast seine Freundin Velma wiederzufinden. Gleichzeitig soll er einem schmierigen Klienten helfen, eine Jadekette zurück zu bekommen. Wie Marlowe feststellen muss, gehören beide Fälle zusammen. Schließlich gerät Marlowe dabei selbst in die Schusslinie.

Auch diese Verfilmung nimmt es mit der Chandler'schen Vorlage nicht immer genau. In beiden Fällen ist das entschuldbar, denn beide Romane sind hochkompliziert und verzwickt angelegt, so dass eine Vereinfachung nicht verwundert. Kompliziert genug ist die Handlung aber immer noch.

Was beide Verfilmungen gegenüber anderen auszeichnet ist ihre Atmosphäre, wobei im Falle von "Tote schlafen fest" noch das As Bogart und Bacall ausgepielt werden konnte. Doch "Fahr zur Hölle, Liebling" hat ebenfalls ein As und das ist Robert Mitchum. Sein Marlowe kommt dem Marlowe der Romane so nahe, wie man es nur kann. Marlowe ist nicht nur ein sogenannter "tough guy", er ist auch etwas melancholisch und genau diese Melancholie ist es, die Mitchum 'rüberbringt und die ihn authentisch macht. Dabei lebt er genauso wie Bogart von seiner überwältigenden Leinwandpräsenz.

Der Regisseur Dick Richards schafft es überzeugend, die Stimmung der Romane (ich habe sie alle gelesen) in den Film einzubringen und das ist das andere As des Films. Das liegt vor allem an dem Trick, Marlowe die Geschichte aus dem Off erzählen zu lassen (Chandlers Romane sind in der Ich-Form geschrieben), wobei er es fertigbringt, den lakonischen Humor der Romane zu treffen wie z. B. in der Beschreibung Marlowes zu Moose Malloy, der "nicht ganz so groß wie die Freiheitsstatue" ist. Diesem Moose Malloy ist in dem nett zu lesenden Buch "Die größten Schurken der Filmgeschichte" ein ganzes Kapitel gewidmet.

Auch der Rest der Schauspielerriege erzielt ausgezeichnete Ergebnisse, wobei Charlotte Rampling als Femme Fatale natürlich heraussticht. Sehenswert ist auch noch Harry Dean Stanton als korrupter Bulle. In einer kleinen Rolle spielt übrigens auch Sylvester Stallone mit.

Fazit: "Fahr zur Hölle, Liebling" ist der Film, der den Ton der Vorlage am besten trifft und ist deshalb die beste Verfilmung. Es wurde wirklich Zeit, dass dieser Film jetzt als DVD vorliegt.
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am 12. Oktober 2013
Dieser Film beweisst eindrücklich, daß die Stimmung in den sogenannten Film Noir Filmen nicht nur von S/W abhängt. Die Anmutung mit der Fahr zur Hölle Liebling beginnt, ist toll, sofern man gerne Geschichten erzählt bekommt. Die Undurchsichtigkeit der Geschichte von Chandler ist genau getroffen. Und der hard-boiled-detective Philip Marlowe konnte von keinem besser in dieser Story gespielt werden als von Robert Mitchum. Unbedingt sehenswert. Auch die anderen Schauspieler wie die geheimnisvolle Charlotte Rampling spielt klasse. In der Farbgestaltung ist es für mich auch ein typischer Film aus den Siebziger Jahren. Mein Tipp: Schaut euch diesen Film an und anschließend Taxi Driver von Martin Scorsese, der etwa ein Jahr später herauskam. Besonders den Filmbeginn. - Vorsicht! Dieser Film ist nichts für sanfte Gemüter. Es geht schon ganz schön heftig zur Sache.
- Pepperland -
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am 22. August 2014
Ein Klassiker der die Zeit der Bösen um 1940 in LA gut nachzeichnet .Romanautor Chandler sei Dank! Die Akteure spielen gut ,Mitchum sowieso, Charlott Rampling desgleichen.Der heute fast vergessene Antony Zerbe ist gut als richtiger Schurke.Der Film ist rassistisch wie die USA damals.Er knüpft an den amerikanischen Film Noir (Bogart u.A an) .Ein Meisterwerk!
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TOP 1000 REZENSENTam 20. April 2012
Los Angeles im Jahr 1941: Privatdetektiv Philip Marlowe (Robert Mitchum) hat sich in einem billigen Hoelzimmer verschanzt und denkt über sein Alter und seine derzeitige Müdigkeit nach. Wirkliche Freude macht ihm derzeit nur Baseballstar Joe DiMaggio von den New York Yankees. Marlowe wird als Mordverdächtiger von der Polizei gesucht, sein alter Weggefährte Detective Lieutenant Nulty (John Ireland) und der korrupte Detective Rolfe (Harry Dean Stanton) sind ihm hart auf den Fersen.
Der Privatdetektic ruft Nulty an und verabredet sich mit ihm in dieser Absteige, er soll aber alleine kommen.
Dann erzählt er dem Lieutenant die Geschichte von Moose Malloy (Jack 0ŽHalloran), der ihn vor einiger Zeit fast schon in nötigender Manier engagiert hat seine Exfreundin Velma auszuspüren.
Die hat er seit vielen Jahren nicht mehr gesehen, kein Wunder: Moose saß im Knast, aber die Verflossene Variete Tänzerin hat ihm die letzten 6 Jahre weder geschrieben noch ihn mal besucht.
Moose Malloy ist ein Riese von einem Mann, kennt keine Angst - hat aber das Gemüt eines Riesenbabys.
Wo ist diese Velma, sofern sie noch lebt? Marlowe unternimmt deshalb eine Odyssee durch die Welt von Los Angeles, er trifft auch auf ein korruptes Netz der Polizei.
Er nimmt Kontakt mit Menschen auf, die vielleicht etwas über den Verbleib dieser Velma sagen könnten, Jessie Halstead Florian (Silvia Miles), inzwischen eine heruntergekommene Trinkerin, hat früher in den gleichen Schuppen wie Velma getanzt und sie will für Marlowe, den sie sehr sympathisch findet, etwas über den Verbleib der Verschollenen in Erfahrung bringen.
Es scheint aber so zu sein, dass irgendjemand bewusst die Suche nach Velma verhindern will.
Inzwischen wird Marlowe von einem dubiosen Mr. Marriot (John OŽLeary) engagiert, der ihn als Bodyguard benötigt.
Marriot will das Jadecollier einer Freundin bei Juwelendieben freikaufen. Doch die Übergabe endet fatal. Bei weiteren Nachforschungen lernt er die Besitzerin der Kette kennen. Diese Helen Grayle (Charlotte Rampling) ist eine verführerische Femme Fatale und nebenbei noch die Gattin eines sehr alten Millionärs.
Marlowe erkennt sehr bald, dass dieser Fall auch mit der verschwundenen Velma in Zusammenhang stehen könnte. Doch bevor Marlowe die Dimension dieses Falls erkennt, steckt er mal wieder in Schwierigkeiten, er landet im Puff der resoluten Frances Amthor (Kate Murtagh) und der Zuschauer trifft dort auf den noch sehr jungen Sylester Stallone...
Ein naiver und liebeskranker Killer, korrupte Bullen, eine versoffene und verarmte Witwe, ein allein durch Geld miteinander verbundenes Millionärspaar und viele weitere Personen....das wirkt natürlich alles etwas verwirrend und löst sich wie in Chandlers "Tote schlafen fest" auch erst alles am Schluß auf.
Ein zu dichtes Beziehungsgeflecht kann natürlich Verwirrung herauf beschwören, aber genau das ist ja das Geheimnis der schwarzen Serie. Vieles bleibt im Dunkel, dazu gesellt sich eine Femme Fatale und mit Charlotte Rampling steigt eine unvergessliche Drachenlady in den Ring. Zumindest für die, die diesen eher unbekannteren Film kennen. Er hat die Machart der Klassiker "Chinatown" oder "LA Confidential" und ich würde ihn als die Nr. 3 dieser Neo Film Noirs in Farbe bezeichnen, die tatsächlich auch in den 40er Jahren spielen.
Dick Richards hat dicht und stimmungsvoll inszeniert, David Shires Originalmusik ist grandios und vermittelt 100 %iges Noir Feeling. Auch Kameramann John A. Alonzo liefert tolle Bilder eines Los Angeles der 40er Jahre.
Robert Mitchum spielt stark - natürlich hat er den schwierigsten Part, denn jeder, der sich an Philip Marlowe versucht muss sich gegen einen übermächtigen Humphrey Bogart behaupten, der die Rolle bis heute unvergesslich prägte.
In der 44er Verfilmung von "Farewell my lovely" wird der weltbekannte Schnüffler übrigens von Dick Powell gespielt, also 2 Jahre vor Bogarts Paraderolle in Howard Hawks "The Big Sleep".
Sylvia Miles erhielt für ihre Rolle als tragische Alkoholikerin sogar eine Oscar-Nominierung.
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Los Angeles 1941: Der Privatdetektiv Philip Marlowe erhält von dem gerade aus der Haft entlassenen Gangster Moose Malloy den Auftrag, dessen Freundin Velma aufzuspüren. Der scheinbare Routinefall erweist sich bald als lebensgefährlich. Und als Marlowe endlich Velmas neue Identität herausfindet, ist er selbst zum Abschuss freigegeben...

Robert Mitchum verkörpert Raymond Chandler's legendären Privatdetektiv Philip Marlowe mit dem Charme eines müden Bernhardiners - und wird der Figur damit absolut gerecht. Dick Richards Film hält sich auch durch im Off zitierte Textteile sehr genau an Raymond Chandlers Vorlage. Robert Mitchum wirkt als Marlowe durchaus anders als Humphrey Bogart in Howard Hawks THE BIG SLEEP (Tote schlafen fest/1946) - aber ebenso überzeugend. Und auch dieser Roman wurde 1978 von Michael Winner mit Mitchum (leider wenig erfolgreich) nochmals verfilmt: THE BIG SLEEP (Tote schlafen besser).

Reizvoll: Sylvester Stallone vor seinem Durchbruch als ROCKY in der Rolle eines kleinen Gangsters.

Als Extras enthält die DVD leider nur Trailer zu weiteren CONCORDE-Veröffentlichungen sowie ein Inlet mit den Titeln der 15 Kapitel (2006 schon fast als große Leistung zu sehen...)
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am 3. August 2015
Ich habe fünf Marlowe-Romane von Chandler gelesen. Gerade diese schläfrig wirkende Darstellung von Robert Mitchum entspricht ziemlich genau der Figur des Privatdetektivs aus den späteren Geschichten, während der "aktivere" Humphrey Bogart dem logischerweise jüngeren Phillip Marlowe aus den ersten drei Romanen nahekommt. Mitchum hat die Deillusioniertheit und den Zynismus Bogarts durchaus übernommen (dazu kommt eine Grundmelancholie, die Chandler ebenfalls in seiner Figur angelegt hat), und beim ersten Sehen kam mir die Frage, warum man ihn nicht schon früher in dieser Rolle eingesetzt hat, für mich paßt er ideal. Der Film gelingt aber vor allem durch ein straightes Drehbuch, gute Darsteller (für Insider: Charlotte Ramplings Ehemann wird von dem berühmten Krimi-Autor Jim Thompson gespielt)und Werktreue. Daß diese Dinge wichtig sind, zeigt die drei Jahre später entstandene Neuverfilmung von "The Big Sleep" (Tote schlafen fest), ebenfalls mit Bob Mitchum als Marlowe, aber von dem völlig uninspirierten Regisseur Michael Winner total verhunzt.
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am 23. Februar 2011
Mit Abstand die beste Chandler-Verfilmung um den desillusionierten Ex-Cop Philip Marlowe, hervorragend verkörpert
durch Hollywoods Urgestein Robert Mitchum. Begleitet von einem Ensemble, das seinergleichen sucht: John Ireland,
Schwager von Charles Bronson und unvergesslich als Gangster aus Nicholas Rays "Party Girl",1958; Charlotte Rampling
("Der Nachtportier",1974), auf der Ganovenseite Joe Spinell("Maniac",1980) und Sylvester Stallone als Driver einer
Puffmutter und,sozusagen als Bonbon,der Krimi-Schriftsteller Jim Thompson ("1280 schwarze Seelen") in einem kurzen
Gast-Auftritt als Richter Grayle.
Nee, Kinners, besser kann man es nicht mehr machen!
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am 13. Februar 2010
Sehr gute Leistung von Robert Mitchum als heruntergekommenem Marlowe, tolle 40er Jahre Atmosphäre und eine intelligente und spannende Geschichte sprechen für den Film. Die Handlung kam mir allerdings ein wenig verworren vor, und es blieben auch nach dem zweiten Anschauen einige Fragen offen. Aber vielleicht macht ja gerade das den besonderen Reiz aus.
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am 20. Mai 2015
zusammen mit Chinatown macht dieser film den anfang einer sich bis heute ziehenden reihe gelungener neuerer farbiger NOIRS. Mit diesem sympathischen, lakonischen Marlowe hat man irgendwie mitgefühl, wenn er müde und alternd durch die hässlichen betonstraßen und billigen spelunken LAs geht oder mit seinem Buick fährt. und man gönnt es ihm von herzen, wenn er sich skrupellos mit der schönen Charlotte Rampling vergnügt- vor den augen ihres klapprigen reichen mannes. Dieser marlowe ist ein sympathischer Daddy,der auch mal kleine jungs tröstet,was Bogart nicht so war, mit dem Herzen am rechten fleck. Der Film ist in Allem absolut stimmig, Musik, Ausstattung, flair, millieu, Typen...und david shire hätte mit der eigens für diese szene geschriebenen big band nummer aus dem radio von jessie florian beinahe ein swing-stück geschaffen, dass besser ist als viele originale..Absolut zu empfehlen!!
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TOP 500 REZENSENTam 5. Februar 2017
Los Angeles 1941: Die Luft wird Dünn für Privatdetektiv Phillip Marlowe.
Er wird wegen mehrfachen Mordes gesucht und ist untergetaucht.
Aber wie kam es dazu?
Da er nur dem Cop Nulty traut bestellt er diesen zu seinem Versteck und beginnt die Geschichte zu erzählen.
Angefangen hatte alles mit dem grobschlächtigen Hünen Moose Molloy der Marlowe beauftragte seine Frau Velma zu suchen.
Moose saß mehrere Jahre im Knast und hat ihre Spur verloren.
Da ahnt Marlowe noch nicht was dieser Auftrag für Schwierigkeiten bereiten wird denn nicht nur Moose ist hinter Velma her.
Ehe er es sich versieht ist er zum Spielball deklassiert.
Aber sowas hält Marlowe nicht auf....im Gegenteil.

Fahr zur Hölle, Liebling aus dem Jahr 1975 ist eine Abkehr vom zeitgenössischen Marlowe wie er in den letzten 2 Filmen vorkam.
Zudem handelt es sich um eine Art Neo Film Noir was in soweit befremdlich ist da im letzten Film dieses Korsett abgestoßen zu sein schien.
Nichtsdestotrotz ist der Film eine wahre Wohltat.
Unaufgeregt, Entschleunigt und Präzise inszeniert entspinnt der Plot seine Wirkung und Robert Mitchum's Leistung als Marlowe reicht fast an die eines Humphrey Bogart heran.
Lakonisch, Zynisch und Desillusioniert....
Der Humor der letzten Teile fehlt fast völlig und der Ton ist wieder etwas Rauer.
Die Dialoge sind erstklassig, die Settings und der Soundtrack sind passend, die Atmosphäre herausragend und die Figuren verfügen über genügend Tiefe.
Neben Mitchum wirken u.a. mit: Charlotte Rampling, Sylvia Miles, John Ireland, Jack O'Halloran, Anthony Zerbe, Harry Dean Stanton, Joe Spinell und Sylvester Stallone.
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