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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
34
Canon EF 85mm 1:1,2 L II USM Objektiv (72 mm Filtergewinde)
Stil: EF 85mm 1:1,2 L II USM Objektiv|Ändern
Preis:1.832,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 31. August 2017
Lange und oft habe ich mit mir gehadert, ob ich mir das 85L II leisten soll oder nicht. Nachdem ich es einmal für eine Hochzeit im Fotogeschäft ausgeliehen hatte, war ich fest entschlossen, es nicht zu kaufen. Sicher ist die Bildqualität gut, aber macht es meine Fotos um knapp 1500€ besser? Ein paar Wochen später habe ich immer wieder an das Shooting gedacht und dabei sind mir nur Bilder in den Sinn gekommen, die ich mit dem 85L gemacht habe. Ein Jahr später war es dann fällig und ich habe zugeschlagen. Und ich muss sagen, es ist eine Art Hassliebe. An meiner Canon EOS 6D ist es zuweilen wirklich schwierig, wie ein anderer Nutzer schon schrieb. Unbrauchbar ist es dadurch aber nicht. Wenn man den Fokus trifft, entschädigt die Bildqualität und die Tiefenunschärfe für die Schwierigkeiten. Die Schärfe ist fast schon unheimlich und auch der Kontrast ist genial. Zwei Dinge sind mir seither bei den vielen Einsätzen aufgefallen, damit die Fotos auch wirklich gut werden:

1. Blende 1.2 ist schön, aber ich fotografiere eigentlich fast nur ab Blende 1.4 oder knapp darüber. Dafür gibt es etwas mehr Schärfe und weniger chromatische Aberrationen. Ich weiß, man kann diese in Lightroom korrigieren, aber wenn man dann statt lila Glühen graues Glühen hat, ist mir damit nicht geholfen. Besonders bei Hochzeiten stört dies, wenn um den Kragen herum ein farbiger Rand ist. Hat dann die Braut noch ein Kleidungsstück in einer ähnlichen Farbe wie die CAs, die man entfernen will, herzlichen Glückwunsch, die Jacke wird dann grau.
2. Der Autofokus der 6D ist schwach. Wirklich schwach. Und ein Objektiv mit diesem kleinen Schärfebereich dran zu schrauben grenzt an Glücksspiel. Daher bin ich dazu übergegangen, manuell zu fokussieren. Das klappt erstaunlich gut, auch ohne Liveview. Manchmal braucht man etwas mehr Geduld, aber ich finde es besser, als sich auf den Autofokus zu verlassen und hinterher enttäuscht zu sein. Leider ist das manuelle Fokussieren durch den schwammigen Fokusring nicht so präzise möglich wie bei der Konkurrenz, es gehören also etwas Übung und gute Augen dazu.

Das 85 L II macht es einem nicht leicht. Wer jedoch Geduld mit bringt, wird meines Erachtens nach belohnt. Ich möchte es nicht mehr missen.

Jetzt hat Canon letzte Woche mit dem 85 1.4 L IS einen Quasi-Nachfolger vorgestellt und ich habe auch schon völlig überstürzt überlegt, ob ich mein 85 1.2 sofort verkaufen soll. Ich habe mich dagegen entschieden. Nicht nur bin ich mit der Leistung derzeit dermaßen zufrieden, auch Canon handelt das neue 85er nicht als Ersatz, sondern positioniert es zwischen diesem etwas teureren 1.2 L und dem deutlich günstigeren 1.8. Persönlich brauche ich bei meinem 85mm auch keinen Bildstabilisator, bei den Blendenwerten habe ich mit der 6D eher das Problem, dass zu viel Licht da ist und ich mit der 6D mit 1/4000 nicht schnell genug auslösen kann. Daher bleibe ich erst einmal beim 85 1.2 L. Wer es jetzt zu einem sehr guten Preis bekommt, kann meiner Meinung nach getrost zugreifen. Wer es derzeit nicht braucht, kann auch erst abwarten, wie sich das neue schlägt.

Wer wunderbare Portraits schießen möchte, bei dem auch die Motive einfach nur Wow sagen, sollte sich trauen. Es lohnt sich.
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am 21. November 2014
„Das Canon ef 85mm 1,2 L USM II ist kein Arbeitstier wie das immer drauf 24-70mm 2,8 II .
Es ist auch kein Actionwunder wie das 70-200mm 2,8 II.
Dieser Glas Koloss ist er der König unter den Gläsern langsam und fett aber schön und prächtig“

Hallo liebe Leser.
In dieser Rezension möchte ich euch anhand von mein Erfahrungen zeigen

1-Welche Missverständnisse mit dem 85mm 1,2 II zu vermeiden sind
2-Warum es gerade bei Hochzeiten das i Tüpfelchen ist
3-Weshalb das Canon ef 85mm f/1.2 L II für MICH die beste Wahl war
4-Und wem ich es empfehlen kann und wem nicht

1. Eigenschaften und Technische Eigenheiten
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Das Canon 85mm 1,2 II ist sehr teuer, langsam und schwer du kannst nicht zoomen und musst anfangen deine Bildausschnitte bewusster zu wählen. Es kostet zeit. Zeit in der man Momente verpassen könnte, und mit der blende von 1,2 musst du dich fotografisch und technisch auch erst mal auseinander setzten. Bei keinem anderen Objektiv sollte man so oft den Fokus prüfen wie hier. Jeder Kontrollblick aufs Display ist Gold wert und erspart im nach hinein Frust...

Hier ein schärfe Beispiel bei konstanter blende von f/1,2
bei 0,95m Abstand zum Motiv hast du nur ca. 1cm im Fokus davor und dahinter fängt es dann schon an zu verschwimmen (Bokeh)
bei 3m Abstand mit der selben blende hast du diesmal 9-10cm im Fokus,
bei 5m dann 24cm und bei 10m Abstand liegt dann ca. 1m im schärfe Bereich.
Der Abstand zum Motiv spielt also eine entscheidende Rolle. Die Schwierigkeit liegt im Nahbereich.

Leute die schreiben es ist nicht scharf genug oder es trifft bei blende 1.2 den Fokus selten, die sollten so was vielleicht vorher wissen. Auge scharf stellen und dann den Bildausschnitt wählen geht bei blende 1,2 nun mal nicht mehr vom nahen.
Schon gar nicht bei 2 Leuten. Wenn du da mit der offen blende vom nahen fotografierst musst du entweder exakt darauf achten das beide Augenpaare genau in diesem hauchdünnen schärfe Bereich sind
(Kopf an Kopf) oder du musst abblenden z.b. auf 1,8 oder höher.
(blende 1,8 ? gab es da nicht sogar ein 85mm Objektiv für knappe 1600€ weniger ? ;).
Auch mit dem 85mm 1.2 macht es durchaus Sinn mit einer blende von 2,0 und höher zu arbeiten. Wenn das Bild mit der blende 1,2 technisch nicht realisierbar ist dann liegt das am Fotografen und nicht an der Linse. Vom nahen ist eben der schärfe Bereich nur super dünn. Deswegen braucht man für das Objektiv "vielleicht" auch schon die 5D mark III oder eine 7D mark II, bodys die ein exzellenten und exakten Autofokus bieten können.
Wer es im RICHTIGEN Moment gezielt einsetzen kann bekommt mit der blende 1,2 aber traumhafte Ergebnisse zustande !

2. Hochzeiten und Objektive
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Bei Hochzeiten geht alles immer verdammt schnell deswegen ist das 85mm 1,2 II lediglich die Kirsche auf der sahne und kein must have. Bei mein Hochzeiten fotografiere ich fast immer zu 60% mit meinem 24-70mm 2,8 II und zu 30% mit dem 70-200mm 2,8 II.
Das 85mm 1,2 kommt lediglich bei 10% zum Einsatz.

Das 24-70mm eignet sich toll um den Moment festzuhalten wenn es schnell schnell gehen muss z.b. bei der Trauung für das Gruppen Foto oder wenn wenig platz ist usw. aber es ist keine Portrait Linse für meine Art der Fotografie.
Das 70-200mm ist wirklich eine sehr gute Portrait Linse vor allem für ungestellte Situationen oder wenn du nicht näher ran kommst. Leider ist es sehr schwer und auffällig und für avalible light ist selbst die blende 2,8 manchmal zu dünn...

Und genau dann kommt das 85mm 1,2 II zum Einsatz. Besonders wenn das Brautpaar fotografiert werden soll. Irgendwie sollten sich die gestellten Brautpaar Bilder optisch doch von der Masse des 24-70mm abheben. Bei Portrait aufnahmen ist es entscheidend das dein gegenüber sich wohl fühlt.
Hier ein Beispiel: Um den cremigsten Bokeh-Effekt mit dem 70-200mm hinzubekommen musst du mit 200mm fotografieren, bei ganz Körper aufnahmen (hochkant) hatte das ein Abstand von 10m zu folge. Mit dem 85mm 1,2 stehe ich bei ganz Körper aufnahmen (hochkant) nur ca. 4m weit entfernt.
Da ist das Arbeiten viel entspanter , kein gerufe von Anweisungen kein hin und her gerenne , einfach eine ganz andere Atmosphäre.
Mit dem 85mm 1,2 hast du auch schnell ein icebraker Foto in der Hand um das Brautpaar aufzulockern.
Nicht nur bei Hochzeiten auch bei der Portrait Fotografie gibt es viele Menschen die Foto scheu sind.
Da macht das große 70-200mm 2,8 II oft doch mehr Eindruck als einem manchmal lieb ist... Solche Menschen fühlen sich vor dem WEIßEN RIESEN noch unwohler und sehen dem entsprechend auf den Bildern aus. Da ist das 85mm 1,2 II die beste Lösung. Das Glas macht keinen angst und mit der großen blende von 1,2 bin ich auf jede Situation vorbereitet.

3. Warum habe ich mich für das Glas entschieden ?
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1. In erster Linie natürlich wegen der Offen blende von 1,2 ich will bei Hochzeiten dem Ehepaar das bestmögliche bieten der schönste Tag im leben soll auch am professionellsten eingefangen werden, Sie haben es sich verdient.
2. Es ist der icebraker bei schüchternen Models du hast schnell ein Foto mit dem WOW Faktor in der Hand. Dir wird schneller vertraut und das Arbeitsklima kommt beiden zugute.
3. Ich wollte das beste Portrait Glas haben mit dem größten kreativen Spielraum der möglich ist. Das war mir wichtiger als die Preisfrage oder wie schnell oder leicht ein anderes 85mm Glas ist. Die Devise war Qualität über praktischen nutzen.
4. Zum Schluss wegen dem Prestigefaktor.
Dieser Faktor ist nicht zu unterschätzen gerade bei Hochzeiten wo zwei drei Gäste auch immer eine gute Kamera dabei haben. Denn wenn das Ehepaar den Eindruck bekommt das der engagierte Fotograf nicht auch das beste Equipment hat dann fragt es sich schnell warum sie dich gewählt haben. Ich weiß es kommt auf die Bilder am ende an aber bei einer Hochzeit kannst du nichts wiederholen und wenn der Unmut der Leute auf den Bildern zu sehen ist dann kann man das im nach hinein auch nicht mehr retten.

4. Wem kann ich es empfehlen ?
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1. Nun in erster Linie Leuten die damit ihr Geld verdienen müssen.
2. Dann den Portrait Liebhabern die das technische wissen haben und dazu die muse um diese königliche Linse zu meistern.
3. Zuletzt den Hobby Fotografen die den Spaß die zeit und das nötige Kleingeld für diese Art der Fotografie haben.

Bei meiner kauf Endscheidung von Objektiven spielte immer der Nutzfaktor eine große rolle.
Deswegen ließ das 85mm 1,2 eine weile auf sich warten.
Viele Objektive dieser Art wechseln oft auf Ebay ihren Besitzer weil viele am ende doch zu faul waren es immer mitzuschleppen.
Denkt also gut nach ob dieses teure und unflexible Objektiv wirklich der beste deal für euch ist.
Unterschätzt dabei nicht die Einfachheit des Smartphones . . .
wie oft benutzt ihr den eure Cam überhaupt im Monat o d e r - im - J a h r.... ???
oder kommt das Smartphone selbst da öfters zum Zuge wo eine Cam deutlich sinnvoller gewesen wäre ?
Selbst wenn das Fazit positiv ausfällt könnte es sein das dieses Objektiv aufgrund seiner Eigenheiten seltener seine Einsatzzeiten bekommt als ursprünglich gedacht. Könnt ihr gegebenen falls damit leben das 2000€ öfters im Schrank liegen als einem das lieb ist ?
Mit dem 85mm 1,2 bringt das Foto-Model lieber etwas mehr zeit mit sich.
Sieht so eure Fotografie aus? oder sind Kinder und lebendige Haustiere auch ein begehrtes Motiv ?
Falls sich das Glas lohnen soll braucht man außerdem auch genügend Foto Modelle ;)
Wenn man kein Portrait oder Hochzeitsfotograf ist sollte man vielleicht lieber die 1.8er Variante nehmen denke ich.
Sie ist einfach schneller, Preiswerter und gutmütiger.

Zum Schluss ein kleiner Preisvergleich.
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Ist es sein Geld wert? JA ! lohnt es sich dadurch für jeden der das Geld hat? NEIN !
Für den selben Preis vom 85mm 1,2 bekomme ich zb. das Canon 85mm 1,8 USM
UND ein exzellentes Canon L Glas oben drauf.
Hier nur einige Kombinationsmöglichkeiten da ist für jeden was dabei... Nicht immer ;) aber oft, sind 2 Gläser einfach besser als 1.
(24mm 1,4 L USM ) -- (35mm 1,4 L USM) -- (50mm 1.2 L USM) -- (100mm 2,8 L IS USM Macro)
(135mm 2,0 L USM) oder Zooms (70-200mm 4,0 L IS) -- (16-35mm L 2,8) -- (8-15mm L Fisheye) usw...

Eine Kombination mit der Canon 6D und dem 85mm 1,8 wäre auch interessant für Leute die eine Crop-Cam (APS-C Sensor) haben.
Denn ein gutes ISO Rauschverhalten ist oft mehr wert als 1 Blende unterschied !
Wer im richtigen Moment spart der hat mehr Geld für andere dinge wer am falschen ende spart kauft doppelt.

Mein Fazit
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Von mir bekommt das Glas 5 Sterne weil ich genau das bekommen habe was ich wollte.
Das beste Portrait Objektiv ! Qualität über praktischen nutzen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen auf meine weise etwas weiter helfen.
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am 26. September 2012
„It’s the bokeh, stupid!“, könnte man in Anlehnung an die Wahlkampagne eines früheren US-Präsidenten auf die Frage antworten, warum man so irre ist, rund 2 Mille für eine – zugegeben sehr lichtstarke - 85 mm-Festbrennweite hinzulegen. Bei diesem Spezialobjektiv geht es um Fotografie in intimen Stimmungen mit wenig Licht und um Kompositionen mit extremem Freistellen von Objekten vor malerischer Vorder- und Hintergrundunschärfe, die edelst „cremig“ wirkt. Es geht um Lichtmagie. Wer je Bildkompositionen mit Leicas legendären, für Amateure nahezu unbezahlbar teuren Noctilux-Objektiven gesehen hat, weiß, was ich meine. In diese Königsklasse steigt man mit diesem einzigartigen Canon-Objektiv ein. Und an dieser Klasse gemessen ist es sogar echtes Schnäppchen.

Allerdings: Auch wenn man als erfahrene/r Amateur/in mit der klassischen Portraitbrennweite durchaus viel anfangen kann, sollte man sich vor einem solchen Kauf ernsthaft fragen: Sind nicht das überaus günstige Canon EF 85mm/ 1,8/ USM Objektiv (58 mm Filtergewinde) oder das ebenfalls deutlich bezahlbarere Sigma 85 mm F1,4 EX DG HSM-Objektiv (77 mm Filtergewinde) für Canon Objektivbajonett die klügere Wahl? Besonders das EF 85/1,8 bietet ein super Preis-Leistungsverhältnis, ist viel leichter, sehr scharf, hat einen wesentlich schnelleren Autofokus und verhält sich in extremen Lichtsituationen optisch wesentlich gutmütiger. Das Web ist voller enttäuschter Kommentare und „Beweisbilder“ für die Probleme, die man sich mit dem EF 85/1,2 einhandelt, wenn man damit zum Beispiel bei greller Mittagssonne Motive voller krasser Kontraste ablichtet. Dafür ist dieses Objektiv genauso wenig gemacht wie ein Nachtsichtgerät für den Nachmittagsspaziergang. Nicht wenige Besitzer haben offensichtlich viel Geld in ein kiloschweres Missverständnis investiert.

Schon die Geschichte dieses legendären Objektivs, um das Nikonianer uns Canonistas aufrichtig beneiden dürfen, erzählt, wofür es gedacht ist: Die Urversion soll ein Canon-Ingenieur entwickelt haben, der auch als Modefotograf arbeitete. Und wer weiß, wozu es gemacht ist und es passend einsetzt, kann richtig süchtig danach werden. Die Offenblende von f = 1,2 eröffnet eine neue fotografische Welt, das ist nicht nur ein bisschen lichtstärker als f = 1,8. Besonders an Vollformat erlaubt sie ein extremes Freistellen, die Schärfeebene ist nur noch papierdünn (siehe Testbilder mit Blumen). Anders als das viel günstigere Canon EF 50mm/ 1,4/ USM Objektiv (58 mm Filtergewinde), das ich zu ähnlichen Zwecken an meiner 7D (vergleichbarer Bildausschnitt wegen kleinerem Sensor) einsetze, bleibt dieses Objektiv jedoch bei Offenblende in dieser Ebene bis an die Bildränder scharf und wird nicht so „weich“ wie das 50er/1,4.

Wie extrem das Objektiv bei Offenblende arbeitet, sieht man an frontalen Portraits: Stellt man auf die Augen scharf, ragt die Nase schon in den Unschärfebereich hinein, und die Ohren lösen sich fast schon in weichen Verläufen auf. Damit kann man wunderschön spielen. Das Objektiv eignet sich auch bestens für andere Motive, die malerisch sind – etwa Blumen (siehe Testbilder). Auch Straßenfotografie bei eher gedämpften Lichtstimmungen geht großartig, sofern die Motive sich nicht zu schnell bewegen. Übrigens fotografiere ich gerne auch Schwarzweiß, aber bei diesem Objektiv ist das meist schade. Es ist einfach für Farbmalerei gemacht.

Und was kriegt man für die 2 Kiloeuro? Ziemlich genau 1 Kilo (!!) edelstes optisches Glas, eingefasst in Metall und Präzisionskunststoff, dazu eine ordentliche Streulichtblende und den typischen blauen Beutel im Wildlederlook. Dieses Objektiv ist tatsächlich bis an den Rand des Tubus mit Linsen gefüllt! Und da diese Linsen riesig sind, wirkt das Objektiv fett und untersetzt. Aber um äußere Schönheit geht’s hier nicht. Die 8-Lamellen-Blende ist offen zudem so gigantisch groß, dass man ohne Linsen glatt einen Tischtennisball durchwerfen könnte... Die Lamellen sind übrigens so geformt, dass sie im Bereich von f = 1,2 bis 4 eine kreisrunde Öffnung bilden. Dieses Objektiv ist wirklich konsequent auf Großes designt.

Action ist allerdings nicht seine Stärke, denn auch in der Mark II-Version arbeitet der Autofokus laaaangsaaaam. Man merkt auch an einem leichten Ruck, dass der Ultraschallmotor gewaltige Glasmassen verschieben muss. Trotzdem habe ich es geschafft, sogar spielende Kinder bei weit offener Blende scharf zu erwischen – mit Geduld und Warten auf den richtigen Moment. Dieses Objektiv zwingt vom Knipsen weg hin zur überlegten Fotografie, aber wer es sich anschafft, ist sowieso kein Knipser mehr.

Dafür fokussiert das 85/1,2 an der 5D III unglaublich präzise, wenn es ausreichend Zeit dafür hat. Mir gelang es sogar, kürzlich auf einer Party einen Spontanchor mit einem Dutzend Sänger auf etwa 8 m Distanz bei Offenblende so abzulichten, dass die Schärfeebene genau auf dem Auge eines Sängers lag, das ich mit dem Fokuspunkt anvisiert hatte. Wegen der papierdünnen Schärfeebene waren seine Mitsänger, die nur um in ein paar Zentimeter gestaffelt in der Tiefe des Raums standen, schon im Unschärfebereich. Angesichts der extrem geringen Schärfetiefe kann ich guten Gewissens sagen, dass es das am präzisesten fokussierende L-Objektiv in meiner Sammlung ist – an der 5 D III. Gewöhnungsbedürftig ist das manuelle Fokussieren, bei dem der Ring die bewegte Linsengruppe über den Ultraschallmotor „by wire“ ansteuert. Fühlt sich ziemlich indirekt an, wie die amerikanischen Servolenkungen aus den 70ern. Ich kannte das allerdings schon von meinem alten EF 500 mm f/4,5. Man kann sich dran gewöhnen.

Fazit: Das ist ein extremes Spezialobjektiv. Nur wer wirklich weiß, wofür es gedacht ist und es auch so einsetzen will, sollte dafür tief in die Tasche greifen. Für solche FotografInnen gilt aber: Vorsicht Suchtpotenzial! Und: NikonianerInnen dürfen uns Canonistas zu Recht um dieses einzigartige Objektiv beneiden.

Pro:
++ Extreme Lichtstärke
++ enormer gestalterischer Spielraum, extremes Freistellen möglich
++ Malen mit Licht: rauschhaft cremiges Bokeh bei geeigneten Motiven
++ auch bei Offenblende sehr guter Kontrast dank aufwendiger asphärischer Linsenelemente
++ top verarbeitet
+ chromatische Aberration und andere Linsenfehler können bei Offenblende deutlich sichtbar sein, Canon beherrscht sie aber technisch so gut, wie das bei so gewaltigen Linsen überhaupt möglich ist (siehe auch "Warnung")
+ speziell für EOS 5D III und 1D-X: unterstützt bei f <= 2,8 sämtliche Funktionen des neuen AF-Sensors, fokussiert extrem zuverlässig (sofern es genug Zeit hat)
+ Streulichtblende und blaues „Wildleder“-Säckchen L-typisch im Lieferumfang.

Warnung, neutral und kein contra, da das konstruktionsbedingt unvermeidbar ist:
o Wer damit bei ungünstigen Lichtverhältnissen, z. B. krassen Kontrasten, oder ungeeigneten Motiven fotografiert, wird die durch dickes Glas verursachten optische Abbildungsfehler deutlich sehen: Farbsäume besonders in den Bereichen außerhalb der Fokusebene, grüne Ringe um runde Spitzlichtflecken im Bokeh usw.

Contra:
- AF-Antrieb sehr langsam, auch bei der verbesserten Mark II-Version
- Bokeh kann je nach Hintergrund bei Offenblende auch sehr unruhig werden (kann man aber auch kreativ nutzen, flirrender Effekt)
- Nahgrenze von knapp 1 m nicht üppig, kann aber durch Zwischenringe verkürzt werden
- Focus-by-wire macht manuelles Fokussieren etwas indirekt
- sehr schwer
- sehr teuer für eine spezielle Festbrennweite
- mit 72 mm etwas ungewöhnlicher Filterdurchmesser, erfordert also ggf. weitere Investitionen.

Fußnote: An meiner 5 D III musste ich den Fokus dieses Objektivs nicht feinjustieren, es arbeitete von Anfang an absolut präzise mit der Kamera zusammen.
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am 31. August 2014
Vorweg: ich bin ambitionierter Hobbyfotograf und war in der glücklichen Lage, mir dieses Objektiv für 7 Tage auszuleihen und an meiner Canon EOS 6D auf Herz und Nieren zu testen.

Verarbeitung:

Dieses Objektiv ist ein Panzer. Sowohl vom Gewicht, als auch von der Verarbeitung her. Das Frontelement ist phänomenal - gute 7cm Glas. Wer dieses Objektiv in der Hand hält, der bemerkt bereits nach wenigen Sekunden das hochwertige, „L“-typische Feeling. Viel Metall, sehr solide Verarbeitung, jedoch KEIN Spritzwasserschutz (zumindest an meinem Modell, vmtl. noch Mark I). Canon liefert, wie zu jedem L-Objektiv, dankenswerter Weise eine kreisrunde Gegenlichtblende mit. Bei einem Kaufpreis von aktuell 1921€ zzgl. Versandkosten ist das auch durchaus angemessen. Die GeLi wird an das Objektiv „geklackt“ und sitzt zwar fest, lässt sich allerdings in alle erdenklichen Richtungen drehen. Mir persönlich gefällt das nicht, ist aber wohl Geschmackszache.

Bedienung:

Grundsätzlich kann man bei einer Festbrennweite nicht viel falsch machen. Es gibt den Fokusring und den AF/MF-Schalter. Beides lässt sich ohne Probleme bedienen, der Fokusring gleitet butterweich umher. Auf der Rückseite schließt das Glas fast eben mit dem EF-Bajonettanschluss ab, hier ist Vorsicht beim Anschrauben gesagt, um Kratzer zu vermeiden. Beim Fokussieren fährt der Tubus des Objektivs aus (ähnlich dem Canon EF 50mm f/1.4).

Bildqualität und Autofokus:

Wer dieses Objektiv sein eigen nennt, der kauft es sich im Wesentlichen aus einem einzigen Grund: der Offenblende von wahnsinnigen f/1.2 bei 85mm (und vielleicht aus Prestigegründen, wenn man 2000€ zuviel auf der Bank hat). Diese Art der Freistellung habe ich an keinem meiner anderen Objektive - u.a. dem Canon 85mm f/1.8 - auch nur annähernd hinbekommen. Das Bokeh ist absolut traumhaft, bei f/1.2 verschmilzt einfach alles und jeder zu einem Farbbrei.

Geht man bis zur Naheinstellgrenze an sein Motiv heran, kann man den extrem geringen Schärfentiefenbereich in Aktion sehen - während das Auge noch scharf ist, verschwimmt die Nase bereits leicht; die Haare gehen schon die die Unschärfe über. Diese extreme Unschärfe mag teilweise gewollt sein, teilweise kann sie aber höchst unpraktisch sein - und mit diesem Objektiv fotografiert wohl kaum jemand mit einer anderen Blende als f/1.2. Die Bilder sind bei Offenblende zwar eher von einem verträumten Schleier statt einer unbedingten Knackschärfe geprägt, aber dennoch ausreichend scharf, um in Kombination mit dem Bokeh beim Betrachter einen ordentlichen „Wow“-Effekt zu kreieren.

Der Autofokus ist der Knackpunkt dieses Objektivs - bevor dieser, gerade in lichtschwachen Situationen, sein Ziel gefunden hat, kann ich mir einen Kaffee aufbrühen. Das mag zum Teil die Schuld der 6D sein, zum größten Teil liegt es aber am Objektiv - immerhin müssen hier Unmengen von Glas bewegt werden. Sitzt der AF einmal, dann auch richtig. Für schnelle Neufokussierung oder actionreiche Tierfotografie mit AI-Servo ist der AF des Objektivs aber definitiv zu langsam. Für diesen Einsatzbereich wird sich aber wohl auch niemand das 85mm f/1.2 kaufen.

Fazit:

Mit diesem Objektiv ist es sehr schwer, keine schönen Bilder zu machen - die überragende Unschärfe bei Offenblende in Verbindung mit der hohen Brennweite ist die große Stärke dieses Objektivs, etwas vergleichbares bietet kein anderer Hersteller.

Ich bin äußerst froh, dass ich Erfahrungen mit diesem 85mm-Panzer sammeln durfte. Für (Hochzeits-)Portraits, bei denen das Motiv still hält, ist es wunderbar geeignet, aber ich leihe mir das Objektiv lieber aus, statt 2000€ für 3 Shootings im Jahr auszugeben. Für den privaten Gebrauch ist es mir insgesamt vieeeeeel zu teuer, der AF zu langsam, das Gewicht zu hoch - hier greife ich lieber auf mein 85mm f/1.8 von Canon zurück: leichter, wesentlich schnellerer AF, bessere Schärfe und immer noch sehr schönes Bokeh.

Wer unvergleichbar schöne Lichtmalerei zaubern, das Nikon-Lager neidisch machen und seinen Bildern diesen einzigartigen „dreamy“ Look geben möchte, und wer sich von hohem Gewicht und Preis nicht abschrecken lässt, dem sei das Canon EF 85mm f/1.2 wärmstens ans Herz gelegt. Wer mit dem Gedanken spielt, sich dieses Objektiv zu kaufen, der hat es für sich selbst wahrscheinlich schon gerechtfertigt - in diesem Fall ist das Objektiv jeden Cent wert.
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am 26. Oktober 2015
Es ist eigentlich schon alles geschrieben, was man schreiben kann. Ich kann für mich nur sagen, dass das Objektiv mit meiner 5D Mark III ein perfektes Duo bildet und so unbeschreiblich schöne Bilder daraus kommen, dass ich für meine Begeisterung kaum Wort finde. Man muss sich natürlich bewusst sein, dass es genau für schöne Porträts gemacht wurde und nicht für Sportaufnahmen oder Sternenhimmelfotografie etc. man sollte sich natürlich auch mal mit dem Thema Schärfentiefe auseinandersetzen. Auch im Studio bei Blende 8 oder 10 macht das Ding eine gute Figur und liefert knackscharfe Bilder. CAs habe ich vereinzelt hier und da mal wahrgenommen, es ist aber nichts was sich nicht korrigieren lässt. Von einem langsamen Autofokus kann man nicht sprechen. Da liest man viel Müll im Internet. Wenn mein Model immer in einem gewissen Abstand zu mir ist, dann ist der AF super schnell. Wenn ich natürlich ein Model positionier auf 10m und ein zweites auf 2m und immer abwechselnd die Models ablichte, naja.... Also mal ehrlich über was reden wir hier dann eigentlich. :-)
Man will die Linse nicht mehr runternehmen von der Kamera. Ich hatte vorher überlegt, ob ich die günstige Alternative mit f1.8 nehme. Ich bin der Meinung, wenn man wirklich was damit vor hat odr beruflich unterwegs ist, sollte man diese Investition nicht scheuen. Beim Bestellvorgang bekommt man vielleicht noch schwitzige Hände, allerdings denkt man kein Stück danach mehr über den Preis nach, denn wie gesagt, das Ding ist einzigartig, wenn man auf cremige Bilder steht und weiss was man da tut.
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am 27. September 2015
Eigentlich soll man als Fotograf seine Geheimnisse nicht verraten...aber mit dieser Linse gelingen außergewöhnliche und dermaßen schön freigestellte Bilder. Lange war das 70-200 2,8 mein Favorit für Portraits...aber mittlerweile lieb ich den einmaligen Look des 85er nichtzuletzt bei schlechtem Wetter...2016 erscheint der Nachfolger...wenn dann der Autofokus noch schneller scharf stellt und die Aberrationen minimiert werden...gibt es für Portraits und People-Fotografie echt nix besseres...die einzige Frage wird nur sein, was das Neue wohl kosten wird...da die neu aufgelegten L-Linsen meist signifikant teurer waren. Das derzeitige Cash-Back macht es dann aber leichter, in die alte Technik zu investieren...vorerst ;)
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am 31. März 2010
Als ehemaliger Nikonfotograf habe ich Canon Nuntzer um bestimmte Linsen beneidet - eines davon ist das 85L. Da ich hauptsächlich Menschen und Citiyscapes fotografiere war unter anderem diese Linse ein Grund mir einen EOS Body zu besorgen. Ich benutze das 85L an einer 1DsMkIII. Ich selber habe die Mk I Version dieses Obejktives und die Rezension bezieht sich auch auf diese Version. Da aber sehr viele Details bei den beiden Versionen gleich geblieben sind denke ich das es trotzdem hilfreich sein dürfte.

Der Lieferumfang ist L typisch vollständig: Objektiv, die beiden Deckel, die GeLi und einen Beutel. Der Beutel ist ein wenig ungenügend für so ein teures Teil, kommt aber bei mir eh nicht zum Einsatz. Die Linse wiegt ca. 1 kg und wenn man von vorne durch schaut weis man das das meiste davon auch Glas ist. An meiner MkIII finde ich das Gewicht nicht störend, die Balance ist hervorragend. Die GeLi ist relativ groß dafür wirksam und rastet am Fokusring ein. Der AF ist sehr langsam, dafür präzise - er muss eine Menge Glas bewegen da sich das Frontlinsenassembly komplett bewegt. Das bedeutet das die Linse bei MFD ein Stückchen länger wird - mitdrehen tut sich da allerdings Nichts, Polfilter könnten also ohne Probleme genutzt werden. Bei der Mk II Version soll sich die AF Geschwindigkeit um den Faktor 1,6 erhöht haben - es ist damit aber immer noch eines der am langsamsten fokussierenden Linsen im Canon Sortiment. Ich persönlich habe damit allerdings keine Probleme - spielende Kinder sind aber im Allgemeinen wohl schon zu schnell....

Eine Eigenart dieser Linse (und ebenfalls eine des 50/1.0L)ist das manuelles Fokussieren per wire erfolgt - d.h. die Linse fokussiert mit dem AF Motor, der Fokusring steuert das nur und es gibt keine mechanische Verbindung. Dadurch dreht sich der Fokusring sehr leicht, die Kamera muss jedoch eingeschaltet sein um manuell fokussieren zu können und man merkt das die Bewegung der Linse immer etwas der Drehbewegung am Fokusring hinterher hinkt. Es funktioniert - aber es gibt angenehmeres manuelles Fokussieren. Auch muss man die Kamera einschalten um die Linse wieder in den kürzesten Zustand zu bringen - ärgerlich wenn man das vergisst und die Tasche so eng ist das die Kam-Linsenkombi nur im Kurzen Zustand rein passt. ;) Die Linse (MkI und MkII) besitzen einen Floatingmechanismus welcher Fokusshifts durch Abblenden bei kurzer Aufnahmedistanz verhindert. Ein wenig Übung erfordert der Umgang mit dem Glas schon - der Bereich der Schärfe ist bei 85 mm und f 1.2 je nach Abstand schon sehr gering.

Die Abbildungsleistung ist schon offen hervorragend - deutlich besser als mein 50/1.2L und 50/1.0L offen. Leichtes Abblenden erhöht die Bildqualität nochmals. Das Bokeh ist offen hervorragend - ein Traum, kann aber durch den hohen Korrekturgrad der Konstruktion im abgeblendeten Zustand bei manchen Hintergründen auch mal unschön werden. Die Linse besitzt ein Asphärisches Element. Das ist insbesondere bei Nacht- und AL Aufnahmen sehr gut da punktförmige Lichtquellen auch punktförmig bleiben und nicht durch Coma-Fehler in Schwalbenform verzogen werden. Weder eine übermäsige Neigung zum Vignettieren (wenn offen auch natürlich vorhanden - aber für meine Anwendung nicht störend) noch eine übermäsige Gegenlichtempfindlichkeit sind mir aufgefallen. Die MkII Version hat eine verbesserte Vergütung was die Gegenlichtempfindlichkeit sicher nochmals verringert. CAs kann ich nicht beurteilen da sie bei den Aufnahmensituationen in denen ich meistens Fotografiere nicht vorkommen werden.

In Summe: ich bin der Meinung das dies ein Spezialist (nicht nur - aber vor allem) für Menschen ist - ein Traumobjektiv für mich! Trotz des hohen Gewichts, Größe und Preis 5 Sterne von mir.
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am 10. August 2015
Nun habe ich das 85 1,2 seit genau einem Jahr im Gebrauch und bin über den Kauf mehr als zufrieden. Einziges Manko mag das Gewicht sein und das ich es nur an meiner Vollformat ohne Qualitätseinbußen verwenden kann, denn an meiner Cropkamera (550D) löst das Objektiv nicht so scharf auf. Da ich dies nun aber weiß, habe ich für die Crop immer noch mein vorheriges 85 1.8 als Alternative. Ich habe viele Objektive von Canon und jedes hat für sich besondere Eigenschaften und Verwendungen. Das 85 1.2 liegt mir besonders gut bei nahen Portraitaufnahmen - insbesondere bei Available Light Situationen. Die Farben, Kontraste und besonders das Bokeh sind hier besonders schön zu erkennen und von einer besonderen Qualität. Die Schärfe ist phänomenal - wobei ich weiß, dass es hiezu viele andere Meinungen gibt aber ich habe scheinbar mit der Linse besonderes Glück gehabt. Bei Offenblende muss man für gute Ergebnisse allerdings auch wirklich exakt arbeiten, da geringste (Fotografen)Fehler sofort das Ergebnis schmälern.
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am 3. Oktober 2012
Das Objektiv ist das Portraitobjektiv schlechthin. Traumhaftes Bokeh, solid gebaut und lichtstark ohne Ende.
Selbst bei Offenblende scharf bis in den Randbereich.

Bezüglich des Gewichtes verstehe ich die negativen Aussagen nicht, als ob ein paar hundert Gramm ein solchen Unterschied ausmachen würden.
Einzig negativ ist der Preis, aber wer hochwertiges Glas haben mag, kommt nunmal um diese Investion nicht herum.

Der einzig kleine Makel ist der Autofokus. Das Objektiv wird nie an die Geschwindigkeit eines 70-200L II herankommen, aber mit dieser Linse jagt man auch keine Promis oder versucht Vögel im Flug abzulichten. In der Regel hat man genug Zeit um das Objekt der Begierde vor der Linse exakt zu fokussieren, so dass das in meinen Augen dieser Makel eher zu vernachlässigen ist.

Definitive Kaufempfehlung :)
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am 8. September 2015
Ich habe das Objektiv für Portraits und Hochzeiten gekauft. Verarbeitung des Objektivs ist wirklich auf bestem Niveau. Das Objektiv ist schon bei Offen-Blende optimal zu gebrauchen, wenn man sich der geringen Tiefenschärfe bewusst ist. Wird das Objektiv etwas abgeblendet 1.8 bis 2.2 ist es einfach der Traum. Schärfe, Kontrast... laufen zu Höchstformen auf.
In Kombination mit der Canon 5D Mark 3 ist es einfach mein Immer drauf für die Hochzeitsfotografie geworden. Zwar ist die Kombination nicht gerade ein Leichtgewicht... allerdings ist die Qualität der Bilder es Wert die Schlepperei in kauf zu nehmen.
Beim Objektiv-Wechsle muss man etwas mehr aufpassen als bei anderen Linsen, da die hintere Linse plan mit dem Bajonett abschließt. Dies Stellt allerdings kein großes Problem dar.
Der Autofokus des Objektivs ist zwar etwas zäh, wenn von unendlich bis zur max. Naheinstellung gefahren wird kann doch eine bis zwei Sekunden ins Land gehen, wobei dies für den Einsatzzweck in Ordnung geht. Ist das Objekt, auf das fokussiert wird, immer ähnlich weit entfernt, kann auch eine bewegte Szene gut eingefangen werden, hier ist auf die geringe Tiefenschärfe zu achten.

Fazit: Der Preis ist zwar hoch, aber man bekommt jede Menge gutes Glas und ein Objektiv, dass für Portrait- und Hochzeit-Fotografen kaum wegzudenken ist, wenn man es mal auf der Kamera hatte.
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