find Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More TDZ HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Shop Kindle AmazonMusicUnlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longss17

Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
65
3,9 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:11,29 €+ 3,00 € Versandkosten


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 10. Januar 2015
A History of Violence (Ein Werdegang der Gewalt) stammt aus dem Jahr 2005 und stammt ursprünglich von einer Grafic Novelle. Der Film erhielt einen ganzen Haufen an verschiedenen Nominierungen und Auszeichnungen.

Weil hier bei den Rezensionen die „geschnittene“ Version kritisiert wurde, was ich verstehen kann, ich bevorzuge auch lieber Uncut-Versionen, so sind die Unterschiede doch recht erträglich, da der Film auf der deutschen Blu-ray nicht Zeit mässig geschnitten, sondern nur ein paar Szenenbilder gemildert wurden. Dennoch, der Film ist nicht geschnitten (Zeit mässig durch fehlende Szenen), noch ist nur die DVD-Fassung die Extendend Cut-Fassung, denn das ist die BR-D auch. Wir müssen hier von einer zensierten Fassung auf der dt. Blu-ray sprechen.

Die deutsche Blu-ray-Fassung (US-Rated) hat zwei kleine Änderungen gegenüber der deutschen DVD-Fassung (internationale Fassung):

In der 53. Minute ist ein Typ mit einer zertrümmerten Nase am Fußboden. Auf der DVD-Fassung (die internationale Fassung) spritzt mehr Blut aus der Wunde. In der R-Rated-Fassung und somit auch auf der deutschen Blu-ray-Fassung wurde die Blutung reduziert. Allerdings muss man da schon sehr genau und rasch hingucken um den Unterschied festzustellen, dass ein paar Blutspritzer auf der Stirn fehlen.

In der 81. Minute tritt Joey dem Ganoven auf die Kehle. Auch hier wurde das Blut gegenüber der unzensierten Fassung um den Mundbereich reduziert. Der Ton des brechenden Genicks wurde auch abgemildert. Dies ist auch alles bei Schnittberichte.com abzulesen.

Bei beiden oben beschriebenen Szenen gibt es jedoch keinen Zeitunterschied oder sonstige Szenenkürzungen und man müsste schon per Zeitraffer sich die Unterschiede bemerkbar reinziehen. Für was die Abmilderung nun gut war, bleibt dahingestellt. Angeblich wurde aus Kostengründen zur US-Fassung zurückgegriffen und gerade diese hat diese Szenenänderungen. Die englische BR-Fassung hingegen soll unzensiert sein. Aber es sind wohl Szenenänderungen mit denen man leben könnte, wenn man die Blu-ray-Disk haben will.

Qualität der Blu-ray:

Laufzeit: 96 Minuten.

Bildqualität (1080p HD 16:9, 1,85.1) ist gegenüber der DVD ebenso gut, scharf und ohne Grieseln.
Tonqualität (Deutsch in Dolby Digital; Englisch in 5.1 DTS-HD Master Audio). Die dt. Tonspur ist gut, die englische ist jedoch wieder mal die qualitative bessere Alternative.
22 Kommentare| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 15. September 2014
Seit seinem Megaerfolg mit dem Schocker "Die Fliege" war David Cronenberg nie mehr so kommerziell wie hier in seinem 2005 entstandenen "A History of Violence", der von der Grundidee her sehr stark an den großen Noir Klassiker "Out of the Past" erinnert. Denn in beiden Fällen geht es um einen Mann, der beschlosssen hat, in einer fremden Stadt ganz neu anzufangen und alles Vergangene hinter sich zu lassen.

Tom Stall (Viggo Mortensen) führt in dem Städtchen Millbrook, Indiana ein zufriedenes Leben mit seiner Frau Edie (Maria Belo), einer Rechtsanwältin. Sie haben mit Jack (Asthon Holmes) und der kleinen Sarah (Heidi Hayes) zwei Kinder. Tom führt ein Imbiss in der Kleinstadt und ist überall beliebt. Lediglich Sohn Jack hat in der Highschool einige Probleme, da er von seinem Mitschüler Bobby (Kyle Schmid) gemobbt und gedisst wird. Es ist ein Tag wie jeder andere, aber in der Nähe treiben sich zwei Killer (Stephen McHattie und Greg Bryk) herum, die in einem Motel eine blutige Spur des Todes hinterlassen haben und mal kurz Rast machen im Imbiss des 3246 Seelen-Ortes. Als Tom sie darauf hinweist, dass der Imbiss bereits geschlossen hat und ihre Bestellung erst nicht entgegennimmt, bestehen die zwei Männer auf Kaffee und Kuchen. Tom versucht die Situation zu entschärfen und rät seiner Kellnerin, vorzeitig nach Hause zu gehen. Daraufhin bedrohen die Verbrecher die Kellnerin und ziehen eine Pistole. Tom handelt. In Notwehr schlägt er einem der Männer die gefüllten Kaffeekanne ins Gesicht, kommt so an dessen Pistole und erschießt beide, wird aber im Kampf noch am Fuß verletzt. Nun hat die Stadt einen Helden, er wird zur lokalen Berühmtheit und man berichtet über ihn in den Medien. Aber das Hoch dauert nicht lange an, denn bald taucht ein gewisser Tom Fogarty (Ed Harris) mit seinen Gefolgsleuten auf. Fogarty ist felsenfest davon überzeugt, dass Tom Stall in einem früheren Leben "Joey Cusack" war und den sucht er schon seit langem. Nur mit Nachdruck verlassen die Gangster die Stadt, doch sie kommen wieder. Eine Spirale der Gewalt öffnet sich...

Das Filmdrama mit Thrillerelementen basiert auf der gleichnamigen Graphic Novel von John Wagner und Vince Locke. Der Film hat einen starken Tarantino Touch und die amerikansiche Provinz ist hier ein Ort mit zwei Seiten. Neben der Idylle gibt es immer auch einen Abgrund der bestialischen Gewalt, die unter der Oberfläche brodelt. Der Beginn läuft auch in furiosen Bildern ab, wenn die beiden übermüdeten Killer ihr Zimmer in einem Motel verlassen. Sie wollen weiterfahren, aber sie brauchen noch Wasser. Also schickt der Ältere den Jüngeren noch einmal hinein, vorbei an der Rezeption, wo der Zuschauer das Blutbad erblickt, dass die beiden angerichtet haben. Ein klienes Mädchen, dass sich versteckt hat, macht die Tür auf. Erst da bekommt die Szenere mit den beiden Toten auf dem Boden die Aufmerksamkeit des Killers geschenkt, der dann sofort - ohne zu zögern - auf die letzte Augenzeugin den Revolver richtet und abdrückt. In diesem Moment gibts den Filmschnitt, der ein schreies Mädchen im Bett zeigt, dass von einem Alptraum wach wurde. Es ist die kleine Sarah Stall, die davon wach wird und wenig später durch ihren Papa in einen echten Alptraum hineingezogen wird.

Der Einbruch der Gewalt wirkt drastisch. Ein Mann, der seine unentdeckte Vergangenheit jahrelang mit sich herumschleppt und sich ein letztes Mal den Dämonen seiner Geschichte stellen mss. Fast schon ein klassisches Westernthema. Sehr gut ist die Dynamik innerhalb der Famlie dargestellt. Die Famile muss sich ihren Abgründen stellen. Und Tom macht sich auf seine letzte Reise in die Vergangenheit auf, dort wartet sein Bruder, von William Hurt gespielt, der seinen jüngeren Bruder abgrundtief hasst.

Der Film erhielt jeweils 2 Oscarnominierungen (Bestes Drehbuch, bester Nebendarsteller William Hurt) und 2 Golden Globe Nominierungen (Maria Bello, Bester Film).
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. November 2014
Der Film ist keineswegs harmlos, er wurde jedoch interessant inszeniert, lässt die Dramatik und die Gewalt gar eine tiefgründige Geschichte erzählen und ist klassischerweise mit das letzte auch auf VHS veröffentlichte Werk.
Jede ausschweifende Handlung der Übertreibung, jede handgreifliche Grenzüberschreitung, steht in diesem Film in einem psychologisch komplexen Kontext, "A history of violence" will begriffen und studiert werden, weiß somit in seiner Brutalität zwar grob zu wirken, verfügt aber über bemerkenswerte Tiefe!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. März 2015
Ein Film, den man immer wieder anschauen möchte. Ein Klassiker über Transformation und Natur eines Menschen. Leider etwas in Vergessenheit geraten.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. April 2010
Tom Stall (Viggo Mortensen) lebt zusammen mit seiner Frau Edie (Maria Bello) und ihren beiden Kindern still und zurückgezogen in einer kleinen Stadt im Mittleren Westen. Als Tom eines Tages einen Überfall in seinem Restaurant vereitelt, wird er zum Medienhelden hochstilisiert. Daraufhin bekommt er Besuch von zwei Mafiosi (William Hurt und Ed Harris), die behaupten Tom zu kennen und mit ihm früher Geschäfte gemacht zu haben...

"A History of Violence" von David Cronenberg ist ein eindringlicher und stellenweise sehr brutaler Film, den man sicherlich nicht so schnell vergisst. Kein Wunder, setzt Cronenberg doch von Anfang an auf ein realistisches, konventionelles Szenario, dass auf keine Konsequenzen außer Acht lässt. Dabei profitiert der Film vom grandiosen Spiel seines Hauptdarstellers Viggo Mortensen.

Das charakteristische Stilmittel in "A History of Violence" ist dabei Gewalt. Cronenberg gelingt es, diese sehr drastisch und hart darzustellen, wobei diese in keiner Sekunde verherrlicht wird, sondern nur als ein Mittel zum Zweck suggeriert wird. So entwickelt sich der Film zu einem eindringlichen Thriller und einer interessanten Charakterstudie, die den Zuschauer in jeder Sekunde am Geschehen teilhaben lässt und dabei seine Figuren nur ebenso tief beleuchtet wie es gerade notwendig ist. Wobei die sehr gute Besetzung natürlich einen wichtigen Beitrag dazu leistet. Sensationell! - 5 Sterne.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 27. Mai 2013
So schade es ist, aber die deutsche BluRay enthält leider nur die US-R-Rated-Fassung und nicht die internationale Extended-Fassung wie auf der bereits seit Jahren erhältlichen FSK 18 DVD. Bei der R-Rated wurden Geräusche und Blut entfernt, so dass der Film Brutalität und auch Intensität einbüßt. Gerade bei "A History Of Violence" ist doch die abrupt auftauchende und somit auf DVD explizitere Gewalt gewollt und sorgt für den richtigen Thrill und "Zusammenzucken"...selbst wenn es nur 2 kurze Szenen (Nase ins Hirn treiben, Kehlentritt) sind, bei denen nicht mal ein Laufzeitunterschied zwischen R-Rated und Unzensiert besteht.
Wer die DVD besitzt und jetzt auf BluRay wechseln wollte (so wie ich), sollte mal in das Special der DVD reinschauen, in dem es um die Unterschiede zwischen R-Rated und Internationaler Fassung geht. Ich habe meine Bestellung rückgängig gemacht und kann deshalb hier natürlich nichts zu Ton und Bild der deutschen BluRay sagen. Ich wollte nur interessierte Käufer und Fans des Films auf die zensierte Fassung hinweisen. Weitere Infos bietet auch die Internetseite von "schnittberichte". Der Film selbst und die Story sind dann ja trotzdem erste Klasse und meiner Meinung nach 4-5 Sterne wert. Wie gesagt gibt es allerdings Zuschauer, welche solch eine Zensierung stört und für diese ist meine "Rezension" gedacht.
Die englische BluRay bietet die unzensierte Version allerdings ohne deutschen Ton.
0Kommentar| 44 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Februar 2016
Dieser Film ist ein guter Thriller für zwischendurch. Der Film hat einen guten Spannungsaufbau. Die Hintegrundmusik ist düster und bahnbrechend. Man wird tief in den Film hineinversetzt. Man fühlt mit, man wird ein Teil des Filmes. Der Film bietet viel Spannung und gute Aktion. Man wird im Film hinters Licht geführt. Spannender Film mit guter Aktion. Der Film könnte etwas besser sein. Den Film fehlt das gewisse etwas, wo ich sagen kann das der Film mich schockierend, etwas das mich fertig macht. Ein guter, spannender, temporeicher Film für zwischendurch.

FSK: Die FSK 18 ist für mich nicht ganz nachzuvollziehen. Der Film weißt zwar einige brutale Szenen auf, aber die sind jetzt nicht wirklich nicht furchtbar erschreckend noch abstoßend. Wenn man diesen Film mit anderen Filme und Serien vergleicht fällt dieser deutlich harmloser aus. Also 16 jährige können diesen Film auf jeden Fall sehen.

Beispiele:

- Django Unchained

- Lawless die Gesetzlosen

- 300

- City of God

- Game of Thrones (auf jeden Fall ab 18)

und so weiter und so fort.
11 Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Februar 2016
Diesen Film finde ich Gut, leider habe ich ihn nicht in HD sehen können. Da würde ich mir den nochmal anschauen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Februar 2007
David Cronenberg ist bekannt für seine surrealen und verstörenden Verfilmungen ("Spider", "Die Fliege", "Crash", "eXistenZ"). In dem dialog- und handlungsverlaufsorientierten Geniestreich "A History of Violence" paart sich eine erstklassige Kameraführung und Schnitttechnik mit darstellerischen Höchstleistungen, partiell überaus heftigen Gewaltszenen und einem nahezu perfekten und sehr spannenden Drehbuch. Einzige Kritik: Die Synchronisation könnte etwas besser sein, ist aber akzeptabel. Fazit: Ein intelligenter, vielschichtiger und tiefgründiger Thriller auf hohem inhaltlichen und visuellen Niveau. Action-Puristen könnten sich auf Grund der zeitweise eher behaglichen Erzählgeschwindigkeit des Films hin und wieder langweilen. Dennoch: In der FSK-18-Version für Sammler und Genre-Fans unumgänglich!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Juli 2009
Mit "A History of Violence" gelang dem kanadischen Kultregisseur David Cronenberg ein vielschichtiges Meisterwerk, das die Allgegenwärtigkeit von Gewalt in unserer Gesellschaft beleuchtet. Dabei schlägt er einen neuen Weg ein, inszeniert an der Oberfläche einen deutlich kommerzieller wirkenden Film als seine vorangegangenen Werke. Doch der Schein trügt, denn Cronenbergs Gewaltballade ist ein enorm facettenreiches Werk, unter dessen scheinbar schlichter Oberfläche eine große Themenvielfalt schlummert.

Die Geschichte von Tom Stall (Viggo Mortensen), einem glücklich verheiraten, zweifachen Mustervater und Ehemann beginnt ganz friedlich in einer typischen verschlafenen amerikanischen Kleinstadt. Er ist ein angesehener, bescheidener Mann und besitzt einen hübschen Diner, der eines Tages von zwei Soziopathen (Greg Bryk & Stephen McHattie) überfallen wird. Im Angesicht der tödlichen Bedrohung explodiert Tom und tötet zur Selbstverteidigung die beiden Angreifer, wofür er in der Stadt als Held und Retter gefeiert wird. Kurze Zeit später tauchen ein paar in schwarzen Anzügen gekleidete Gangster auf, die Tom für einen Mann namens Joey Cusck halten, einen ehemaligen Mafia-Killer aus Philadelphia. Fogarty (Ed Harris), einer der Gangster, behauptet, dass sie früher zusammengearbeitet haben, bis er ihn schwer im Gesicht verletzt hat. Fortan werden Tom und seine Familie ununterbrochen von den mysteriösen Mafiosis belästigt, woraufhin noch mehr gewalttätige Auseinandersetzungen folgen und Toms Vergangenheit ans Licht kommt.

Die trügerische Stille und Friedlichkeit des Anfangs (abgesehen von der Eröffnungsszene) lässt den Zuschauer zunächst in falscher Sicherheit, bis es zu einer beispiellosen Eruption der Gewalt kommt, bei der einem der Atem stockt. Hier kommt dann Cronenbergs distinktiver Stil zum Vorschein, die Gewalt ist schmutzig und abstoßend, kurz sogar regelrecht makaber.

Er zeigt eine Welt, in die sich jederzeit unbemerkt Gewalt einschleichen kann und dadurch das Leben der Beteiligten für immer verändert. Er lässt die Fassade einer ganz normalen Bilderbuch-Familie wegbröckeln und zeigt, wie uns die Taten unserer Vergangenheit immer wieder einholen. Wie Gewalt uns und unsere Mitmenschen verändern kann, wird hier faszinierend und schockierend dargestellt.

Durch die Gewalttat seines Vaters ändert sich auch das Leben von Jack Stall, der in der Schule gemobbt wird. Während er anfangs noch schüchtern ist und geschickt mit Worten kontert, wird auch er später gewalttätig.

Cronenberg nutzt die comicartigen Stereotypen, um seine Aussage stärker zu akzentuieren. Da wäre
- die typische amerikanische Kleinstadt
- der "amerikanische Held", der durch Gewaltausübung andere rettet und
dafür in den Medien gefeiert wird
- die amerikanische Bilderbuchfamilie
- die typischen Gangster in schwarzen Anzügen und im schwarzen Cadillac
- der ausgeübte "Amerikanische Traum".

Dadurch mag "A History of Violence" oberflächlich wie ein simpler Thriller mit simplem Plot und Motiv wirken, doch in Cronenbergs Händen entsteht eines der vielschichtigsten amerikanische Meisterwerke der letzten Jahre. Mehrfaches Ansehen macht dies nur deutlicher und die Geschichte enthält immer mehr Interpretationsmöglichkeiten.
Die Meisterklasse des Films besteht u.a. darin, dass einem die Themen jedoch nicht aufgezwungen werden.

Wie Mortensen die zwei Seiten seiner Persönlichkeit spielt, ist eine darstellerische Meisterleistung. Er trägt den Film und fasziniert in einer nuancierten Rolle. Er wird unterstützt von dem brillianten Ed Harris, der als unheimlicher Gangster Fogarty eine regelrecht brodelnde Präsenz aufbaut. Maria Bello erschafft ebenfalls eine tolle Performance, sie ist eine liebende Ehefrau, die jedoch eine ungewöhnlich starke, emotionale Persönlichkeit aufweist und sehr dreidimensional wirkt.

Doch ein großes Highlight erscheint erst am Ende des Films: William Hurts faszinierender Auftritt als Richie Cusack, der soziopathische, extrem fiese Bruder von Tom/Joey. Es ist bemerkenswert, wie es diesem Schauspieler gelingt, mit einem fünfminütigen Auftritt einen solch bleibenden Eindruck zu erzeugen. Seine Gestik und Mimik, die Art, wie er spricht, alles ist so präzise ausgeführt und kalkuliert, dass man die Augen nicht von ihm nehmen kann. Sein boshafter, perverser Humor sorgt zudem für gewisse Lacher und zusätzliche Bedrohlichkeit.

Die dialoglose Schlussszene, die nur von Howard Shores grandioser Musik untermalt wird, ist ein weiteres Beispiel für großartiges Filmemachen und lässt diesen genialen, mutigen Film auf einer ambivalenten Note enden.
33 Kommentare| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

7,49 €
5,97 €
6,97 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken