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am 24. April 2006
Wilhelm Backhaus wurde Zeit seines Leben von vielen Kritikern als "zu nüchtern" geschmäht. Wer jemals den Live-Mitschnitt des 4. Klavierkonzertes von Beethoven unter der Leitung von Knappertsbusch gesehen hat, weis wie berührend das Spiel dieses außergewöhnlichen Pianisten in seiner Ernsthaftigkeit seien kann. Diese Qualitäten finden sich auch in dieser Gesamtaufnahme der Sonaten wieder. Backhaus greift kraftvoll in die Tasten ohne jede "Kraftmeierei". Man könnte seinen Interpretationsstil als "kraftvoll männlich" bezeichnen. Effekthascherei ist diesem Interpreten fremd. Er nähert sich Beethoven mit großem Ernst ohne dabei ins Buchstabieren zu verfallen. Diese Aufnahme wird immer ein Meilenstein der Interpretationsgeschichte bleiben.
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am 28. August 2011
Mit sicherer Hand führt uns W. Backhaus durch den musikalischen Kosmos der Beethovenschen Klaviersonaten.
Schnelles und Lautes spielt er dabei machtvoll ohne schroff zu sein, leise Sätze zeigt er uns zart und in sich ruhend, aber ohne kitschig zu werden.
Die tief empfundene und nachhaltige Interpretation zwingt uns geradezu ihm Zeile für Zeile, Takt für Takt durch die Stücke zu folgen.
Und trotzdem bleibt der größere Zusammenhang dabei immer präsent.
Backhaus ist aus meiner Sicht ein Meister darin, Spannungsbögen minutenlang aufrechtzuerhalten. So gestaltet er auch manchen sperrigen und aufs erste unzugänglichen Satz kurzweilig und manchmal geradezu atemberaubend spannend.
In jeder Phase eines Stücks hat man den Eindruck, dass er genau weiß, worauf er am Ende hinaus will.
Seine Spielweise würde ich dabei als erzählend, anschaulich und bildhaft beschreiben.
Technisch sind die Aufnahmen aus den Jahren 1952 bis 1969 (Backhaus war dabei zwischen 68 und 85 Jahre alt) kristallklar und zum größten Teil rauschfrei.
Insgesamt ein absolutes Highlight in meiner Sammlung.
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am 8. Februar 2011
Der Kosmos der 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens ist schier unermesslich, unbeschreiblich. Er enthält einige der berührendsten und intimsten Kostbarkeiten des Wiener Klassikers. So nimmt es nicht wunder, dass es bis heute eine verzehrende Aufgabe ist, alle Sonaten homogen und integer einzuspielen. Der deutsche Pianist Wilhelm Backhaus (1884-1969) zeichnete am Ende seines Lebens, bereits hochbetagt, alle 32 Kleinodien auf und schaffte damit eine bis heute moderne, dynamische und packende Gesamtdarstellung, die ihren Platz nicht weit hinter solch berühmten Einspielungen wie denen Wilhelm Kempffs oder Claudio Arraus hat. Dafür dass die Aufnahmen in 50er und 60er Jahren entstanden sind, ist die Tonqualität hervorragend. Freilich kommt sie nicht ohne ein gewisses Bandrauschen aus, doch das Decca Label hat beim Remastering ganze Arbeit geleistet. Leider aber sind die einzelnen CDs in anonymen, billigen Papierumschlägen verstaut, die der ansonsten gelungenen Produktgestaltung in keiner Weise gerecht werden.

Der Schwung, der Elan, der frische Esprit, der Backhaus' Deutung auszeichnet, offenbart sich besonders stark ausgeprägt in den frühen Sonaten. Es ist sein kräftiger, zupackender Anschlag, der das radikal Neue an Beethovens Sonaten im Vergleich zu denen seiner Vorgänger präzise offenlegt. Kräftige Tempowechsel, harsche Kontraste in der Lautstärke und die differenzierte Farbgebung in den modulatorischen Passagen machen Backhaus' Interpretationen lebendig, erfrischend und ansprechend ungewöhnlich. Man höre sich nur an, mit wie viel Liebe zum Detail und zarter Anschlagkultur er die langsamen Sätze darbietet, um sie in krassen Kontrast zu den vorhergehenden raschen Kopfsätzen zu stellen. Auch wenn mir persönlich das Grave der "Pathétique" nicht nachdenklich genug ist, so muss man Backhaus doch zu Gute halten, dass er die Sonaten schlicht und authentisch spielt.
Die mittleren, teils hochvirtuosen Sonaten werden dem Greisen niemals zum Verhängnis. Dezente Akzente, feine Abstufungen und die vollkommene Transparenz des Vortrags machen auch die Sonaten ohne pseudoprogrammatischen Beinamen zu einem wahren Erlebnis. Man höre sich nur die wunderbar herausgearbeiteten Stimmungswechsel in der Es Dur Sonate op. 27,1 an: Packender wird man dieses vernachlässigte Stück wohl selten gehört haben. Aber auch die Sonaten opp. 78, 79 und 81a werden unter Backhaus' Händen zu einem selten erlebten Spektakel.
Bei seiner Interpretation der späten Sonaten gibt der Pianist interessanterweise etwas nach, was das Tempo betrifft, gerade so, als versenke er sich innig in diese wahrlich göttlichen Klangkosmen. Was dabei herauskommt, ist nirgends weniger gelungen als in den Sonaten vorher: Sein Credo lautet auf ästhetisch philosophische Durchdringung durch und durch. Technisch brillant meistert er jede Hürde und kann sich so - zutiefst menschlich - in die großen langsamen Sätze verlieren. Das Adagio der "Hammerklaviersonate", die Arietta von op. 111, der letzte Satz von op. 110 - all das spielt er nicht wie ein Pianist, sondern - um mit den Worten Jean Sibelius' zu sprechen - wie ein Mensch.

Fazit: Eine hoch individuelle Einspielung, die sicherlich nicht jedermanns Geschmack ist, aber dennoch ihre absolute Größe wird behaupten können.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. Juli 2016
>> Einleitung
Der Zyklus der 32 Klaviersonaten von Beethoven mit dem Pianisten Wilhelm Backhaus gehört unangefochten zu den Klassikern der Schallplattengeschichte. Es sind Aufnahmen, die man immer wieder gerne hört, die auch heute noch packen und faszinieren.
Diese Besprechung versucht die Merkmale und Besonderheiten dieser Interpretationen zu beschreiben und stellt die vorliegende Ausgabe in der Decca-Reihe "Original Masters" vor.

>> Gesamtaufnahme statt Ruhestand
Als im Jahr 1958 der Startschuss für eine stereofone Gesamtaufnahme der Sonaten fiel, war der Interpret längst im Rentenalter und im achten Lebensjahrzehnt angekommen. Das Unternehmen wurde letztlich unter Zuhilfenahme einer Monoaufnahme aus dem Jahr 1952 vollendet: Die Hammerklaviersonate konnte Backhaus nicht mehr in Stereofonie aufnehmen.

Erstaunlicherweise verfügte der Pianist auch im hohen Alter noch über beachtliche manuelle Fähigkeiten. Nur selten hört ihn mit unangenehmem Laufwerk kämpfen, oder das rechte Pedal zu Vertuschungszwecken einsetzen. Interessanterweise ist der subjektive Eindruck aber ein ganz anderer: Backhaus überstrahlt mit unerschütterlicher Gewissheit alle technischen Unzulänglichkeiten, seine musikalischen Aussagen sind in diesen Beethoven-Aufnahmen - kleineren technischen Unsicherheiten zum Trotz - immer kraftvoll und präzise formuliert.

>> Die Interpretationen
Nach der Lektüre einer kurzen Backhaus-Biografie und beim Anblick des grimmigen Pianisten-Konterfeis auf dem Box-Cover kann es passieren, dass die Erwartungen an diese Beethovenaufnahmen vollständig fehlgeleitet werden. Denn Backhaus spielt weder grimmig, noch in irgendeiner Form "typisch deutsch", also humorlos, sachlich oder gar pathetisch. Es scheint sogar, als würde Backhaus, der doch einst Hitler bewunderte und sich für dessen Kulturpolitik einsetzte, jeden Hauch von Pathos großräumig umspielen.

Das führt bisweilen zu irritierenden Interpretationen: Den dramatischen Namenssonaten "Pathetique", "Appassionata", "Sturm", aber auch der Kopfsatz von op.111 und teilweise "Waldstein" gesteht Backhaus lediglich ein absolutes Mindestmaß an Kraft, Wucht und Erhabenheit zu. Nicht zu wenig, aber fast.

Auf der anderen Seite entdeckt man in Backhaus' Spiel Eigenheiten, die das Klischee sicher nicht als "deutsch" bezeichnen würde: Empfindsamkeit, Fröhlichkeit und Leichtigkeit betont der Pianist in den frühen Sonaten, aufrichtiges Mitgefühl fühlt man in den langsamen (aber häufig recht zügig genommenen) Sätzen. Erfrischend köstlich ist die unterhaltsame Interpretation der "Jagdsonate" op. 31/3. Besonders erwähnt sei auch die erstaunlicherweise jugendlich frische Version der Sonate op.2/3, die Backhaus nur drei Monate vor seinem Tod aufnahm, im Alter von - wohlgemerkt - 85 Jahren!

Das Alter des Pianisten, es sei nochmals erwähnt, trübt den Genuss dieser Gesamtaufnahme so gut wie gar nicht. Denn nur ganz selten beeinträchtigen die (wenigen) fingertechnischen Ungenauigkeiten die musikalische Aussage. Und um diesen Satz gleich ins rechte Licht zu rücken: Die meisten Gesamtaufnahmen der letzten Jahrzehnte sind zwar auf nahezu null Fehler bereinigt, berühren den Hörer aber selten in dem hohen Grad, wie es Backhaus mit seinen Aufnahmen gelingt.
Sicherlich klingt der berühmte Kopfsatz von op. 27/2 nicht wie ein romantisches Liebesversprechen bei Mondenschein, aber das war schließlich auch überhaupt nicht von Beethoven intendiert. Wer aber selige Romantik in der sogenannten "Mondscheinsonate" erwartet und düster-zornige Dramatik in der "Pathetique" voraussetzt, dem mag Backhaus' Version tatsächlich sachlich finden, oder - wie Jeremy Siepmann im Bookletheft schreibt - als die "vielgerühmte Einfachheit" der Backhaus-Aufnahmen erkennen.

Vielleicht trifft es die Sache besser, wenn man bemerkt, wie wohldosiert Backhaus gestaltet. Es fällt wirklich nicht schwer dem Pianisten zu folgen, wenn er das "Neue Testament" des Klaviers durchschreitet. Ohne, dass Backhaus donnert, brilliert oder sich sonst auf eine Weise in den Vordergrund spielt, sind seine Versionen doch packend und mit großer Übersicht gestaltet.

Es sind nicht die großen Gesten, sondern die Ausgewogenheit der Mittel, die diese Aufnahmen so wertvoll machen. Diese Mittel gehen auch teilweise über das hinaus, was heute schlicht verpönt ist: Hinzugefügte Bass-Oktaven, Temposchwankungen, nicht nur zu Beginn einzelner Sätze (etwa in op.14/1 oder in der Arietta von op.111). Geschenkt! Denn wie für "legale" Gestaltungsmittel gilt auch hier die Verhältnismäßigkeit, und die stellt Backhaus stets her. So sind Temposchwankungen im präludierenden ersten Teil von op. 109 außerordentlich sinnstiftend. Und gerade in den späten Sonaten ist die Verhältnismäßigkeit der Mittel ein zentrales Thema. Denn diesen, allen Irdischem entsagenden, ins Jenseits weisenden Spätwerken tut Backhaus unmittelbare und grundehrliche Herangehensweise außerordentlich gut. Nur im Variationssatz von op. 111 schießt Backhaus über das Ziel hinaus, macht aus dem Adagio ein eiliges Andante. Vielleicht ist das aber auch nur ein weiterer Versuch, alles Dramatische und Verklärende zu umgehen.

>> Klang
Ein Grundrauschen ist in allen Aufnahmen mehr oder wenig deutlich zu vernehmen, wobei allein die bereits Anfang der 1950er Jahre aufgenommene Hammerklavier-Sonate ein ausgesprochen "historisches" Klangbild hat.
Der Flügel ist in den meisten Aufnahmen sehr direkt abgenommen, so direkt, dass das Instrument beinahe wie ein E-Piano klingt (besonders op. 4 und op. 79), mit sehr kleinem Anteil Raumklang. Das hat natürlich den Nachteil, dass sich der Klang des Flügels kaum entfalten kann und farblich wie dynamisch relativ matt bleibt.

>> Verpackung und Booklet
Die 8 CD-Box ist in Deccas "Original Masters"- Serie erschienen. Obwohl die äußere Optik nicht gerade ansprechend geraten ist, verbirgt sich in der Verpackung immerhin ein Booklet mit einem schlauen und aufschlussreichen Aufsatz von Jeremy Siepmann.

>> Fazit
Sowohl die Bestrebungen der Nachkriegszeit nach einer neuen Sachlichkeit als auch die persönliche Biografie des Pianisten haben diese Gesamtaufnahme der 32 Klaviersonaten Beethovens deutlich geprägt. Aber auch ohne diesen Kontext in Betracht zu ziehen, erlebt der Hörer hier eine besonders faszinierende und zeitlose Art des Musizierens. Empfehlenswert, auch für Einsteiger in die Beethovensche Sonatenwelt!
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am 4. Januar 2017
wilhelm backhaus ist auch im hohen alter den sonaten manuell gewachsen. tolle, im besten sinne einfache interpretationen der werke. trotz analytischem zugang ist eine grosse zuneigung zu den werken zu hören.
neben serkin(leider keine geamtaufnahme) und gulda die komplett anders sind einer meiner lieblingszyklen, auf die ich immer wieder zurückkomme.
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am 15. Dezember 2006
Beim ersten Hören klangen mir einige Sonaten ungewohnt. Dies hat sich bis heute erhalten. Aber dennoch steht bei mir diese Gesamtaufnahme der 32 Klaviersonaten von Beethoven dort, wo die Gesamtaufnahme von Wilhelm Kempff aus den 50zigern steht: ganz oben. Ich denke, dass Wilhelm Backhaus die Sonaten lebendig spielt und den Zug in op. 57 und op.13 reinbringt, den ich etwas bei Wilhelm Kempff vermisse. Auch gefällt mir, dass durch das ungewohnte Hörerlebnis mir Wilhelm Backhaus Dinge in den Sonaten gezeigt hat, welche mir sonst verborgen geblieben werden. Und deshalb ist es gut, dass ich diese Gesamtaufnahme in meinem Schrank stehen habe.
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am 12. November 2013
Eine vielleicht nüchterne Interpretation der Sonaten aber deswegen nicht ohne Gefühl. Wenn man mit kleinen Abstrichen bei der Aufnahmequalität leben kann überzeugt Backhaus mit einer unglaublichen Technik und viel Gefühl - aber eben verhalten, dezent und gerade deswegen besonders schön. Meines Erachtens ist seine Einspielung von "Mondschein" & "Pathetique" bisjetzt unerreicht!
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am 3. September 2013
Wilhelm Backhaus hat sich im Dritten Reich nicht rühmlich aufgeführt, aber seine Interpretation der Beethoven-Sonaten bleibt immer noch der Maßstab aller Dinge. Eine tolle Sammlung, die ich nur empfehlen kann.
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am 19. Juli 2015
eine von wenigen herausragenden Interpretationen
der Beethoven Sonaten.
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