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Kundenrezensionen

4,9 von 5 Sternen
49
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am 2. März 2017
Für mich ist dies das beste Album, das Neil Diamond nach 2000 veröffentlicht hat. Die Version mit den 2 Bonus Songs ist besonders empfehlenswert wegen der Zusammenarbeit mit Brian Wilson beim Song "Delirious Love"!
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am 5. Januar 2006
Mit seinem neuen, sehr empfehlenswerten Album "12 Songs" ist Neil Diamond zu seinen Wurzeln als Songwriter zurückgekehrt. In den 40 Jahren seiner erfolgreichen Musikerkarriere hat er in allen möglichen Stilrichtungen brilliert, in theatralischen "Hymnen" mit großem Orchester, Gospel songs, Filmmusik, afrikanischer Musik, Evergreens, sogar Weihnachtsliedern. Angefangen hat er jedoch als Songwriter mit ruhigen, nachdenklichen Texten über das Leben und die Liebe und seiner Gitarre - was seine so wohlklingende Stimme erst so richtig zum Ausdruck brachte und bringt.
Auch Diamonds neues Album "12 Songs" besticht durch minimale Instrumentierung. Man könnte es fast "unplugged" nennen. Neben der Gitarre kann man sich an seinem Gesang und seiner wie immer stilsicheren Interpretation erfreuen. Schon der erste Song "Oh Mary", eine gefühlvolle Ballade, berührt in ihrer ganzen schönen Schlichtheit. "Hell Yeah" ist lebhafter und ebenfalls sehr eingängig, ohne dass man es sich schnell leid hört. Auch bei "Save me a saturday night" horcht man gleich beim ersten Hören auf. Es gibt keinen Song auf dem Album, den man missen möchte.
Neil Diamond hatte wohl Zweifel, als ihn sein Produzent Rick Rubin von dieser Art Musik überzeugen wollte. Er muss sie nicht haben - sein neues Album ist hervorragend. Gut arrangierte Musik, nachdenkliche Texte und eine voluminöse Stimme - nicht nur seine Fans werden dieses neue Album mit Freude hören! Deshalb vergebe ich 5 Sterne!
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am 10. April 2006
Gebt dem Mann eine Gitarre in die Hand und lasst ihn einfach singen. Kein Swing-Getöse, wie's jetzt jeder macht, kein großes Orchester mit tausend Geigen - einfach nur die pure, unverwechselbare Stimme.
Eine eindringliche, intensive Stimmung, manchmal mit einem leisen, weisen Augenzwinkern versehen, das sich in der Musik wiederfindet, herzzerreißend, berührend.
Ich habe N.D. schon zu meinen Teenie-Zeiten gehört und war ziemlich bitter enttäuscht, als er vor ein paar Jahren hier in Köln live zu sehen war - müde und sichtlich vom Ruhm vergangener Tage zehrend... Diese wundervolle CD versöhnt mich wieder.
Die Zahl derer, die sich hier positiv äußern, ist ja fast schon "Legion", aber ich hatte einfach das Bedürfnis, meiner Freude darüber Ausdruck zu verleihen, dass hier große Musik rüberkommt von einem großartigen Musiker, den man fast schon vergessen geglaubt hatte.
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am 7. März 2010
Neil Diamond! Da war doch was. Ach ja, das war die Zeit, als Cracklyn Rosie, Song Sung Blue und die Möwe Jonathan durch alle Lautsprecherboxen flogen. Diamond war einer der ganz Großen im amerikanischen Musikbuiseness, und nicht nur dort. Auch in Europa gingen Diamonds Alben weg wie geschnitten Brot. Den fanden sogar meine Eltern gut. Irgendwann wurde es jedoch still um den Mann aus Brooklyn.
Im Jahr 2006 passierte dann etwas, was Diamond wieder zurück ins Licht der Musiköffentlichkeit zerrte. Rick Rubin, das geniale Enfant terrible der amerikanischen Musikproduzenten schnappte sich Diamond und verpasste ihm auf dem Album -12 Songs- ein völlig neues Image.

Pur, simpel, ganz tief in den Wurzeln des Singer-Songwritings verankert, ließ Rubin Diamond 14 grandiose Musikstücke aufnehmen. Wäre da nicht die unverwechselbare Stimme Neil Diamonds, aufgrund der Musik würde man kaum erahnen können, wer da am Mikro steht. Das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Rubin und Diamond ist ein wirklicher Hochkaräter. Musik, in ihrer ureigensten Form. Einfach, schlicht und unwiderstehlich. Beim Anhören wird uns klar: Mehr braucht es nicht, als einen Sänger, seine Stimme und eine Gitarre. Vielleicht noch eine gute Geschichte, die es zu Singen gibt. Und auch daran hapert es auf -12 Songs- nicht.

Anspieltipps: -Oh Mary- der Song braucht nur ein wenig Gitarrengeklimper und Diamonds tiefste Bluesstimme um perfekt zu funktionieren. Bei -Captain of a shipwreck- passt einfach alles. Der Text, die Melodie und die Instrumentierung. Ein wunderbares Stück. -Deliorious love- ist mit, und ohne, den Beach Boy Wilson eine gut gelungene Coverversion. -Face me- ist in all seiner Tragik und Gefühlstiefe eines meiner Lieblingsstücke auf -12 Songs-. Zum Schluss empfehle ich noch -Save me a saturday night-, das textlich vielleicht am ehesten einem frühen Diamond-Song nahe kommt, aber irgendwie doch völlig aus dessem ehemaligen Konzept gerissen ist. Der Rest des Albums fällt in keinem Lied ab.

Neil Diamond hat mit -12 Songs- eine Menge gewagt und alles gewonnen. Manchmal braucht es seltsame Allianzen, um ein starkes Ergebnis zu produzieren. Diamond und Rubin sind schon zwei Edelsteine für sich. Zusammen ergeben sie jedoch einen musikalischen Schatz der besonderen Güte. Absolut empfehlenswert!
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HALL OF FAMEam 23. März 2006
Rick Rubin holt den großartigen Songwriter Neil Diamond aus dem Abseits. Nachdem Rubin schon anderen Künstlern wie den Red Hot Chili Peppers und insbesondere Johnny Cash einen neuen Sound verpasste, der perfekt die Stärken hervor hebt, gelingt ihm das auch bei Neil Diamond.
Reduzierte Songs mit viel akustischer Gitarre („Captain Of A Shipwreck" oder das beeindruckende „What`s It Gonna Be"), die der sonoren Stimme Diamonds viel Raum gibt. Die Songs sind nicht so plakativ, dass sie beim ersten Hören voll zu genießen wären. Vielmehr wächst dieses Album mit jedem Einsatz weiter und weiter. Zwischendurch kommt mal ein schöner Shuffle oder es wird eine leiernde Kirchenorgel eingebaut („Man Of God").
Mit am gelungensten ist das Duett mit Brian Wilson („Delirious Love"), bei dem auch die typischen Beach Boys Vokalharmonien zum Einsatz kommen. Und die Songs sind durchweg erste Sahne. So ein Album haben wir uns bei dieser Zusammenarbeit im Vorfeld nur erhofft.
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am 18. November 2006
Der Kalauer drängt sich förmlich auf: Ein Rubin bringt den Diamanten zu neuem Glanz... aber lassen wir das. "12 Songs" hat das nicht nötig.
Neil Diamond zeigt auf seine alten Tage und unter tatkräftiger Mithilfe von Rick Rubin, welches Potential er als Sänger und Songwriter immer hatte, und dass sein Potential allzu oft unter allzu pastösem Hintergrundorchester begraben wurde. Und Rick Rubin beweist, dass seine Zusammenarbeit mit Johnny Cash keine Eintagsfliege war, sondern dass er tatsächlich ein Händchen dafür hat, die feinen Nuancen auch bekannt geglaubter Musiker zutage zu fördern... Auch wenn der Name "Rick Rubin" sofort Erinnerungen weckt an Cashs Jahrhundertalben, so sollte man Neil Diamonds genialen Wurf nicht mit ihnen vergleichen. Nicht nur, weil man mit Jahrhundertalben nicht vergleichen darf, sondern auch, weil "12 Songs" ein ganz eigenständiges, überzeugendes Album geworden ist.

Auf "12 Songs" klingt Neil Diamond endlich so, wie er klingen sollte, und endlich zeigt er, was in seiner Musik so alles drinsteckt. Er ist eben nicht der Schmalzdackel, als der er oft belächelt wurde. Welches Potential seine Songs haben, dürfte dieses Album jedem beweisen, der es sich angehört hat.

"12 Songs" ist insgesamt ein eher ruhiges, homogenes Album. Das bedeutet aber keineswegs, dass es ein eintöniges Album geworden wäre -- im Gegenteil! Daran erkennt man doch den Könner, dass er keine spektakulären Effekte benötigt. Und Neil Diamond braucht wahrlich keine Effekthascherei und betreibt auch keine. Sein neues Album lebt von seiner unverwechselbaren Samtstimme, von überzeugenden Songs und perfektem, aufs Wesentliche reduziertem Arrangement. Nach einem noch relativ zurückhaltenden Anfang steigert sich das Album von Song zu Song -- was aber nicht heißen soll, dass es schwach begänne. Im Gegenteil: Das einleitende "one, two, three" zeigt, wo's langgeht.

"Oh Mary" ist ein perfekter, stimmungsvoller Einstieg für ein gediegenes, stimmungsvolles Album. Hier stimmt einfach alles, und das Ergebnis ist ein fast schon hymnisches Liebeslied. Nur einer Zeile kann man nicht zustimmen: "too old to pretend" ist Neil Diamond garantiert nicht, und zum Glück macht er ja auch weiter, mit insgesamt 14 (!) Songs...
Diamonds Samtstimme ist immer noch einzigartig, und sein Volumen und Intonationssicherheit bestechen vielleicht noch mehr als früher -- jetzt, wo auch Diamond nicht mehr mit ungebrochenem Strahlemann-Tenor singt. Die Stimme hat Patina angesetzt, und die Patina steht ihr. Die Arrangements wiederum sind maßgeschneidert und bleiben bescheiden im Hintergrund, obwohl (oder gerade weil) sie meisterhaft gespielt sind.

Und, wie gesagt: "12 Songs" ist alles andere als eintönig, auch wenn es in sich geschlossen ist. Sanfte, starke Balladen wie "Oh Mary", "Hell Yeah" oder "Save Me at Saturday Night" bilden die erstklassige Grundlage; sie werden ergänzt durch die nicht immer sanfte Dynamik z.B. von "Evermore": ein edler Song, der am ehesten von allen an den "alten" Neil Diamond erinnert, etwa an den von "Beautiful Noise" oder "Red Red Wine". Überhaupt: Mehrere Tracks klingen ein wenig nach "Beautiful Noise", aber unplugged diesmal. Ihr Nachteil ist das bestimmt nicht... "Delirious Love" z.B. ist so ein Fall: Der Song ist nicht nur schön, das waren Diamonds Songs (fast) immer, sondern nun kommt ein richtiger Drive dazu, sowie eine meisterhafte Slide-Guitar-Einlage, und nicht alle Ecken und Kanten wurden zuvor akribisch glattgeschmirgelt. Wenn ich meinen Lieblings-Song auf diesem Album nennen sollte, so käme "Delirious Love" in die allerengste Wahl.
Den Songs steht ihr neues Outfit: Diamond präsentiert sich mehr als einmal als Sänger mal rauher, mal melodischer Folkballaden -- neben "Delirious Love" ist vor allem seine Solo-Version von "I'm On to You" vom Feinsten. Neil Diamond als "cool man": Wer hätte das gedacht?!
Abe auch die Begleitmusiker haben es in sich; besser hätte man Gesang und Musik nicht aufeinander abstimmen können: Zum Beispiel "Evermore" und "What's It Gonna Be" mit Billy Prestons kongenialer Piano-Begleitung, die Diamonds eindringlichen, mitunter fast düsteren Gesang noch unterstreicht, oder diese minimalistischen Gitarrenriffs und Piano-Läufe, die "Man of God" und "I'm On to You" mit einem herrlichen Rhythm'n Blues-Einschlag untermalen, oder auch das ähnlich starke "We".
Etwas schwächer sind lediglich "Create Me" und "Face Me" -- für derlei Gospel-Nummern hat nunmal Altmeister Johnny Cash die Latte allzu hoch gehängt. Allerdings: Diese beiden Songs sind wirklich nur "etwas schwächer" -- gut sind sie allemal, und nicht nur das, sie sind sogar gut genug für dieses Album...
Den Abschluss von "12 Songs" bildet ein Duett von Diamond und Brian Wilson, "Delirious Love" zum zweiten -- wenn's nicht auf der Hülle stehen würde, würde man's nicht glauben, denn en passant wurde auch Brian Wilson gründlich abgestaubt. Ob da vielleicht auch ein neues Album...?

Neil Diamond verabschiedet sich von orchestralem Bombast und kehrt zurück zu seinen Songwriter-Wurzeln. Dass er hörbar kein Jungspund mehr ist, veredelt seine Songs nur. Das Wort "altersweise" im Zusammenhang mit "12 Songs" habe ich schon mehrmals gelesen, und ich muss zugeben: Es trifft zu.
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TOP 1000 REZENSENTam 29. September 2009
Die CD schließt fast nahtlos an Neil Diamonds frühere Erfolge an: Wunderschöne Songs, die zurückhaltend und hierdurch kitschfrei arrangiert sind, und das alles mit dieser großartigen, jetzt aber gereifteren und hierdurch noch stärker abgedunkelten Stimme. Von der Intensität her erinnert sie mich in mancher Hinsicht an Bruce Springsteens Meisterwerk The Ghost of Tom Joad. Sehr zu empfehlen, auch für den Dauerkonsum.
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am 16. Februar 2006
Ein wahres Kunstwerk ist jenes, bei dem nichts, aber auch nichts mehr weggelassen werden kann, wenn alles genau an dem Platz ist, der sein fühlbar naturgegebener ist. Dass Rick Rubin ein Meister in der Kunst der Reduzierung auf das Wesentliche, das Eigentliche, das Echte ist, hat er mit den 4 American Recordings von Cash (die die grandiose Rückkehr des Mannes in Schwarz zementierten) ebenso deutlich gezeigt wie mit Donovans Sutras-Album. Und jetzt: Neil Diamond. Man kann zu dem Mann stehen, wie man will, seine immer wieder auf bemerkenswerte einfach-eingängige Melodien fussenden Hymnen haben dem Mann schon mehrfach die Rente gesichert, egal ob in der eigenen Interpretation oder als Hit für andere (von I’m A Believer über He Ain’t Heavy bis Solitary Man). Die sporadischen Studio-Veröffentlichungen der jüngeren vergangenheit aber hatten den Beigeschmack der Beliebigkeit, Alben eines Mannes, der sich nichts mehr beweisen muss, und es gar nicht erst versucht. Mittelmäßige, inspirationsarme Kopien seiner selbst.
Auftritt: Rick Rubin. Es folgen Tage des gemeinsamen Musikhörens, des Neu-Entdeckens der eigene Stärken (und Schwächen), des Wiederfindens der Edelsteine in Jahrzehnten der Musikgeschichte, der wiedererwachte Hunger nach tief empfundener Musik. Diamond schließt sich ein, schreibt und schreibt, vergisst die Welt, immer wieder angespornt durch Rick, der ihm dennoch alle Freiheiten lässt. Als sich die Essenz des Schaffens in den Songs herauskristallisiert, lädt Rubin eine Handvoll Musiker ins Studio, die diese in Diamonds und seinem Sinne fühlen und entstehen lassen können: Mike Campbell, Smokey Hormel, Benmont Tench, Larry Knechtel, Billy Preston. Und gemeinsam verleihen sie den Songs dieses meisterlich handgewirkte Kleid, das auch in vollmundig-klingenden Momenten nie seine Durchsichtigkeit, seine Greifbarkeit, seine Klarheit verliert. Im Mittelpunkt stehen die einfachen Akkorde der akustischen Gitarre, ihnen zur Seite das majestätisch agierende Klavier, eine sich immer im rechten Moment einschleichende Hammond, eine Orgel verleiht sakrale Atmosphäre, Glockenspiel und E-Piano rufen mir die Glanzzeiten des 60’s Pop ins Gedächtnis, ein Streichquartett wärmt das Herz, ein machtvolles Orchester reißt es schließlich himmelwärts. Im Mittelpunkt aber steht der Song und diese Stimme, für die das Adjektiv sonor erfunden wurde. Und derart zeitlose, große Melodien, dass ich mich frage, wo diese die Jahrzehnte über geschlummert haben mögen, um erst jetzt in geballter, konzentrierter Form auf 12 Songs Gestalt anzunehmen, vom zutiefst berührenden Oh Mary über die mitreißende Größe von Evermore, den verspielten Swing von I’m On To You, der schwebende Gospel-Beiklang von Man Of God bis hin zum aufrichtenden Optimismus von Delirious Love. Von letzterem gibt es in der 2-Track-Bonusabteilung der deutschen Version der CD noch eine Fassung, die Brian Wilson mit Hilfe von himmlischen Harmonie-Gesängen und Händeklatschen in einen Diamond-meets-Beach Boys-Klassiker verwandelt.
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am 8. Januar 2006
Als ich in einem Internet-Forum eine Hörprobe machte, dachte ich, da spielt eine Alt-Herren-Combo am Lagerfeuer und trällert ein wenig Lieder zur Gitarre. Der Vollständigkeit halber wollte ich nach 30 Jahren ND-Fan-Zugehörigkeit auch aber auf dieses Album nicht verzichten und ich habe es gekauft. Dann aber: Whow! Rick Rubin scheint eine Art musikalischer Psychiater zu sein, der das aus den Musikern rausholt, was sie wirklich sind. Selten war Neil Diamond so gut. Er erinnert an frühe Werke aus Uni-Zeiten. Überhaupt waren schon früher die leisen und bedächtigen Songs die richtig guten. Stücke aus der "zweiten Reihe" der großen Alben haben mich immer schon sehr berührt. Ich nenne beispielsweise "Yes, i will" oder "The Gift of Song" von "Serenade" oder das megastarkte "Home is a woundet heard" aus dem Album "Beautiful Noise". "12 Songs" bietet nun wieder eine breite Palette intensiver und gradliniger Stücke. Nein, Neil Diamond hat in den letzten Alben keine schlechte Ware abgeliefert (vor allem nicht bei dem durchaus geklückten Country-Versuch "Tennessy Moon"). Aber dies hier ist noch einmal eine völlig andere Dimension. Außerdem: Die zunächst augenscheinlich zurückhaltenden Arrangements haben viel mehr Tiefe, als man beim ersten Durchhören vermuten lässt. Man sollte sich einfach Zeit nehmen. Ruhe, Kopfhörer überstülpen - und man ist begeistert von den hervorragend ineinanderfließenden Gitarren-Arragements. "12 Songs" verlangt eben Zuhören. Vielleicht haben Diamond und Rubin nun noch einen Funken entfacht: Nämlich den, dass die in der Regel positiv gestimmte (immer noch beachtliche) Fan-Gemeinde nun endlich einmal einer Meinung ist mit der öffentlichen Kritik. Denn auch die sollte langsam erkennen, dass Neil Diamond nicht nur der Schnulzen-Onkel ist, sondern einer der ganz großen Künstler der letzten Jahrzehnte. Vielleicht resultiert aus diesem Umdenken auch einmal eine andere Dramaturgie bei den Live-Konzerten. Wie wäre es mit einem kurzen Medley der alten "Gassenhauer" und einem Schwerpunkt bei den vielen richtig guten ND-Songs. Das wäre wirklich mal was neues. Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben (auch nicht die, dass ND bald noch mal in good old Germany auftritt...).
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am 10. März 2006
Ich höre 12 Songs jetzt schon seit 2 Wochen in meinem Frisörsalon in Stuttgart und Neil Diamond hat wirklich nichts von seiner unvergleichlichen Stimme verloren. Obwohl schon 65 Jahre wirkt er jung. Am Anfang war ich fast entäuscht da seine Weltsongs noch in meinen Kinderohren klingen und diese CD anders ist. Sie ist pur, authentisch, eigen und wird mit der Zeit immer besser. Unbedingt ein Zeichen für Qualtiät. Ich mag sie. Viele Grüße Oliver Gerbert
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