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am 24. November 2009
Irrer Film. Ich glaube, dass ist der beste Film, den ich kenne. Die Geschichte ist so verrückt, dass man es kaum glauben kann, stimmt jedoch im Kern. Alle Schauspieler spielen diese irrealen Szenen unwahrscheinlich gut. Der Film ist von Anfang an eine packende Mischung aus einer Vielzahl von Emotionen für und gegen die Akteure, wie ich es besser noch nie gesehen habe.
Kurz zum Inhalt: An einem heißen Sommertag wollen 3 junge Männer eine Bank überfallen. Einem der Drei gehen bereits vor Beginn der Aktion die Nerven durch und er flieht aus der Bank, muss aber dem Chef der Bande die Autoschlüssel für die spätere Flucht da lassen und soll also mit der Bahn fahren. Komisch und tragisch zugleich und symptomatisch für den Rest des Films. Der Überfall misslingt und entgleitet mit Geiselnahme und versuchter Flucht via Flugzeug. Es stellt sich heraus, dass der Chef der Bande Geld braucht, um seinem schwulen Freund bzw. Ehemann eine Geschlechtsumwandlung zu spendieren. Seine Ehefrau lebt mit den 2 Kindern dabei von Sozialhilfe.

Der eigentliche Hit sind die schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten, der perfekte Filmschnitt und die Intensität, mit der Al Pacino und Kollegen dieses Drama spielen. Der gnadenlose Dilletantismus, die Verdorbenheit und die Abgründe menschlichen Verhaltens, die hier in Szene gesetzt werden, wecken Abscheu, Faszination und widerum fast schon Beschützerinstinkte. Die Jungs tun einem doch irgendwie leid, weil sie es nicht besser können. Eines der Higlights ist die Diskussion, wohin man gemeinsam fliehen wolle (Algerien). Tottraurig und dennoch zum Lachen.
Nochmal: mehr als sehenswert!
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Ein heißer Sommertag in New York. Kurz vor Geschäftsschluss betreten drei bewaffnete Männer eine Bankfiliale in Brooklyn und verlieren gleich zu Beginn des Überfalls die Kontrolle über die Situation, die einen der Räuber nervlich überfordert. Mit Einverständnis des Anführers Sonny (Al Pacino) verlässt er die Bank. Sonny und der stoische Sal (John Cazale) erbeuten aus dem Tresor ganze 1000 Dollar. Als Sonny eine Liste mit Kennungen verbrennt, erregt die Rauchentwicklung Aufmerksamkeit in der Umgebung. Die Polizei riegelt mit einem Großaufgebot den kompletten Straßenabschnitt ab ...

Sidney Lumet (1924-2011) inszenierte 1975 mit dem auf tatsächlichen Ereignissen im August 1972 beruhenden Film eines der wichtigsten Werke des amerikanischen Kinos der 1970-er Jahre, das an mancherlei Tabus rührte. Der bis in die kleineren Rollen glänzende gespielte Film beeindruckt noch heute durch seine dokumentarische Atmosphäre - durchaus dem vergleichsweise geringen Budget von 1,8 Millionen US-Dollar zuzuschreiben.

Die Blu-ray von WARNER zeigt den Film in überwiegend guter Bildqualität, die eine leichte Verbesserung zur 2006 nach einem restaurierten Master veröffentlichten DVD darstellt und dennoch kaum HD-Niveau erreicht. Die in DD 1.0 vorliegende deutsche Tonspur mit häufig auftretendem Hintergrundrauschen ist das entscheidende Problem dieser Veröffentlichung. Mit etwas mehr Sorgfalt wären sicher Verbesserungen möglich gewesen. Allerdings ist es zu begrüßen, dass WARNER nicht zum völlig untauglichen Mittel Neusynchronisation gegriffen hat. Neben dem englischen Original (DTS-HD MA 1.0) sind zahlreiche weitere Sprachen sowie alle gängigen Untertitel (u.a. Deutsch und Englisch für HG) vorhanden. Die Extras wurden komplett von der DVD-Special-Edition übernommen: Vierteilige Dokumentation (2006, 58 min, einzeln aufzurufen), Dokumentation "Sidney Lumet, Filmemacher" (1975, 10 min, am Rande der Dreharbeiten entstanden), Kinotrailer - alle mit optionalen deutschen Untertiteln. Der Audiokommentar mit Regisseur Sidney Lumet über die gesamte Filmlänge ist nicht untertitelbar.

Die Bewertung (der Film erhielte selbstverständlich 5 Sterne) fällt etwas schwer. Wer die seit einiger Zeit nicht mehr im Handel befindliche DVD besitzt, kann von einem Update sicher absehen. Ansonsten wird wohl kaum eine bessere Version erscheinen.
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am 19. Februar 2006
Das Warten hat endlich ein Ende! Nach Jahren hat sich Warner Bros. dazu aufgerafft, diesen Klassiker auf den deutschen DVD-Markt zu bringen! Auf der 1. DVD befindet sich der Hauptfilm zwar mit original deutscher Synchro, aber leider ist diese qualitativ sehr minderwertig; die "S"-Laute sind viel zu scharf und in ruhigen Passagen rauscht es ohne Ende. Dafür gibt es knallhart einen Stern Abzug. Schade! Das Bild ist hervorragend, und auch der Original-Ton. Zusätzlich kann man alternativ auf den Audio-Kommentar von Sidney Lumet umschalten.
Auf der 2. DVD befindet sich ein 57 Min. "Making Of", das zwar aus vier Teilen besteht, aber zum Glück hat man die Wahl, alle - ohne ein Menü-Wechsel - hintereinander abspielen zu können. Im "Making Of" (aus dem Jahr 2005) kommen alle wichtigen Beteiligten zu Wort: Sidney Lumet, Al Pacino, Chris Sarandon, Charles Durning, Dede Allen, Lance Henriksen u.v.m.
Als weiters Special befindet sich auf der 2.DVD eine 10 Min. Doku über den "Regisseur Sidney Lumet". Dieser Film wurde während der Dreharbeiten zu "Hundstage" aufgenommen, und zeigt hauptsächlich die Arbeitsweise von Lumet. Beide Specials besitzen nur eine engl. Tonspur, aber zum Glück mit (wahlweise) deutschem Untertitel.
Wie auch andere "Special Editions" besitzt diese DVD kein Booklet, was ich ein wenig schade finde.
Trotz des schlechten deutschen Tons kann ich die DVD nur jedem empfehlen.
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am 7. Juli 2004
INHALT:
Die beiden Amateurgangster Sonny (Al Pacino) und Sal (John Cazale) überfallen zusammen mit einem Komplizen kurz vor Schalterschluss eine Bank, in der sich neben dem Leiter nur noch weibliche Angestellte befinden. Ihr Komplize verliert jedoch die Nerven und verlässt den Ort des Geschehens schnell wieder. Nachdem sich herrausstellt, dass im Tresor der Bank nur sehr wenig Geld liegt, begeht vor allem Sonny einige verhängnisvolle Fehler:
So verbrennt er in der Bank Papiere. Der Rauch dringt nach draußen. Die daraufhin alamierte Polizei nimmt über Telefon Kontakt zu dem, mit der Situation völlig überfordeten, Sonny auf. Dieser droht mit Erschießung seiner Geiseln (ohne es aber ernst zu meinen).
Derweil versammelt sich vor dem Bankgebäude nicht nur ein Großaufgebot von Polizisten, sondern auch eine große Menge von Schaulustigen und Reporter. Gerade für Letztere ist der missglückte Bankraub, die Geiselnahme und Sonnys tragisches Privatleben ein gefundenes Fressen.
Die Situation spitzt sich immer mehr zu und der Zuschauer weiss, nach Beendigung des Geiseldramas werden Sonny und Sal, die das Geld für eine Geschlechtsumwandlung von Sonnys Freund Leon beschaffen wollten, entweder tot sein oder für sehr lange Zeit ins Gefängnis gehen müssen...
MEINE MEINUNG:
"Hundstage" basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich im Jahre 1972 in New York erreignete. Der Film wurde für mehrere Oscars nominiert, u.a. in der Kategorie "Bester Film". Auch Al Pacino erhielt eine Nominierung. Zu Recht, denn ihm gelingt völlig es mühelos, Sonnys innere Zerrissenheit (er ist zwar ein verheirater Familienvater, in Wahrheit aber homosexuell), seine Verzweiflung und seine Angst vor dem, was auf ihn zukommt, intensiv rüberzubringen.
Chris Saradon, der den transsexuellen Leon spielt, wurde als "Bester Nebendarsteller" nominiert. Meiner Meinung nach, agiert er weit weniger überzeugend, als der brilliante John Cazale.
Die restlichen Schauspieler sind sehr gut ausgewählt.
Letztendlich erhielt dieses Meisterwerk nur in der Drehbuch-Kategorie den Oscar.
FAZIT:
"Hundstage" ist ein erschüttender, sehr aufwühlender Film, der als Charakterstudie, Medienkritik und Thriller perfekt funktioniert.
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Brooklyn 1972: Drei Männer wollen eine Bank überfallen, einen verlässt die Courage schon zu Beginn und er steigt aus, den anderen beiden wird auch einiges misslingen. Aus einem "kleinen Spaziergang" wird ein für alle zermürbendes Geiseldrama im Belagerungszustand, wobei ein irrer Massen- und Medienhype das Ganze noch zusätzlich verkompliziert. Dabei wollte der Anführer, der trotz Frau und Kindern in zweiter Ehe zeitglich mit einem Mann verheiratet ist, diesem nur aus der Beute die Geschlechtsumwandlung finanzieren…

Klingt schräg? Ist aber genau so passiert! Regisseur Sidney Lumet hat sich sehr genau überlegt, wie man das umsetzt, und er mischt wunderbar Elemente des Dokumentarischen mit solchen des klassischen erzählenden und eben "dramatisierenden" Dramas. Letzteres triumphiert, Ersteres schleicht sich eher unaufdringlich-unterschwellig ein, auch wenn uns Schriftzüge daran erinnern, dass dies eine wahre Geschichte ist: Lange Zeit Alltagsbilder von Brooklyn in der brütenden Hitze eines "dog day afternoon", dazu ein Song von Elton John, der am Ende als diegetisch (also in der Handlung vorkommend) erklärt wird, danach bewusster Verzicht auf Musik während des ganzen Filmes. Nervöse, hektische Handkamera, die aber (dies sei allen Dogma-95-Jüngern mal ganz deutlich gesagt) nicht das Gegenteil von Wahrheit erreicht, indem sie in JEDER Szene wackelt wie kein Auge. Sondern ihr offensichtlicher Einsatz nur bei nervösen, hektischen, schnellen Bewegungen, was die fiebrige Unsicherheit optimal erfassen und fühlen lässt. Herrlich unprofessionelle Details (allein wie das Auspacken der Waffe aus einer Geschenkbox reichlich ungeschickt vonstatten geht…). Ein authentisches Setting (man baute die Bank in einem leeren Lagerhaus in Brooklyn nach und konnte bei den Außenaufnahmen die reale Umgebung zeigen). Verzicht auf künstliches Licht (aber eben doch die realistische neonhelle Ausleuchtung, die einen recht farbsatten Film ermöglicht, wozu aber teils auch die bewusst ausgesuchten knallbunten Klamotten der 1970er Jahre beitragen). Eine so schräge Geschichte, dass man sie sich kaum ausgedacht haben kann. Menschen, die weit weg von der gelackten, professionellen Präsenz der komplettgestrafften Hollywoodschönheiten sind (sogar – und das ist in den USA normal, aber im US-Film ungewöhnlich - eine Ehefrau des Haupttäters mit beträchtlicher Leibesfülle). Lumet hat in seinem Buch "Filme machen" sowie im Audiokommentar dokumentiert, dass das alles sehr bewusste Entscheidungen waren, die er nicht immer so gefällt hat. Er passt sich seinem Thema an.

Gleichwohl: Das ist kein Reality-Kino, jedenfalls nicht in dem Sinn, dass man in allen Details so authentisch wie möglich sein wollte. Man kann Lumet gar nicht hoch genug anrechnen, dass er sich voll und ganz dazu bekennt (hierzu der Audiokommentar). Ich behaupte nach wie vor: Wer was anderes behauptet, lügt; es fragt sich nur, ob gegenüber dem Publikum oder gegenüber sich selbst: In "Schindlers Liste" sei jede Szene wahr, aber die gesamte Gestaltung weist den Film ganz klar als DRAMATISCHES Kunstwerk statt als Doku aus (was nicht heißt, dass er nicht großartig wäre). In "Stammheim" sei jede Szene wahr, aber ihre Auswahl, Anordnung und vor allem das Spiel von Ulrich Tukur gehen ganz klar in Richtung Terroristenverklärung statt objektiver Blick. Und über so etwas Unterirdisches wie Reality TV wollen wir hier gar nicht reden. Lumet weiß also, was er tut, und er tut es wunderbar. Er castet Al Pacino in der Hauptrolle, der mit junger, fiebriger, nervöser Energie beinahe zum Volkshelden wird (z.B. wenn er mit dem Schlachtruf "Attica" an eine Gefängnisrevolte erinnert), dessen tragisches Gescheitertsein aber immer wieder durchschimmert. Dass er bisher das war, was man einen Loser nennt, kann man sich aus seinem Spiel und aus vielen winzigen Miniaturen zusammenreimen, kleinen Fetzen, die aus seinem Vorleben berichtet werden, Nebenfiguren der nun wirklich nicht geschönten Ehefrau und der ebensolchen Eltern. Hier doziert niemand, hier gibt es nicht den im Psychothriller verbreiteten langen erklärenden Monolog am Ende ("Psycho" und Diverses von Dario Argento und Brian De Palma), hier müssen wir selbst sehen, hören, fühlen und uns unser Bild zusammenpuzzeln. Lumet castet John Cazale in der zweiten Hauptrolle als Partner des Räubers; Cazale war 40, die reale Figur 18 – aber der Mann überzeugte eben durch sein Spiel. Angesichts von nur 5 Filmen, diese aber zumeist epochale Werke (z.B. auch "Der Pate II"), ist Cazale zu einer Kultfigur der 1970er geworden; man kann es verstehen. Wie er gegenüber dem ständig redenden, oft schreienden, wild herumfuchtelnden Pacino mit somnambuler angespannter Traurigkeit meist nur da ist, ein Enigma, hat Klasse und ist wunderbar komplementär zu Pacino. Umso berührender, wenn er dann seine wenigen großen Szenen bekommt und wir den Menschen dahinter erblicken, der z.B. viel bei den Überfall riskiert, aber partout nicht rauchen will, auch nicht passiv. "Ich hab' Angst vor Krebs." Da sind alle schon bei erbärmlicher Hitze stundenlang in der Bank (wunderbar gezeigt anhand des Schweißes in harter, kontrastreicher Fotografie und überhaupt der zunehmenden äußeren und inneren Erschöpfung der Figuren), und die Chefkassiererin, die noch nie geraucht hat, möchte auf einmal eine Zigarette. Man kann das gut verstehen, nach dem Motto "jetzt ist es auch egal und es gibt Wichtigeres als das Krebsrisiko durch nur einen Glimmstängel" – aber hier wird der Räuber auf einmal zum Biedermann. Es ist schnurzegal, ob sich dies wirklich so zugetragen hat. Es berührt, dass dieser so unendlich traurige Mann auf einmal eine Seele hat, dass er in der Ausnahmesituation auf einmal so tickt, wie man es eher außerhalb einer solchen Situation erwarten würde.

Und die Alltagssorgen ereilen nicht nur die Cazale-Figur im Moment größter Belastung. Auch der Pacino-Charakter kann ihnen nicht entkommen, wenn er nämlich mit seinem Mann spricht und erfahren muss, dass seine Liebe kaum erwidert wird, der ganze Raub also im Grunde schon vor der Begehung gescheitert war. Hier hat der Film bei aller nervösen Hektik und bei allem lauten Gerede und Gerufe etwas Intimes, Zärtliches, Trauriges, und natürlich ist auch dies wieder mit dramatischen statt authentischen Mitteln erreicht: mit Schauspielkunst, insbesondere der großen Wandlungsfähigkeit Pacinos. Ob der echte Räuber so zärtlich-wehmütig wie Pacino noch in der Bank sein Testament diktiert hat, weil er damit rechnet, nicht lebend herauszukommen? Auch dies weiß ich nicht. Auch dies will ich nicht wissen. Ich will, dass mich Kino berührt, und das tut es, und das wollte ganz offensichtlich auch Lumet.

Fazit: Grandioser, einzigartiger Film, zu Recht ein Klassiker, der auf einer würdigen Doppel-DVD mit Audiokommentar des Regisseurs und jeder Menge weiterem Bonusmaterial erschienen ist. Einziges Manko ist das Knarzen der deutschen Tonspur.
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am 31. Januar 2008
Die DVD enthält 4 Tonspuren (deutsch, englisch, spanisch, polnisch). Ton könnte besser sein, aber so schlimm find ich den gar nicht. Positiv überrascht war ich von der Bildqualität, Format ist 16:9. Wer den Film noch nicht kennt, dem sei gesagt, dass gar nicht lang gefackelt wird, sondern dass der Film ziemlich schnell im Kern anfängt, wodurch halt ein wirklich gutes Tempo entsteht. Wenn man sich die Story durchliest, wovon der Film handelt, könnte man denken es sei ne Komödie, es ist aber keinesfalls eine solche("Sonny" plant n Banküberfall damit sein Freund die Geschlechtsumwandlung bezhalen kann, im Tresor sind jedoch nur 1100 $, da der Tresor am selben Tag schon geleert wurde. Und draußen warten schon Polizei und FBI auf ihn! Das klingt wirklich bescheuert^^ dumm gelaufen). Hier und da kommt zwar Situationskomik auf, aber die ist nicht erzwungen sondern passt einfach zur Handlung, da sich alles so wirklich abspielen könnte (bzw. in diesem Fall sogar abgespielt hat).Naja, ein richtiger Hundstag eben. Und der Film endet anders als ich gedacht hab. Also nicht so wie Hollywood heute, wo vieles schon verherzusehen ist. Ein Film, den man sich trotz 119 Min. Spiellänge ziemlich oft anschauen kann und nicht langweilig wird. Auf Der 2. Disc sind folgende Specials enthalten:
- vierteilige Dokumentation (Handlung, Besetzung, Nachbildung der Fakten,
nach dem Dreh)
- Dokumentation über Regisseur Sidney Lumet

Ich hoffe ich konnte mit meinem Beitrag weiterhelfen^^
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am 12. Juni 2009
Als sehr großer Al Pacino Fan habe ich mir vor einigen Jahern "Hundstage" zugelegt, in der Hoffnung einen guten Film mit einem überragenden Pacino zu sehen. Bekommen habe ich einen der besten Filme der 70er (oder aller Zeiten) und einen mehr als überragenden Pacino.
Er spielt seinen Charakter so überzeugend, locker und glaubhaft wie ich das selten in einem Film gesehen habe. Er macht den gesamten Banküberfall so lustig und sympathisch ohne irgendwie dumm zu wirken.
Die Story hätte sich wohl kein Autor besser ausdenken können. Aber wie dieser Banküberfall gelaufen ist, ist eigentlich kaum zu glauben. Geiseln, die eigentlich gar keine sind. Bankräuber absolut ohne Plan und großartige Dialoge. Wie Pacino mit der Polizei spielt und die Massen bewegt ist genial und unvergleichlich. Bis heute unerreicht.
Pacino hätte damals den Oscar auch definitiv verdient, obwohl Jack Nicholson natürlich in "Einer flog über das Kuckucksnest" ebenfalls einen grandiosen Job gemacht hat. An Pacino's Leistung in "Dog Day Afternoon" kommt auch er nicht heran.
Ich kann nur sagen : diesen Film muss jeder Filmfan gesehen haben und Fans von Pacino erst recht ;-)
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am 30. Mai 2013
1975. Fast zwanzig Jahre sind vergangen, seit Lumet für seinen Film "Die zwölf Geschworenen" für drei Oscars nominiert wurde. Während letzterer ja fast ausschließlich in einem einzigen Raum abgedreht wurde, haben wir es hier mit ganz heißem Asphalt zu tun - made in the U.S.A. Über die Handlung ist ja schon alles gesagt worden, daher möchte ich nichts wiederholen, nur anmerken, dass das Drehbuch nicht zu den stärksten der Filmgeschichte gehört - Paul Schrader hätte hier sicherlich ein paar Dinge ganz anders gemacht. Die Atmosphäre ist allerdings von der ersten Sekunde an sehr angespannt. Das ist nicht dem Drehbuch geschuldet, sondern den Darstellern: Al Pacino und John Cazale verstehen es, die Intensität der Situation mit einer Authentizität auf die Leinwand zu bringen, dass einem echt Angst und bange wird und man gespannt ist auf den Gang der Geschichte. Und hier schwächelt der Film etwas: er zieht mich nicht in den Bann wie schon bei den ersten Trompetentönen von "Taxi Driver" oder dem Auftritt von Gene Hackman aka Popeye Doyle als streitsuchender Weihnachtsmann in "Brennpunkt Brooklyn" 1971. - Okay, Drehbuch nicht so toll, aber dafür die Darsteller, allen voran Al Pacino und John Cazale. Und für alle Cineasten noch ein Zitat von Meister Lumet:

"...die Hässlichkeit der Stadt ist wunderschön. New York hat das höchste Energieniveau von allen Städten der Welt. Wenn man dort dreht, hat man das Gefühl, auf einem riesigen Deckel zu sitzen, der jederzeit hochfliegen und einen direkt in den Himmel schießen kann. Und diese Energie sieht man auch auf der Leinwand."

Der Film ist definitiv ein Dokument der siebziger Jahre mit all dem, was die Zeit zu bieten hatte. Und das fängt optisch an bei heißem Asphalt in Amerika und riesigen Schlitten mit blubberndem V8-Motor. Es ist ein sehenswerter Film trotz meiner Kritikpunkte, die ich anmerken musste. Deshalb gibt's auch nur vier Sterne - den fünften hat Gene Hackman beim Frühstück im Februar 1971 bei den Dreharbeiten zu "French Connection" in Form eines Donuts verspeist. Vielleicht hat er den Donut aber auch Paul Schrader geschenkt. Ich weiß es nicht, aber der Asphalt bleibt heiß und unvergessen der Sound des letzten V8.
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am 26. September 2015
Toller Film aus Al Pacino's Anfangsjahren. Das Bild für das Alter recht gut, aber der Ton ist ja wohl das Allerletzte. Hier hat Warner aber auch nicht mal den kleinen Finger krumm gemacht.
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am 29. November 2007
Also ich verstehe es nicht... Seit Monaten wollte ich diesen Film gucken, aber ich habe soviel darüber gelesen, dass das Bild und der Ton so mies wären ... Dadurch war ich verärgert, weil ich den Film unbedingt sehen wollte und wartete auf eine eentuelle Neuauflage (gar nicht mal selten bei DVDs :0)
Doch dann schenkte mir jemand die DVD und ich ließ sie erst einmal im Regal stehen.
Gestern habe ich mir den Film angesehen und hatte völlig vergessen, dass das Bild und der Ton so mies sind.

Dann begann der Film und in den ersten 10 Minuten konnte ich schon soo viel lachen, wo andere nicht unbedingt lachen. Sie gehen zu dritt in die Bank und der eine bekommt Angst und will nicht mehr. Also beginnt Pacino sich mit ihm darüber zu unterhalten und bezieht Sal, den anderen mit ins Gespräch ein. Wie Pacino das spielt ist einfach geil und man kann sich dabei auch kaputt lachen. Dann lässt Pacino ihn raus und bittet ihn, den Wagen stehen zu lassen. Der Typ will den Wagen aber nicht da lassen, weil er nicht laufen will. Pacinos Reaktion darüber -völlig perplex- ist wieder so genial und lustig und der sich daraus ergebende Dialog ist echt einmalig.
Dann geht der Film weiter und Pacino und Cazale beeindrucken uns mit ihrer Leistung. Man glaubt doch wirklich fast, dass man live bei einem Überfall dabei ist!!!
Pacino, der für einen Oscar nominiert war, hätte ihn erhalten müssen. Auch die anderen Darsteller ...sein Partner, die Geiseln, die keine sind oder die Polizisten, geben hier ihr bestes und es macht einfach nur Spaß, ihnen zuzusehen.
Der Film packt den Zuschauer nach wenigen Minuten und es wirkt alles so echt und man fühlt einfach mit. Auch die Art, wie Pacino die ganze Zeit hin- und herwirbelt...wie er mit der Polizei, den Geiseln und den restlichen Beteiligten umgeht und vermittelt, ist so sympathisch und wunderbar gespielt.
Das Ende, obgleich packend ist zwar traurig, aber die einzig realistische Lösung gewesen.

Diesen Film muss man gesehen haben!!! Alles an diesem Film ist in Wirklichkeit so geschehen. Die Darsteller spornen sich gegenseitig an und der Film fesselt uns vor den Bildschirm!!!

Irgendwann während des Filmes fiel mir dann ein, dass die Qualität so mies sein sollte...Entschuldigung, aber davon konnte ich nichts feststellen. Der Ton war top und das Bild auch. Ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr, wie das Bild war, aber wenn es vielleicht nicht top aktuell aussah, dann war das vielleicht sogar zum Vorteil, da es beitrug den Film besser zu machen.
ich ärgere mich, dass ich mir den Film nicht schon vor Monaten gekauft habe! Ein Glanzstück der 70er Jahre und ganz im ernst: Ein unerreichter Banküberfall-Film!!!!!
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