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Kundenrezensionen

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am 7. April 2006
In den vorliegenden Kritiken zu dieser Don Giovanni-Verfilmung wird immer wieder der Vergleich zur aktuellen Zürcher Inszenierung herangezogen, um ihn gegen Losey's Film aus den Siebzigern auszuspielen. Dabei ist der vorliegende Film der Zürcher Produktion in wichtigen Punkten durchaus überlegen. Zugegeben, die Zürcher Inszenierungen sind gelungen, wie ich selbst schon geschrieben habe. Aber ich möchte doch anführen, dass ein Vergleich von Bühnen- und Theaterinszenierungen nicht wirklich sinnvoll ist. Im Theater findet die Handlung in einem sehr begrenzten Raum statt. Das Publikum hat unmittelbaren Kontakt zu den Sängern. Bei Verfilmungen müssen die Sänger Playback singen, stehen in Riesenkulissen ohne Publikum. Die verschiedenen Medien - Film und Bühne - verlangen verschiedene Herangehensweisen. Und ich glaube, dass Losey's Verfilmung unrecht getan wird, wenn man sie als „leblos" oder „kalt" bezeichnet. Allein schon der Verlagerung des Spielortes von Spanien nach Venetien ist doch nicht nur wegen der schönen Landschaft erfolgt - die hätte es auch in Spanien gegeben. Mozarts Oper handelt doch in weiten Zügen von Konventionen und im Zusammenhang mit dem Paar Donna Anna/Don Ottavio mit erstarrten Konventionen, die sich wie ein Korsett um das Paar legen. Joseph Losey platziert einen Teil der Verfilmung in Vicenza, z.B. im Teatro Olimpico und in der Villa Rotonda , die in ihrer manieristisch leblosen Pracht genau die passende Umgebung für Annas und Ottavios unterdrückte Leidenschaften sind. Und genau so, wie die Umgebung passt, passt auch das Spiel von Kenneth Riegel (Ottavio): Es ist ins Formelhafte erstarrt. Wie anders, wie lebensvoll werden hingegen Masetto und Zerlina dargestellt, ganz zu schweigen von der grandiosen Leistung von Ruggiero Raimondi als Don Giovanni.
Ich glaube auch, dass die sängerischen Leistungen bisher keineswegs hinreichend gewürdigt wurden. Ruggiero Raimondi ist nämlich nicht nur ein großer Darsteller, sondern besitzt auch eine riesige Stimme, perfekt durchgebildet bis in die höchste Lage, zu schmeichlerischer Zärtlichkeit ebenso fähig wie zu machohafter Kraftmeierei, dabei durchgehend von einer geradezu balsamischen Klangschönheit. Mit Edda Moser wurde die Donna Anna endlich einmal so besetzt, wie es sein sollte: mit einer dramatischen Koloratursopranistin mit entsprechender schauspielerischer Qualität. Sie ist die einzige mir bekannte Sängerin, die die Arie „Or sai chi l'onore" mit der angemessenen dramatischen Attacke singen kann, gleichzeitig aber die Beweglichkeit für Donna Annas Koloraturen in der zweiten Arie besitzt. Kiri Te Kanawa bringt als Donna Elvira nicht das Temperament von Cecilia Bartoli mit, aber dafür singt sie viel sauberer als diese. Sie bildet die Töne mit makelloser Reinheit ohne Bartolis kehligen Unterton. Schließlich ist Zerlina mit Teresa Berganza geradezu luxuriös besetzt. Dem Komtur von John Macurdy fehlt hingegen jenes Quäntchen Stimmgewalt, das die großen Bassisten von den nur guten unterscheidet.
Fazit: Losey's Film ist eines der wenigen Beispiele eines gelungenen Opernfilms. Er zeigt Mozarts Meisterwerk in grandioser Kulisse mit durchweg sehr guten bis herausragenden Sängern bzw. Sängerschauspielern. Unbedingt empfehlenswert!!!
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am 31. Mai 2015
Etwas besonderes, man muß sich an eine verfilmte Oper gewöhnen. Kontrastreich zu allen anderen "Don Giovanni" Inszenierungen die ich kenne.
Sie lebt von den Bildern. Wie gesagt man muß sich mit ihr identifizieren oder nicht.
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am 4. August 2008
Über Loseys "Don Giovanni"-Film ist hier schon genügend gesagt worden. Für manchen mag er problematisch sein, andere lieben ihn. In der hier vorgelegten Version kann ich ihn beim besten Willen nicht lieben, denn eine Oper wie "Don Giovanni" ist genügend bekannt, als dass sich Untertitel erübrigen oder zumindest nur einblendbar (und AUSblendbar) sein sollten. Auch international ist der Film immer noch nicht ohne störende Untertitel zu bekommen, so bin ich meiner eigenen Überspielung der VHS-Cassette treu geblieben und habe mich sogar etwas geschämt, den Film weiterzuverschenken. Dass die DVD kaum wirkliche Extras bietet - so leicht wäre es gewesen, Interviews mit Interpreten beizusteuern (viele leben noch) -, beeinträchtigt m.E. weiterhin den Wert der DVD-Ausgabe.
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am 8. Mai 2015
Die DVD "Don Giovanni" im Vertrieb von Concorde France (identisch mit der Ausgabe aus der Cinemathek Spezial der Süddeutschen Zeitung) von 1979 weist gravierende Mängel bei bewegten Bildern auf: Die Konturen sind total verwischt, das Bild ist verschwommen bis matschig. Die Blu-ray habe ich gekauft, weil ich mir eine deutlich bessere Bildqualität erhofft hatte. Das war leider nicht der Fall: Die angebliche Blu-ray weist exakt die gleichen Mängel auf wie die DVD. Das heißt: Hier ist keinerlei Bearbeitung erfolgt, die schlechte Vorlage vielmehr 1:1 auf einen Blu-Ray-Träger kopiert worden. Das grenzt meines Erachtens an Betrug. Was noch schlimmer ist: Auf der "Blu-Ray" stimmt die Ton-Balance nicht mehr, der linke Kanal übertönt den rechten. Mein Rat an Interessenten: Finger weg von diesem Machwerk.
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am 23. Mai 2014
Ich möchte meine ursprünglich sehr harte Rezension etwas relativieren. Ich stehe bei Loseys Regie kurioserweise immer zwischen top oder flop. Manchmal funktionieren seine Ideen für mich, manchmal nicht, vor allem mit der Idee des "Alter Egos" oder "Überichs" von Don Giovanni konnte ich mich nur schwer anfreunden, weil ich mich ständig fragen musste, wer dieser junge, eher weiblich wirkende Mann nun sein sollte, und warum er so oft im Bild war ohne je einen Ton zu singen und auch sonst nicht zur Handlung beizutragen.
Die Ouverture dagegen ist eindrucksvoll umgesetzt worden, vor allem der Zoom auf das Meer während der eigendynamischen Geigen (die fast klingen als wollten sie die Meeresströmungen reflektieren), ist sehr gelungen. Die Dialogregie funktioniert weitgehend gut, wird allerdings auch durch die erstklassige Darstellung wunderbar umgesetzt. Die Chemie der Darsteller funktioniert phantastisch, vor allem die stärksten Schauspieler der Besetzung, Ruggero Raimondi und José Van Dam, harmonieren im Wechselspiel und setzen durch ihre präzise Textinterpretation und Klangschönheit wunderbare Akzente, die ihresgleichen suchen. Auch die für viele "zu alte" Teresa Berganza erfreut durch ihr überzeugendes Spiel (was sie deutlich jünger wirken lässt) und gibt eine sympatisch-naive Zerlina. Gesanglich liefern auch Edda Moser, Kenneth Riegel, Malcolm King, John Macurdy und besonders Kiri Te Kanawa sehr gute Leistungen, allerdings wurde vor allem bei Edda Moser und Kenneth Riegel zu wenig darauf geachtet, dass Operngesten für die Kamera ungeeignet sind. Ich mache den beiden Sängern hier keinen Vorwurf. Es ist Sache des Regisseurs zu erkennen, was für die Kamera zu viel ist und was nicht, und hier hat Losey aus meiner Sicht zu wenig darauf geachtet, es sei denn, er wollte das Paar Anna/Ottavio bewusst überzeichnen,um die Dekadenz des "Adels" auszudrücken, etwas, was ihm bei der ganzen Inszenierung wohl sehr wichtig war. Daher wahrscheinlich auch die Anspielung auf den berühmten Casanova-Film mit Donald Sutherland (Don Giovanni wurde hier in die Zeit Casanovas verlegt). Das ist aufgrund des Themas zwar nachvollziehbar, aber man sollte doch bedenken, dass man bei einem Film auch einen visuellen Effekt hat. Der Vorwurf mancher Gegner des Films, Ruggero Raimondi sei für Don Giovanni zu wenig "erotisch" (!) entsteht, meiner Ansicht nach, genau aus diesem Grund: Wenn man einen Don Giovanni derart überschminkt, dass vom markant-gutaussehenden Gesicht des Darstellers vor lauter Blässe kaum mehr etwas zu erkennen ist und ihn dann auch noch in dekadent-weibliche Kostüme steckt (von den Langhaarperücken ganz zu schweigen!), kann man nicht erwarten, dass, welcher Darsteller auch immer, sonderlich männlich wirkt. Gott sei Dank besitzt der Jahrhundertsänger Raimondi das Charisma und die darstellerische Klasse, um trotz des Outfits, noch genug Charme zu versprühen. Stimmlich und interpretatorisch gesehen wird von den Interpreten jedenfalls viel gerettet was die Kostüme kaputt zu machen drohen. Die Drehorte und die Ausstattung hingegen sind sehenswert, Lorin Maazels Dirigat eindrucksvoll intensiv und vielseitig.
Daher ist dieser Film alles in allem - vor allem für Raimondi und Van Dam Fans durchaus empfehlenswert!
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am 9. November 2009
Die Qualität der Sänger ist über jeden Zweifel erhaben, jedoch verfügen sie auch noch über ausgezeichnete schauspielerische Qualitäten. Die Verlagerung des Stoffes in ein düsteres Venedig und die Palladios' Villa Rotonda paßt kongenial und ist ein Fest für die Augen.
Besonders der Sänger des Don Giovanni spielt den Titelhelden mit einer kalten Bosheit, die allen anderen Mitwirkenden eine perfekte Vorlage für ihren jeweiligen Widerpart bietet.
Wir haben uns diese Version bereits mehrere Male angehört/-gesehen und genießen sie immer wieder.
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am 26. April 2016
Ein wunderbarer Opernfilm. Wundervolle Musik, überirdisch schöner Gesang. Joseph Losey hat Mozart begriffen und genial umgesetzt. Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich diesen Film sehe. Wer die Oper so liebt, wie sie der Komponist geschrieben hat kommt an diesem Film nicht vorbei. Ich kann leider nur 5 Sterne vergeben, ich würde die Sterne im Universum dafür vergeben.
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am 6. Februar 2015
Dass die Szenen an schönen Orten gedreht wurden erfreut mich sehr. Gute schauspielerische Fähigkeiten. Klar, gesungen wurde es von anderen. Das macht aber bei einer DVD nichts aus. Nicht umsonst hat diese DVD Preise gewonnen.
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am 25. Mai 2009
Diese DVD hat das schlechteste Bild, das ich unter den 1000 DVDs, die ich gesehen habe, kenne.
Die Musik klingt nicht so schlecht, wie einige Rezensenten meinen.
Aber die Videoqualität ist eine Frechheit.
Sehr schade, denn die Inszenierung an Originalschauplätzen gefällt mir ausgezeichnet.
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am 12. Februar 2006
Ich finde diesen Film sehr sehr gut und ganz sicher nicht leblos. Sicher einer der besten Opernfilme überhaupt (und es sollte hier bemerkt werden, daß es leider nur sehr wenige richtige Opernfilme gibt). Das einzige was ich auszusetzen habe (und deshalb nur 4 Sterne) ist die Tonqualität. Leider diese sehr sehr schlecht. Aber ich kann den Film dennoch nur empfehlen.
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