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am 27. August 2006
Das Kostümabenteuer vor fernöstlichem Hintergrund ist sorgfältig produziert ( tadellose Regieleistung von Altmeister John Huston ),leidet aber unter der Fehlbesetzung von John Wayne: den versierten Diplomaten, der Strategie vor Aktion setzt, kann man ihm nur mit viel gutem Willen abnehmen; Daß die Liebesgeschichte zwischen ihm und der zarten Eiko Ando funktioniert, ist der großartigen Musik von Hollywoodveteran Hugo Friedhofer zu verdanken, der alle nötigen Puccini-esquen Register zu ziehen weiß.
Die Bildqualität der DVD ist ausgezeichnet restauriert mit satten Farbwerten, vom Ton ist die englische Tonspur vorzuziehen, die - entgegen der Verpackungsaufschrift - sehr wohl in vollem, orginalem Stereo erklingt.
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am 30. Dezember 2011
Mitte des 19. Jahrhunderts suchen die USA vermehrt internationale Kontakte. Townsend Harris (John Wayne) soll in der Funktion als Botschafter nach Japan reisen, um dort einen festen diplomatischen Posten zu errichten. Der Übersetzer Henry Heusken (Sam Jaffe) soll ihm dabei helfen. Den Staatsvertrag, den Harris zu diesem Zweck vorweist, wollen die örtlichen Regionalherrscher nicht akzeptieren, weil sie keine Fremden mögen. Auch in der Bevölkerung mag man die Eindringlinge nicht. Aber Harris lässt sich nicht beirren, auch nicht durch die reizende Geisha Okichi (Eiko Ando). Die Schwierigkeiten häufen sich bald, denn es drohen persönliche Angriffe auf Harris und eine westliche Schiffsbesatzung schleppt auch noch eine Seuche ein, derer man nur mit Mühe Herr wird. Wird Harris für seine Beharrlichkeit doch noch belohnt?
Der ganze Film "The Barbarian And The Geisha" (Twentieth Century Fox, 1958) wurde dort, wo er spielt, auch gedreht, nämlich in Japan. Das war eine gute Voraussetzung für Regisseur John Huston, der ab den 1950er-Jahren oft und gerne an exotischen Schauplätzen tätig war. Huston erzählt eine interessante Geschichte und versteht es, sie in spektakuläre Cinemascope-Bilder zu fassen. Bemerkenswert ist auch, dass John Wayne hier mal nicht den Haudegen oder Draufgänger spielt, sondern eher eine behutsame Rolle einnimmt, die auch im zwischenmenschlichen Bereich Anforderungen stellt. Trotzdem ist der Film bestimmt nicht langweilig. Vielleicht ist es aber gerade dieses atypische, das den Film eher wenig bekannt macht und ihm seinerzeit den Ruf als Flop einbrachte. Wer es auch einmal ein bisschen subtiler mag, sollte sich diesen feinen Klassiker anschauen.
Die Fox-DVD wird dem Film einigermassen gerecht. Das Bonusmaterial besteht leider nur aus dem Trailer und 2 kurzen Wochenschaubeiträgen, aber den frühen Auflagen der DVD liegt noch ein interessanter Faltprospekt mit Hintergrundinformationen bei. Der Film dauert 101 Minuten und wird natürlich im farbenprächtigen Breitbildformat gezeigt, also in einem fast vollständigen 2,35:1 (16:9). Es gibt gut überarbeitete Tonspuren in den Sprachen Deutsch, Englisch und Spanisch sowie Untertitel in den gleichen Sprachen. Das ist zwar keine überwältigende Ausstattung, aber brauchbar. Das gibt gut und gerne drei von fünf Audienzen und einen Sprachkurs zu zweit.
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. April 2009
John Wayne - eigentlich ist das für mich ein Schubladenschauspieler, wenn auch in seiner Schublade sehr gut. Doch in "Der Barbar und die Geisha" ist er mehr. Regisseur John Huston wollte für diese Rolle niemand anderen haben, für die Rolle des US-Diplomaten Harris, der Mitte des 19. Jahrhunderts ale erster Beziehungen zu Japan geknüpft hatte und die verbotenen Stätten des Shogun betreten durfte. Es ist eine wahre Geschichte, wie viel Ausschmückung es am Rande gibt, weiß ich nicht, aber sie ist gut erzählt. Und sie ist - im Jahre 1958 nicht ganz selbstverständlich - mit einem großen Interesse der Amerikaner für Japan verfilmt worden, ganz in Japan gedreht, und die Japaner werden auch von solchen gespielt. Aus dem Kapitel Clash of Civilizations einer der besten Beiträge Hollywoods aus dieser Zeit.

Man kann sich filmhistorisch einmal fragen, ob dies zu erwarten war. Sicherlich, Regisseur John Huston war ein Mann mit Interesse an aus US-Sicht exotischen Ländern, der sie gerne bereiste, Filme vor Ort drehte und reichlich Erfahrungen (und gelegentlich Jagdtrophäen) sammelte, anstatt sich in dieser Ländern nur in abgegrenzten Camps zu sonnen und vergessen zu lassen, tausende Kilometer von Kalifornien entfernt zu sein. Indes, noch in seinem Vorgängerfilm "Der Seemann und die Nonne" taugten die Japaner zu nicht viel mehr als zu den üblichen WKII-Statisten, und die Regie von "Der Barbar und die Geisha" übernahm er seiner lesenswerten Autobiographie zufolge hauptsächlich aus einem Grunde: Er war noch nie in Japan gewesen und wollte die Gelegenheit nutzen, das Land kennenzulernen.

Eine ähnliche Aussage bzgl. Indien hatte dem britischen Regisseur Danny Boyle ("Slumdog Millionär") kürzlich Kritik eingebracht, aber das ist ganz und gar unberechtigt. Entscheidend ist, was man draus macht. Huston ist leider nicht besonders stolz auf seinen Film, berichtet außer von der Darstellersuche in Japan davon, dass die 20th Century Fox und Wayne den Film zu seinem Nachteil hätten umschneiden und Teile nachdrehen lassen. Danach mochte er ihn nicht mehr. Keine Ahnung, wie er nach Hustons Willen geworden wäre, aber was ich gesehen habe, habe ich sehr gemocht. Huston hat den Film aus touristischer Neugier gemacht, aber er hat was draus gemacht. Er ist nicht Tourist geblieben, er ist bemerkenswert eingetaucht in die japanische Kultur, soweit ich das beurteilen kann. Zugegeben habe ich nicht viel Ahnung. Aber man merkt schon, dass sich dieser Film mit einfachen Lösungen nicht zufrieden gibt. Harris ist "der Barbar", nicht die Japaner sind die Barbaren. Wayne ist größer, massiger als die Japaner, der Clash of Civilizations vollzieht sich schon physiognomisch, aber davon abgesehen ist er nicht so sehr der Haudegen, wie man das erwartet hätte. Eher schon der tragische Held, der Mann, der stets das Gute will und - vom Ende sehen wir mal ab - stets das Böse schafft, und ich kann mir einfach nicht denken, dass diese ganzen subversiven Untertöne vollständig gegen den Willen der Macher da reingerutscht sind. Also: Der Mann gibt schafft es, durch seine Amerikafahne ein Schiff anzulocken, das die Cholera an Bord hat, und weil er nach ein paar Monaten noch nicht gut genug japanisch kann, kann er der Landbevölkerung nicht zurufen, die infizierten Matrosen zurückzuweisen, dadurch wird ein ganzer Ort infiziert und muss niedergebrannt werden. Nach Protesten wird Harris dafür zwar als Held gefeiert, aber in einer traurigen Bilanz, die Wayne im Gespräch mit seinem Dolmetscher zieht, wird klar, dass ohne ihn die Cholera überhaupt nicht erst gekommen wäre. Wayne beherrscht hier eine ungewohnt subtile Mimik eines traurigen Mannes, als er einmal sein Gesicht in den Händen vergräbt, kann man allen Ernstes Mutmaßungen darüber anstellen, ob das wohl ein angedeutetes Weinen soll, bei John Wayne, man glaubt es kaum. Herrlich ist auch die Szene, in der ein großer und ein kleinwüchsiger Mann den Übersetzer verhöhnen, Harris greift ein und haut dem Großen, pardon, einen in die Schnauze, womit wir denken (es ist ja immerhin John Wayne, der das spielt), so, nu is Ruh'. Aber nein, Harris wird anschließend von dem KLEINEN mit ein paar Judogriffen in seine Schranken verwiesen. Ansonsten kloppt sich Harris hier gar nicht, gibt auch keinen einzigen Schuss ab, nochmals: John Wayne, man glaubt es kaum, und das war erfrischend.

Als Harris dann in die verbotene Residenz des Shogun darf und einen völkerrechtlichen Vertrag aushandelt, stehen sich die Kräfte für Öffnung und diejenigen für Isolation gegenüber. Wiederum mit erfreulich moderatem US-Imperialismus bzw. mit Diskussionsangeboten, die man so oder so interpretieren kann, ohne dass der Film einem da eine Linie aufzwingt. Er nimmt das Publikum für mündig, sich selbst ein Urteil zu bilden. "Japan hat in den letzten zweihundert Jahren keine Kriege geführt, wie ist es mit den USA?". Harris verteidigt sich mit "Kriegen für die Freiheit" (ob der ultrakonservative Kommunistenhasser Wayne wohl gemerkt hat, dass dieser Dialogsatz eher zum Anzweifeln als zum Bestätigen gedacht war?), das klingt angesichts der hoffentlich nun zu Ende gehenden Zeit der US-Bush-Kriege wirklich schräg, zeigt, dass sich letztlich bis ins Jahr 2008 an dieser Auffassung nichts geändert hat, nach der Filmzeit 1958 sollten ja auch noch Dinge wie Vietnam kommen (wo Wayne in einer Regiearbeit sehr kontrovers als Unterstützer des US-Einsatzes aufgefallen ist), und vor der Filmzeit 1958 war es nicht gar so lange her, dass die Amis im Lande des Drehs "für die Freiheit" Hiroshima und Nagasaki atombombardiert hatten. Das schwingt beim Gucken alles mit, war bei mir jedenfalls so. Es hat dazu geführt, dass ich Harris' Streiten für die "Freiheit" eher als GEWOLLT kritisch interpretiert habe. Kann vielleicht auch anders gemeint sein. Aber dass man es so verschieden auslegen kann, sehe ich als großen Vorteil.

Was mich bestärkt, ist die Tatsache, dass neben der Cholerageschichte dieser Harris auch sonst noch das eine oder andere ungewollte Unglück auslöst. Wir hören von Fortschritt, SEHEN aber nicht, wieso die Japaner in der Isolation eigentlich schlechter dran sind als hinterher, Harris bringt Zwist, Krankheit, Mord, und als es am Ende heißt, er sei ein großer Mann und habe viel erreicht, sehen wir gar nicht mehr, was davon denn nun die Vorteile sind. Fortschritt sei, so Harris, dass nicht Millionen Menschen Hungers sterben müssen und dass ein Mann nicht für seine Meinung umgebracht wird. Nun, auch 1958 wird der Amerikaner gewusst haben, dass er sich da durchaus einmal an die eigene Nase fassen kann, dass die Rassengleichheit im eigenen Lande noch nicht hergestellt war, dass es noch bin in die Gegenwart Lynchmorde für weniger als eine eigene Meinung gab etc. pp. Auch hier wirken die Reden des Harris wie gut gemeint, aber fragwürdig, und man kann das für beabsichtigt halten oder nicht. Wie man es auch dreht und wendet, der Film lädt auf jeden Fall zum Nachdenken ein.

Dann gibt es natürlich noch die angenehm zart erzählte Liebesgeschichte, die aus einem doppelten Misstrauen erwächst. Die Geisha Okichi (sehr gut gespielt von Eiko Ando) wird Harris "geschenkt", um dort zu spionieren, und Harris möchte sie selbst ein wenig ausnutzen, um mehr über die japanischen Offiziellen herauszubekommen. Auch hier wieder: Diese Zärtlichkeit hätte man Wayne kaum zugetraut, hier ist es einmal wirklich angenehm und der Würde dieser Begegnung unter gegenseitigen tief verwurzelten Traditionen angemessen, dass das Ganze ohne Geknutsche etc. abgeht. Es ist dadurch nicht minder intensiv. Japanische Traditionen werden durch das wegen der Zurückhaltung intensive Spiel fühlbar, man sagt sich nicht Dinge wie "Warum bricht die dumme Kuh ihren Schwur nicht einfach, dann wären alle Probleme gelöst und der Abspann könnte kommen", sondern man mag diese Personen, versteht ihre Beweggründe und fühlt mit ihnen, auch wenn man sich wie ich mit Japan nicht auskennt. DAS ist für mich wahres Eintauchen, und das befähigt mich zu der vielleicht anmaßenden Beurteilung, dies als guten Film zu sehen, auch wenn ich auf die Schnelle nicht kontrolliert habe, ob nun alles wirklich authentisch ist. Muss man nicht wissen, wenn die Mache gut ist, und sie ist es.

Sie ist es übrigens auch ästhetisch und erzählerisch, schon von Anfang an. Die Elemente spielen eine wichtige Rolle, Feuer (Ausbrennen des Dorfes, vielleicht als Fegefeuer, durch das Harris gehen muss, um schließlich doch noch anerkannt zu werden), Wasser, dunkler Rauch (das düster, aber nicht kameratechnisch zu forciert ins Bild gesetzte Schiff, das die erst einmal bedrohlich wirkende Ankunft der Amis ankündigt), Blut (das wir nie direkt sehen, aber das in auffälligem Rot auf dem Kimono der Geisha und in einem roten Tuch am dramatischen Ende der Geschichte wichtig ist). Umgeschnitten oder nicht: Huston erweist sich hier als stimmiger Erzähler, der Metaphern klug einsetzt, ohne sie zu sehr zu betonen. Und er erzählt eine bewegende und gleichzeitig intelligente Geschichte. Er kannte das Land nicht, aber er hat es offenbar bereichert verlassen, und er hat den Zuschauer bereichert.

Ob es am Ende so ganz dabei bleibt, dass Harris der tragische Held ist, wird nicht verraten. Es ist auch hier wieder uneindeutig, aber nicht auf diese unangenehme Weise, in der der Erzähler es irgendwie jedem Recht machen will, so dass nicht Fisch, nicht Fleisch bei rauskommt. Nein, der Huston und sein Team geben uns eine Menge Gedanken an die Hand, Schlüsse ziehen müssen wir aber selbst. Es wird daraus eine gelungene Verknüpfung aus Anspruch, Exotik, Authentizität und Emotion. Das ist im Prachtkino (CinemaScope!!!) des Hollywood der 50er selten. Glückwunsch!
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am 26. Mai 2015
ich bin John Wayne Fan.dieser FILM fehlte mir noch in meiner Sammlung.
es ist ein guter Abenteuerfilm,in exotischer Kulisse und gar nicht so uninterressant.
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am 24. Dezember 2016
John Wayne einmal anders. Nette Story, auch für nicht John Wayne Fans geeignet. Man muß aber bedenken, dass der Film schon vor längerer Zeit gedreht wurde.
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