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TOP 1000 REZENSENTam 27. Dezember 2009
Virginia Woolf (Nicole Kidman) schreibt Mrs. Dalloway, Laura Brown (Julianna Moore) liest Mrs. Dalloway und Clarissa Vaughn (Meryl Streep) wird von ihrem besten Freund Richard (Ed Harris) Mrs. Dalloway genannt.
Drei Frauen, drei verschiedene Zeiten und drei Schicksale, die irgendwie miteinander verbunden sind.
Zusammenhalt bietet Virgina Woolfs 1925 entstandener Roman "Mrs. Dalloway", den sie ursprünglich "The Hours" nennen wollte, unter dieser Inspiration entstand auch der Roman von Michael Cunningham, der 1999 den Pulitzer-Preis erhielt und der 2003 von Stephen Daldry (Billy Elliot) mit drei hochkarätigen Schauspielerinnen verfilmt wurde und diverse Preise bekam. Unter anderem wurde der Film zum Thriumph von Nicole Kidman, die für ihre Rolle als Virginia Woolf den begehrten Oscar gewinnen konnte.
1923: Virginia Woolf lebt mit ihrem Mann Leonard (Stephen Dillane) auf dem Land, sie ist psychisch angeknackst und hat eine Schreibblockade. Der vom Arzt eher zwangsweise verordnete Aufenthalt in der englischen Provinz bietet einerseits Ruhe vor der Hektik, er fördert aber den sozialen Rückzug, was letztendlich die Stimmung der sensiblen Schriftstellerin drückt.
1951: Die sensible Hausfrau Laura Brown (Julianna Moore) ist unglücklich und gefesselt vom Roman der Virigina Woolf. Mit ihrem verständnisvollen Mann Dan (John C. Reilly) hat sie einen kleinen Sohn, der sehr an seiner Mutter hängt und die Labilität und die unglücklichen Stimmungen der Mutter spürt.
1999: In der Gegenwart bereitet Clarissa Vaughan eine Preisverleihungsparty für ihren an AIDS erkrankten Freund Richard vor, der ebenfalls den Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben vollzieht und gar nicht an der Festlichkeit teilnehmen möchte.
Nicole Kidman ist in diesem Film, aufgrund ihrer Maske, kaum zu erkennen, da sie nicht nur eine Perücke, sondern auch eine falsche Nase trug, um mehr Ähnlichkeit mit der Schriftstellerin zu haben.
"The Hours" ist ein Schauspielerfilm durch und durch, der auch nur deshalb so prächtig funktioniert, weil alle drei Darstellerin das Beste geben und zru Höchstform auflaufen.
Die Kidman darf potentiell wahnsinnig agieren - spielt aber verhalten genug, ihr Starpotential aussen vor zu lassen - was dem Film sehr zugute kommt.
Moore hat vielleicht den tragischsten Part von allen, sie zerbricht fast an der Hin- und Hergerissenheit und sucht verzweifelt nach einem Ausweg, der so oder so Traurigkeit hinterlässt und Meryl Streep agiert tatsächlich wie diese Mrs. Dalloway, eine Frauenfigur, die durch die diversen gesellschaftlichen Verpflichtungen gar nicht wahrnimmt, in welches Gefängnis sie sich hineinmanövriert hat.
Auch hier erweist sich Stephen Daldry als ausgezeichneter Regisseur für anspruchsvolle Literaturverfilmungen.
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am 2. November 2015
Ein sehr toller Film, bei dem man mitdenken muss. Mir ging er sehr ans Herz, denn er stimmte mich nachdenklich.
Auch meiner Oma hat er gut gefallen! Kann ich nur empfehlen
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am 21. August 2016
Wir haben uns den Film am Boot angesehen. Die Lautstärke war sehr niedrig. Der Film ist reine Geschmacksache ...es nichts für zartbesaitete ..
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am 19. Dezember 2015
Es geht um die Stellungen der Frauen in den verschiedenen Jahrzehnten. Frauen Film schlecht hin, der geht immer. Sekt, pralinchen, mann und Kinder verbannen.
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am 26. Februar 2006
"The Hours" ist eine glückliche Zusammenkunft glücklicher Umstände, die zu einem selten intensiven Film führen.
Da wäre zunächst die kunstvoll verwobene Geschichte um drei Frauen in drei verschiedenen Jahrzehnten, von denen eine Virginia Wolff ist. Alle drei reiben sich an dem jeweiligen Frauenbild ihrer Zeit, alle drei Kämpfen mit Schicksalsschlägen und Depressionen, und alle drei geraten mit dem Thema Suizid in Berührung. Der Knotenpunkt ist der Roman "Mrs. Dalloway", den Virginia Wolff in der zentralen Episode zu schreiben versucht.
Zu diesen drei starken Frauenrollen kommt ein Ensemble hervorragender Schauspieler. Meryl Streep überrascht als toughe Karrierefrau, Julianne Moore gibt die devote Hausfrau bis zur Unerträglichkeit, und Nicole Kidman läßt ihr Püppchenimage hinter sich und gewann mit künstlicher Nase den Oscar.
Überhaupt hat der Film diese gewissen Zutaten, um die Oscar-Jury gefügig zu machen: Die warmen matten Farben, die ruhigen Einstellungen, die sorgfältige Szenenausstattung der Episoden, starke Frauen mit Mut zur Häßlichkeit und die Portion Tragik, Tod und Schicksalsschwere, die den Zuschauer mit den Protagonistinnen leiden lassen. Aber es ist ein schönes und süßes Leid, und am Ende wischt man sich verstohlen die Tränen aus dem Augenwinkel und freut sich über einen schönen, selten intelligenten und intensiv gespielten Film.
Zum Glück vermeiden die Schauspieler das berüchtigte Over-Acting, das vor allem durch Jody Foster zweifelhafte Berühmtheit erlangt hat (man denke an "Nell"). So ist vor allem die Performance von Nicole Kidman in ihrer Zurückhaltung und ihren kleinen Gesten absolut sehenswert.
Vervollständigt wird der Film durch einen schönen Soundtrack, der zuviel Geigensoße meidet und die Handlung sehr poinitert unterstreicht. So ist dies ein Hollywoodfilm, der seine Brüche und Abgründe eher in den Figuren als in der Regie findet, die zum Teil ein wenig zu geschmäcklerisch geraten ist und wenig Risiken eingeht - auch das ganz Oscar-like.
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am 23. Juni 2012
In "The Hours" porträtiert Stephen Daldry auf Basis des gleichnamigen Romans von Michael Cunningham das Schicksal dreier Frauen aus drei verschiedenen Generationen, die allesamt auf ihre Weise versuchen aus den Konventionen auszubrechen. Dabei gibt es etwas, was sie miteinander verbindet. Die Rede ist von Virginia Woolfs Bestseller "Mrs. Dalloway":

SUSSEX, 1941: An einem wunderschönen Morgen im März verfasst Virginia Woolf bedächtig jene Zeilen, deren beklemmender Inhalt sich durch ihre Stimme aus dem Off offenbart. Es ist ein Abschiedsbrief an ihren Mann Leonard. Dann läuft sie vom Wahnsinn getrieben die Niederungen zum Fluss hinunter und nimmt sich in der Ouse das Leben.
LOS ANGELES, 1951: Laura Brown backt gemeinsam mit ihrem Sohn einen Geburtstagskuchen für ihren braven Ehegatten. Nach der Lektüre von Virginia Woolfs "Mrs. Dalloway" ist sie von der kleinbürgerlichen Idylle um sie herum nur noch angewidert.
NEW YORK, 2001: Clarissa Vaughan betritt eine Blumenhandlung. Sie ist gestresst, denn sie bereitet eine Party für ihren aidskranken Ex-Mann Richard vor, der demnächst für sein Lebenswerk als Schriftsteller ausgezeichnet wird. Dabei vernachlässigt sie ihre Tochter Julia und ihre Lebensgefährtin Sally. Verzweifelt versucht Richard Mrs. Dalloway, wie er Clarissa liebevoll nennt, die Augen über sich selbst zu öffnen.
RICHMOND, 1923: Virginia Woolf kämpft mit ihrer angeschlagenen Psyche. Als ihre Schwester Vanessa Bell mit den Kindern zu Besuch kommt, überwindet sie ihre Schreibblockade und beginnt mit der Arbeit an ihrem Roman "Mrs. Dalloway".

Dieses hochkarätig besetzte Stück Schauspielerkino funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip, wie es auch Virginia Woolfs Roman "Mrs. Dalloway" zugrunde liegt, der eigentlich zunächst "The Hours" heißen sollte. Nur dass hier (anstatt zwei) drei verschiedene Handlungsstränge in einer Parallelmontage gegenübergestellt werden. Der Plot ist eher nebensächlich, was man stattdessen zu sehen bekommt, ist ein dichtes Gewebe aus einer Vielzahl von trivialen Dingen, die jeweils einen Tag im Leben dieser drei Frauen bestimmen. Dies soll auch die Basis sein, von der aus der Film insbesondere in die Gedankenwelt von Virginia Woolf immer tiefer vordringt und sich minuziös in ihr Bewusstsein eingräbt, wo sich die Wirklichkeit in einem Kompendium an Assoziationen spiegelt. Daldry lässt sich von diesem typischen "Floating Stream of Consciousness" treiben, der auch die episodenhafte Erzähltechnik dieser hypersensiblen Frau weit über die Literatur hinaus so revolutionär machte. Einige Szenen zeigen ganz wunderbar, wie die Woolf ihre Geschichten tagträumt und aus dem unendlichen Chaos innerer Stimmen und äußerer Reize der sie umströmenden Wirklichkeit den Stoff für ihre Werke extrahiert. Kaum ein Schriftsteller vor ihr drang jemals so radikal in die subjektive Perspektive der Figuren ein, wobei als Ausgangspunkt für ihr Schreiben immer jene Eindrücke dienten, die ihre Sinne über die eigene Wahrnehmung zusammentrugen. Dass ihr die Schilderung solcher Mind Games und Gefühlsprozesse dermaßen authentisch gelang, hatte vielleicht auch etwas mit ihrer psychotischen Schizophrenie zu tun. Zumindest wirft der Film diesen Kontext auf, indem er die Autorin in einer sehr labilen Phase zeigt, als sie ein eher kontemplatives Leben führte. Es greift allerdings wesentlich zu kurz, Virginia Woolf auf das Muster einer kränkelnden, frigiden Frau zu reduzieren. Nicole Kidman, deren größter Vorteil es ist, dass man sie durch das starke Make-Up kaum wiedererkennt, stellt sie hier in Woolfs markant asketischer Erscheinung durchaus auch als feminin und zerbrechlich dar. Die sexuelle Abneigung gegen ihren Mann Leonard wird zwar nicht explizit erwähnt, kommt aber dennoch im Subtext des Films dezent zum Ausdruck, weil die Ehe unübersehbar lediglich platonische Züge trägt.

Der Plot wechselt permanent in fließenden Übergängen zwischen den drei Zeitebenen. Die Vereinsamung des Menschen in der Massenkultur, die Suche nach der verlorenen Zeit, die subtile Gewalt der Gesellschaft, der unsägliche Konformitätsdruck, die Flüchtigkeit des eigenen Daseins, der Tod als Möglichkeit zu entfliehen, diese ganzen Mosaiksteine des Woolfschen Universums übertragen sich wie durch einen imaginären Riemen nahtlos auch auf Laura Brown und Clarissa Vaughan. Das eigentliche Leitmotiv ist jedoch das Streben nach Selbstverwirklichung. Denn man darf nicht vergessen, dass Virginia Woolf in einer Zeit lebte, in der sich die patriarchalischen Hierarchien der englischen Klassengesellschaft aufzulösen begannen und das alte viktorianische Etikett "Oben der Snob, unten der Diener" nicht mehr zu den Lebensformen der Moderne passte. Freigeister wie Woolf spürten dies und hinterfragten zugleich die traditionelle Rolle der Frau sowie ihre ökonomische Abhängigkeit zum anderen Geschlecht. Dabei folgte Virginia Woolf keinem speziellen politischen Dogma, sondern lediglich ihrem Instinkt, das zu schreiben, was man denkt, egal wie primitiv oder komplex das Thema ist. Es sollte der Ausdruck eines freieren Lebensstils sein, nach dem sie sich so sehr sehnte. Eben diese Sehnsucht tragen auch Laura Brown und Clarissa Vaughan in sich, nur existieren inzwischen andere Vorzeichen, dies zu realisieren, weil sich die Gesellschaft als solche verändert hat. Laura Brown versucht aus der trostlosen Enge ihrer Ehe auszubrechen und ein eigenständiges Leben zu führen, was jedoch mit einer maskulinen Identitätskrise einhergeht, die sich eklatant in Richard manifestiert. Clarissa Vaughan gelangt zu der Erkenntnis, dass sie sich der Wirklichkeit stellen muss, zu sich selbst findet und sich nicht nur über die Beziehung zu anderen Menschen definieren darf. Erst die Konfrontation mit dem Tod weckt beide Frauen aus ihrem Dornröschenschlaf. Manchmal muss ein Mensch sterben, damit ein anderer das Leben wieder zu schätzen weiß. So sagt es zumindest Virginia Woolf, deren eigener Suizid die Frage aufwirft, ob man an dieser Welt nicht zwangsläufig seelisch zugrunde geht, wenn man sein Bewusstsein so schärft, wie sie es tat.
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am 4. März 2005
Wenige Stunden im Leben dreier Frauen, an drei verschiedenen Orten, in drei verschiedenen Zeiten.
Erstens die Schriftstellerin Virginia Woolf (Nicole Kidman), in den frühen 20er Jahren, am Beginn der Arbeit an ihrem Roman "Mrs. Dalloway". Zweitens Laura Brown (Julianne Moore), in den 50er Jahren, mittelständische Hausfrau im goldenen Käfig, vergehend angesichts der Möglichkeiten, die scheinbar ungelebt bleiben müssen, und nach der Lektüre von "Mrs. Dalloway" von Selbstmordgedanken beherrscht. Drittens - in der Gegenwart - die lesbische Herausgeberin Clarissa Vaughn (Meryl Streep), die von ihrem Exfreund, dem Schriftsteller Richard (Ed Harris), "Mrs. Dalloway" genannt wird, ihrer Ähnlichkeit mit dieser Romanfigur wegen. Clarissa bereitet für Richard, der an AIDS sterben wird, eine Geburtstagsparty vor, Anlass genug, Bilanz zu ziehen über ihr eigenes Leben. Sehnsucht, Begehren, Entscheidungen, Reue und schließlich das Akzeptieren des Gegebenen - das sind die Themen dieses Films.
Drei der besten amerikanischen Schauspielerinnen in einem gemeinsamen Film - das allein macht es eigentlich schon wert, "The Hours" zu sehen. Doch nicht nur die schauspielerischen Leistungen sind beeindruckend. Dass die drei Handlungsstränge in den 114 Minuten niemals auseinanderfallen, ist auch dem kunstvollen Schnitt zu verdanken - Montage und Kameraführung sind in diesem Film erstklassig. Dasselbe gilt für die Musik. Die Kenntnis der Romane von Virginia Woolf erleichtert den gedanklichen Zugang, aber der düsteren, klaustrophobischen Atmosphäre dieses Frauenfilms kann man sich auch ohne solche Vorkenntnis nur schwer entziehen.
Der 2002 gedrehte Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Michael Cunningham und ist die dritte Regiearbeit von Stephen Daldry (Billy Elliot, 2000).
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am 8. Mai 2006
Ich will gar nichts über den sehr gelungenen Film sagen, da das die Vorrezensenten bereits getan haben. Filmisch auf jeden Fall wohl vier bis fünf Sterne wert. Leider gilt dies nicht für die DVD-Qualität. Obwohl die DVD double-layered ist, ist die technische Umsetzung sehr bescheiden ausgefallen. Das 16:9 Bild (zum Glück anamorph) leidet unter ungewöhnlich starken Kompressionsartefakten, ist über weite Strecken unscharf, auch am Kontrast wurde mal wieder gemurkselt, was an vielen Stellen die Bildprobleme weiter erhöht. Im ganzen eine Bildqualität, die auch für eine DVD von 2002 weit unter dem Standard liegt. Der hervorragende Film hat wirklich eine bessere Qualität verdient. Da helfen auch der ordentliche Ton und die beiden beigegebenen Audiokommentare nicht mehr viel.
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am 8. März 2008
Zum Inhalt des Filmes bleibt nicht viel zu sagen: drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Drei verschiedene Zeitepochen. Drei Schicksale... und doch sind sie alle auf wundersame Weise miteinander verbunden. Da ist zum Einen Nicole Kidman als depressive Virginia Woolf, die verzweifelt nach Worten für ihren Roman "Mrs. Dalloway" sucht. Da ist Julianne Moore - hingebungsvolle Hausfrau und Mutter, die erkennen muss, dass sie in ihrer Rolle unglücklicher nicht sein könnte und gerade in dieser Phase das Buch "Mrs. Dalloway" liest. Da ist Meryl Streep, die von ihrem an AIDS-erkrankten besten Freund liebevoll als "Mrs. Dalloway" bezeichnet wird.
Eine resignierende und depressive Schriftstellerin, eine unglückliche und aus den damaligen Normen ausbrechen wollende Hausfrau und eine hart arbeitende Lektorin, die sich schon fast aufdringlich liebevoll um ihren todkranken Freund kümmert und sich lieber in die Vorbereitungen einer großen Feier stürzt, als sich mit sich selbst konfrontieren zu wollen.
Sie haben mehr gemeinsam, als man es auf den ersten Blick erkennen mag...

Ich habe den Film aufgrund einiger Kritiken gekauft und muss sagen, dass meine Erwartungen mehr als übertroffen wurden.
Die Geschichte der drei Frauen wird auf eine so liebevolle, ruhige und gar sanfte Art und Weise erzählt, wie ich das bisher bei keinem weiteren Film erlebt habe. Wer hier viel Handlung erwartet, wird enttäuscht werden. Der Film bietet viel mehr als das: Tiefe. Er entreißt uns für zwei Stunden aus unserem Alltagstrott, lässt uns in die Welt der drei Frauen eintauchen, lässt uns ihre Gedanken und Gefühle erahnen und schafft es, dass man ein Teil des Ganzen wird - die Traurigkeit, die Resignation und die Hilflosigkeit gar selbst miterleben und spüren kann.

Zu den drei großen Schauspielerinnen sei gesagt, dass sie sich mit diesem Film in mein Herz gespielt haben. Großartig, wie lebendig und authentisch sie ihre Charaktere rüberbringen. Nicole Kidman hat mir besonders gefallen, da sie in diesem Film eher "im Hintergrund" wirkt und zeigt, dass sie auch "hässlich" (wobei das relativ ist) so viel Schönheit ausstrahlen kann. Meiner Meinung nach hat sie den Oscar zu Recht bekommen. Alle Damen zeigen eine Oscar-reife Leistung. Ganz großes Kino, mit viel Gefühl und Tiefgründigkeit.

Keine leichte Kost für einen gemütlichen und lustigen DVD-Abend, denn er lässt Einen zurück mit Gedanken und einem Hauch von Melancholie......
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am 10. Januar 2007
Der Film spielt auf 3 Ebenen, Virgina Woolf überzeugend dargestellt von Nicole Kidman , Julianne Moore als Laura Brown und in der Rolle von Clarrissa Vaughan ist Meryl Streep zusehen. In weiteren Rollen sind Ed Harris als Aids kranker leidender Dichter, Toni Collette( About a Boy ...) Claire Daines( Romeo und Julia) zu sehen...also bis in die kleinsten Nebenrollen eine Top-Besetzung.

Virgina Woolf eine berühmte Schriftstellerin, kämpft in einem Londoner Vorort gegen ihre kranke Psyche.Aber heute wird sie dennoch schreiben: die Anfangssequenz ihres bedeutenden Romans und dessen Hauptfigur * Mrs. Dalloway*

Ich finde den Film sehr mitreissend und er geht an die Substanz, keine leichte Kost, man sollte den Film vielleicht nicht an depressiven Tagen sehen, er würde sich wohl noch zusätzlich aufs Gemüt schlagen, ein Film der einen beklemmenden Beigeschmack hinterlässt.

Excellent gespielt und umgesetzt, zurecht der Oscar für Nicole Kidman, wobei auch der Rest der Besetzung einen verdient hätte.
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