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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
24
4,2 von 5 Sternen
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am 28. März 2006
Harte Kost wird hier in diesem Drama serviert. Kevin Bacon spielt einen vorbestraften Pädophilen, der sich in seinem Leben nach dem Gefängnis zurechtfinden muss. Er bekommt Arbeit bei einem Sägewerk (daher wohl der Name des Films: The Woodsman) und lernt eine Arbeitskollegin kennen. Und Lieben? Aber kann er das überhaupt? Ist sein Trieb nicht stärker? Kevin Bacon brilliert in dieser schwer verdaulichen Geschichte als ein Mann, der mit sich selbst im Unreinen ist und sich selbst für das hasst, was er ist. Er spielt glaubwürdig und man nimmt ihm die innere Zerrissenheit des Protagonisten fraglos ab. Dabei wird nicht auf die Tränendrüse gedrückt oder dumme Klischees bedient. Ein Film, der nachdenklich stimmt und für jeden empfehlenswert ist, der nicht nur Popcorn in sich hineinstopfen will, wenn er sich eine DVD reinzieht.
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am 6. Februar 2007
"The Woodsman" behandelt die Resozialisierung eines Kinderschänders, der nach seiner Zeit im Gefängnis, wieder ein normales Leben beginnen möchte. Wirkt der Hauptprotagonist anfangs noch ziemlich unsympathisch, fiebert man im Verlauf der Handlung immer mehr mit ihm mit. Sein nicht einfacher Weg zurück ins Leben wird hervorragend gezeigt und alle Darsteller glänzen in ihren Rollen.

Trotz der doch sehr kurzen Spielzeit (ca. 85 Minuten) ein ganz großer Film, den man sich auch noch wesentlich länger ansehen hätte können. Kaufen!
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. April 2010
Hin und wieder überraschen uns Hollywood-Stars mit einigen, wenigen Film-Perlen aus der Independent-Szene, die eine eher ruhige, vollkommen unspektakuläre Erzählweise an den Tag legen, dafür aber ernste, oftmals auch tabuisierte Inhalte liefern, die alles andere als massenkompatibel sind.
Solche Filme fristen eher ein Nischen-Dasein, und doch sind sie alles andere als unwichtig. Filme, die den Fokus auf soziale Werte legen, auf reine Schwarz-Weiss-Malerei verzichten und sich voll und ganz auf das Schauspiel seiner Akteure verlassen.
Eine Solche Perle ist "The Woodsman - Der Dämon in mir", weil er das Thema Kindesmissbrauch, den Täter und seine Krankheit an sich und sein Umfeld in den Vordergrund stellt.

Der pädophile Walter hat für sein Vergehen an einer Minderjährigen zwölf Jahre im Gefängnis gesessen. In die Freiheit entlassen, hat er niemanden an den er sich wenden kann, außer seinem Schwager. Dieser verhilft ihm zu einer neuen Bleibe und einem Job in einer Holzfabrik, um den Start in ein "normales" Leben zu ermöglichen. Ehemalige Freunde, Arbeitskollegen und die eigene Familie meiden ihn; er entwickelt sich mehr und mehr zum Außenseiter, ist äußerst verschlossen und zeigt auch gegenüber seinem Psychologen wenig Mitteilungsbereitschaft. Nur seine Mitarbeiterin Vicky zeigt Mitgefühl und Zuneigung zu diesen gebranntmarkten Mann, baut gar eine Beziehung mit ihm auf.
Während sie versucht, tiefer in seine Seele zu blicken und ihm eine moralische Stütze zu sein, findet Walter sich immer öfter im Kampf mit sich selbst, mit seiner Krankheit, seinem inneren Trieb.
Die Tatsache, dass er direkt gegenüber eines Schulhofes wohnt und die Bekanntschaft mit einem jungen Mädchen, die im gleichen Bus unterwegs ist, mit diesem er nach der Arbeit stets die Heimfahrt auf sich nimmt, macht seine Lage nicht einfacher...

Beinahe wäre dieser kleine, aber ungemein ergreifende Film unbemerkt an mir vorbeigegangen. Ein paar wiederholende Ausstrahlungen auf den dritten Sendern hatten es mir ermöglicht, ihn mehrmals sehen zu können. Mit jedem Male gefiel mir der Film mehr und mehr. Das ernste Thema und die tadellosen Darsteller-Leistungen hatten wesentlichen Anteil daran. Allein Kevin Bacon in der Rolle des Walter und seine Schauspielkollegin und Ehefrau Kyra Sedgwick als Vicky, mit ihrem einfühlsamen, intensiven, aber nie übertriebenem Spiel, machen einen Blick in diesen Film mehr als lohnenswert.

Interessant an "Woodsman" ist, dass er vorurteilsfrei mit seiner Thematik und der Figur des Walters umgeht. Auch wenn ihn die meisten Menschen in seiner Umgebung wegen seiner Tat als Monster betrachten und ihn ihre Verachtung spüren lassen, wird er doch als an sich guter, aber auch hilfesuchender Mensch vorgestellt. Ein Mensch, der innerlich zerissen ist, dessen Vernunft und krankhaftes Verlangen sich nur zu oft gegenüberstehen. Dass er seine eigene vor Jahren begangene Tat verabscheut, sich selbst nicht erklären wie es überhaupt soweit kommen konnte, sich selbst die Frage immer und immer stellt, ob und wann er jemals wieder normal" sein wird... Dieser Umstand erlaubt es auch, einer solchen Figur Sympathie schenken zu dürfen, mit ihm zu fühlen und zu leiden.

Ein großartiges, bewegendes Drama, das die Menschen beleuchtet, die irgendwo zwischen Angst, Schuld, Vergebung und Hoffnung stehen. Ein Film, über dessen Inhalt diskutiert werden kann... oder sogar muss.
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am 19. März 2007
Diesem Film gelingt es, dank der überzeugenden, eindringlichen Schauspielerleistungen, ein äußerst sensibles Thema auf mitreissende Weise darzustellen.

Man folgt Kevin Bacon auf seiner Reise in das eigene Ich und bemitleidet seine verzweifelten Versuche, der furchtbaren Versuchung seiner psychischen Erkrankung zu entkommen...Mal verabscheut man diesen Charakter, dann wünscht man ihm die erhoffte Normalität...Ein unangenehmer, genial inszenierter und fantastisch gespielter Film. Kevin Bacon wird immer besser, je älter er wird!!!!
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am 2. März 2007
Dieser Film ist sehr eindringlich. Die Thematik der sexuellen Belästigung von Kindern ist weitgehend immer noch tabuisiert. Damit räumt dieser Film auf. Er zeigt die Seite des Täters, dessen eigene Wahrnehmung von sich selbst und der Aussenwelt. Kevin Bacon's schauspielerische Leistung hat mich in den Bann gezogen. Ich habe mich vorher wenig für diesen Schauspieler interessiert. Dies hat sich mit diesem Film schlagartig geändert. Wirklich Hut ab! Diesen Film kann ich vorbehaltlos empfehlen. Sehr einfühlsam, eindringlich und doch liebevoll produziert, was erfreulicherweise das eigentlich schlimme Thema in nichts abwertet oder verharmlost, wie man evt annehmen könnte. Unbedingt kaufen!
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am 10. Juli 2008
Kevin Bacon in einer seiner - wie ich finde - bewegendsten und zugleich besten Rollen.
Der Film spielt nicht mit Klischees und dummen Vorurteilen, sondern regt zum Nachdenken an. Man sympathisiert mit dem, der eigentlich so Schlimmes getan hat: einem Pädophilen. Man gönnt ihm die ganze Zeit, dass er es schafft, seinen Trieben zu widerstehen.
Die Perspektive des Films (teilweise aus den Augen des Täters) erhöht die Spannung um ein Vielfaches. Und man kann sich richtig hineinversetzen, mit was für einem unfassbar hohen Druck der Protagonist zu kämpfen hat.

Ein wahnsinnig spannender, gut gemachter und vor allem wichtiger Film!
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am 7. Juni 2008
...und das ist auch gut so, denn seit John McNaughtons Erotik-Thriller 'Wild Things' aus dem Jahre 1998 und 'Mystic River' war es etwas ruhig um den Schauspieler geworden, der nun in Nicole Kassells 'The Woodsman' zeigen kann, dass ihm mit seinem einfühlsamen Spiel auch ernste Rollen und gelingen können.

Bacon spielt Walter Rossworth, einen Straftäter, der wegen Kindermissbrauchs 12 Jahre hinter Gittern verbracht hat und nun in das Ungewisse entlassen wird. Den Kontakt zu seiner Familie hat er längst unterbrochen, seine Schwester will nichts mehr von ihm wissen, nur sein Schwager Carlos (Benjamin Bratt) hält sporadisch die Illusion von Freundschaft aufrecht, ohne jedoch zulassen zu wollen ihn in die Nähe seiner Tochter, Walters Nichte zu lassen. Als Walter auf der Arbeit im Sägewerk der Kollegin Vicki (Kyra Sedgwick) näherkommt und sich eine Affäre entwickelt, kommen die Probleme erst noch auf ihn zu. In Person seiner Dämonen, die ihn in eine ultimative Probe münden lassen und in der Figur des Detective Lucas (Mos Def aus 'Per Anhalter durch die Galaxis'), der ihn wiederholt in seiner Wohnung aufsucht und keinen Hehl daraus macht, dass er ihn hasst.

Filme über Kindesmissbrauch sind immer eine heikle Sache und eine Wanderung auf dem schmalen Grat, da sie sehr polarisieren und selbst bei gut gemeinter Botschafter platt wirken. Da es hier aber vordergründig um die Resozialisierung und die damit einhergehende Isolation der Hauptfigur geht, gelingt es Nicole Kassell, den Zuschauer mit der Zeit von Walter zu überzeugen. Das ist der große Clou des Films. Als Aufhänger dient dabei die Tatsache, dass Walter nahe einer Grundschule wohnt und dabei beobachtet, wie ein Mann Tag für Tag Kinder anspricht. Auch die Einsamkeit der Hauptfigur wurde filmisch dahingehend realisiert, dass Kevin Bacon in kaum einer Einstellung mit mehr als einer anderen Person zu sehen ist und so ziellos durch sein leeres Appartement streift.

Fazit
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'The Woodsman' ist ein Film über ein gewagtes Thema und dabei erfreulich unpathetisch und unaufgeregt. Doch eigentlich verdankt der Film dies seinen beiden Hauptfiguren. Kyra Sedgwick und Kevin Bacon liefern schauspielerisch eine so grandiose Leistung ab, dass ohne die Beiden der Film wohl nicht diese Klasse erreicht hätte. Bis jetzt der überzeugendste Film zu diesem Thema.
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am 19. November 2005
Ich habe den Film bereits im Kino gesehen und war begeistert ob der sensiblen, dennoch klaren Umsetzung eines doch sehr heiklen Themas. Die typische "Gut/Böse" Darstellung bleibt gänzlich fern und zwingt den Betrachter in die Welt des Täters miteinzutauchen - vielleicht mal ein wichtiger Ansatz um das System des Mißbrauches zu knacken...! Jedenfalls zeigt dieser Film nur das was passieren kann ohne mit Tränendrüsenmaschen und althergebrachten Mustern zu arbeiten.
Ein gelungenes Werk!
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am 19. September 2007
Dieser Film ist nichts für leute die sich ihre Fernsehzeit mit Action Blockbustern oder die nur bei Gemetzel ihre Augen aufkriegen.
"The Woodsman" ist definitiv ein Film für Leute die sich auch gerne mal einen unbequemes Drama anschauen ohne jegliche Romantik , Kitsch oder sonstige Melodramatische Töne.
Dieser Film kommt dabei mit einem recht provozierenden, aber nie plakativen Thema der Pädopholie daher.
Dabei geht es hier nicht um etwaige gezeigte Greuel Szenen oder puren Shock mechanismus , nein , hier geht es eher um Menschlichkeit und Vergebung , um Recht und Unrecht und um die Kernfrage: Darf ein Mensch der Pädophil ist auch ein normales leben führen?

Höchst neutral aber zutiefst bewegend und beklemmend versucht dieser Film diese Frage zu beantworten.
Ob es ihm gelingt muß jeder selber erfahren.
Es bleibt ein zutiefst beeindruckender Film mit einigen wenigen Längen und einem wirklich göttlich und begnadeten Kevin Bacon der hiermit beweist das er einer der charismatischten Schauspieler seiner Zunft ist.

Die DVD liegt im absoluten soliden Bereich : Die Bildqualität ist sauber , weißt aber auf der Beamer Leinwand ziemliche Artefakte und teilweise verschwommene assagen auf. Der Ton ist zwar klar aber bedingt und passend zum ruhigen Erzählfluß des Filmes mit wenig Druck. Die Extras enttäuschen jedoch auf ganzer Linie und als Käufer hätte man sich zu diesem Film mehr Informationen gewünscht.

Film:****
Bild:***
Ton:***
Extras:*
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am 14. April 2007
Das auf einem Theaterstück beruhende Drama "The Woodsman" handelt von dem Kinderschänder Walther (Kevin Bacon), der nach einer langjährigen Gefangnisstrafe wegen des Missbrauchs Minderjähriger versucht, in einer ihm ablehnend gegenüber stehenden Gesellschaft zurecht zu kommen. Schauspieltalent Bacon zieht hierbei alle Register seines Könnens und wartet mit einer unglaublich nuancierten und feinfühligen Darstellerleistung auf - wobei nicht unerwähnt bleiben sollte, dass seine deutsche Synchronstimme (in diesem speziellen Fall) etwas zu 'metallisch', zu eindimensional klingt, weswegen es durchaus sinnvoll erscheint, das Erstlingswerk der Regisseurin Nicole Kassell im englischen Original anzuschauen. Auch ganzheitlich gesehen ist die Vertonung von eher mäßiger Qualität und leidet an einem unausgewogenen Lautstärkeverhältnis zwischen musikalischer Untermalung und Sprechstimmen. Des Weiteren entspricht die Kameraführung, bis auf wenige sehr gelungene Passagen, nicht heutigen Standarts und der Soundtrack, der sich weitestgehend aus Black-Music-Anleihen zusammensetzt, passt nicht recht zum Film. Außerdem wird hinsichtlich des Set-Designs und der Locations deutlich, dass die Produktion von "The Woodsman" unter Lee Daniels ("Monster's Ball") etlichen Sparmaßnahmen unterworfen war, da sich die großen Filmstudios offensichtlich des brisanten Themas anzunehmen scheuten. Fazit: Ein inhaltlich eindringlicher und fesselnder Film, wenngleich in seiner Erzählgeschwindigkeit und seinem Handlungsverlauf von eher ruhiger Natur. Kevin Bacons 'One-Man-Show' ist eine fascettenreiche Meisterleistung und dem gesamten Team hinter "The Woodsman" gebührt Respekt für die mutige Entscheidung, eine derart komplexe und umstrittene Geschichte zu verfilmen. Leider muss ich im Vergleich zu anderen Filmen zwei Bewertungspunkte abziehen, da das Drama auf technischer (!) Ebene nicht durchgängig überzeugen kann.
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