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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
18
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Format: Audio CD|Ändern
Preis:17,99 €+ 3,00 € Versandkosten


am 10. Juni 2011
Für viele ist das Album - ? - das schwächste Album von Neal Morse. Vielleicht liegt das auch daran, dass es nur ein Jahr nach dem sagenumwobenen - One - veröffentlicht wurde, und mit einer Spielzeit von gerade mal knapp 57 Minuten für Neal Morse Verhältnisse sehr sehr kurz ausgefallen ist. Der Zyklus jedes Jahr ein Album mit einer fast achtzigminütigen Spielzeit zu veröffentlichen, stellt natürlich auch die Fans vor eine Herausforderung.

Persönlich kann ich nicht sagen, dass dieses Album weniger gut oder schwächer sein soll als - Testimony oder One. Im Gegenteil das Album enthält, wenn auch in etwas verkürzter Form, alle Fähigkeiten und Stärken von Neal Morse. Tolle Arrangements und Melodien wechseln sich mit instrumentalen Solis ab. Das klingt zwar alles sehr vertraut und familiär, ist aber auf - ? - wieder ganz anders und neu verpackt. Dieses Mal gibt es im instrumentalen Bereich noch einen sehr schönen Leckerbissen, denn neben Roine Stolt (The Flower Kings) liefern auch Steve Hackett und Neals Bruder Alan einen musikalischen Beitrag zu dem Album.

? - ist ein Lied mit unterschiedlichen 12 Kapiteln, und schildert die Suche nach dem Tempel des lebenden Gottes, und endet mit der Konklusion, dass man diesen nur im Herzen eines jeden Menschen finden kann.
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am 5. Oktober 2014
Neal Morse, der endlos Musiker, macht immer wieder die Musik die im Kopf bleibt. Auch wenn die Grundstruktur immer, fast immer, identisch ist, wirkt sie aber nie langweilig. Das kommt wohl daher das er immer wieder was neues reinpackt und einen aufhorchen läßt. Morse überzeugt mich immer und immer wieder. Dieser gläubige Mensch hat eine Seele die aus Musik besteht. Genial.
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am 25. September 2009
Generell war Neal Morse für mich Neuland. Als ich aber True TV sah, habe ich gedacht: Wau, dass ist Musik, die mich berührt. Als ich mir dann die CD bei Amazone bestellt habe und im Auto rauf und runter gehört habe, da fand ich ihn noch besser. Bei "?" ist der Tempel Gottes der Leitfaden, der sich durch die ganze CD zieht. Genial, dass u.a. Musiker von Dream Theater mitgewirkt haben. Es gibt Passagen, die mich manchmal an Genesis erinnern. Ich kann Neal Morse nur empfehlen, der auf Classicrock-Elemente steht.
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am 19. November 2005
Was soll man zu einem neuen Neal Morse-Album noch schreiben ? Daß der Mann sich immer wieder Ohrwurm-Melodien aus den Rippen leiert, ist bekannt. Daß er einen extremen Hang zur Selbstkopie hat, auch. Daß er auf stellenweise seine Werke mit zu exzessivem Gegniedel und zuviel Kitsch-Bombast verschlimmbessert, ebenso. Und doch packt einen auch dieses Album nach etwas Eingewöhnungszeit wieder ... man muß sich halt nur mit den genannten "Mängeln" arrangieren.
Trotzdem, Neal: Immer nur den selben Brei auftischen, um bloß keine Hörer zu vergraulen, wird langfristig genau dazu führen - also mal ein bißchen mehr Experimentierfreudigkeit...wie wär's mal mit anderen Musikern, einem anderen Mischer oder auch einem anderen Coverdesigner (zum 487.mal eine in der Einöde umherirrende Person ist wirklich nicht besonders kreativ).
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am 26. November 2014
Schon während seiner Zeit als Mastermind und fast alleiniger Komponist bei der US-Prog-Rock-Gruppe Spock`s Beard hatte Neal Morse nebenbei zwei sehr gute Solo-Alben herausgebracht (und praktisch allein eingespielt).
Nach seinem religiös motivierten Ausstieg bei SB legt Neal hier nun schon wieder seine dritte Solo-Arbeit vor (also insgesamt seine fünfte) und arbeitet außerdem mit Roine Stolt,Pete Trewawas und Mike Portnoy als Transatlantic zusammen (auch dort als Hauptkomponist,was man deutlich hört).
Bei dieser Veröffentlichungsmasse stellt sich natürlich die Frage,ob der Mann wirklich so kreativ ist oder einfach Mittelmaß am Fließband herstellt.
Für meinen Geschmack gilt für "?" das gleiche,wie für alle seine Arbeiten bei Spock`s Beard,Transatlantic und auch seine (Rock-) Solo-Alben,nämlich,daß er Musik auf hohem Niveau abliefert.
Manche Künstler wechseln ihren Stil nach einiger Zeit und rufen damit ein sehr gemischtes Echo hervor (zB Marillion);
Neal Morse bleibt seiner Linie treu,was Leute, wie ich,die davon nicht genug kriegen können,schätzen,während andere ihm mangelnde Weiterentwicklung,fehlende neue Ideen und gar Selbstplagiat vorwerfen.
Auch "?" macht da keine Ausnahme.
Wieder kriegt man ein rockiges,dennoch gefühlvoll anmutendes,mal mitreißendes,dann mit sehr eingängigen Melodien und langsamen Passagen umschmeichelndes Album geboten.
Auch seinen Sinn für pompösen,geradezu pathetischen Bombast,mit viel Schmalz angereichert,hat der gute Neal nicht verloren.
Der Künstler sieht nach eigener Aussage alle Tracks eigentlich als einen epischen Longtrack,und entsprechend geschlossen wirkt die ganze Scheibe auch.
Wie auf den beiden vorherigen Alben kriegt man auch hier wieder rein religiöse Texte zu hören,was mancher schon als aufdringlich oder gar lästig bezeichnet hat;mich stört`s nicht.
Trotz der Ähnlichkeit zu den alten Sachen mit Spock`s Beard ist auf eineigen seiner Solo-Alben ein gewisser Rückgang in Sachen Progressivität und dafür eine etwas erhöhte Eingängigkeit der Songs auszumachen,wovon hier allerdings nicht viel zu hören ist.
Wie man das 2005 bei InsideOut erschienene Album beurteilt,hängt sicher davon ab,ob man "One" "Snow" usw schätzt oder nicht, und ob man die,trotz der neuen Melodien,zweifellos vorhandenen Ähnlichkeiten akzeptiert (oder gar wünscht) oder alles als Endlosschleife empfindet.
Nicht neu ist auch,daß er sich mal wieder mit hochkarätigen Gastmusikern,wie Jordan Rudess,Mike Portnoy (beide Dream Theatre),Roine Stolt (Flower Kings),Steve Hackett (Ex-Genesis),seinem Bruder Alan Morse (Spock`s Beard),Randy George und dazu vielen anderen an Cello,Violine,French Horn ua umgeben hat und diese einen tollen Job machen.
Auch die Produktion und der Klang der CD ist soweit OK,daß Ken Love beim Mastering die Dynamikwerte in den Keller gefahren und dazu hoch ausgesteuert hat,ist leider auch nicht neu...seufz.
Die Aufmachung der CD ist,typisch InsideOut,sehr ansehnlich geraten.
Für mich reiht sich "?" in das Gesamtwerk des Musikers nahtlos ein.
Schöne Melodien,Professionalität und viel Emotion,dazu seine angenehme,bluesig-rockige,gefühlvolle Stimme.Einfach stark.
Und wenn ich jetzt noch schreibe "typisch Neal",dann meine ich das nur positiv.
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am 5. September 2013
Was soll man sagen? Neal macht wie immer das, was er am besten kann. Neal halt.
Einen kleinen Unterschied gibt es bei ? doch: die CD ist nur etwas über 56 Minuten lang...

Neal wiederholt sich ständig. Dafür wird er gehasst, aber auch geliebt, da man sich darauf verlassen kann. Ausnahmen gibt es, so z.B. seine Weihnachts-CD mit seiner Familie. Kennt die hier jemand?
Vor allem weil sein Level immer hoch bleibt und er weiss, da er es kann.

Natürlich gebe ich dem einen in seiner Rezi recht, man weiss wirklich nicht immer, welche CD jetzt im Player ist, aber bei Morse ist es eigentlich auch egal, es klingt gut...
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am 15. Juli 2011
"?" gehört zu den NEAL MORSE-Alben, die sowohl bei den Fans, aber noch mehr bei den Kritikern nicht allzu gut wegkommen. Warum? Nach "Testimoney" und "One" hat so manch Kritiker sich auf den "Morse of the same"-Faktor eingeschossen. Bei NEAL MORSE geht es mir wie bei meinem Lieblingsitaliener. Die Pizzen schmecken immer ziemlich gleich.......und immer ziemlich einmalig gut. Natürlich gehe ich nicht jeden Tag zu meinem Lieblingsitaliener...... Das Ganze will gut portioniert sein.
Nun aber zu "?". Ja, es ist ein typisches NEAL MORSE-Album mit all den Zutaten, die dieser fantastische Musiker und Songwriter seiner Musik beigibt.
"The Temple of the living God" ist ein idealer Opener. Windgeräusche im Hintergrund, ein gefühlvolles Piano und der sehr stimmige Gesang des Meisters führen uns in ein neues Musikabenteuer. Nach ca. 2 Minuten wird die Ruhe und Besinnlichkeit zur Seite geschoben und ein progressiver Vulkan beginnt auszubrechen.
"Another World", "The Outsider" und "Sweet Elation" sind 3 kürzere Stücke, die das Gesamtkonstrukt dieser CD zusammenhalten. Mal rockig, dann wieder verträumt ruhig. Innerhalb seines Kosmos ist NEAL MORSE ein Meister.
"Solid as the Sun" ist ein AOR-angehauchter US-Rocker. Auch das Gehört zu Mr. Morse.
Bei "12" hört man, auch wenn das nichts neues ist, für einen kurzen Moment ein cooles Piano. "Entrance", "Inside his Presence" und "The Temple of the living God" führen uns ans Ende dieser knapp 57minütigen Musikreise.
Fazit: NEAL MORSE ist NEAL MORSE ist NEAL MORSE ist NEAL MORSE........und das ist verdammt gut so. Jepp, kaufen.
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am 3. November 2005
Neal Morse ist mit seinem dritten Soloalbum seit seinem Ausstieg bei Spock's Beard wohl das überzeugendste Album seit seinem letzten Zutun bei den ‚Bärten', „Snow", gelungen - und das gilt sowohl für seine Veröffentlichungen als auch die seiner Ex-Kollegen seither. Nach dem guten, aber wenig spektakulären „Testimony" (2003) und dem für das geübte Prog Rock-Ohr schon wieder extrem gut zu hörenden „One" (2004), das allerdings leider nicht durchweg Spannung und Abwechslung hoch halten konnte, ist das schlicht mit einem Fragezeichen betitelte Album von 2005 ein Paukenschlag, den man Neal Morse so vielleicht nicht mehr zugetraut hätte. Von der ersten bis zur letzten Sekunde überzeugt das 56:28 Minuten lange Konzeptalbum mit durchweg brillantem Songwriting, exzellenten Instrumentalleistungen sowie einer unnachahmlichen Abwechslung, und all das mit einem Gespür für plötzliche Wechsel und vortreffliche musikalische Überraschungsmomente, das man seit Spock's Beards Album „V" und dessen Opener „At the End of the Day" in dem Genre kaum mehr erlebt hat.
Gleich mehrere Themen, die sich wie ein roter Faden durch das Album ziehen, schweißen die zwölf Tracks, die ohnehin geschickt ineinander übergehen, zu einem kohärenten Verbund zusammen. Da wären zunächst die spannenden, leicht gespenstigen Klavierakkorde ganz zu Beginn, die gleich eine fesselnde Atmosphäre erzeugen und zwischen Tracks Nummer 11 und 12 wieder auftauchen. Vor allem aber ist es die Melodie zu dem Refrain „And then after all, with our backs against the wall, We seek the temple of the living god", die immer wieder als Leitmotiv auftaucht, aber niemals in gleicher Umgebung, sondern mal balladesk, mal hintergründig, mal hoch expressiv und bombastisch. Eine weiteres markantes Thema präsentiert sich bei „The Outsider". Was mit einer rhythmisch punktierten, im ersten Moment kitschig wirkenden Melodie beginnt, spinnt sich hochinteressant weiter in Instrumentalpassagen, die den gleichen akzentuierten Rhythmus beibehalten und nach und nach tolle Drives und sich verdichtende Atmosphären darüber. Bei „Entrance" wird das Ganze sogar nochmals aufgegriffen - hier passt alles zusammen, und schon beim ersten Hören beeindrucken die Wiedererkennungswerte einzelner Fragmente innerhalb des Albums. Die Musik befindet sich ständig in einer Entwicklung - niemals verharrt der Ausdruck mehrere Takte lang. Die Spannungsbogen sind packend konstruiert und greifen beim Hören vorzüglich - eine wesentliche Verbesserung gegenüber der letzten Alben. Dazu tragen auch die feinfühligen Melodien bei, die sehr eingängig sind und trotzdem anspruchsvolle Harmonien aufweisen. Zum Ausdruck kommen sie in vielerlei Form - zart und zerbrechlich, klagend, kraftvoll, expressiv und sogar in Gänsehaut erregenden Chorpassagen (fast a cappella) bei „In The Fire".
Der instrumentale Unterbau des Albums ist in seinem Facettenreichtum zahlreicher, sich blendend ineinander fügender Versatzstücke schier phänomenal. Die super lebendigen und genial groovenden Basslines inklusive coolen Walking Bass-Passagen (im ersten Track) und sogar einem Bass-Solo („Solid As The Sun") steuert wie beim letzten Album wieder Randy George bei, der ganz offensichtlich auf alte Genesis-Platten steht. Zusammen mit den abwechslungsreichen Grooves bilden die Drums, wieder unverkennbarerweise von Dream Thater-Ass Mike Portnoy eingespielt, eine tighte Rhythmussektion voller Detailarbeit. Gitarren und Keyboards werden vor allem von Neal Morse selbst eingespielt, der aber durch Gastauftritte von Jordan Rudess (Dream Theater), Roine Stolt (The Flower Kings), Bruder Alan Morse (Spock's Beard) und Steve Hackett (früher Genesis) Unterstützung erhält. Die vorgetragene Bandbreite an musikalischen Einflüssen ist dabei selbst für Neal Morse-Verhältnisse gigantisch und dürfte den Horizont so mancher Prog Rock-Hörer erweitern - wunderbare Clean-Gitarren, heftige Hard Rock-Passagen, astreiner Klavier-Jazz, frickelige Keyboard-Soli (Hallo, Mr. Rudess!) ‚funkige' Breaks mit Swing-Trompetenakzenten, ein Saxophon-Solo, eine Prise spanischer Gitarre, eine orientalisch anmutende Passage. Und nicht zuletzt der eingesetzte Dudelsack statt oft gehörter Blechbläser im monumentalen Ausklang von „Inside His Presence" deutet von der Extravaganz dieses Albums.
Was Lyrics und Botschaften betrifft kann man natürlich bereits geteilter Meinung sein, seitdem Neal Morse seine Erleuchtung gefunden hat. Die Texte sind auch hier gespickt mit Psalmen und Evangelium-Zitaten und drehen sich um die Suche nach Gott, wie es auf seiner offiziellen Homepage heißt „physically, figuratively and spiritually". Bei „?", das aufgrund des wiederkehrenden Themas „(We seek) the temple of the living God" auch genau so hätte heißen können, endet eben diese Suche mit „And now that it's done, the heart of every one can be the temple of the living God". Und, ehrlich gesagt, so lange keiner vorschreibt, WIE man (einen) Gott suchen soll, darf doch ruhig darüber geredet werden, oder? Vielleicht besingt Neal Morse auch Ähnliches wie viele, viele Andere, nur mit einer anderen Sprache. In diesem Sinne dürften die Lyrics das Gros der Prog Rock-Fetischisten nicht zu dem Fehler verleiten, nicht eines der vollkommensten Alben des Prog Rock-Genre ihr Eigen nennen zu wollen.
Bleibt zu „?" nur noch eines zu sagen: „!"
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VINE-PRODUKTTESTERam 31. Oktober 2005
Melodien voll Zauberkraft, Harmonie-Gesang voller Magie, Riffs & Breaks, dass es nur so kracht - Neal Morse in voller Blüte, kreativer und packender denn je. Und, was dem Gesamteindruck sehr zugute kommt, kompakter und griffer als die (vielleicht)etwas zu lang geratenen Vorgänger "One" & "Testimony". Die Produktion ist druckvoll & transparent, Neals außergewöhnliches Songwriting über jeden Zweifel erhaben und die (Gast-)Musiker sprühen ihr begnadetes Talent aus den Boxen, dass es nur so funkt. Neal Morse ist mit "?" erneut ein großer Wurf gelungen - kaufen & aufdrehen !
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am 16. November 2005
Mit "?" legt Neal Morse sein mittlerweile siebtes Soloalbum vor; das fünfte nach dem spektakulären Ausstieg aus seiner Hausband "Spock's Beard" und der Supergroup "Transatlantic". Morses letzte Veröffentlichung war die eingängige Poprock- CD "God won't give up"; davor kam die klavierorientierte Worshipscheibe "Lead me Lord". Obwohl beide CDs auf ihre Art hörenswert waren, ist erst mit "?" die alte Höchstorm zurückgekommen. Morse knüpft da an, wo er bei "Testimony" und "One" aufgehört hat: Progressiver melodischer Rock und Balladen, getränkt von Emotionalität, Pathos und Bombast. Und man muss klar sagen, dass der sympathische Amerikaner für diese Art von Musik einfach ein Händchen hat: "?" ist erneut ein Meisterwerk geworden. Daran hat sicher auch die hervorragende Band ihren Anteil: Neben den "üblichen Verdächtigen" Mike Portnoy (Dream Theater) und Randy George (Ajalon) geben Alan Morse (Spock's Beard), Steve Hackett (Ex- Genesis), Roine Stolt (Flower Kings) und Jordan Rudess (Dream Theater) musikalische Gastspiele.
Mit einem mitreißenden melodischen Opener geht es los, danach wird es erst mal etwas seichter, bevor mit "Into the Fire" und "Solid as the Sun" die rockigen Gitarren ausgepackt werden. Als neue Elemente fügen sich Talkbox-, Ethno- und Chorpassagen nahtlos in den Gesamtsound ein, so dass nur böswillige Menschen von kreativem Stillstand sprechen können. Einzige Länge ist das etwas selbstmitleidige "Outside looking in", das nicht die emotionale Tiefe von "Cradle to the Grave" (von "One") erreicht. Am Schluss wird das Anfangsthema noch einmal variiert und wiederholt, so dass insgesamt knapp eine Stunde Laufzeit zusammen kommt. "?" ist also deutlich kürzer als "One" und "Testimony".
Textlich ist "?" erwartungsgemäß erneut hartes Futter für Nichtchristen. Natürlich steht Morses Beziehung zu Jesus und der Bibel noch immer im Mittelpunkt; diesmal geht es hauptsächlich um die Bedeutung des Tempels vom Alten Testament bis in unsere heutige Zeit. Klar, dass es dabei symbolischer, allegorischer und mehrdeutiger zugeht als auf "Testimony" und "One". Dennoch: Dass nicht jeder Hörer diesem Thema was abgewinnt, kann sogar ich als Christ verstehen. Ich höre mir ja auch ungern Black Metal- Texte an. Jedenfalls sind die "?"- Texte kein bloßer Aufguss von Morses älteren Stücken, sondern bieten eine interessante neue Betrachtungsweise.
Mir bleibt am Ende nix anderes übrig, als völlig subjektiv erneut die Höchstnote zu vergeben. Die CD ist musikalisch, textlich und soundmäßig bis auf die genannten Durchhänger fast perfekt. Ich bin begeistert.
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