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am 26. Oktober 2005
Bei den kritischen Rezensionen frage ich mich, ob deren Verfasser dieses Album (nicht nur ausschnittsweise!) überhaupt gehört haben oder nur vorgefertigte, auf einem Wust an Vorurteilen basierende Meinungen wiederkäuen.
Zudem kann bei einigen Diskussionen, die man etwa in den einschlägigen Foren zu dem Album führt, der Eindruck entstehen, dass es gar nicht sein darf, dass ein neues Album mit "Keeper of the seven keys" im Titel auch nur den Hauch einer Chance gegen die Klassiker aus den späten 80ern haben darf. Insofern müsse das vorliegende Werk ja schon fast aus Prinzip schlecht bewertet werden.
Man kann nur hoffen, dass jene Leute ihre Scheuklappen ablegen und dem Werke trotzdem eine Chance geben werden, denn dann werden sie vielleicht merken, dass "The legacy" seinen übermächtigen Vorgängern nicht nur locker das Wasser reichen kann, sondern überdies das beste Helloween-Album seit Jahren darstellt. Und das liegt nicht nur an dem mit 78 Minuten Gesamtspielzeit verteilt auf 2 CD's großem Gegenwert fürs Geld.
Ich will gar nicht bestreiten, dass ein paar schwache Momente auf dem Album gibt, zumal ich der Meinung bin, dass man bessere Auslese hätte betreiben sollen und die nicht ganz so überzeugenden Titel einfach weglassen und stattdessen das Ganze auf nur einem Silberling hätte rausbringen sollen. Diese CD mit ausnahmslos Highlights wäre dann das Beste, was Helloween in ihrer 20-jährigen Geschichte meiner Meinung nach jemals(!) gemacht hätten. Aber das ist Wunschdenken, da es "The legacy" nun mal in dieser Form gibt. Allerdings unterscheidet sich die Realität vom Wunsch nur marginal.
Sämtliche Großtaten des Doppel-Albums zu besprechen würde bei weitem den Rahmen dieser Rezension sprengen, daher möchte ich mich auf ein paar ausgewählte Glanzstücke beschränken, die meiner Meinung nach Helloween auf der Spitze ihres kompositorischen Könnens zeigen. Hier seien vor Allem die beiden überlangen Epen, die jeweils am Anfang der beiden CD's stehen, genannt. "King of the 1000 years" und "Occasion avenue" sind wahre Ungetüme von Songs. Was die Herren um Andi Deris hier zusammengeschustert haben spottet jeder Beschreibung. Helloween in Reinkultur. Insbesondere das düstere "Occasion avenue" hat es mir angetan. Schlichtweg der Hammer!
Weitere Höhepunkte stellen für mich "The invisible man", "Born on judgement day", "Pleasure drone", "Do you know what you're fighting for" und "Come alive" dar. Vor Allem CD 1 ist randvoll gepackt mit Highlights. Selbst die aus der Reihe tanzende Single "Mrs. God" weiß zu gefallen. Ein Song mit permanentem Augenzwinkern.
Einen Ausfall im Sinne einer Totalkatastrophe konnte ich auf dem gesamten Doppel-Album nicht ausmachen. Allerdings nimmt die Qualität der Lieder im Verlauf der zweiten CD etwas ab, da sie sich zu sehr gleichen. Aber abgesehen davon weisen alle Songs neben einer brillanten Instrumentenarbeit einen tollen Refrain auf, der einen sofort an sich bindet.
"The legacy" vermag es die hohen Erwartungen mehr als zu erfüllen, an der diesjährigen Power Metal - Konkurrenz im Eiltempo vorbeizuziehen und darüber hinaus eine würdige Erbschaft anzutreten. Für mich trotz des Bekanntheitsgrades der Band und der Vorgängeralben die Überraschung des Jahres!
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am 4. November 2005
Fast 20 jahre nach der Veröffentlichung von Keeper Pt. 1 und Pt.2 (zweier der besten Alben dieses Genres aller Zeiten!!!!) und vielen schwachen weiteren Alben (na ja einige waren auch ganz gut...) wagte ich schon nicht mehr daran glauben das HELLOWEEN nochmal sowas hinbekommen würden. Schon die Ankündigung eines neuen KEEPER`s ließ die Spannung steigen, weil ich nicht glauben konnte dieses Thema wiederzubeleben ohne was großes im Köcher zu haben. Andererseits ohne Michael Kiske und Kai Hansen war auch eine gehörige Portion Skepsis vorhanden. Aber schon die Single "Mrs. God" ließ mich jubeln, und nach den ersten Durchläufen des Doppel-Albums kann ich mich vor Begeisterung kaum retten. Klar klingt die Musik heute anders als vor 20 Jahren, klar kann auch bei diesem Album Andi Deris einem Michael Kiske nicht das Wasser reichen, aber dennoch jeder einzelne Song ist ein kleines Meisterwerk für sich. Der 13minütige Opener "THE KING FOR A 1000 YEARS" ist klassischer Helloween-Stoff alter Schule, "OCCASSION AVENUE" verbindet HELLOWEEN mit modernem Sound und bietet ganz große Unterhaltung. Die wunderschöne Ballade "LIHGTS IN THE UNIVERSE", der geniale Rocker "DO YOU KNOW WHAT YOU FIGTHING FOR" oder das abschließende epische Highligt "MY LIFE FOR ONE MORE DAY" gehören mit Sicherheit zum besten was Helloween in den letzten 20 Jahren und im Genre überhaupt veröffentlicht wurde! Einfach grandios! Pflichtkauf!
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am 1. November 2005
Ob der Versuch, einen dritten Teil ihres Metal-Meilensteins "Keeper Of The Seven Keys" zu produzieren, jetzt von Mut spricht oder einfach nur dem Wunsch, sich wieder mehr ins Gespräch zu bringen, sei dahingestellt. Was wohl niemand wirklich erwartete war auch ein Nachfolger in Sachen Qualität. Solch zeitlose Klassiker gibt es einfach nicht mehr. Metallica werden nie wieder ein "Master Of Puppets" bringen, Slayer nie mehr ein "Reign In Blood" und Helloween nie mehr so ein perfekltes Power Metal-Album, wie "Keeper 1". Ohnehin pendelten Helloween in den Jahren darauf immer wieder zu sehr zwischen "erhabenem Power Metal" und "Dieter Bohlen mit elektrischen Gitarren. Die Neunziger waren dennoch erfolgreich. Nachdem man mit "Master Of The Rings" und "Time Of The Oath" dank Japan kommerzielle Highlights feierte, gab es mit den thrashigen "Better Than Raw" und "Dark Ride" auch weltweit grössere Aufmerksamkeit und kreative Höhepunkte. Dann kam "Rabbit Don't Come Easy", ein Album, dass Dieter Bohlen auch kaum schwächer hinbekommen hätte, wäre da nicht die drei hervorragenden Kompositionen des neuen Gitarristen Sascha Gerster gewesen. So, und was kommt nun, als "Keeper 3", ohne Hansen, den durch Suizid verstorbenen Schwichtenberg und den mittlerweile öfters psychiatrisch auffällig gewordenem Kiske?

Die erste CD kann voll und ganz überzeugen. Der erste Track, "King For A 1000 Years" bietet eines dieser epischen, überlangen Meisterwerke. Ein nahezu perfekter Song. 99% aller Metalbands würden ihre Hörer mit Songs über der 5minuten-Marke ins Wachkoma langweilen. Hier hat man fast 14 Minuten metallischen Hochgenuß. Man bedauert fast schon den Moment, an dem das Lied endet. Nur halb so lang, aber ebenso spannend bis zur letzten Sekunde ist Gersters erster Beitrag, "Invisible Man". Mit "Born On Judgement Day" liefert auch Weikath einen gleichwertigen 6-Minuten-Song, und man bekommt das Gefühl, einer wahren Metal-Oper der Meisterklasse beizuwohnen. Der Start ist absolut gelungen. Danach werden etwas kleinere Brötchen gebacken, bzw. kürzere Songs geliefert, aber Gerster-Song Nr.2, Pleasure Drone", ist einwandfrei und lässt die Cochlea-Freuden nicht abreissen. Dann die erste Gurke: "Mrs.God", eine absolut belanglose 3-Minuten-Nummer. "Silent Rain", Gersters letztes Werk, bietet wieder gefälligen Helloween-Happy Metal. Lange nicht so berauschend, wie die erste Stücke, aber wirklich ok.

CD2 beginnt mit Occasion Avenue, dem absoluten Highlight der Platte. 11 Minuten Spielzeit, rauer gehalten als "king...", und von Anfang bis Ende gottgleich und anbetungswürdig. Danach ergreift aber leider Astral-Bohlen das Szepter bei Helloween, und mit "Light The Universe" ertönt eine dermaßen lepsche, belanglose und kitschige Ballade, dass die bis zu den Ohrläppchen gezauberten Mundwinkel ganz schnell wieder Richtung Genitalapparat gerissen werden. Auch "Do You Know", ein Midtempo-Nummer, ein bisschen an Dokken und Konsorten erinnernd, entschädigt nicht, denn das Lied ist nach "Mrs.God" und "Light..." wohl das Schwächste. "Come Alive" ist Happy Metal zum vergessen. Nicht schlecht, aber für Helloween durchschnittlich. Langsam geht der Unterhaltungswert wieder nach oben. "Shade In The Shadow" ist simpler Speed Metal mit leicht melancholischem Ton, für mich weit besser als die vorherigen Tracks. "Get It Up" ist wieder eher ein durchschnitter Rocker über's rocken, dafür ist der Closer "My Life..." schon wieder um ein paar Punkte genüsslicherer Power Metal mit Ohrwurmcharakter. Ein sehr versöhnlicher Abschluß.

Ja, irgendwie ein Album, dass man jedem geben kann, der gerne etwas über Helloween lernen möchte. Hier hat man alles, was Helloween in den letzten 25 Jahren ausgemacht hat. Genialität (Occasion Avenue, King For A 1000 Years) und leider auch belangloser Schlager-Appeal (Light The Universe, Mrs.God), hochkassige Metal-Epen mit Überüberlänge, eingängiger Speed Metal, Ohrwürmer, schräger Happy Metal, kitschige Balladen. Das gesamte Packet also, fast eine Art Zusammenfassung einer Karriere. Meiner Meinung nach hätten Helloween hieraus wirklich einen absoluten Klassiker machen können. Der hätte aber mit viel Luft nach oben auf eine CD gepasst. Aber allein für die ersten 4 Stücke und Occasion Avenue lohnt sich der Kauf.
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am 7. November 2005
Also als alter Helloween-Fan war ich schon ziemlich skeptisch was das neue Keeper-Album anbelangt!Zu unterschiedlich waren die vergangenen Komposition der Herren Deris und Weikath!Angefangen von dem eher durchschnittlichen Better than raw,bis zum dark ride war nichts dabei was mich vom Hocker riß!Aber das neue Album hat mich echt begeistert!Endlich macht es wieder Spaß eine neue Helloween-Scheibe einzulegen!Angfangen vom superben King for a 1000 years,über das sehr gute Invisible man,dann das kongeniale Occasion Avenue,bis zu den Gute-Laune-Liedern get it up und my life for one more day!!Deshalb klare 5 Sterne!Für mich die Überraschung des Jahres!!!Und bevor jemand denkt das hier alter Helloween-Stil nachgeahmt wird:NEIN!Ein neuer,einzigartiger Sound mit dem dazu passenden Sänger Deris wurde gefunden!!!Macht einfach Spaß die neue Platte!!Daumen hoch....weiter so!!!
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am 12. Oktober 2013
Legenden sterben nie... Der wunderbar melodische Power Metal der 90er

Wer's nicht kennt: [...]

Wer's nicht mag interessiert mich nicht.
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am 10. Januar 2013
Ehrlich gesagt ist es mir ein Rätsel was jetzt gerade dieses Album dazu prädistiniert der ultimative 3 Teil der Keeper of the Seven Keys-Alben zu sein. Es gibt keine Story, die weitergeführt wird wie bei Queensryches Operation Mindcrime2, und auch musikalisch orientiert man sich eher an der Deris-Ära. Andy Deris ist ein völlig anderer Sänger als der souveräne Stimm-Magier Kiske seinerzeit mit seiner angenehm klaren Heavy Metal-Stimme, er wird nie den künstlerischen Anspruch erfüllen können, den Kiske nunmal vorgegeben hat, wobei ich damit nicht sagen will, dass nicht auch Deris sein bestes versucht, aber sein gewöhnungsbedürftiges, oft recht nerviges kindliches Organ ist eben Geschmackssache, an dem sich durchaus die Geister scheiden können. Ich denke, dass Helloween ohne Kiske nie denselben hohen Status erreicht hätten, als mit Ihm - allerdings muss man auch sagen, dass er der Hauptverantortliche war, dass man mit den 2 letzten Alben einen nicht nachvollziehbaren Stilbruch vollzog, der hauptsächlich in der Tatsache begrüdet war, dass Kiske anspruchsvolleres Material singen wollte und nicht mehr diesen Kinder-Speed-Happy-Metal, der Helloween letztendlich bekannt machte. Und bevor das Schiff noch mehr vom Kurs abkam und sich womöglich gar niemand mehr für Helloween interessierte musste einfach eine Änderung in der Personalie Sänger her - Kiske wurde der Band-Ausstieg nahegelegt, den er auch annahm, denn er hatte gerade in einer Zeit als viele neue Musikbewegungen wie Grunge und Alternativ-Rock aus dem Boden schossen, keinen Bock mehr auf reinrassigen Heavy Metal - das muss man so akzeptieren. Man warb schliesslich den charismatischen, aber auch gewöhnungsbedürftigen Andi Deris von den aufstrebenden Pink Cream 69 ab, vielleicht hat man sich Deris auch deshalb ausgesucht, weil Deris ein guter Songschreiber ist, und Helloween mit Kiske und insbesondere Kai Hansen, der ja das meiste der ersten 3 Helloween-Alben schrieb und bis zu seinem Ausstieg der kreative Kopf der Band war, gleich 2 Hauptsongschreiber abhanden kamen. Zumindest kam der Sängerwechsel vermutlich zum richtigen Zeitpunkt, denn mit Ihrem gemeinsamen Erstwerk Master of the Rings bekam man wieder die Kurve.

Den meisten Songs auf The Legacy wurde wieder ein fröhlicher Anstrich verpasst, was etwas künstlich wirkt -- hier wollte man partout wieder zurück auf alte Keeper-Zeiten verweisen, was auch irgendwie gelungen ist, vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein, denn wenn ich es mir recht überlege, hören sich Alben wie Rabbit dont come Easy(2003), Better Than Raw(1998) und Master of the Rings(1994) auch nicht anders an als The Legacy. Aus vermarktungs-strategischen Gründen hat man das Album eben als 3.Teil der Keeper-Reihe benannt, was ja viel Aufmerksamkeit wieder auf Helloween lenkte und das auch aus diesem Grund ein Verkaufserfolg wurde, alleine der Albumtitel reichte um die Massen an Altfans wieder zu mobilisieren -- stilistische Unterschiede indes zu vorgennanten Alben kann ich nicht heraushören, das Album hätte genausogut jeden anderen Titel tragen können. Alle Trademarks von Helloween sind auf diesem Album vorhanden, speedige Nummern, eingängige Midtempo-Songs und 2 epische Langsongs, das war natürlich Pficht bei einem Album mit diesem Titel, dass man ein 14-minütiges und ein 11-minütiges Stück darauf verewigt -- ich hatte ein wenig bedenken als ich die Spielzeiten von "The King for a 1000 Years" und "Occasion Avenue" sah, aber letztendlich sind beide Songs ganz gut geworden, wenn Sie qualitativ auch nicht rankommen an "Keeper of the Seven Keys" und "Halloween". Ohne Frage sind natürlich beide Songs etwas künstlich in die Länge gezogen worden.

"Alles Live" von Wolfgang Petry hat eine Länge von genau 80:03 Minuten. Die Helloween-Doppel-CD hat Spielzeiten von 38:56 Minuten und 38:45 Minuten - warum braucht man dafür 2 CDs ??? -- Bei Vinylplatten war es tatsächlich so, dass mehr Platz eine besserer Sound-Qualität bedeutete, bei CDs ist das aber nicht der Fall und kein Argument mehr. Auch dies sehe ich als geschickte Vermarktungsstrategie, weil eine Doppel-CD einfach mehr hermacht und Aufmerksamkeit erzeugt und einem der Inhalt als wichtiger erscheint als auf nur 1 CD.

Die Produktion des Albums ist von Karl Rudolf Bauerfeind wieder sehr hochwertig gelungen ausgefallen, zum Glück klingt das Album nicht zu modern, was mir an Alben wie The Dark Ride, 7 Sinners und auch Straight to Hell nicht so gut gefällt. Es sind kaum Keyboards zu erkennen und die Gitarren kommen schön fett rüber und meist wird straigt nach vorne drauf los geknüppelt, aber immer mit viel Melodie.

Von Füllern oder minderwärtigem Material blieb The Legacy zum Glück verschont, alles kommt ganz sinnvoll mit spass und nachvollziehbar aus den Boxen. Zu den Höhepunkten des Albums zählen für mich die beiden erwähnten Epen, darüberhinaus das riffbetonte "Invisible Man" und die lustige kurze Single "Mrs.God", aber auch alle anderen Songs sind schön und haben Potential zu gefallen, am wenigsten gut gefällt mir die etwas verträumte eintönige Ballade "Light the Universe" mit Candice Night im Duett, das ist aber Geschmackssache. Ich muss sagen dass man hier 13 sinnvolle Songs in 80 Minuten interessanter Spielzeit untergebracht hat - Langeweile kommt zumindest bei mir keine auf, aber natürlich muss man sich dieses Werk schon einige Male hintereinander reinziehen, damit es richtig zündet und man warm damit wird, aber dann ist es ein packendes interessantes Album, auch wenn ganz grosse Songs und Melodien wieder einmal fehlen. Für mich gibt es nur zwei Alben aus der Deris-Phase, die mir noch besser gefallen als The Legacy - und das sind Deris Einstand Master of the Rings(1994) und der starke harte Nachfolger Gambling with the Devil(2007).
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TOP 1000 REZENSENTam 17. Januar 2011
Bereits im Review zur Singleauskopplung war ich mir nicht sicher, ob HELLOWEEN mit ihrem anvisierten Meisterwerk "Keeper of the seven Keys - The Legacy" die Qualität und Klasse dessen beider Vorgänger erreichen werden. Nun, nachdem ich ihr aktuelles Album einige Male angehört habe steht mein Urteil zumindest fest. Zwar haben die Hanseaten mit dem dritten Teil ein wirklich sehr gutes Album abgeliefert, dass sich mit der aktuellen Konkurrenz wie STRATOVARIUS, GAMMA RAY, PRIMAL FEAR, HAMMERFALL oder NOCTURNAL RITES zwar messen kann, aber Fakt ist, dass "Keeper of the seven Keys Part 1 + 2" einfach unerreichbar sind.

Den Vorwurf kann man allerdings nicht der Band machen, denn die ist mittlerweile über 17 Jahre älter seit die Songs zu den beiden Götteralben entstanden sind. Die Tatsache, dass hier "nur" Andi Deris und nicht Michael Kiske singt, ist übrigens nur ein kleines, persönliches Manko, über das ich allerdings hinwegsehen kann. Dabei klingen Songs wie der sehr epische, überlange (fast 14 Minuten) Opener "The King for a 1000 years", den ich schon auf der Maxi "Mrs. God" abgefeiert habe, das sehr an die 80er Jahre erinnernde "Born on Judgement Day" (hätte auch super auf die beiden Namens-Vorgänger gepasst - sehr geil!!!), das Anfangs etwas ungewöhnliche "Pleasure Drone", das ebenfalls überlange (gute 11 Minuten) "Occasion Avenue" (sehr episch und majestätisch), das ruhigere "Light the Universe", bei Candice Night im Duett mit Andi Deris singt und vor allem der Mittelteil für Spannung sorgt, das erneut an alte Tage erinnernde "Get it up", wie das sehr melodische, abschließende "My Life for one more Day" schon sehr gut und wissen auch bereits nach wenigen, wenn nicht sogar beim ersten Durchgang zu begeistern. Dem stehen schwächere Songs wie gerade die alberne Singleauskopplung "Mrs.God", die durchschnittlichere Nummer "Silent Rain", die zwar im Refrain ordentlich Gas gibt, aber zur Stampf-Strophe irgendwie gar nicht passen will und das Langeweile Doppelpack "Do you know what youŽre fighting for" und "Come alive" entgegen. Glücklichweise fällt dadurch die Waagschale zugunsten der qualitativ besseren Songs! Lediglich zu "Shade in the Shadow" habe ich keine wirkliche Meinung. Zumindest stört er nicht auf der Platte und ist qualitativ immerhin besser als die eben aufgezählten Schwachpunkte.
Was mich letztendlich wirklich an "Keeper of the seven Keys - The Legacy" stört ist die Tatsache, dass die meisten Songs viel zu Riff-orientiert klingen. Vor allem die legendären Twinleads, die HELLOWEEN Ende der 80er berühmt gemacht haben, werden hier viel zu selten eingesetzt. Wenn ich "Keeper of the seven Keys" höre will ich Ohrwürmer, ich will Melodien und keine Stampfer a la "Mrs. God" oder "Come alive". Ich will Twin-Soli, Mitsingrefrains und damit meine ich nicht die Songs die oben aufgeführt sind. Ich rede hier von Songs wie "IŽm alive", "A little Time", "Twilight of the Gods", "Halloween", "Future World", "A Tale that wasnŽt right", "Eagle fly free", "Rise and fall", "Dr.Stein", "I want out", "Keeper of the seven Keys", "March of Time" oder "Save us". Manche mögen sich nun wundern, weswegen ich fast alle Songs der "Keeper of the seven Keys Part 1 + 2" Platten hier aufgezählt habe. Ganz einfach: Denn das sind allesamt Hits, ohne jegliche Mängel und die sind leider beim 2005 Werk enthalten. "... - The Legacy" ist gewiss kein schlechtes Album, aber mit den beiden Klassikern kann es leider nicht mithalten.
Zwar bleibt fraglich, weswegen man die Scheibe auf 2 CDs verteilte, da die Gesamtspielzeit die 80 Minuten Marke nicht übersteigt, aber solange man die beiden Silberlinge zum Preis von einer bekommt, bleibt die Chose noch in Ordnung.
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am 30. September 2010
Ein Album Anno 2005 "Keeper of the seven Keys" zu nennen ist schon ein gewagtes Unterfangen. Zu groß ist der Schatten der beiden Original Schlüssel Epen zu sehr hat sich die Band weiterentwickelt um noch mal solche Hymnen wie Anno 87 bzw. 88 aufs Band zu hauen. Und dann gibts da noch die ewig gestrigen die meinen, Helloween würden ohne Kiske oder sogar ohne Kai Hansen nicht funktionieren. Doch dabei wird gern übersehn, das der Herr Deris ein ebenfalls erstklassiger Sänger und vor allem Komponist ist. Er hat halt einen ganz anderen Stil welcher aber trotzdem zu den Fischköppen passt. Anyway mit "Keeper of the seven Keys-The Legacy" legt die Deutsche Metal Legende n' ganz heißes Eisen ins Feuer. So enthusiastisch haben wir sie "Master of the Rings" nicht mehr erlebt. Da packt man mit dem Opener "The King for a 1000 Years" einfach so mir nichts dir nichts den besten Song der Deris Ära aus: Ein rund 14 Minütiger Epic welches den Glanz von "Halloween" u. dem Keeper 2 Titeltrack mit neueren moderneren Element vereint ohne dabei weder zu retro noch zu krampfhaft auf modern getrimmt zu klingen. Oder das fantastische "The Invisible Man" mit einem sphärischen, etwas an Savatage erinnerndem Mittelpart. Insgesamt sind die Songs sehr detalliert ausgefallen, erreichen- bis auf 2 Ausnahmen in ihrer Komplexität aber nicht wirklich Blind Guardian Niveau. Und das ist auch gut so! Auf Disc-2 gibt es mit "Occasion Avenue" ein weiteres Epos das genauso Stark wie "King for...." ist, nur geht er in eine ganz andere Richtung. Zwar gibt es auf der Platte auch ein paar Durschnittsnummern aber im großen und ganzen kann man wohl von der besten Scheibe seit der Keeper 2 sprechen. Der Sound ist auch klasse. So spielfreudig wie lange nicht mehr: Helloween- the keeper is back! ;)
Anspieltipps "The King for a 1000 Years", "The Invisible Man", "Pleasure Drone" "Mrs. God", "Occasion Avenue" und "Light the Universe"
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am 7. August 2006
Ich kenne nur wenige Bands, bei denen sich die Gemüter so scheiden, wie bei Helloween. Für die einen ist es die Über-Band und für die anderen der größte Müll auf dieser Welt. Ich persönlich gehöre zwar keiner dieser Gruppen an, trotzdem bin ich eher ersterem zuzuschreiben, denn ich finde so konstant wie Helloween liefern nur wenige Gruppen gute Musik ab. Ich fand schon den Vorgänger "Rabbit don`t come easy" nicht so schlecht, wie viele sie beschreiben. Es ist wahr, dass ein paar Kindermelodien zu viel verwendet wurden, aber ja, hier bewerten wir ja den neuesten Silberling der Deutschen. Über den Titel will ich keine leeren Worte verschwenden, darüber wurde schon genug diskutiert. Ich finde, dass Helloween wieder ein starkes Album abgeliefert haben, dass seine Vorgänger durchaus schlägt. Die überlangen Tracks "The king for a 1000 years" und "Occasion avenue" gehen meiner Meinung nach erst nach mehreren Durchgängen ins Ohr, aber nach mehrmaligem Hören wissen diese Songs mit ihren schnellen Tempowechseln und raffinierten Melodien durchaus zu überzeugen. Songs wie "The invisible man", "Born on judgment day" und "Silent rain" auf CD1 könnten auf jeder Helloween-Platte stehen und gefallen mir sehr gut. Die Vorab-Single "Mrs. God" bietet wieder eine solide und eingängige Melodie, die leider ein wenig zu kitschig klingt und "Pleasure drone" ist einfach nur unnötig. Die Songs von CD2 kommen mir persönlich auch nicht so schlecht vor, wie sie manche Rezensenten vor mir beschreiben. Außer "Shade in the shadow" ist jeder Song anhörbar, nichts überragendes, aber solider und schneller Powermetal, wie man ihn von Helloween gewöhnt ist! Meiner Meinung nach hat Helloween ihr kompaktestes Album seit Jahren geschaffen, wobei mancher Song durchaus auf einer der legänderen Keeper-Scheiben stehen könnte und der Rest dabei nicht unbedingt abfällt! Hut ab vor diesem Unterfangen! Bravourös gelöst!
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am 3. März 2006
Oh je - ob das gut geht?! Ein Nachfolger der legendären "Keeper Of The Seven Keys"-Scheiben? Äußerst fragwürdig war es, was die Kürbsköpfe vor hatten.
Und ja, auch ich war sehr skeptisch, habe dann aber doch ein Ohr riskiert um zu sehen, ob die Jungs den zumindest etwas an das Niveau der Kultscheiben heran kommen.
Ich erlebte eine faustdicke Überraschung - "The Legacy" ist einfach ein richtig geiles Helloween-Album geworden, welches an den besten Stellen tatsächlich mit den alten Klassikern mithalten kann!
Fünf Punkte hätte dieses Doppelalbum eigentlich verdient, denn Helloween haben die besten Songs zusammn gezimemrt, die man seit langem von dieser Band hören konnte. Leider trübt die 2. CD den Gesamteindruck ein wenig - "Do You Know What You're Fighting For", "Come Alive", "Shade In The Shadows" und "Get It Up" sind zu durchschnittlich, um mit dem Rest mithalten zu können. Mal gibt es hier einen nicht sehr zwingenden Refrain, aber geile Strophen, mal sind an anderer Stelle die Refrains klasse, doch der Rest plätschert etwas unspektakulär daher. Deshalb auch nur 4 Punkte - die aber knapp an der 5 Punkte-Marke kratzen!
Soviel zum nicht ganz so erfreulichen Teil.
Das positive: Der Rest - also die komplette erste CD sowie Tracks 1, 2 und 7 der zweiten CD - blasen einen richtig weg!
Mit dem ersten Longtrack "King For A 1000 Years" packen Helloween unglaublich geile Melodien, reichlich Tempowechsel, einen tollen Refrain und fantastische Soli in 14 vor Kraft nur so strotzende Minuten. Das Ende ist schier unglaublich und zeigt: Deris singt Weltklasse! Ein absoluter Überhammer und den Longtracks der "richtigen" Keeper-Scheiben mehr als ebenbürtig!
Mit "The Invisible Man", "Born On Judgement Day", dem Midtempo-Kracher "Pleasure Drone", der fantastischen Single "Mrs. God" und dem abschließenden "Silent Rain" geht es auf gleichem Niveau weiter - DAS sind die Helloween, die man sich wünscht!!! Wenn an einigen Stellen Michael Kiske singen würde, würde das Material problemlos auf die beiden ersten "Keeper"-Alben passen. Aber wie schon gesagt: Deris macht eh den besten Job seiner Karriere, davor muss man wirklich den Hut ziehen!
CD 2 beginnt ebenfalls mit einem langen Song, "Occasion Avenue". Dieser ist deutlich moderner ausgefallen, weiß jedoch ebenfalls zu jeder Sekunde zu überzeugen. Die Ballade "Light The Universe" ist auch toll, dann folgt der schon besprochene Rest, bevor es mit "My Life 4 1 More Day" wieder in die Vollen geht.
Fazit: Geil, geil, geil!!!
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