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Kundenrezensionen

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am 29. September 2005
Light And Shade
Mike Oldfield hat es mit seinem neuen Album wieder einmal geschafft. Er spaltet Kritiker, Fans und alle die sich mit seiner Musik befassen, in zwei Lager. Ein Verriss von „Light And Shade" kommt für mich persönlich nicht in Frage. Denn man sollte dieses Doppelalbum einfach als zwei eigenständige Alben sehen.
"Light" sehe ich als erstes einfach als Fortsetzung zum Album „Tres Lunas" und dem PC-Game MVR. Jeder Song ist für sich abgeschlossen. Das sorgt bei dem einen oder anderem vielleicht für ein bisschen Disharmonie.
Aus „Light" beschreibe ich einfach mal ein paar Songs.
„Angelique"
Der erste Track hat eine ruhige Einleitung. Man erkennt sehr schnell den Ursprung in „Tres Lunas" bzw. „Maestro", dem PC-Game. Zu den bekannten entspannten Klängen entwickelt Mike Oldfield dabei noch einen ansprechenden Rhythmus. Dieser Rhythmus ist dabei jedoch recht sanft und zurückhaltend.
„Angelique" ist, von der ruhigen Seite ausgesehen, ein typisches Mike Oldfield Stück. Klare Strukturen, mit kleinen Steigerungen und nacheinander einsetzende Klänge und Tönen. Elegante Pianosounds mit einem Gitarrenspiel das nur einem zuzuordnen ist. Mike Oldfield.
Faszinierend ist der uralte Orgelsound, den man eher in den siebziger Jahren als im Jahre 2005 vermuten würde. Dieser Sound hat einen Hauch von „back to the roots" und „welcome in the next generation". Er bringt einfach Leben in den Song, der damit einfach noch stärker wird.
„Blackbird"
"Blackbird" hat mich vom ersten Moment an fasziniert und zu triefst berührt. Es ist ein fast ein untypischer Mike Oldfield Song.
Zaghaft, wenn nicht sogar sanft und verträumt, spielt Mike Oldfield auf seinem Steinway aus dem Jahre 1928. Kaum Effekte, wenig Soundtüfteleien, kein Rhythmus, sondern nur der gefällige Klang des Pianos. Dennoch strotzt „Blackbird" vor Energie.
„Our Father"
"Our Father" startet mit einer bekannten Melodie aus „Maestro", dem interaktiven PC-Game von Mike Oldfield aus dem Jahre 2004. Auch nach Einsatz des Pianos bleibt die Grundmelodie erhalten und begleitet den Hörer bis zum Ende hindurch.
Die Vocals in „Our Father" sind mehr ein melodiöses Flüstern, das der Stimme von Mike Oldfield zuzuordnen ist.
Insgesamt ist „Our Father" ein softer und ruhiger Song, der einfach strukturiert im Aufbau ist und der keine größeren Steigerungen zu bieten hat. Man ist sich nicht sicher ob man irgendwann mit chillen soll oder einfach andächtig diesem Song lauschen muss.
„Shade" ist einfach ein Gegensatz zu „Light". Mike Oldfield hat hier einfach mal seine Phase aus Ende der neunziger Jahre fortgesetzt. Ich erinnere dabei einfach nur an „Millennium Bell". „Shade" ist eigenständig, hat moderne Klänge mit dem typischen Mike Oldfield Sound.
Hier einfach mal zwei Songs aus „Shade"
„Surfing" - Man glaubt es zu Beginn vielleicht nicht, aber dieser Song wurde von Mike Oldfield selbst eingesungen. Die verfremdete Stimme entstand durch die Software Vocaloid, die er für diese Album sehr oft benutzt hat.
"Surfing" ist für die CD "Shade" recht ruhig und entspannt ausgefallen. Der Song regt zum mitsummen an und hat einfach was. Für den Grundaufbau des Songs wurden Drumloops, Effekte und viel Synthesizer-Effekte verwendet. Mit Sicherheit fand auch hier Fruity Loops, eine Software zum produzieren von Musik verwendet, seine Verwendung.
Die typische Mike Oldfield Guitar setzt erst nach über der ersten Hälfte ein. Bei den Gitarrenparts erkennt man spätestens, das da die Handschrift von Mike Oldfield drin steckt.
„Nightshade" der gemeinsame Track von Mike Oldfield und Christopher von Deylen (Schiller).
Der Beginn ist recht ruhig mit Piano gespielt und einem Glockenspiel im Hintergrund. Nach 30 Sekunden setzten die Beats ein und das ruhige Intro findet sich in der Grundmelodie wieder. Beim ersten Hören tippt man dabei nicht wirklich auf die Kombination „Oldfield & Schiller".
Der Song passt mit den Beginn der Beats für mich in die Richtung „Dancefloor". Allerdings kommt dann die Handschrift von Mike Oldfield ab 1:20 Minuten zum Tragen. Eine unverzerrte Guitar ergänzt die vorhandene Grundmelodie.
Nach zwei Minuten eine kleine Pause mit verzerrten Glocken, die ruhig ein bisschen heftiger kommen dürften. Kurzer Tempowechsel und nach drei Minuten ist wieder alles beim Alten. Weitere Effekte, die man wohl Schiller zuordnen kann, bauen sich weiter mit ein.
Die Grundmelodie als Loop und Mike Oldfield's Guitar sind der Hauptbestandteil in „Nightshade". Nach 4:30 Minuten kommt die Guitar leicht verzerrter in einer höheren Lage. Dazu noch ein kurzer Hauch der Acoustic Guitar und nach über 5:00 Minuten findet der Track in Oldfield Manier sein Ende.
Fazit: Mike Oldfield bewegt Generationen. Mit seinem neuen Album hat er sich alle Möglichkeit offen gelassen. Er produzierte für alte Fans und ließ dabei auch nicht aus dem Auge, neue Fans für sich zu gewinnen. Rundum ist das Album sauber produziert und man muss sich einfach intensiv die Zeit nehmen, um den Klängen zu lauschen.
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am 28. September 2005
Was hat dieses Doppel-Album nicht schon an Zwistigkeiten in all den Fanforen im Internet ausgelöst? Und das bevor es überhaupt auf den Markt kommen konnte. Offenbar löst Mikes neue Musik mal wieder sehr kontroverse Emotionen aus, so das man jedem nur raten kann, sich durch eigenes Reinhören, ein eigenes Bild zu machen. Der Titel Light+Shade steht für ein musikalisches Konzept der Kontraste, klar aufgeteilt in die Light CD für die ruhigen, sanften Töne, gegenüber den temporeicheren rockigen und elektronischen Elemente der Shade CD.
Der Auftakt der Light-CD knüpft mit "Angelique" erstmal an das Konzept der Tres Lunas CD an: ein Klavier Aggreppio mit lässigem Chill-Rhytmus, sauberem Klang und einem mechanisch seltsam gesungenen Chorus: "Angelique Angelique" - für mich klingt das, wie eine nicht sonderlich orginelle, eher zurückhaltende Begrüssung. Aber weg mit dem Unmut, denn nun kommt das wunderbare ruhige Klavierstück "Blackbird", mit angenehm berührenden Melodien, die innerhalb der viereinhalb Minuten mehrere unerwartete Wendungen vollziehen - für mich ist das ein neuer Oldfield Klassiker.
Die ganze CD läuft nun auf sehr friedlich, entspannten Bahnen weiter. Man begegnet seltsamen Jodelgesängen auf "The Gate", die dann durch eine wunderbare, viel zu kurze Instrumentaleinlage ergänzt werden. Dann gibt es im zehnminütigen "First Steps" ein Wiederhören bekannter Melodien aus dem Spiel Music VR. Auf "Closer", eine behäbige Folkhymne, folgt das chillige "Our Father". Wiederum ein neu aufgearbeitetes Thema, diesmal aus dem Spiel Maestro, dessen sehr klares Klangbild Referenz für die sorgfältige Produktion der CDs ist. Zum Abschluss folgen nun noch das zweite elegisch verträumte Klavierstück "Rocky" - wieder so ein Hightlight der leisen Töne - und das locker freundliche Sunset, mit einem typischen Oldfield Touch.
Mit der Shade CD ist nun temporeiches Kontrastprogramm angesagt. Und das beginnt mit dem elektronisch trancigen "Quicksilver", das etwas an "Secrets" erinnert und mit seiner Rhytmuslastigkeit für manchen Fan eine harte Nuss sein dürfte, denn Oldfields Präsenz scheint in dieser elektronischen Welt kaum noch erkennbar. Das druckvoll rockige "Resolution" zeigt dann wieder eine eher vertraute Facette Oldfields, klingt erstmal gut - dann aber wird durch eine virtuelle, nicht ganz geglückte Blacksoul-Stimme die Stimmung etwas gedrückt. Nach dem wiederum sehr elektronischen "Slipstream" folgt das erste Higlight und Ohrwurm der CD: "Surfing", ein eher sanfter Song mit Mitsummqualität. Hier klingen auch die virtuellen Stimmen angenehm und harmonisch, die dann noch durch ein phänomenales Gitarrensolo getopt werden, das man so schon lange nicht mehr von Oldfield gehört hat. Bleiben wir bei den Hightlights: "Tears of an Angel" ist wieder so ein Anwärter und gehört auf alle künftigen "Best of" CDs. Und auch hier ist es Oldfields Gitarrenarbeit, gepaart mit einem sanften "Philadelphia"-Rhytmus, die durchaus begeistern kann.
Alles könnte so wunderbar sein, aber das folgende "Romance" ist wohl ein Hauptgrund für den regelrechten Zorn mancher Fans. Diese schräge Kombination aus klassischer Gitarrenschnulze gepaart mit Ibiza-Techno wird sicher sehr umstritten bleiben. Zur Besänftigung folgt dann nochmal "Ringscape", eines der beliebtesten Gitarrenthemen aus dem ersten Music VR Spiel, mit Oldfields typischer Gitarre at his Best. Den Abschluss bildet "Nightshade", eine Zusammenarbeit mit Christopher von Deylen (Schiller). Dessen Einfluss ist hier sehr deutlich herauszuhören und wird durch Mikes angenehme akustische Gitarre ergänzt.
Tja Kontraste, ... die gibt es nun wirklich auf Light + Shade. Die im Vorfeld entstandene Aufregung scheint mir etwas übertrieben, sofern man von Oldfield nicht eine Rückkehr zu alten Meisterwerken erwartet, was vielleicht nach dem Remake von 2003 erwartet wurde. Im Vergleich zu Alben wie Tres Lunas, Tubular Bells III, Millenium Bell oder Voyager hingegen, kann Light+Shade durchaus punkten und durch eigene Highlights überzeugen. Lohnenswertes Novum dieses Albums waren für mich weniger die elektronischen Trancestücke oder diese virtuelle Gesänge, sondern vor Oldfields Präsenz am Klavier und die Rückkehr zu satten Gitarrenriffs.
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am 9. Oktober 2005
Ganz ehrlich: So etwas habe ich lange nicht erlebt beim Anhören einer neuen CD! In den einschlägigen Fan-Foren im Internet wurde so viel wie nie zuvor an Informationen über die neue Scheibe preisgegeben, die teilweise so negativ ausfielen, daß ich beinahe selber nur anhand dieser subjektiven Einschätzungen fast schon auf das Werk verzichten wollte.
Nachdem ich das Werk nunmehr seit 3 Tagen stundenlang mit voller Lautstärke dauerhöre, kann ich sagen, daß es mir sehr gut gefällt! Ich denke jetzt mal bewußt nicht mehr an die längst vergangenen und verklärten 70-er und 80-er Jahre, sondern ich orientiere mich am Jetzt, darum finde ich „Light & Shade" auch viel besser als Oldfields letzter neuer CD von 2002, „Tres Lunas"!
Ich kann's eigentlich selber kaum glauben, aber ich bin zu meinem eigenen völligen Erstaunen völlig begeistert! Kritiker mögen mich für verrückt erklären, aber „Light & Shade" ist spitze! Und ich gehe noch weiter: Ich erkenne eindeutig unseren Oldfield darin, und es sind so viele Feinheiten herauszuhören, daß es eine Wonne ist, alles nach und nach zu entdecken!
Im Grunde ist es ein großer Mut von Oldfield, so eine CD abzuliefern, denn viele alte Fans werden sich womöglich abwenden und neue Anhänger wird er kaum gewinnen. Ich weiß es selber noch gar nicht, woran es liegt, daß sich mir die Songs auf einmal dann doch in mein Gehirn einbrannten, aber ich kann nicht mehr aufhören, die beiden Scheiben wieder und wieder zu spielen!
So, das war's fürs erste, und in Zukunft merke ich mir: Erst mal abwarten und selber hören, und nichts mehr auf Vorab-Meinungen und schon gar nichts auf die eigenen Vorurteile geben!
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am 8. Oktober 2005
Warum? Ganz einfach: Nur auf der englischen Import-CD bekommen Sie zwei Bonus-Tracks, die Sie auf der deutschen Ausgabe vergeblich suchen werden: Pres de toi (eine keltische Version des Songs Closer) sowie Lakme (Fruity Loops) sind nur in England erschienen!!
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am 1. Oktober 2010
Die Scheibe ist durchaus okay und verdient ganz nüchtern betrachtet ihre 3 Sterne.
Eigentlich wollte ich 2 geben, denn es steht doch schließlich MIKE OLDFIELD drauf!!!
Man, ich werd' fast sauer während ich schreibe.

Es gibt viele Soundtüftler, NewAger und Co, die ganz passable Silberlinge abgeben. Bei dieser Scheibe denke ich automatisch an Enigma und irgendwie auch an Jan Hammer :-)
Ein bischen World- und Ethnosound ist ja drin, doch Mike Oldfield hat so Überragendes geleistet und eine niemals von anderen erreichte Messlatte gelegt, dass ich ihn an selbiger Messe. Ich habe erst MUSIC OF THE SPHERES geduldet und hörte jetzt mal in dieses Werk rein.

Es ist nicht mehr der Oldfield, den man liebt. Einheitsbrei, nichts was hervorsticht.

Also: die CD ist in Ordnung, doch der Schriftzug "Mike Oldfield" ist hier nicht Prädikat, es ist lediglich der Name des Künstlers. Aber was soll man ihm vorwerfen? Nichts, der Mann darf nun auch akzeptable CDs abliefern und muss keine Meilensteine mehr setzen.
Aber ich werde den alten Mike Oldfield vermissen!
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am 9. Oktober 2005
Anfang der 90er Jahre äußerte Mike Oldfield in verschiedenen Interviews, dass er entsetzt sei über die elektronische Musik. Die Möglichkeiten des Computers verhinderten, dass Kinder überhaupt noch ein Instrument lernen wollen. Er kündigte an, sich intensiv mit elektronischer Musik auseinanderzusetzen und ein Anti-Elektronik-Album herauszubringen, auf dem er vorführt, wie einfach und banal Computermusik ist. Auf dem Cover wollte er schon durch ein "Vorsicht Computer"-Symbol darauf aufmerksam machen. Das Ergebnis war das 1994 erschienene Album "The Songs Of Distant Earth", auf dem er Elemente elektronischer Musik mit seinem typischen Instrumentalstil verbindet. Ohne abschreckendes Symbol. Und ohne Anti-Hinweise. Anscheinend ist er sich durch die intensive Auseinandersetzung mit elektronsicher Musik ihrer Möglichkeiten bewusst geworden. So banal, wie es zunächst schien, musste sie gar nicht sein. Sie ermöglichte ihm viele spannende Optionen. Denn im Anschluss nutzte er diese Möglichkeiten auf jedem weiteren Album, sogar auf "Guitars" werden die Klänge seiner Gitarren elektronisch verfremdet.
"Light & Shade" bietet den gewohnt sauberen Oldfield-Gitarrensound, elektronisch erzeugte Gesänge, Klavierstücke und Unterlegung mit elektronischen Beats, mal ruhiger, mal heftiger. Richtig Trance-mäßig sind allerdings nur drei Stücke der "Shade"-CD. Insgesamt ist die Doppel-CD eher ruhig gehalten, vorwiegend gitarrenbetont und wirkt insgesamt ausgefeilter und durchkomponierter als der Vorgänger "Tres Lunas". Besonders hervorhebenswert ist in diesem Sinne der 10-Minüter "First Step". Die Gitarrenmelodien der neuen Platte sind wunderschön, wenn auch hier und da etwas seicht, aber das war ja einige alte Instrumentalklassiker wie z.B. "Wonderful Land" auch.
Insgesamt ist "Light & Shade" doch ein Album für Hörer, die moderner Musik aufgeschlossen gegenüberstehen. Wer erwartet, dass Mike Oldfield nochmal an "Platinum", "Crises" oder "Incantations" anknüpft, der muss zwangsläufig enttäuscht werden. Mich hat "Light & Shade" voll überzeugt, und wenn ich lieber Mike Oldfields alte Platten hören möchte, dann lege ich halt die auf, ohne dadurch die neuen zu verteufeln.
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am 2. März 2016
Tja, Mike Oldfield macht seit über 40!!! Jahren Musik und wie sich Zeiten ändern so ändern sich auch Musikstile - teilweise von den Produzenten gefordert oder teilweise auch gewollt. Bei diesem Album verschlug es ihn in elektronische Welten, mit zu meist entspannter Musik. Ungewohnt bei Mike, nicht bahnbrechend aber mit Sicherheit auch nicht schlecht. Gute Musik zum Nebenbeihören aber ohne von ihm gewohnte spektakuläre Einfälle. Freunde von mir empfanden das Gleiche, eine Cd die man nicht unbedingt haben muss, die man aber gerne hört und die Oldfields Vielseitigkeit komplettiert.
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TOP 1000 REZENSENTam 7. Oktober 2015
Das künstlerische Schaffen des Multitalents Mike Oldfield erstreckt sich nun schon über Jahrzehnte,und man muß ihm grundsätzlich zugute halten,daß er auch bei krassen Stilwechseln meist eine Mindestqualität gehalten hatte.
Mit Meisterwerken wie "Tubular Bells","Hergest Ridge","Ommadawn" und anderen Instrumentalalben hat er sich selbst gleich mehrere Denkmäler gesetzt;auch sein durch die Plattenfirma forcierter Wechsel ins Pop-Genre war nicht nur höchst erfolgreich,sondern mit Alben,wie "Crisis" oder "Discovery" auch von in diesem Genre ungewohnter Qualität geprägt,zumal er meist auch Instrumental-/Longtracks einbaute und damit alte Fans versöhnte.
Auch die Wiederaufnahme alter Themen auf "Tubular Bells II+III",das Einspielen eines Instrumentalalbums ausschließlich mit Gitarren ("Guitars"),das extrem schräge,dabei packend innovative "Amarok" konnten voll überzeugen,ja selbst das platte "Millennium Bell" und das dahinplätschernde Chill Out-Album "Tres Lunas" hatten so ihre Momente.
Mit "Songs Of Distant Earth" legte Oldfield den ultimativen Soundtrack für jeden auf Atmosphäre und visuelle Tiefe angelegten SciFi-Film vor usw.
Nicht alles gefiel jedem und ich nehme gleich vorweg,daß mir "Light&Shade" nicht deshalb mißfällt,weil mir die Musikrichtung nicht liegt.
Es ist die Leere,die bei einem solchen Künstler erschreckende Belanglosigkeit der Musik,die mich böse überrascht.
Oldfield hat bekanntgegeben,daß er seinen Fuhrpark an Instrumenten verkauft hatte und nur noch am Computer komponiert,mit digitaler Technik arbeitet...und genauso klingt das auch.
Durch seine Zeit und Party-Erfahrungen auf Ibiza hat er einen Faible für Techno,Lounge,Trance,Dance usw entwickelt,der auf "Tubular Bells III",da dort überaus geschickt und gefühlvoll eingesetzt, noch als erfrischender neuer Einfluß seine Musik bereicherte.
Hier hat man das Gefühl,komplette Inhaltsleere wird mit abgestandenen Samples und computergenerierter Sound-Musik aufgeblasen um zu kaschieren...und einen akustischen Placebo-Effekt zu erzeugen.
Die Doppel-CD besteht aus zwei Teilen,der "Light"-CD und der "Shade"-Scheibe.
Daß es auf "Shade" rhythmisch etwas mehr zur Sache geht,ändert nichts an dem Endresultat.
Daß er sich hemmungslos bei sich selbst bedient,hier ein wenig "Guitars",dort etwas "Milennium Bell" usw macht auch nichts besser.
Und die Melodie von "Romance" kenne ich auch von irgendwoher,aus ganz alten Zeiten.
Diese habe ich vor Ewigkeiten als langsames,trauriges Stück gehört;was Oldfield hier daraus macht,ist haarsträubend,nähert sich gefährlich DJ Bobo an,es ist unfaßbar,Mike.
Denke ich an "Incantations" zurück,bin ich von "Light&Shade" geradezu geschockt.
Und das liegt nicht daran,daß ich nicht mit der Zeit gehen will;selbst ein wenig beliebtes Pop-Album,wie "Earth Moving" gefällt mir,und den mit einem Orchester eingespielten Nachfolger von "L&S" ,nämlich "Music Of The Spheres",halte ich auch für interessant und gelungen.
Es ist nicht der Sound von "Light&Shade",es ist die fehlende Substanz in der Musik,die mir das Album vergällt.
Mit dem Nachfolger hat er aber bewiesen,daß er "es" noch kann,allerdings hat er mit seinem derzeit letzten Output ebenso bewiesen,daß es auch NOCH schlechter geht,daß er "L&S" noch unterbieten kann.
Mit "Man On The Rocks" hat er eine Leere abgeliefert,die seinen absoluten künstlerischen Tiefpunkt darstellt.
Da ich den Künstler als solchen und für sein Gesamtwerk außerordentlich schätze,hoffe ich,daß er erst wieder Musik einspielt,wenn er musikalisch wieder etwas zu sagen hat,wenn er wieder berührt oder einfach gut unterhält,mit Klasse und Gefühl.
Ein Aneinanderreihen von Versatzstücken und leeren Hülsen ist seiner nicht würdig.
Produktion und Klang der CDs entsprechen dem Genre,sind soweit ganz OK.
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am 13. April 2006
So, da ist sie also, die neue Oldfield. Und gleich ein Doppelalbum. Na fein.
Herzlich bemüht, als alter Oldfield-Fan, meine Erwartungen zu kontrollieren bzw. auf Null zu stellen, hab ich mir das Ding, von dessen Cover der gefallene Meister so überaus trotzig herabblickt, reingezogen.
Und .... ja, es hat geklappt. So schlecht ist die nicht. Und mehr noch: die ist richtig gut und wird mit jedem Durchgang besser!
Natürlich ist das nicht der Oldfield der siebziger Jahre, der einen da erwartete (wie auch?), aber ja, es geht durchaus.
Viel Computer, viel Synth aber durchaus spannend und auch von gewisser Tiefe.
Die vielen Kritiken, die das als "belangloses Geblubber" oder gar "Fahrstuhlmusik" abtun, sind absolut nicht gerechtfertigt. Sowas kann, glaube ich, nur entstehen, wenn man entweder seine Erwartungen noch nicht korrigiert hat, mit elektronischer Musik generell nichts anfangen kann, oder dem Ganzen von vorneherein schon keine Chance gibt bzw. überhaupt nicht richtig reingehört hat.
Ein paar aufmerksame Duchläufe sind hier aber durchaus angebracht.
Oldfield war früher ein eigensinniger Tüfftler, und er ist es bis heute geblieben. Nur tüfftelt er jetzt eben vorzugsweise mit elektronischen Mitteln. Was ihm tatsächlich verloren gegangen ist, das ist ein wenig die Innovationsfähigkeit, aber na gut, in dem Alter will ich das mal so akzeptieren, und vielleicht kann man diese Behauptung, im Falle zumindest dieser neuen Veröffentlichung, auch mal ein wenig anzweifeln.
Auf Cd 1 finden sich acht, vorwiegend pianolastige, langsamere Stücke.
1. Angelique
2. Blackbird
3. The Gate
4. First Steps
5. Closer
6. Our Father
7. Rocky
8. Sunset
Alle sind in Ordnung und auch interessant, wenn man ihnen eine Chance gibt. Das blubbert keineswegs nur so vor sich hin, nein, das sind schon sorgfältig konstruierte Stücke, die so manch überraschenden Part beinhalten. Das elektronische Klangpotential wird sehr gezielt eingesetzt und folgt sehr geschickt ausgearbeiteten Dramatikbögen. Das sind schon kleine Kunststücke, die Oldfield da präsentiert. Aber um das zu hörern, muss man eben mehr als einen Durchgang wagen.
Im Grunde ist das nichts anderes, als früher. Nur sind die verschiedenen Mittel (Stimme, typische Oldfield-Gitarre, elektronische Effekte, Dramatik, Rhythmus und Rhythmuswechsel) jetzt wesentlich sparsamer und unspektakulärer, dafür aber auch sehr viel gezielter eingesetzt, als auf den ersten Alben.
Das tut der Sache keinen Abbruch, wenn man sich darauf einlässt, und tatsächlich erkennt man dann irgendwann auch den alten Oldfield wieder, der eben jetzt mit anderen Mitteln arbeitet, aber im Prinzip immer noch dasselbe Konzept verfolgt, wie früher.
Höhepunkte der ersten Cd:
Der Opener "Angelique", das sehr schöne "Blackbird", der Longtrack "First Steps" - in dem Oldfield zum Finale die typische Gitarre erklingen lässt, "Closer" und "Our Father".
Auf der zweiten Cd geht es dann etwas schwungvoller zur Sache.
Weitere acht Stücke erwarten das Ohr des geneigten Hörers.
1. Quicksilver
2. Resolution
3. Slipstream
4. Surfing
5. Tears Of An Angel
6. Romance
7. Ringscape
8. Nightshade
Und die gefällt mir jetzt noch besser als die erste.
Ganz einfach, weil hier vieles noch mehr an den alten Oldfield erinnert. Ja, der heiß geliebte Gitarrenton ist wieder da und schon zweimal hab ich die Luftgitarre aus dem Schrank geholt und den Kopf ekstatisch in den Nacken geworfen (zugegebenermaßen ein sehr bizarres Tun in meinem fortgeschrittenen Alter!).
;-)
Einziges Manko: die Gitarreneinsätze sind zu kurz, könnten gut und gerne noch ein Stück ausufernder sein.
Höhepunkte: "Resolution", "Slipstream" das geniale "Surfing", und "Kingscape".
So, jetzt hab ich mal eine Lanze für den alten Mikesch gebrochen, der meiner Meinung nach, manchmal unterschätzt wird seit er sich der Elektronik zugewandt hat.
"Light and Shade", auf jeden Fall, ist prima.
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am 13. Oktober 2005
Wer kennt das nicht: Man hört eine CD, sie scheint nicht so toll. Man hört sie öfter, beginnt mitzusummen, will sie nochmal hören und nochmal und schließlich nochmal. So ging es mir schon mit so vielen Oldfield-Alben (und ich bin treuer Fan und besitze fast alle), dass ich auch diesmal nach dem ersten Hören gar kein Urteil abgab, sondern es mehrmals auf mich wirken ließ. Zugegeben, Stücke wie "The Gate" oder "Romance" sind nicht eben gelungen, wieder andere hauen einen echt um. Meine Favoriten sind das absolut geniale "Sunset" auf der LIGHT-Seite und das süchtig machende "Surfing" auf SHADE. Tipp: Beide CDs auf eine Scheibe brennen und die Stücke abwechselnd anordnen. Es ergibt sich ein abwechslungsreicher Mix, dem sich keiner entziehen kann. Also: Wer "Tres Lunas" und die "Songs of Distant Earth" mochte und "Guitars" nicht ganz abscheulich fand, wird auch hiermit sehr zufrieden sein!
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