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am 30. Juli 2005
Dieses Album hat mich ziemlich enttäuscht. Eigentlich ist das hier nur eine Aufwärmen all der Ideen von den letzten beiden Alben. Es wird hier nichts neues geboten. Musikalische Entwicklung? Fehlanzeige. Dieses Album ist zwar um einiges härter, als "Anthems Of Rebellion", und es sind weniger Ausfälle bzw. dröge Einschlafsongs zu verzeichnen, dafür aber auch weniger Hits. Das alles bietet nichts weiter, als durchschnittliche Arch-Enemy-mit-Angibaby-Kost. Songs, wie "Ravenous" sind hier nicht drauf. Alles in allem gefällig, aber auch nicht berauschend. Ein gut-durchschnittliches Melodic Death-Album mit einem weit überdurchschnittlichem, aber anscheinend etwas der Einfallslosigkeit verfallenem Leadgitarristen. Angela Gossows "Gesang" klingt zwar um einiges düsterer, jedoch wurde hier die Nachbearbeitung ihrer Vocals auf eine bisherige Spitze getrieben. Das ganze wirkt wie ein Eingeständnis an die testikelgesteuerten bis frauenfeindlichen Kritiker der Band, die sie immer als Schwachpunkt bezeichnet haben. Es kommt hier ganz darauf an, ob man eine kölsche Blondine am Mikro einer Death Metal-Band als Attraktion betrachtet, oder als Marketing-Gag. Ich fand ihre Vocals auf den vorhergegangenen Alben besser. Das klang irgendwie, wie Smeargol höchstpersönlich. Jetzt klingt's eher, wie Cyber-Johan Liiva direkt aus der Wampe eines gestrandeten Walfisches. Ne, wo geht denn da bei der ganzen Verzerrerei und Nachbearbeitung die Individualität hin?
Na ja, zu den einzelnen Tracks. "Enter The Machine" eröffnet dieses Album, und ist ein 2 minütiges Instrumental-Intro, auf dem Michael Amott wieder mal versucht, den schwedischen Gary Moore raushängen zu lassen. Leider erinnert das, was dabei herauskommt, weniger an Gary Moore, als viel mehr an Musikantenstadl-Stammgitarist Ricky King. Ohnehin wird, was Leads und Harmonien angeht, die Grenze zum Kitsch hier öfters mal überschritten. Darauf folgt "Taking Back My Soul", das exakt der "Arch Enemy"-Hitformel folgt, aber weder auf "Wages Of Sin", noch auf "Athems Of Rebellion" der beste Song gewesen wäre. "Nemesis" kommt zuerst recht brutal, bis dann aber der Refrain einsetzt, zu dem Amott etwas auf der Gitarre abliefert, was auch eine perfekte Jingle zu einem Kaffee-Haag-Werbespot hätte werden können. So ein Saiten-Schmalz. Das ist Death Metal, den man auch seine Oma vorspielen kann. Na, ansonsten ist es eben eine typische Arch Enemy-Single. Bei den letzten Alben war es ja so, dass sie alle sehr amtlich anfingen, aber das kreative Pulver nach der Hälfte der Spielzeit verschossen zu sein schien. Das geht hier schon bei Lied 3 (Track 4) los. Wem bei "My Apocalypse" nicht die Füsse einschlafen, der könnte auch problemlos barfuß durch die Antarktis wandern. Ein lauer Midtempo-Song mit stark verzerrten Vocals und ein paar Computer-Effekten. Im Mittelteil gibt's dann wieder "Wellness-Musik", mit DEM Klischee aller Meditations-CDs schlechthin: Delphingesang. Na ja, na ja. "Cary The Cross" ist ein Lied, dass sich ganz auf den Tempowechsel zwischen Strophe und Chorus verlässt. Das Solo ist hier etwas rockiger, aber leider auch kürzer ausgefallen, als die vorhergehenden Darbietungen. Ansonsten ein Song, der nichts besonderes bietet. Ein besonders kritischer Geist würde hier wohl das Wort "Filler" benutzen...
Mittlerweile haben wir die Mitte erreicht. Zeit für etwas Abwechslung. "I Am Legend/Out For Blood" ist das schnellste Lied des Albums. Es wird ordentlich geknüppelt. Es gibt sogar richtige Blast-Beats! Doch, anständig! "Skeleton Dance" ist dann wieder so'n durchschnittliches Arch-Enemy-Nümmerchen mit allem, was so dazu gehört, ein wenig lieblos zusammengeklatscht. "Hybrids Of Steel" ist das zweite Instrumental des Albums, und klingt irgendwie nach "PS2-Egoshooter-Soundtrack". "Mechanic God Creation" ist 'ne sehr doomige Geschichte mit einem halbwegs melodiösem (bzw. "melodieähnlichem") Refrain und ausnahmsweise mal keinem Kitsch zum Solo. Trotz des schnelleren Endteils eine leicht langatmige Angelegenheit. Mit "Machtkampf" wird dann wieder ordentlich auf's Gas getreten, mit 'nem im Ansatz mächtigen, aber leider wieder zu kurzem Solo. Am Ende fehlt dem Song dann trotz guter Ansätze auch wieder das "gewisse Etwas". Das letzte Lied heisst "Slaves Of Yesterday". Ein Closer, der irgendwie wie das Auslaufen nach einem Fussballspiel mitsamt Verlängerung und Elfmeterschiessen wirkt. Mühsam, ala "den nehmen wir pflichtbewussterweise auch noch mit, dann ist aber Schluß".
Ne, also, das Album ist sicher das schwächste der Angela-Gossow-Ära. Das Songwriting wirkt einfach flach. Man hat das Gefühl, der Band wären Ideen und Inspirationen ausgegangen, und jetzt geht's nur noch auf Autopilot. Versiert, professionell, aber nicht wirklich gut. Das, was Arch Enemy hier versucht haben, haben Kreator ein halbes Jahr zuvor nahe der Perfektion vorgelegt, und ich muss leider sagen, dass wirklich jedes Lied auf "Enemy Of God" das Beste von "Doomsday Machine" klar schlägt, und zwar in alter früh-90er-Mike Tyson-Manier.
Ich find' die Band ja an und für sich ganz gut, teilweise auch sehr gut. Aber für's nächste Album ist dringend eine musikalische Weiterentwicklung von Nöten.
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am 20. Juli 2006
Dieses Album ist ganz klar ein Meisterwerk und kaufenswert für Fans von kranker Musik.

"Out For Blood" liebte ich von Anfang an. Wobei Angela Gossow mit ihrer powervollen Art das Wort "Blood" zu grunzen, einen quer durch den Raum bläst.

"Nemesis", was auch als Single rauskam, überzeugt erst nach 2maligem hören. Ich musste mich erst an die andauernde Brutalität ihrer Stimme und das hohe Tempo gewöhnen. Das Video zu dieser Single kann ich nur stärkstens empfehlen!!!

"My Apocalypse" ist wiederum eine Ballade, welche Angela ebenfalls genial rüberbringt. Bemerkenswert ist das geniale U-Boot-Sonarsample und das Gitarrensolo, welches mich beinahe emotional werden ließ (was wohl auch am netten Video lag). :-D Die Athmosphäre dieses Songs ist mitreißend.

"Skeletondance" ist ein äußerst agressiver Song. Sein Gitarrensolo ist spitze und wie so oft im starken Kontrast zum Rest des Liedes.

Die restlichen Songs sind nicht so gut, wie die eben genannten, aber besser als der meiste Fraß, den man als Fan dieser Musikrichtung sonst so vorgeworfen bekommt.

Angela Gossow ich will ein Kind von Dir!!!
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am 5. Januar 2006
Hi Leutz...
Doomsday Machine... mmh... kaum zu übertreffen!!! Es kommt zwar nicht an den doppel-layer "vages of sin" ran, aber trotzdem einfach nur heftig!!!! kann ich nur empfehlen... obwohl, man hätte wenigstens noch 2 od. 3 Lieder mehr auf die DVD machen können, aber es ist trotzdem der Hammer mit den Klassikern Ravenous und Dead Eyes see no Future...Und Nemesis schaffts bestimmt auch als Klassiker.. irgendwann zumindest! Angela Gossow
ist einfach nur einzigartig! Dagegen klingt sogar Kitty wien Mädchenchor:) Also für alle, die auf guten Melodic-Deathmetal stehen... KAUFEN!!!
also dann... stay sic!
....Jeg er Antikrist....
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am 21. Juli 2005
Ich bin ein Fan von Angela, leider schenkt man Ihr in diesem Album nicht das vollste Vertrauen. Die Gesangslinie ist immer wieder unterlegt mit männlichen Growls. Das wirkt Übertrieben und Überladen und lässt Angela nicht voll zur Geltung kommen. Der Sound hat nicht genügend Druck, die Melodien sind zu verspielt und der Gesang kann sich nicht richtig daran anpassen. Das Vorgängeralbum war besser.
Es bleibt dennoch eine tolle Mischung aus Old School Metal und Death gemischt mit modernen Einflüssen.
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