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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
28
4,0 von 5 Sternen
Scarface
Format: DVD|Ändern
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TOP 1000 REZENSENTam 29. Januar 2016
Obwohl er für seine Western noch bekannter ist, darf man Anthony Mann sicherlich auch zu den wichtigsten Regisseuren des Film Noir zählen. Er begann seine Karriere tatsächlich als Filmregisseur für billige B-Pictures der schwarzen Serie. Sehr bald schuf er dann auch gerade auf diesem Gebiet einige unverzichtbare Klassiker des Genres wie "In der Klemme", "Der parfümierte Killer", "Flucht ohne Ausweg", "Schritte in der Nacht", "Das schwarze Buch" und "Geheimagent T". Wenn man seine Western ein bisschen näher unter die Lupe nennt, dann wird man zweifelsohne auch einige Noir Zutaten darin finden.

Der von John Alton fotografierte halbdokumentarische Film bezog seine Handlung aus authentischen Akten, die die Finanzbehörde zur Verfügung stellte. Dieser Film bedient sich eines Erzählers im Off, dessen Stimme durch die verschlungene Handlung bis zur glatten patriotischen Lösung des Falles führt. Zu den Studioaufnahmen war man aber auch bemüht durch eine ganze Reihe von Außendrehs in Los Angeles eine möglichst authentische, beinahe schon neorealistische Stimmung zu schaffen. Vor allem geht es Mann einmal mehr um die Psychologie seines Helden. Und dieser heißt Dennis O'Brian (Dennis O'Keefe) ein Beamter des Finanzministeriums, der gemeinsam mit seinem Kollegen Tony Genaro (Alfred Ryder) den gefährlichen Auftrag erhält, die Unterwelt Detroits und später eine Gangsterbande in Los Angeles zu infiltrieren, um damit einen landesweit tätigen Ring von Falschmünzern zu fassen. Dabei fällt es Genaro schwerer den Undercover-Job als Gangster zu erfüllen, denn er vermisst seine Frau Mary (June Lockhard). Tatsächlich gelingt es den beiden Polizeibeamten sehr glaubwürdig als Gangster rüberzukommen, so nimmt Gangsterboss Vantucci (Anton Costa) die beiden schnell in seine Gang auf. Die darauf folgende Operation in Los Angeles ist da schon etwas schwieriger. O'Brien versucht den Mittelsmann der beiden Banden zu finden. Er bekommt die Information, dass sich dieser sehr oft in den Dampfbädern der Stadt aufhält. Tatsächlich kann er den Mann (Wallace Ford) ausfindig machen. Langsam können die beiden Vertrauen zu Gangmitgliedern wie Moxie (Charles McGraw), Evangeline (Mary Meade) oder Diana Simpson (Jane Randolph) gewinnen. Doch der Weg schritt für Schritt bis an die Spitze der Organision vorzudringen, birgt auch Gefahren...

Der Film ist sehr kühl konstruiert und setzt sowohl auf eine beklemmende Gewalt als auch auf die Psyche der Charaktere. Die beiden Beamten werden als Männer gezeigt, die zu allem entschlossen bereit sind und selbst Folter mit nahezu stoischer Ruhe ertragen um an ihr Ziel zu kommen. In einer Szene des Films wird O'Brian auf einer schmutzigen Toilette einer Kneipe von einer großen Gruppe von Männern brutal zusammengeschlagen, weil er Falschgeld unter die Leute brachte. Dieser Vorfall wurde aber von dem Beamten eingefädelt, um sich bei den Gangstern Glaubwürdigkeit zu verschaffen. Mann inzenierte den Beamten auch zwiespältig, denn es fällt O'Brien sichtlich nicht schwer sich wie ein Gangster zu benehmen, er kleidet sich wie einer und redet wie einer.

Die Szene als sein Partner enttarnt wird und von den Gangstern ermordet wird, ist dabei besonders unangenehm. Er unternimmt nichts, um seinen Freund zu helfen, weil das seine eigene Enttarnung platzen lassen würde. Der Auftrag geht also über alles. Am Ende sagt die Off-Stimme noch, dass der traurigen Mrs. Genaro vielleicht der Trost bleibt, dass ihr Mann für eine gute, höherwertige Sache gestorben sei. Ein klasse Noir Film über die verkommene und brutale Unterwelt der Metropolen.
Leider ist die DVD nur mittelmässig (Ton und Bild), daher gibts für den 5 Sterne Film einen Abzug.
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am 18. Dezember 2013
Um es vorweg zu sagen: Die schlechte Bewertung von 2 Sternen resultiert ausschliesslich aufgrund der völlig unzumutbaren DVD-Qualität.

Der Film Geheimagent T (T-Men) von dem genialen Regisseur Anthony Mann ist ein spannender Film-Noir-Thriller. Für die Photography verantwortlich war der ebenfalls geniale Kameramann John Alton. T-Men ist ein Krimi im Stil einer Kriminaldokumentation. Darin wird man Bilder des Film-Noir-Stils finden, die nicht besser sein könnten: "gedämpftes Licht und sattes Schwarz".

Leider ist der Filmton zumindest in der Synchronisation richtig schlecht.
Und dies kann ich wohl behaupten. Ich arbeite im Bereich Ton, Musik im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Leider aber auch gibt es auf dem Markt ausschliesslich diese schlechte, und zum Glück limitierte Auflage.
Vielleicht gibt es ja Hoffnung auf eine andere Veröffentlichung. Die Firma Koch Media zum Beispiel ist hier besonders aktiv. Dort gibt es ganz tolle Filme auch aus dem Genre "Film-Noir". - Pepperland -
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am 20. März 2013
Lt. den Berliner Hersteller Label für auf das bestmöglich erhaltende Bildmaster zurückgegriffen welchen noch erhalten ist. Da darf und kann man nicht eine aktuelle Qualität wie bei neuen Kinofilmen erwarten. Ich finde die Qualität durchaus ansprechend.

Jedenfalls ist der Film ungeschnitten und in der alten Kinosyncronisation .

Nominiert für den Oskar war er übrigends auch für seine S/W Fotografie .
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am 30. September 2016
Es bedarf nicht des Heranziehens eines Filmnerds, um jemanden bezüglich des 1983er Remakes zu befragen, wurde selbiges doch nun wirklich von vielen Menschen begutachtet und folglich zum Kultfilm und Klassiker ernannt, durchaus nicht grundlos im Übrigen. Nichtsdestotrotz hat auch Brian De Palma's kunterbunter Miami-Vice-Vorfahre einen gänzlich anderen Ursprung, seinen Anfang findend zu Beginn der 1930er Jahre.

Inmitten der späten Prohibitionszeit, ist es nicht Tony Montana, sondern der an Al Capone angelehnte Tony Camonte, welcher dem ikonischen Leitspruch "The world is yours" zufolge ein Imperium aufbaut, dieses der Gier wegen jedoch nicht vernünftig zu betreuen imstande ist, was demzufolge entsteht, ist das womöglich erste große Aufstieg-und-Fall-Epos der Filmgeschichte, eine Charakterstudie, die keineswegs als eine sich selbst zelebrierende Gewaltorgie wahrgenommen werden sollte, sondern als ein kritischer Ansatz im Bezug auf Habgier, Missgunst und Reichtümer. Ein zugegebenermaßen genialer Film, welcher aber aus heutiger Sicht nur noch als Zeitdokument funktioniert und noch nicht gänzlich die Wirkung des Remakes entfaltet.
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am 12. Oktober 2014
Das Schatzamt in Washington DC bekämpft die Falschmünzerei. Deshalb hat man eigene Agenten, die den Fälscherbanden das Handwerk legen sollen. Zwei davon sind Dennis O’Brien (Dennis O’Keefe) und Tony Genaro (Alfred Ryder). Das Amt verschafft ihnen falsche Identitäten und schickt sie nach Detroit, von wo aus sie das organisierte Verbrechen unterwandern sollen. Dank gefälschter Fahndungsbriefe und Gefängnisakten gelingt das auch. Sie sollen den Hersteller von falschen Banderolen ausfindig machen, über den sie dann an die Geldfälscher kommen sollen. Die Spur führt sie nach Los Angeles. Dort finden sie zunächst den gesuchten Mann und sie versuchen natürlich, mit den Geldfälschern ins Geschäft zu kommen, um sie zu überführen und um die Hintermänner ausfindig zu machen. Als Köder dient ein Satz Druckplatten, die sie den Geldfälschern andrehen sollen. Diese kämen den Kriminellen gelegen, denn sie haben bisher vor allem täuschend echtes Papier. Für die beiden wird der Auftrag zum Marsch auf dünnem Eis, denn man weiss nie, ob die Gangster ihnen die Druckplatten abluchsen wollen und dabei die Pläne der Agenten durchkreuzen.
Die Film-Noir-Geschichte „T-Men“ (Eagle-Lion Films, 1947) nimmt für sich in Anspruch, der Realität nahe zu kommen und sich nach einer wahren Geschichte zu richten. Zur Unterstützung gibt es am Anfang des Films sogar noch ein paar klärende Worte des vormaligen Schatzamtchefs. Insgesamt kommt das Bestreben nach Authentizität überzeugend an. Es wird weitgehend die Perspektive der Agenten eingenommen und aufgezeigt, mit welchen Schwierigkeiten die Ermittlungen verbunden sein können. Am Schluss gibt es natürlich trotzdem einen dramatischen Höhepunkt im typischen Hollywood-Stil. Handwerklich und schauspielerisch kann man die Umsetzung als gelungen betrachten.
Die DVD von Magic Picture gibt sich einigermassen minimalistisch. Das Hauptmenü besteht nur aus der Sprachenauswahl Deutsch oder Englisch. Es gibt also kein Kapitelmenü und erst recht keine Bonusinhalte. Den 88 Minuten langen Film zeigt die DVD, wie man bei dem Filmjahrgang annehmen kann, in schwarz-weiss und im Bildformat 4:3. Die Bildfassung übernimmt bei Vor- und Nachspann die deutsche Kinovorlage, ebenso bei Sequenzen mit Briefen, Telegrafen usw., wo die Texte auf Deutsch zu sehen sind. Der Rest folgt der Originalvorlage, was an der besseren Bildqualität erkennbar ist. Und auch die Filmsequenzen, zu denen keine Synchronisation (mehr) vorhanden ist, sind im englischen Original zu hören. Bei diesen kommen dann die einzigen auf der DVD vorhandenen Untertitel (auf Deutsch) zum Einsatz. Ob es nicht besser gewesen wäre, konsequent die Originalbildvorlage zu verwenden, ist Ansichtssache. Die „deutschen“ Sequenzen hätte man immer noch als Alternative auf der DVD unterbringen können. Ohnehin wirkt die DVD mit den erwähnten Mankos ziemlich unfertig, und das ist schade bei dem durchaus sehenswerten Film. Deshalb reicht es leider nur noch für zwei von fünf Dampfbadbesuchen.
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am 10. November 2013
[Vorsicht Spoiler!]

Nicht nur der berühmte Mord im Dampfbad, sondern auch viele andere Szenen zeigen an, daß Anthony Mann, der bei den Dreharbeiten zu seinem semidokumentarischen Film noir “T-Men” aus dem Jahre 1947 erstmals mit dem Kameramann John Alton zusammenarbeitete, hier wirklich auf einen Bruder im Geiste gestoßen ist, denn über die gesamte Laufzeit wird eine alptraumhaft bedrückende Atmosphäre aufrechterhalten, in die die visuellen und dramaturgischen Höhepunkte des Plots, wie beispielsweise der Mord an dem als The Schemer bekannten Verbrecher (Wallace Ford) sehr stimmig integriert sind. So ist es denn wohl auch kein Wunder, daß Mann noch bei einer Reihe anderer Filme – unter anderem ein Jahr später bei dem nicht minder atmosphärischen Noir „Raw Deal“ – mit Alton arbeiten sollte, was für Cineasten ein großes Glück ist.

„T-Men“ erzählt die Geschichte zweier Agenten des US-amerikanischen Schatzamtes – des kaltblütigen Dennis O’Brien (Dennis O’Keefe) und des eher ruhigen Tony Genaro (Alfred Ryder) –, die den Auftrag haben, einen Geldfälscherring auszuheben. Zu diesem Zweck schleusen sie sich als Gangster zunächst bei einem Boß in Detroit ein, der mit den Geldfälschern aus Los Angeles zusammenarbeitet. Nach und nach gewinnen sie das Vertrauen der Gangster, sammeln Informationen, und schließlich gelingt es O’Brien, in der Stadt der Engel über The Schemer das Interesse der Geldfälscher zu erregen, die zwar sehr gutes Papier haben, aber gern in den Besitz der hochwertigen Druckplatten kommen würden, die O’Brien mit sich führt. Leider wird Genaro durch einen unglückseligen Zufall im Beisein eines der Gangster enttarnt, was auch dazu führt, daß die Gangster sich über O’Briens Loyalität ihre Gedanken machen.

Der Film fängt mit einem Vorspann an, der mit recht pathetischer Musik untermalt ist und mit Zwischentiteln auf die Tatsache hinweist, daß das Gezeigte auf authentischen Fällen beruht. Authentizität wird auch suggeriert, wenn die nüchtern-kernige Stimme aus dem off bei einem Blick auf das U.S. Treasury Department sagt: „We’re going to take a look inside“ und der damalige Chief Coordinator of Law Enforcement Elmar Lincoln Irey, der sich selbst spielt, einen kleinen Vortrag über die einzelnen Zweige seiner Abteilung hält, den er – wohl, um den Eindruck der Wahrhaftigkeit noch zu unterstützen – von seinen Notizen abliest. Doch dieser kühl dokumentarische Stil, mit dem nebenbei die Arbeit des Department glorifiziert werden soll, wird bereits mit der nächsten Einstellung aufgegeben, die uns mitten in die Geschichte wirft – und in die Dunkelheit, die wir am Genre des Noir so lieben: Wir werden Zeuge, wie ein Verbindungsmann des Departments von einem gedungenen Mörder getötet wird, bevor er einem T-Man – einem im Dienst des Schatzamtes stehenden Agenten – Druckplatten der Geldfälscher aushändigen kann. Hier läßt Mann deutlich seine Handschrift sehen, denn für die damalige Zeit dürfte die Mordszene – das Abfeuern des letzten Schusses, der das Opfer niederstreckt, sehen wir aus der Untersicht durch die Beine des Killers – ungeheuerlich brutal gewesen sein. Und dies ist nicht die einzige Szene nackter Brutalität in diesem Film. Mann zufolge sei es „‘evidente que la violencia da más fueza [sic!] a la imagen, pero se puede sugerirla simplemente. En lo que a mí concierne, pienso que el cine está hecho para mostrar la violencia. Su objectivo es excitar la imaginación del publico para hacer nacer nuevos sentimientos.’” [1] Wenn Mann seinen Stil in dieser Aussage auch ein wenig unter Wert verkauft – denn die Darstellung von Gewalt ist bei ihm ja niemals Selbstzweck noch auch das hervorstechendste Merkmal seiner Handschrift als Regisseur –, so dürften die Mordszenen in „T-Men“ damalige Zuschauer wohl geschockt und in ihnen das Gefühl wachgerufen haben, wirklich hinter die Kulissen der Welt der Verbrechens und seiner Bekämpfung zu schauen. Besonders der Mord im orientalischen Dampfbad wirkt beklemmend, sehen wir das Opfer doch, wie es verzweifelt durch die immer dichter werdenden Schwaden von Dampf an das Glasfenster der verschlossenen Tür hämmert, die auch dem Aufprall eines Stuhles standhält, und wie es schließlich in den tödlichen Nebeln verschwindet, während der Mörder direkt neben der Tür steht und kaltblütig abwartet. Mann geht hier – und im Showdown des Filmes sowie in vielen anderen seiner Werke – bewußt an die Grenzen des damals Zeigbaren, und gerade weil es seinerzeit noch Grenzen gab, gelang es dem Regisseur, das Entsetzen der Zuschauer zu erregen, indem er sie zwang, ab einem bestimmten Punkt den Horror in ihrer Phantasie aufschreien zu lassen.

Doch, wie gesagt, ist die recht explizite Darstellung von Gewalt – so werden beide T-Men im Verlaufe ihrer Ermittlungen einer peinlichen Befragung durch die Gangster unterzogen – nicht das einzige Stilmittel, das Manns Kino ausmacht. Dies sieht man besonders deutlich in „T-Men“, wo der Regisseur einen ebenbürtigen Kameramann an seiner Seite hat. Schon die erste Mordszene nach ungefähr fünf Filmminuten macht den Zuschauer zu einem stillen – und machtlosen – Beobachter eines Horrorszenarios in feinstem Chiaroscuro, das an die Gemälde Caravaggios erinnert, wenn der Mörder etwa im Dunkel harrt und sein Gesicht mit einem Male von einem Strahl schräg einfallenden Lichtes von einer unbekannten Quelle einen Augenblick lang erhellt wird. Immer wieder haben wir diese Lichtkanäle auf der nächtlichen Bühne, die jeweils nur einen Teil der handelnden Personen sichtbar werden lassen. Aber auch ungewöhnliche Kamerapositionen – vor allem die für Alton so typische Untersicht – tragen dazu bei, dem Zuschauer die Künstlichkeit des Gezeigten als Film deutlich zu machen, was ihn paradoxerweise tiefer in die Handlung involviert und ihm das lustvolle Gefühl eines ohnmächtigen Beobachters beschert. Sehr deutlich wird dies in einer Szene, in der O’Brien eine unter einem Waschbecken versteckte Druckplatte unauffällig entfernen will, da sie ihn als einen T-Man verraten würde, während der Gangster, der zuvor The Schemer getötet hat, seine Toilette an diesem Waschbecken vornimmt. Diese Szene sehen wir aus der Untersicht, was uns zum einen gestattet, genau zu verfolgen, was O’Brien unter dem Waschbecken tut, und zum anderen gerade deshalb die Spannung ins Unermeßliche steigert, da wir zum bloßen Sehen verdammt sind, was uns durch die ungewöhnliche Perspektive noch deutlicher wird. Eine ähnliche Szene gibt es früher in der Handlung, wenn O’Brien dem Schemer die Druckplatte zeigt, der sie über einer Lampe – der einzigen Lichtquelle im Raum – betrachtet, und Alton diese Situation aus einer extremen Untersicht filmt, die uns dazu zwingt, die Männer gewissermaßen von unten durch die Lampe zu betrachten.

Ein weiterer visueller Höhepunkt dieses Filmes ist die Montage, die O’Brien dabei zeigt, wie er alle orientalischen Dampfbäder in Los Angeles auf der Suche nach dem geheimnisvollen Schemer abklappert. Hier präsentiert uns Mann einen Alptraum aus Neonreklamen, Branchenverzeichnisseiten und schwitzenden Körpern inmitten einer Hölle aus Dampf – all das in krassen Hell-Dunkel-Kontrasten.

Es sind diese Bestandteile – eine bewußt ästhetisierende High-Key-Schwarz-Weiß-Photographie, ungewöhnliche Kameraperspektiven und die knallharte Darstellung von Gewalt – und natürlich die sich immer mehr entfaltende Kunst Anthony Manns, die aus einem mit äußerst beschränktem Budget gedrehten B-Movie einen derart düsteren und beklemmenden Geheimtip für Freunde des Film noir machen.

Ich habe auf der Grundlage einer aus Spanien stammenden DVD (Selección clásicos de oro) rezensiert, die den Film sowohl im englischen Original als auch in einer spanischen Übersetzung und mit ausblendbaren spanischen Untertiteln bietet. Die Bild- und Tonqualität ist hier als gut zu bezeichnen. Weitere Extras gibt es nicht.

[1] zit. n. Ángel Comas, Colección Lo Esential De Anthony Mann, Madrid 2004, S.53.
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am 23. Februar 2013
Die Story im erzählmodus ist noch halbwegs in Ordnung aber die Bild und Tonqualität sind katastrophal.Kein Bonusmaterial.Finger weg von dieser DVD.
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am 21. August 2017
Wer ein Liebhaber alter Filme ist wird hier sicher auf seine Kosten kommen.
Ich empfehle jedem den "richtigen" Scarface Film anzuschauen und sich eine eigene Meinung zu bilden.
Mir gefällt es zu sehen wie zu Anfängen Hollywoods noch mit den geringsten Mitteln solch gute Filme erzeugt wurden - Bravo!
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am 1. November 2014
was die negativen schreiberlinge hier an kritiken loslassen, kann ich überhaupt nicht zustimmen.
bei mir ist die bildqualität sehr gut, muss dem positiven schreibern recht geben.
falls die qualität schlecht war, handelt es sich dann um eine fehlpressung, kann überall passieren.
habe vom label schon einige filme gekauft, die bildqualität war immer prima, was die meisten jedoch negativ kritisierten. was mir total unverständlich ist.
der klassiker ist sehr gut gemacht, kann ihn nur empfehlen.
TIPP: lasst Euch in zukunft von den negativen schreiberlingen hier nicht verunsichern!!
falls es doch die bildqualität schlecht sein sollte, amazon erstattet selbstverständlich den kaufbetrag zurück-
problem gelöst. alles klar?
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am 19. August 2005
Ich muss dem ersten Rezensenten leider widersprechen: Dies hier ist NICHT Scarface mit Al Pacino von 1983 (Diese Version ist indiziert und wird deshalb wohl kaum bei Amazon erhältlich sein), sondern das Original von 1932!
Der Schwarz-Weiß-Film erzählt die Geschichte von Aufstieg und Fall des Antonio 'Tony' Camonte. Im Gegensatz zum Remake spielt das Ganze nicht in Miami, sondern in Chicago und die Hauptperson ist Italiener und kein Kubaner. Ansonsten ist die Handlung aber ähnlich.
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