Am höchsten bewertete positive Rezension
4,0 von 5 SternenSchrullig, charmant und einfach schön
Rezension aus Deutschland vom 11. Dezember 2019
Andrew (Zach Braff) lebt als erfolgloser Schauspieler in Los Angeles, wo er sich als Kellner finanziell über Wasser hält. Eines Morgens ruft ihn sein Vater (Ian Holm) an und teilt Andrew mit, dass seine Mutter gestorben ist. Daraufhin macht er sich auf in seine alte Heimat in New Jersey. Begeistert ist Andrew davon nicht, denn er hat nicht nur ein unterkühltes Verhältnis zu seinem Vater, auch sonst verbindet er keine besonders guten Erinnerungen mit dem "Garden State". Dort trifft er nach der Beerdigung seine alten Freunde Mark (Peter Sarsgaard) und Jesse (Armando Riesco), aber auch auf die zwanghafte Lügnerin Sam (Natalie Portman), in die er sich verguckt. Und überhaupt warten in New Jersey einige merkwürdige Erlebnisse auf Andrew.
Garden State erschien 2004 unter der Regie von Zach Braff, der außerdem die Hauptrolle gespielt und das Drehbuch geschrieben hat. In dem Mix aus Komödie, Drama und Romanze passiert eigentlich gar nicht so viel - und doch weiß der Film zu unterhalten. Dies schafft er durch seinen Charme und seine aberwitzigen Details. Wenn Andrew zum Beispiel nach einer Party im Haus der Mutter seines Freundes aufwacht und das Erste, was er sieht, jemand ist, der wortlos in einer kompletten Ritterrüstung in der Küche herumwankt, dann hat das schon etwas wunderbar Skurriles. Die schrulligen Charaktere tragen ebenfalls zum Gelingen des Films bei, und obwohl hier eine Romanze eine Rolle spielt, driftet diese zum Glück nur ganz, ganz selten ins Schnulzige ab (es gibt kaum ein Filmgenre, dass ich mehr hasse als romantische Komödien - das soll also schon was heißen). Garden State ist einfach ein schöner Film, auf den man sich einlassen muss. Und schließlich noch ein kurzer Satz zur Blu-ray: Die bietet neben gutem Bild und Ton auch einen ordentlichen Schwung Extras. Sehr schön!