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Kundenrezensionen

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am 23. November 2009
Als ich von "Das Erbe" hörte, dachte ich an die wenigen anderen Filme aus Skandiavien, aus Dänemark vor allem. Dass neben anderem das Thema "Familie" und deren Strukturen gut dargestellt wird, interessiert an solchen Filmen.
Es ist der Blick mit der Handkamera auf die Schauspieler. Die Protagonisten tragen die Szene, was mich an diesen Filmen so beeindruckt. Irgendwie kommt es so nämlich mehr auf die Geschichte an.

Nach "Das Fest" von Vinterberg und "Idioten" von von Trier suchte ich nach einem ähnlich gutem Film aus Dänemark.
Ich habe es in "Das Erbe" gefunden.

In "Das Erbe" wird das Industriellen-Mileu gezeigt. Christoffer steht eigentlich zwischen den Stühlen. So ganz hineinghören tut er nie.

Auch das Verhältnis zwischen Kleinen und Großen schimmert symbolisch aufs Korn genommen immer wieder durch. Etwa der gewaltige Konzern im Angesicht kleiner Menschen.

Ein Film, bei dem ich öfter an Thomas Mann Verfilmungen denken musste. In Buddenbrooks ging es über Kaufmänner, hier eigentlich eher über Großindustrielle.

Ein Meisterwerk! Zeitnah, man spürt die Luft, die da herrscht, in den Chefetagen und deren Familien... in diesen Etagen der Macht.
Nach diesem Film werde ich sicher keine Aktiengesellschaft gründen wollen. Ich würde mich selbst kompromittieren, indem der Kapitalismus keinerlei Rücksicht oder Ausnahmen gestattet, als dass das Geschäft zählt. Es ist gut gelungen, die Auswirkungen sozusagen kapitalistischer Ordnungsprinzipien in Bezug auf das individuelle Leben aufzuzeigen ohne irgendwie moralisch sein zu wollen oder gar Anklage zu erheben. Sondern nur das sich verändernde Leben von Christoffer wird gezeigt. Wo man am Ende beinahe sicher der Meinung sein wird, wie man sich wohl selbst entschieden hätte, das Erbe anzunehmen oder abzuschlagen.
Wenn da nur nicht so eine Stimme im Ohr läge, wie im Film in Form seiner Mutter oder sonstiger Verpflichtung. Verpflichtung. Bei einem Erbe ist das meist der einzig nennenswerte Haken bei der Sache.
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am 6. Juni 2007
Christopher führt in Stockholm ein erfolgreiches Restaurant und ist glücklich mit der Schwedin und Schauspielerin Maria verheiratet. Den elterlichen Konzern hat Christopher schon vor Jahren verlassen und seitdem geht es ihm besser. Als sein Vater Selbstmord begeht und er mit seiner Frau zur Beerdigung nach Hause reist, wird er von seiner Mutter mit der Aufforderung konfrontiert, die Leitung des Konzerns zu übernehmen. Die Geschäftlage ist miserabel und die Banken drohen die Kredite zurück zufordern. Auch tausend Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Christopher willigt widerwillig ein und stößt damit nicht nur bei seiner Frau an. Auch der Mann seiner Schwester fühlt sich hintergangen, beginnt zu intrigieren und wird Christophers erstes Opfer in einem gewaltigen Spiel. Die Fusion mit einem französischen Konzern wird angebahnt, es müssen zweihundert Menschen entlassen werden. Maria fährt zurück nach Stockholm und geht ihrem alten Beruf nach. Auch das gemeinsame Kind scheint die Ehe nicht kitten zu können. Christophers Mutter hat bereits einen geeigneten Ersatz für Maria im Auge. Die Fusion gelingt und Christopher muss sich ein weiteres Mal von einem geschätzten Mitarbeiter trennen. Die Arbeit scheint getan, doch der Weg zurück Maria ist für Christopher nicht mehr möglich.

Die Geschichte passt gut in die heutige Zeit der Globalisierung. Auch Familienbetriebe können nur überleben wenn sie fusionieren und wachsen. Wenn sie wie die anonymen Aktiengesellschaften Hunderte von Menschen entlassen und von knallharten Managern geführt werden. Christopher rettet die Firma und verliert sich selbst. Eine traurige Geschichte, die spannend und mit zahlreiche Überraschungen erzählt wird.
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am 18. Juni 2008
Ich würde sehr gerne mehr als 5 Sterne vergeben. Dieser Film ist vom Thema und von der Umsetzung her mehr als nur gut. Er trifft. Und berührt. Ein Mann, der Erbe einer Firma, MUSS das Amt des Firmenbosses übernehmen. Und leidet daran. Egal, was es ihn "kostet", er fühlt sich in der Pflicht.

Wie in dem Film "ein guter Hirte" wird gezeigt, wie ein eigendlich sanfter, feinsinniger, gebildeter und verantwortungsbewußter Mann an einem hartem Leben bricht. Zu Stein erstarrt.

Ulrich Thomsen zeigt, wie immer, sehr genau das Psychogramm eines ganz bestimmten Mannes. Man sieht, er kennt seine Geschlechtsgenossen und die vielfälltigen Ausführungen: Mann. Aber auch die anderen Schauspieler zeigen genau die Charaktere, die in so einem Schicksal vorkommen. Familien Loyalitäten zwingen Menschen in Leben, die sie freiwillig nicht gewählt hätten. Der eigendlich gute Wesenskern bringt manchmal gerade besondere Grausamkeiten hervor. Erst gegenüber sich selbst, dann gegenüber anderen.
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am 19. März 2007
Wieder einmal ein unauffälliger, intensiver skandinavischer Film, der auf ganzer Linie zu überzeugen weiss. Ulrich Thomsen lohnt jeden Film und stellt hier den langsamen Verfall eines sympathischen Menschen in ein unumkehrbar verlorenes Monstrum dar. Diese Darstellung geht unter die Haut und hinterläßt Spuren beim Betrachter. Wie schon in den Dogma Filmen tragen die Darsteller jede Szene. Es gelingt dem skandinavischen Kino immer wieder Geschichten zu erzählen, die so viel spannender sind als das US-Kino!

Für Fans von "Mifune" oder "Das Fest" ein absolutes Muß!!!

Alle Neugierigen sollten ebenfalls zugreifen!
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am 24. Mai 2014
.......genau wie dort geht es hier um das Familienoberhaupt,
das versucht, das Familienimperium zu alter Blüte zu bringen.
Und gleichzeitig seine persönlichen Probleme ordnen muß.

Dieser Film ist in meinen Augen durchaus glaubwürdig- und das durchweg.
Das liegt vor allem an den hervorragenden Schauspielern.
Da sticht ULRICH THOMSEN natürlich in der Hauptrolle besonders heraus.

Er vermittelt wie kein anderer verdammt glaubhaft seine Emotionen;
seine Verzweiflung, seine Freude, Glück und Niederschlag.
Ich habe fasziniert und völlig gebannt seinen Werdegang verfolgt-
der ihn beruflich aufsteigen....und privat um so tiefer fallen lässt.
Die Dänen wissen halt, wie man grosses Kino macht!!**

*******************************

Geschichte:

In " Das Erbe " geht es um einen Mann, der nach dem Suizid
seines Vaters wählen muß zwischen dem privaten Glück mit seiner
schwedischen Ehefrau- und der Loylität gegenüber seiner Mutter
und dem angeschlagenen Familienunternehmen.

Dazu kommt, daß sich die Härte der unternehmerischen Entscheidungen
auch sehr drastisch auf sein Privatleben auswirkt.

Absoluter Filmtip!!

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Mein ganz persönliches Fazit:

Ein unglaublich krasser, anspruchsvoller und emotionsgeladener
Film, der mir ganz empfindlich unter die Haut ging.
So wie fast alle scandinavian- productions!!
In der ruhigen Inszenierung von " Das Erbe " konzentriert sich
Spitzen- Filmemacher Per Fly ganz auf die psychologische Entwicklung.
Und ja, er lässt seinem Hauptdarsteller ULRICH THOMSEN( Das Fest,
Adams Äpfel...) auch genügend Zeit, die Intensivität des Geschehens
nuanciert und brilliant auszudrücken.

____________________________________________

Lars von Triers Zentropa Entertainments präsentiert
einen Per Fly Film!!
" DAS Erbe "- ein Mix aus Romeo und Julia und Der Pate!!
Eine Geschichte, die Shakespeare nicht tragischer hätte
inszenieren können!!
Ein Film, der unter die Haut geht-
EINFÜHLSAM- PRÄZISE- INTENSIV!!

Lauflänge: 110 Minuten!

Sprachen : Deutsch, Dänisch! Klasse!!

*********************

FÜNF lebensnahe, echt gefühlvolle Sterne für......
diesen wahrlich wertvollen Streifen!!
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am 28. August 2016
Das dänische Drama "Das Erbe" von Per Fly, produziert 2003, handelt von Christoffer (Ulrich Thomsen), der nach dem Suizid des Vaters widerstrebend dessen Willen und dem dringlichen Wunsch der Mutter Anneliese (Ghita Norby), der fast einem Befehl gleicht, nachkommt und die Leitung des Familienunternehmens, des Stahlbetriebs Borch-Moller in Dänemark, übernimmt. Dafür gibt er sein selbst gewähltes Leben als Betreiber eines Restaurants in Stockholm und an der Seite seiner Frau Maria (Lisa Werlinder), die Schauspielerin ist, auf, obwohl es ihn sehr glücklich macht.

Thema dieses ruhigen Dramas ist das Spannungsfeld zwischen Verantwortungsgefühl und Pflichtbewusstsein, Sinn für familiäre Tradition sowie familiäre und wirtschaftliche Zwänge einerseits und andererseits dem Wunsch, ein zufriedenes, wenn möglich sogar glückliches, freies, selbstbestimmtes Leben, der eigenen Vorstellung und den eigenen Neigungen und Fähigkeiten entsprechend, zu führen. Christoffer will beides miteinander verbinden und reibt sich zunehmend darin auf.

Es ist sehr bedrückend und dramaturgisch sowie schauspielerisch einfühlsam umgesetzt, wie Christoffer in recht kurzer Zeit durch den auf ihn ausgeübten Druck vonseiten der Mutter und des Geschäftslebens vom offenen, lebensbejahenden, idealistischen Menschen zum kalten, kalkulierenden, seelisch verhärmten, emotional verkümmerten misstrauischen und verschlossenen Einzelkämpfer mutiert.

"Das Erbe" ist sachlich und in Zeitsprüngen erzählt, eine leise, eindringliche, nachdenkliche Sozialstudie und immer noch eine Empfehlung wert.
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am 5. Oktober 2013
Thomsen liefert hier eine enorme Probe seiner Kunst! Schauspielerisch sind alle in diesem Film gut, - aber er ist schlicht herausragend und sehr, sehr überzeugend! Ein wunderbarer Film, der zeigt, wie man aus seinem eigenen, gewählten Leben hinausgeworfen wird und zuläßt, daß man erstickt am Bild, das sich die anderen von einem machen... Für viele, die den Schritt in ein selbst definiertes Leben kaum schaffen, ein schmerzhaft guter Film!
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am 8. März 2016
Hatte mir viel erhofft von dem Streifen. Entpuppte sich jedoch als belangloses Drama, das mich völlig kalt gelassen hat. Dieser Film möchte deprimierend und sozialkritisch sein. Leider scheitert er, meiner Meinung nach, auf ganzer Linie. Wer auf ein düsteres, bewegendes Drama der Sorte "Das Fest" oder "Dogville" hofft, könnte hier bitter enttäuscht werden
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am 14. Juni 2014
Christoffer , der Sohn eines verstorbenen Großindustriellen wird sich fügen.
Wird sich fügen in den Käfig, die zersetzenden heuchlerischen Strukturen aus Großkapitalismus, falscher Loyalitäten, Gewinn und Karrieresucht.
Der kalten fordernden Weisung seiner Mutter nun doch das Erbe seines Vaters, die Leitung eines erfolgreichen Stahlbaufkonzerns anzunehmen, wird er sein Lebensglück opfern.
Bezeichnend ,daß sich der Vater, ohne daß die Familie ein solches Unglück erahnte , gleich zu Anfang erhängt.
In der kalten Welt des Großkapitalismus wird der Schein so lange gewahrt bis zur finalen körperlichen Selbstzerstörung
Die glückliche unbeschwerte Ehe mit seiner Frau wird mehr und mehr Risse bekommen, sein harmonisches Leben in Stockholm wird er aufgegeben.
Blut ist dicker als Wasser, und nichts ist verhängnisvoller als die einengenden Bande der eigenen Familie, so in ihr wenig Wert auf das Lebensglück, die persönliche Entfaltung des Einzelnen gelegt wird.
Gezwungen wird Christoffer (Nuanciert gespielt von Ulrich Thomsen) nicht offensichtlich.
Eher hintergündig mit dem perfiden Erzeugen von Schuldgefühlen, falschen Verantwortungsappellen, einengenden Abhängigkeiten.
Der eiskalte Blick seiner Mutter, das uneingeschränkte Oberhaupt der Firma reicht aus um ihn letztendlich in die Knie zu zwingen.
Das verstörende und wütend machende Thema , welches Regisseur Per Fly hier behandelt könnte aktueller in Angesicht von Finanzskandalen, Fondsgesellschaften, Aktienkrisen, von Raffgier und Großkapitalismus nicht sein.
Wieviel eigenes intimes Lebensglück sind wir bereit zu opfern, wieviel Lebensfreude, Harmonie , Zufriedenheit zu schlachten auf dem Altar eines unsäglichen Popanzes:
Dem schnellen wirtschaftlichen Erfolg, dem Erlangen und Halten von Statussymbolen, von vordergründigem Erfolg während innerlich die Seele zu einem vernarbten eiskalten Vakkum verkümmert.
Davon erzählt diese Parabel und Per Fly weiß wovon er spricht.
Hunderte von Interviewes hat er mit Politikern, Wirtschaftsbossen, Aktionären geführt,deren eigene Lebensgeschichte sich doch erschreckenderweise nicht von dem rastlosen, ruhelosen, zerstörerischen Existieren unseres Protagonisten unterscheidet..
Sehr bald ahnt Christoffer, daß das Erbe seines Vaters seine moralischen und ethischen Grenzen übersteigt.
Er fügt sich trotzdem. Tausende von Arbeitern wird er zur Gewinnmaximierung entlassen müssen.
Zähneknirschend tut er es, und verliert mehr und mehr zwischen Meetings, Börsendotierungen, aufgesetzt scheinheiligen Geschäftsessen den Bezug zu seiner eigenen individuellen Menschlichkeit.
Sein Glück, seine Fähigkeit zu wahren ungekünstelten Emotionen zerrinnt mit jeder neuen wirtschaftlichen Transaktion..
Per Flys Film, der stilistisch sehr an die Dogma Filme Lars von Triers angelehnt ist, zeigt diesen schonungslosen, erschütternden seelischen Niedergang mit gleichzeitig einhergehendem höchsten gesellschaftlichen Fortkommens niemals plakativ verurteilend, demagogisch mit erhobenen Zeigefinger.
Vielmehr beobachtet er einfach nur in präzisen unglaublich authentischen Einstellungen den Verfall eines Charakters.
Kalt und mitleidlos ruht die Kamera immer wieder auf den riesigen Stahlbaumaschinen, deren gigantische, rotierende Kraft selbst ein drastisches Bild der erbarmungslos eintönigen Maschinerie im Management dastellt, die jede individuelle Gefühlsregung erdrückt, ja erdrücken muß um überhaupt zu funktionieren.
Was bleibt wenn der einzige Lebenssinn nur noch die Karriere, das Anhäufen von Geld, Macht und Einfluß darstellt.
Latent fühlt man sich an Politker wie Strauß Kahn , an die berühmten Prostitiuierten- Reisen der Automobilvorstände erinnert, wenn Christoffer von Frau und Freunden verlassen am seinem riesigen Swimming Pool aus heiteremHimmel versucht eine Reinigungskraft zu vergewaltigen. Angeekelt von sich und ihrem Wimmern ihr schnell ein Haufen Geldbündel zusteckt.
Unser kapitalistisches Wirtschaftssystem , unser Streben nach Gewinn ohne Verantwortung, ohne menschliche Empathie,Rücksicht und moralischen Halt gebiert die Seelenkrüppel, die nach außen von der Gesellschaft hofiert, im Inneren mehr noch als ihre eigene Psyche, zusätzliche die seelische Gesundheit ihrer Liebsten zerstören.
Profitsucht, Leistungsdruck kennt bald keine Freunde mehr, nur noch durchtriebene Nattern, die ebenfalls zu jeder Intrige und Vorteilsnahme fähig sind.
Ein Leben voller neurotisch zwanghafter Realitätsverzerrung.
Denkt man das Leben unseres Protagonisten weiter, könnte es unter Umständen auch in der psychopatholgischen eiskalten Grausamkeit eines Patrick Bateman aus "American Psycho" enden.
Per Fly zeigt diese fortschreitende innere Aushöhlung erbarmungslos.
Christoffers Frau und Kind werden ihm fremd. Eine Trennung vorprogrammiert.
Könnte es noch einmal eine Versöhnung geben ? Auch diese seine letzte Chance verpasst Christoffer.
Als seine ehemalige Frau ihren ersten grossen Auftritt als Schaupielerin hat, bleibt sein Sitzplatz leer.
Während sie vor Trauer hinter der Bühne zusammenbricht, sitzt er schon wieder telefonierend und einsam in einem Cafe.
Kapitalismus als schwärende Sucht, die genauso zerstört wie stoffgebundene Süchte.
Ein System, das die äussere maskenhafte Profilierung des Menschen in jedem Medium, in jeder Gesellschaftsstruktur unterschwellig fördert kann nur in tiefer innerer Verlorenheit, Entfremdung, Lebenslast statt Lebenslust enden.
Wie viele andere ist Christoffer zu schwach sich der existenziellen Herausforderung der Wahl des eigenen individuellen Glücks zu stellen.
Oft steht er hinter Fensterscheiben seines Büros,schaut nach draußen auf die Strassen voller pulsierendem Leben und ist doch abgetrennt, gefangen in dem eigens errichteten Glasgefängnis.
Seelisches Elend und moralische Verwahrlosung der Elite, die viele andere Mitmenschen mit in das Unglück zieht.
Mitleid kann ich mit einem Menschen wie Christoffer nicht enpfinden.
Zuviele dieser Seelenkrüppel, die tatsächlich für einen hohlen so wankelmütigen Götzen wie Karriere, Beruf und Leistung ihr persönliches Glück, ihre Liebe aufs Spiel setzen laufen frei und unbehelligt herum.
Noch dazu unter dem Deckmantel der beifallheischenden Bewunderung etwas "im Leben erreicht zu haben".
Was das sein soll, was nicht irgendwann wie Wasser zwischen den Fingern zerrinnt, werden sie selbst schwer benennen können.
De zweifelhafte Erfolg dieser Menschen ist gepflastert mit unzähligen Bauernopfern. Diese haben jegliches Mitgefühl.
Die selbst gewählte innere Aushöhlung und bittere Oberflächlichkeit dieser Subjekte jedoch sollte einem herzlich egal sein.
Deßhalb krankt nach meinen Dafürhalten "Das Erbe" auch etwas daran, daß man natürlich dem Hauptdarsteller in all sein Wankelmütigkeit, in seinen charakterlichen Untiefen zunehmend mitleidlos begegnet,sein tiefes Scheitern natürlich vorausahnt, bzw.es einen wenig berürt. Hat er es anders verdient?
Elegant, schonungslos und mahnend ist "Das Erbe" den ich jedem der an den filigran, packenden Charakterstudien dänischer Prägung Gefallen findet auf jeden Fall ans Herz lege.
11 Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Januar 2015
Ulrich Thomsen...seine wundervoll böse Mutter, seine edle Familie.
Seine traurige Ex-Freundin...die wunderbare Lokation.

Die Dänen hauen mich immer weg.

Sehr empfehlenswerter Film.

Tipp: "Das Fest"
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