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Kundenrezensionen

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am 20. September 2006
B-5-Erfinder J. Michael Straczynski wollte keinen Aufguss der alten Serie, sondern etwas in Design, Charakteren und Stimmung Neues schaffen. "Crusade" ist abenteuerlicher, düsterer und brachialer als "Babylon 5" und dabei vielseitig, kreativ und teilweise skurril. Düster wird sie zum einen durch den Hintergrund der Mission - fünf Jahre bis zum Massensterben auf der Erde - und zum anderen, dadurch bedingt, durch die Anlaufstellen der "Excalibur": tote oder verlassene Planeten vergangener Hochkulturen, die womöglich das gleiche Schicksal ereilte, das der Erde bevorsteht. Aufgrund der Dringlichkeit der Mission hat Gideon freie Hand, was auch mal zu moralisch zweifelhaften Gesetzesübertretungen führen kann. Diese Serie ist schmutziger und actionlastiger als B 5 und wird skurril durch die Welten, die Straczynski erschafft, und die Figuren, die das Raumschiff bevölkern, allen voran Galen. Peter Woodward spielt den mysteriösen Technomagier grandios: Überheblich, überlegen und sich seiner Fähigkeiten immer bewusst - Technomagier schaffen "magische" Effekte durch hochmoderne Technologie, die nur sie kennen und durchschauen. Aber auch die anderen Figuren, etwa der abgebrühte Captain, der sich bisweilen Rat bei einer "apokalyptischen Box" holt, oder Eilerson, in dessen Charakter es viele schwarze Flecken gibt, bereichern die Serie ungemein, und Daniel Dae Kim ("Lost") als Telepath ist nur eine von vielen sehr guten Besetzungen.

All dies und der rote Handlungsfaden unterscheiden "Crusade" von "Enterprise" – ein Vergleich, den man im ersten Augenblick ziehen könnte, doch es liegen Welten dazwischen. Auch war das Finden des Heilmittels nicht auf den letzten Drücker für die letzte der fünf geplanten Staffeln angelegt, sondern sollte nach Straczynskis Aussage bereits in der zweiten geschehen, wodurch die Story einen ganz neuen Charakter erhalten hätte. Das kann man hier getrost verraten, da eine Wiederaufnahme der Produktion wohl nicht mehr zu erwarten ist.

Es wird einiges an Wissen vorausgesetzt in dieser Serie: Was ist die Interstellare Allianz, wer sind die Rangers, was ist das PSI-Chor und so weiter. Diese Fragen werden nur dürftig beantwortet, was Neueinsteigern das Verständnis nicht gerade erleichtert. Es wäre geschickt gewesen, den Film "Waffenbrüder" in die Box mit aufzunehmen, der wenigstens einiges erklärt und auch die Motivation der Mission der "Excalibur" erläutert. Da diese Serie als unvollständiges Werk aber ohnehin vorrangig Liebhaber der Vorgängerserie interessieren dürfte, hat dieser Punkt keinen Einfluss auf die Bewertung.

Schlimm ist die Filmmusik des Chinesen Evan H. Chen. Auch hier wollte man sich von dem B-5-Sound distanzieren und etwas Eigenes bieten, allerdings sind die Disharmonien, schrägen Töne und blechernen Elektro-Sound-Kaskaden recht schnell sehr lästig. Immerhin geben sie aber ein wenig Weltraumfeeling und unterstützen die Skurrilität der Serie.

Es ist eine Schande, dass diese Serie nicht weiterproduziert wurde, denn sie ist wirklich gut und hat sehr viel Potenzial für Figuren und Handlung. Die Stimmung passt, die Effekte sind gewohnte B-5-Qualität, und Straczynski beweist, dass man auch heute noch sehr kreativ den Weltraum ausschlachten kann. Gute Schauspielerleistung, spannende Storys und ein wunderschönes, detailliert ausgearbeitetes Raumschiff machen die Serie zu einer Perle, deren Wert man leider falsch eingeschätzt hat. Wer Babylon 5 kennt und liebt, sollte sich diese Box nicht entgehen lassen.
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am 6. August 2005
Crusade ist das Spinoff von Babylon 5. Da leider die amerikanische Produktionsfirma den Serienschöpfer JMS zwingen wollte nur noch Sex und Action zu zeigen (ja sogar ein Sexwissenschaftler sollte an Bord sein!) und dieser das nicht mit sich machen ließ, können wir so leider keine vollständige Serie genießen.
Dabei versprechend die fertigen Scripts der leider nicht mehr gedrehten Folgen absolut Höchstspannung und tolle Aussichten für die Serie. Crusade hätte ähnlich toll und erfolgreich wie B5 werden können.
Leider kam es nicht dazu. So haben wir hier 13 Folgen, die aber immerhin schon einen ganz guten Einblick gewähren. Die Qualität der Folgen schwankt sehr. Manche gute, aber auch so einige schlechte Folgen sind dabei. Aller Anfang (einer Serie) ist nunmal schwer.
Für Babylon 5 Fans und solche, die noch mehr über jenes Universum erfahren wollen, ist es aber auf jeden Fall eine klare Kaufempfehlung! Die Mission, die Geschichten und auch gerade die Crew ist sehr interessant! Ich werde es auf keinen Fall verpassen!
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am 30. August 2006
Bereits Babylon 5, dessen Spin-off Crusade ist, hat sich zwar beim Publikum einen hohen Beliebtheitsgrad erarbeitet, doch die Macher der Serie mussten schon hier einen ständigen Kampf ums Überleben fechten, weil die Fernsehbosse wenig mit der Serie anfangen konnten. So war B5 z. B. von Anfang auf einen Handlungsbogen mit fünf Staffeln konzipiert, doch als es zu Beginn von Staffel 4 so aussah, als würde keine fünfte Staffel produziert, wurde die Handlung von zwei Staffeln in eine gequetscht. Als dann doch noch eine fünfte Staffel finanziert wurde, musste man sich etwas Neues ausdenken, die eigentliche Erzählstruktur war beschädigt, ein Charakter (Jason Carters Ranger) war tot, was eigentlich bei 5 Staffeln nicht geplant war, usw. B5 war also nicht die durchgehende Erfolgsgeschichte, die heute mancher darin sehen will. Ganz im Gegenteil, durch die schwierigen Produktionsbedingungen lief hier einiges nicht wünschenswert. Nach der Serie gab es ein paar (teils recht mäßige) Fernsehfilme und das war es zunächst. Insofern finde ich es einigermaßen erstaunlich, dass überhaupt eine weitere Serie im B5-Universum geplant wurde, obwohl dem Autor von Anfang an von den TV-Bossen Knüppel zwischen die Beine geworfen wurden. Dennoch: In Anbindung an den TV-Film "Waffenbrüder", den man vor Crusade gesehen haben sollte, entstand eine weitere Serie, Crusade, die es aber nicht auf mehr als eine halbe Staffel brachte, was wieder einmal weniger an der Qualität als an den Machenschaften (unfähiger) amerikanischer Fernsehproduzenten lag.
Die Handlung schließt an das Ende von B5 an. Die Schatten sind besiegt, der Kampf mit dem Psi-Corps beendet und die Allianz sowie die Menschen arbeiten am Wiederaufbau und der interplanetarischen Verständigung. Doch nicht alle Gefolgsleute und Waffen der Schatten haben die Galaxis verlassen und die Drakh wollen Rache für die Niederlage. Trotz Sheridans Bemühungen gelingt es ihnen, die Erde mit einem Virus zu verseuchen, das ca. fünf Jahre brauchen wird, um sich an den menschlichen Körper anzupassen. Dann werden alle Infizierten sterben. (Vorgeschichte zur Serie in "Waffenbrüder".)
Die Menschen arbeiten auf der Erde (mit geringen Erfolgschancen) an der Suche nach einem Gegenmittel, doch man will auch bei anderen Völkern und auf verlassenen Planeten forschen, weil man davon ausgeht, dass schon andere Völker diesem Virus begegnet sind oder dass sie medizinisch fortgeschrittener sein könnten als die Menschen. Also wird ein aus Erd- und Minbari-Technologie erbautes Raumschiff, die Excalibur, unter Captain Matthews (Gary Cole aus American Gothic) losgeschickt um nach einem Gegenmittel zu suchen. Mit an Bord sind verschiedene Wissenschaftler, aber auch eine Diebin, deren Volk von den Drakh ausgelöscht wurde, sowie ein Technomage und ein Telepath (Daniel Dae Kim aus Lost). Tracy Scoggins aus B5 hat eine wiederkehrende Gastrolle. In den 13 Folgen der Serie besuchen sie fremde Planeten, sowohl bewohnte als auch verlassene, untersuchen ein gestrandetes Raumschiff, nehmen an einer Konferenz auf dem Mars teil, usw. Es gibt einigen Spielraum, was die Handlung angeht.
Zur Qualität der Serie würde ich sagen: Die Schauspieler sind sehr gut, allen voran der charismatische Gary Cole, dessen hintergründigen / bissigen Humor ich sehr genieße. Die Effekte fangen relativ schwach an, werden aber immer besser. Das war durch das zunächst recht knappe Budget begründet, das erst während der Produktion aufgestockt wurde. Ich denke aber, dass hier auch einige tolle Effekte zu sehen sind. Die Excalibur ist z. B. sehr gelungen und gerade einige der außerirdischen Städte sind visuell sehr interessant. In Bezug auf die Handlung ist zu erkennen, dass die Serie, wie B5, vergleichsweise simpel anfängt, doch es zeichnen sich Handlungsstränge ab, die mit Sicherheit interessant und vielschichtig geworden wären. Doch leider erhielt Crusade nie die Chance sich zu entwickeln. Wenn kritisiert wird, dass ja von Anfang an absehbar sei, dass ein Heilmittel gefunden würde, dann wäre zu sagen: Sicher! Auch bei B5 konnte nie ein Zweifel bestehen, dass die Schatten am Ende besiegt werden. Etwas anderes als ein mehr oder weniger glückliches Ende ist bei einer amerikanischen TV-Serie nicht ernstlich zu erwarten. Doch in diesem Rahmen hätte so einiges passieren können. Dem standen aber wieder einmal die Produzenten und Fernsehbosse im Weg. So wurden einige Folgen der Serie gedreht, die mitten in der Handlung begannen statt sich lange mit Erklärungen und einem Einstieg aufzuhalten. Dann entschied man beim Sender plötzlich, dass man doch lieber eine Pilotfolge mit einer Einführung in das Problem und die Charaktere wollte und dass es vielleicht auch nicht schaden könnte, etwas mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Also wurden später gedrehte Folgen an den Anfang gestellt, früh gedrehte Folgen, die Hintergründe auf eine interessante Art (z. B. Träume und Rückblenden, die einerseits erklären, aber andererseits Fragen offen lassen) an den Schluss gestellt, es entstanden Handlungsbrüche und schließlich wurde die Serie eingestellt, bevor sie wirklich in Schwung kommen konnte. Ich habe den Eindruck, dass man Crusade zwar einkaufte, aber kein wirkliches Interesse an einem Erfolg hatte, ein mir unverständliches Verhalten, das man in der amerikanischen Fernsehindustrie erstaunlich oft antrifft (z. B. Firefly). Persönlich würde ich sagen: Die Serie wurde in ihren Anfängen zerstört, so dass sich das durchaus vorhandene Potential nie voll entfalten konnte. Innerhalb dieses Rahmens halte ich sie aber für ausgesprochen interessant und gelungen, wobei sie bei mehrfachem Ansehen immer besser wird, weil einem die Nuancen und angedeutete Handlungsstränge auffallen. Es gibt einige Folgen, die mit dem Besten, was es bei B5 gab, durchaus mithalten können. Insofern denke ich, dass Crusade für Fans des B5-Universums immer eine lohnenswerte Anschaffung darstellt. Wer B5 nicht kennt, kann die Serie zwar ansehen und verstehen, aber die Tiefe geht verloren. Die negativen Kritiken mancher Rezensenten führe ich auf zwei Dinge zurück: Zum einen die durchaus vorhandenen Schwächen, die mit den Produktionsbedingungen in Zusammenhang stehen, zum anderen die Verbissenheit, die man bei manchen Fans antrifft, wenn sie mit etwas Neuem in "Ihrem" Universum konfrontiert werden. Als B5-Fan der ersten Stunde kann ich nur sagen: Schade, dass nicht mehr aus Crusade geworden ist!
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. Oktober 2005
Hintergrund: Mit Babylon 5 schuf J. Michael Straczynski ein Universum (d.h. Phantasiewelt) in der die verschiedenen Völker im Weltraum mit Hilfe eine Raumstation Frieden erreichen wollen. Nach fünf Staffeln mit über 100 Folgen und etlichen Spielfilmen sollte mit Crusade eine Nachfolgeserie an den Start gehen. Inhaltlich setzt die Serie auf dem Babylon 5 Spielfilm "Waffenbrüder" ("A Call to Arms") auf: Ein Virus droht innerhalb von 5 Jahren alles Leben auf der Erde zu vernichten. Das Raumschiff Excalibur wird losbeschickt, um ein Mittel gegen die Seuche zu finden.
Besetzung der Serie: Zum Stamm gehören der Captain der Excalibur Matthew Gideon (Gary Cole), sein telepatischer erster Offizier Lt. John Matheson (Daniel Dae Kim), der Archiologe Max Eilerson (David Allen Brooks), der "Techno-Magier" Galen (Peter Woodward), die Medizinierin Dr. Sarah Chambers (Marjean Holden), aus der Kaste der Diebe Dureena Nafeel (Carrie Dobro) sowie als gelegentlicher Gast der Commander von Babylon 5 Captain Elizabeth Lochley (Tracy Scoggins).
Die Box: Auf der Box sind die 13 gedrehten Folgen:
1. Kriegsgebiet (War Zone)
2. Der lange Weg (The Long Road)
3. Der Quell der Ewigkeit (The Well of Forever)
4. Der Pfad der Sorgen (The Path of Sorrows)
5. Dureenas Geheimnis (Patterns of the Soul)
6. Befehle aus dem Grab (Ruling from the Tomb)
7. Nach eigenen Regeln (The Rules of the Game)
8. Erscheinungsbilder (Appearances and Other Deceits)
9. Der Friedhof der Schiffe (Racing the Night)
10. Die Warnungen des Magiers (The Memory of War)
11. Praxis 9 (The Needs of Earth)
12. Die Verschwörer (Visitors From Down the Street)
13. Die Entscheidung (Each Night I Dream of Home)
Extras: "Das Making of CRUSADE" und "Excalibur wird geschmiedet".
Synchronisation: Die Box umfaßt sowohl die amerikanische Orginalversion als auch eine deutsch sychnronisierte Version. Zudem gibt es für beide Sprachen opional Untertitel. Die Synchronisation setzt auf Kontinuität: Die Figuren, die wir aus Babylon 5 kennen, haben wieder dieselben deutschen Stimmen. Weil es bei DVD-Boxen leider nicht selbstversändlich ist, sei es erwähnt: Alle 13 Folgen sind komplett synchronisiert, wir müssen nicht bei einzelnen Szenen plötzlich einen Sprachwechsel mit dem plötzlichen Auftauchen von Untertiteln hinnehmen. Aber wer will bei 42 Minuten Spielzeit pro Folge noch Kürzungen vornehmen? Einen möglichen Gag hat man sich entgehen lassen: Bei der Folge "Die Verschwörer" hätten sich Benjamin Völz und Franziska Pigulla als deutsche Stimmen der Aliens angeboten.
Bewertung: Diese Serie findet allgemein ein recht unterschiedliches Echo. Klar die Musik im Vor- und Abspann ist eine andere als bei Baylon 5, das soll auch so sein. Die Stammcrew sind im Gegensatz zu Babylon 5 entweder Menschen oder doch sehr menschenähnlich. Spiel das wirklich eine Rolle? Ansonsten haben wir das von Babylon 5 gewohnte Erscheinungsbild des Weltraums, von Raumschiffen und Planeten. Im Gegensatz zu Babylon 5 oder Deep Space Nine gibt es zwar eine Hintergrundgeschichte, aber es gibt (noch!) keinen übergreifenden Handlungsbogen, der die einzelnen Episoden eng miteinander verbindet, vielmehr stehen alle Episoden für sich einzeln und können in fast beliebiger Reihenfolge angesehen werden. Von den Charakteren sind hauptsächlich der des Captains Gideon und von Galen in den Folgen genauer fassbar, die anderen befinden sich noch in der Entwicklung. Ursache dieser Umstände ist, daß die Serie eigentlich auf 5 Jahre ausgelegt war, aber nach 13 Folgen und bevor das Publikum sie zu sehen bekam, eingestellt wurde. Grund waren unterschiedliche Meinungen des Schöpfers J. Michael Straczynski und des Senders TNT über Budget und Inhalt. TNT wollte mehr Action und Sex. Schon während der Dreharbeiten hatte TNT eingegriffen und so sind die letzten 5 Folgen eigentlich die zu erst gedrehten. Straczynski rächte sich mit einigen Seitenhieben in der Folge "Erscheinungsbilder". Insofern sollten wir uns einfach mal fragen, wie wir eine beliebige Star Trek Serie oder Babylon 5 bewerten würden, wenn man diese Serien nach 13 Folgen abgesetzt hätte. Das Ergebnis wäre ähnlich zwiespältig. Fliegende Raumschiffe, die den Weltraum erkunden, gab es zudem schon vor Crusade. Trotzdem erwartet den Seher der DVDs hier 13 Folgen mit sehr unterschiedlicher Qualität: von eher Folgen, die wenige neues zu bieten haben, hin bis zu orginiellen Folgen mit Tiefgang ist alles vertreten. Zudem ist die Serie bisher in Deutschland im Free-TV nicht zu sehen gewesen.
Fazit: Vieles ist aufgrund des vorzeitigen Abbruches nur angedeutet, was hätte werden können. Setzt man die Meßlatte nicht so hoch am Orginal Babylon 5 an und mag Weltraumabenteuer, wird man von dieser Serie gut unterhalten werden. Klar, es gibt schwache Folgen. Die guten machen meines Erachtens das wieder wett.
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am 8. März 2006
Im Gegensatz zu den meißten Sehern habe ich zuerst Crusade und danach Babylon5 gesehen und ich muss sagen: Hut ab vor so viel Basisarbeit bei Crusade.
Natürlich war die Serie nicht voll ausgereift, speziell Charaktäre wie der Technomagier Galen schrien nach Verbesserung, und aufgrund von ganzen 13 Folgen blieb natürlich viel zu viel offen, um Seher nachhaltig mit einer runden, abgeschlossenen Geschichte zu beeindrucken.
Dennoch ist die Grundidee sehr gut, die Umsetzung gemäß des damals vorhanden Budgets un der technischen Möglichkeiten sehr wohl ok, und vor allem die Schauspieler waren sehr gut gewählt.
Und sie hatte auch Witz un Charme und vor allem realistische Ansäötze für die in der Serie vomrkommen Berufe und deren tatsächliche harte Arbeit: Nichts ging einfach so sondern mußte mühsam erarbeitet wwerden (Archäologie, Sprachen, Medizin).
Leider gibt es die Unart in der heutigen Zeit, daß die besten Serien, die aus dem 08/15 Rahmen fallen, abgesetzt werden, wie ja auch zB. Firefly.
Endlich eine Serie, in der NICHT in der ein und der selben Episode Probleme wie die Findung eines Heilmittels gelöst werden (wie bei Enterprise nur allzu oft vorgekommen - obwohl ich selbst TOS liebe), endlich eine Serie in der weder Characktäre noch Handlung perfekt sind, sondern menschlichen Schwächen unterworfen (allerdings nicht so kindisch wie bei Next Generation oder ähnlichen Serien) sind und auch entsprechenden unerwarteten Entwicklungen und Ergebnissen, die aber auch ehrlich genug ist um diverse Realitäten nicht wegzuleugnen, wie zB.: die Macht diverser Konzerne; politische Unkorrektheiten im Hintergrund; Verwundbarkeiten; aber auch die Tatsache, daß manche Dinge einfach Zeit benötigen.
Crusade ist weder eine stupide Weltraumschlachtserie, noch etwas für Seher, die fertige, abgepackte, in sich geschlossene Geschichten lieben.
Ich verstehe natürlich die weniger positiven Rezessionen bezüglich Crusade und auch sie haben gemäß anderen Geschmäckern ihre Berechtigung.
Ich würdige trotzdem die Idee samt Umsetzung mit 5 Sternen, vor allem unter Berücksichtigung der Möglichkeiten bei der Produktion der Serie. SCI FI Qualität kann sich unmöglich allein über technische Spielereien am Computer rechtfertigen im Sinne der Qualität - es gäbe dann ja auch keine genialen Klassiker - , die natürlich jedes Jahr besser werden, sondern es geht um Menschen, Konflikte, Spannung, Entwicklung und auch brandheiße Themen hinter den Kulissen, die durchaus auch zeitgemäß sind aber in eine entfernte Zukunft transferiert werden, und durchaus auch Liebe und Freundschaft.
Auch die Verbindung einerseits zwischen technsichen Möglichkeiten wie Galen sie besitzt, und spirituellen Themen - wie ja Gott sei Dank in B5 auch bereits - und das einfließen lassen in das B5 Universum finde ich sehr gut.
Um die Geschichte für manche Interessierte weiter zu erzählen:
Das Heilmittel wäre nach ca. 1,5 Jahren gefunden worden, jedoch verbunden mit Erkenntnissen über die Erdregierung bzw. manchen Zweigen ihr, die mit der Drakh Plage im Zusammenhang stehen und auch Shadow Technologien, was die Crew der Excalibur zum Wegbruch von den Erdstreitkräften gebracht hätte.
Ich vermute, daß bei Crusade u.a. die Drakh bezwungen worden wären bzw. zumindest wäre der Zusammenhang mit Centauri Prime
herausgekommen, was ein weiterer B5 Anknüpfpunkt gewesen wäre.
Weiters wäre es nach dem Wegbruch der Excalibur durch die Verbindung von Max Eileson zu dem interplanetaren Konzern IPX zu Konfliktsituationen gekommen, Dureena wäre nach einigen Folgen Abwesenheit mit Teilaspekten der Möglichkeiten eines Technomages aber ohne Gedächtnis zurückgekommen, usw. ...
Das ganze allerdings auf eine sehr bodenständige, durchaus realistische Art und Weise, und ich galube, damit hat bzw. hätte sich diese Serie zu anderen Serien unterschieden.
Im Prinzip eigentlich meine oder eine meiner Lieblingsserien, wenn auch einige Folgen/Staffeln fehlen.
Das Potential der Serie war sehr viel höher in allen Teilaspekten als das der bekannten SCI FI Serien nach Star Trek aus den 60er Jahren, vor allem in der Qualität weit höher als Serien wie SG1, die bereits 9 Jahre überlebt haben nur durch technische Spielereien bei der Produktion der Serie.
Alles in allem einfach nur Schade, daß die Serie abgesetz wurde.
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am 3. April 2011
Obwohl oft mit "Star Trek" (inbesondere DS9) verglichen, erzählte "Babylon 5" über seine fünf Staffeln hinweg eine ganz eigene, spannende Geschichte, die - je weiter die Serie voranschritt - immer dichter und verwobener wurde. Neben den herausragenden Episoden der Serie erschuf Schöpfer Joseph Michael Straczynski ganz nebenbei ein faszinierendes Universum, von dem man nach dem befriedigenden Ende der Serie mehr wissen wollte. Hinzu kam, dass in "Babylon 5" einige Handlungsstränge (Telephatenkrieg, die heimliche Besetzung von Centauri Prime durch die Drakh) bewusst offen gelassen wurden.

Und so entstand "Crusade". Der letzte der vier "Babylon 5" Fernseh-Filme - "Waffenbrüder" - diente als Einführung: Die Drakh, ein Volk das einst der alten Superrasse der Schatten diente, nutzte deren Technologien um die Erde mit einem todbringenden Virus zu verseuchen. Binnen 5 Jahre (die Serie war wie "Babylon 5" auf fünf Staffeln ausgelegt) würde damit die Menschheit dem Untergang geweiht. Mit dem Prototyp eines mächtigen Kampf-Raumers, der Excalibur, sollte eine Odysse nach dem Heilmittel beginnen.

Eine gute Ausgangsposition für eine spannende Serie, der jedoch mehr als einen Strich durch die Rechnung gemacht wurde. Zum einen sieht man deutlich das begrenzte Budget, was sich in zahllosen eher belustigenden CGI-Hintergründe bemerkbar macht. Auch die absurden Forderungen des Senders TNT unnötig viel Action und Sex in die Serie zu bringen ebenso wie die unter Produktionsdruck geschriebenen Episoden machen sich bemerkbar. Auch begeistern mich die Charaktere mit Ausnahme von Galen und Dureena nicht wirklich, aber auch das hätte noch kommen können (ich hätte nach den ersten B5 Folgen nie gedacht, dass ausgerechnet G'Kar mir ans Herz wachsen sollte).

Um es also zusammenzufassen: Diese 13 Episoden sind zum Großteil ziemlich mäßig und auch recht langweilig. Es gibt gute Momente, aber die sind rar gesät. Allerdings muss man auch fairerweise sagen, dass die ersten Episoden vieler erstklassiger SciFi/Fantasy Serien recht mäßig sind und das Potential sich erst in den späteren Staffeln entwickelte, als die Darsteller mit ihren Rollen verschmolzen und Autoren/Produzenten die Atmosphäre einer Serie erkannten. Beispiele hierzu gibt es zuhauf, "Star Trek: The next Generation" und auch die Mutter-Serie "Babylon 5" hatten am Anfang fast nur Langweiler.

Beim Sehen von "Crusade" weint man daher also nicht, über das was man sieht, sondern wegen dem Wissen das Autor JMS im weiteren Verlaufe sicher ein weitere, großartige SciFi Serie geschaffen hätte. Hier wäre es nicht die Frage gewesen, ob ein Heilmittel gefunden würde (das die Menschheit auch noch 20 Jahre später existiert, weiß man alleine schon wegen der B5-Abschiedsfolge "Der Weg ins Licht"), sondern wie und unter welchen Umständen. Auch bei "Babylon 5" war wohl jedem Zuschauer klar, dass die Protagonisten den Kampf gegen die Schatten überstehen würde. Es war nur das Faszinierende wie es geschah, welche Charaktere sich dadurch veränderten und welche ihr Leben bzw. ihr Schicksal besiegelten.

Zur DVD Box: 5 DVDs in ebenso vielen SlimCases. Neben den Audiokommentaren von JMS und einigen Darstellern gibt es wie üblich zwei Making-of-Dokus (ca. jeweils eine Viertelstunde), in denen JMS, die Darsteller und weitere Mitarbeiter der Produktions-Crew zu Wort kommen. Ganz interessant.

Fazit: Dieses Fragment - anders kann man diese 13 Episoden umfassende Serie nicht bezeichnen - ist wohl vorrangig für Fans von "Babylon 5" geeignet, auch wenn die Qualität nicht an die späten Staffeln heranreicht. Für Neueinsteiger empfehle ich erstmal die Mutterserie, die es mittlerweile auch als Komplett-Paket günstig zu erwerben gibt.
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am 15. Januar 2010
Nachdem ich Babylon 5 förmlich verschlungen habe, war ich erfreut zu hören, dass es wieder Lebenszeichen aus dieser Ecke gab. Crusade sollte zwar eine eigenständige Serie darstellen, aber sie stellte die letzte Hoffnung auf ein Wiedersehen bekannter Gesichter dar, sowie eine Fortsetzung des Themas rund um die Schatten bzw. ihre Diener, die Drakh. Diese Hoffnung scheiterte :-(

Von Crusade wurde noch nicht einmal die erste Staffel fertiggestellt. Man erhält nur 13 Folgen einer unvollständigen Serie, die aufgrund von Streitereien zwischen Produzent und Sender noch nicht einmal in einer logischen Reihenfolge ausgestrahlt worden ist. So kommt es zu kleinen Kontinuitätsfehler in der Handlung, je nachdem in welcher Reihenfolge man die Serie schaut (Uniformwechsel, Virusschutz, etc.). Nichtsdestotrotz zeigt die Serie Potential. Die Schauspieler sind eigentlich in Ordnung (zumindest nicht wesentlich schlechter als die Schauspieler von B5), ebenso die Figuren. Captain Matthew Gideon zeichnet sich durch seine besondere Mischung aus Humor, Ernsthaftigkeit, Waghalsigkeit und seine kühle Art aus. Der IPX-Archäologe Max Eilerson wäre durch seine Mischung aus Intelligenz, Sarkasmus und Eigennützigkeit bestimmt ebenfalls noch ein interessanter Charakter geworden. Die Spezialeffekte sind leider äußerst bescheiden, allerdings waren sie bei Babylon 5 auch nicht wesentlich besser, was echte Fans eigentlich nicht besonders gestört haben dürfte. Die Handlung klingt anfangs vielversprechend, die Geschichte um die Suche nach einem Heilmittel gegen die Drakh-Seuche gerät aber oft in den Hintergrund. Viele Folgen beschäftigen sich daher mit Themen, die von der Haupthandlung komplett abdriften. Hält man sich vor Augen wie Babylon 5 damals begann, und der Krieg mit den Schatten erst nach der Hälfte der ersten Staffel überhaupt erst angedeutet wurde, um dann Stoff bis zur vierten Staffel zu liefern, so ist das bei Crusade nachvollziehbar. Die Handlung von Crusade war ebenfalls für 5 Staffel konzipiert, und die erste Hälfte der Staffel galt erst einmal der Einführung der verschiedenen Charaktere. 3 Skripte von unverfilmten Episoden offenbaren, dass ein Wiedersehen mit Alfred Bester und Garibaldi geplant waren, und man hätte auch mehr über die Techno-Magier erfahren, die anscheinend auf Schatten-Technologie setzen, und Galen aus nicht ganz uneigennützigen Gründen an Bord der Excalibur ist. Die Handlung hätte sich gegen Ende der Staffel zugespitzt, und es hätte einen spannenden Cliffhanger zur zweiten Staffel gegeben. Schade, es wäre auch sehr interessant gewesen mehr über die mystische Apocalypse-Box von Captain Gideon zu erfahren, die auffällig vorlonisch aussieht.

Obwohl die Serie unvollständig ist, lege ich sie den Babylon 5 Fans nahe, die einfach noch mehr aus dem B5-Universum sehen wollen. Es ist kein Geheimnis, dass ein Heilmittel gegen die Drakh-Seuche letztendlich gefunden wird. Es bleibt daher nicht die Frage offen, ob ein Heilmittel gefunden wird, sondern wie, welches, wo und wann. Es ist ganz klar nur ein Geheimtipp. Da die Haupthandlung von Crusade in den vorhandenen 13 Episoden sich nicht entfalten konnte, hat man auch nicht das Gefühl, dass die Serie abrupt endet. Es ist hier wie bei einem Pilot-Film, der es dann schließlich nicht zur Serie schafft. Crusade hat es in dem Fall einfach nicht zur Fortsetzung geschafft. Man sollte sich Crusade aber aus dem Grund auch nicht mit zu hohen Erwartungen anschauen. Vom Spannungsbogen her hat Crusade eine ähnliche Qualität wie die 5. Staffel von Babylon 5. Anderen Interessenten die vielleicht B5 nicht einmal kennen rate ich definitiv von Crusade ab, da sie garantiert keine Freude daran haben werden. Man muss zumindest den Film "Waffenbrüder" gesehen haben, um ansatzweise einen Einstieg zu finden. Leider hat die Geldgier des TV-Senders TNT eine vielleicht ebenso geniale Serie wie Babylon 5 vernichtet.
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am 23. März 2007
Wenn man sich hier einige Meinungen so durchliest kann man fast zu der Überzeugung gelangen das Crusade in Hinblick auf Special Effekts, Ausstattung oder Handlung nicht über das Niveau der alten Godzilla- oder diverser anderer japanischer Monsterfilme hinauskommt. Man erwartet förmlich den Bindfaden zu sehen an dem das Modell der Excalibur vor dem Hintergrund des Weltraums durchs Bild gezogen wird. Aber weit gefehlt.

Crusade hat mich absolut positiv überrascht. Ich bezweifel das einige von denen die hier ihre Meinung kundgetan haben die Serie tatsächlich angeschaut haben. Die CGI und Tricksequenzen sind teilweise erheblich besser als beim großen Vorgänger Bab5. Auch gibt es endlich mal Raumschiffe in denen man sich wohl fühlen kann und die nicht so steril und fantasielos wie die namengebende Raumstation oder die Rangerschiffe wirken. Die Kommandozentrale der Excalibur verdient endlich mal diesen Namen. Wähend Bab5 fast ausschließlich von Ivanowa und zwei oder drei in Sesseln rumlungernden Besatzungsmitgliedern bedient wurde, wimmelt es in der Zentrale der Excalibur von Leben und fleißigen Mitarbeitern die irgendwelche Monitor (die endlich mal Sinn ergeben) anschauen und bunte Knöpfchen drücken.

Alle 13 Einzelfolgen sind in sich abgeschlossen, lediglich durch den "roten Faden", ein Allheilmittel gegen die Seuche zu finden, verbunden. Natürlich fehlt das Ende der die Serie da sie für mehr als diese handvoll Folgen konzipiert wurde. Das heißt aber nicht, das die abgedrehten Folgen nun keinen Sinn ergeben würden, im Gegenteil, wie schon geschrieben sind sie in sich abgeschlossen und können quasi auch ohne Hintergrundwissen angeschaut werden. Ein schönes Bonmot ist ohne Frage Folge Nummer 12 in der die komplette AKTE X Serie auf die Schippe genommen wird. Das außerirdische Mulder / Scully Duo das eine weltweite Verschwörung Außerirdischer in Zusammenarbeit mit ihrer eigenen Regierung vermutet und aufdecken will ist einfach herrlich. Selbst das Gegenstück zum ominösen Zigarettenraucher ("Krebskandidat") der aus dem Hintergrund die Fäden zieht hat einen Auftritt. Einfach nur gelungen.

Viel negatives über die Schauspieler an sich kann man auch nicht sagen. Gary Cole, der Captain der Excalibur, ist ein alter TV Hase, wie einst Bruce Boxleitner als Captain Sheridan. Der erste Offizier, Lt. Matheson, ist zur Zeit in der TV Serie LOST zu sehen. Aus der alten BAB5 Serie sind in wiederkehrenden Auftritten Captain Elizabeth Lochley und Dr. Stephen Franklin zu bewundern. Sind die ersten 4 Folgen noch darauf ausgelegt das Verhältnis von Galen und Captain Gideon in den Vordergrund zu stellen, so rücken ab der fünften Folge auch die anderen Charaktere in den Vordergrund. Auch persönliches kommt dabei nicht zu kurz, wie etwa eine heiße Liebesbeziehung zwischen den Captains der Excalibur und BAB5.

Die Titelmusik scheint etwas geändert worden zu sein. Auf den alten VHS Cassetten ist es angeraten den Ton, ob dieser wirklich nervenden Klangfolge, leiser zu drehen. Die Titelmusik auf den DVDs hingegen ist m. E. durchaus als gelungen und melodisch zu betrachten.

Die Sonderausstattung besteht, neben dem üblichen Krimskrams wie Kapitel- und Episoden auswahl, Sprache, ...., aus einem Making Off der Serie und einen Making Off in Bezug auf die Kreation des Raumschiffs Excalibur.

MEIN Fazit:
Crusade ist eine stimmige und gelungene Fortsetzung der BAB5 Reihe. Leider unvollendet aber nichts desto trotz sehenswert. Als Außenstehender sollte man sich die Serie weder schlecht- noch schönreden lassen, sondern einfach mal selber reinschauen uns sich ein eigenes Urteil bilden. Mir hats definitiv gut gefallen.
© deval
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am 17. September 2005
Eben habe ich mir Crusade angesehen und nun einige der Kritiken gelesen. Jede neue SF-Serie hat es nicht leicht, die Qualität schwankt, das wissen wir ja. Die erste TNG-Staffel oder ENT von Star Trek hatten alle ihre Schwächen und schwache Folgen. Auch die 1. Staffel von B5 konnte noch nicht hundertprozehntig überzeugen. Meist entwickeln sich die Serien erst mit der 2. oder 3. Staffel richtig (Ausnahme ist Farscape, die war schon von Anfang an super) und kommen in Fahrt. Dann hätten die Figuren auch mehr Farbe bekommen. Denn die finde ich, entgegen anderer Kritiker, gar nicht sooo schlecht! Der profitgeile, zynische Archäologe ist gut gespielt, die Diebin kann noch nicht 100pro überzeugen, die Ärztin kommt viel zu wenig zum Zuge, der Captain überzeugt mit seinem unnahbaren ironischen Spiel und seinen lakonischen Kommentaren, Galen ist mysteriöser Typ usw. Nun die Schwächen: der 1. Offizier sollte öfters seine telepathischen Fähigkeiten einsetzen. Wieso tut er es nicht, wenn sogar Gefahr in Verzug ist? DAs wirkt unglaubwürdig. Es stimmt auch, daß zu viele neue Alien-Völker vorkommen und zu wenige der schon bekannten aus B5. Die Musik ist wirklich absoluter Schrott, ich war richtig erschrocken - da erwartet man einen elektronischen Bombastsound, schon um dem gewaltigen Thema der Handlung gerecht zu werden. Und da trötet so 'n Ambient-Drum-Machine-Quark aus den Boxen - null Atmosphäre, besonders schlimm am Anfang und am Schluss. Auch dieses komische "Schwert" ist total unpassend. Auch der Vorspann der Serie ist schlecht. Der ist völlig auf AKTE X gemacht (jaja, The Truth is out There), mit pseudopathetischem Gelaber - wieso nicht ein Vorspann mit Off-Sprecher wie bei B5, der über die Situation der Seuche aufklärt? Außerdem hätten mehr Gaststars aus B5 auftreten sollen, Sheridan, Delenn, z.B., auch hätte G'Kar mit der Telepathin mal den Weg der Excalibur kreuzen können, why not? Es gibt Dinge, wie die Technomagier, die in B5 eigentlich keine Rolle spielen. Schade. Auch der Name der Serie klingt zu pathetisch. Die Special FX sind OK für eine TV-Serie, auch wenn die Planeten bzw. die Städte usw. sich sehr ähnlich sind, da hätten sich die Designer noch mehr einfallen lassen können als solche Wolkenkratzer-Ansichten. Das Excalibur-Design finde ich dagegen wirklich gut gelungen. V.a. am Set-Design merkt man, wie viel Geld da investiert wurde. Die Raumschiff-Sets können da locker mit Star Trek mithalten. Es gab einige schwache Folgen, einige waren aber wirklich toll und sehr spannend. Die Drehbuchautoren hätten es dann schaffen müssen, zum Ende der Staffel hin eine übergreifende Handlung zu schaffen (wie so schön in B5 geschehen), denn immer bloß Einzelabenteuer anzusehen, das langweilt irgendwann. Denn gerade der interessante Plot mit der Drahkseuche enthält ja nun wirklich alles Potential, um daraus eine tolle SF-Serie zu schaffen! Schade, daß nicht mehr daraus wurde als 13 Folgen. Diese Serie hätte sich zu was richtig Kultigem mausern können. Auf jeden Fall hat es mir besser gefallen als z.B. der Pilotfilm von Andromeda, der war nur langweilig, billige Sets, wo das Raumschiff wie eine Fabrikhalle aussah, und alles viel zu bunt. Crusade hätte es 10-mal mehr verdient, über diese 13 Folgen hinauszukommen. RIP!
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am 27. Februar 2006
...das ist das größte Manko an dieser "Serie", die durchaus potential gehabt hätte.
Die ersten Folgen sind in der Tat sehr schleppend und vor allem die erste Folge macht den Eindruck, als wären die Dialoge hastig zusammengeflickt worden.
Dies bessert sich jedoch von Folge zu Folge und dem Ganzen wird Leben eingehaucht.
Vom Stil her erinnert es zwar mehr an Star Trek Voyager doch Stellenweise wird meiner Meinung nach doch noch der Charme getroffen, der Babylon 5 ausgemacht hat.
Der Hintergrund, dass die Serie unvollendet ist und wie bei Babylon 5 die erste Staffel den Charakter einer Einleitung hat sorgen dafür, dass ein sehr unzufriedener Zuschauer zurückbleibt, nachdem die letzte Folge abgelaufen ist.
In der letzten Folge wird die Brücke in's Babylon 5 Universum geschlagen und man kann erahnen, was aus Crusade noch hätte werden können.
Mein Fazit:
Interessant aber unbefriedigend.
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