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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
32
4,7 von 5 Sternen
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am 16. März 2006
Ruhig und still passieren die größten Sachen im Leben, manchmal sogar fast unbemerkbar. So auch dieser Film. In einer stillen Art und Weise wird über die Geburt, nicht des Menschen, sondern eines des größten Revolutionärs Südamerikas - Che - erzählt. Die Geburt des sozialen Bewußtseins für die die Probleme des Südamerikanischen Kontinentes, in dem damals noch Medizinstudenten Ernesto. Was anfänglich als eine Abenteuerreise mit seinem Freund Alberto Granado geplant wurde, zeigte sich als der Wendepunkt in Guevaras Leben. Der Film zeichnet eindringlich ohne viele unnötige Worte die komplexe und höchst sensible Persönlichkeitsstruktur eines Idealisten, der später sein Leben einer Idee widmete.
Eigentlich würde schon die herausragende Darstellung des Guevaras alleine reichen, dennoch geben die wundervollen Landschaftsaufnahmen des Kontinents, die Darstellung der Menschen und die Musik des talentierten Argentiniers Gustavo Santaolalla diesem Film die größte Würze. Der Regiesseur und die Schauspieler liefern eine wirklich beeindruckende Leistung! Besser könnte man Guevaras Buch nicht interpretieren.
Wer eine leicht verständliche Billignunterhaltung im Stile des Hollywoods sucht, ist vollkommen falsch bei diesem Film. Wer aber etwas zum nachdenken sucht und davon überzeugt ist, das wirklich großes Kino auch still erzählt werden kann, wird hier fündig. Schade um die, die ihn nicht verstehen.
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am 23. April 2005
Dem international bereits hochdekorierten Regisseur Walter Salles (u.a. Goldener Bär für "Central Do Brasil") gelingt mit "The Motorcycle Diaries - Die Reise des jungen Che" eine beeindruckende Momentaufnahme aus dem Leben des jungen Ernesto "Che" Guevaras und seines Freundes Alberto Granado, welcher - entgegen seines Freundes Guevara - nicht zu einer politischen Ikone wurde, aber dennoch ein ebenso ambitioniertes Leben führte und Regisseur Salles bei den Filmaufnahmen bereitwillig zur Seit stand.
"The Motorcycle Diaries" ist dabei alles andere als ein Biopic oder Roadmovie. Salles wunderbare Momentaufnahme, halb Fiktion, halb Dokumentation, spiegelt das mehrmonatige Abenteuer zweier Freunde wieder, die mehr über ihr Land und dessen Bewohner erfahren wollen. Diese Neugierde ist im Falle Guevaras so quälend, dass dieser dafür sogar seine Examenspläne über den Haufen wirft, nur um endlich die lang geplante Motorradreise mit seinem Freund Alberto antreten zu können.
Regisseur Salles vermeidet jegliche Mythologisierung der Person Ernesto Guevaras. Viel mehr drehte er mit "The Motorcycle Diaries" das einfache Porträt zweier wahrer Humanisten, die durch ihre Begegnungen mit dem menschlichen und landschaftlichen Facettenreichtum ihres Heimatlandes Südamerika zum Nachdenken und verantwortungsvollen Handeln bewegt werden.
Einschneidende Reisemomente für Guevara sind dabei vor allem die Konfrontation mit den beeindruckenden Hinterlassenschaften der ausgelöschten Inka-Kultur, seine Begegnung mit ausgebeuteten Minenarbeitern und nicht zuletzte die schnell geschlossenen Freundschaften mit den Bewohnern einer Lepra-Kolonie in Sao Pablo, die von außergewöhnlicher Selbstlosigkeit geprägt sind.
Und so sind es nicht nur die überragenden Hauptdarsteller und die wunderbaren Landschaftsaufnahmen, sondern ebenso die endlosen Geschichten von Armut und Reichtum, Stolz und Reichtum, Temperament und Lebensfreude, Unterdrückung und Ungerechtigkeit, die den Film so lebendig erscheinen lassen.
Bild und Ton sind ohne Tadel und das ca. 40minütige Bonusmaterial mit Trailer, Featurette, Interviews, Deletede Scenes und einem Blick hinter die Kulissen ist ebenfalls sehenswert. Hier sei vor allem auf die Featurette und das Interview mit einem zurückblickenden Alberto Granado verwiesen. Und da wir schon mal dabei sind, gleich noch der Tipp den Film komplett - sprich: inklusive Abspann - zu gucken, denn am Ende erwartet den Zuschauer ein weiterer Bonus :o)!
Absolut sehenswert!
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am 3. Mai 2005
Story:
Als der 81-jährige Alberto Granado "Die Reise des jungen Che" sah, war er tief gerührt: "Endlich ein Film, der zeigt, dass Che Guevara ein Mensch aus Fleisch und Blut war." Granado war Guevaras Jugendfreund, damals, als der spätere Revolutionsführer noch in Buenos Aires Medizin studierte und mit Vornamen Ernesto hieß. Und er hat hautnah miterlebt, wie aus dem naiven Frauenschwarm ein leidenschaftlicher Kämpfer für Gerechtigkeit wurde.
Gemeinsam unternahmen sie 1952 eine neunmonatige Motorradtour, von der dieser Film erzählt. Der Trip führte die beiden von Argentinien nach Chile, Peru und Venezuela. Endstation: eine Lepra-Kolonie, in der sie aushelfen wollten.
Wie im Leben ist es auch im Film die pure Abenteuerlust, die die zwei jungen Männer quer durch Südamerika knattern lässt. Ihr Spaß wird dabei durch das Leid der Menschen, das sie überall beobachten, immer mehr getrübt. Die Erfahrungen, die der gutbürgerliche Che im Tagebuch festhält, krempeln sein Weltbild um.

Kritik
Newcomer Gael García Bernal spielt den Reifeprozess Guevaras überzeugend. Dazu findet Regisseur Walter Salles Bilder voller Komik, Poesie und Melancholie - so, als würde er in einem alten Notizbuch blättern. Fast unmerklich schlägt die Stimmung von unbeschwert auf ernsthaft um. Dafür verlangsamt sich das Tempo der Szenen, als müssten auch sie sich Zeit zum Nachdenken nehmen.
Entstanden ist so die Geschichte zweier Freunde, die erkennen, dass sich ihre Lebensziele verändern. "Walter hat diese Entwicklung wunderbar beobachtet", sagt Alberto Granado, der es wissen muss. Gibt es ein schöneres Kompliment?
Fazit: Poetisches Drama, das den Menschen Che Guevara hinter seinem Image sichtbar macht
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am 19. September 2005
Der Film übertrifft alle meine Erwartungen... Meine Zweifel an der historischen sowie der künstlerischen Umsetzung waren schnell beseitigt! Che wird als ganz normaler junger Mensch dargestellt, den die sozialen Ungerechtigkeiten und die Ausbeutung seines Kontinents, die er während der Reise entdeckt, maßgeblich verändern. Che erkennt nach und nach seine Fähigkeiten Menschen zu begeistern und sie zu führen. Die schauspielerische Leistung beider Hauptdarsteller ist sensationell. Die grandiosen Landschaftsaufnahmen geben dem Film die letzte Würze! Auch die Filmmusik darf hier nicht unerwähnt bleiben und verdient ebenfalls die vollen 5 Sterne! Alles in einem ist der Film einfach nur Klasse....
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am 27. April 2005
Wer meint, dass "The Motorcycle Diaries" nichts als eine Heldenverehrung sei, der liegt definitiv sehr falsch. Es geht nicht darum ob Che der bedeutenste Revolutionär des 20.Jhd. war oder ob der Kommunismus doch das menschlichste politische System ist. Darum geht es im Film nicht. Er erzählt lediglich die Geschichte eines jungen Mannes, der die Freiheit sucht und keine Angst vor dem Unbekannten hat. Zusammen mit einem Freund und einem äußerst klapprigen Motorrad lernen sie Schönheit, die Faszination und die Kultur Südamerikas kennen. Dennoch stößt Che immer wieder auf die "andere" Seite seiner Heimat: Unterdrückung, Krankheiten, Hunger, Armut, Zerstörung. Irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen. Das mag sich Che gedacht haben.
Der Film ist ein wahres Meisterwerk. Brilliante Schauspieler und atemberaubende Landschaftsaufnahmen. Dieser Film geht unter die Haut.
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am 17. Juni 2005
Robert Redford als Produzent zeigt bereits, dass dieser Film sehr sensdibel ist.
Detailiert wird in diesem Film beschrieben wie der junge Ernesto Guevara zum ersten Mal seinen Heimatkontinent bereist. Dieser Film erzählt neben den Erfahrungen, die Ernesto erhält viel mehr auch die Geschichte einer Freundschaft.
Der Vorwurf, der Film zeige nicht, wie grausam der Protagonist in seinen späteren Jahren ist, wurde nicht thematisiert ist zwar richtig, jedoch muss gesagt werden, dass er sich erst durch seine Reisen zu dem entwickelte, was er später war.
Wer Action und Tote erwartet, sollte die Finger von diesem Film lassen. Doch wer sich auf eine spannende Reise durch Lateinamerika einlassen möchte, muss zugreifen!
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TOP 1000 REZENSENTam 7. Oktober 2013
"The Motorcycle Diaries" ist auch bekannt unter dem Namen "Die Reise des jungen Che" und ist ein 2004 enstandenes Biopic über eine Zeit in der Jugend des späteren marxistischen Guerilla-Kommandanten und Revolutionär Che Guevara. Basierend auf den schriftlichen Memoiren erzählt das grandios bebilderte Roadmovie über dessen Expedition im Jahr 1952, die er als 23jähriger Medizinstudent Ernesto Guevarra (Gael Garcia Bernal) mit seinem besten Freund, dem 29jährigen Biochemiker Ablerto Granada (Rodrigo de la Serra) unternahm. Die Reise soll mit dem Motorrad absolviert werden - ein kühnes Unterfagen, den sie beginnt im argentinischen Buenos Aires und soll die beiden Freunde 14.000 Km weit - bis zur nördischen Spitze des südamerikanischen Kontinents - führen. Als einziges weiteres Etappenziel wurde von den beiden mutigen jungen Männern eine Leprakolonie in Peru gewählt, dort wollen die beiden einige Zeit lang arbeiten. Nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel" entdeckt der angehende Mediziner sehr viel über das Leben in Armut der Landbevölkerung. Beide Männer werden stark von dieser Reise geprägt. Sie begnegen auf ihrem Weg vielen Ungerechtigkeiten und lernen viel über die sozialen Klassen, die sie sonst nie so nahe und eindrückllich kennengelernt hätten. Zu ihrer Überraschung wird der Weg für beide zu einem echten ungeschönten, aber dennoch faszinierenden Bild der lateinamerikanischen Identität. Und dies obwohl am Anfang der Reise eher Spaß und Abenteuer das Motto war, die beiden Männer reifen aber auf der Reise durch ihren Kontinent. Immer mehr wird eine Brücke geschaffen zwischen Wolhlhabend (die beiden Männer)
und Arm. So wird von den beiden auch die Trennung zwischen gesundem Personal und Kranken in der Leprastation immer mehr in Frage gestellt. Sie weigern sich die Gummihandschuhe zum Schutz zu Tragen, aus Solidarität schwimmt dann der asthmakranke Ernesto während seiner Geburtstagsfeier todesmutig vom Norden über den Fluß zum südlichen Teil, der die Aussätzigen trennt und verbringt die Nacht mit diesen Menschen.
Regie führte der braslianische Filmemacher Walter Salles. Dabei ist ihm ein sehr meditativer, ruhiger Film mit kraftvollen Bildern gelungen. Überhaupt lebt die Dramaturgie von den starken Bildern, die im Gedächtnis bleiben. Politisch möchte ich den Film nicht bezeichnen, zumal die Reise von zwei jungen Männern gezeigt wird, von denen erst in späteren Jahren einer der beiden zu einer politischen Berühmtheit wird - im Grunde könnten diese Reiseerlebnisse auch von zwei anderen Personen handeln. Hauptdarsteller ist dabei vor allem das Gesicht von Südamerika, seine Landschaften und seine Menschen.
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am 27. Mai 2005
Die Reise des jungen Che ist ein Film der es schafft absolut unvoreingenommen das Leben von CHE zu verfilmen als er weder Revolutionär oder sonst wie politisch ambitioniert war. Der Film zeigt die Reise zweier Abenteurer die gemeinsam ihren eigenen Kontinent entdecken und sich durch diese Reise verändern. Es ist ein schöner Road-Movie der CHE als jungen Menschen darstellt der genau so viel Problem, Sorgen und die selben Träume hat wie viele andere in seinen alter. In den Film geht man sehr neutral an das Thema heran und das überzeugt. Hier gibt es keine Interpretationen oder Verunglimpfungen man hält sich sehr nahe an das Tagebuch von Che. Der Geist Lateinamerikas wir hier wundervoll rübergebracht mit all seinen verschiedenen Menschen und den atemberaubenden Landschaftsaufnahmen. Die Schauspielerische Leistung der beiden Südamerikaner ist schlichtweg genial und beide überzeugen in ganzer Linie. Wir haben hier ein Film der ein Stück aus einen Leben eines großen Menschen nimmt bevor er ein Idol wurde, bevor er für viele zum Feindbild oder zum Freiheitssymbol wurde. Dieser Film ist eine absolute Empfehlung von mir und für jeden der sich für Lateinamerika interessiert zu empfehlen.
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am 2. Juni 2005
Extrem spannender und mitreißender Film über die Reise des jungen Argentiniers Ernesto Guevara de la Serna, besser als Che Guevara bekannt. Die Reise der Jugendfreunde Guevara und Alberto Granado quer durch den südamerikanischen Kontinent öffnet ihnen die Augen für die tiefen sozialen und gesellschaftlichen Gegensätze und Missstände in ihrem Teil der Welt. Erwähnenswert sei hier noch die hohe historische Korrektheit der dargestellten Taten und Ereignisse sowie die (v. a. polit.) Unvoreingenommenheit, mit der diese Episode aus dem Leben der Beiden dargestellt wird. Gleichzeitig wird die Tragweite dieser Problematik unverfroren klar und ruft uns die immernoch hohe Aktualität dieser Verhältnisse ins Gedächtnis.
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am 20. März 2008
Eigentlich nur durch Zufall auf dieses filmische Meisterwerk gestoßen, bin ich froh diesen Film zu einen meiner Lieblingsfilme erklären zu dürfen.
Jedoch sollte man vorwegnehmen, dass dieser Film keine Heldenverehrung darstellt, wie man sie erwarten könnte. Ganz im Gegenteil, dieser Film zeigt die abenteuerliche Reise zweier junger Männer die ihren Kontinent, Südamerika, entdecken wollen.

Auf ihrer Reise mit der "Allmächtigen", einem heruntergekommenen Motorrad erfahren sie wie ungerecht es auf diesem wunderschönen Kontinent zugeht und der junge "Che" verändert sein Menschenbild.

Soweit so gut, doch dieser Film bietet auf dieser Reise alles was man von einem super Film erwarten kann. Sei es die Komik in den unterschiedlichen Situation oder die Tragik in der Beziehung zwischen den beiden Hauptakteuren und ihrer Umwelt.
Ferner gibt es auch Passagen des Filmes, die einen doch emotional sehr berühren und mit diesem klasse Soundtrack unterlegt eine Wirkung aufweisen, die ich als Filmliebhaber nur in sehr wenigen Filmen so gesehen habe.

Meine Empfehlung an alle, die nicht unbedingt Action in ihren Filmen brauchen die nur aus Kampf besteht, sich diesen Film anzuschauen.
Nach dieses 121 Minuten ist man: 1. Tief berührt 2. Nachdenklich gestimmt und 3. (so war es zumindest bei mir) Mit einem Lächeln auf den Lippen, aufgrund dieses tollen Filmes und dieser Melodie die nicht mehr aus dem Ohr wollte.

Vielen Dank fürs Lesen der Rezension und beehren sie uns bald wieder :P
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